Gruppenbild vor Hilfsstation

Mit den freiwilligen Sanitätskolonnen entwickelt das Rote Kreuz vielfältig einsetzbare Teams für Unfälle, Krankentransporte und Erste Hilfe.

Seit den 1880er Jahren sind fast überall in Deutschland Sanitätskolonnen entstanden, feste Abteilungen freiwilliger Helfer und Krankenträger. Ihre Mitglieder werden durch Ärzte geschult und nach dem Vorbild der militärischen Sanitätseinheiten organisiert: mit Uniform, Rangordnung und festen Arbeitsabläufen. Sie halten regelmäßig Übungen ab, mal auf dem Schulhof, mal am Hafen, mal am Bahnhof. Die meisten leisten zivilen Sanitätsdienst; diejenigen, die sich gemäß der Genfer Konvention um Kriegsverletzte kümmern, sind zusätzlich in der "Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Kriege" organisiert.

Die meisten Kolonnen operieren von einer Hilfsstation oder Sanitätswache aus, die zentral und verkehrsgünstig gelegen ist, damit die Helfer rasch zur Stelle sein können und umgekehrt für die Bevölkerung gut erreichbar sind. Allein in Preußen bestehen zu dieser Zeit über achthundert Kolonnen, in denen sich 25.000 Mann der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Häufig arbeiten sie mit Krankenhäusern, Kommunen und Berufsgenossenschaften zusammen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt derTransport von Kranken und Verletzten. Aus den Sanitätskolonnen gehen später die heutigen Bereitschaften hervor. Auch die frühen Hilfstrupps von Wasserwacht und Bergwacht organisieren sich teilweise nach dem Vorbild der Sanitätskolonnen.

 

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