Dunant lebt!

Henry Dunant kümmerte sich unablässig um die humanitäre Mission, nicht aber um seine Finanzen. Er musste schließlich Bankrott anmelden. Als Clochard irrt er mittellos durch Europa, bis ihn ein Journalist entdeckt.

Dunants Ideen haben sich mittlerweile über den ganzen Erdball ausgebreitet. Während er sich für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzte, hat er jedoch seine Geschäfte vernachlässigt. 1868 wurde er wegen eines betrügerischen Konkurses verurteilt. Das "Internationale Komitee vom Roten Kreuz" forderte seinen Rücktritt und schloß seinen Gründer schließlich aus den eigenen Reihen aus. 

Zwanzig Jahre irrt der Erfinder des Roten Kreuzes daraufhin mittellos und verwahrlost durch Europa. Tags wirbt er für seine neuen Ideen, nachts schläft er in Bahnhofshallen und auf Parkbänken. Später schreibt er: "Ich habe zu denen gehört, die ihre Kleider mit Tinte aufschwärzen und ihrem Hemdkragen mit Kreide nachhelfen." Dunant wird menschenscheu und verbringt seinen Lebensabend zurückgezogen in einem Appenzeller Dorf. Dort entdeckt ihn schließlich 1895 ein Journalist. Wenig später vermelden die Zeitungen: "Der Gründer des Roten Kreuzes lebt." Sechs Jahre danach erhält er den Friedensnobelpreis.

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