Das Rote Kreuz kämpft gegen Cholera und Typhus

Tuberkulose (TBC), auch Schwindsucht genannt, tötet viele tausende von Menschen. Das Rote Kreuz entdeckt in der Seuchenbekämpfung eine wichtige Mission.

1892 bricht in Hamburg eine lebensbedrohliche Choleraepidemie aus. Zur gleichen Zeit rafft auch die Schwindsucht tausende von Menschen dahin.

Lange Zeit hat man die Seuche für eine Erbkrankheit gehalten. Dies änderte sich 1882 durch Robert Koch. Er entdeckte den Erreger und bewies, dass die Krankheit durch Mikroorganismen übertragen wird. Damit ist sie aber noch längst nicht besiegt, schließlich gibt es zu dieser Zeit keine wirksamen Medikamente, und auch die prophylaktischen Hygienemaßnahmen sind nur den wenigsten bekannt. 

Das Rote Kreuz sieht es als seine Aufgabe, die Menschen aufzuklären und ihnen Hygieneregeln zu vermitteln. Die Schwestern der Frauenvereine genießen in der Bevölkerung großes Vertrauen, sie sind bei armen Familien gern gesehene Gäste. Und so gelingt es ihnen, den einfachen Arbeitern alles Wissenswerte über Ernährung, Kleidung und Wohnen beizubringen. Für die bereits Erkrankten richten sie spezielle Genesungs- und Erholungsheime, Lungensanatorien und Krankenhäuser ein. Besonders bekannt werden in der Folge die Heilstätten von Hohenlychen.

Auch die Arbeitergärten, die vor allem in Ballungszentren eingerichtet werden, kommen der Bekämpfung der Tuberkulose und der Verbesserung der Lebensverhältnisse zugute.

 

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