„Wir schaffen das!“ – Fluchtziel Deutschland und Europa

In den Jahren 2014 und 2015 erlebt Deutschland den größten Flüchtlingszulauf seit dem Zweiten Weltkrieg, der in abgeschwächter Form bis in die Gegenwart andauert. Die Unterstützung durch das DRK trägt wesentlich dazu bei, dass die Menschen fürs erste unterkommen und betreut werden. Nicht nur ist es, wie es das Rotkreuz-Gesetz festlegt, als nationale Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik aktiv, sondern auch seine eigenen Grundsätze verlangen dem DRK sein Menschenmögliches ab. In Bayern, wo die meisten Flüchtlinge ankommen, errichtet das DRK zwei „Warteräume“, in denen über 170.000 Menschen empfangen, erstversorgt, registriert und dann weitergeleitet werden. In Notunterkünften des DRK sind Anfang 2016 deutschlandweit 140.000 Flüchtlinge untergebracht und werden von 1.500 haupt- und ehrenamtlichen Helfern betreut und versorgt.

Die Entwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass Beratungsstellen für Flüchtlinge heute zum selbstverständlichen Aufgabenbereich des DRK gehören und Hilfestellung bei der Integration anbieten: Wohnungssuche, Unterstützung bei der Suche nach vermissten Angehörigen und bei der Familienzusammenführung, Schulbesuch, Sprachunterricht, Zugang zu ärztlicher Behandlung und sozialen Leistungen – nicht zuletzt auch die Ermunterung, sich selbst im DRK zu engagieren.


 

Flüchtling in Deutschland

Qaseem Rashidi kommt 2016 aus Afghanistan als Flüchtling nach Deutschland. Erst hier lernt er schwimmen, macht eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer und ist seit 2018 Mitglied der DRK-Wasserwacht Frankfurt/Oder. Er ist wie sein Landsmann Omid Sediqi und der Iraner Amin Ranjbar von seinem neuen Ehrenamt begeistert: „Die Wasserwacht macht einfach Spaß. Wir sind hier am See oder bei Festen in der Stadt und helfen bei der Absicherung. Wir kommen dabei mit so vielen Menschen in Kontakt, das ist super.“ Gelungene Beispiele für die Integration von Flüchtlingen – und für die Interkulturelle Öffnung des DRK!

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