historisches Foto: Rotkreuzschwester verabreicht einem Baby Medizin
Höhne-Pohl/SLUB Dresden - Deutsche Fotothek

Das Zeitzeugenprojekt des DRK

Persönlich, konkret, verständlich: Rotkreuzler erzählen und lassen ihre Erinnerungen und Vergangenheit lebendig werden. Entdecken Sie die kleinen und großen Ereignisse der DRK-Geschichte.

Die Idee

Wie können wir die Erinnerungen der ersten Nachkriegsgeneration von Rotkreuzlern bewahren?
Aus dieser Frage entstand das Zeitzeugenprojekt, dessen Ziel es heute ist, die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in seiner gesamten Bandbreite abzubilden. So kommen im Projekt mehrere Hundert Frauen und Männer aus allen Rotkreuzbereichen zu Wort, vom Jugendrotkreuz, von den sozialen Diensten, vom Suchdienst oder von den Blutspendediensten, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, Rotkreuzschwestern oder Mitglieder der Gemeinschaften.
Hilfs- und Katastropheneinsätze, etwa der Einsatz des Hospitalschiffes Helgoland 1966 bis 1972 in Vietnam, Erdbebeneinsätze oder die Unterstützung der Flüchtlinge in der Prager Botschaft 1989, finden hier ebenso ihren Niederschlag.
Zeitlich spannen sich die Geschichten von der Neugründung der ersten Landesverbände nach dem Zweiten Weltkrieg sowie des DRK in der DDR bis zu aktuellen Einsätzen.

Das Projekt

Das DRK-Zeitzeugenprojekt begann 2017 mit ersten Zeitzeugenbefragungen von Rotkreuzlern aus den fünf östlichen DRK-Landesverbänden, die von ihren Erfahrungen und Ereignissen im DRK der DDR berichten. Ihre Geschichte nicht spurlos vergehen zu lassen oder zu verdrängen, war der erste Impuls, aus dem schließlich eine historisch-kritische Studie und die erste Zeitzeugenbefragung hervorging. Mit der Vielzahl der Zeitzeugen und ihrer Geschichten entstand die Idee, die Zeitzeugenbefragungen auf das gesamte DRK auszuweiten.

Pilotprojekt im DRK-Landesverband Hamburg, Fortführung in der Region West und aktuelles Projekt in der Region Südwest

2018 war der Projektstart zunächst für die nordwestdeutschen DRK-Landesverbände (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Oldenburg, Schleswig-Holstein) und die dort gelegenen Schwesternschaften. Koordiniert wurde das Projekt vom Landesverband Hamburg.

Vom September 2020 bis August 2021 wurde die das Zeitzeugenprojekt des DRK in der sogenannte Region West durchgeführt, beteiligt waren die Landesverbände Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und Westfalen-Lippe.

Am Ende dieses Projekts fand im August 2021 im Rotkreuzmuseum Vogelsang in der Eifel die erste Tagung des Netzwerks Oral-History im DRK statt. Ziel dieser Tagung war, alle Akteure des Projekts zusammenzubringen. Zwei Tage diskutierten rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die Befragungen verstetigt und wie sie stärker in der Kommunikation eingesetzt werden können. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Im September 2021 wurde das aktuelle Projekt in der Region Südwest gestartet mit den Landesverbänden Baden-Württemberg, Badisches Rotes Kreuz und Hessen. Abschließen soll das verbandsweite Projekt ab September 2022 das Bayerische Rote Kreuz. Es liegen dann rund 600 Zeitzeugeninterviews aus dem gesamten Bundesgebiet vor.

Die Interviewer - Unterstützung durch FSJler

Die Interviews wurden und werden vorrangig von eherenamtlichen Mitarbeitern bzw. Freiwilligen im Rahmen eines Freiwilligen Kulturellen Jahres durchgeführt. Die Vermittlung und pädagische Betreung dieser Freiwilligen hat die Volunta gGmbH in Hessen übernommen. Für das Pilotprojekt des Landesverbands Hamburg, Region Nord, konnten die beiden FSJler Marleen Maxton und Anton Freitäger gewonnen werden, für das Projekt der Region West waren es Jana Fey und Amelie Lokat. Sie haben die Interviews vorbereitet und durchgeführt.

Das Zeitzeugen-Archiv des DRK

Im Zeitzeugen-Archiv des DRK-Generalsekretariats in Berlin werden alle Interviews und das dazugehörige Material archiviert, aufbereitet und für die Forschung und Interessierte zur Verfügung gestellt.
Die Interviews liegen – bis auf wenige Videointerviews aus dem Projekt DRK der DDR – als Audiodateien und in transkribierter Form vor. Aufgrund verschiedener Rechtevergaben sind nicht alle Quellen zur freien Nutzung autorisiert. Für diese Website haben wir einige Interviews aus dem Zeitzeugenprojekt des DRK ausgewählt und redaktionell bearbeitet und gekürzt.

Informationen zur Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes finden Sie auch auf unserem Zeitstrahl.

Wenn Sie Literatur zum DRK suchen, schauen Sie doch einmal hier vorbei.

Kontakt
Projektleitung i.A. des DRK e.V.: Dr. Hans-Christian Bresgott, Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin. Sie erreichen ihn unter:

archiv(at)drk.de
DRK-Generalsekretariat
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Projektverantwortung: Historische Forschung und Kommunikation, DRK-Generalsekretariat

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