Geflohene Frau und ihr Kind mit einem Mitarbeiter des Türkischen Roten Halbmonds
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Flüchtlingshilfe in der Türkei

Kein Land der Welt beherbergt aktuell mehr Flüchtlinge als die Türkei. Das DRK fördert in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Roten Halbmond und mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt die Versorgung von Flüchtlingen und deren Integration. Dadurch soll ihnen eine bessere Zukunftsperspektive ermöglicht werden.

In der Türkei leben aktuell (Stand Dezember 2016) mehr Flüchtlinge als in jedem anderen Land der Welt. Besonders der anhaltende Konflikt in Syrien trägt dazu bei. Aber auch die Konflikte in anderen Ländern wie z.B. dem Irak veranlassen immer mehr Menschen ihre Heimat zu verlassen und in der Türkei Zuflucht suchen. Aktuell sind über 2,7 Mio. Flüchtlinge in der Türkei registriert, was zu einer Anspannung der humanitären Situation führt. Dies gilt insbesondere für die urbanen Ballungszentren sowie für die Distrikte entlang der türkisch-syrischen Grenze.

Flüchtlingskind
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Mangel an Hilfe und Schutz. Zugang zu Dienstleistungen.

Etwa 75% der syrischen Flüchtlinge in der Türkei sind Frauen und Kinder. Nur knappe 10% der Flüchtlinge, also etwa 270.000 Menschen, leben in Flüchtlingslagern. Die große Mehrheit der Flüchtlinge lebt bei Gastfamilien und türkischen Verwandten oder ist in Privatunterkünften untergebracht. Sie befinden sich in einer weitaus schwierigeren Situation, da sie zu vielen Hilfsleistungen keinen Zugang haben. Ihnen mangelt es neben sicheren Unterkünften und lebensnotwendigen Gütern vor allem an Zugang zu Bildung sowie zu Beratungs- und Betreuungsleistungen.

Mit Fortgang des Syrien-Konflikts können die meisten Flüchtlinge nicht in ihre Heimat zurückkehren, wodurch verstärkt Aspekte der Integration in den Mittelpunkt gerückt werden. Somit ist es nötig Sprachbarrieren abzubauen und den Zugang zu sozialen Dienstleistungen in der Türkei zu stärken. Vor allem für Kinder, die einen Großteil der Flüchtlinge ausmachen, ist es zudem besonders wichtig, Zugang zu formellen und informellen Bildungsmöglichkeiten zu bekommen.

Unterstützung von Gemeindezentren

Nachdem das DRK seit vielen Jahren den Türkischen Roten Halbmond in seinen Hilfsleistungen zugunsten syrischer Flüchtlinge in Form von Hilfsgütern unterstützt hat, verschiebt sich der Fokus der Arbeit nun in Richtung Integration. Zu diesem Zweck unterstützt das DRK den Türkischen Roten Halbmond im Aufbau und Betrieb von drei Gemeindezentren in Istanbul, Izmir und Adana.

Diese Gemeindezentren sind nicht nur Anlaufstelle für Flüchtlinge, dort erhalten sie auch Beratung, können psycho-soziale Unterstützung in Anspruch nehmen oder Sprachkurse zur besseren Verständigung besuchen. Darüber hinaus können sie sich durch Fort- und Weiterbildungen wie z.B. in Näherei oder Computerkursen eine Zukunftsperspektive aufbauen und ihre Kinder pädagogisch betreuen lassen. Damit leisten diese Gemeindezentren einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und tragen zum Abbau von Spannungen zwischen Flüchtlingen und den aufnehmenden Gemeinden bei.

Gefördert wird dieses Projekt vom Auswärtigen Amt im Rahmen eines Regionalprojektes, das das DRK im Zeitraum von September 2016 – Juni 2019 gemeinsam mit den jeweiligen nationalen Schwestergesellschaften in Syrien, Libanon, Jordanien und der Türkei zugunsten von Betroffenen des Syrien-Konflikts umsetzt.

Das Projekt

Projektgebiet: Istanbul, Izmir und Adana
Finanzierung:
Auswärtiges Amt
Projektlaufzeit:
September 2016 – Juni 2019
Partner: Türkischer Roter Halbmond

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