· Berlin · 20/26

Hitze: DRK-Bundesarzt gibt Tipps

Frau in der Sonne
© DRK

Wenn in den kommenden Tagen das Thermometer vielerorts 30 Grad und mehr anzeigt, ist das für viele Menschen sicher ein Grund zur Freude. Extremtemperaturen bergen leider aber auch erhebliche gesundheitliche Risiken – vor allem für kleinere Kinder, ältere oder kranke Menschen. Und: „An vielen Stellen können wir uns gegen die Auswirkungen der Hitze wappnen“, sagt DRK-Bundesarzt Universitäts-Professor Dr. Bernd Böttiger. Das Deutsche Rote Kreuz hat einige Tipps zusammengestellt.

Generell gilt, dass ein Aufenthalt in extremer Wärme eine Belastung für den Körper darstellt. Vor allem Kleinkinder und ältere Menschen sollten daher keinesfalls längere Zeit der direkten Sonne ausgesetzt werden. Und geht es doch in die Sonne, ist der richtige Schutz das A und O. Dazu zählen eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit möglichst hohem Schutzfaktor und nach Möglichkeit Kleidung mit UV-Schutz. 

Ganz wichtig: „Bei Hitze ist der Körper auf mehr Flüssigkeitszufuhr angewiesen, gerade bei körperlichen Aktivitäten. An heißen Tagen sollte man als Erwachsener ruhig zwei bis drei Liter Wasser trinken. Ausreichend Flüssigkeit ist essenziell, um einem Kreislaufkollaps vorzubeugen”, sagt der DRK-Bundesarzt. Er weist zudem darauf hin, dass auf Alkohol möglichst verzichtet werden sollte, da er zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führt. Auch schwere und fettige Kost ist zu vermeiden. „Setzen Sie lieber auf leichtere Mahlzeiten, mit viel Obst, Salat und Gemüse“, rät Professor Böttiger. Und wer Medikamente einnehmen muss, sollte darauf achten, dass diese ausreichend vor Hitze geschützt und nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. werden und am besten seine Ärztin oder seinen Arzt um Rat fragen, was bei der Medikamentenwirkung und -lagerung bei hohen Temperaturen zu beachten ist. 

Und was gilt beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen? Daheim oder am Arbeitsplatz? Hilfreich ist es, früh und abends gut durchzulüften. Wenn insbesondere kleinere Wohnungen tagsüber genutzt werden, ist es trotz Hitze ratsam, immer mal wieder kurz durchzulüften, um die Luftfeuchtigkeit zu senken. Wenn sich dagegen tagsüber niemand oder nur kurzeitig jemand in einer Wohnung befindet, ist es besser, Fenster, Türen, Vorhänge und Rollläden dauerhaft zu schließen. 

Da das Phänomen extremer Temperaturen zunimmt, gibt es an vielen Orten Angebote gegen die Hitze für hilfsbedürftige Menschen. In mehreren Städten sind – vergleichbar zu der mobilen Kältehilfe im Winter – mittlerweile so genannte Hitzebusse im Einsatz. So versorgen DRK-Hitzebusse, die auch über ein Bürgertelefon erreichbar sind, unter anderem in Berlin, Freiburg, Hamburg oder Stuttgart Menschen mit Wasser, Sonnencreme und Snacks. 

„Bitte achten Sie bei Hitze auch auf Freunde und Familie und geben Sie die Hinweise weiter“, so der Appell des DRK-Bundesarztes. 

Und sollte es doch einmal zu einem Hitzschlag kommen? „In einem solchen Moment gilt es, achtsam zu sein und erste Anzeichen wie Kopfschmerzen, eine erhöhte Körpertemperatur und Schwindel ernst zu nehmen“, sagt Professor Böttiger. Soweit möglich, sollte die betroffene Person aus der Hitze gebracht werden. Solange sie bei vollem Bewusstsein ist, können elektrolythaltige Getränke, wie eine Apfelsaftschorle, helfen. Im Notfall gilt: „Nicht zögern. Rufen Sie im Zweifel den Rettungsdienst (Tel. 112).“ 

Die Pressestelle vermittelt Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger gerne für Interviews. Informationen zum Thema Hitzschlag finden Sie unter dem folgenden Link:https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/hitzschlag/ 

Das DRK setzt sich an vielen Stellen mit der Thematik auseinander, unter anderem auch weil viele Einrichtungen des DRK von der Hitze betroffen sind. So wurden zum Beispiel Handlungsempfehlungen für Kitas ausgearbeitet, die Sie unter dem folgenden Link finden:https://drk-wohlfahrt.de/unsere-themen/kinder-jugend-familienhilfe/kinderhilfe/materialien-klimaanpassung.html

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