Jetzt ist das Parlament gefordert! Kürzungen in der humanitären Hilfe sind verantwortungslos!
Angesichts der wachsenden Zahl bewaffneter Konflikte und schwerster humanitärer Krisen in der Welt können wir zur von der Bundesregierung beabsichtigten Fortschreibung der massiven Kürzungen der letzten Jahre nicht schweigen!
Weltweit sind mindestens 240 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Rund die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Die überlebensnotwendige Hilfe lässt sich nicht aufschieben. Unterlassene Hilfeleistung gefährdet heute Menschenleben!
Deutschland muss angesichts der Not in vielen Teilen der Welt einen Beitrag zur humanitären Hilfe leisten, der seiner Wirtschaftskraft entspricht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deshalb war es richtig, dass die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag eine Stärkung der humanitären Hilfe zugesagt haben. Dieses Versprechen soll nun zum dritten Mal in Folge gebrochen werden - mit der Fortschreibung einer Kürzung von 53 Prozent seit 2025 gegenüber 2024.
Während die Not in der Welt zunimmt, streicht Deutschland dringend benötigte Hilfe zusammen. Nun ist der Deutsche Bundestag gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass unser Land seiner Verantwortung gerecht wird!
Dazu gehört, dass auch in der Entwicklungspolitik keine weiteren Kürzungen erfolgen. Denn auch diese Kürzungen gefährden Leben und schwächen nachhaltig die Krisenfestigkeit von Gesellschaften. Dabei liegt diese Krisenfestigkeit, die wesentlich auf einer Stärkung der Zivilgesellschaft beruht, im Interesse unseres Landes.
