Ungewissheit prägt das Leben der Menschen im Südsudan. Viele haben Angst, dass der bewaffnete Konflikt wieder aufflammt. Auch sich wandelnde klimatische Gegebenheiten machen den Menschen Sorgen. Das DRK ist vor Ort und leistet Katastrophenvorsorge.
Schon wieder erreichen lokale Nachrichten von Waffengewalt die Menschen im Südsudan. Ein Friedensabkommen aus 2018, das fünf Jahre voller Gewalt beendete, scheint nun in Gefahr.
Gleichzeitig macht der Klimawandel den Menschen Sorgen. Immer wieder treffen Naturgewalten das von Armut geprägte Land und verschärfen die humanitäre Lage. Durch die sich ändernden klimatischen Gegebenheiten kommt es vermehrt zu Extremwetter. Mal fällt zu viel Regen, mal viel zu wenig – das Resultat sind folgenschwere Dürren und Überflutungen.
Bei solch ernsten Gefahren hilft es, sich ausgiebig vorzubereiten. Das beruhigt nicht nur, sondern rettet im Katastrophenfall Leben. In erster Linie stärken wir als Deutsches Rotes Kreuz unsere Schwestergesellschaft vor Ort, das Südsudanesische Rote Kreuz. Wir schulen Fachkräfte darin, Gefahren frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen, wie gut einzelne Standorte auf einen Notfall vorbereitet sind.
Damit im Ernstfall schnell Hilfe ankommt, geben wir unser Wissen weiter und statten Einsatzteams mit allem aus, was sie brauchen. Außerdem aktualisieren wir Pläne, wie zum Beispiel Hilfsgüter im Notfall effektiv verteilt werden.
Unser Vorsorgekonzept sieht zudem vor, die Gemeinden selbst widerstandsfähiger zu machen. Wir klären über mögliche Gefahren auf und trainieren Erste Hilfe. Zudem haben wir bisher 724 Mango-, Guaven- und Zitronenbäume gepflanzt. Sie dienen als Nahrungsquelle, doch noch wichtiger sind ihre nachhaltigen Effekte auf die Umwelt: Die Bäume verbessern die Gesundheit der Böden und minimieren so die Schäden einer Überflutung auf natürliche Weise. Das geschützte Ackerland trägt wiederum zu einer besseren Essensversorgung im ganzen Land bei.
Aufgrund weltweiter Kürzungen von Hilfsgeldern wird es zunehmend schwieriger, solche Projekte aufrechtzuerhalten. Ihre Spende ist deshalb wichtiger denn je. Als enge Gemeinschaft können wir weiterhin weltweit Leid lindern!