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Somalia: Gesundheit für Mütter und Kinder

Noch immer sterben in Somalia viele Menschen - besonders Frauen und Kinder - an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten wie Durchfall. In dem ostafrikanischen Land haben nur 40 Prozent der Bevölkerung Zugang zu medizinischer Hilfe. Deshalb unterstützt das DRK vier Kliniken des Somalischen Roten Halbmonds in Somaliland und sichert damit die medizinische Grundversorgung von rund 32.000 Menschen.

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Lebensgefahr durch Schwangerschaft und vermeidbare Krankheiten

Tagtäglich kommen viele Menschen in die Kliniken, häufig Mütter mit ihren Kindern, auf der Suche nach adäquater Gesundheitsversorgung. "Das Gesundheitswesen Somalias gehört zu den schlechtesten weltweit", sagt Dr. Robert Petzhold, der frühere Gesundheitsdelegierte für Somalia. "Von 1.000 Kindern sterben durchschnittlich 109 Säuglinge bei der Geburt und 225 Kinder bis zum fünften Lebensjahr." Auch die Müttersterblichkeit ist dramatisch hoch: Mit 1.600 Todesfällen auf 100.000 Geburten ist das die drittgrößte Rate der Welt. Um den Menschen ihr Recht auf Gesundheit dennoch zu sichern, hat das DRK Gesundheitsstationen in Erigaabo, Yagori, Odweine und Dilla (Somaliland) mit aufgebaut.

Viele der Todesfälle sind auf vermeidbare Krankheiten zurückzuführen. Doch oft mangelt es an Geburtshelfern, einfachen Medikamenten und Gesundheitsstationen. "Wir können nicht akzeptieren, dass Menschen an Krankheiten wie Durchfall und Atemwegserkrankungen sterben", betont Dr. Robert Petzhold. Seine Aufgaben in der Anfangsphase des Projekts bestanden zum einen in der medizinischen Versorgung der Patienten und der Begleitung der Kliniken, zum anderen aber auch in der Schulung von lokalem Personal, das die medizinische Versorgung mittlerweile selbstständig übernommen hat.

Kleine Klinik mit großer Wirkung

Viele Kinder, die in die Klinik gebracht werden, sind stark mangelernährt und schwach. Ihnen wird oft "Plumpy Nut" verordnet. Plumpy Nut ist eine therapeutische Fertignahrung, die speziell entwickelt wurde um Mangelernährung zu bekämpfen. Die Kinder werden dadurch mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und können so schnell wieder gesund werden. Regelmäßige Nachuntersuchungen in der Klinik sichern, dass die Kinder auch tatsächlich wieder zu Kräften kommen.

"Zu den üblichen Krankheiten in den Gesundheitsstationen gehören Durchfallerkrankungen, Haut- und Augeninfektionen, aber auch Darmparasiten, sexuell übertragbare Krankheiten und Komplikationen durch weibliche Genitalbeschneidung. Viele Schwangere und stillende Mütter leiden zudem unter Blutarmut", so Petzhold. Mit einfachen medizinischen Maßnahmen wie Vorsorgeuntersuchungen, Geburtshilfe und Impfungen kann das Klinikpersonal meist schnell helfen.

Das Team einer Klinik besteht aus zwei Krankenschwestern und einer Hebamme. In 3 bis 5 Räumen, die auch ein kleines Labor umfassen, versorgen die Fachkräfte vor allem Mütter und Kinder. So betreuen sie Frauen vor und nach der Geburt und verfolgen die Entwicklung der Kinder in Bezug auf Wachstum und Impfungen. Neben der Mutter-Kind-Versorgung werden aber auch andere Patienten und Krankheiten behandelt.

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Mit 90 € kann ein Freiwilliger in Gesundheit und Hygiene geschult werden, der bis zu 3.000 Bewohner weiterbilden kann.

Projektfortführung durch Partner

Von Anfang an wurde großer Wert darauf gelegt, dass der Somalische Rote Halbmond eine aktive Rolle bei der Führung der Kliniken spielt. Denn so wird nicht nur der Fortbestand des Projektes nachhaltig gesichert, sondern auch die Kompetenzen und Erfahrungen der Schwestergesellschaft weiter gestärkt. Zu Beginn begleitete das Deutsche Rote Kreuz dieses Projekt in administrativen und inhaltlichen Fragen sehr eng, mittlerweile haben sich die Strukturen vor Ort glücklicherweise so weit etabliert, dass eine solche Form der Unterstützung nicht mehr notwendig ist.

Zu Beginn des Jahres 2014 wurde diese begleitende und beratende Funktion an die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) übergeben, das Deutsche Rote Kreuz ist jedoch weiterhin an der Finanzierung der Krankenhäuser beteiligt. Da IFRC in Somaliland noch weitere Kliniken betreibt, bündelt das Deutsche Rote Kreuz mit dieser neuen Ausrichtung die Ressourcen innerhalb des weltweiten Netzwerks der Rotkreuz-/ Rothalbmondbewegung. Selbstverständlich werden den Menschen in Somaliland jedoch auch in Zukunft die gleichen Angebote zur Verfügung stehen, denn der Bedarf an medizinischer Unterstützung ist in Somaliland auch weiterhin enorm hoch.

An Morgen denken: Hilfe zur Selbsthilfe

Das Rote Kreuz bildet in Somalia auch Gesundheits- und Geburtshelfer aus. Nur so kann die Gesundheitsversorgung in dem armen zerrütteten Land langfristig gestärkt werden.

Das Projekt

Region: Somaliland
Projektvolumen: 1.821.027 Euro
Finanzierung: Spenden, Helft uns Leben e.v.
Partner: Somalischer Roter Halbmond; IFRC


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