Somalia: Ländliche Gemeinden stärken

Somalia ist deutlich vom Klimawandel betroffen. Immer wieder bedrohen zum Beispiel Dürren die Menschen und ihre Lebensgrundlagen. Mit dem Ziel, ihre Widerstandskraft zu verbessern, unterstützt das Deutsche Rote Kreuz die Bewohner von 12 ländlichen Gemeinden.

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Mit 30 € können wir Saatgut für eine Familie bereitstellen.

Unterstützung für rund 37.350 Menschen

Als nomadisch lebende Hirten ist ein Großteil der somalischen Bevölkerung auf die Viehhaltung als einzige Einkommensquelle angewiesen. Wiederkehrende Dürren und andere klimabedingte Wetterextreme wie Stürme oder Überschwemmungen bedrohen diese Lebensgrundlage jedoch. Um das Risiko von Einkommensverlusten zu reduzieren und ihre Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse zu stärken, unterstützen wir 6.225 Haushalte – rund 37.350 Menschen – in 12 ländlichen Gemeinden dabei, ihre Lebensgrundlagen weiterzuentwickeln und unabhängiger zu gestalten.

Intensive Beteiligung der Bevölkerung

Weil die traditionelle Viehhaltung kulturell tief verankert ist, arbeiten wir intensiv mit den Gemeinden zusammen, um Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Die Bewohner erörtern gemeinsam Schwachstellen und Potenziale in ihren Gemeinden und erarbeiten auf dieser Grundlage Gemeindeentwicklungspläne, in denen sie nötige Maßnahmen für Veränderungen festlegen. Diese Entwicklungspläne stimmen sie mit den lokalen Behörden ab. Durch die Einbindung technischer Universitäten in Somaliland stellen wir darüber hinaus sicher, dass lokal angepasste und erfolgreiche Techniken, z. B. in der Landwirtschaft, eingesetzt werden. Das erhöht die Akzeptanz innerhalb der Gemeinden.

Ziel der engen Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ist es auch, stabile Gemeinschaftsstrukturen zu schaffen. Sie tragen dazu bei, den Schaden, den Katastrophen verursachen, so gering wie möglich zu halten. Ausgebildete Notfallteams etwa wissen künftig, welche Maßnahmen im Fall einer Dürre zu ergreifen sind. Angemessene Frühwarnsysteme sorgen dafür, dass rechtzeitig Hilfsmaßnahmen ergriffen werden können. Und auch das Wissen sowie die Vernetzung der Freiwilligen des Somalischen Roten Halbmonds profitieren von dem Projekt – ein Gewinn für die lokalen Selbsthilfekräfte.

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4.000 € finanzieren einen Flachbrunnen, an dem 480 Personen Trinkwasser erhalten. Jede Summe trägt dazu bei.

Schaffung alternativer Einkommensquellen

Nachdem die Gemeinden über den Klimawandel und seine Folgen informiert wurden, erproben, entwickeln und erweitern die Teilnehmenden verschiedene Einkommensmethoden – etwa alternative landwirtschaftliche Techniken oder Fischerei. Wir fördern sie dabei mit Schulungen, Saatgut, Ausrüstung, aber auch finanzieller Unterstützung. Gleichzeitig bestärken wir die Gemeinden, klimafreundliche Aktivitäten wie den Boden- oder Wasserschutz einzuführen oder auszuweiten.

Wasserversorgung und gesunde Lebensführung

Starke Gemeinden brauchen eine angemessene Grundversorgung. Um den Zugang zu Trink- und Brauchwasser zu erhöhen, bauen bzw. sanieren wir Wasserstellen, deren Wartung von neu gegründeten Wasserkomitees nachhaltig gesichert wird. Darüber hinaus erfahren Frauen, Männer und Kinder in Schulungen rund um die Gesundheit, wie sie sich durch einfaches Hygieneverhalten vor Krankheiten schützen können.

Das Projekt

Region: Provinzen Maroodi Jeex, Togdheer, Saahil, Awdal, Sool und Sanaag in Somaliland
Projektvolumen: 1,46 Mio. Euro
Dauer: März 2016 bis Oktober 2019
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Spenden
Partner: Somalischer Roter Halbmond


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