Flüchtlingshilfe in Deutschland

Politische Instabilitäten im Mittleren und Nahen Osten sowie in Teilen von Afrika, sowie die schwierige Situation in den Flüchtlingscamps der Nachbarländer waren wesentliche Faktoren, die in den Jahren 2014 und 2015 zu einem weltweiten Anstieg von irregulärer Migration und Flucht führten. Im Jahr 2015 sind nach Angaben der Bundesregierung etwa 890.000 Schutzsuchende nach Deutschland zugewandert. Das DRK errichtete in dieser Zeit überall in Deutschland Notunterkünfte und betreute im Februar 2016 mehr als 140.000 geflohene Menschen in über 490 Unterkünften. Mehr als 1.500 hauptamtliche und ehrenamtliche DRK-Helfer waren im Einsatz, um Bund, Länder und Kommunen zu unterstützen – von der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen bis zu ihrer Verpflegung und Beratung.

Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen

Das DRK-Generalsekretariat hat im Auftrag des Bundes im September 2015 zwei Unterkünfte für jeweils bis zu 5.000 Menschen geschaffen. Diese sogenannten Warteräume, im bayerischen Feldkirchen und Erding, dienten der Aufnahme, Versorgung und Registrierung zur geordneten Weiterleitung der Flüchtlinge nach wenigen Tagen. In beiden Warteräumen wurden seit Aufnahme der ersten Geflüchteten mehr als 172.000 Personen (Stand Mitte November 2016) betreut. Auch große Mengen an Hilfsgütern wie Schlafsäcke, Decken und z.B. 65.000 Feldbetten, 130.000 Hygienepakete und 440.000 Einmal-Bettwäschesets hat das DRK mobilisiert und so Menschen versorgen können, die alles verloren haben. Zum Jahresende 2016 wurde der Standort Feldkirchen in Abstimmung mit dem BAMF geschlossen. In Erding wurden in den kommenden Monaten wöchentlich etwa 250 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien im Rahmen eines Relocation-Programmes aufgenommen. 

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Flüchtlinge in Idomeni / Nordgriechenland. Das DRK baut eine mobile Gesundheitsstation für die Flüchtlinge in den nah gelegenen Standorten Nea Kavala und Cherso auf.
Die Gesundheitsstation dient der medizinischen Versorgung von rund 10.000 Menschen. Zelte und medizinische Versorgungsstation des Roten Kreuzes. Mitarbeiter des Griechischen, Finnischen und Ungarischen Roten Kreuzes.
- 20.03.2016

Angebote für Geflüchtete

Das DRK unterstützt Geflüchtete und Migranten in Deutschland seit Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht. Die Flüchtlingsberatungsstellen beraten und geben Orientierungshilfe während des Aufenthaltes in Deutschland. Sie unterstützen zum Beispiel beim Zugang zu sozialen Leistungen und zu ärztlicher Behandlung, bei Fragen zum Schulbesuch sowie bei der Wohnungssuche.

Mehr zu den Angeboten wie Beratung, Suchdienst und Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge lesen Sie hier: Angebote für Flüchtlinge. Ein Integrations- und Teilhabekonzept des DRK finden Sie hier: Integrations-und-Teilhabekonzept des DRK für Geflüchtete.

Außerdem helfen zahlreiche Projekte, den Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern. Auch gibt das DRK Flüchtlingen die Möglichkeit, sich selbst zu engagieren, zum Beispiel im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ),des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) oder als ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer in einer der zahlreichen DRK-Gemeinschaften

Hilfssituationen für ukrainische Geflüchtete - Collage

Der Krieg in der Ukraine zwingt Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Der Großteil von ihnen sucht Zuflucht in den westlichen Nachbarländern. Die Menschen, die nach Deutschland flüchten, unterstützt das DRK mit grundlegender humanitärer Hilfe, Betreuungs- und Versorgungsangeboten.

DRK unterstützt Flüchtlingshilfe in Griechenland

Weltweit sind 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht – mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung. Das DRK setzt sich mit humanitärer Nothilfe in vielen Krisenregionen weltweit für geflüchtete Menschen ein.

Dank unseres weltweiten Netzwerks können wir im Ernstfall schnell und handlungsbereit in jedem Land der Welt sein. Mit Ärzten, Nahrung, Notunterkünften und 150 Jahren Erfahrung.

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