Flüchtlingshilfe in Deutschland
Das DRK betreut als Gesamtverband gegenwärtig bundesweit in 369 Notunterkünften mit einer Kapazität von mehr als 160.000 Plätzen rund 141.000 Flüchtlinge. Über 25.000 hauptamtliche und ehrenamtliche DRK-Helfer sind rund um die Uhr im Einsatz, um Bund, Länder und Kommunen zu unterstützen: Ihre Aufgabengebiete sind: Aufnahme, Erste Hilfe, Betreuung, Verpflegung, sanitätsdienstliche Versorgung, Suchdienst und Beratung in zum Teil spontan eingerichteten Notunterkünften oder in eingesetzten Sonderzügen.
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Unterstützung für Bund, Länder und Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen
Das DRK-Generalsekretariat hat im Auftrag des Bundes Unterkünfte für derzeit knapp 5.200 Menschen geschaffen. Diese sogenannten Warteräume, aktuell in Feldkirchen und Erding, dienen der Registrierung zur geordneten Weiterleitung der Flüchtlinge nach wenigen Tagen.
Das DRK hat große Mengen an Hilfsgütern wie Feldbetten, Schlafsäcke, Decken und Hygienepakete mobilisiert. So stellten etwa das Kanadische und das Amerikanische Rote Kreuz 35.000 dringend benötigte Feldbetten zur Verfügung.
Die Wartebereiche für Flüchtlinge werden in enger Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, dem Bayerischen Roten Kreuz und den BRK-Kreisverbänden Straubing-Bogen und Erding betrieben. In den beiden Einrichtungen wurden seit Aufnahme der ersten Flüchtlinge am 20.09.2015 mehr als 172.000 Personen betreut. Rund 82 ausländische Helfer des Dänischen, Finnischen, Schweizerischen, Kanadischen und des Amerikanischen Roten Kreuzes, sowie des IKRK und ungebundene Helfer unterstützen uns zusätzlich.
Die Flüchtlingsunterkunft Feldkirchen
Im September 2015 wurde der Wartebereich Feldkirchen in Bayern mit einer momentanen Kapazität von mehr als 3.200 beheizbaren Unterkunftsplätzen eingerichtet. Derzeit sind 41 Rotkreuz-Delegierte in Feldkirchen im Einsatz. Zeitweise halfen auch internationale Delegierte des Dänischen, Finnischen, Kanadischen, Schweizerischen und des Amerikanischen Roten Kreuzes, sowie des IKRK. Das Team wird ergänzt durch rund 80 Soldaten der Bundeswehr und 15 ungebundene Helfer.
Die Flüchtlingsunterkunft Erding
Der Warteraum in Erding wurde am 19. Oktober 2015 eröffnet. Derzeit stehen knapp 2.000 Plätze in beheizbaren umgebauten Flugzeuggaragen und Zelthallen zur Verfügung. Der schrittweise Ausbau auf 3.700 Plätze läuft weiter. 31 Rotkreuz-Delegierte koordinieren die Ausbauarbeiten des Warteraums in Erding und betreuen die Flüchtlinge. Das Rote Kreuz wird unterstützt durch „Helfende Hände“ der Bundeswehr. Auch rund 80 ungebundene Helfer wurden über das Bayrische Rote Kreuz mobilisiert und unterstützen den Betrieb des Warteraums.
Gesichter der Flüchtlingshilfe
Auch internationale Rotkreuz-Helfer – etwa aus Kanada Norwegen, den USA und der Schweiz – engagieren sich inzwischen in Deutschland und unterstützen ihre einheimischen Kollegen in Flüchtlingsunterkünften. Rachelle Cardes aus Kanada ist eine Spezialistin für psychologische Hilfe und war bereits in Afghanistan und Pakistan tätig. Über ihren Einsatz in der Flüchtlingsunterkunft in der Gäubodenkaserne bei Straubing berichtet sie im Bayrischen Rundfunk: "Gerade Jugendliche, die allein unterwegs sind, oder Frauen allein mit Kindern, das sind die Gruppen, die besonders verwundbar sind. Wir geben ihnen so viel Unterstützung wie möglich und helfen ihnen bei der Ankunft in Deutschland." Die Arbeit ihrer deutschen Kollegen schätzt die junge Kanadierin: "Sie tun, was sie können und [...] das ist fantastisch." Drei junge Syrer wurden im bayrischen Feldkirchen selbst zu Helfern: Die Brüder Ziad (21) und Alhajjar (16) sowie ihr langjähriger Freund Sheri (18) aus Damaskus sind in der Notaufnahme für Flüchtlinge kurzerhand als Dolmetscher eingesprungen und haben so wertvolle Hilfe zur Verständigung geleistet. Vor ihrer Flucht haben sie in ihrer Heimat Telekommunikation (Ziad) und Elektrotechnik (Sheri) studiert.
Das Projekt
Region: Deutschland
Projektvolumen: Mehr als 20 Mio € allein auf Bundesebene
Finanzierung: Bundesregierung und Spenden (DRK)
Partner: DRK-Landes- und Kreisverbände, Technisches Hilfswerk (THW), Bundeswehr
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