Sanitätskolonnen und Frauenbereitschaften unter dem Hakenkreuz
Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Berlin-Britz 1932
Aus den traditionellen Sanitätskolonnen, festen Abteilungen freiwilliger Helfer und Krankenträger, sowie den parallelen Strukturen der Frauenvereine vom Roten Kreuz, bilden sich im Laufe der dreißiger Jahre die Bereitschaften heraus. Die Männer nehmen anfangs auch noch Aufgaben wie Unfallhilfe oder Katastrophenschutz wahr, werden dann aber zunehmend auf ihre „Ursprungsaufgabe“ reduziert, die Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes. Entsprechend sollen die Frauen primär als Krankenschwestern und Pflegerinnen wirken; während des Krieges übernehmen sie dann auch Aufgaben ihrer männlichen Kollegen, etwa im Rettungsdienst und im Luftschutz. Zudem werden sie zur Betreuung von Soldatenheimen eingesetzt.
Peter Poguntke legt dar, wie ein ursprünglich breites Aufgabenspektrum mehr und mehr auf die Erfordernisse des Krieges hin zugeschnitten wird.
An der Ostfront verwundete Soldaten kommen im Juli 1941mit dem Sanitätsflugzeug in Königsberg an
Rettungsfahrzeug der Sanitätskolonne Berlin-Britz, ca. 1938
Übung des DRK-Bereitschaftsdienstes: Simulation eines Fliegerangriffs auf eine Schule, verletzter Schüler wird auf eine fahrbare Trage gelegt, 1941
Einsatzübung, Fliegerbomben auf eine Badeanstalt in Brandenburg, 1941
Ausgabe warmer Getränke an Umsiedler aus Wolhynien durch das DRK in einem Lager in Thurmannsdorf (Bayern), das in einer Zuckerfabrik eingerichtet wurde. Winter 1939/40
Betreuung von aus Wolhynien umgesiedelten Frauen und Kindern durch das DRK in einer Betreuungsstelle bei Terespol im besetzten Polen; DRK-Helferinnen rühren Milchpulver an, 1939
DRK-Feldküche für von Luftangriffen betroffene Bewohner vor einer Gaststätte in Teltow, Brandenburg, 30.03.1943
DRK-Schwestern bei einer Schachpartie mit verwundeten Soldaten im Reservelazarett Belzig, Brandenburg, September 1940