

Aus den traditionellen Sanitätskolonnen, festen Abteilungen freiwilliger Helfer und Krankenträger, sowie den parallelen Strukturen der Frauenvereine vom Roten Kreuz, bilden sich im Laufe der dreißiger Jahre die Bereitschaften heraus. Die Männer nehmen anfangs auch noch Aufgaben wie Unfallhilfe oder Katastrophenschutz wahr, werden dann aber zunehmend auf ihre „Ursprungsaufgabe“ reduziert, die Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes. Entsprechend sollen die Frauen primär als Krankenschwestern und Pflegerinnen wirken; während des Krieges übernehmen sie dann auch Aufgaben ihrer männlichen Kollegen, etwa im Rettungsdienst und im Luftschutz. Zudem werden sie zur Betreuung von Soldatenheimen eingesetzt.
Peter Poguntke legt dar, wie ein ursprünglich breites Aufgabenspektrum mehr und mehr auf die Erfordernisse des Krieges hin zugeschnitten wird.