Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen derzeit mehr als 16 Millionen Menschen in Myanmar humanitäre Hilfe. Millionen Menschen sind vertrieben, die Zukunft ist ungewiss. Die schlechte humanitäre Lage lässt sich nicht nur auf die Folgen des Erdbebens zurückführen, so leidet das Land seit Jahren unter einem bewaffneten Konflikt, doch dieses verschlimmerte die Lage in Myanmar nochmals deutlich. Gerade in den Erdbebenregionen mangelt es Menschen an Nahrung, sauberem Wasser und ausreichender Gesundheitsversorgung. Dies führt auch zu enormen psychischen Belastungen
Direkt nach dem Erdbeben war das Rote Kreuz Myanmar aktiv, um schnelle Soforthilfe zu ermöglichen. Freiwillige leisteten erste Hilfe, suchten nach Vermissten und versorgten Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, mit Notunterkünften und dringend benötigten Hilfsgütern wie Decken und Hygienesets.
Das DRK unterstützte diese Maßnahmen und brachte zudem bereits kurz nach dem Erdbeben 42 Tonnen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land. Weitere 37 Tonnen folgten im Mai und Juni letzten Jahres. Dazu gehörten auch Zelte und Werkzeugsets für den Wiederaufbau. Flankiert wurde dies durch Bargeldhilfen für besonders betroffene Familien.
Das DRK ist weiter mit eigenen Mitarbeitenden im Land und steht im engen Austausch mit seiner Schwestergesellschaft. Ein zentraler Punkt in der gemeinsamen Arbeit ist derzeit die Katastrophenvorsorge, damit die Menschen in dem krisengebeutelten Land bei zukünftigen Krisen widerstandsfähiger sind. Beispielsweise werden durch Übungen in Schulen Familien darauf vorbereitet, sich im Fall eines Erdbebens besser schützen zu können.
„Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Myanmar und Spenden konnten wir vielen Menschen bedarfsgerecht und effizient helfen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Die humanitäre Lage zahlreicher Personen ist aber nach wie vor sehr schlecht, sodass weitere Hilfe nötig ist. Wir stehen bereit, diese zu leisten und bauen dabei auf Solidarität aus der Bevölkerung.“
Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Asien
oder unter https://www.drk.de/spenden/
