DRK-Bergwacht: Drei Wandertipps zum Herbst

Berlin, 05. Oktober 2012, 68/12 Herbstzeit ist Wanderzeit. Immer häufiger wird die Bergwacht zu Unfällen gerufen, die auf mangelnde Kondition zurückgehen. Sturzverletzungen sind die Folge. Bei einem Unfall in entlegenem und unwegsamem Gelände kann es dauern, bis Hilfe eintrifft. Deshalb gehört das Erste-Hilfe-Set unbedingt in den Rucksack. Das DRK gibt Tipps, wie Sie sicher wandern. Tipp 1: Überprüfen Sie Ihre Kondition!
Vor Antritt einer Wanderung sollten Sie sich ehrlich selbst überprüfen: Wie ist es um Ihre Kondition bestellt? Erreichen Sie Ihr Ziel zum gewünschten Zeitpunkt? Viele Wanderer unterschätzen die Weglänge und geraten in die Dunkelheit.
„Die Selbstüberschätzung der eigenen Kondition ist eine weitverbreitete und vermeidbare Unfallursache. Wer müde ist, stolpert schnell und kann oft nicht schnell genug reagieren. Wandergruppen sollten die Route immer an der Leistung und Fitness des schwächsten Mitglieds ausrichten. Wer nicht sicher ist, wie fit er ist, sollte vor der Wanderung seinen Hausarzt befragen.", sagt Prof. Dr. Volker Lischke, Sprecher der Bergwacht-Ärzte. Tipp 2: Die richtige Vorbereitung im Herbst
Angesichts kühler Temperaturen und früh einsetzender Dunkelheit sollten Wanderer warme Kleidung, Mütze, Handschuhe und eine Stirnlampe in den Rucksack packen.   Ins Erste-Hilfe-Set gehören Pflaster, Wundverband, Rettungsdecke, Dreieckstuch und ein Kühlelement. Der beste Schutz vor Stürzen und Verletzungen ist gutes Schuhwerk. Je nach Gelände eignen sich Trekkingschuhe oder Wanderschuhe, die bis über die Knöchel reichen. Nehmen Sie aktuelles Kartenmaterial mit und informieren Sie Bekannte über Route und die geplante Rückkehr. Tipp 3: Erste Hilfe bei Prellungen und Verstauchungen
Bei Prellungen und Verstauchungen lindern Sie auftretende Schwellungen und Schmerzen, indem Sie die PECH-Grundregel befolgen:
P wie Pause: Der Verletzte sollte sich ausruhen, das Körperteil nicht weiter belasten.
E wie Eis: Kühlen Sie das betroffene Körperteil so schnell wie möglich, z.B. mit Kühlgel (direkten Kontakt mit dem Kühlelement vermeiden!) oder kaltem Wasser aus einem Gebirgsbach.
C wie „Compression“ (Druck): Entlasten und stabilisieren Sie das betroffene Gelenk durch einen elastischen Verband. Legen Sie den Verband in natürlicher Stellung an und kontrollieren Sie das Körperteil noch einmal nach zehn bis zwanzig Minuten.
H wie Hochlagern: Das betroffene Körperteil sollte erhöht ruhen. Stellen Sie einen verletzten Arm z.B. mit dem Dreieckstuch ruhig.
Setzen Sie einen Notruf (112) ab und beantworten Sie der Rettungsstelle die fünf „W“s (Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Verletzungen? Warten Sie auf Rückfragen). Geben Sie möglichst präzise Angaben über Standort und Witterungsbedingungen. Die DRK-Bergwacht stellt mit rund 14.500 Mitgliedern den Rettungsdienst in unwegsamem Gelände, in Kletter-,Wander- und Skigebieten über die Mittelgebirge bis zu den Deutschen Alpen sicher. 2011 kam die Bergwacht rund 16.000 Mal zum Einsatz. Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Gudrun Greiling
Tel. 030 85404 564
greilingg@drk.de

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende