
Die Auswirkungen des Klimawandels durch übermäßige Dürren und heftige Überflutungen bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen der Menschen in dem landwirtschaftlich geprägten Land. Das DRK unterstützt das Äthiopische Rote Kreuz, den Katastrophenschutz durch vorausschauende humanitäre Hilfe zu stärken.
Die humanitäre Lage in Äthiopien ist für Millionen von Menschen kritisch: Sie leiden unter den Nachwirkungen bewaffneter Konflikte und den Folgen des Klimawandels. Wiederkehrende Extremwetter führen zu unverlässlichen Ernten und Nahrungsmittelknappheit. Wassermangel und verunreinigtes Wasser erhöhen das Risiko für den Ausbruch von Infektionskrankheiten.

Die Auswirkungen der Naturgefahren lassen sich durch vorausschauende humanitäre Hilfe abmildern. Seit 2018 hat das Äthiopische Rote Kreuz (ERCS) darin deutliche Fortschritte erzielt – etwa durch die Entwicklung eines Vorhersagemodells für Dürren, Überschwemmungen, Cholera und Malaria. Fünf Notfallzentren stellen die Risikoüberwachung sicher und erhöhen die Einsatzbereitschaft.
Trotz der Fortschritte in der vorausschauenden humanitären Hilfe besteht ein deutlicher Ausbaubedarf des Katastrophenschutzes – insbesondere in der Region Benishangul-Gumuz, die viele Binnenvertriebene beherbergt. Ein schnelles und effizientes Katastrophen-Management ist jedoch die Voraussetzung, um Menschen in humanitären Notlagen wirksam helfen zu können.
Das DRK-Projekt stärkt die vorausschauende humanitäre Hilfe in Äthiopien, indem es Koordination, Verfahren und technischen Kapazitäten innerhalb des Katastrophenschutzsystems verbessert. 34.450 Menschen werden von der gesteigerten Einsatzfähigkeit profitieren.

Ziel: Integration vorausschauender Maßnahmen in die Strukturen, Strategien und Arbeitsabläufe des ERCS zur schnellen und koordinierten Reaktion bei drohenden Krisen.
Aktivitäten:

Ziel: Weiterentwicklung von Frühwarnprotokollen, sodass sie auf mehrere gleichzeitig auftretende Risiken - wie Klimafolgen, Konflikte, Vertreibung oder Epidemien - anwendbar sind.
Aktivitäten:

Ziel: Unterstützung lokaler Behörden und gefährdeter Gemeinden bei der Verankerung vorausschauender humanitärer Hilfe in das Katastrophenrisiko-Management
Aktivitäten:
Stärkung des Katastrophenschutzes zur Bewältigung multipler Krisen durch Verankerung der vorausschauenden humanitären Hilfe
Region
Landesweit
Fokus: Benishangul Gumuz (Metekel, Assosa und Kamashi)
Projektvolumen
675.000 €
Laufzeit
01.01.2026 – 31.12.2028
Finanzierung
Auswärtiges Amt, DRK/Spenden
Partner
Äthiopisches Rotes Kreuz