
Wie alle Jugendverbände, so wird auch das Jugendrotkreuz ab 1933 zwangsweise in die entsprechenden NS-Organisationen (Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel) überführt. Der Staat will direkten Zugriff auf die jugendliche Bevölkerung erhalten und sie nachhaltiger indoktrinieren können. Die einzige Alternative wäre die Auflösung. So führt es die ersten Jahre in der Diktatur noch ein Schattendasein, bis es dann 1936 seine Arbeit weitestgehend einstellen muss.
Volkmar Schön schildert den Weg des Jugendrotkreuzes in die Bedeutungslosigkeit, aus der es erst nach Gründung der Bundesrepublik wieder herausfindet.