
Hier erhalten Sie Informationen zu den Beständen im DRK-Archiv und erfahren, wie die Recherche funktioniert.
Die Überlieferungslage der Unterlagen zur Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bis 1945 und damit auch für die Zeit des Nationalsozialismus ist insgesamt fragmentarisch – verursacht durch kriegsbedingte Zerstörung, Auslagerung und Beschlagnahmung. Auch erfolgte eine systematische Archivierung von Verwaltungsunterlagen vor 1945 nur in begrenztem Umfang. Das 1922 gegründete zentrale Archiv des DRK fungierte vorrangig als eine Art Dokumentationsstelle und sammelte vornehmlich gedrucktes Material zur Arbeit in der Wohlfahrtspflege.
Überliefert sind im heutigen Generalsekretariat für die Zeit des Nationalsozialismus insbesondere Akten
Von besonderer Bedeutung für die Forschung sind zeitgenössische Rotkreuz-Periodika wie Zeitschriften, Mitteilungsblätter und Jahresberichte, die in größeren Umfang in der Bibliothek des Generalsekretariats überliefert sind. Sie stellen eine zentrale Quelle zum Selbstverständnis und zur Selbstdarstellung des Deutschen Roten Kreuzes im Nationalsozialismus dar.
Im Gegensatz dazu sind Unterlagen der Landes- und Kreisverbände des DRK kaum oder nur in äußerst lückenhafter Form erhalten.
Unter Umständen können daher Anfragen bei anderen Archiven, aber auch bei örtlichen DRK-Gliederungen sowie den Rotkreuzmuseen zielführend sein.
Da nahezu keine geschlossenen Bestände überliefert sind, ist häufig eine systematische und thematisch orientierte Recherche erforderlich. Die vorhandenen fragmentarischen Überlieferungen können sich jedoch – abhängig von der jeweiligen Thematik – ergänzen und in Teilen zu einem rekonstruierbaren Gesamtbild beitragen.
Wenden Sie sich mit Ihren Anfragen jederzeit an das DRK-Archiv.
Nähere Informationen zu dessen Beständen zur NS-Zeit finden Sie hier:
Archivstandort:
DRK-Generalsekretariat
Carstennstraße 58
12205 Berlin
Für Anfragen oder einen Besuchstermin richten Sie gerne Ihre Anfrage per E-Mail an uns : archiv(at)drk(dot)de
Das Archivgut steht, soweit dem keine Schutzfristen entgegenstehen, für Forschungszwecke zur Verfügung und kann nach Absprache eingesehen werden. Da der Lesesaal aus Kapazitätsgründen nur einen Tag pro Woche geöffnet ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige schriftliche Anmeldung. Die Beantwortung von Anfragen ist kostenlos. Weiterführende Recherchen durch einen privaten Recherchedienst kosten 60,00 €/Stunde zzgl. MwSt.
Aktuelle und allgemeine Literatur zur Geschichte des DRK finden Sie hier.