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Jemen: Nothilfe im Krisengebiet

Seit Beginn der Kämpfe im Jemen vor etwa 2 Jahren hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert, die Zivilbevölkerung des ohnehin schon sehr armen Landes leidet. Das DRK unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond bei der Trinkwasserversorgung und der Lieferung von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern. Auch helfen wir mangelernährten Kindern und werdenden Müttern und unterstützen medizinische Einrichtungen.

Für 150 € können wir einer Familie Grundnahrungsmittel für einen Monat bereitstellen.

Heftige Kämpfe im Land: die Bevölkerung leidet Not

Seit mehreren Jahren tobt ein gewaltsamer Konflikt im Jemen. Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort und unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, Nothilfe für die Bevölkerung zu leisten. Oft finden die Einsätze unter schwierigen Bedingungen statt und die Helfer begeben sich in große Gefahr. Bis zum heutigen Tag sind bereits neun Freiwillige ums Leben gekommen.

Im März 2015 begann eine von Saudi-Arabien geführte Koalition Luftangriffe auf Sana’a und andere von den Houthi kontrollierte Gebiete durchzuführen. Die Konsequenzen für die Bevölkerung sind verheerend.

Tod, Flucht und Mangelernährung: Die Situation im Überblick

  • Über 3 Millionen Menschen sind in ihrem Land auf der Flucht, d.h. jeder zehnte Jemenit musste sein Zuhause verlassen.
  • Bis dato wurden 6.787 Todesfälle und 33.857 Verletzte durch Kampfhandlungen registriert, die Dunkelzahl wird wesentlich höher eingeschätzt. Über 900 der Todesopfer waren Kinder.
  • 3,3 Millionen Menschen leiden an Mangelernährung - darunter 1,8 Millionen Kinder
  • 21,2 Millionen Menschen, also über 80% der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  • Die Kindersterblichkeit ist um ca. 23 Prozent gestiegen.
  • 14,1 Millionen Jemeniten, haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung mehr.
  • Derzeit sind laut Schätzungen von UNICEF etwa 1.600 Schulen geschlossen, über 1.000 Schulen wurden im Krieg beschädigt, 184 werden offiziell als Notunterkünfte für vertriebene Familien genutzt. Somit können etwa 387.000 Mädchen und Jungen derzeit nicht zur Schule gehen.
  • Zwei Millionen schwangere Frauen und junge Mütter und ihre Kinder sind mangelernährt.

Wasser, Nahrung und Hygienepakete helfen beim Überleben

Ein großes Problem in den stark umkämpften städtischen Gebieten ist vor allem die Wasserversorgung. Viele Wasseraufbereitungsanlagen und Leitungen wurden zerstört. Tanklaster mit Trinkwasser bringen im Rahmen des Projektes den betroffenen Familien Hilfe.

Die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich seit Beginn des Konflikts mehr als verdoppelt. Zerstörte Infrastruktur wie Häfen und Straßen machen den Transport von Nahrungsmitteln und anderen Gütern schwierig, teuer und zeitintensiv. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes werden Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter wie Decken und Hygienepakete verteilt.

Unterstützung von mangelernährten Kindern und ihren Müttern

Akut mangelernährte Kleinkinder unter fünf Jahren und deren Mütter sowie stillende, schwangere und junge Frauen werden mit Hilfe des DRK und des Auswärtigen Amtes unterstützt. Zu diesem Zweck hat der Jemenitische Rote Halbmond ein Gesundheitszentrum im Regierungsbezirk Taiz errichtet. Auch andere medizinische Einrichtungen werden durch Medikamenten-Lieferungen, bauliche Maßnahmen und mit Ausstattung unterstützt. Außerdem wird eine mobile Gesundheitsstation betrieben.

Psycho-soziale Unterstützung für Frauen und Kinder

In der Hauptstadt Sanaa aber auch in Lajh bietet der Jemenitische Rote Halbmond mit Unterstützung des DRK psychologisch-soziale Unterstützung für Frauen und Kinder an. Das Leben unter permanenter Gefahr während der Luftangriffe auf Sanaa und andere Städte im Jemen ist schwierig und hinterlässt seine Spuren bei den Menschen. Besonders Frauen und Kinder sind traumatisiert und verängstigt.

Das Projekt

Region: Taiz, Hajjah, Shabwah und Sana´a
Projektvolumen: 2,300 000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Spenden
Partner: Jemenitischer Roter Halbmond (YRCS)

 

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