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Jemen: Nothilfe, Wasser und Gesundheit für vertriebene Familien

Seit Beginn der Kämpfe im Jemen in 2015 hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert, die Zivilbevölkerung des ohnehin schon sehr armen Landes steht am Rande einer Hungersnot. Immer wieder kommt es zu Cholera-Ausbrüchen, denen viele hundert Menschen bereits zum Opfer gefallen sind. Die zivile Infrastruktur kollabiert zunehmend. Das DRK unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond bei der Trinkwasserversorgung und der Beschaffung und Lieferung von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern. Auch helfen wir mangelernährten Kindern und werdenden Müttern und unterstützen medizinische Einrichtungen.

Für 50 € können wir einer Familie Grundnahrungsmittel für einen Monat bereitstellen.

Heftige Kämpfe im Land: die Bevölkerung leidet Not

Seit mehreren Jahren tobt ein gewaltsamer Konflikt im Jemen. Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort und unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, Nothilfe für die Bevölkerung zu leisten. Oft finden die Einsätze unter schwierigen Bedingungen statt und die Helfer begeben sich in große Gefahr. Wichtige Infrastruktur und Gesundheitseinrichtungen sind zerstört, Lebensmittel und Medikamente schwer zu erhalten, die Menschen fliehen innerhalb des Landes.

Tod, Flucht und Mangelernährung: Die Situation im Überblick

  • Über 3,1 Millionen Menschen, fast jeder zehnte, sind in ihrem Land auf der Flucht.
  • Bisher wurden 7.684 Todesfälle und 42.553 Verletzte durch Kampfhandlungen registriert, die Dunkelziffer könnte wesentlich höher sein. Über 900 der Todesopfer waren Kinder.
  • 3,3 Millionen Menschen leiden an Mangelernährung - darunter 2,2 Millionen Kinder.
  • 18,8 Millionen Menschen, also fast 80% der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – darunter 9,6 Millionen Kinder.
  • Die Kindersterblichkeit ist um ca. 23 Prozent gestiegen.
  • 14,8 Millionen Jemeniten haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung mehr.

Wir liefern Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente

Viele Wasseraufbereitungsanlagen und Leitungen wurden zerstört. In der Hauptstadt Sana’a, die rund 2,5 Millionen Einwohner fasst und in der mehrere hunderttausend Flüchtlinge leben, funktioniert keine Trinkwasserversorgung mehr. Das DRK sorgt dafür, dass Tanklaster mit Trinkwasser die Gemeinden und betroffenen Familien sowie intern Vertriebene versorgen.

Die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich seit Beginn des Konflikts mehr als verdoppelt. Zerstörte Infrastruktur wie Häfen und Straßen machen den Transport von Nahrungsmitteln und anderen Gütern schwierig, teuer und zeitintensiv. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes werden Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter wie Decken und Hygienepakete per Schiff ins Land gebracht und verteilt.

Das DRK verteilt mit Hilfe der Schwesterorganisation Hygienepakete, Choleratests und dringend benötigte Impfstoffe, um so den Ausbruch von Seuchen einzudämmen. 2017 konnten bereits 5.000 Hygienepakete und 12.000 Choleratests beschafft und in den betroffenen Gebieten verteilt werden. Seit Oktober 2016 kam es immer wieder zu Cholera-Ausbrüchen. Knapp 800 Menschen sind bisher an der Durchfallerkrankung gestorben. Über 101.000 Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Mit 230 € kann eine Schule mit Krankenliegen und Erste-Hilfe-Kits ausgestattet werden.

Unterstützung von mangelernährten Kindern und ihren Müttern

Akut mangelernährte Kleinkinder unter fünf Jahren und deren Mütter sowie stillende und schwangere Frauen werden mit Hilfe des DRK und des Auswärtigen Amtes unterstützt. Zu diesem Zweck unterstützt der Jemenitische Rote Halbmond mehrere Gesundheitszentren im ganzen Land. Unter anderem werden ein Kreißsaal, eine Notfallgynäkologie und eine mobile Gesundheitsstation betrieben. Die medizinischen Einrichtungen erhalten Medikamente, Ausstattung und Unterstützung bei baulichen Maßnahmen.

Psycho-soziale Unterstützung für Frauen und Kinder

 

In der Hauptstadt Sana‘a und in Lajh bietet der Jemenitische Rote Halbmond mit Unterstützung des DRK psychologisch-soziale Unterstützung für Frauen und Kinder. Das Leben unter permanenter Gefahr während der Luftangriffe auf Sana‘a und andere Städte im Jemen ist schwierig und hinterlässt seine Spuren bei den Menschen. Besonders Frauen und Kinder sind traumatisiert und verängstigt.

Das Projekt

Region: Taiz, Hajjah und Sana´a
Projektvolumen: 2.300.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Spenden
Partner: Jemenitischer Roter Halbmond (YRCS)

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