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Sudan: Bessere Hygiene für Flüchtlinge und Gemeinden

Konflikte, Armut und Klimaextreme: Die Menschen in vielen Teilen Sudans kämpfen mit großen Problemen, mehr als 5 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Trotz der Not nimmt das Land nach wie vor viele Flüchtlinge auf – aus Eritrea, Äthiopien oder Somalia – und gelangt bei der Versorgung der Menschen an seine Grenzen. Deshalb unterstützen das DRK und der Sudanesische Rote Halbmond die Bewohner von drei Flüchtlingscamps sowie die lokale Bevölkerung dabei, ihre Sanitär- und Hygienesituation zu verbessern. Darüber hinaus ermöglichen wir die medizinische Versorgung in zwei Erstaufnahmezentren.

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Mehr als 160.000 Flüchtlinge im Osten des Sudans

Im Osten des Landes ist die humanitäre Lage besonders schwierig: Laut UNHCR befinden sich derzeit rund 167.000 Flüchtlinge im Ostsudan, der Großteil von ihnen im Bundesstaat Kassala. Die Mehrzahl der geflüchteten Menschen leben in abgeschiedenen Camps. Dort teilen sie sich die kargen Ressourcen mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. In den Camps, aber in auch den Gastgemeinden sind die hygienischen und gesundheitlichen Verhältnisse äußerst kritisch – nahezu jede Familie ist regelmäßig von Haut- und Durchfallerkrankungen sowie Augenentzündungen betroffen.

Hygienegrundlagen schaffen: Latrinen und Müllentsorgung

Um die Hygienesituation und ihre Gesundheit zu verbessern unterstützen das DRK und der Sudanesische Rote Halbmond die Bewohner der drei Flüchtlingslager Shagarab, Abuda und Umgargour sowie der anliegenden Gemeinden. So stellen wir bedürftigen Familien Material zum Bau von Latrinen bereit und beraten sie  bei der Umsetzung. Auch für die Wartung erhalten die Menschen Schulungen. 

Weil es keine funktionierende Abfallentsorgung gibt, haben sich in der Vergangenheit Insekten und Schädlinge als Krankheitsüberträger vermehrt. Um das einzudämmen, stellen wir Werkzeuge zur Müllbeseitigung bereit und unterstützen die Bewohner dabei, die Insekten zu bekämpfen.

Hygienetrainings als Schlüssel zur Krankheitsvorbeugung

Zentral im Projekt ist die Ausbildung von Hygieneberatern in den Gemeinden. Sie zeigen der Bevölkerung, wie man sich durch einfache Hygieneregeln vor Krankheiten schützen kann – etwa wie man sich gründlich die Hände wäscht oder die für viele Betroffenen ungewohnten Latrinen nutzt. Die Hygieneberater besuchen die Bevölkerung zuhause und führen Aufklärungskampagnen durch.

Ebenso wichtig ist die Hygieneaufklärung an insgesamt 17 Schulen, in die Lehrer wie Schüler intensiv eingebunden werden. Die Schüler werden so zu wichtigen Wissensmittlern, denn sie bringen ihre Kenntnisse in die Familien und fordern dort bessere Hygienepraktiken ein. Die Lehrer hingegen tragen auch nach Beendigung des Projekts dafür Sorge, dass die Hygieneregeln an künftige Schüler vermittelt werden.

Erste-Hilfe-Stationen in Erstaufnahmezentren

Der Flüchtlingsstrom in den Sudan reißt nicht ab. Deshalb gibt es Aufnahmezentren an der Grenze, in denen die Flüchtlinge registriert und dann weiterverteilt werden. Dort erhalten die Neuankömmlinge eine Grundversorgung, etwa mit Wasser und Nahrung. Doch es gibt keine medizinische Hilfe, obwohl viele Flüchtlinge Wunden haben oder verletzt sind. Um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen errichten wir in den Aufnahmezentren Hamdayeb und Garguf Erste-Hilfe-Stationen und statten diese aus. Freiwillige erhalten Erste-Hilfe-Schulungen, um die Verletzten erstversorgen zu können. Auch die ansässige Bevölkerung findet dort medizinische Unterstützung.

Region: Girba, Kassala, Sudan
Projektvolumen: 840.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden 
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

 

 

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