Flucht, Hilfe, Unterstützung, Kurdistan, Autonome Region Stephen Ryan / IFRK
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Nord-Irak: Nothilfe für Binnenvertriebene und Flüchtlinge

Im Irak kam es wiederholt zu schweren Kämpfen und deshalb waren zeitweilig mehr als 3 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Viele von ihnen suchen weiterhin Schutz in der autonomen Region Kurdistan im Nord-Irak, wo auch rund 250.000 syrische Flüchtlinge Zuflucht gefunden haben. Weil die Lebenssituation vieler Vertriebener prekär ist, unterstützt das Deutsche Rote Kreuz die Nothilfe des Irakischen Roten Halbmonds.

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Ersthelfer in Flüchtlingscamps stärken Selbsthilfekapazitäten

Nachdem das DRK Freiwillige des Irakischen Roten Halbmondes zu Erste-Hilfe-Trainern ausgebildet hat, geben diese ihr Wissen in den Flüchtlingslagern weiter. So lernen die vertriebenen Familien, selbst Maßnahmen zu treffen, um Leben zu retten und Gefahren abzuwenden oder zu minimieren, bis professionelle Hilfe eintrifft. Die neuen Ersthelfer erhalten notwendige Erste-Hilfe-Materialien und tragen zur verbesserten Erstversorgung in den Flüchtlingslagern bei.

Flexible Hilfszahlungen sichern Grundbedürfnisse und geben Würde

Einheitliche Hilfsgüter wie Hygienesets oder Nahrungsmittelpakete sind unentbehrlich. Jedoch können damit häufig nicht alle existenziellen Bedürfnisse gedeckt werden. So benötigt eine Familie z.B. Medikamente für die Behandlung einer Krankheit, während eine andere Familie die nächste Monatsmiete nicht begleichen kann. Durch einmalige oder wiederholte Hilfszahlungen ermöglicht das DRK den Menschen, ganz persönliche Bedürfnisse zu stillen. Gleichzeitig tragen diese Zahlungen dazu bei, die Eigenständigkeit und Würde der Betroffenen zu erhalten.

Winter- und Sommerhilfen schützen bei extremen Wetterbedingungen

Hunderttausende Flüchtlinge im Irak leben unter sogenannten kritischen Wohnbedingungen – etwa in unfertigen Gebäuden. Gleichzeitig herrschen teils extreme Wetterbedingungen –von Temperaturen am Gefrierpunkt im Winter bis zu Hitze von über 50° C im Sommer. Behelfsmäßige Behausungen bieten davor wenig Schutz. Deshalb unterstützt das DRK die Menschen mit lebensnotwendigen Hilfsgütern. So haben die Helfer des Irakischen Roten Halbmonds in den letzten Jahren im Winter vor allem Gutscheine für Kerosin, aber auch Heizöfen, Isoliermatten oder Decken verteilt. Im Sommer schützen die Luftkühlgeräte vom DRK die Menschen vor Hitzefolgen. Nun wird die gleiche Hilfe hauptsächlich durch Bargeldhilfen geleistet. Besonders für Kinder und ältere Menschen ist das eine große Erleichterung.

Finanzielle Unterstützung für den Bau sicherer Unterkünfte

Die Situation der Menschen im Flüchtlingslager Gawilan in Dohuk ist besonders schlimm. Dort wohnen rund 1.400 besonders benachteiligte Familien unter ärmsten Bedingungen in Zelten, die jährlich erneuert werden müssen. Um die Not dieser Flüchtlinge zu lindern, unterstützt das DRK sie mit Gutscheinen für Baumaterial, damit sie sich feste, schützende Unterkünfte errichten können. Um weitere Grundbedürfnisse zu decken, erhalten die Familien einmalige Barzahlungen.

Das Projekt

Region: Autonome Region Kurdistan - Provinzen Dohuk, Suleimaniyah und Erbil
Projektvolumen: 6.600.000 EUR
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Spenden
Partner: Irakischer Roter Halbmond (IRH)

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