Junge an Wasserausgabestelle im Jemen
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Nahost

Jemen: Nothilfe, Wasser und Gesundheit für Familien

Seit Beginn der Kämpfe im Jemen in 2015 hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert. 24 Millionen Menschen benötigen humanitäre Nothilfe. Das DRK unterstützt bei der Wasser- und Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Humanitäre Hilfe im Jemen

Die Zivilbevölkerung des ohnehin sehr armen Landes leidet und Mangelernährung, und die zivile Infrastruktur ist in weiten Teilen zusammengebrochen.  Einem Großteil der Bevölkerung fehlt die Grundversorgung, die Menschen haben nur schwer Zugang zu Wasser, Unterkünften oder Nahrung. Dadurch werden chronische, behandelbare und vermeidbare Krankheiten wieder lebensbedrohlich, wie zum Beispiel Cholera, Diphterie und das Dengue-Fieber.

Helfen Sie mit einer Spende!

Jede Spende hilft dem DRK, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen.

Jahrelanger Konflikt im Jemen: Die Bevölkerung leidet Not

Seit mehreren Jahren tobt ein gewaltsamer Konflikt im Jemen. Durch Großoffensiven auf zentrale Orte wie die Hafenstadt Hodeidah und Frontlinien wie im stark besiedelten Taiz ist die Versorgungslage im Land immer prekärer geworden und Tausende von Menschen wurden vertrieben. Insgesamt sind im Jemen über 3,6 Millionen Menschen innerhalb des Landes geflohen, auf der Suche nach Schutz, Deckung der Grundbedarfe und Einkommensmöglichkeiten. Mittlerweile finden kämpferische Auseinandersetzungen jedoch in einem Großteil des Landes statt und die resultierende humanitäre Kriseim Jemen wird immer verheerender. Die Mehrheit der wichtigen Infrastruktur und der Gesundheitseinrichtungen ist zerstört; Lebensmittel und Medikamente sind schwer zu erhalten, und die Bevölkerung ist durch den andauernden Konflikt gezeichnet und stark geschwächt. Alle Bürger des Landes sind von der Krise betroffen, sei es durch direkte Kampfhandlungen oder indirekte Konsequenzen des Konflikts.

Das DRK leistet wichtige Hilfe im Jemen

Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort und unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, Hilfe für die Bevölkerung zu leisten. Der Einsatz findet unter schwierigen Bedingungen statt und ist für die humanitären Helfer oft gefährlich.

Das DRK unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond insbesondere im Gesundheitsbereich. Dazu gehören der Betrieb und die Ausstattung von 7 Krankenhäusern und Gesundheitsstationen, die Beschaffung von Medikamenten und die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern. Ein Schwerpunkt der Hilfe im Jemen liegt in der Behandlung von chronisch erkrankten Patienten, wie z. B. der Dialyse bei Niereninsuffizienz. Außerdem kann der Jemenitische Rote Halbmond mit Unterstützung des DRK eine mobile Klinik betreiben, die täglich abgelegene Gemeinden in der Region um das Konfliktgebiet Taiz erreicht. 

Die Lage im Jemen im Überblick

  • Mehr als 3,6 Millionen Jemeniten sind vertrieben.
  • 24 Millionen Menschen, mehr als 80 Prozent  der Bevölkerung, benötigen humanitäre Hilfe..
  • Fast 18 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.
  • 20 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit.
  • 360.000 Kinder sind akut unterernährt.
  • 16,4 Millionen Jemeniten haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung.
  • Über eine Million Menschen sind in den drei Cholera-Wellen seit 2016 erkrankt
  • Mehr als 5 Millionen Kinder sind von Cholera und schwerem Durchfall bedroht.

Lieferung von Trinkwasser und Lebensmitteln

Viele Wasseraufbereitungs-Anlagen und -Leitungen wurden zerstört. Vielerorts funktioniert die Trinkwasserversorgung nicht mehr. Das DRK hilft im Jemen dabei, dass Tanklaster die Gemeinden an 47 Wasserstationen in insgesamt vier Bezirken des Landes mit Wasser versorgen. An den Stationen holen sich die betroffenen Familien täglich Trinkwasser.

Die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich seit Beginn des Jemen-Konflikts mehr als verdoppelt. Zerstörte Infrastruktur wie Häfen und Straßen machen den Transport von Nahrungsmitteln und anderen Gütern schwierig, teuer und zeitintensiv. Die Preise für viele Güter, wie beispielsweise Speiseöl und Weizen, sind um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Durch die damit einhergehende geschwächte Kaufkraft der Bevölkerung steigt die Gefahr einer Hungersnot massiv an. Nahrungsmittelpakete werden per Schiff ins Land gebracht und verteilt.

Nothilfe im Jemen für mangelernährte Kinder und ihre Mütter

Akut mangelernährte Kleinkinder unter fünf Jahren und deren Mütter sowie stillende und schwangere Frauen werden mit Hilfe des DRK und des Auswärtigen Amtes unterstützt. Zu diesem Zweck hilft der Jemenitische Rote Halbmond in mehreren Gesundheitszentren. Unter anderem werden ein Kreißsaal, eine Notfallgynäkologie und eine mobile Gesundheitsstation betrieben. Die medizinischen Einrichtungen erhalten Medikamente, Ausstattung und Unterstützung bei baulichen Maßnahmen.

Durchfall-Behandlungszentrum und Maßnahmen gegen den erneuten Cholera-Ausbruch

Seit 2016 kam es zu drei Cholera-Ausbrüchen mit über 1 Million Verdachtsfällen und rund 2.500 Toten. Mangelnde Wasserversorgung, Überschwemmungen und nicht abtransportierter Müll führen gerade in den Städten immer wieder zu katastrophalen hygienischen Bedingungen.

Das DRK unterstützt den YRCS in der Durchführung von Cholerakampagnen und Verteilungen von Hygienekits die spezifisch auf die Prävention und Behandlung von Cholera und Dehydrierung angepasst sind. In Taiz wurde zudem  ein Durchfallbehandlungszentrum eröffnet.


Das Projekt

Region: Taiz, Hajjah, Amran, Al Dahle und Sana´a
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Britisches Rotes Kreuz, Belgisches Rotes Kreuz, Diakonie und Spenden.
Partner: Jemenitischer Roter Halbmond (YRCS)


Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen dieser Welt!

Jetzt spenden!

zum Anfang