DRK Meldungen https://www.drk.de Alle Meldungen des DRK. de DRK - Deutsches Rotes Kreuz e.V. Mon, 20 May 2024 00:08:40 +0200 Mon, 20 May 2024 00:08:40 +0200 TYPO3 EXT:news news-5327 Fri, 10 May 2024 08:08:57 +0200 Tag der Pflegenden: Fünf Maßnahmen für attraktivere Pflegeberufe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tag-der-pflegenden-fuenf-massnahmen-fuer-attraktivere-pflegeberufe/ Anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden am 12. Mai fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Pflegeberufe weiterzuentwickeln und attraktiver zu machen. „Wir erleben einen Arbeitskräftemangel im Pflegebereich, der sich Jahr für Jahr zuspitzt“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Dem müssen insbesondere die Politik, aber auch die Arbeitgeber stärker entgegenwirken, um Versorgungslücken zu verhindern.“ Allein zwischen 2001 und 2021 hat sich die Zahl pflegebedürftiger Menschen laut dem Statistischen Bundesamt von zwei auf fünf Millionen mehr als verdoppelt. Sie wird über die kommenden Jahre weiter deutlich zunehmen. Die steigende Nachfrage trifft auf eine aktuell praktisch stagnierende Zahl von verfügbaren Pflegekräften. Aus diesem Grund werden bis zum Jahr 2049 in Deutschland laut Bundesamt mindestens 280.000 Pflegekräfte fehlen. In einem Negativszenario könnte dann sogar fast jeder dritte Arbeitsplatz in der Pflege nicht mehr besetzt werden.

„Wir sehen schon jetzt, dass an einigen Orten die Versorgung pflegebedürftiger Menschen nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Bund und Länder haben die Pflicht, genau hinzusehen und gezielte Lösungen zu finden“, so Hasselfeldt. Um das systematisch besser hinzubekommen, schlägt das DRK eine bundesweite Erfassung von weißen Flecken der Versorgung mit sozialen Angeboten vor. Eine Meldestelle, an die aus der Zivilgesellschaft heraus berichtet wird, könne ein zentraler Baustein sein.

Auch um dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten, brauche es laut DRK vor allem politischen Willen. Mit fünf konkreten Maßnahmen sollten Politik und die Selbstverwaltung im Gesundheitssystem zur Fortentwicklung der Pflegeberufe und zur Steigerung von deren Attraktivität beitragen:

  1. Ein bundesweit harmonisiertes und durchlässiges Bildungssystems in der beruflichen Pflege, vom Pflegebasiskurs bis hin zum Universitätsabschluss.

  2. Die Definition von fachlich fundierten Kompetenzfeldern in Anlehnung an den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) für die berufliche Pflege, orientiert an Aus-, Fort- und Weiterbildungen, um durch einen kompetenzorientierten Personaleinsatz die bestmögliche Versorgungsqualität für die pflegebedürftigen Menschen zu erreichen. Dies würde auch die beruflichen Aufstiegschancen verbessern und attraktive Karrierewege befördern.

  3. Die Stärkung der Befugnisse und Kompetenzen des Pflegefachpersonals, wie es das von der Bundesregierung angestrebte Pflegekompetenzgesetz vorsieht. Dazu zählt insbesondere das Recht zur Wahrnehmung von Aufgaben, die nur von qualifizierten Pflegefachpersonen ausgeführt werden dürfen (sogenannte Vorbehaltsaufgaben), wie die Steuerung der Pflegeprozesse von kranken oder pflegebedürftigen Menschen.

  4. Mehr Freiraum für die originären Kernaufgaben von Pflegefachpersonen, indem Bürokratie abgebaut wird und sie sich dadurch auf ihre Fachlichkeit fokussieren können.

  5. Abschaffung des Heilpraktikergesetzes zugunsten eines allgemeinen Heilberufegesetzes, um die heilkundlichen Befugnisse und Kompetenzen für alle Heilberufe zu regeln, und eine moderne, interprofessionelle Aufgabenteilung im Gesundheitswesen zu ermöglichen.

Das DRK sieht die Verantwortung allerdings nicht allein bei Politik und Selbstverwaltung. „Um die Attraktivität des Berufs zu erhöhen, müssen auch die Arbeitgeber ihren Beitrag leisten“, so Hasselfeldt. Beim Deutschen Roten Kreuz würden beispielsweise attraktive Karrierewege im Kontext gemeindebasierter Pflegeangebote (Community Health Nursing) geschaffen werden, zudem sei die Bezahlung in der Pflege beim DRK durch den eigenen Tarifvertrag in den letzten Jahren deutlich erhöht worden. Weiterhin unterstütze das DRK den Aufbau von Springerpools, die Einführung der bedarfsgerechten Personalbemessung, die sich an den Pflegegraden der pflegebedürftigen Menschen orientiert, sowie die Umsetzung der entbürokratisierten Pflegedokumentation in den Einrichtungen.

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Pflege & Betreuung News Presse
news-5326 Fri, 03 May 2024 11:42:24 +0200 Gedenken an Hilfe für Südkorea: Würdigung eines historischen Einsatzes https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/gedenken-an-hilfe-fuer-suedkorea-wuerdigung-eines-historischen-einsatzes/ Am 8. Mai 2024 feiert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nicht nur den Weltrotkreuztag, sondern auch das 70-jährige Gedenken an seinen ersten humanitären Auslandseinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg: den Betrieb eines Krankenhauses in Busan, Südkorea. „Es war einer der aufwendigsten Einsätze in der Geschichte des DRK überhaupt und ein Meilenstein in der internationalen humanitären Mission unserer Organisation nach dem Zweiten Weltkrieg“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Das Gedenken an diesen historischen Einsatz vergegenwärtigt eine zentrale Maßgabe der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Hilfe nach dem Maß der Not und dabei den dringendsten Fällen unabhängig von der Herkunft Vorrang geben.“ Ursprünglich als Feldlazarett im Koreakrieg gedacht, wurde das Krankenhaus nach dem provisorischen Waffenstillstand für die zivile Nutzung umgewidmet.  Zwischen 1954 und 1959 behandelte das DRK im Auftrag der Bundesregierung und mit Hilfe lokaler Kräfte über 21.000 Patienten stationär und fast 230.000 ambulant. Über 6.000 Kinder kamen in der Klinik auf die Welt.

Anfangs bestand das deutsche Team aus 84 Mitarbeitenden, zum Ende des Einsatzes konnten sie zunehmend durch einheimische Fachkräfte ersetzt werden. Dies gelang auch, weil das DRK-Krankenhaus jährlich zwanzig Schwesternschülerinnen ausbildete, die dort tätigen koreanischen Ärzte konnten sich zu Fachärzten fortbilden. Die Zahl der koreanischen Mitarbeitenden schwankte unter anderem deshalb zwischen 150 und 300.

„Die Anstrengung der Helfenden des DRK als auch die Unterstützung aus der lokalen Bevölkerung waren immens“, so Christian Reuter. „Direkt nach dem Ende des Koreakriegs retteten Helfende unter schwierigsten Bedingungen Leben, pflegten Kranke und Verwundete und bildeten Krankenschwestern und Fachärzte aus.“

„Der Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes nach dem Koreakrieg war eine wertvolle Hilfe für das zerstörte Land und seine Bevölkerung. Das Engagement des DRK hat den Grundstein für die heutigen diplomatischen Beziehungen zwischen Korea und Deutschland gelegt", so S. E. Lim Sang beom, Botschafter der Republik Korea in Berlin. „Mit den Skulpturen wird dieser Einsatz gewürdigt und an ihn erinnert.“ Der Botschafter hofft, dass durch dieses Symbol die Relevanz von humanitärer Unterstützung an zukünftige Generationen weitergegeben wird.

Zur Erinnerung an den Einsatz wird am 8. Mai 2024 ab 16:00 Uhr im Vorgarten des DRK-Generalsekretariats (Carstennstr. 58, 12205 Berlin) ein einem Jangseung nachempfundenes Skulpturenpaar des Künstlers Kang Dong-whan eingeweiht. Jangseung sind traditionelle Holzpfähle in der koreanischen Kultur, die sowohl als Schutz vor bösen Geistern als auch als Überbringer von Segen fungierten. Zudem dienten sie als Wegweiser und Symbole für wichtige Orte oder Ereignisse. Das Kunstprojekt wurde vom Ministerium für Patrioten- und Veteranenangelegenheiten der Republik Korea initiiert und finanziert. Die Ministerin für Patrioten- und Veteranenangelegenheiten der Republik Korea, Frau Kang Jung-ai wird den Feierlichkeiten neben anderen Gästen beiwohnen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich unter presse@drk.de zu dem Termin anmelden.

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Asien News Presse
news-5325 Fri, 19 Apr 2024 08:45:00 +0200 DRK-Krankenhaustagung: Unzureichende Krankenhausreform https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-krankenhaustagung-unzureichende-krankenhausreform/ Die finanzielle Lage der meisten Krankenhäuser Deutschlands ist dramatisch. Starke Preissteigerungen ohne ausreichende Refinanzierung stellen zahlreiche Kliniken vor enorme Herausforderungen. Mehrere Insolvenzen von Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zeigen, wie kritisch die Lage ist. „Die vorgesehene Krankenhausreform ist absolut unzureichend, um die kritische Lage der Einrichtungen wirklich zu verbessern. Wenn nicht zeitnah umfassendere Reformschritte unternommen werden, ist die Versorgungssicherheit durch Krankenhäuser massiv gefährdet“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich der DRK-Krankenhaustagung. Mit einer Krankenhausreform versucht die Bundesregierung, die Situation von Kliniken zu verbessern. Aktuell spricht die Deutsche Krankenhausgesellschaft von einem 500-Millionen-Defizit aller Kliniken, wohlgemerkt pro Monat. Unter anderem durch die teilweise Refinanzierung von Tarifsteigerungen ab diesem Jahr und der schnelleren Bezahlung von Krankenhausforderungen will die Regierung gegensteuern.  Mit einem Transformationsfonds für Investitionen sollen Fusionen und Umwandlungen von Kliniken in Arztzentren ab 2026 mit einer Milliardensumme unterstützt werden.

Doch aus Sicht des DRK bleiben die Vorschläge an vielen Stellen unzureichend. Vor dem Hintergrund der hohen Inflationsraten und der Tarifsteigerungen in den letzten Jahren kritisiert das DRK, dass die Kostensteigerungen erst ab 2025 aufgefangen werden sollen. Für die Jahre 2022 und 2023 gibt es keinen Ausgleich und auch die Maßnahmen für 2024 würden nicht ausreichen, um die strukturelle Unterfinanzierung zu beseitigen. Während die Tariflöhne 2024 um circa 10,5 Prozent steigen, werden die Preise der Krankenhausleistungen für 2024 nur um 5,13 Prozent steigen.  „Notwendig wäre eine zielgerichtete und passgenaue Reform der Krankenhauslandschaft, die die Krankenhäuser substanziell unterstützt und sie als zentralen Bestandteil der medizinischen Infrastruktur und Daseinsvorsorge langfristig stabilisiert. Davon ist leider wenig zu sehen“, so DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Zudem sollte laut DRK noch einmal über die Finanzierung des Transformationsfonds beraten werden. Es erscheine zumindest fragwürdig, dass ausschließlich die Gesetzliche Krankenversicherung – und damit die Beitragszahlerinnen und -zahler – die Kosten für diese gesamtgesellschaftlichen Aufgabe tragen sollen.

In den vergangenen Monaten mussten bereits neun DRK-Krankenhäuser Insolvenz anmelden.  Ihr Status der Gemeinnützigkeit verpflichtet die DRK-Einrichtungen dazu, alle Überschüsse im Sinne des Gemeinwohls einzubringen.   Gemeinnützige Krankenhäuser haben deshalb im Gegensatz zu ihren Konkurrenten, denen in höherem Umfang private Investitionen zugutekommen oder denen öffentliche Mittel zugewiesen werden können, eine schlechte Ausgangsposition in der aktuell kritischen Situation. Sie sind in ihrer Existenz am stärksten gefährdet. Das ist aus Sicht des DRK paradox: Denn ausgerechnet die gemeinnützigen DRK-Krankenhäuser spielen eine besondere Rolle im Katastrophenschutz und im Falle eines bewaffneten Konflikts. Unsere Krankenhäuser sind Daseinsvorsorge, und zwar auch in schlechten Zeiten. Das zu übersehen, kann noch sehr teuer werden”, so Hasselfeldt.

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News Presse Kliniken/Krankenhäuser
news-5314 Mon, 18 Mar 2024 08:50:01 +0100 Auszeichnung journalistischer Arbeiten: Ausschreibung DRK Medienpreis 2024 https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/auszeichnung-journalistischer-arbeiten-ausschreibung-drk-medienpreis-2024/ Ab sofort können sich Medienschaffende aus ganz Deutschland für den DRK Medienpreis bewerben. Die Auszeichnung würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung beschäftigen und Menschen zeigen, die sich für andere einsetzen. Einsendeschluss für Beiträge ist der 30. April 2024. Für den Preis können Arbeiten eingesendet werden, die im Jahr 2023 in deutschen Medien veröffentlicht wurden. Die Beiträge können Menschen zeigen, die sich für andere einsetzen. Sie können aber auch Phänomene des Zusammenlebens in den Mittelpunkt rücken.

Ausgezeichnet werden Beiträge in den Kategorien Text, Audio, Video und Social Media von einer unabhängigen Jury aus Medienexperten. Die Entscheidung über die besten Beiträge in den vier Kategorien fällt die Jury im Frühsommer. Die feierliche Preisverleihung im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft ist für den August terminiert.

Der DRK Medienpreis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro dotiert. Die renommierte Auszeichnung wird vom DRK Kreisverband Bremen e. V. (DRK Bremen) ausgeschrieben.

Weitere Informationen zum DRK Medienpreis, wie die offizielle Ausschreibung samt ausführlicher Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie die Statuten gibt es unter: www.drk-medienpreis.de.

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News Presse
news-5311 Fri, 01 Mar 2024 08:44:00 +0100 Andreas Denk verstärkt als Bereichsleiter Marketing, Kommunikation und Fundraising das DRK https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/andreas-denk-verstaerkt-als-bereichsleiter-kommunikation-marketing-und-fundraising-das-drk/ Seit 1. März 2024 ist Andreas Denk der neue Leiter des Bereichs Marketing, Kommunikation und Fundraising. Der studierte Politikwissenschaftler wechselt von der Zeppelin Baumaschinen GmbH in Garching ins Generalsekretariat, wo er von 2022 bis 2024 die Kommunikation leitete. Vor seinem Wechsel hatte er von 2014 an die Funktion Leitung Marketing, Kommunikation, Vertrieb und Fundraising beim Johanniter-Unfallhilfe e.V., Regionalverband Ostbayern inne. Zuvor war er in verschiedenen Rollen bei Oberpfalz TV in Amberg tätig, wo er auch seine journalistische Ausbildung absolvierte.  

„Es freut mich sehr, dass wir Andreas Denk für das DRK gewinnen konnten. Für seine neuen Herausforderungen wünsche ich ihm einen guten Start und viel Erfolg“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.  

Andreas Denk meint zu seiner neuen Aufgabe: „Für das entgegengebrachte Vertrauen und die große Wertschätzung bin ich sehr dankbar. Ich freue mich auf den Start und darauf, gemeinsam für die Ziele des DRK einzutreten und damit an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken zu dürfen."  

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News Presse
news-5303 Thu, 15 Feb 2024 12:09:00 +0100 2. Jahrestag der Eskalation in der Ukraine: DRK bleibt präsent und passt Hilfe an die Bedürfnisse der Menschen an https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/2-jahrestag-der-eskalation-in-der-ukraine-drk-bleibt-praesent-und-passt-hilfe-an-die-beduerfnisse-der-menschen-an/ Am 24. Februar 2024 jährt sich die Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine zum zweiten Mal. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist seit Beginn im Einsatz und leistet gemeinsam mit dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK) humanitäre Hilfe, denn der Bedarf an Unterstützung für die Menschen vor Ort ist nach wie vor groß: „Es ist ein trauriger Jahrestag, doch für uns ist klar: Wir helfen den Betroffenen in der Ukraine so lange, wie sie Unterstützung benötigen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Dabei möchte ich die Partnerschaft mit unserer Ukrainischen Schwestergesellschaft besonders hervorheben. Der professionelle Austausch und die enge Zusammenarbeit ermöglichen es uns, landesweit bedarfsgerechte Hilfe zu leisten.“ Die Art der benötigten Unterstützung hat sich in einigen Gebieten seit Beginn des Konflikts verändert. In den vergangenen zwölf Monaten unterstützte das DRK mit Hilfsgütern, Bargeldhilfen, sowie Personal und Ausrüstung im Gesundheitssektor und in den Bereichen häusliche Pflege, mentale Gesundheit und lokalem Katastrophenschutz. In Absprache mit dem URK ist das DRK verstärkt in den Regionen Lwiw, Wolhynien, Odessa, Riwne und Saporischschja aktiv und unterstützte 2023 insgesamt über 200.000 Menschen. Dabei wird die Hilfe flexibel an die Bedürfnisse vor Ort angepasst, die sich je nach Lage des Konflikts dynamisch entwickeln können. 

Aktuell befinden sich 17 DRK-Delegierte in der Ukraine, um die Hilfen mit unseren Partnern zu koordinieren und zu unterstützen. Gerade im Bereich der mobilen Gesundheitsstationen profitieren viele Betroffene von der Zusammenarbeit, so werden mit dem Programm bis 2025 schätzungsweise über 700.000 Menschen durch das Ukrainische Rote Kreuz erreicht. 

2024 richtet sich der gemeinsame Blick nach vorne, denn auch ohne Gewissheit, wann der Konflikt enden wird, benötigen die Menschen Perspektiven. Deshalb werden gemeinsame Pilotprojekte initiiert, die innerhalb der Bevölkerung vor allem das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken sollen. Dafür entstehen neben den bereits vorhandenen mobilen Gesundheitsstationen Gemeindezentren, die die Bevölkerung in ländlichen wie urbanen Regionen mit psychosozialen Angeboten, sozio-ökonomischen Hilfen und weiteren Initiativen unterstützen. Das Ziel: Die Resilienz der Betroffenen stärken und ein Stück weit Normalität im Alltag ermöglichen.

Gleichzeitig sollen Bewohnerinnen und Bewohner gerade in besonders betroffenen Gebieten wie Saporischschja auf weitere Notsituationen vorbereitet werden, um entsprechend auch auf Veränderungen in der humanitären Lage besser reagieren zu können. „Die Auswirkungen auf Körper und Psyche der Menschen sind nach zwei Jahren Leben im Ausnahmezustand enorm. Deshalb setzen wir hier nun auch bewusst einen Schwerpunkt in unserer Arbeit", erklärt Reuter.  

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen: 

IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Ukraine 

oder unter drk.de/spenden 

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Nothilfe Konflikt Osteuropa Ukraine News Presse
news-5304 Tue, 13 Feb 2024 09:29:43 +0100 Bewaffneter Konflikt im Nahen Osten: DRK setzt Hilfslieferungen in den Gazastreifen fort https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bewaffneter-konflikt-im-nahen-osten-drk-setzt-hilfslieferungen-in-den-gazastreifen-fort/ Erneut bringt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hilfsgüter für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen auf den Weg. Vom DRK-Logistikzentrum in Dresden starten in den nächsten Tagen 885 Paletten mit mehr als 218 Tonnen Hilfsgütern in die Region. „Kontinuierliche Unterstützung für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen ist dringend nötig“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt auf verschiedenen Transportwegen, um möglichst viele der angeforderten Hilfsgüter zur Verfügung stellen zu können.“ Erst vergangene Woche hatte das DRK über die humanitäre Luftbrücke der Europäischen Union Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht. Anfang Januar waren bereits zwei Flugzeuge von Leipzig aus gestartet. Nun nutzt das DRK eine weitere Möglichkeit und profitiert dabei erneut von der engen Zusammenarbeit mit seinen Schwestergesellschaften in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Von Dresden werden 6.900 Decken, 3.000 Schlafsäcke, 14.000 Schlafmatten, 5.000 Zeltplanen und 35.000 Hygienepakete per 18 LKW über mehrere Tage in die Türkei gebracht. Dort werden die vom Auswärtigen Amt und aus Spenden finanzierten Güter für den Weitertransport nach Ägypten auf ein Frachtschiff verladen und vom Ägyptischen Roten Halbmond entgegengenommen. Anschließend werden sie an den Palästinensischen Roten Halbmond für die Verteilung an die Zivilbevölkerung übergeben. „Ohne die enge Zusammenarbeit in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung wären diese Transporte nicht denkbar“, so Reuter.

Neben den Transporten über den Schiffsweg prüft das DRK weitere Optionen für zusätzliche Lieferungen, um die Hilfsaktivitäten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung im Gazastreifen weiterhin bedarfsgerecht zu unterstützen.

Das DRK fordert erneut kontinuierlichen und gesicherten Zugang für dringende Hilfslieferungen und Schutz der Helfenden, um die Zivilbevölkerung besser unterstützen zu können. Am Wochenende ist erneut bekannt geworden, dass Helfer des Palästinensischen Roten Halbmonds im Einsatz ums Leben gekommen sind. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien und Angehörigen und bei allen Helferinnen und Helfern unserer Schwestergesellschaften, die ein enormes Risiko eingehen, um Menschen in Not zu helfen”, sagt Reuter. Wir verurteilen die Angriffe auf Einsatzkräfte aufs Schärfste. Mitarbeitende humanitärer Organisationen und des Gesundheitswesens sind durch das humanitäre Völkerrecht geschützt und dürfen niemals Ziel von Angriffen werden.”

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Israel/Palästinensische Gebiete

oder unter drk.de/spende

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Soforthilfe Nahost Israel News Presse
news-5297 Tue, 06 Feb 2024 12:00:00 +0100 Bewaffneter Konflikt im Nahen Osten: Weitere DRK-Hilfsgüter für Bevölkerung im Gazastreifen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bewaffneter-konflikt-im-nahen-osten-weitere-drk-hilfsgueter-fuer-bevoelkerung-im-gazastreifen/ Um der notleidenden Zivilbevölkerung im Gazastreifen erneut Hilfe zukommen zu lassen, hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) heute weitere 38,14 Tonnen Hilfsgüter auf den Weg gebracht. „Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal und die Zivilbevölkerung ist dringend auf Hilfe angewiesen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Nach den ersten Hilfsgütertransporten aus Deutschland Anfang Januar ist es daher wichtig weiterhin Hilfe in den Gazastreifen zu entsenden”. Im DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld wurden 525 Familienzelte, 2.500 Decken, 6.400 Trinkwasserbehälter für Trinkwasser und 3.000 Wasserfilter auf vier Sattelzüge verladen. Von Brüssel aus werden die Güter dann im Rahmen der humanitären Luftbrücke der Europäischen Union weiter nach Ägypten transportiert. In Ägypten nimmt der Ägyptische Rote Halbmond die vom Auswärtigen Amt und aus Spenden finanzierten Hilfsgüter in Empfang, um sie schließlich an den Palästinensischen Roten Halbmond für die Verteilung an die Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu übergeben.

Bereits Anfang des Jahres hatte das DRK mit Unterstützung seiner Schwestergesellschaften, dem Ägyptischen Roten Halbmond und dem Palästinensischen Roten Halbmond, wichtige Materialien in den Gazastreifen gebracht. „Wir sind allen beteiligten Partnern sehr dankbar, dass diese Transporte möglich sind“, so Reuter. „Es ist wichtig, dass dies auch weiterhin der Fall bleibt und humanitäre Hilfe kontinuierlichen Zugang zur Region erhält, denn die Menschen sind dringend auf Hilfe von außen angewiesen.“

Im Gazastreifen fehlt es praktisch an allem: an Medikamenten, Trinkwasser, Lebensmitteln, Zelten, Decken, Treibstoff und Kleidung. Vor Ort versucht der Palästinensische Rote Halbmond seit Monaten unter schwersten Bedingungen das Leid der Menschen zu lindern. Mit bedarfsgerechten Hilfslieferungen unterstützt das DRK nun zum wiederholten Mal die Arbeit seiner Schwestergesellschaft.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Israel/Palästinensische Gebiete
oder unter drk.de/spende

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Hilfsgüter Auswärtiges Amt (AA) Konflikt Naher Osten & Nordafrika Israel Palästina News Presse
news-5292 Thu, 01 Feb 2024 09:31:51 +0100 Ein Jahr nach Erdbeben in Syrien und der Türkei: DRK - Lokale, bedarfsorientierte Hilfe wichtiger denn je  https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/ein-jahr-nach-erdbeben-in-syrien-und-der-tuerkei-drk-lokale-bedarfsorientierte-hilfe-wichtiger-denn-je/ Ein Jahr nach den verheerenden Erdbeben in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei setzt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Unterstützung vor Ort fort. Die Katastrophe am 6. Februar 2023 kostete über 50.000 Menschen das Leben und führte zum Einsturz oder der Beschädigung von mehr als 280.000 Gebäuden. Insgesamt 17,9 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen betroffen. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist nach wie vor hoch. Das DRK arbeitet deshalb auch ein Jahr nach dem Erdbeben eng mit den Schwestergesellschaften in der Region zusammen, um möglichst lokal und bedarfsgerecht, also nahe an den betroffenen Menschen zu helfen", sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK.  Das Engagement des DRK konzentriert sich aktuell darauf, die Menschen vor Ort zu befähigen, die mittel- und langfristigen Folgen des schweren Bebens besser zu bewältigen. Das umfasst unter anderem die Bereitstellung von Unterkünften, den Wiederaufbau von Infrastruktur, personelle Unterstützung, Gesundheitsversorgung, sowie Ausbildungs- und Übungsprogramme für die Mitarbeitenden und Freiwilligen der jeweiligen Schwestergesellschaften.     

In enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung unterstützt das DRK sowohl den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) als auch den Türkischen Roten Halbmond (TRH). Durch diese enge Kooperation wird gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse vor Ort eingegangen.     

In Syrien arbeitet das DRK bereits seit Beginn des bewaffneten Konflikts 2012 eng mit dem SARC zusammen. Das Erdbeben hat die bestehende humanitäre Krise weiter verschärft. Nach dem Beben konnte das DRK seine Hilfe schnell ausweiten und besonders bedürftige Familien unter anderem mit Hilfsgütern und Bargeldhilfen unterstützen. Mit über 2,8 Millionen Euro wurden so rund 10.0000 Familien dabei unterstützt, selbstbestimmt ihren dringendsten Bedarf zu decken. Darüber hinaus engagiert sich das DRK in der Gesundheitsversorgung mit mobilen medizinischen Einheiten, die in den ersten Wochen nach der Katastrophe medizinische Soforthilfe in den betroffenen Gemeinden leisteten und nun weiterhin die medizinische Versorgung der durch das Beben vertriebenen Familien gewährleisten. Die medizinische Versorgung von Müttern und Neugeborenen im Kinderkrankenhaus von Aleppo wird ebenfalls fortgesetzt. 

Der TRH hat mit der Unterstützung des DRK in den betroffenen Provinzen dringend benötigte Sachspenden wie Zelte, Decken und Hygienesets verteilt. Über 800.000 Menschen erhielten warme nahrhafte Mahlzeiten und 23.445 wurden durch Bargeldhilfen unterstützt. In den kalten Monaten wurde die Winterfestmachung zur Priorität. 39.500 der am stärksten gefährdeten Haushalte wurden mit Bargeldhilfen und Überwinterungspaketen versorgt. Gerade mentale und psychologische Betreuung bleibt nach dem verheerenden Ereignis ein akuter Bedarf, bei dessen Unterstützung das DRK und der TRH auf eine langjährige Zusammenarbeit und Expertise aufbauen.   

„Ein Jahr nach dem Beben besteht die Herausforderung darin, an verschiedenen Orten wirksame Hilfe zu leisten und gleichzeitig den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Vielfalt unserer Unterstützung stärkt die Widerstandsfähigkeit der Menschen, besonders in langanhaltenden, komplexen Krisensituationen wie in Syrien,” sagt Christian Reuter. „Ziel ist es, lokale Strukturen zu stärken und so notleidenden Menschen auch längerfristig Hilfe zu gewähren und diese kontinuierlich an ihre Bedürfnisse anzupassen."  

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

oder unter drk.de/spende

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Stärkung der Schwestergesellschaften Nothilfe Erdbeben Naher Osten & Nordafrika Türkei Syrien News Presse
news-5285 Wed, 17 Jan 2024 09:06:31 +0100 DRK - Klare Linie für Menschlichkeit und gegen Rassismus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-klare-linie-fuer-menschlichkeit-und-gegen-rassismus/ Im Zeichen der Menschlichkeit setzt sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und insbesondere die Würde aller Menschen ein. Zu den aktuellen Ereignissen rund um ein Treffen zum Thema Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes: „Wie viele andere Menschen in Deutschland und innerhalb des DRK bin ich zutiefst beunruhigt über die aktuellen Ereignisse. Das Deutsche Rote Kreuz überprüft immer besonders sorgfältig, ob und wo es sich öffentlich äußert. Das erfordert unser Grundsatz der Neutralität.  

Die Ereignisse in Potsdam zwingen uns jedoch, eine klare Linie zu ziehen. Denn Vertreibung, Deportation als politischen Weg auch nur in Betracht zu ziehen, verbietet sich. Der im Grundsatz der Unparteilichkeit enthaltene Aspekt der Nichtdiskriminierung erfordert, dass das DRK ungeachtet von Persönlichkeit, Lebensweise oder Lebenslage Menschen zur Seite steht.  

Um mit den vielfältigen Herausforderungen von Zuwanderung umzugehen und diese für alle Seiten langfristig positiv zu gestalten, braucht es eine systematische und differenzierte Herangehensweise und keinen Populismus.  

Wir setzen uns für eine vielfältige und diskriminierungskritische Gesellschaft ein und verurteilen jede Art von Rassismus. Es ist Teil unseres Selbstverständnisses für die Menschlichkeit in allen Bereichen unserer Gesellschaft einzustehen! Das Deutsche Rote Kreuz steht daher fest an der Seite derer, die nach Deutschland migriert sind, ohne nach den Gründen zu fragen.“ 

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News Presse
news-5280 Tue, 09 Jan 2024 08:19:00 +0100 Ein Meilenstein für die Sicherheit im und am Wasser: DRK - Einheitliche und leicht verständliche Baderegeln treten in Kraft https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/ein-meilenstein-fuer-die-sicherheit-im-und-am-wasser-drk-einheitliche-und-leicht-verstaendliche-baderegeln-treten-in-kraft/ Gemeinsam mit den beteiligten Verbänden im Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) hat die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zehn einheitliche und leicht verständliche Baderegeln verabschiedet. Ab dem 01. Januar 2024 sind sie in allen Verbänden verbindlich gültig. "Einheitliche und leicht verständliche Regeln erhöhen die Sicherheit im und am Wasser", sagt Katy Völker, stellvertretende Bundesleiterin der Wasserwacht. Die Sicherheit der Menschen am und im Wasser ist eines der großen Anliegen der Wasserwacht des DRK. Schließlich gehört das Ertrinken zu einer der häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugung ist der beste Schutz. Eben darum geht es bei den nun verabschiedeten Baderegeln. „Die neuen Baderegeln sind allgemeingültig, klar verständlich und können leicht nachvollzogen werden“, sagt Völker. „Besonders wichtig war uns dabei, sprachliche Barrieren zukünftig zu verringern und dass auch Kinder die Regeln verstehen können, schließlich sind sie am meisten gefährdet.“

Deshalb wurden die neuen Regeln mehrfach mit Kindern im Vorschulalter getestet, um sicherzustellen, dass sie wirklich kindgerecht sind. Auch die Einheitlichkeit zwischen den verschiedenen Akteuren soll dabei helfen, dass die Verständlichkeit zunimmt und Klarheit herrscht, wie man sich am und im Wasser am besten schützt. Gab es zuvor 21 Regeln allein bei der Wasserwacht, so gibt es nun 10 einheitliche in allen schwimmsporttreibenden Verbänden.

Die zehn Kernbotschaften sind nicht alle neu, aber bewusst positiv formuliert, in der Ich-Form gehalten sowie kurz und prägnant.  Der Fokus liegt bei den neuen Regeln auch auf Empfehlungen zur Aufsicht, insbesondere von Kindern und Nichtschwimmern. Einige Baderegeln sind im neuen Katalog nicht mehr erhalten, wie beispielsweise Warnungen vor Schifffahrtswegen, da sie zu spezifisch waren.

„Die Menschen sollen weiterhin Spaß im und am Wasser haben. Wir wollen lediglich ermöglichen, dass sie sich dabei nicht in Gefahr bringen“, sagt Völker. Um den Spaß noch sicherer zu machen, rät die Wasserwacht darüber hinaus, früh schwimmen zu lernen, da immer weniger Kinder und Erwachsene richtig schwimmen können. Schwimm- und Wassergewöhnungskurse bietet die Wasserwacht vielerorts an, auch im Winter.  

Im BFS haben sich die in der Schwimmausbildung aktiven Verbände zusammengeschlossen, um für eine einheitliche Schwimmausbildung in Deutschland zu sorgen. Mitglieder sind unter anderem die Wasserwacht des DRK, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Deutsche Schwimmverband (DSV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST).  

Die Wasserwacht leistet mit 55.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften vielerorts in Deutschland Aufsicht an Badestellen und bei Veranstaltungen im und am Wasser und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken. Sie bietet Wassergewöhnungs- und Schwimmkurse für Groß und Klein an.  

Die neuen Baderegeln in mehreren Sprachen und eine Wasserwacht-Gruppe in der Nähe findet man neben vielen hilfreichen Tipps, Angeboten und Informationen auf den Webseiten www.drk.de/wasserwacht/baderegeln-verhalten-am-und-im-wasser/ und www.wasserwacht.de

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Wasserwacht News Presse
news-5279 Sun, 07 Jan 2024 09:00:00 +0100 Bewaffneter Konflikt im Nahen Osten: DRK-Hilfsgüter für die betroffene Zivilbevölkerung im Gazastreifen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bewaffneter-konflikt-im-nahen-osten-drk-hilfsgueter-fuer-die-zivilbevoelkerung-im-gaza-streifen/ Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts in Israel und den Palästinensischen Gebieten ab dem 7. Oktober 2023 verschlimmert sich die humanitäre Lage im Gazastreifen zunehmend. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat heute dringend benötigte humanitäre Hilfsgüter für die betroffene Zivilbevölkerung vom Flughafen Leipzig/Halle auf den Weg gebracht. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Gazastreifen ist enorm. Es braucht praktisch mehr von Allem“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. „Mit den Hilfsgüterflügen reagieren wir auf die dringendsten Bedarfe und unterstützen die Arbeit unserer Schwestergesellschaft, dem Palästinensischen Roten Halbmond, vor Ort.“ Die mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes organisierten DRK-Hilfsgüterflüge umfassen circa 1.020 Familienzelte, 1.000 Planen für Notunterkünfte, 6 Hubwagen für humanitäre Logistik und 50 Rettungsrucksäcke. Rund 33 Tonnen Hilfsgüter wurden heute in Leipzig verladen und nach Ägypten geflogen. Nach der Landung werden die Hilfsgüter mit Hilfe des Ägyptischen Roten Halbmonds auf dem Landweg in den Gazastreifen transportiert, wo sie vom Palästinensischen Roten Halbmond verteilt werden sollen. Ein zweites Flugzeug wird am Montag mit rund 26 Tonnen an Bord ebenfalls in Leipzig starten.

Von der Verschärfung des Konflikts ist insbesondere die Zivilbevölkerung im Gazastreifen betroffen. Die Lage vor Ort ist katastrophal. Es fehlt an allem: an Medikamenten, an Trinkwasser, an Lebensmitteln, an warmen Decken, an Treibstoff und an Kleidung. Die meisten Menschen haben ihre Wohnung verloren oder befinden sich auf der Flucht. „Deshalb liegen die Schwerpunkte unserer bedarfsgerechten Hilfe auf medizinischem Material für die Notfallversorgung und Material für Notunterkünfte”, so Reuter.

Der Palästinensische Rote Halbmond (PRH) ist seit Beginn des Konflikts im Einsatz und versucht unter schwersten Bedingungen, Hilfe nach dem Maß der Not zu leisten. Aufgrund der immer dramatischer werdenden Lage ist er dabei dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Das DRK unterstützt den PRH bereits seit einigen Jahren bei der Stärkung der Katastrophenvorsorge und der Gesundheitsversorgung. „Als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist es unsere Mission bedarfsgerecht und allein nach dem Maß der Not zu helfen. Damit dies möglich ist, braucht es einen dauerhaften und sicheren Zugang für humanitäre Helfende und Hilfsgüter”, sagt Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Israel/Palästinensische Gebiete

oder unter drk.de/spende

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Hilfsgüter Auswärtiges Amt (AA) Notunterkünfte/Wohnen Nothilfe Soforthilfe Konflikt Nahost Israel Palästina News Presse
news-5269 Fri, 01 Dec 2023 09:16:00 +0100 Internationaler Tag des Ehrenamts: Mit dem Ehrenamt was bewegen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationaler-tag-des-ehrenamts-mit-dem-ehrenamt-was-bewegen/ Die ehrenamtliche Unterstützung ist für viele Aufgabenfelder der Gesellschaft essenziell. Oft profitieren von einem Engagement aber nicht nur die Menschen, denen die Angebote nutzen, sondern auch die Ehrenamtlichen, die neue Fähigkeiten erlernen, Kontakte knüpfen und Verantwortung übernehmen. Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): „Menschen, die etwas bewegen wollen, können dies ganz einfach tun – mit einem Ehrenamt. Beim Deutschen Roten Kreuz kann sich jeder engagieren, kann etwas einbringen, was sie oder er schon kann oder kann etwas Neues lernen. Wir freuen uns über Zuwachs, egal ob von jungen oder alten Menschen, ob langfristiges oder zeitlich begrenztes Engagement.“ Ob Hilfe nach Unfällen oder Katastrophen, Dienste in Kleiderkammern oder Suppenküchen, Seniorenbetreuung, Wasser- oder Bergrettung, Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen, Begleitung von Geflüchteten, Kinder- und Jugendarbeit und vieles mehr: Die Möglichkeiten, ehrenamtlich beim DRK mitzumachen, sind so vielfältig wie das Rote Kreuz selbst. Sie sind im Prinzip in allen Bereichen möglich, sowohl im Aus- als auch im Inland.

Interessierte können dabei selbst entscheiden, wie viel Zeit sie für ihre Tätigkeit beim DRK investieren. Sie können sich zeitlich begrenzt für ein Projekt engagieren oder spontan als Helfende einspringen, wenn bei Sturm- oder Flutkatastrophen viele helfende Hände gebraucht werden. Sie können aber auch aktive Mitglieder werden und so das DRK langfristig mitgestalten. Auf diesem Wege ist viel Mitbestimmung möglich – beispielsweise durch die Wahl der Verbandsleitungen oder die Übernahme eines Amtes in leitender Position.

Etwas bewegen können beim DRK alle, die anderen helfen wollen. „Niemand braucht Vorkenntnisse, denn Schulungen werden kostenlos für alle angeboten, die sich engagieren möchten. Wer schon Erfahrungen hat, kann sein Wissen vertiefen und sich spezialisieren. Dabei kann ganz gezielt auf die persönlichen Stärken eingegangen werden. Aus- und Weiterbildungen werden regelmäßig angeboten,“ so Hasselfeldt.

Das Rote Kreuz bildet als internationale Gemeinschaft ein breites Netzwerk an Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern und ermöglicht so vielseitige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.

Das Ehrenamt spielt in vielen Bereichen eine zentrale Rolle für die Arbeit des DRK und damit auch für das Gemeinwesen in Deutschland. Über 400.000 Ehrenamtliche engagieren sich bereits beim DRK: in den Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz, der Bergwacht oder in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit und an vielen anderen Stellen im In- und Ausland.

Rund um den Internationalen Tag des Ehrenamts teilen DRK-Ehrenamtliche aus ganz Deutschland auf den DRK-Social Media Kanälen Videotagebücher, in denen sie einen Tag ihres Ehrenamtes dokumentiert haben.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter: https://www.drk.de/wasbewegen

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Ehrenamt Freiwillige/Ehrenamt News Presse
news-5267 Fri, 17 Nov 2023 14:28:49 +0100 Bundeshaushalt 2024: DRK begrüßt positive Entwicklung bei Haushaltsplanung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bundeshaushalt-2024-drk-begruesst-positive-entwicklung-bei-haushaltsplanung/ Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat in seiner Bereinigungssitzung für den Haushalt 2024 zahlreiche Änderungen im Vergleich zum bisherigen Entwurf beschlossen. Insbesondere im sozialen Bereich und in der humanitären Hilfe begrüßt das Deutsche Rote Kreuz, dass viele geplante Kürzungen nicht greifen und teilweise sogar zusätzlich investiert wird. „Das beharrliche Drängen aller Verbände auf einen Haushalt, der den Herausforderungen unserer Zeit mit strategischen Investitionen im Sinne der Menschlichkeit begegnet, scheint sich ausgezahlt zu haben", sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Drastische Kürzungen bei der humanitären Hilfe oder im sozialen Sektor hätten in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen schwerwiegende Auswirkungen gehabt.“ Im Rahmen der Haushaltsdebatten standen zwischenzeitlich deutliche Kürzungen bei der humanitären Hilfe, im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und den sozialen Diensten zur Diskussion. Bei der humanitären Hilfe sind die Kürzungen deutlich geringer als ursprünglich veranschlagt. Die angekündigten Kürzungen in der Migrationsberatung sind nach den vorliegenden Informationen geringer als erwartet. Bei den Freiwilligendiensten, den Mitteln für das Müttergenesungswerk und der Digitalisierung im Wohlfahrtsbereich wurden wieder mehr Mittel zur Verfügung gestellt, nachdem die Bundesregierung einen drastischen Kürzungsplan vorgelegt hatte.

Unklarheit besteht noch über den Etat im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und damit unter anderem darüber, wie es bei den Investitionen in mobile Betreuungsmodule weitergeht. Auch hier waren Kürzungen vorgesehen, über die aber in der Bereinigungssitzung noch kein endgültiger Beschluss gefasst wurde.

„Die Änderungen stellen wichtige Kurskorrekturen in Zeiten extremer gesellschaftlicher Herausforderungen dar. Nun bleibt zu hoffen, dass auch im Bevölkerungsschutz noch eine Korrektur erfolgt und man sich schnell auf einen endgültigen Haushalt einigen kann. Schließlich braucht es Planungssicherheit”, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK.
 

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News Presse
news-5266 Fri, 17 Nov 2023 09:00:00 +0100 72. Bundesversammlung des DRK: Krisen vorausschauend begegnen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/72-bundesversammlung-des-drk-krisen-vorausschauend-begegnen/ In Zeiten multipler und sich überlagernder Krisen im In- und Ausland fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) langfristige, nachhaltige und vorausschauende Investitionen in humanitäre Hilfe und das Sozialsystem. „Wir leben in Zeiten, die von unterschiedlichen Krisen geprägt sind, die sich gegenseitig verstärken. Um ihnen begegnen zu können, müssen wir vorausschauend, langfristig und nachhaltig denken und agieren. Dafür machen wir uns seit Jahren stark”, so DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt im Vorfeld der 72. Ordentlichen Bundesversammlung des DRK am 18. November in Düsseldorf. „Allerdings fehlt es oft an politischer Weitsicht in der Finanzierung. Das fällt uns auf die Füße, wenn es so weitergeht.” Bewaffnete Konflikte, Extremwettereignisse und Naturkatastrophen, die Krise in vielen Bereichen des deutschen Sozialsystems und die Suche nach einer nachhaltigen Migrationsstrategie – die vergangenen Jahre waren von Krisen, Katastrophen und großen gesamtgesellschaftlichen Fragen geprägt. Der Umgang mit ihnen in der Zukunft sowie Fragen der Finanzierung und der Weiterentwicklung des Verbands werden im Fokus der Versammlung des obersten Beschlussorgans des DRK stehen.

„Die derzeitige Häufung von Katastrophen und Krisen müsste eigentlich ein politisches und gesellschaftliches Signal sein, den Katastrophenschutz und die vorausschauende humanitäre Hilfe aktiv zu stärken und langfristig zu fördern. Das Gegenteil ist leider oft der Fall”, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. Auch finanziell ergäbe dabei ein langfristiges und nachhaltiges Engagement mehr Sinn: „Letztendlich ist das aktuelle Vorgehen Selbstbetrug. Denn im Falle einer Katastrophe müssten dann adhoc Mittel freigegeben und neue Strukturen etabliert werden. Vorsorge ist also nicht nur notwendig, sie ist auch effizienter.”

Gleiches gilt für Investitionen im Sozialbereich, in dem es an nachhaltigen Lösungsansätzen und langfristiger finanzieller Sicherheit für erwiesenermaßen wirksame Maßnahmen fehlt. Und das, trotz anhaltender Krisen und einer seit Jahren zunehmender Belastung in fast allen Arbeitsfeldern. „Wir brauchen auch hier ganzheitliche Ansätze und langfristige Strategien, statt kurzfristige Investitionen, die nur wenig Wirkung entfalten können”, sagt Gerda Hasselfeldt. „Hier wird vielfach an der falschen Stelle gespart. An jenen, die besonders auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Das DRK wird sich auch in Zukunft für sie einsetzen und gemäß seines Grundsatzes der Menschlichkeit versuchen, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.”

Ein zentraler Grundpfeiler des DRK sind seine ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitende, die sich mit großem Engagement und viel Leidenschaft dafür einsetzen, dass Menschen in Not geholfen werden kann. Im Rahmen der Bundesversammlung werden einige von ihnen für ihre besonderen Leistungen und kreativen Ideen ausgezeichnet. „Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die herausragende Bedeutung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, des DRK und der Engagierten. Sie stimmen mich zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft gemeinsam viele Herausforderungen bewältigen werden”, sagt Christian Reuter.

Weitere Informationen zur DRK-Bundesversammlung: https://www.drk.de/das-drk/drk-verbandsstruktur/bundesversammlung/

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News Presse
news-5259 Wed, 08 Nov 2023 11:53:50 +0100 #SozialkürzungenStoppen: Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen Sozialstaat in Gefahr https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sozialkuerzungenstoppen-die-spitzenverbaende-der-freien-wohlfahrtspflege-sehen-sozialstaat-in-gefahr/ Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen den Sozialstaat in Deutschland angesichts der Kürzungspläne im Bundeshaushalt 2024 ernsthaft gefährdet. Eine Woche vor der abschließenden Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, in der die Abgeordneten letzte Änderungen am Bundeshaushalt erwirken können, fordern die Spitzen von Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO), Deutschem Caritasverband (DCV), Deutschem Roten Kreuz (DRK), der Diakonie Deutschland, dem Paritätischen Gesamtverband und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) eine Rücknahme der Kürzungspläne. Auf der heutigen von der AWO organisierten Kundgebung in Berlin warnten sie vor massiven Einschnitten in eine Vielzahl sozialer Angebote und einer damit einhergehenden nachhaltigen Schwächung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der zu beschließende Haushaltsplan sieht aktuell für Leistungen der Freien Wohlfahrtspflege eine Kürzung von insgesamt etwa 25 Prozent vor. Was ist geplant und mit welchen Folgen?

- Kürzungen in Höhe von etwa 30 Prozent im Bereich der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE), obwohl die Nachfrage nach qualitativer Beratung unverändert hoch ist. Damit geraten die etablierten und bewährten Strukturen des Beratungsangebotes massiv unter Druck.

- Kürzungen für das Programm der bundesweiten, behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB). Durch den Wegfall von 50 Prozent der für das nächste Jahr mindestens benötigten Mittel wird der zugesagte Aufbau torpediert. Es drohen Insolvenzen und eine Verschlechterung des Beratungsangebots durch Wegfall der Landesfinanzierungen.

- Ein weiteres betroffenes Bundesprogramm ist das der Psychosozialen Zentren (PSZ). Es soll eine Kürzung von 17 Millionen auf sieben Millionen Euro geben. Die Verbände sehen die Versorgung und Teilhabe von geflüchteten sowie anderen zugewanderten Menschen massiv gestört und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Gefahr.

- Die Mittel für die Freiwilligendienste sollen über alle Formate hinweg um 23,7 Prozent gekürzt werden. Die geplanten Kürzungen hätten zur Folge, dass jeder vierte Freiwilligenplatz wegfallen würde - das wären bundesweit rund 30.000 Freiwillige.

- Im Bereich Digitalisierung hebeln Einsparungen in Höhe von 3,5 Millionen Euro das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgesetzte Förderprogramm zur Zukunftssicherung der Freien Wohlfahrtspflege durch Digitalisierung komplett aus. Hier werden die Verbände mitten im Aufbruch und in wichtigen strategischen Entwicklungen stark beeinträchtigt.

BAGFW-Präsident Michael Groß (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband) betont: „Der Entwurf zum Bundeshaushalt bedeutet für viele unserer Einrichtungen und Angebote schmerzhafte Einschnitte, bis hin zur Schließung. In einer so unsicheren Weltlage, in der viele Menschen massiv verunsichert sind und große Sorgen haben, stehen jetzt die letzten Anlaufpunkte auf dem Spiel, die den Menschen noch Sicherheit und Orientierung geben können. Die Arbeitsbereiche der Freien Wohlfahrtspflege machen nur einen minimalen Bruchteil des Bundeshaushalts aus – minimale Einsparen sorgen für maximalen Schaden!“

Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes (DCV): „Die Grenze zwischen „Drinnen“ und „Draußen“ wird heute über digitale Zugangsbarrieren bestimmt: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer, wo Menschen digital abgehängt werden. Passgenaue Angebote der Wohlfahrtsverbände müssen analog und digital gestaltet werden, um diese Kluft zu schließen. Das gilt etwa für unsere Beratungsstellen, die auch online erreichbar sein müssen. Wenn die Förderung der digitalen Transformation der Wohlfahrtsverbände von der Bundesregierung auf Null gesetzt wird, geht das zulasten der Zukunft des Sozialen.“

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes: „Es ist erschütternd, dass die Bundesregierung in einer Zeit wachsender sozialer Spaltung bei solchen Strukturen kürzt, die Menschen in Armut und prekären Lebenslagen helfen - von Hilfen für Arbeitslose bis zur Unterstützung Geflüchteter. Die Haushalts- und Finanzpolitik der sozialen Kälte muss gestoppt werden! Es steht nichts weniger als der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Stabilität unserer Demokratie auf dem Spiel.“

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): „Migrationsberatungsstellen helfen Zugewanderten, sich zu orientieren und ihre Ansprüche wahrzunehmen. Sie sorgen langfristig dafür, dass Menschen, die zu uns kommen, Fuß fassen, sich einbringen und selbstverständlich alle Möglichkeiten haben, die andere auch haben. So kann Zuwanderung die Gesellschaft bereichern. Sie in Zeiten steigender Zuwanderung zu streichen ist schlicht unverantwortlich.“

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland: „Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, die Freiwilligendienste zu stärken. Die Kürzungen stehen dazu in klarem Widerspruch und dürfen auf keinen Fall beschlossen werden. Notwendig wäre eine Aufstockung der Mittel und mehr Unterstützung für die Freiwilligen: zum Beispiel durch die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder die Anerkennung von Freiwilligenzeiten als Vorbereitung auf ein Studium oder eine Ausbildung. Wer hier heute kürzt, zahlt morgen drauf!“

Abraham Lehrer, Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST): „Die globalen Krisen der letzten Jahre zeigen: Eine resiliente und krisenfeste Wohlfahrtspflege ist wichtiger denn je. Krisen werden von Populisten als Nährboden missbraucht, die meinen, auf komplexe Fragestellungen einfache Antworten finden zu können. Das damit einhergehende Auseinanderdriften des gesellschaftlichen Zusammenhalts gefährdet die Demokratie. Die Freie Wohlfahrt muss eine verlässliche Anlaufstation für vulnerable Gruppen bleiben. Integration, ehrenamtliches Engagement und digitale Teilhabe sind unabdingbar für gesellschaftlichen Zusammenhalt.“  

Pressefoto ab 18:00 Uhr via ots und unter: https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen

Kontakt: BAGFW, Katrin Goßens, Tel.: 030 24089-121, presse@bag-wohlfahrt.de

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News Presse Wohlfahrts- und Sozialarbeit Wohlfahrt
news-5207 Wed, 18 Oct 2023 11:48:58 +0200 Israel/ Palästinensische Gebiete: DRK - Menschen in Gaza sind auf Schutz und Hilfe angewiesen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/israel-palaestinensische-gebiete-drk-menschen-in-gaza-sind-auf-schutz-und-hilfe-angewiesen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist angesichts der anhaltenden Gewalt in Israel und den Palästinensischen Gebieten sehr besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Situation der Zivilbevölkerung. Die Zerstörung des Al-Ahli-Arab-Krankenhauses am Dienstagabend in Gaza-Stadt ist schockierend und ein weiterer Grund zur Sorge um die humanitäre Lage vor Ort. „Insbesondere vor diesem Hintergrund appellieren wir an alle Beteiligten, das Humanitäre Völkerrecht zu beachten. Die Zivilbevölkerung sowie die zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser sind unter allen Umständen zu schützen und humanitären Helferinnen und Helfern muss der ungehinderte und sichere Zugang zu Verletzten und Menschen, die Schutz suchen gewährt werden“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das aktuelle Ausmaß der durch die Gewalt verursachten humanitären Bedürfnisse erfordert kontinuierliche humanitäre Hilfe. Viele Zivilistinnen und Zivilisten sind auf der Flucht und suchen Schutz, die Wasservorräte neigen sich dem Ende zu, es fehlt an Strom sowie an Lebensmitteln. Im ganzen Gazastreifen gibt es keinen Zugang zu Treibstoff. Gerade alte und erkrankte Menschen haben zudem nicht die Möglichkeit, der Aufforderung durch die israelischen Behörden zu folgen, den nördlichen Teil des Gazastreifens zu verlassen.

Medizinische Teams der DRK-Schwestergesellschaft, des Palästinensischen Roten Halbmondes (PRH), arbeiten seit Tagen ununterbrochen unter schwersten Bedingungen und brauchen dringend Verstärkung. Auch die Krankenhäuser werden nicht mehr lange Patientinnen und Patienten versorgen können, da ihnen die Vorräte ausgehen und der für lebenserhaltende Maßnahmen notwendige Strom fehlt. Wenn nicht mehr Hilfsgüter nach Gaza gebracht werden können, wird es nicht möglich sein, die dringend benötigte humanitäre Hilfe zu leisten. „Es ist wichtig, dass humanitäre Hilfe bei denen ankommt, die sie am dringendsten benötigten. Hier darf allein das Maß der Not zählen”, sagt Reuter. „Wir appellieren daher an alle Seiten, diese Hilfe schnellstmöglich zu ermöglichen, sonst droht eine humanitäre Katastrophe.” Dabei stehen an den Grenzen des Gazastreifens Transporter mit den benötigten Hilfsgütern, wie Medikamenten, Treibstoff, Wasser und Lebensmitteln, bereit, die sofort und bedarfsgerecht zu den Hilfsbedürftigen gelangen könnten. Auch das DRK steht bereit, die Hilfsaktivitäten zu unterstützen.

„Es muss dringend einen humanitären Korridor oder eine Pause der Kämpfe geben“, so Reuter. „Gleichzeitig ist es dringend notwendig, dass die sich im Gazastreifen befindenden Geiseln sofort freigelassen werden.” Das Humanitäre Völkerrecht verbietet ausdrücklich die Geiselnahme. „Wir stehen an der Seite unseres Partners, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das sich dafür einsetzt, dass die Geiseln sofort freigelassen werden”, sagt Reuter. Das IKRK besitzt ein völkerrechtlich normiertes Mandat, um Gespräche mit den Parteien eines bewaffneten Konflikts über die Freilassung der Geiseln zu führen. Die Notlage der Menschen, die als Geiseln gehalten werden, hat dabei oberste Priorität.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Israel/Palästinensische Gebiete
oder unter drk.de/spende

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Katastrophen Israel Palästina News Presse Katastrophe
news-5200 Fri, 13 Oct 2023 18:52:05 +0200 Israel/Palästinensische Gebiete: Evakuierungsbefehl ruft katastrophale humanitäre Folgen hervor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sorge-um-die-aktuelle-lage-in-israel-und-den-palaestinensischen-gebieten-evakuierungsbefehl-ruft-katastrophale-humanitaere-folgen-hervor/ Nichts kann die schrecklichen Angriffe rechtfertigen, denen Israel am vergangenen Wochenende ausgesetzt war. Unser Mitgefühl gilt den Menschen, die Familienangehörige verloren haben oder krank vor Sorge um ihre Angehörigen sind, die als Geiseln genommen wurden. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wiederholt damit seine Forderung nach ihrer sofortigen Freilassung und steht für humanitäre Besuche bereit. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt diese Forderungen ausdrücklich. Aber diese Angriffe können nicht als Rechtfertigung für eine grenzenlose Zerstörung des Gazastreifens dienen. Die handelnden Akteure müssen ihre rechtlichen Verpflichtungen hinsichtlich der Methoden und Mittel der Kriegsführung einhalten. Die Aufforderung der israelischen Behörden an die Zivilbevölkerung von Gaza-Stadt, ihre Häuser sofort zu verlassen, ist in Verbindung mit der vollständigen Belagerung, bei der den Menschen ausdrücklich Nahrung, Wasser und Strom verweigert werden, nicht mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar.

Wenn Militärmächte die Zivilbevölkerung anweisen, ihre Häuser zu verlassen, müssen alle nur erdenklichen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass die Bevölkerung Zugang zu den Grundbedürfnissen wie Nahrung und Wasser hat und dass die Mitglieder einer Familie nicht getrennt werden.

Der Gazastreifen ist ein geschlossenes Gebiet mit begrenzter Größe und begrenzten Ressourcen. Die Menschen können nirgendwo sicher hingehen, und viele, darunter behinderte, ältere und kranke Menschen, werden ihre Häuser nicht verlassen können. Das humanitäre Völkerrecht schützt alle Zivilisten, auch diejenigen, die in einem Kampfgebiet zurückbleiben. Heute können die Menschen im Gazastreifen nicht wissen, welche Gebiete als nächstes angegriffen werden.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist dabei, die lebensrettende Hilfe zu verstärken. Die Teams der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung benötigen jedoch Kampfpausen, um sicher und effektiv arbeiten zu können. Angesichts der militärischen Belagerung können die humanitären Organisationen, darunter auch das IKRK, eine Evakuierung der Menschen im Gazastreifen von einem solchen Ausmaß nicht ausreichend unterstützen. Der Bedarf an Unterstützung ist gewaltig, und die humanitären Organisationen müssen in der Lage sein, ihre Hilfsmaßnahmen zu verstärken.

Das IKRK-Büro in Gaza-Stadt erhielt die gleiche Anweisung zum Verlassen der Gebiete wie andere internationale Organisationen. Das IKRK und das DRK sind in großer Sorge um unsere Kolleginnen und Kollegen in Gaza und ihre Familien. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um den Menschen in Gaza humanitären Schutz und Hilfe zu bieten.

„Unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort, den Opfern und ihren Angehörigen. Die Sicherheit der Zivilbevölkerung ist unsere größte Sorge”, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes. „Als Mitglied der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist es unsere Aufgabe, Hilfe allein nach dem Maß der Not zu leisten. Deshalb appellieren wir an alle handelnden Akteure gleichermaßen, diese Hilfe zu ermöglichen und das humanitäre Völkerrecht zu achten.”

Diese Mitteilung basiert auf einem Statement des IKRK und wurde um die Sichtweise des DRK erweitert. Die Originalmeldung in englischer Sprache finden Sie hier: Israel and the Occupied Territories: Evacuation order of Gaza triggers catastrophic humanitarian consequences | ICRC

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Humanitäres Völkerrecht (HVR) IKRK Nahost Israel Palästina News Presse
news-5184 Thu, 12 Oct 2023 09:01:00 +0200 Tag der Katastrophenvorsorge: DRK fordert Handeln statt Zögern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tag-der-katastrophenvorsorge-drk-fordert-handeln-statt-zoegern/ Erdbeben in Syrien und der Türkei, Hochwasser in Slowenien und Bulgarien, Waldbrände in Kanada und Chile, Zyklone in Bangladesch und Mosambik, Überschwemmungen in Ruanda und Uganda sowie jüngst die Flut in Libyen und die Erdbeben in Marokko und Afghanistan: Weltweit führten unter anderem diese Extremwetterereignisse und Erdbeben im Jahr 2023 zu zahlreichen Katastrophen. „Die vielen Katastrophen zeigen erneut, dass die Zukunft der humanitären Hilfe in der Katastrophenvorsorge und der vorausschauenden Hilfe liegen muss“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter, anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober 2023. Bei Katastrophen werden innerhalb kürzester Zeit oft tausende Menschen getötet, verletzt oder obdachlos. Die Infrastruktur bricht zusammen und die wirtschaftliche Entwicklung leidet noch Jahrzehnte später. Der Klimawandel verschärft die Gefahren noch weiter und die Bedingungen in fragilen und konfliktanfälligen Regionen stellen eine große Herausforderung in der internationalen Katastrophenvorsorge dar.

Durch Katastrophenvorsorge und vorausschauende humanitäre Hilfe versucht das DRK, Menschen vor dem Eintritt einer Katastrophe besser zu schützen. In der vorausschauenden humanitären Hilfe werden Vorhersagen für potenzielle Gefahren (wie Wirbelstürme) als Grundlage genommen, um bereits vor einem Extremwetterereignis finanzielle Mittel bereitzustellen und viel früher zu handeln (sogenannter Forecast-based Financing-Ansatz). Zudem unterstützt das DRK bei der Vorbereitung auf zukünftige Katastrophenfälle unter anderem durch die Einführung von Frühwarnsystemen und die Erarbeitung von Evakuierungsplänen.

Doch im Gegensatz zur steigenden Anzahl von Extremwetterereignissen und damit dem wachsenden Bedarf an vorausschauender humanitärer Hilfe sieht die Bundesregierung 2024 massive Haushaltseinschnitte im Kontext der Katastrophenvorsorge vor. So sollen die planbar verfügbaren Mittel für humanitäre Hilfe um fast eine Milliarde Euro gekürzt werden. Das DRK bemängelt, dass dadurch insbesondere vorausschauende Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen im Fall langandauernder Krisen reduziert werden müssten. „Es ist verantwortungslos, nur mit einer Katastrophe vor Augen zu handeln. Frühzeitig zu investieren, rettet nicht nur Leben, sondern wäre auch dann sinnvoll, wenn man das Ganze rein unter Kostenaspekten betrachten würde“, so Reuter.

Doch nicht nur bei den entsprechenden Budgets für das Ausland setzt die Bundesregierung den Rotschrift an. Dabei hat die Flut im und um das Ahrtal gezeigt, dass auch Deutschland nicht ausreichend auf Katastrophen vorbereitet ist. Das DRK weist darauf hin, dass zum Beispiel zu wenig Geld für den Aufbau, der insgesamt zehn versprochenen mobilen Betreuungsmodule vorgesehen ist. „Katastrophenvorsorge ist ein zentraler Teil des Bevölkerungsschutzes und damit eine Hauptaufgabe der Bundesregierung“, sagt Reuter. Das DRK dringt seit vielen Jahren darauf, dass 0,5 Prozent des Bundeshaushalts in den Bevölkerungsschutz fließen, also statt der geplanten 550 Millionen Euro rund zwei Milliarden Euro.

„Es braucht auch im Bereich der Katastrophenvorsorge eine Zeitenwende. Die verantwortliche Politik muss endlich Schlüsse aus den Erfahrungen und Entwicklungen ziehen – national wie international“, so Christian Reuter.

Terminhinweis: In den kommenden Tagen und Wochen finden als Vor-Events zur Fachtagung Katastrophenvorsorge im April 2024 drei Work-Shops statt, zu denen wir Sie herzlich einladen. Zum Beispiel wird es um die Katastrophenhilfe und -bewältigung in Ausland und Inland gehen. Unter dem folgenden Link finden Sie mehr Informationen sowie die Möglichkeit sich zu registrieren: https://fachtagung-katastrophenvorsorge.de/programm/

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Vorausschauende Humanitäre Hilfe Katastrophenvorsorge News Presse
news-5183 Wed, 11 Oct 2023 13:47:44 +0200 Erdbeben: DRK unterstützt Hilfseinsatz in Afghanistan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-drk-unterstuetzt-hilfseinsatz-in-afghanistan/ Mehrere Erdbeben haben seit dem 7. Oktober den Westen Afghanistans erschüttert. Zuletzt erschütterte am Morgen des 10. Oktobers ein Beben der Stärke 6,3 die Region. Insbesondere die Region um Herat ist stark betroffen. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind massiv, zumal die humanitäre Lage schon zuvor verheerend war. Es wird mit mehreren Tausend Todesopfern gerechnet. Viele Häuser sind zerstört, die Infrastruktur ist beschädigt. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist enorm“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Wir stehen an der Seite der betroffenen Menschen und stimmen Unterstützungsmöglichkeiten fortlaufend mit unserer Schwestergesellschaft vor Ort, dem Afghanischen Roten Halbmond, und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ab.“ Nach Angaben der Behörden wurden durch mehrere Erdbeben in den vergangenen Tagen mindestens 2.400 Menschen getötet. Viele Tausend Menschen wurden verletzt und zahlreiche Häuser zerstört oder beschädigt. Erst in den kommenden Tagen wird sich wegen der vielerorts unzugänglichen Lage ein klareres Bild ergeben.

Der Afghanische Rote Halbmond (ARH) ist seit den ersten Erdbeben im Einsatz. Er hat alle verfügbaren Kapazitäten in der Region Herat und auch aus benachbarten Provinzen mobilisiert, um Soforthilfe für die betroffenen Familien zu leisten. Hierzu gehört neben der medizinischen Versorgung auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und essenziellen Hilfsgütern wie Decken und Hygieneartikeln. Aktuell laufen Erhebungen, um die Schadenslage und ihre mittel- und langfristigen Folgen für die Menschen besser zu überblicken, sodass Hilfsmaßnahmen daran angepasst werden und bedarfsgerecht geleistet werden können.

Das DRK hat in der Vergangenheit immer wieder eng mit dem ARH zusammengearbeitet. Als am 21. Juni 2022 ein schweres Erdbeben den Südosten Afghanistans erschütterte, unterstützte das DRK die Betroffenen mit dringend benötigten Nahrungsmitteln und Hilfsgütern. 

„Nach einer solchen Katastrophe geht es in einem ersten Schritt darum, den Menschen dringend benötigte Soforthilfe zukommen zu lassen. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung werden die Menschen vor Ort auch langfristig Hilfe benötigen“, sagt Reuter. Schließlich treffen die Beben ein Land, das sich schon zuvor in einer angespannten humanitären Lage befand. Fast 29 Millionen Menschen waren bereits vor den Erschütterungen dringend auf Hilfe angewiesen.

„Trotz aller anderen Krisen und Katastrophen, die uns in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt haben, gilt: Wir dürfen und werden die Menschen in Afghanistan nicht vergessen“, so Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen: 

IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Nothilfe Afghanistan 

oder unter drk.de/spende

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Katastrophen Erdbeben Afghanistan News Presse
news-5181 Fri, 06 Oct 2023 11:17:00 +0200 11. Globale Dialogplattform: Der Mensch im Mittelpunkt von vorausschauender humanitärer Hilfe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/11-globale-dialogplattform-der-mensch-im-mittelpunkt-von-vorausschauender-humanitaerer-hilfe/ Wie können mehr Menschen durch vorausschauendes Handeln im Katastrophenrisikomanagement erreicht werden? Dieser und anderen Fragen widmet sich die vom Deutschen Roten Kreuz organisierte 11. Globale Dialogplattform für vorausschauende humanitäre Hilfe vom 10. bis 12. Oktober 2023. Kostenlose Registrierungen zur Online-Teilnahme sind jetzt möglich. Für Pressevertretende steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen vor Ort in Berlin zur Verfügung. In Folge des Klimawandels werden in den kommenden Jahren mehr humanitäre Katastrophen erwartet. Denn sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von Extremwetterereignissen, den bereits heute häufigsten Auslösern von humanitären Katastrophen, werden zunehmen. Dies erhöht auch die Relevanz der vorausschauenden humanitären Hilfe.  

Bei der vorausschauenden humanitären Hilfe geht es darum, Menschen nicht erst nach dem Eintritt einer Katastrophe, wie sie etwa durch Wirbelstürme, Dürren oder Überflutungen entstehen kann, mit Hilfsmitteln und Ressourcen zu unterstützen, sondern bereits vorher, wenn Frühwarnsysteme Alarm schlagen. So können die humanitären Folgen von Katastrophen reduziert und menschliches Leid gelindert werden.

Unter dem Motto „People at the centre: scaling up anticipatory action” werden humanitäre Akteure, Wissenschaftler, Geber und Regierungsmitglieder drei Tage lang in verschiedenen Podiumsdiskussionen und zahlreichen Workshops ihre Ideen und Antworten zur Weiterentwicklung und Verbesserung der vorausschauenden humanitären Hilfe vor dem Hintergrund gewonnener Erfahrungen, neuer technischer Errungenschaften und sich gegenseitig verstärkender Krisen (unter anderem Klimawandel sowie bewaffnete Konflikte) diskutieren.

Ein Höhepunkt wird dabei die Verleihung des „Averted Disaster Award“ am 12. Oktober sein. Mit dem Preis, der 2022 ins Leben gerufen wurde, werden erfolgreiche Katastrophenschutzmaßnahmen ausgezeichnet, die oft – gerade wegen ihres Erfolgs – unbemerkt bleiben. Auf diesem Wege werden diejenigen gewürdigt, die weltweit für die Sicherheit von Gemeinschaften sorgen.

„Die Globale Dialogplattform ist der Ort des Austauschs und Lernens für die vorausschauende humanitäre Hilfe“, sagt Kara Siahaan, Leiterin des Anticipation Hub. „Auch wenn es vielversprechende Entwicklungen gibt, die vorausschauende humanitäre Hilfe auszuweiten, wird der Ansatz noch lange nicht in einem Umfang umgesetzt, der dem Bedarf und den Möglichkeiten entspricht. Wir können und müssen hier mehr tun. Wir sind davon überzeugt, dass die Globale Dialogplattform hierzu einen Beitrag leisten kann.”

Die Globale Dialogplattform ist eine jährlich stattfindende Konferenz für alle Akteure, die an Ansätzen der vorausschauenden humanitären Hilfe arbeiten. Mittlerweile setzen alle wichtigen humanitären Akteure in mehr als 56 Ländern vorausschauende humanitäre Hilfe um. Die Plattform wird unter dem Dach des Anticipation Hub organisiert, der vom Deutschen Roten Kreuz zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, dem Rotkreuz- und Rothalbmond-Klimazentrum mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes betrieben wird. Ziel des Anticipation Hub ist es, vorausschauende Ansätze in der humanitären Hilfe weltweit zu etablieren, um Auswirkungen von Katastrophen zu minimieren. Seit dem offiziellen Start in 2020 konnten mehr als 116 Partner aus 40 Ländern gewonnen werden – darunter Forschungsinstitute, Nichtregierungsorganisationen, UN-Agenturen und Regierungen.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit der Registrierung zur Online-Teilnahme an der 11. Globalen Dialogplattform finden Sie unter: https://events.anticipation-hub.org/global-dialogue-platform-2023/ 

Pressevertretende können sich für die Präsenz-Teilnahme an der Veranstaltung im Humboldt Carré in Berlin an presse@drk.de wenden. Die begrenzte Anzahl an Plätzen wird nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

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Katastrophenvorsorge News Presse
news-5172 Sun, 01 Oct 2023 08:55:00 +0200 Bundeskonferenz des Deutschen Jugendrotkreuzes: Gesellschaft zeigt ihre Stärke im Miteinander https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bundeskonferenz-des-deutschen-jugendrotkreuzes-gesellschaft-zeigt-ihre-staerke-im-miteinander/ Vom 29.09. bis 01.10.2023 führt das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), der eigenverantwortliche Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), seine jährliche Bundeskonferenz durch. In diesem Jahr kommt das ehrenamtliche Aufsichts- und Beschlussgremium mit circa 100 Delegierten aus dem ganzen Bundesgebiet in Essen zusammen. Im Fokus der Bundeskonferenz 2023 stehen die Themen Ehrenamt und Schule sowie die Kampagne für Jugendbeteiligung und Kinderrechte „LAUTSTARK“. „Gesellschaft zeigt ihre Stärke im Miteinander, junge Menschen wollen und können sich einbringen. Es gilt, sie für gesellschaftliches Engagement zu begeistern und in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen,“ sagt der ehrenamtliche Bundesleiter des Deutschen Jugendrotkreuzes, Marcel Bösel. Dies könne nach Meinung des Kinder- und Jugendverbands jedoch nur gelingen, wenn die Gesellschaft es zulasse, fördere und unterstütze.

Schulen und insbesondere Ganztagsschulen bieten laut JRK großartige Möglichkeiten der Verzahnung unterschiedlichster Bildungs- und Engagementangebote. Zudem böten sich hier neue, vielversprechende Ansätze für ein zukunftsfähiges, umfassendes Verständnis von Bildung. Gleichzeitig diskutierten die Delegierten darüber, dass das Konzept der Ganztagsschule jedoch auch viel Zeit in Anspruch nimmt. Oft fehle Kindern und Jugendlichen dadurch in ihrem Alltag Zeit für außerschulische Freizeitaktivitäten wie etwa ehrenamtliches Engagement.

Auf der Versammlung wurde die zentrale Bedeutung hervorgehoben, die ehrenamtliches Engagement für eine Gesellschaft des Miteinanders und des Hinsehens hat. Der freiwillige Einsatz für die Gesellschaft sei jedoch nicht als selbstverständlich anzusehen. Die Anerkennung, die Förderung und die Unterstützung von Engagement sind laut JRK zentrale Schwerpunkte, damit junge Menschen sich auch weiterhin ehrenamtlich in die Gesellschaft einbringen können und wollen. „Ehrenamt muss attraktiver werden: Wir setzen uns dafür ein, dass Ehrenamt Spaß macht und wertgeschätzt wird. Im JRK sammeln junge Menschen positive Erfahrungen und lernen, dass sie in einer Gesellschaft leben, die sie aktiv mitgestalten können,“ sagt Marcel Bösel.

Das Deutsche Jugendrotkreuz bringt sich seit Jahren bundesweit mit attraktiven und vielfältigen Bildungs- und Freizeitangeboten am Lern- und Lebensort Schule ein und baut sein Engagement zugunsten junger Menschen stetig aus. Am heutigen Sonntag wird die JRK-Bundeskonferenz mit weiteren Themen, die das Ehrenamt betreffen, fortgeführt.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz (m.wuerdig@drk.de, 030/85404-123).

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Jugendrotkreuz News Presse Jugendliche
news-5170 Thu, 28 Sep 2023 09:24:27 +0200 Erdbeben in Marokko: DRK weitet Hilfe für Erdbebenbetroffene aus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-in-marokko-drk-weitet-hilfe-fuer-erdbebenbetroffene-aus/ Auch rund zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben fordert die Situation vor Ort die betroffenen Menschen und die Helfenden in extremer Weise. „Wir stehen fest an der Seite unserer Schwestergesellschaft, dem Marokkanischen Roten Halbmond, und unterstützen sie dabei, den Menschen nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Aktuell steht die lokale Beschaffung dringend benötigter Hilfsgüter im Fokus. Dabei dürfen wir mit Blick auf den nahenden Winter keine Zeit verlieren." Zelte, Bodenmatten, Decken, Erste-Hilfe- und Hygiene-Kits, Schutzausrüstung für die Helfenden, Küchensets – die Liste der benötigten Hilfsgüter ist lang und reicht bis zu Einsatzfahrzeugen und technischem Equipment. Der Marokkanische Rote Halbmond hat direkt nach dem Erdbeben Hunderte von freiwilligen Einsatzkräfte in die Erdbebenregion entsendet, um die dringendsten humanitären Bedarfe zu ermitteln und Soforthilfe zu leisten. Nachdem die Schwestergesellschaft erste Konvois mit Hilfsgütern aus eigenem Bestand erfolgreich in die betroffenen Gebiete gebracht hat, geht es nun darum, für Nachschub zu sorgen und die weitere Versorgung durch die lokale Beschaffung von Hilfsgütern sicherzustellen.

Die Vorbereitungen dafür werden mit Hochdruck vorangetrieben, sodass die Hilfen in Kürze an die Zweigstelle der Schwestergesellschaft in Marrakesch übergeben und von dort in die betroffenen Gebiete verteilt werden können. Zudem entsandte das DRK zusätzliche Mitarbeitende, Expertinnen und Experten für Soforthilfe, Logistik und Beschaffung, nach Marokko. Diese unterstützen die Schwestergesellschaft vom DRK-Landesbüro in Rabat sowie von der Zweigstelle des Marokkanischen Roten Halbmondes in Marrakesch aus bei der Koordination der Hilfe und bei der lokalen Beschaffung der Hilfsgüter.

Nach Plänen des DRK soll die aktuelle Soforthilfe während des Winters in eine längerfristige Programmunterstützung in den Bereichen gemeindebasierte Katastrophenvorsorge und gemeindebasierte Gesundheit und Erste Hilfe umgewandelt werden. Aktuell geht es zunächst darum, die Materiallager und logistische Infrastruktur des Marokkanischen Roten Halbmonds auszubauen und aufzufüllen.

„Wir werden gemeinsam mit unserem Partner vor Ort die Menschen auch weiterhin unterstützen und diese Hilfe genau an den Bedürfnissen ausrichten“, so Christian Reuter. „Dafür schaffen wir gerade die entsprechenden Voraussetzungen.“

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Marokko
oder unter drk.de/spende

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Katastrophen Marokko News Presse
news-5168 Mon, 25 Sep 2023 09:59:39 +0200 Nachruf: DRK trauert um Ehrenmitglied Gabriele Hahne https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nachruf-drk-trauert-um-ehrenmitglied-gabriele-hahne/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trauert um sein Ehrenmitglied Gabriele Hahne, die am 13. September im Alter von 91 Jahren in Essen gestorben ist. „Gabriele Hahne hat sich von frühester Jugend an im DRK engagiert und die Entwicklung des DRK nicht zuletzt als Mitglied des Präsidiums aktiv begleitet und geprägt. Für ihren langjährigen Einsatz sind wir außerordentlich dankbar“, erklärt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das Leben von Gabriele Hahne ist eng mit dem Deutschen Roten Kreuz verwoben. 1931 in Wuppertal geboren, trat sie 1954 als ehrenamtliches, aktives Mitglied in den dortigen DRK-Kreisverband ein. Es folgten viele Jahrzehnte, in denen sie verschiedene Positionen und Funktionen innerhalb des DRK einnahm und vor allem im Bereich der Sozialarbeit tätig war – zunächst auf Kreisverbands-, dann auf Landesverbands- und schließlich auch auf Bundesebene. Gabriele Hahne war von 1989 bis 1994 Mitglied des DRK-Präsidiums. In diese Zeit fällt unter anderem die Beteiligung am Einsatz für Flüchtlinge auf sechs Rheinschiffen in Düsseldorf im Herbst 1989. Bereits zuvor hat sie die Entwicklung und die Arbeit des DRK maßgeblich geprägt. So etwa als Mitglied der Enquetè-Kommission des DRK ab 1987.

Für ihr umfassendes Engagement wurde Gabriele Hahne gleich mehrfach ausgezeichnet. 1980 erhielt sie das DRK-Ehrenzeichen, 1983 das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie die Ehrennadel des Johanniterordens. Seit 2005 war sie Ehrenmitglied des DRK. „Frau Hahne war dem DRK sehr eng verbunden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Es sind Menschen wie sie, die die Grundprinzipien des Roten Kreuzes – allen voran das der Menschlichkeit – mit Leben füllen.“

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News Presse
news-5167 Fri, 22 Sep 2023 09:28:00 +0200 Flutkatastrophe: DRK bringt Hilfsgüter per Flugzeug nach Libyen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/flutkatastrophe-drk-bringt-hilfsgueter-per-flugzeug-nach-libyen/ Nach der schweren Flutkatastrophe in Libyen am 10. September hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) heute erste humanitäre Hilfsgüter per Flugzeug vom Flughafen Leipzig/Halle auf den Weg gebracht. „Die Not der Menschen ist groß, es besteht ein enormer Bedarf an humanitärer Hilfe. Viele Häuser sind zerstört, die Infrastruktur ist massiv beschädigt“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. „Mit dem Hilfsflug unterstützen wir die Aktivitäten unserer Schwestergesellschaft, dem Libyschen Roten Halbmond.“ Der DRK-Hilfstransport per Flugzeug vom Typ 767 umfasst 1000 Eimer, 4 Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 23 Trinkwassertanks, 10 Trinkwasserpumpen, 1 Wasserlabor und 1 Generator. Die rund 13 Tonnen Hilfsgüter wurden heute in Leipzig verladen und werden am Nachmittag nach Bengasi gebracht.

Ein Sturmtief hat im Nordosten Libyens zu schweren Überflutungen geführt. Vor allem die Stadt Darna ist verwüstet. Dort brachen zwei Dämme und die darauffolgende Flutwelle hat ganze Stadtviertel fortgerissen. In einigen Gebieten erreichten die Fluten eine Höhe von bis zu sieben Metern. Kommunikations- und Elektrizitätsleitungen sind in Darna weitgehend unterbrochen, das örtliche Krankenhaus wurde schwer beschädigt. Auch in weiteren Teilen des Landes wurde die Infrastruktur schwer beschädigt, Straßen wurden überflutet und blockiert. Libyen hat jahrelang unter einem anhaltenden Konflikt gelitten und erlebt nun eine Katastrophe großen Ausmaßes. Sie fügt der verschärften Krise in dem nordafrikanischen Land eine weitere komplexe Ebene hinzu.

Die Schwestergesellschaft des DRK, der Libysche Rote Halbmond (LRH), ist von den ersten Stunden an im Einsatz, evakuiert Menschen und leistet Erste Hilfe. Auf Grundlage einer bereits langjährigen Zusammenarbeit befindet sich das DRK in enger Abstimmung mit dem LRH, um genau zu erfassen, welche Hilfe in welchem Umfang am dringendsten benötigt wird.Dringende Bedarfe bestehen aktuell unter anderem aus Zugang zu sauberem Wasser, angemessenen sanitären Einrichtungen und Hygieneförderung“, so Reuter. „Ein Schwerpunkt der Unterstützung des DRK wird daher im Bereich WASH liegen, also Wasser, Sanitär und Hygiene umfassen. Die Versorgung mit Trinkwasser und der Schutz vor verunreinigtem Wasser ist von immenser Bedeutung, um Krankheiten vorzubeugen und das Wohlbefinden der Betroffenen zu gewährleisten.“

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Überschwemmungen Libyen

oder unter drk.de/spende

 

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Katastrophen Libyen News Presse Flutkatastrophe
news-5166 Wed, 20 Sep 2023 09:20:02 +0200 Flutkatastrophe: DRK-Hilfstransport startet nach Libyen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/flutkatastrophe-drk-hilfstransport-startet-nach-libyen/ Heftige Unwetter in Libyen führten im Osten des Landes zu starken Überschwemmungen. Die vom langwierigen Konflikt betroffene Region kämpft durch die schwersten Regenfälle seit 40 Jahren mit gewaltigen Zerstörungen. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind massiv. Es bestehen unter anderem dringende Bedarfe nach Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygieneförderung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird am 22. September einen Hilfstransport per Flugzeug nach Libyen auf den Weg bringen. Die Verladung von Gütern wie Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Trinkwassertanks und -pumpen findet am Flughafen Leipzig/Halle statt. Medien sind zu dem Termin herzlich eingeladen. Update vom Abend des 21.09.2023: Der Pressetermin startet entgegen der ursprünglichen Planung mit der Anmeldung um 9:00 Uhr (nicht bereits um 7:30 Uhr). Die Verladung beginnt um 9:30 Uhr.

Ort:
Flughafen Leipzig/Halle, Tor 71, Hans-Wittwer-Straße 4, 04435 Schkeuditz

Termin:
Freitag, 22.09.2023, Anmeldung 09.00 Uhr, Start der Verladung 09.30 Uhr (Flughafen Leipzig/Halle)

Für O-Töne steht zur Verfügung:
Linda Zimmermann, Sachgebietsleitung MENA beim Deutschen Roten Kreuz

Ansprechpartnerin vor Ort:
Lynn Kühl, Referentin Kommunikation (0157 58730729)

Wir bitten um eine Voranmeldung bis Donnerstag, 21.09.2023, 20.00 Uhr per E-Mail an presse(at)drk(dot)de Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie Informationen zum Treffpunkt.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Überschwemmungen Libyen
oder unter drk.de/spende

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Katastrophen Libyen News Presse Flutkatastrophe Katastrophe
news-5165 Fri, 15 Sep 2023 08:47:50 +0200 Erdbeben in Marokko: Rotes Kreuz intensiviert Hilfe vor Ort https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-in-marokko-rotes-kreuz-intensiviert-hilfe-vor-ort/ Rund eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Marokko erreicht die dringend benötigte Hilfe immer mehr entlegene Gebiete, doch die Bedingungen sind weiterhin schwierig. „Die Menschen vor Ort brauchen dringend humanitäre Hilfe”, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Schwesterngesellschaft vor Ort bestmöglich dabei zu unterstützen, den Menschen nach dem Maß der Not zu helfen”. Bereits seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben am Abend des 8. Septembers 2023 arbeiten die Teams unserer Schwestergesellschaft, dem Marokkanischen Roten Halbmond (MRH), mit den Behörden vor Ort bei der Bewältigung der Katastrophe zusammen. Sie unterstützen Such- und Rettungsaktionen, leisten Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung, helfen beim Transport von Verletzten in Krankenhäuser und bei der Evakuierung von Menschen aus beschädigten Gebäuden und stellen Nahrungsmittel und Wasser bereit. Das DRK unterstützt den MRH in einer großen Welle der Solidarität in seinen Bemühungen, den von der Katastrophe betroffenen Menschen gemäß ihrer Bedarfe zur Seite zu stehen.

Das DRK wird ergänzend zu den weiterhin geplanten Hilfsgüterlieferungen die laufenden Hilfsmaßnahmen der marokkanischen Schwestergesellschaft fortlaufend unterstützen und ausbauen. In einem nächsten Schritt wird es darauf ankommen, die Materiallager und logistische Infrastruktur des MRH auszubauen und zu befüllen, da die Vorräte aufgrund des hohen Bedarfs an Zelten, Decken und anderen Materialien nicht ausreichend sind. Ziel ist es hier lokale Anbieter zu berücksichtigen und miteinzubeziehen, dennoch wird der Bedarf, bestimmte Hilfsgüter ins Land zu bringen, hoch bleiben.

Auf Bitten der Schwestergesellschaft unterstützt das DRK bei der Koordination der Hilfeleistungen. Deshalb hat das DRK neben einem bereits vor der Katastrophe im Land tätigen Mitarbeiter weitere Soforthilfeexperten – unter anderem für Logistik - nach Marokko entsandt. Diese werden den MRH in der akuten Lage, aber auch perspektivisch unterstützen, da der humanitäre Bedarf in der Erdbebenregion auch langfristig hoch bleiben wird.

„Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit unseren Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung den Menschen in Not zu helfen. Dafür werden wir uns weiter einsetzen”, sagt Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Marokko
oder unter drk.de/spende

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Katastrophen Marokko News Presse Katastrophe
news-5163 Wed, 13 Sep 2023 09:27:00 +0200 MBE-Aktionstag: Erfolgsmodell Migrationsberatung in Gefahr https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/mbe-aktionstag-erfolgsmodell-migrationsberatung-in-gefahr/ Seit seiner Einführung hat das Bundesprogramm "Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer" (MBE) unzähligen Menschen geholfen, sich in Deutschland zu integrieren. Unter anderem finden durch die gezielte Förderung von Bildung und beruflicher Qualifikation viele Zugewanderte erfolgreich den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt. Anlässlich des bundesweiten MBE-Aktionstages am 13. September 2023 sagt die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Gerda Hasselfeldt: „Migrationsberatung ist ein entscheidender Schlüssel zur Integration in Deutschland. Die geplanten Kürzungen in Höhe von 30 Prozent gefährden die Teilhabe vieler Menschen und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt." Durch individuelle Beratung, die Begleitung während der Sprach- und Integrationskurse und soziale Unterstützungsangebote trägt das MBE-Programm dazu bei, die Lebensqualität von Migrantinnen und Migranten erheblich zu verbessern. Es erhöht die Teilhabe von Geflüchteten an Gesellschaft sowie Arbeitsmarkt und stärkt damit auch den Zusammenhalt unseres Landes. Die MBE sind in einigen Bundesländern das einzige Beratungsangebot vor Ort. Bundesweit gibt es derzeit rund 1430 Beratungseinrichtungen. 2022 wurden dort 315.000 Beratungsfälle gezählt.

Im Haushaltsplan für das Jahr 2024 sieht die Bundesregierung nun vor, die Förderung der MBE um 30 Prozent zu reduzieren – und das trotz Zuwanderungszahlen auf Rekordniveau. „Die Folgen für die Integration von Zugewanderten und der Gesellschaft als Ganzes wären gravierend. Die Kürzungen würden schwerwiegende soziale und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen“, so Hasselfeldt.

Das DRK fordert die Beratungsangebote auszubauen, anstatt sie zu kürzen und gut ausgebildete Beratungsfachkräfte ziehen zu lassen. Erhöhte Beratungsaufkommen könnten in Zukunft so nicht mehr durch kurzfristige „Finanzspritzen“ des Bundes in Form von unterjährigen Mittelerhöhungen abgefedert werden. Aufgrund des Arbeitskräftemangels insgesamt werde das entsprechend ausgebildete Personal nicht mehr zu finden sein.

„Die Integration von Zugewanderten ist nicht nur eine humanitäre Verpflichtung, sondern sollte auch im Eigeninteresse der Bundesregierung liegen. Kurzfristige Sparmaßnahmen werden langfristig zu höheren sozialen Folgekosten führen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

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Migration, Integration & Teilhabe Migration News Presse
news-5164 Wed, 13 Sep 2023 09:03:39 +0200 Erdbeben Marokko: Erster DRK-Hilfstransport startet in die betroffene Region https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-marokko-erster-drk-hilfstransport-startet-in-die-betroffene-region/ Update vom Spätabend 13.09.2023:

Auf Anfrage seiner Schwestergesellschaft, dem Marokkanischen Roten Halbmond, bereitete das Deutsche Rote Kreuz einen Hilfsflug vor, der am 14.09. vom Flughafen Leipzig starten sollte. 
Aus Gründen, auf die wir und auch unsere Partner der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung keinen Einfluss haben, wurden kurzfristig neue Regularien und Vorschriften bekanntgegeben, die den Start des Flugzeugs am morgigen Tag unmöglich machen. 

Wir bedauern diese Entwicklungen zutiefst, denn die Menschen vor Ort brauchen nach den schweren Erdbeben dringend Hilfe. Die Lieferung von humanitären Gütern in Absprache mit unserem Partner vor Ort ist für die humanitäre Mission unserer Bewegung und die Menschen vor Ort unerlässlich. Wir arbeiten daher mit Hochdruck daran, die kurzfristig entstandene Verzögerung zu beseitigen. Es ist wichtig, dass in Zeiten wie diesen Hilfe allein nach dem Maß der Not geleistet wird und humanitäre Arbeit von allen Seiten unterstützt wird. 

Wir bedauern daher, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir auch die geplante Presseveranstaltung (siehe unten) kurzfristig absagen müssen.

Ursprüngliche Mitteilung vom 13.09.2023:

Nach dem schweren Erdbeben in Marokko am 8. September ist die Lage weiter unübersichtlich und dynamisch. In den am schwersten betroffenen Gebieten im Südwesten des Landes kamen tausende Menschen ums Leben, weitere Tausende wurden verletzt, Infrastruktur und zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Die Zahl der Opfer und das genaue Ausmaß der Schäden wird erst in den kommenden Tagen zu ermessen sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird am 14. September einen ersten Hilfstransport per Flugzeug nach Marokko auf den Weg bringen. Die Verladung der Güter findet am Flughafen Leipzig/Halle statt. Medien sind zu dem Termin herzlich eingeladen. 

Ort:

Flughafen Leipzig/Halle, Tor71, Hans-Wittwer-Straße 4, 04435 Schkeuditz

Termin:

Donnerstag, 14.09.2023, Anmeldung 08.00 Uhr, Start der Verladung 08.45 Uhr (Flughafen Leipzig/Halle)

Für O-Töne steht zur Verfügung:

Linda Zimmermann, Sachgebietsleitung MENA beim Deutschen Roten Kreuz

Ansprechpartnerin vor Ort:

Lynn Kühl, Referentin Kommunikation (0157 58730729)

Wir bitten um eine Voranmeldung bis Mittwoch, 13.09.2023, 20.00 Uhr per E-Mail an presse(at)drk(dot)de. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie Informationen zum Treffpunkt.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Erdbeben Marokko

oder unter drk.de/spende

Weitere Infomationen

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Kommunikation Katastrophen Erdbeben Naher Osten & Nordafrika Marokko News Presse Katastrophe
news-5162 Sat, 09 Sep 2023 10:59:28 +0200 Erdbeben in Marokko https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-marokko/ In der Nacht zum 9. September wurde Marokko von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben der Stärke 6.8 hat dramatische Auswirkungen für die Menschen im Südwesten des Landes und in dicht besiedelten Städten wie Marrakesch und Agadir. „Wir verfolgen die Ereignisse in Marokko mit großer Bestürzung und sind in Gedanken bei den Betroffenen. Derzeit ist die Lage noch sehr unübersichtlich. Fest steht aber, die Menschen in den Katastrophenregionen brauchen nun dringend humanitäre Hilfe“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die Katastrophe forderte bereits hunderte Menschenleben und tausende Verletzte, mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen wird gerechnet. „Das Deutsche Rote Kreuz – als langjähriger Partner des Marokkanischen Roten Halbmonds (MRH) -stimmt mögliche Hilfsmaßnahmen aktuell unter Hochdruck gemeinsam mit unseren Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung vor Ort ab, um die bereits angelaufenen Soforthilfemaßnahmen so zielgerichtet wie möglich zu unterstützen,“ so Reuter.

Helferinnen und Helfer des MRH waren bereits unmittelbar kurz nach dem Beben in den jeweiligen Gebieten aktiv, um die betroffenen Menschen zu versorgen.

Den MRH und das DRK verbindet bereits seit Jahren eine enge Zusammenarbeit. Die Kooperation umfasst vor allem Projekte im Bereich der Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Marokko

oder unter drk.de/spende

Weitere Informationen

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Kommunikation Katastrophen Naher Osten & Nordafrika Marokko Presse
news-5161 Fri, 08 Sep 2023 09:07:43 +0200 Welt-Erste-Hilfe-Tag: Wenn es darauf ankommt - wissen, wie es geht https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/welt-erste-hilfe-tag-wenn-es-darauf-ankommt-wissen-wie-es-geht/ Erste Hilfe kann im Notfall Leben retten. Das ist bekannt. Doch mal Hand aufs Herz, wie lange liegt der letzte Kurs zurück und wie ist es um das eigene notwendige Wissen und die Fähigkeiten bestellt, im Ernstfall auch richtig zu reagieren? Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 9. September ruft Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), dazu auf, das eigene Wissen auf den Prüfstand zu stellen – und zu handeln: „Das DRK bietet eine Vielzahl von Kursen, die helfen, das notwendige Wissen zu erwerben oder aufzufrischen. Wenn es darauf ankommt, darf man keine kostbare Zeit verlieren.“ „Im Ernstfall muss jeder Handgriff aus dem FF erfolgen“, sagt der DRK-Bundesarzt, Univ.- Prof. Bernd Böttiger. „Zu zögerliches Handeln oder gar das Warten auf die Einsatzkräfte kann fatale Folgen für die Betroffenen haben.“ Der Mediziner ist überzeugt: „Alle Menschen können im Ernstfall helfen – sie müssen nur wissen, wie.“ Als ein Beispiel nennt er den plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand. Der plötzliche Herztod ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Täglich sterben hierzulande rund 200 Menschen daran. „Da beim plötzlichen Herz- und Kreislaufstillstand bereits nach wenigen Minuten irreversible Schäden auftreten können, ist es für Laien besonders wichtig, die Symptome zu erkennen und schnell zu handeln“, so der DRK-Bundesarzt. Er verweist auf die Leitformel für die Reanimation: Prüfen. Rufen. Drücken. 

Prüfen: Keine Reaktion? Keine oder keine normale Atmung? Rufen: Den Notruf 112 wählen. Drücken: Herzdruckmassage. Fest und schnell 5 bis 6 Zentimeter tief in der Mitte des Brustkorbs 100- bis 120-mal pro Minute drücken. Nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Die relativ einfache Formel können auch schon Kinder umsetzen“, sagt Professor Böttiger. Das DRK setzt sich daher bereits seit Jahren dafür ein, dass bereits Schülerinnen und Schüler mit den wichtigsten Maßnahmen vertraut gemacht werden. „Erste Hilfe und Wiederbelebung muss schon in der Schule zum Thema gemacht werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Sie fordert, dass spätestens ab der 7. Klasse jährlich zwei Unterrichtsstunden in Wiederbelebung gesetzlich verpflichtend eingeführt werden. 

#wennsdraufankommt – unter diesem Hashtag informiert das DRK rund um den Welt-Erste-Hilfe-Tag auf seinen Social-Media-Kanälen unter anderem über seine Kursangebote zum Thema. Weitere Informationen zur Ersten Hilfe gibt es zudem unter www.drk.de und unter www.drk.de/newsroom/welterstehilfetag/ 

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Kurse Erste Hilfe Erste Hilfe/Rettung News Presse
news-5160 Thu, 07 Sep 2023 13:39:00 +0200 Reform: Notfallversorgung muss ganzheitlich gedacht werden https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/reform-der-notfallversorgung-notfallversorgung-muss-ganzheitlich-gedacht-werden/ Volle Notaufnahmen, Personalmangel, steigende Einsatzzahlen und in der Folge lange Warte- und Transportzeiten – eine Reform der Notfallversorgung soll Abhilfe schaffen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt die bereits im Koalitionsvertrag angelegte Initiative. Gleichzeitig gibt es Bedenken, was die Ganzheitlichkeit der Reform angeht. „Es ist dringend notwendig, die drei Säulen der Notfallversorgung besser zu verzahnen. Der Rettungsdienst sollte als Teil der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr beibehalten sowie die Einsatzmöglichkeiten der Leitstellen erhöht werden,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Der Ruf nach einer Neuordnung der Notfallversorgung ist in den letzten Jahren immer lauter geworden. Durch die geplante Reform soll eine schnellere und effektivere Versorgung von Patientinnen und Patienten in medizinischen Notfällen ermöglicht werden. Damit die Reform ein Erfolg wird, braucht es aus Sicht des DRKs einen ganzheitlichen Ansatz, der die Patienten in den Mittelpunkt stellt und verschiedene Bereiche gemeinsam betrachtet.

„Die Initiative zur Notfallversorgung sollte die Krankenhausreform stärker mitdenken“, so Hasselfeldt. „Die Notaufnahmen der Kliniken bilden die zentrale Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Etwa 21 Millionen Menschen nehmen jährlich die medizinische Versorgung in einer Notaufnahme in Deutschland in Anspruch, davon sind rund die Hälfte ambulante Fälle.“

Das DRK fordert darüber hinaus, dass der Rettungsdienst im gleichen Umfang wie bisher Aufgabe der Länder bleibt. Er ist über die medizinische Versorgung von Notfallpatienten hinaus Bestandteil der Gefahrenabwehr und das Bindeglied zum Katastrophenschutz. Dieser Aspekt entspricht auch der europarechtlichen Einordnung des deutschen Rettungsdienstes. Die regionalen Versorgungsbedarfe sind auf Länderebene besser bekannt als auf Bundesebene, was eine flexiblere und schnellere Anpassung ermöglicht.

Mit Blick auf steigende Einsatzzahlen fordert das DRK außerdem die Einführung eines “Vorbeugenden Rettungsdienstes”. So könnten beispielsweise Gemeindenotfallsanitäter im Zusammenspiel mit Pflegediensten und dem Einsatz von Telemedizin akuten Notfällen präventiv entgegenwirken. Zudem sei es wichtig, die Integrierten Leitstellen weiterzuentwickeln, so dass sie eine Steuerungsfunktion in der außerklinischen Notfallversorgung wahrnehmen können. Dies ist nach Auffassung des DRK zwingend erforderlich, um mehr Patientinnen und Patienten in die für sie richtige Versorgungsstruktur zu lotsen.

„Eine bedarfsgerechte und krisenfeste Notfallversorgung ist ein Grundstein unseres nationalen Sicherheits- und Hilfeleistungssystems. Die Fallzahlen in Notaufnahmen und im Rettungsdienst steigen stetig. Dies allein durch eine Fehlsteuerung der Patienten zu erklären, greift zu kurz. Es bedarf einer umfassenden Optimierung der Versorgung und angepasster Strukturen. Nur so können wir verhindern, dass Patientinnen und Patienten in Notlagen alleingelassen werden“, sagt Hasselfeldt.

Weitere Informationen zum DRK-Rettungsdienst finden Sie hier.

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Rettungsdienst Rettungswesen News Presse
news-5156 Tue, 29 Aug 2023 10:26:00 +0200 Empfehlung der Pflegekommission: Erhöhung der Mindestlöhne in der Pflege beschlossen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/empfehlung-der-pflegekommission-erhoehung-der-mindestloehne-in-der-pflege-beschlossen/ Die Pflegekommission hat sich einstimmig auf eine Empfehlung zur Erhöhung der Mindestlöhne in der Pflege geeinigt. Die Bundesregierung muss diese nun im Wege einer Rechtsverordnung formal bestätigen. „Wir haben uns aus gesamtgesellschaftlicher Verantwortung, aus Wertschätzung für die Beschäftigten in der Pflege und in Anerkennung dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe auf einen deutlichen Anstieg der Mindestlöhne in der Pflege verständigt“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Diese Einigung ist richtig, verschärft jedoch die finanziellen Herausforderungen und Probleme in der Pflege massiv. Hier braucht es eine nachhaltige Regelung, die nicht wie bisher einseitig zu Lasten der Pflegebedürftigen und Einrichtungen geht. Der Gesetzgeber ist hier gefordert, wirksame und sozial ausgewogene Lösungen insbesondere für die Pflegebedürftigen und Einrichtungen festzulegen.“ Die Pflege in Deutschland befindet sich seit Jahren in einer strukturellen Krise und immer mehr Einrichtungen sind bundesweit und trägerübegreifend von Schließungen bedroht. Gründe dafür sind unter anderem der zunehmende Fachkräftemangel und der daraus resultierende Personalnotstand, aber auch eine chronische Unterfinanzierung der Einrichtungen. „Die ohne Zweifel notwendige Erhöhung der Mindestlöhne verschärft diese mittlerweile existenzielle Krise in der Pflege weiter“, sagt Reuter.

Die Einigung sieht vor, dass es zu einer stufenweisen Anhebung der Mindestlöhne bis zum 1. Juli 2025 um insgesamt 12,33% bis 13,78% - je nach Ausbildungsstand kommt. Bereits zum 1. Dezember 2023 wird es zu den bereits vereinbarten Erhöhungen bei Ungelernten auf 14,15 Euro, bei Pflegekräften mit einjähriger Ausbildung auf 15,25 Euro und bei dreijähriger Ausbildung auf 18,25 Euro pro Stunde kommen. Am 1. Mai 2024 soll eine erneute Steigerung um 6,85% bis 9,54% - je nach Ausbildungsgrad folgen. Ein Vorteil dieses Modells ist die lange Laufzeit von insgesamt 29 Monaten, die den Einrichtungen langfristige Planungssicherung gibt.  

„Das große Fragezeichen bleibt jedoch bestehen, denn zum derzeitigen Stand ist unklar, wie die Steigerungen finanziert werden sollen“, sagt Christian Reuter. „Kostensteigerungen gehen derzeit in hohem Maße zu Lasten der Pflegebedürftigen, die immer höhere Eigenanteile stemmen müssen. Auf der anderen Seite müssen die Einrichtungen und Träger immer höhere Kosten vorfinanzieren oder bleiben sogar auf nicht refinanzierten Kostensteigerungen sitzen. Die Bundesregierung ist hier in der Verantwortung die finanzielle Grundlage dafür zu schaffen, dass die Mindestlohnerhöhung sozialverträglich umgesetzt werden kann.“

Das DRK fordert deshalb seit längerem eine Systemumkehr in der Pflegeversicherung und eine Deckelung der Eigenanteile der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. „Die aktuell geplanten und bereits durchgeführten Reformen sind absolut unzureichend und wenn wir nicht aufpassen, fahren wir die Pflege gesamtgesellschaftlich gegen die Wand“, sagt Reuter.  

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Hilfe in Deutschland Politik Senioren Pflege & Betreuung Alter/Senioren News Presse
news-5155 Tue, 29 Aug 2023 09:00:00 +0200 Internationaler Tag der Vermissten: DRK-Suchdienst stark nachgefragt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationaler-tag-der-vermissten-drk-suchdienst-stark-nachgefragt/ Jedes Jahr verschwinden weltweit unzählige Menschen spurlos. Anlässlich des Internationalen Tags der Vermissten am 30. August erinnert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an sie und ihre Angehörigen. Bereits seit über 150 Jahren hilft das Rote Kreuz bei der weltweiten Suche nach Vermissten. „Wir versuchen, Antworten zu finden für Menschen, an denen jeden Tag die Ungewissheit zerrt. Das DRK sorgt in vielen Fällen für Aufklärung – sei es beispielsweise über die Schicksale von Geflüchteten oder der Vermissten des Zweiten Weltkriegs“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Auch für Angehörige, die teilweise über Jahre verzweifelt versuchen, nach ihrer Trennung auf der Flucht wieder als Familie vereint zusammenzuleben, ist der DRK-Suchdienst mit seiner Beratung zur Familienzusammenführung ein Anker. Um für Aufklärung der Schicksale zu sorgen, arbeitet der DRK-Suchdienst eng mit den Suchdiensten der anderen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften zusammen. Als Teil des internationalen Suchdienst-Netzwerks kann das DRK weltweit Informationen zum Aufenthaltsort gesuchter Angehöriger erlangen und getrennte Familienmitglieder wieder miteinander in Kontakt bringen. Nach der erfolgreichen Suche hilft der DRK-Suchdienst auch bei der Familienzusammenführung, im Jahr 2022 mit 19.692 Beratungen zu Fragen des Familiennachzugs bundesweit.

Circa 670 Anfragen wurden hinsichtlich aktueller Vermisstenfälle im ersten Halbjahr 2023 gestellt. In der Regel geht es in diesen Fällen um Schutzsuchende, vorwiegend aus Afghanistan, Ukraine, Syrien, Irak, Iran und Eritrea, die auf der Flucht den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben.

Doch der DRK-Suchdienst, der seit 1953 vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) institutionell gefördert wird, befasst sich nicht nur mit aktuellen Suchfällen, sondern unterstützt ebenso bei der Klärung der Schicksale von Vermissten infolge des Zweiten Weltkriegs. Auch dieser Bereich ist weiter stark gefragt: 2022 erreichten den DRK-Suchdienst 10.277 Anfragen, im 1. Halbjahr 2023 waren es bereits 4.348.

„Der Suchdienst ist eine Erfolgsgeschichte. Auch wenn wir nicht immer erfreuliche Nachrichten überbringen können, so sorgen wir an vielen Stellen zumindest für erlösende Gewissheit. Die große Nachfrage nach den Angeboten des Suchdienstes sind für uns das klare Signal: Der Suchdienst als Kernaufgabe des Deutschen Roten Kreuzes und sein humanitäres Mandat bleiben von zentraler Bedeutung“, so Hasselfeldt.

Weitere Informationen:

Im Rahmen des DRK-Zeitzeugenprojekts erzählen Angehörige von der Suche, dem Verlust und der erlösenden Gewissheit hinsichtlich der Schicksale von Vermissten infolge des Zweiten Weltkriegs. Die 15 Filmportraits sowie Erläuterungen, wie es dem DRK-Suchdienst gelingt, solche Schicksale zu klären, finden Sie unter folgendem Link: DRK Suchdienst Zeitzeugen

Mit einer weltweiten Social Media-Kampagne unter dem Motto "Familien brauchen Antworten" wird die Rotkreuz-Gemeinschaft zum Internationalen Tags der Vermissten auf die Schicksale von Vermissten und Suchenden aufmerksam machen.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit der DRK-Präsidentin und dem DRK-Suchdienst.

Download: Pressemappe

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Suchdienst News Presse
news-5153 Fri, 18 Aug 2023 08:29:00 +0200 DRK-Medienpreis 2023 verliehen: Preisträgerinnen und Preisträger in vier Kategorien https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-medienpreis-2023-verliehen-preistraegerinnen-und-preistraeger-in-vier-kategorien/ Die Preisträgerinnen und -träger des bundesweit ausgeschriebenen DRK-Medienpreises des DRK-Landesverbandes Bremen für das Jahr 2023 stehen fest. Die vier herausragenden journalistischen Werke wurden am 17. August in der Bremischen Bürgerschaft ausgezeichnet. Die neunköpfige Jury aus Medienexpertinnen und -experten wählte die Werke aus über 200 Einsendungen aus. In den Beiträgen wurden aktuelle sozialpolitische Themen beleuchtet und Menschen gezeigt, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befanden. Für ihre Arbeiten erhielten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2023:

Kategorie Text: Andrew Müller mit "Noahs Tod", erschienen im ZEIT Magazin am 14.12.2022

Kategorie Audio: Gesche Piening mit "Tod - was soll das?", ein Feature im Deutschlandfunk am 30.03.2022

Kategorie Video: Kai Diezemann mit "Filmen ohne Gnade", gezeigt bei SWR/ARD am 09.11.2022

Kategorie Social Media: Autorenschaft mit "FAQ", veröffentlicht von rbb/ARTE in 2022

Der DRK-Medienpreis, der zum 17. Mal verliehen wurde, ehrt herausragende journalistische Leistungen. Schirmherrin ist die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Antje Grootheer. Die Veranstaltung fand in Anwesenheit von DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön und der Bürgerschaftsvizepräsidentin Sahhanim Görgü-Philipp statt.

Die Preise in den Sparten Text, Audio, Video sowie der Sonderkategorie Social Media sind mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Der DRK-Medienpreis 2023 wird von der AOK, dem DIAKO Bremen, der Sparkasse Bremen und Team Neusta unterstützt.

Weitere Informationen:  https://drk-medienpreis.de

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News Presse
news-5146 Thu, 03 Aug 2023 09:29:07 +0200 Erdbeben Türkei/Syrien: Humanitäre Hilfe weiterhin dringend benötigt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-tuerkei-syrien-humanitaere-hilfe-weiterhin-dringend-benoetigt/ Am 6. Februar ereignete sich in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien eines der stärksten je dort gemessenen Erdbeben. Die Beben und diverse Nachbeben haben auch ein halbes Jahr später noch dramatische Auswirkungen für die Menschen in der Region. „Auch sechs Monate nach der Katastrophe sind die humanitären Bedarfe in der gesamten Erdbebenregion sehr hoch. Eine langfristige Unterstützung der Betroffenen ist dringend notwendig”, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Durch die enge Abstimmung mit seinen Schwestergesellschaften vor Ort, konnte das Deutsche Rote Kreuz direkt Soforthilfe leisten und wird den Betroffenen weiterhin zur Seite stehen.“ Nach den Erdbeben wurden in beiden Ländern über 51.000 Tote gemeldet, Hunderttausende wurden verletzt. Über 280.000 Gebäude sind eingestürzt oder beschädigt. Insgesamt sind rund 17,9 Mio. Menschen betroffen, davon 1,7 Mio. in der Türkei lebende geflüchtete Syrerinnen und Syrer. In der Türkei leben laut Regierung 1,6 Mio. Menschen in Zelten. In Syrien trifft das Erdbeben auf eine erschöpfte Bevölkerung, die nach 12 Jahren des bewaffneten Konflikts unter einer der komplexesten humanitären Notlagen der Welt leidet. Bereits vor dem Erdbeben benötigten 15 Mio. Menschen humanitäre Hilfe. Die Auswirkungen des Erdbebens hat die Lage vor Ort noch verschlimmert. Eine rasche Erholung ist nicht in Sicht.

Helferinnen und Helfer des Türkischen Roten Halbmondes (TRH) und des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes (SARC) waren bereits unmittelbar nach dem ersten Beben in den jeweiligen Gebieten im Einsatz, um die betroffenen Menschen zu versorgen. Auch das DRK und die Partner der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung leisteten unverzüglich Soforthilfemaßnahmen.

Direkt nach dem Beben, konnte das DRK bereits 340 Tonnen Hilfsgüter für die humanitäre Arbeit in die Türkei liefern. Aktuell unterstützt das DRK insbesondere den TRH in der Essensversorgung von Betroffenen. Hierfür wurden bereits rund 4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Gerade mentale und psychologische Betreuung ist ein akuter Bedarf, bei dessen Unterstützung das DRK und der TRH auf eine langjährige Zusammenarbeit und Expertise im Syrienkontext aufbauen können. Durch Bargeldverteilungen des DRK konnten 27.858 betroffene Haushalte bis Juli 2023 fast 4 Mio. Euro erhalten.

Auch SARC ist nach wie vor mit lokalen Teams und Freiwilligen in der von den Erdbeben betroffenen Region im Einsatz. Das DRK, das bereits seit 2012 in Syrien aktiv ist, unterstützt im Zuge der Erdbebenhilfe seine Schwestergesellschaft unter anderem mit Bargeldhilfen, fünf mobilen Gesundheitseinheiten, 20 Tonnen Medikamenten und medizinischem Material, 5.000 Matratzen, 9.000 Decken sowie 15.500 Hygienekits und Gesundheitsleistungen. Darüber hinaus fördert das DRK weitere humanitäre Aktivitäten insbesondere im Bereich Gesundheitsversorgung und humanitärer Logistik, die dringend benötigt werden.

„Besonders in Syrien ist die humanitäre Situation aufgrund der überlappenden Krisen besonders angespannt,“ sagt Reuter. „Wir tun alles, um den Betroffenen trotzdem zu helfen – langfristig und bedarfsgerecht.“

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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Katastrophen Erdbeben Türkei Syrien News Presse Syrienkrise Katastrophe Katastrophenschutz
news-5145 Mon, 31 Jul 2023 09:11:11 +0200 140 Jahre Wasserwacht in Deutschland: Gemeinsam den Herausforderungen begegnen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/140-jahre-wasserwacht-in-deutschland-gemeinsam-den-herausforderungen-begegnen/ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) feiert in diesem Jahr ihren 140. Geburtstag. Ein Anlass, um nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft zu blicken. „Ich danke allen Freiwilligen der Wasserwacht für ihr herausragendes Engagement. Wie alle unsere Gemeinschaften steht auch die Wasserwacht vor einer Reihe von Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Dabei sind wir einmal mehr auf das großartige Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, aber auch auf die Unterstützung der Gesellschaft und der Politik angewiesen.“ Als das Donau-Hochwasser in Regensburg am 7. Februar 1883 zu einer Katastrophe führte, waren Helfende des Roten Kreuzes in die Hochwasserrettung eingebunden – die Geburtsstunde der Wasserwacht in Deutschland. Im Laufe der Jahre gründeten sich an vielen Orten sogenannte Sanitäts- und Wasserwehrkolonnen. 140 Jahre später sorgt die Wasserwacht des DRK mit bundesweit rund 140.000 Ehrenamtlichen für die Sicherheit am Wasser. Zu den Kernaufgaben zählen nach wie vor das Retten von Menschen und die Prävention vor dem Ertrinken in Form von Schwimmunterricht. Denn sicheres Schwimmen und die Kenntnis der Baderegeln sind die besten Grundlagen zum Schutz vor dem Ertrinken.

Mit der Zeit haben sich die Einsatzbereiche der Wasserwacht stetig weiterentwickelt und neue Aufgaben und Herausforderungen sind hinzugekommen. Themen wie Natur-, Umwelt- und Gewässerschutz rücken mehr und mehr in den Fokus. „Zudem wird sich die Art der Einsätze mit Blick auf künftig zu erwartende zunehmende Extremwetterereignisse verändern“, ist Andreas Paatz, Bundesleiter der Wasserwacht Deutschland, überzeugt. „Einsätze, wie etwa der im Rahmen der Flutkatastrophe im Sommer 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, sind sehr fordernd. Unsere Ehrenamtlichen sind professionell ausgebildet, hochmotiviert und sehr erfahren im Umgang mit unterschiedlichen Situationen, aber auch sie gelangen an ihre Grenzen.“

Nicht zuletzt aus diesen Gründen setzt sich DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt für die Gleichstellung der Helfenden ein. „Die ehrenamtlichen Kräfte – übrigens aller unserer Gemeinschaften im DRK – müssen endlich die gleiche Anerkennung und Wertschätzung erhalten, wie etwa die Ehrenamtlichen des THW und der Feuerwehren: Freistellung vom Arbeitsplatz, Verdienstausfallleistungen an die Arbeitgeber, einen umfassenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz und ein Recht zur Freistellung bei Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen und Bereitstellungen.“ Das sei mehr als angemessen, wenn man auf die professionellen Aus- und Fortbildungen der Wasserwacht blickt: Die Wasserwacht umfasst nicht nur Rettungsschwimmerinnen und -¬schwimmer, sondern auch Wasserretterinnen und -retter, Fließwasserretterinnen und -retter, Air Rescue Specialists, Taucherinnen und Taucher sowie Bootsführerinnen und -führer und Schwimmausbilderinnen und -ausbilder.

Immer häufiger stellt selbst die Wahrnehmung der Kernaufgaben – dem Retten und dem Sicherstellen der Schwimmfähigkeit der Menschen – eine Herausforderung dar. „Eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit am Wasser ist und bleibt das Schwimmenlernen“, so Andreas Paatz. „Dafür braucht es allerdings funktionierende Schwimmbäder.“ Gerade bei Kindern und Jugendlichen macht er einen Nachholbedarf bei der Schwimmfähigkeit aus. Der ausgefallene Schwimmunterricht während der Coronazeit spielt hier ebenso eine Rolle wie der vielerorts desolate Zustand der Bäder. Als Mitglied der Bäderallianz Deutschland setzt sich die Wasserwacht daher für die Erhaltung der Schwimmbäder ein und weist mit der Kampagne „Alle sollen schwimmen lernen“ auf eines ihrer wichtigsten Anliegen hin.

Die Herausforderungen sind vielseitig. Doch gibt sich Andreas Paatz zuversichtlich: „Wir sind eine starke Gemeinschaft und mit der nötigen Unterstützung aus der Politik und Gesellschaft werden wir auch in den kommenden 140 Jahren für Sicherheit am Wasser sorgen.“ Das ist auch der Tenor des Festaktes zum Geburtstag der Wasserwacht, der am 31. Juli in ihrer Geburtsstadt Regensburg begangen wird. Mehr als 300 Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler aus ganz Deutschland werden erwartet. Das Motto lautet: Gemeinsam auf Kurs in die Zukunft.

Die Wasserwacht des DRK leistet mit rund 140.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften vielerorts in Deutschland Aufsicht an Badestellen und bei Veranstaltungen am und im Wasser und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken. Zum 140. Geburtstag wird das DRK die Wasserwacht mit einer einwöchigen Serie auf seinen Social-Media-Kanälen feiern. Der Startschuss fällt am 31. Juli 2023.

Weitere Informationen rund um die Wasserwacht gibt es unter: www.wasserwacht.de

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Wasserwacht Hochwasser/Überschwemmungen News Presse
news-5143 Tue, 25 Jul 2023 09:16:49 +0200 Presseeinladung: 140 Jahre Wasserwacht - Gemeinsam auf Kurs in die Zukunft https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-140-jahre-wasserwacht-gemeinsam-auf-kurs-in-die-zukunft/ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) feiert in diesem Jahr ihren 140. Geburtstag. 1883 gegründet, ist sie heute mit mehr als 140.000 Aktiven eine starke Gemeinschaft, die bundesweit für Sicherheit am Wasser sorgt. Das Fundament der Gemeinschaft bilden die Ehrenamtlichen, die sich neben ihren Kernaufgaben immer mehr auch neuen Herausforderungen gegenübergestellt sehen. Im Rahmen einer Festveranstaltung am 31. Juli in Regensburg nehmen prominente Gäste aus dem DRK und der Politik Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wasserwacht in den Blick. „Unsere Ehrenamtlichen sind professionell ausgebildet, hochmotiviert und sehr erfahren im Umgang mit unterschiedlichen Situationen“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der Wasserwacht Deutschland. „Das Engagement unserer Mitglieder reicht allerdings immer häufiger über das Retten von Menschenleben und die Ausbildung von Schwimmerinnen und Schwimmern hinaus.“ Themen wie zum Beispiel Natur-, Umwelt- und Gewässerschutz rücken mehr und mehr in den Fokus.

„Mit Sicherheit am Wasser – Gemeinsam auf Kurs in die Zukunft“ lautet daher der Titel einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung, an der neben DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, Katy Völker, stellvertretende Bundesleiterin der Wasserwacht, Benjamin Taitsch, stellvertretender Landesvorsitzender der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes, und Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, teilnehmen werden. Gemeinsam beleuchten sie aktuelle und künftige Herausforderungen der Wasserwacht. Dazu zählen unter anderem die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung, der Sanierungsstau bei den Bädern, die Helfergleichstellung sowie die Nachwuchsgewinnung.

Ort:

Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg

Termin:

Montag, 31.07.2023, Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr

Ansprechpartnerin vor Ort:

Rebecca Winkels, Teamleitung Kommunikation und Pressesprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (0162 - 2002029)

Sohrab Taheri-Sohi, Leiter Kommunikation und Pressesprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (01573 - 7739362)

Ablauf:

Begrüßung

Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern

Andreas Paatz, Bundesleiter der Wasserwacht Deutschland

 

Grußworte

Angelika Schorer, Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes e.V.

 

Festrede

Ilse Aigner, MdL, Präsidentin des Bayerischen Landtages

 

Gesprächsrunde „Mit Sicherheit am Wasser: Gemeinsam auf Kurs in die Zukunft“

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes e.V.

Katy Völker, stellvertretende Bundesleiterin der Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz e.V.

Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration

Benjamin Taitsch, stellvertretender Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern

                              

Vor und nach dem Ende des offiziellen Teils sind Einzelinterviews möglich. Bereits ab Mittag findet vor dem Haus der bayerischen Geschichte eine Fahrzeugschau der Wasserwacht statt. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr, der Zugang ist nur nach vorheriger Akkreditierung möglich Wir bitten um eine Voranmeldung bis spätestens 28.07. 2023 per E-Mail an presse(at)drk(dot)de

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News Presse Wasserwacht
news-5141 Fri, 21 Jul 2023 08:14:22 +0200 Krankenhausreform: Das System gerät an seine Grenzen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/krankenhausreform-das-system-geraet-an-seine-grenzen/ Das deutsche Gesundheitssystem steht seit Jahren unter enormen Druck. Ein Bereich, der besonders betroffen ist, sind Krankenhäuser. Lange Wartelisten für Operationen, überbuchte Kreißsäle und Personalmangel sind keine Seltenheit. Helfen soll nun eine Krankenhausreform. „Eine Krankenhausreform ist dringend notwendig, aber die Pläne der Bundesregierung müssen umfangreich nachgebessert werden. Der Abbau sollte sich stärker am Bedarf orientieren, mehr Planungssicherheit geben und weniger Fehlanreize bieten“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor einer Insolvenzwelle schon in der zweiten Jahreshälfte 2023, die rund 20 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland erfassen könnte. Nach Schätzungen der DKG können Inflation und gesunkene Fallzahlen noch in diesem Jahr ein Defizit von bis zu 15 Milliarden Euro bewirken. Ein Abbau von Strukturen erscheint angesichts sinkender finanzieller Möglichkeiten und des Arbeitskräftemangels unvermeidlich. Die Finanzierung der Krankenhäuser ist mit den steigenden Sach- und Personalkosten längst nicht mehr kostendeckend. Das DRK begrüßt daher die Initiative der Bundesregierung eine Reform auf den Weg zu bringen. Der Vorschlag, den sie gemacht hat, scheint jedoch unzureichend.

„Es wäre fahrlässig, nun alle betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Verbesserungen, durch die viele Krankenhäuser in den vergangenen Jahren zu qualitativ guter Leistungserbringung gelangt sind, zurückzudrehen,“ sagt Reuter. Voraussichtlich werden die Krankenhäuser erhalten bleiben, die in der Lage sind, ausreichend viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation und Anzahl vorzuhalten, um die Patientenversorgung zu sichern. Die Umsetzung eines geeigneten Personalbemessungsinstruments und eine gesicherte Refinanzierung der Pflegefachkräfte sind hierfür wesentliche Voraussetzungen. Das Bestreben der Krankenhäuser die „Kosten für Pflegepersonal am Bett“ möglichst gering zu halten, liegt nahe. Daher sollte das Pflegebudget unabhängig davon erhalten bleiben.

Die DRK-Krankenhäuser sind, neben den privaten und öffentlichen, als freigemeinnützig getragene ebenfalls von der Krise der Krankenhäuser betroffen. Der Status der Gemeinnützigkeit verpflichtet sie, ihre Überschüsse zu reinvestieren und so die Weiterentwicklung der medizinisch-pflegerischen Versorgung stetig zu verbessern. „Die Art der Leistungserbringung scheint bisher kaum eine Rolle in der Debatte zu spielen,“ sagt Reuter. „Gemeinnützige Krankenhäuser haben die schlechteste Ausgangsposition in der aktuellen Situation und könnten als erstes zusammenbrechen. Die Frage nach der Rechtsform muss daher zwingend in die Krankenhausreform einfließen.“

Mit Blick auf das Zusammenwirken von Krankenhäusern mit den anderen Akteuren des Gesundheitswesens und der Pflege ist es zudem wichtig Krankenhäuser nicht isoliert zu betrachten. Aus Sicht des DRK sind sie Knotenpunkte im Gesundheitsnetz und Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Die Gewährleistung ihrer Funktionalität und des bewährten Ineinandergreifens von Medizin, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Pflege sind unverzichtbare Bausteine für die Resilienz des Gesundheitswesens und der Gefahrenabwehr im Katastrophenfall. Hierzu zählen auch die Notaufnahmen, die mit dem Rettungsdienst die Brücke zwischen Gefahrenabwehr und Gesundheitswesen bilden.

Weitere Informationen: https://drk-wohlfahrt.de/fileadmin/DRK-Wohlfahrt.de/04-Aktuelles/Veroeffentlichungen/Brennpunkt/Brennpunkt_Krankenhausreform_230720.pdf

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News Presse Kliniken/Krankenhäuser
news-5139 Wed, 05 Jul 2023 09:11:58 +0200 Tipps bei über 30 Grad: Hitzewelle - DRK-Bundesarzt informiert über Gefahren https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tipps-bei-ueber-30-grad-hitzewelle-drk-bundesarzt-informiert-ueber-gefahren-1/ In Deutschland stehen die heißen Tage an und das ist nicht nur Grund zur Freude. Denn: Temperaturen über 30 Grad können erhebliche gesundheitliche Gefahren mit sich bringen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet auch in diesem Sommer vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders ältere oder kranke Menschen sollten vorsichtig sein. „Bei 30 Grad stößt unser Körper einfach an seine Grenzen”, sagt DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger. Schlägt das Thermometer aus, gibt der Mediziner folgende Ratschläge. „Es gilt, viel Wasser zu trinken, egal ob jung oder alt, besonders bei körperlichen Aktivitäten und einer anstrengenden Arbeit. Die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 bis 2 Litern sollte man im Idealfall noch um mindestens einen Liter erhöhen. Ältere Menschen verlieren oft ihr Durstgefühl, bei zunehmender Hitze verschärft sich das Problem. Denn bei hohen Temperaturen wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Auch kranke Menschen sind bei Hitze gefährdet, da einige Medikamente entwässernd wirken. Genug Flüssigkeit ist insbesondere für beide gefährdete Gruppen essenziell, um einen Kreislaufkollaps vorzubeugen.”

Alkoholkonsum sollte unbedingt eingeschränkt werden, da er zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führt. Auch zuckerreiche Limonaden sind laut dem DRK-Bundesarzt mit Vorsicht zu genießen, da sie noch mehr Durst verursachen. Beim Essen gilt: schwere und fettige Kost vermeiden und lieber auf kleinere und leichtere Mahlzeiten setzen, mit viel Obst und Gemüse.

Ein Aufenthalt in im Warmen mag zwar verlockend klingen, bedeutet aber immer eine Doppelbelastung für den Kreislauf. Vor allem Kleinkinder und Senioren dürfen keinesfalls längere Zeit der direkten Sonne ausgesetzt werden. Der Sonnenhut, eventuell mit einem Nackenschutz, ist ein Muss. Bei Aktivitäten im Freien sollte auch unbedingt an lichtdichte Kleidung gedacht und freie Hautstellen sollten mit Sonnencreme bedeckt werden. Bitte dabei auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten. In Wohnräumen kann das Beachten einiger Hinweise dabei helfen, die Hitze fernzuhalten: abends oder früh am Morgen sollte gut durchgelüftet werden. Tagsüber schützen zugezogene Vorhänge und geschlossene Fenster vor der Wärme.

„Um Schlimmeres zu vermeiden, sollte unbedingt auf erste Anzeichen eines Hitzenotfalls geachtet werden”, gibt Prof. Dr. Böttiger zu bedenken. Symptome sind Kopfschmerzen und Schwindel. Bei einer Kreislaufschwäche können elektrolythaltige Getränke, wie eine Apfelsaftschorle, Betroffenen helfen. Und um einen Wärmestau zu verhindern, sollten zudem beengende und überflüssige Kleidungsstücke abgelegt werden. Auch das Zufächeln von Luft sorgt für Kühlung.

„Wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, rufen Sie unbedingt den Rettungsdienst (Tel. 112)“, rät der DRK-Bundesarzt.

Die Pressestelle vermittelt Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger gerne für Interviews.

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News Presse Erste Hilfe Präsidium Erste Hilfe/Rettung
news-5137 Mon, 03 Jul 2023 16:13:32 +0200 DRK berät Ausschuss des Deutschen Bundestages: Bevölkerungsschutz muss auf neue Bedrohungslage eingehen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-beraet-ausschuss-des-deutschen-bundestages-bevoelkerungsschutz-muss-auf-neue-bedrohungslage-eingehen/ Die vergangenen Jahre waren besonders bewegende und herausfordernde Jahre für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das deutsche Bevölkerungsschutzsystem. Krisen und Katastrophen sind weiterhin allgegenwärtig und das Ausmaß, in dem wir diese zurzeit erleben, erreicht stetig neue Dimensionen. Das DRK stand daher am 3. Juli dem Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages beratend zur Seite. „Der Bevölkerungsschutz in Deutschland muss umfassend modernisiert, an den neuen Bedrohungslagen ausgerichtet und dafür ausgestattet werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die Hochwasserkatastrophe 2021, die Corona-Pandemie, wiederkehrende Waldbrände sowie die Herausforderungen des bewaffneten Konfliktes in der Ukraine – schwerwiegende Krisen konfrontieren bereits seit Jahren das DRK und das gesamte System des Bevölkerungsschutzes mit neuen Herausforderungen. Um sich der Neugestaltung des Bevölkerungsschutzes zu widmen, fand eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages statt, zu der auch der DRK-Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaften, René Burfeindt, geladen wurde. Hervorgehoben wurde hier seitens des DRK insbesondere, dass ein zukunftsfähiger Bevölkerungsschutz und die integrierte Sicherheit Deutschlands nur gesamtgesellschaftlich erreicht werden kann. Ein moderner Bevölkerungsschutz und die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung müssen verzahnt sowie nachhaltig und langfristig gedacht werden. Dies erfordert ein präventives Handeln und nicht nur ein Reagieren auf Krisen und Katastrophen, welches in einem stetigen Prozess des Zusammenwirkens aller staatlichen Ebenen, der Wirtschaft und der Gesellschaft erreicht werden muss. Zukünftig wird entscheidend sein, dass die staatlichen Strukturen die Resilienz der anerkannten Hilfsorganisationen durch die Bereitstellung der nötigen Ressourcen stärken, um auf künftige Krisensituationen bestmöglich vorbereitet zu sein. Dies beinhaltet vor allem eine nachhaltige Finanzierung für eine zukunftsgerechte Vorsorge, für die Vorhaltung von Hilfsgütern, für die Resilienzsteigerung, für den Schutz von vulnerablen Gruppen sowie für die Infrastruktur und Unterstützung des Ehrenamts. Denn es sind zum Großteil freiwillige Helferinnen und Helfer, die eine zentrale Säule des Bevölkerungsschutzes bilden.

Das DRK befürwortet die Initiative der Bundesregierung, eine neue strategische Richtung im Bevölkerungsschutz einzuschlagen, wie es die ambitionierte Strategie der Bundesregierung zum „Neustart im Bevölkerungsschutz“ sowie Teile der Nationalen Sicherheitsstrategie zeigt. Gleichzeitig ist es wichtig zu bedenken, dass die Umsetzung dieser Vorhaben nur mit der nachhaltigen Hinterlegung finanzieller Mittel gelingen kann. Die im Haushalt 2023 eingestellten rund 560 Millionen Euro reichen nicht aus, um auf nationaler Ebene einen nachhaltigen und umfassenden Bevölkerungsschutz sicherzustellen. DRK-Generalsekretär Christian Reuter betont: „Das wird der Krisenvorsorge angesichts der Verletzlichkeit unserer Gesellschaft in Zeiten multipler Krisen nicht gerecht.“ Der Bundeshaushalt 2024 sollte sich dieser Situation gezielt widmen, damit Kernprojekte im Bereich des Bevölkerungsschutzes umfassend finanziert und implementiert werden können. Das DRK begrüßt daher die Debatte zu den Anträgen zur Stärkung und Modernisierung des deutschen Bevölkerungsschutzes ganz ausdrücklich.

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News Presse Flutkatastrophe Katastrophenvorsorge Katastrophe Katastrophenschutz
news-5135 Tue, 27 Jun 2023 09:00:00 +0200 Sicherheit am und im Wasser: Wasserwacht des DRK gibt Tipps für den Badeurlaub https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sicherheit-am-und-im-wasser-wasserwacht-des-drk-gibt-tipps-fuer-den-badeurlaub/ Die Temperaturen steigen und die Sommerferien stehen vor der Tür. Jung und Alt zieht es ans Wasser. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gibt praktische Tipps, für einen entspannten Aufenthalt am und im Wasser. „Vor dem Sprung ins kühle Nass sollten einige einfache Regeln beherzigt werden“, betont Andreas Paatz, der Bundesleiter der Wasserwacht, zum Start in die Badesaison. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Die beste Vorbeugung vor Ertrinkungsunfällen ist das Schwimmenlernen. Aber: „Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie haben es noch mal deutlich verschärft: Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht angeboten wird und Schwimmbäder geschlossen sind“, erklärt Andreas Paatz. Die Wasserwacht rät deshalb: Eine Wassergewöhnung kann bereits im Säuglingsalter mit dem Babyschwimmen beginnen und stetig erweitert werden.

Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann – mindestens Niveau des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze – sollten Eltern spätestens jetzt aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder noch besser einen Schwimmkurs besuchen. Schwimm- und Wassergewöhnungskurse bietet die Wasserwacht vielerorts an. Und: „Für das Schwimmenlernen ist man nie zu alt“, so Andreas Paatz. 

Kinder im Blick behalten  

Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder keinen Augenblick unbeaufsichtigt lassen. Das gilt bereits bei geringer Wassertiefe. Denn Wasser zieht Kinder magisch an – und nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schlimme Folgen haben. Planschbecken, Pool oder Teich auf Grundstücken müssen gesichert sein und dürfen für kleine Kinder nicht selbst zugänglich sein. Kinder ertrinken leise oder lautlos. Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen oder Auftriebsmittel wie Luftmatratzen oder Schwimmtiere sind kein Garant für Sicherheit. Sie können die Wassergewöhnung unterstützen, schützen aber keinesfalls vor dem Ertrinken. Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um den Ausflug selbst auch entspannt genießen zu können. Damit die Kleinen nicht unterkühlen, müssen regelmäßige Pausen an Land gemacht wären. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten für alle an Bord Pflicht. 

Baderegeln beachten 

Beachten der Baderegeln und eine realistische Eigeneinschätzung der eigenen Kräfte sind eine empfehlenswerte Lebensversicherung 

Auch das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze kann Kinder oder Erwachsene nicht zuverlässig vor dem Ertrinken schützen. Wichtig ist, die Regeln für den Spaß im und am Wasser zu beachten. Dazu gehört: Jemandem Bescheid zu geben, wenn man ins Wasser geht. Längere Strecken nicht allein schwimmen. Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht mit vollem Bauch oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht in unbekannte Gewässer springen, da man häufig nicht erkennen kann, wie tief das Wasser ist. 

Erfahrungsgemäß überschätzen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene oftmals ihre eigenen Kräfte, was sich unter Einfluss von Drogen wie Alkohol leider oftmals drastisch verschärft und zum Ertrinkungsunfall führen kann.

Vorbereitung ist alles 

Zum Besuch am Wasser gehört neben einer Picknickdecke auch ein ausreichender Proviant an alkoholfreien Getränken und Essen möglichst in einer Kühlbox. Ganz wichtig: der Sonnenschutz. Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenschirm oder Strandmuschel sollten nicht fehlen. Ideal ist zudem ein möglichst schattiger Platz. Handtücher und trockene Wechselkleidung zwischen den Badegängen gehören ebenfalls dazu. Zu guter Letzt noch eine Mülltüte, um den Müll mitnehmen zu können und keine Spuren in der Umwelt nach einem tollen Tag am Wasser zu hinterlassen.

Die Wasserwacht leistet mit 140.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften vielerorts in Deutschland Aufsicht an Badestellen und bei Veranstaltungen am und im Wasser und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken. Eine Wasserwacht-Gruppe in der Nähe findet man neben vielen hilfreichen Tipps, Angeboten und Informationen auf der Website www.wasserwacht.de 

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News Presse Freizeit Wasserwacht Deutschland
news-5133 Wed, 21 Jun 2023 09:16:45 +0200 Digitale Transformation: DRK - Digitale Teilhabe für Alle https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/digitale-transformation-drk-digitale-teilhabe-fuer-alle/ Digitale Teilhabe ist eine Voraussetzung für soziale und gesellschaftliche Beteiligung. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, auch für alle Menschen gleichermaßen nutzbar zu machen. „Der digitale Wandel kann nur gemeinsam gestaltet werden”, sagt die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt. „Digitale Teilhabe muss dringend gefördert werden – nur so lässt sich eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung in unserer Gesellschaft ermöglichen.“ Digitale Technologien prägen zunehmend unseren Alltag, ob im Beruf, in der Bildung, im ehrenamtlichen Engagement oder in der Freizeit. Jedoch profitieren bislang nicht alle Menschen gleichermaßen von den positiven Seiten der Digitalisierung. Für manche Menschen sind die Zugangshürden beispielsweise aufgrund des Alters oder einer Behinderung sehr groß. Aber auch Menschen, die in Armut leben sind besonders betroffen. Ohne Zugang zu digitalen Technologien und digitalen Kompetenzen ist es heutzutage schwer, an Informationen zu Angeboten der Gesundheits- und Pflegeversorgung zu gelangen, digitale Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen oder soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.

„Digitalisierungsprozesse dürfen nicht die gesellschaftliche Teilhabe einzelner Gruppen erschweren, sondern müssen zu mehr Partizipationsmöglichkeiten für alle führen,“ so Hasselfeldt. „Der Ungleichheit und Ausgrenzung im Digitalen muss durch die Bereitstellung niedrigschwelliger, qualitätsgesicherter digitaler Angebote begegnet werden.“

Als einer der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und mit zahlreichen Einrichtungen im sozialen Bereich sieht das DRK die Chancen der digitalen Teilhabe sowie die Risiken der digitalen Spaltung in der täglichen Arbeit. Beispielsweise Menschen, die in Armut leben, sind von digitaler Ungleichheit besonders betroffen, da ihnen oft die finanziellen Mittel für eine technische Grundausstattung als auch die Möglichkeiten zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von digitalen Kompetenzen fehlen. Ein weiteres Beispiel findet sich im Bereich Seniorenarbeit: Digitale Technologien können das Leben älterer Menschen bereichern, im Notfall schützen und dazu beitragen, Einsamkeit zu vermeiden. Dazu müssen allerdings die technische Ausstattung und die Heranführung an diese vorhanden sein.

Das DRK fordert daher die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für die digitale Teilhabe von vulnerablen Gruppen und zur Ausstattung der Sozial- und Gesundheitseinrichtungen mit digitaler Infrastruktur. Der Handlungsbedarf wird im Zuge der Ausweitung der digitalen Verwaltungsleistungen umso dringlicher. So müssen beispielsweise die Mittel zur „Nachrichtenübermittlung“ im Bürgergeld deutlich angehoben werden und eine Einmalzahlung zur Anschaffung von Geräten wird benötigt. Ebenso brauchen gemeinnützig organisierte Einrichtungen wegen des erweiterten digitalen Aufgabenspektrums dringend zusätzliche Ressourcen und Mittel. Zusätzlich benötigt es eine umfassende Offensive zur Stärkung von digitalen Kompetenzen. Auch muss trotz aller Chancen der Digitalisierung künftig weiterhin eine Wahlmöglichkeit gegeben sein und auch nicht-digitale Teilhabe ermöglicht werden. Die nicht-digitale Inanspruchnahme von Verwaltungsleistungen muss gesetzlich festgehalten werden.

Weitere Informationen zur Arbeit des DRK im Bereich Digitaler Transformation unter: DRK Wohlfahrt Kompetenzzentrum

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News Presse Wohlfahrts- und Sozialarbeit Wohlfahrt
news-5131 Mon, 19 Jun 2023 09:05:44 +0200 Aktionstag der DKG am 20. Juni: DRK unterstützt Krankenhäuser im Kampf um nachhaltige Finanzierung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/aktionstag-der-dkg-am-20-juni-drk-unterstuetzt-krankenhaeuser-im-kampf-um-nachhaltige-finanzierung/ Die finanzielle Lage der meisten Krankenhäuser Deutschlands ist dramatisch. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt deshalb die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in ihrer Forderung an Bund und Länder die Krankenhäuser die Finanzierung der Krankenhäuser langfristig zu sichern. „Die aktuellen Reformpläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sehen keine zusätzlichen Finanzmittel vor. Das ist unzureichend und wird langfristig zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Um einen Versorgungsengpass zu vermeiden, muss deshalb dringend gehandelt werden.“ Extreme Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen und eine fehlende Refinanzierung dieser Inflation stellen Krankenhäuser in Deutschland derzeit vor enorme Herausforderungen. Diesen sind die Einrichtungen vielfach nicht gewachsen. Die wirtschaftliche Unsicherheit geht dabei direkt zu Lasten von Mitarbeitenden und Patienten gleichermaßen und steht im Gegensatz zu einer notwendigen Sicherung der Versorgungslage in Deutschland.

Bereits seit einem Jahr kämpft die DKG mit der Aktion „Alarmstufe Rot“ um eine faire und nachhaltige Finanzierung der Krankenhäuser. Dabei konnten zwar Teilerfolge erzielt werden, die Hilfspakete und Einmalzahlungen sind aber nicht ausreichend, um die Versorgungssicherheit durch Krankenhäuser in Deutschland nachhaltig sicherzustellen.

Auch die vom BMG vorgelegten Reformpläne greifen aus Sicht der DKG zu kurz, da sie nur eine Umverteilung des Mangels bedeuten würden und nicht die langfristige Finanzierung sichern. „Eine Reform ohne finanziellen Mehraufwand, wird keine Wirkung entfalten und damit ins Leere laufen“, sagt Hasselfeldt. „Wir können es uns nicht leisten, dass Krankenhäuser als eine der zentralen Infrastrukturen, um Menschen in Not in Deutschland zu helfen, unter dem Druck zusammenbrechen.“

Aus diesem Grund unterstützt das DRK die DKG bei ihrem bundesweiten Aktionstag am 20. Juni 2023 und der in Berlin stattfindenden Kundgebung zum Thema.

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News Presse Kliniken/Krankenhäuser
news-5130 Thu, 15 Jun 2023 09:24:54 +0200 Ukraine: Überschwemmung nach Staudammbruch: DRK bringt weitere Hilfslieferungen auf den Weg https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/ukraine-ueberschwemmung-nach-staudammbruch-drk-bringt-weitere-hilfslieferungen-auf-den-weg/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bringt weitere dringend benötigte Hilfsgüter in die durch die Zerstörung des Kachowka-Staudamms betroffenen Gebiete in der Ukraine. Damit verstärkt das DRK seine bisherigen Aktivitäten im Krisengebiet. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, erklärt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Auch dank des Engagements unserer Landesverbände können wir am 15. Juni einen zweiten LKW-Konvoi auf den Weg bringen und so unsere Schwestergesellschaft, das Ukrainische Rote Kreuz, dabei unterstützen, den Menschen vor Ort zu helfen.“ Unter Beteiligung der DRK-Landesverbände Hessen, Sachsen, Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg machen sich am 15. Juni weitere LKW vom DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld auf den Weg in Richtung Ukraine. Geladen sind unter anderem 1.200 tragbare Trinkwasser-Kanister sowie 54 Trinkwasser-Behälter mit Fassungsvermögen zwischen 1.000 bis 7.000 Litern, 7 Großraumheizungen, 130 Schwimmwesten, 8.154 Hygiene-Kits sowie Taucheranzüge und acht Motorboote. Am Tag zuvor wurden bereits drei große Boote direkt von Sachsen und Hessen aus auf den Weg gebracht. Die Hilfsgüter wurden zuvor vom Ukrainischen Roten Kreuz nach einer Bedarfsanalyse angefordert.

Ein erster LKW des DRK mit über 13 Tonnen Hilfsgütern war bereits am 9. Juni in das Staudammgebiet gestartet. Mit der neuerlichen Hilfsleistung baut das DRK seine langfristige Unterstützung für die vom bewaffneten Konflikt betroffenen Menschen weiter aus.

Bei Bedarf stellen wir Medienvertreterinnen und -vertretern Videomaterial zur Verfügung.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung: 
IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Weitere Informationen zur humanitären Hilfe des DRK in der Ukraine: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/europa/ukraine-krise-humanitaere-hilfe/ 

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News Presse Auslandshilfe Krieg Ukraine
news-5129 Wed, 14 Jun 2023 11:09:24 +0200 Weltflüchtlingstag: DRK-Hilfe für Geflüchtete – vor Ort, auf der Flucht und im Inland https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltfluechtlingstag-drk-hilfe-fuer-gefluechtete-vor-ort-auf-der-flucht-und-im-inland/ Gewaltsame Konflikte, Verfolgung, Hungersnöte und immer häufiger klimabedingte Krisen – die Zahl der Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen müssen, steigt weltweit. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni weist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf ihr Schicksal hin und zeigt Wege der Hilfe auf. „Die Gründe für eine Flucht sind unterschiedlich, aber eines steht fest: Niemand der flieht, verlässt seine Heimat freiwillig. Deshalb ist es unsere Verantwortung, diesen Menschen in ihrer Notlage zu helfen, egal ob auf der Flucht oder nach der Ankunft in Deutschland“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Im vergangenen Jahr hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) einen traurigen Rekord vermeldet: Rund 103 Millionen Menschen befanden sich weltweit auf der Flucht. Mehr als je zuvor. Und der Trend hält an. Krieg und Gewalt zählen zu den häufigsten Ursachen für Flucht und Vertreibung. So hat sich allein die Zahl der von bewaffneten Konflikten betroffenen Ländern in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Entsprechend machen Geflüchtete, die vor Konflikten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in ihrem eigenen Land fliehen mit rund 60 Millionen den Großteil der Schutzsuchenden aus. Auch Hunger und zunehmend Klima- und Umweltkrisen, zwingen Menschen zur Flucht. Sie suchen Schutz in vermeintlich sicheren Regionen ihres Heimatlandes, weichen auf die Nachbarländer aus oder nehmen gefahrvolle Wege auf sich, um entfernte Ziele zu erreichen. 

„Gemeinsam mit unseren Schwestergesellschaften vor Ort, unterstützen wir die Betroffenen in ihren Heimatländern, auf der Flucht und bei ihrer Ankunft“, sagt Reuter. „Wichtig ist dabei, dass die Hilfe vorausschauend, nachhaltig und langfristig angelegt ist”. 

Wo möglich, hilft das DRK deshalb gemeinsam mit seinen Schwestergesellschaften, den Menschen Perspektiven für einen Verbleib in ihren Heimatländern zu geben. Ein wichtiger Ansatz ist hier die Sicherung von Lebensgrundlagen. In Folge immer häufiger auftretender klimabedingter Extremwetterereignisse sind diese gerade in Ländern des globalen Südens zunehmend gefährdet. In verschiedenen Regionen Afrikas haben Dürren oder extreme Regenfälle Ernten vernichtet, ganze Landstriche verheert und die Versorgung der Menschen gefährdet. Neben der Sofort- und Nothilfe rückt vor diesem Hintergrund die Katastrophenvorsorge in den Fokus. Das DRK ist zum Beispiel in Äthiopien, Somalia, Mosambik und Madagaskar aktiv, die besonders unter dem Einfluss des Klimawandels leiden. 

Menschen, die trotz der Bemühungen vor Ort fliehen, begleitet das DRK auf ihrem Weg. So etwa entlang der Migrationsrouten in Lateinamerika. Unter anderem verursachen extreme Armut, Konflikte, Extremwettereignisse und darauffolgende Nahrungsmittelknappheit starke Migrationsbewegungen. Die Menschen benötigen medizinische Versorgung, Nahrung und Unterkünfte. In Honduras, das Tausende auf ihrem Weg durchqueren, betreibt das DRK in der Grenzregion eine mobile Gesundheitsstation, verteilt Hygieneartikel und so genannte Transit Kits, die unter anderem Wasser und Kleidung beinhalten.

Menschen, die nach Deutschland fliehen, haben in ihrer Heimat oder auf ihrem oft gefährlichen und traumatisierenden Weg in der Regel bereits Hilfe vom Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond erfahren. „Uns wird schon bei der Ankunft viel Vertrauen entgegengebracht, das spüren wir immer wieder“, so Christian Reuter. Das DRK hilft Geflüchteten mit zahlreichen Programmen, großem Engagement und auf Basis seiner Grundsätze. 

Aktuell bilden die Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, einen Schwerpunkt. In Einrichtungen der DRK-Landesverbände werden bundesweit Betreuungs- und Versorgungsangebote bereitgestellt, darunter Unterbringung, Verpflegung, sanitätsdienstliche Versorgung, psychosoziale Notfallversorgung und Kinderbetreuung. Zudem hilft der DRK-Suchdienst Schutzsuchenden dabei, vermisste Angehörige zu finden und ihre Familie wieder zu vereinen. „Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine steht derzeit zurecht stark im Fokus“, sagt Reuter. „Es darf aber nicht vergessen werden, dass auch Menschen aus anderen Regionen auf unsere Solidarität angewiesen sind und unsere Hilfe brauchen.“ 

 

Benötigen Sie für einen Beitrag Fotos oder Videomaterial unserer Arbeit zum Thema Flüchtlingshilfen? 

Hier finden Sie einen Ordner mit einer Auswahl: 

https://drk-mediendatenbank.de/collection/a4d6d7a1-4de5-4c4c-b933-a9dcab1dd4ae?collection=8df93ae1-1d1d-4486-a959-113448a88f06 

  

(Einfach auf den Link klicken, in der Text-Box nach unten scrollen, den Haken setzen und OK klicken. Links können Sie nun die einzelnen Mappen anwählen. Nun werden ihnen alle Datensätze angezeigt. Unten rechts finden Sie die Navigation, um weitere Datensätze anzuzeigen oder durch die Seiten zu blättern.) 

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News Presse Flüchtlinge Vertriebene Klimawandel Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Lateinamerika und Karibik Guatemala Venezuela Honduras Ecuador Kolumbien Peru Chile Europa Ukraine Nahost Afrika
news-5117 Fri, 09 Jun 2023 14:38:01 +0200 Tag des Bevölkerungsschutzes: DRK - Die Bevölkerung für Katastrophen und Krisen wappnen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tag-des-bevoelkerungsschutzes-drk-die-bevoelkerung-fuer-katastrophen-und-krisen-wappnen/ Waldbrände, Überschwemmungen oder Stürme – Klimaveränderungen führen in Deutschland bereits vermehrt zu Extremwetterereignissen. Die daraus entstehenden Notfall- und Katastrophensituationen stellen viele Menschen vor große Herausforderungen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hilft dabei nicht nur akut in Krisen, sondern bemüht sich bereits im Vorhinein die Gesellschaft besser auf solche Katastrophen vorzubereiten und deren Resilienz zu stärken. Sein sehr breites Portfolio hierfür präsentiert es am 24. Juni beim Tag des Bevölkerungsschutzes (TdBs) in Potsdam in Form eines spannenden Programms. „Das DRK steht den Menschen in Krisensituationen als verlässlicher Partner zur Seite. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Menschen wissen, wie sie sich und anderen helfen können, bis organisierte Unterstützung eintrifft“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Not- und Katastrophenfälle kommen meistens überraschend und treffen die Menschen unvorbereitet. Wissen um Selbsthilfemöglichkeiten und eine gute Vorbereitung für den Eventualitätsfall sind daher die beste Grundlage für ein schnelles und bewusstes Handeln. Je mehr Menschen ihre Fähigkeiten für den Umgang mit Krisensituationen stärken, desto mehr Leid kann gezielt verhindert werden. Auch werden durch die persönliche Vorsorge Einsatzkräfte entlastet, die sich bei Großschadenslagen mit tausenden Betroffenen gezielter um Menschen in besonders schweren Notlagen kümmern können. „Die Gesellschaft darin zu unterstützen, eine gemeinsame Resilienz aufzubauen, ist uns ein großes Anliegen. Das DRK bietet genau für diese Zwecke Kurse an. Am Tag des Bevölkerungsschutzes können die Besuchenden bereits erste Grundlagen erlernen und Informationen dazu bekommen, welche weiteren Möglichkeiten der Vorbereitung es gibt,“ so Reuter.

Ein gemeinsamer Stand des Bundes und der anerkannten Hilfsorganisationen beim TdBs bietet beispielsweise erste Einblicke in Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten. Das Konzept zielt auf die Vermittlung von relevanten Handlungskompetenzen ab, die in außergewöhnlichen Not- und Krisenlagen eines Zivilschutzfalles zielführend zum Einsatz kommen. Gleichzeitig können sie aber auch bereits bei Notfallsituationen des Alltags hilfreich sein. Zusätzlich können Besuchende das Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ erleben, das Teil der mobilen Betreuungsreserve des Bundes ist und im Katastrophenfall kurzfristig bis zu 5.000 Menschen unterbringen und versorgen kann. Der DRK-Landesverband Brandenburg präsentiert zudem ein vielseitiges Programm mit Wasserrettung, Rettungshundestaffel und Mitmachaktionen. Außerdem informiert er über den DRK-Suchdienst, das Jugendrotkreuz sowie über Versorgungs- und Betreuungseinheiten des DRK, die beispielsweise bei Waldbränden zum Einsatz kommen.

Der TdBs wird gemeinsam vom Bundesministerium des Innern und für Heimat, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie dem Land Brandenburg ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bürgerinnen und Bürger, die bei der Veranstaltung Kenntnisse und Fähigkeiten zum Verhalten bei Notfällen und Krisen gezielt stärken können.

Zeit: 24. Juni, 10 bis 18 Uhr
Ort: Alter Markt & Lustgarten Potsdam

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News Presse Katastrophenvorsorge Katastrophe Katastrophenschutz
news-5102 Thu, 08 Jun 2023 16:39:17 +0200 Ukraine: DRK unterstützt Soforthilfe nach zerstörtem Staudamm https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/ukraine-drk-unterstuetzt-soforthilfe-nach-zerstoertem-staudamm/ In den frühen Morgenstunden des 6. Juni wurde der Staudamm des Wasserkraftwerks in der Stadt Nowa Kachowka in der Südukraine zerstört. Dadurch wurde eine Flutwelle ausgelöst mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung vor Ort. Die derzeit etwa 16.000 betroffenen Menschen in der Ukraine brauchen dringend Hilfe. „Wir haben seit Beginn der Eskalation des bewaffneten Konflikts im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Roten Kreuz intensiviert und unterstützen fortlaufend und bedarfsorientiert, auch in dieser schweren Krisenlage", sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Die schweren Überschwemmungen stellen nun eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Notfallteams unserer Schwestergesellschaft waren unmittelbar seit Bruch des Staudamms im Einsatz, das DRK wird die Unterstützung für die Soforthilfe in der betroffenen Region ausbauen". Das Ukrainische Rote Kreuz (URK) unterstützt in seiner auxiliaren Rolle als freiwillige Hilfsgesellschaft die Behörden im humanitären Bereich in der Soforthilfe in den Überschwemmungsgebieten. Seine Helferinnen und Helfer waren unmittelbar nach dem Vorfall aktiv und haben bereits über 2.000 Menschen aus der Region Cherson evakuiert, darunter auch viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Das URK hilft den Betroffenen auch akut bei der Deckung ihres humanitären Grundbedarfs, wie beispielsweise der Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Schlafsets.

Das DRK steht im engen Austausch mit seiner Schwestergesellschaft URK zur Lage vor Ort. „Der aktuelle Vorfall ist einer der folgenschwersten seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts. Die Zerstörung ziviler Infrastruktur hat massive Folgen für die Bevölkerung," sagt Reuter. „Wir tun alles dafür, den Menschen vor Ort bestmöglich zu helfen.”

Am 9. Juni startet zusätzlich zur kontinuierlichen Unterstützung der Krisenregion der erste Hilfstransport des DRK in die vom Bruch des Staudamms betroffene Gebiete. Geladen sind 34 Paletten, mit etwa 13,3 Tonnen Hilfsgütern wie 5400 10-Liter-Trinkwasser-Kanistern und 1000 Hygiene Kits. Weitere Hilfsmaßnahmen werden vorbereitet. Damit verstärkt das DRK seine bisherigen Aktivitäten im Krisengebiet.

Das DRK hat seine Unterstützung seit der Eskalation des Konflikts im Februar 2022 stetig ausgebaut. Es ist Schlüsselpartner der ukrainischen Schwestergesellschaft in den Bereichen der mobilen Gesundheitsversorgung und ambulanter Pflegeleistungen und erarbeitet derzeit neue Konzepte zur Katastrophenvorsorge und verbesserten Einsatzbereitschaft. So betreibt das URK unter anderem 84 mobile medizinische Gesundheitseinheiten – speziell ausgerüstete Fahrzeuge samt Personal, die in teils sehr entlegene Gemeinden entsendet werden, um Menschen medizinisch zu versorgen. Das DRK unterstützt derzeit 20 dieser Einheiten in den Oblasten Rivne, Volyn und Odessa. Im vergangenen Jahr konnten so über 118.000 Patienten behandelt werden. Parallel zu den Aktivitäten in der Ukraine unterstützt das DRK auch die Nachbarländer und hilft in Deutschland Menschen, die aus der Ukraine fliehen mussten.

Da sich die Lage in den Überschwemmungsgebieten beinahe stündlich ändert, werden Bedarfsanalysen fortlaufend aktualisiert und Hilfsmöglichkeiten entsprechend angepasst. Es besteht die Gefahr, dass es vermehrt zu Erkrankungen durch verschmutztes Trinkwasser und fehlender Abwasserbehandlung kommen kann. Das URK bereitet in dem Zusammenhang bereits Sensibilisierungskampagnen für die betroffene Bevölkerung über Gesundheitsrisiken und durch Wasser übertragene Krankheiten vor. Zudem sind Wasseraufbereitung und die Verteilung von Trinkwasser in der gesamten Region geplant. Sobald die ersten Grundbedarfe gedeckt sind, wird das URK gezielt bei der Aufklärung zum Risiko von durch die Überschwemmung weit verstreuten Mienen und scharfen Kampfmitteln unterstützen.

Die Hilfsmaßnahmen vor Ort werden innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung fortlaufend koordiniert und komplementiert. So unterstützt auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) das URK bei beschriebenen Hilfsmaßnahmen und wird, wie das DRK, die Zulieferung von Hilfsgütern und Rettungsausrüstung weiter ausbauen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei der Zugang zu sauberem Trinkwasser bilden.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Weitere Informationen zur humanitären Hilfe des DRK in der Ukraine: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/europa/ukraine-krise-humanitaere-hilfe/

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News Presse Auslandshilfe Katastrophe Soforthilfe Ukraine
news-5074 Mon, 05 Jun 2023 13:31:32 +0200 Neue Empfehlung: Beatmung und erweiterte Atemwegssicherung beim Kreislaufstillstand im Sanitätsdienst https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neue-empfehlung-beatmung-und-erweitere-atemwegssicherung-beim-kreislaufstillstand-im-sanitaetsdienst/ In diesem Jahr haben sich die Landesärztinnen und die Landesärzte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unter Federführung des DRK-Bundesarztes, Univ. Prof. Dr. med. Bernd Böttiger, Uniklinik Köln, und unter fachlicher Beratung durch PD Dr. Gerrit Jansen, Universitätsinstitut für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Medizinische Fakultät OWL, erneut mit dem Thema „Beatmung und erweiterte Atemwegssicherung beim Kreislaufstillstand im Sanitätsdienst“ befasst. Als Ergebnis entstand eine konkrete Handlungsempfehlung, die eine zeitgemäße und optimale Patientenversorgung ermöglicht. Sanitäterinnen und Sanitäter erlernen in ihrer Ausbildung sowohl die Atemspende ohne (Mund-zu-Mund-Beatmung) als auch mit Hilfsmitteln. Als Hilfsmittel werden derzeit im Sanitätsdienst Beatmungsbeutel mit Beatmungsmaske und bisweilen auch sogenannte supraglottische Atemwegshilfen (SGA), die in den Rachen der Betroffenen eingeführt werden, verwendet. Deren Anwendung werden in der Sanitätsdienstausbildung auch geschult.

Aufgrund einer früheren Empfehlung der Ständigen Konferenz der DRK-Landesärztinnen und Landesärzte (SKLÄ) wurde im November 2018 die Verwendung und Schulung der Anwendung von Larynxtuben und anderen SGA ausgesetzt. Grundlage für diese Empfehlung waren Hinweise von publizierten Komplikationen und Zwischenfällen bei Anwendung insbesondere von Larynxtuben.

Auf Grundlage der Ergebnisse aktueller Untersuchungen wird nun empfohlen, die Atemspende beim Kreislaufstillstand im Sanitätsdienst initial entweder mittels Beutel-Maskenbeatmung oder mittels einer SGA zu beginnen. Sollte mit einer dieser Maßnahmen keine ausreichende Beatmung sichergestellt werden, soll jeweils die Alternative zur Anwendung gelangen. Als SGA werden jetzt primär die iGel-Larynxmaske sowie weitere Larynxmasken der 2. Generation mit Drainagekanal empfohlen. Die Anwendung soll im Rahmen der Sanitätsdienstausbildung geschult und erlernt werden. Sanitäterinnen und Sanitäter, die in der Anwendung von SGA nicht ausgebildet wurden, müssen eine interne Fortbildung zur Ergänzung besuchen. Ebenfalls berechtigt zur Nutzung der SGA im Sanitätsdienst sind Personen, welche von Berufswegen in der Anwendung ausreichend geschult sind (Rettungssanitäterinnen/ Rettungssanitäter, Notfallsanitäterinnen/Notfallsanitäter, Ärztinnen/Ärzte und Anästhesiepflegefachkräfte). Zusätzlich muss eine jährliche Reanimationsfortbildung nachgewiesen werden, in welcher die Anwendung der SGA trainiert wird.

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News Presse Erste Hilfe Erste Hilfe/Rettung
news-5070 Mon, 22 May 2023 10:15:50 +0200 Sommerreise von Gerda Hasselfeldt: DRK-Präsidentin sucht das Gespräch mit Mitarbeitenden https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sommerreise-von-gerda-hasselfeldt-drk-praesidentin-sucht-das-gespraech-mit-mitarbeitenden/ Ein funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem ist angesichts wachsender Bedarfe fundamental wichtig, aber nicht selbstverständlich. So hat etwa die Corona-Pandemie die Strukturen und die Mitarbeitenden an ihre Grenzen gebracht. Vor diesem Hintergrund wird DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zwischen Juni und August bundesweit verschiedene Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) besuchen und vor Ort mit Beschäftigten sprechen. Ein zentrales Thema wird dabei der gravierende Arbeitskräftemangel sein. „Ich möchte direkt von den Mitarbeitenden erfahren, welche Perspektiven und Handlungsansätze sie im Umgang mit dieser Problematik haben. Und ich betrachte es als meine Aufgabe, diese Informationen in den politischen Diskurs einzubringen“, erklärt die DRK-Präsidentin.  „Applaus ist nicht genug – Was braucht es wirklich aus der Sicht der Fachkräfte?“ – so lautet das Motto der Sommerreise der DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Sie besucht in den kommenden Wochen verschiedene Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen des DRK und wird dort mit Mitarbeitenden über deren Herausforderungen, Sorgen, Nöte aber auch die schönen Seiten ihres Berufs sprechen. Der gravierende Arbeitskräftemangel und seine Auswirkungen sollen in den Gesprächen einen besonderen Raum einnehmen.

Erste Station ist Niedersachsen. Dort wird Hasselfeldt zwischen dem 1. und 2. Juni unter anderem eine Pflegeeinrichtung, einen Rettungsdienst, ein Familienzentrum, eine Kita, eine Jugendhilfeeinrichtung sowie eine Sozialstation und eine Tafel besuchen. Es folgen Stationen in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes und gut ausgestattetes Gesundheits- und Sozialsystem ist“, so Gerda Hasselfeldt. „Allerdings hat sie die Strukturen und die Mitarbeitenden auch an ihre Grenzen gebracht. Nachhaltige Investitionen und Zeichen der gesellschaftlichen Wertschätzung bleiben dagegen rar.“ Gleichzeitig macht sich der Arbeitskräftemangel deutlich bemerkbar. Der Stresspegel in den Belegschaften steigt, längere Krankenstände nehmen zu, die Neubesetzung neuer Stellen dauert immer länger. Darunter leiden die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, aber auch die Mitarbeitenden.

„Mir ist wichtig, vor Ort von der Expertise der Beschäftigten zu lernen und zu erfahren, was sie bewegt und wie sie die Zukunft sehen“, sagt die DRK-Präsidentin. Es werde auch darum gehen, mit der Politik im Anschluss über Lösungen zu sprechen und Wege aufzuzeigen, wie man die Situation langfristig verbessern kann. Dass diese nicht einfach und auch nicht zum Nulltarif zu haben sein werden, daraus macht sie keinen Hehl: „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Konsens, wie viel gesundheitliche und soziale Arbeit wir uns leisten wollen.“

Stationen der Sommerreise von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt

01.06. bis 02.06. Niedersachsen

11.06. bis 13.06. Mecklenburg-Vorpommern

31.07. bis 02.08. Bayern

20.08. bis 23.08. Nordrhein-Westfalen

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News Presse Gerda Hasselfeldt
news-5069 Wed, 17 May 2023 09:38:32 +0200 Tarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen: DRK-Bundestarifgemeinschaft erzielt Einigung mit ver.di https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tarifverhandlungen-erfolgreich-abgeschlossen-drk-bundestarifgemeinschaft-erzielt-einigung-mit-verdi/ Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sich am 15. Mai 2023 in der zweiten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di auf einen Tarifabschluss für die Entgeltrunde 2023 geeinigt. „Wir freuen uns, dass wir nach sehr konstruktiven Gesprächen ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis erzielt haben“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Ich sehe das DRK und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit für die Zukunft gut aufgestellt“. Die Verhandlungspartner einigten sich in den Gesprächen auf die Auszahlung eines steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsgeldes in Höhe von insgesamt 3.000 Euro. Einmalig erhalten die Beschäftigten im August 2023 1.200 Euro, anschließend monatlich 200 Euro im Zeitraum September 2023 bis Mai 2024. Zudem erhöhen sich ab 1. Juni 2024 die Tabellenentgelte aller Beschäftigten um 200 Euro. Zusätzlich gibt es eine weitere Erhöhung der um 200 Euro erhöhten Entgelte um 6,0 Prozent.

„Mit dem neuen Vertrag reagieren wir auch auf die aktuell angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland, die für viele Menschen im DRK eine Herausforderung darstellt“, sagt Reuter. „Mit der Neuregelung wollen wir sicherstellen, dass alle unsere Beschäftigte zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Dafür sind wir bis an die finanzielle Grenze und darüber hinaus gegangen“.

Neben den Regelungen für Festangestellte sieht der Tarifvertrag auch eine Aufwertung für die Auszubildenden und Praktikantinnen und Praktikanten vor: Diese erhalten das vereinbarte Inflationsausgleichsgeld im August 2023 in Höhe von 600 Euro sowie von September 2023 bis Mai 2024 in Höhe von 130 Euro je Monat. Weiterhin werden die Entgelte der Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten ab 1. Juni 2024 um 160 Euro erhöht. Zudem wird nun die Zeit der Ausbildung bei der Stufenzuordnung berücksichtigt. „Das ist ein echtes Novum und zeigt, wie wichtig es uns ist, ein attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen zu sein und diese zu fördern“, sagt Reuter.

Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 26 Monaten, ist also bis 31. Mai 2025 gültig. Der Tarifvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien bei ver.di und der Bundestarifgemeinschaft des DRK.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt Arbeitgeber des DRK mit insgesamt rund 43.500 Beschäftigten. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern erfasst.

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News Presse DRK-Organisation DRK-Mitarbeiter
news-5068 Tue, 16 May 2023 08:43:25 +0200 Katastrophenschutz in Europa: DRK lädt zur Eröffnung des rescEU-Logistikzentrums in Dresden ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/katastrophenschutz-in-europa-drk-laedt-zur-eroeffnung-des-resceu-logistikzentrums-in-dresden-ein/ Am 24. Mai 2023 eröffnet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Dresden ein neues Logistikzentrum. Damit kommt das DRK dem Auftrag der Europäischen Union nach, Ausrüstung für den Katastrophenschutz vorzuhalten. Medien sind zu der Einweihung herzlich eingeladen. Als Teil der größten humanitären Bewegung der Welt, ist das DRK in vielen Bereichen des Katastrophenschutzes aktiv. In Zukunft wird ein erheblicher Teil der Europäischen Pandemie-Reserve beim DRK in Sachsen lagern. Mit der Eröffnung des Logistikzentrums bilden rund 5.000 Palettenstellplätze in Dresden einen zentralen Standort für die Bevorratung persönlicher Schutzausrüstung in Europa. Die Etablierung des neuen Standorts erfolgt im Rahmen des Programms rescEU.

rescEU wurde im Jahr 2019 von der Europäischen Kommission als strategische Reserve ins Leben gerufen, um den Europäischen Unterstützungsmechanismus bei Katastrophen (UCPM) und die Fähigkeiten der EU zur Bewältigung von pandemischen Ereignissen und anderen Krisen zu stärken. Deutschland und Europa haben in der Vergangenheit wiederholt auf gesundheitliche Notlagen reagieren müssen, wie zum Beispiel SARS, Ebola und Corona, die immenses Leid verursacht haben und große Herausforderungen für die lokalen Behörden und Rettungskräfte darstellten. Durch die Teilnahme am UCPM hat Deutschland Zugang zu gemeinsamen Ressourcen und Ausrüstungen, die im Falle von Extremwettereignissen oder anderen Krisen schnell und flexibel eingesetzt werden können.

Als Hilfsorganisation mit langjähriger Erfahrung und herausragender Expertise im Katastrophenschutz und der humanitären Hilfe, kann das DRK so dazu beitragen, die Reaktionsfähigkeit der EU insgesamt langfristig und nachhaltig zu verbessern.

Beginn: 24. Mai 2023, 13:30 Uhr
Ort: DRK-Landesverband Sachsen e.V., Bremer Straße 10a, 01067 Dresden

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis 21. Mai 2023, 12.00 Uhr, an die Emailadresse presse@drk.de erforderlich.

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News Presse Katastrophe
news-5067 Fri, 12 May 2023 08:12:58 +0200 Konflikt im Sudan: DRK unterstützt Hilfseinsatz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/konflikt-im-sudan-drk-unterstuetzt-hilfseinsatz/ Auch Wochen nach Beginn des bewaffneten Konflikts im Sudan, liefern sich die Armee und die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces (RSF) schwere Gefechte, die sich nun vor allem auf die Hauptstadt Khartum konzentrieren. Hunderte von Zivilisten haben bereits ihr Leben verloren und Tausende von Menschen wurden verletzt. „Die humanitäre Lage in den betroffenen Gebieten ist kritisch. Die Zivilbevölkerung hat kaum Zugang zu Wasser oder Lebensmitteln. Die Gesundheitsversorgung steht kurz vor dem Zusammenbruch“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Hilfsmaßnahmen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Sudanesischen Roten Halbmonds (SRCS) vor Ort bestmöglich unterstützen.” In enger Abstimmung mit dem IKRK und seiner Schwestergesellschaft SRCS unterstützt das DRK die sudanesische Bevölkerung mit bedarfsgerechten medizinischen Hilfsgütern und Geräten aus der Vorhaltung des DRK. Dazu gehören medizinische Ausrüstung, Medizintechnik und wiederverwendbare persönliche Schutzausrüstung für das Krankenhauspersonal. Das DRK wird dem IKRK speziell ausgebildete Fachkräfte, insbesondere im Gesundheitsbereich, zur Verfügung stellen. Die Entsendung eines ersten DRK-Krankenpflegers in den Sudan befindet sich in der Vorbereitung. Er wird im Krankenhaus Verwundete versorgen und örtliches Gesundheitspersonal schulen.

Ausgebildete Freiwillige des SRCS stehen seit Beginn des Konflikts zur Unterstützung in den Gesundheitseinrichtungen vor Ort zur Verfügung. Hunderte von ihnen leisten erste Hilfe und unterstützen das medizinische Personal in Khartum und anderen Regionen des Landes. Zudem helfen sie beim Transport von Verwundeten. Das DRK und der SRCS arbeiten bereits seit über 30 Jahren zusammen. Darauf aufbauend, wird das DRK seine Schwestergesellschaft bei der Versorgung Geflüchteter entlang ihrer Fluchtrouten unterstützen. Geplant sind unter anderem die Verteilung von benötigten Hilfsgütern und konkrete Maßnahmen in den Bereichen der Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH). Unterstützung des SRCS wird auch bei der Beschaffung von Erste-Hilfe-Kits und in der Freiwilligenarbeit stattfinden.

Die seit dem 15. April anhaltenden Auseinandersetzungen konzentrieren sich besonders auf die Hauptstadt Khartum und die Region Darfur. Verletzte brauchen sofortige medizinische Hilfe, aber es gibt in den Krankenhäusern des Landes kaum noch Vorräte. Das medizinische Personal hat wegen der Kämpfe nur schwer Zugang zu den Gesundheitseinrichtungen. „Die Menschen brauchen dringend Unterstützung“, so Reuter. „Wir planen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Hilfsmaßnahmen und werden unseren Schwestergesellschaften im Sudan wie auch in betroffenen Nachbarländern nach allen Möglichkeiten auch künftig zur Seite stehen.“

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE49 3702 0500 0005 0234 62
BIC: BFSWDE33XXX Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Stichwort: Nothilfe Afrika
https://www.drk.de/spenden/spendenformular/hilfe-afrika/

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News Presse Auslandshilfe Rotkreuzschwestern Nothilfe IKRK Konflikt Sudan
news-5066 Wed, 10 May 2023 07:44:56 +0200 RETTmobil International 2023: DRK - Beschaffung von Rettungsfahrzeugen absichern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rettmobil-international-2023-drk-beschaffung-von-rettungsfahrzeugen-absichern/ Der Rettungsdienst in Deutschland steht vor einer Vielzahl sich überschneidender Herausforderungen. Dazu zählen steigende Einsatzzahlen, Personalmangel und immer wieder auch Angriffe auf Rettungspersonal. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) macht anlässlich der 21. RETTmobil International, der internationalen Fachmesse für Rettung und Mobilität, auf eine zusätzliche Herausforderung aufmerksam. „Seit einiger Zeit kommt es verstärkt zu Problemen bei der Beschaffung von Rettungsfahrzeugen und medizinischem Gerät bei teilweise stark steigenden Preisen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Angesichts dessen fordern wir die Politik dazu auf, die Absicherung kritischer Infrastruktur besser zu stützen.“ Ergebnisse einer verbandsinternen Umfrage bei DRK-Rettungsdiensten von Ende 2022 zeigen, dass Lieferzeiten für gängige Grundmodelle für Rettungsfahrzeuge (Rettungswagen, Krankenwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge) zwischen wenigen Monaten und bis zu zwei Jahren liegen. Eine Lieferung ist nicht garantiert. In einigen Regionen können Rettungsdienste beim Händler gar keine Grundfahrgestelle mehr bestellen, weder für das Jahr 2023 noch 2024. Besonders schwierig zu beschaffen sind allradgetriebene Modelle, die beispielsweise für Notarzteinsatzfahrzeuge obligatorisch sind. Darüber hinaus gibt es lange Wartezeiten bei Fahrzeug-Ausbauern und Beschaffungsprobleme bei der notwendigen Medizintechnik. Hinzu kommen Preissteigerungen, im Extremfall bis zu 286 Prozent in 13 Monaten, so die Ergebnisse der Umfrage. In den letzten Wochen hat sich die Lage weiter zugespitzt. Das hat zur Folge, dass immer mehr Fahrzeuge über den geplanten Abschreibungszeitraum hin genutzt werden müssen. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge nimmt ab, Reparaturkosten nehmen zu und neue Technik kommt verzögert zum Einsatz.

Gründe für steigende Lieferzeiten und Preise liegen im Fehlen von Bauteilen, sowie in der Konkurrenz zu privater Nachfrage, wie zum Beispiel nach Wohnmobilen, die häufig auf dieselben Grundfahrgestelle zurückgreifen.

Davon betroffen ist nicht nur der Rettungsdienst, sondern auch DRK-Vorhaltungen für größere Schadensereignisse und den Katastrophenschutz, die alle zur kritischen Infrastruktur (KRITIS) zählen. „Als Gesamtverband muss das DRK in der Lage bleiben, Bevölkerungsschutz zu gewährleisten. Wenn Engpässe sich zuspitzen und die kritische Infrastruktur gefährden, muss die Politik reagieren“ sagt Hasselfeldt. Ein erster Schritt könnte es sein, Hersteller und Ausbauer von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen ebenfalls als Teil der KRITIS anzusehen und deren Aufgabenfelder vorrangig beliefern zu lassen. „Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die entstehenden Mehrausgaben vollständig von den Kostenträgern übernommen werden”, so Hasselfeldt.

Informationen zur Rettmobil 2023 unter: https://www.drk.de/newsroom/rettmobil-international/ 

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News Presse Katastrophenschutz Erste Hilfe/Rettung Rettungsdienst Rettungswesen
news-5065 Mon, 08 May 2023 07:34:20 +0200 Weltrotkreuztag: Vorausschauend und bedarfsgerecht - Humanitäre Hilfe der Zukunft https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltrotkreuztag-vorausschauend-und-bedarfsgerecht-humanitaere-hilfe-der-zukunft/ Zum Weltrotkreuztag betont das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Bedeutung vorausschauender humanitärer Hilfe, um zukünftig mit der Herausforderung sich überlagernder Krisen umzugehen „Wir erleben immer häufiger, dass sich Krisen wie Extremwetterereignisse, Konflikte oder Epidemien überlagern und damit die humanitäre Lage verschärfen", sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass schnelle, effektive Hilfe allein nicht mehr ausreichend ist. Vielmehr braucht es ein langfristiges Engagement, um den betroffenen Menschen zu helfen und ihre Lebensgrundlagen zu sichern." Das Jahr 2022 und der Beginn des neuen Jahres waren geprägt von Krisen und Katastrophen im In- und Ausland. Krisen, die keineswegs singulär betrachtet werden können, sondern sich überlagern und gegenseitig verstärken. Sich überlagernde Krisen sind eine der größten Herausforderungen für die humanitäre Hilfe der Gegenwart und Zukunft. Ganz besonders gilt dies für das DRK als Teil der größten humanitären Organisation der Welt, der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, und als Akteur, der in vielen Regionen der Welt aktiv ist.

"Wir müssen uns auf die Zukunft vorbereiten und die notwendigen Ressourcen bereitstellen, um auch in schwierigen Situationen schnell und effektiv helfen zu können", betont Hasselfeldt anlässlich des Weltrotkreuztages am 8.Mai. "Unser Ziel ist es, den betroffenen Menschen nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern auch langfristige Perspektiven zu schaffen und ihre Selbsthilfefähigkeit zu stärken." Möglichkeiten dafür sehe sie insbesondere in der Antizipation von Krisen, der Bedeutung eines langfristigen Engagements sowie der strategischen Kapazitätsstärkung der Schwestergesellschaften.

Damit das gelingt besteht die dringende Notwendigkeit, bessere Rahmenbedingungen für die humanitäre Hilfe zu schaffen – das gilt für die Arbeit im Ausland ebenso wie für die im Inland.

Jährlich zum Weltrotkreuztag wird auch das Jahrbuch mit aktuellen Daten und Fakten veröffentlicht. Die Ausgabe 2022 ist online verfügbar unter: https://www.drk.de/presse/mediathek/publikationen-und-literatur/jahrbuch-und-bilanzen/

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News Presse Geschichte Auslandshilfe Rotkreuzschwestern Wohlfahrts- und Sozialarbeit
news-5063 Wed, 05 Apr 2023 09:00:00 +0200 Investition in die Zukunft: DRK fordert Erhöhung der Mittel für Freiwilligendienste https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/investition-in-die-zukunft-drk-fordert-erhoehung-der-mittel-fuer-freiwilligendienste/ Die Bundesregierung hat angekündigt, die Mittel für Freiwilligendienste aufgrund der angespannten Haushaltslage zu reduzieren. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert diese Entscheidung und empfiehlt stattdessen Investitionen von rund vier Milliarden Euro, um die Freiwilligendienste zu stärken. „Es erscheint paradox, dass ständig Diskussionen um eine Pflichtzeit oder ein Gesellschaftsjahr aufkommen, während die bestehenden Freiwilligenprogramme unter Druck geraten. Wir sollten die vorhandenen Potentiale der Freiwilligendienste besser nutzen und diesen Bereich stärken“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das DRK schlägt einen Mindestauszahlungsbetrag von 800 Euro pro Freiwilligen und Monat als Mindeststandard und einen Rechtsanspruch auf einen Freiwilligenplatz vor. Die Finanzierung der Leistungen an die Freiwilligen muss dem Bund obliegen. Dabei orientiert sich das DRK an der Höhe des BaföG-Höchstsatzes für Studierende unter 25 Jahren, die nicht im Haushalt ihrer Eltern leben. Mit diesem Mindestbetrag könnten die ausgezahlten Leistungen, einschließlich Taschengeld und Geldern für Unterkunft und Verpflegung, erhöht, die pädagogische Begleitung gesichert und somit die Attraktivität der Programme gesteigert werden.

„Freiwilligendienste stärken das Miteinander im Gemeinwesen, helfen dabei, junge Menschen an eine Verantwortungsübernahme für die Gesellschaft heranzuführen und fördern Zusammenhalt, Integration und Demokratie“, so Hasselfeldt. „Die bestehenden Programme haben bei relativ geringen Kosten eine hohe gesellschaftliche Wirkung.”

Derzeit engagieren sich rund 100.000 junge Menschen pro Jahr im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD). Entsprechend des DRK-Vorschlages würden die Kosten für den Bund bei zwölf-monatigen Einsätzen auf 1,34 Milliarden Euro im Jahr steigen. Das DRK hält bei gesteigerter Attraktivität eine Verdreifachung der Freiwilligenzahlen für möglich. Könnte die Gesamtzahl der Teilnehmenden in den Programmen auf 300.000 junge Menschen erhöht werden, lägen die Gesamtkosten bei rund 4 Milliarden Euro im Jahr. Diese Summe unterschreitet Schätzungen für Umsetzungskosten eines neu einzuführenden Pflichtdienstes um ein Vielfaches.

„Die Bundesregierung sollte deshalb ihre Ankündigung, die Mittel für die Freiwilligendienste zu kürzen, dringend überdenken“, sagt Hasselfeldt. „Die bereits bestehenden Programme auszubauen und besser auszustatten, wäre eine lohnende Investition in die Zukunft und wäre ein effektiverer Ansatz als neue Maßnahmen einzuführen.“

Brennpunkt Wohlfahrt: „Freiwilligendienste: Einfache Formel für Engagement und Zusammenhalt“: https://drk-wohlfahrt.de/fileadmin/Publikationen/230324_Brennpunkt_Wohlfahrt_FSJ_01.pdf

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit der Fachabteilung.

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News Presse Wohlfahrts- und Sozialarbeit Freiwillige Freiwilligendienst Wohlfahrt Zivildienst/Freiwilligendienste
news-5062 Fri, 31 Mar 2023 10:05:00 +0200 Deutsche Rentenversicherung Bund, Caritas, Diakonie und Deutsches Rotes Kreuz beauftragen Studie zur Geschichte der Kinderkuren https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/deutsche-rentenversicherung-bund-caritas-diakonie-und-deutsches-rotes-kreuz-beauftragen-studie-zur-geschichte-der-kinderkuren/ Die Geschichte der Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen in der bundesdeutschen Nachkriegszeit wird wissenschaftlich aufgearbeitet: Dafür haben sich die Deutsche Rentenversicherung Bund und drei Wohlfahrtsverbände – Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland und Deutsches Rotes Kreuz – auf ein Forschungsvorhaben verständigt. Mit der Durchführung beauftragt wurde ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Sozial- und Wirtschaftshistoriker an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Vorhaben ist auf zwei Jahre angelegt. Ergebnisse sollen bis Ende 2024 vorliegen und 2025 veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt der Forschungen steht die geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung des bundesdeutschen Kinderkurwesens zwischen 1945 und 1989. Bei den zu untersuchenden Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen handelt es sich um ein weit verbreitetes Angebot in der deutschen Nachkriegszeit. Die Kuren sollten den gesundheitlichen Zustand von Kindern und Jugendlichen durch eine ausreichende Ernährung und den Aufenthalt in einer Region mit guter Luftqualität verbessern. In den letzten Jahren wurden vermehrt Berichte von Menschen veröffentlicht, die während der Kuraufenthalte belastende Erfahrungen machten und die auf Missstände in Heimeinrichtungen hinwiesen.

Professor Nützenadel und sein Team sind damit beauftragt, die grundlegenden Strukturen der Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen aufzuarbeiten, um eine empirische, sozialrechtliche, historische und konzeptionelle Einordnung vorzunehmen. Auch sollen Ausmaß und Formen von Fehlverhalten und Missständen in den Heimeinrichtungen aufgezeigt werden. Zu den zu untersuchenden Akteurinnen und Akteuren zählen das Heimpersonal, Aufsichtsbehörden und die Träger der Einrichtungen sowie Krankenkassen und die Rentenversicherung. Die Erfahrungen der betroffenen ehemaligen Kinder und Jugendlichen werden durch Zeitzeugenberichte und qualitative Interviews eingebunden.

Begleitet wird das Forschungsvorhaben durch einen Projektbeirat. Ihm gehören neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Vertreterinnen und Vertreter von Betroffeneninitiativen an.

Es ist der Rentenversicherung und den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege – Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland und Deutsches Rotes Kreuz – ein wichtiges Anliegen, ihre Rolle in diesem Zusammenhang unabhängig untersuchen zu lassen und damit ihrer Verantwortung als institutionelle Akteure nachzukommen.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt gibt es online unter diesem Link zur Studie.

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News Presse Kinder
news-5061 Tue, 28 Mar 2023 09:18:15 +0200 Tipps vom DRK-Bundesarzt: Das DRK informiert über Zeckensaison https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tipps-vom-drk-bundesarzt-das-drk-informiert-ueber-zeckensaison/ Der Frühling kommt und mit ihm die Zeckenzeit. Trotz ihrer winzigen Körper stellen sie in manchen Fällen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt deshalb vor einer steigenden Gefahr durch Zeckenstiche. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv, obwohl die eigentliche Saison erst ab Mai beginnt. „Sobald die Temperaturen anfangen zu steigen, sollte man vorsichtig sein“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Bernd Böttiger. Mehr Zecken heißt erhöhtes Risiko für den Menschen. Denn durch Zeckenstiche können zwei gefährliche Erkrankungen übertragen werden: Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. FSME kann zu einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks führen. „In sehr seltenen akuten Fällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden", warnt Prof. Böttinger. FSME werde häufig unterschätzt. „Eine Impfung schützt vor der Krankheit", sagt Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uni-Klinik Köln ist.

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es 2021 insgesamt 390 FSME-Erkrankungen. Eine Abnahme von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 712 Fälle ermittelt wurden. Häufiger als FSME ist aber Borreliose.  Rechtzeitig diagnostiziert, kann Borreliose glücklicherweise auch mit Antibiotika behandelt werden.

Zu den Symptomen zählen Hautrötungen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit. „Was einen Zeckenstich so tückisch macht, ist, dass die Symptome in manchen Fällen erst einige Tage bis Wochen später auftreten", sagt Prof. Böttiger. Bei einem Besuch im Freien empfiehlt es sich deshalb, freie Körperstellen zu bedecken und helle Kleidung zu tragen. So sind Zecken schneller erkennbar. „Lange Hosen und Ärmel bieten bei Wanderungen über Wiesen sowie durch Gebüsch und Unterholz einen guten Schutz", sagt Prof. Böttiger. Dabei sollten die Hosen in die Socken gesteckt werden. „Zeckenschutzspray hilft zwar, bietet aber keine 100-prozentige Sicherheit. Nach Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen sollte man unbedingt den Körper nach Zecken absuchen. Insbesondere im Bereich der Achselhöhlen und Leistenbeugen."

Sollte sich eine Zecke gefunden haben, empfiehlt der DRK-Bundesarzt, diese mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte zu entfernen. Beides gibt es in Apotheken zu kaufen. „Die Zecke sollte dabei ganz vorne an der Haut angefasst und langsam senkrecht nach oben herausgezogen werden." Wichtig sei: Nicht die Zecke zerquetschen oder drehen, das führe gegebenenfalls dazu, dass die Sekrete ausgeschieden werden, in denen sich die Erreger befinden. Die Zecke muss möglichst im Ganzen entfernt werden. Gelingt die Entfernung nicht vollständig sowie bei Auftreten von Entzündungszeichen, einem kreisrunden Hautauschlag, der sich um die Einstichstelle bildet, sollte man direkt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Die Pressestelle vermittelt Prof. Dr. Böttiger gern für Interviews.

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News Presse Erste Hilfe
news-5060 Fri, 24 Mar 2023 04:52:00 +0100 Synthesebericht Weltklimarat: DRK-Expertise - Klimawandel und humanitäre Folgen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/synthesebericht-weltklimarat-drk-expertise-klimawandel-und-humanitaere-folgen/ Die Folgen des Klimawandels sind auch in der humanitären Hilfe bereits seit längerem spürbar. Im kürzlich veröffentlichten Synthesebericht hat auch der Weltklimarat (IPCC) diesen Aspekt nun hervorgehoben. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nimmt dies zum Anlass, um erneut auf die Dringlichkeit des Themas hinzuweisen und seine Erfahrung in relevanten Bereichen zu unterstreichen. „Die Herausforderungen des Klimawandels können wir nur gemeinsam bewältigen. Dabei ist es wichtig auch die Folgen für die humanitäre Arbeit mitzudenken. Der Bericht liefert hier wichtige Lösungsansätze und Impulse – auch für unsere Arbeit“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Mit der Veröffentlichung des Syntheseberichts hat das internationale Gremium die Kernaussagen von Zwischen- und Sonderberichten zusammengefasst, die über die letzten Jahre publiziert wurden. Thematisiert werden unter anderem die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels sowie die Schwierigkeit der Erreichung des 1,5 Grad Ziels. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die humanitären Auswirkungen. Dabei wird betont, dass die Folgen des Klimawandels nach wie vor verstärkt Regionen und Menschen treffen, die für den geringsten Teil der globalen Emissionen verantwortlich sind. Um schnell auf Extremwetterereignisse zu reagieren und so menschliches Leid zu verringern, sollten laut dem Gremium beispielsweise Frühwarnsysteme großflächig etabliert werden.

Ein zentrales Element in der Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften weltweit ist für das DRK der Aufbau von Frühwarnsystemen als Teil der Katastrophenvorsorge. Im Notfall gewappnet zu sein, macht gerade mit Blick auf die zunehmenden Risiken durch den Klimawandel den großen Unterschied. Auch deshalb hat das DRK seine Instrumente durch die vorausschauende humanitäre Hilfe ergänzt. Bei Extremwetterereignissen, wie etwa Starkregen, Dürren oder Kältewellen können durch die Finanzierung und Durchführung zielgerichteter Maßnahmen die humanitären Auswirkungen gemindert werden. DRK-Projekte in über 20 Ländern dokumentieren die Wirksamkeit dieses Ansatzes.

Zur Weiterentwicklung und Stärkung der vorausschauenden humanitären Hilfe gründete das DRK mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes den Anticipation Hub. Der Anticipation Hub ist eine globale Wissens- und Austauschplattform für Praktiker, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger. Ziel ist es, vorausschauende Ansätze in der humanitären Hilfe weltweit zu etablieren, um Auswirkungen von Katastrophen zu minimieren. Seit dem offiziellen Start konnten rund 110 Partner aus über 40 Ländern gewonnen werden. „Der Klimawandel wirkt sich vielfältig auf die humanitäre Arbeit aus und ist schon heute massiv spürbar. Umso wichtiger ist es früh und gezielt zu handeln, um so Menschenleben zu schützen“, sagt Reuter.

Weitere Informationen zur Arbeit des DRK im Rahmen der Folgen des Klimawandels: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/klimawandel-folgen/

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News Presse Vorausschauende Humanitäre Hilfe Vorsorge Katastrophenvorsorge Klimawandel Katastrophenschutz Vorsorge/Prävention
news-5059 Tue, 14 Mar 2023 09:27:31 +0100 12 Jahre Syrien-Krise: DRK baut Unterstützung im Gesundheitsbereich aus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/12-jahre-syrien-krise-drk-baut-unterstuetzung-im-gesundheitsbereich-aus/ Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert mittlerweile 12 Jahre an und hat Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung. Über 15 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Weite Teile der sozialen Infrastruktur wie beispielsweise Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sind zerstört. “Nur etwa die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen in Syrien ist überhaupt noch funktionsfähig“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Die Erdbeben am 6. Februar 2023 haben die Lage in weiten Teilen des Landes weiter verschärft.“ Deshalb plant das DRK künftig vor allem sein bestehendes Engagement im Gesundheitsbereich weiter auszubauen. Das DRK leistet seit 2012 humanitäre Hilfe in Syrien und arbeitet dabei eng mit seiner Schwestergesellschaft, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC), zusammen. Im Zuge der Erdbebenhilfe hat das DRK seine Schwestergesellschaft bei der Entsendung einer mobilen Gesundheitseinrichtung in die betroffene Region Latakia unterstützt. Ein DRK-Hilfsflug lieferte 20 Tonnen medizinisches Verbrauchsmaterial und dringend benötigte Medikamente nach Damaskus. Darüber hinaus trägt das DRK zum Ausbau des Notfallbetriebs eines der wenigen Kinderkrankenhäuser bei. Im Kinderkrankenhaus in Aleppo werden besonders schwere Fälle aus der ganzen Region behandelt und überlebenswichtige Gesundheitsdienste angeboten. In angebundenen Kliniken erhalten Frauen Zugang zu Schwangerschaftsvor- und -nachsorge und werden durch geschultes Gesundheitspersonal begleitet.

Das DRK plant, die bestehenden Programme in gemeindebasierter Gesundheit in enger Abstimmung mit SARC weiter auszubauen. Dabei stehen präventive Maßnahmen und eine gestärkte Selbsthilfekapazität im Fokus. Freiwillige des SARC werden ausgebildet, um gemeinsam mit den Gemeinden, spezifische Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Ausgebildete Gemeindemitglieder sollen künftig fortlaufend über Gesundheitsrisiken informieren, um zum Beispiel auf Ausbrüche von Krankheiten schneller reagieren zu können. Auch Programme in reproduktiver Gesundheit sollen weiter gestärkt werden.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit der Globalen Kommunikationsdelegierten Oana Bara.

Das DRK bittet um Spenden für die Menschen in Syrien:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Syrien

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News Presse Syrienkrise Gesundheit
news-5058 Thu, 02 Mar 2023 12:52:47 +0100 Jubiläumsjahr 2023: 140 Jahre Wasserwacht des DRK https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jubilaeumsjahr-2023-140-jahre-wasserwacht-des-drk/ 1883 wurde die älteste Wasserrettungsorganisation Deutschlands geboren – In diesem Jahr feiert sie ihren 140. Geburtstag. Geprägt von einer langen Geschichte, stützt sich der Erfolg der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor allem auf eins: Ihre tatkräftigen Mitglieder. „Mit unermüdlicher Einsatzbereitschaft sorgen die Ehrenamtlichen am, im und auf dem Wasser bereits seit 140 Jahren für Sicherheit. Ich gratuliere der Wasserwacht von ganzem Herzen zu diesem schönen Jubiläum“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die Wasserwacht entstand mit dem ersten dokumentierten Rettungseinsatz der Rotkreuz-Wasserwehren. Sie halfen den Menschen im überschwemmten Regensburg des Februar 1883. Die engagierten Mitglieder leisteten damals unerschrocken und unermüdlich Rettungs-, Sicherheits- und Verpflegungsdienste. In den Folgejahren wurden zahlreiche Sanitäts- und Wasserwehrkolonnen des DRK an großen Gewässern, Flüssen und an den Küsten von Nord- und Ostsee etabliert. Der damals begonnene professionelle Ausbau prägt bis heute die Präsenz der Wasserwacht.

Als Wasserrettungsorganisation des DRK wird sie von 140.000 Mitgliedern, davon rund 100.000 aktiven, auf unterschiedliche Arten unterstützt. „Sie alle eint, dass sie professionell aus- und fortgebildet, hochmotiviert und sehr erfahren im Umgang mit unterschiedlichen Situationen sind“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der Wasserwacht. Das Retten von Menschenleben zählt genauso zu den Aufgaben wie das Ausbilden von Schwimmern und Rettungsschwimmern jeden Alters. Ein wichtiger Baustein, um Gefahren vorzubeugen und Notfälle zu verhindern. Die Ausbildenden erklären dabei wie die Menschen sich am besten vor Gefahren am und im Wasser schützen können und wirken so dem Ertrinkungstod entschlossen entgegen. Sie decken sowohl Flüsse, Seen, das Meer als auch Schwimmbäder ab.

Die Arbeit der Mitglieder geht allerdings häufig über das Retten von Menschenleben und die Ausbildung von Schwimmerinnen und Schwimmern hinaus, denn ihre Bereitschaft und das Engagement umfassen auch Natur-, Umwelt und Gewässerschutz. Unterstützt werden sie dabei von moderner Ausrüstung, spezialisierter Technik sowie Fahrzeugen und Rettungsbooten. So kümmern sich die Mitglieder der DRK-Wasserwacht um Mensch und Natur und verleihen dem Motto der Wasserwacht „Mit Sicherheit am Wasser“ leben.

Mehr Informationen zu der DRK-Wasserwacht: https://www.drk.de/wasserwacht/

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News Presse Wasserwacht Wasser-, Sanitärversorgung & Hygiene (WASH)
news-5057 Tue, 28 Feb 2023 08:00:00 +0100 Stellungnahme zu Berichten über Zeltverkäufe durch den Türkischen Roten Halbmond https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/stellungnahme-zu-berichten-ueber-zeltverkaeufe-durch-den-tuerkischen-roten-halbmond/ Hintergrund: In verschiedenen Medien wird berichtet, dass der Türkische Rote Halbmond Zelte für Erdbebenopfer an eine andere Hilfsorganisation nicht gespendet, sondern verkauft habe. Faktenlage: 

Hat der Türkische Rote Halbmond Zelte verkauft?

Der Türkische Rote Halbmond (Türk Kızılay) hat zwei voneinander abgegrenzte Tätigkeitsbereiche – einen philanthropischen Zweig und ein Unternehmenssegment bzw. Sozialunternehmen, das der Finanzierung humanitärer Aktivitäten dient. Nach der Erdbebenkatastrophe hat der Türkische Rote Halbmond über beide Bereiche Unterstützung geleistet.

Das Unternehmenssegment Kızılay Tent &Textiles des Türkischen Roten Halbmonds – ein Sozialunternehmen - produziert Zelte und verkauft diese an Partner und öffentliche Behörden, die für die Bereitstellung von Notunterkünften zuständig sind.  

Das Unternehmenssegment Kızılay Tent & Textiles erzielt Einnahmen durch den Verkauf dieser Zelte, die vollständig in die humanitäre Hilfe reinvestiert werden.

Für den Aufbau der Notunterkünfte zuständig ist in der Türkei die Katastrophenschutzbehörde AFAD, eine Regierungsbehörde. 


Kann man sicher sein, dass die Hilfsgüter aus dem Ausland wirklich gespendet und nicht verkauft werden?

Ja, die Hilfsgüter aus dem Ausland werden gespendet und nicht verkauft.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden mehr als 54.000 Zelte durch den Türkischen Roten Halbmond an die zuständige Behörde gespendet; unmittelbar nach der Erdbebenkatastrophe hat der Türkische Rote Halbmond seinen gesamten Lagerbestand an Zelten an AFAD gespendet.

Die gespendeten Zelte stammen aus dem Bestand des Türkischen Roten Halbmonds und aus Spenden der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK), Schwestergesellschaften und anderen Partnern. 

Von Schwestergesellschaften zur Verfügung gestellte Hilfsgüter werden nicht verkauft, sondern gespendet. 


Erzielt der Türkische Rote Halbmond mit dem Verkauf Gewinne?

Das Unternehmenssegment Kızılay Tent & Textiles erzielt Einnahmen, die vollständig in die humanitäre Hilfe reinvestiert werden. 

Es nutzt die Einnahmen aus den Verkäufen in erster Linie für die Produktion neuer Zelte. 

Sollten darüber hinaus Einnahmen generiert werden, werden diese an den Türkischen Roten Halbmond als Besitzer der Firma weitergegeben und dort in verschiedenen Bereichen der humanitären Hilfe eingesetzt. 


Wieso gibt es einen unternehmerischen Teil des Türkischen Roten Halbmonds?

Der unternehmerische Teil des Türkischen Roten Halbmonds dient dazu humanitäre Hilfe stabiler finanzieren zu können. 

Um seine Aktivitäten nachhaltig und stabil zu finanzieren, hat der Türkische Rote Halbmond Unternehmenssegmente geschaffen, die in bestimmten Tätigkeitsfeldern eigenständig Einnahmen erwirtschaften und Kosten verwalten.

Diese Praxis dient dazu, neben fluktuierenden Spendenflüssen und Zuwendungen, auch stete und verlässliche Einnahmen zu generieren.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier (auf Englisch).

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News Presse Erdbeben Katastrophe Türkei
news-5056 Tue, 28 Feb 2023 07:02:00 +0100 Neuausrichtung der Kategorien: DRK-Medienpreis 2023 ausgeschrieben https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neuausrichtung-der-kategorien-drk-medienpreis-2023-ausgeschrieben/ Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland können sich erneut für den DRK-Medienpreis bewerben, der vom DRK-Kreisverband Bremen e. V. ausgeschrieben wird. Die Auszeichnung würdigt engagierte journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung beschäftigen und Menschen zeigen, die sich für andere einsetzen. Die Auszeichnung für journalistische Arbeiten über menschliches Zusammenleben und Engagement wird zum 17. Mal vergeben. Ausgezeichnet werden die Beiträge von einer unabhängigen Jury aus Bremer Medienexpertinnen und Medienexperten in diesem Jahr in den Kategorien Text, Audio, Video und Social Media. Diese Neuausrichtung der Kategorien zielt darauf ab, der im Wandel befindlichen Medienlandschaft gerecht zu werden und den DRK-Medienpreis fit für die Zukunft zu machen.

Der DRK-Medienpreis wird mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro verliehen, dass durch die Bremer Sponsoren AOK, DIAKO, Sparkasse Bremen und team neusta bereitgestellt wird.

Journalistinnen und Journalisten können Arbeiten einsenden, die im Jahr 2022 in deutschen Medien veröffentlicht wurden. Die Beiträge können Menschen zeigen, die sich für andere einsetzen. Sie können aber auch Phänomene des Zusammenlebens auf herausragende Weise in den Mittelpunkt stellen.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2023.

Die Preisverleihung findet mit Schirmherr Frank Imhoff, Präsident der Bremischen Bürgerschaft, voraussichtlich im August statt.

Die offizielle Ausschreibung, sämtliche Einreichbedingungen und die Statuten des DRK-Medienpreises finden Sie hier: www.drk-medienpreis.de

Ansprechpartnerin für den DRK-Medienpreis in Bremen: Claudia Puzik, Tel. 0421 3403 159, claudia.puzik(at)drk-bremen.de.

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News Presse Event/Veranstaltung
news-5055 Thu, 23 Feb 2023 08:38:30 +0100 Erster Hilfstransport nach Syrien: DRK startet Hilfsflug https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erster-hilfstransport-nach-syrien-drk-startet-hilfsflug-nach-syrien/ In Reaktion auf die Erdbebenkatastrophe in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei, sendet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial per Flugzeug nach Damaskus. „In Syrien war die humanitäre Lage bereits vor dem Erdbeben äußerst herausfordernd. Die Lage hat sich durch die jüngsten Ereignisse in den betroffenen Regionen nun weiter verschlimmert. Unterstützung für notleidende Menschen ist dringend notwendig“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Der erste DRK-Hilfstransport per Flieger nach Syrien umfasst neben medizinischem Verbrauchsmaterial vor allem dringend benötigte Medikamente. Die insgesamt 20 Tonnen Hilfsgüter wurden am Donnerstagmorgen am Flughafen Leipzig/Halle verladen und erreichen Damaskus, die Hauptstadt Syriens, im Laufe des Tages. Vor Ort werden die Güter über das medizinische Logistiknetzwerk des Syrischen Arabischen Roten Halbmond an Gesundheitseinrichtungen in betroffenen Regionen verteilt.

Unmittelbar nach dem Erdbeben hat das DRK seinen lokalen Partner bei der Entsendung einer mobilen Gesundheitseinrichtung in die betroffene Region Latakia unterstützt. Auch eine Reserve von 5.000 Matratzen wurde aus dem Zentrallager in Tartous mobilisiert. Darüber hinaus unterstützt das DRK die Ausgabe von mehreren hundert Mahlzeiten für Betroffene in Aleppo und den nun erweiterten Notfallbetrieb eines der wenigen Kinderkrankenhäuser in der Region. Die Hilfen für die Familien in Syrien und auch in der Türkei werden unter anderem vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Das DRK arbeitet seit 2012 in Syrien und ist mit einem Team von drei internationalen Mitarbeitenden und einer syrischen Mitarbeiterin in Damaskus vertreten. Diese enge Verbindung zu den lokalen Helfern ist die Basis für die Zusammenarbeit und Unterstützung in der aktuellen Katastrophensituation.

„Durch den engen Austausch und die Abstimmung vor Ort stellen wir sicher, dass weitere dringend benötigte Hilfsgüter die Menschen vor Ort erreichen“, so Reuter. „Wir und die gesamte Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung setzen uns dafür ein, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, wo immer und wer auch immer sie sind.“

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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News Presse Auslandshilfe Nothilfe Soforthilfe Türkei Nahost Syrien
news-5054 Mon, 20 Feb 2023 09:33:40 +0100 Jahrestag der Eskalation: DRK engagiert sich langfristig im Gesundheitsbereich in der Ukraine https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jahrestag-der-eskalation-drk-engagiert-sich-langfristig-im-gesundheitsbereich-in-der-ukraine/ Am 24. Februar 2023 jährt sich die Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine. Der Hilfsbedarf bleibt enorm. Schätzungen zufolge werden über die Hälfte der Menschen in der Ukraine auch 2023 humanitäre Unterstützung benötigen. „Die massive Zerstörung der zivilen Infrastruktur erschwert für viele Menschen den Zugang zu lebenswichtiger Grundversorgung. Hierzu zählen insbesondere Wasser, Lebensmittel, Strom und Gas sowie Gesundheitsversorgung“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. „Zusammen mit dem Ukrainischen Roten Kreuz engagiert sich das DRK vor allem im Gesundheitsbereich und wird daran auch zukünftig festhalten.“ Das DRK war bereits vor der massiven Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine aktiv. Seit letztem Februar baut es die Aktivitäten in enger Abstimmung mit seinen Partnern vor Ort stetig aus. Neben dem Fokus auf Soforthilfemaßnahmen in den ersten Wochen, setzt das DRK nun vor allem auf die nachhaltige Stärkung der Einsatzbereitschaft seiner Schwestergesellschaft und ihrer sozialen und medizinischen Dienste für besonders Bedürftige.

Das Ukrainische Rote Kreuz (URK) betreibt unter anderem 84 mobile medizinische Gesundheitseinheiten – speziell ausgerüstete Fahrzeuge samt Personal, die in teils sehr entlegene Gemeinden entsendet werden, um Menschen medizinisch zu versorgen. Das DRK unterstützt derzeit 20 dieser Einheiten in den Oblasten Rivne, Volyn und Odessa. Im vergangenen Jahr konnten so über 118.000 Patienten behandelt werden. Psychosoziale Fürsorge ist vor allem in Konfliktgebieten von zentraler Bedeutung. Daher erweitert das DRK seine Unterstützung für die mobilen Gesundheitseinheiten durch Schulungen in psychologischer Erster Hilfe für Mitarbeitende und Freiwillige sowie Aktivitäten für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften. Der häusliche Besuchs- und Pflegedienst des URK versorgte im vergangenen Jahr über 3.600 Menschen, vor allem Ältere, Bettlägerige und Menschen mit Behinderungen. Ihnen wurde von über 560 Betreuenden zum Beispiel beim Kochen, Putzen, Einkaufen von Lebensmitteln und mit Medikamenten geholfen. Das DRK stellt dabei in den Oblasten Rivne, Volyn, Odessa und Lwiw sowie Kiew Stadt Pflegehilfsmittel bereit und fördert die Professionalisierung der Betreuenden durch Schulungen und Weiterbildungen.

„Unsere Unterstützung in der Gesundheitsversorgung, die wir mit dem Ukrainischen Roten Kreuz entwickeln, wird auch auf andere Regionen übertragbar sein“, erklärt Reuter. „So unterstützen wir unsere Schwestergesellschaft darin, ihre Handlungsfähigkeit in der humanitären Hilfe weiter stabil auszubauen.“

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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Pflege & Betreuung Gesundheit Konflikt Ukraine News Presse Krieg Hilfe
news-5053 Fri, 17 Feb 2023 08:59:23 +0100 DRK: Weitere Hilfslieferungen für Erdbebenregionen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-weitere-hilfslieferungen-fuer-erdbebenregionen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bringt weitere Hilfsgüter in die vom Erdbeben betroffenen Regionen in der Türkei. Am 17. Februar startet ein zweiter LKW-Konvoi nach Gaziantep im Süden des Landes. „Nach der Erdbebenkatastrophe vergangene Woche bleibt die Lage vor Ort angespannt, der humanitäre Bedarf ist immens. Dank des großen und schnellen Einsatzes unserer Landesverbände ist es uns möglich, weitere 26 Tonnen Hilfsgüter auf den Weg zu bringen und damit die wichtige Arbeit unserer Schwestergesellschaft, des Türkischen Roten Halbmonds, kontinuierlich zu unterstützen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Unter Beteiligung der DRK-Landesverbände Bayern, Sachsen und Hessen, wurden 3 LKW mit Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Geladen sind 2 Dusch-Container, 18 Generatoren, 17 Zeltheizungen, über 2.800 Decken, mehr als 1.000 Schlafsäcke und rund 1.300 Feldbetten. Die Hilfsgüter werden bei Ankunft an den Türkischen Roten Halbmond übergeben und von diesem an Betroffene verteilt.

Der erste LKW-Konvoi mit 44 Tonnen Hilfsgütern war am 11. Februar vom DRK-Logistikzentrum in Schönefeld aufgebrochen und hat am Abend des 15. Februar Gaziantep erreicht.

Zusätzlich beteiligt sich das DRK am 17. Februar an einem Hilfsflug mit der Bundeswehr nach Adana. Die 11 Tonnen Ladung umfassen 2 Dusch-Container, 28 Generatoren, 60 Feldbetten, mehr als 1.700 Decken und knapp 500 Schlafsäcke.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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News Presse Auslandshilfe Nothilfe Soforthilfe Türkei Syrien
news-5052 Fri, 10 Feb 2023 08:49:51 +0100 Nach Erdbeben in der Türkei und Syrien: DRK bringt über 100t Hilfsgüter per Flieger und LKW in die Türkei https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nach-erdbeben-in-der-tuerkei-und-syrien-drk-bringt-ueber-100t-hilfsgueter-per-flieger-und-lkw-in-die-tuerkei/ Nach den schweren Erdbeben am 6. Februar in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) heute erste humanitäre Hilfsgüter per Flieger vom Flughafen Leipzig/Halle auf den Weg gebracht. Ein weiterer Transport per LKW-Konvoi startet morgen vom Logistikzentrum Schönefeld bei Berlin. „Die Erdbeben haben Tausende Menschenleben gekostet, die Zahl der Verletzten ist enorm, Häuser und wichtige Infrastruktur wurden zerstört. Die Schadenslage bleibt weiter unübersichtlich und die winterlichen Temperaturen erschweren die Situation. Es ist vor allem wichtig, die Betroffenen auch weiterhin schnell und zuverlässig mit dem Notwendigsten zu versorgen und sie vor der Kälte zu schützen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Mit den Hilfstransporten, die wir in Zusammenarbeit mit den DRK-Landesverbänden aus Bremen, Bayern, Hamburg und Niedersachsen umsetzen, unterstützen wir die Aktivitäten unserer Schwestergesellschaft, des Türkischen Roten Halbmonds“, sagt Reuter weiter. Der erste DRK-Hilfstransport per Flieger vom Typ B777F umfasst 2.500 Decken, 500 Familienzelte sowie 500 Pakete mit Material zur Winterfestmachung der Zelte und 4.000 Isoliermatten. Die insgesamt 70 Tonnen Hilfsgüter wurden heute in Leipzig verladen und werden am Nachmittag nach Adana im Süden der Türkei verbracht. Der zweite Transport auf insgesamt vier LKW umfasst 44 Tonnen Hilfsgüter. Dazu zählen 1.000 Zeltplanen, über 1.000 Isoliermatten, 77 Zeltheizungen einschließlich Zubehör, rund 3.400 Feldbetten und 1.000 Hygienepakete. Der Konvoi wird am morgigen Samstag in Schönefeld bei Berlin beladen und fährt dann auf dem Landweg in die Türkei.

In Syrien unterstützt das DRK den Syrischen Arabischen Roten Halbmond im Rahmen erster Soforthilfemaßnahmen mit einer mobilen Gesundheitseinrichtung, die in die vom Erdbeben betroffene Region entsendet wurde. 5.000 Matratzen, die in einem vom DRK unterstützten zentralen Lagerhaus in Tartous, im Westen Syriens, vorgehalten wurden, werden ebenfalls in die betroffenen Regionen verbracht. Darüber hinaus stellt das DRK mehrere hundert Mahlzeiten für Betroffene in Aleppo bereit und unterstützt vor Ort das Kinderkrankenhaus. Die Hilfen für Syrien und die Türkei werden unter anderem vom Auswärtigen Amt unterstützt.

„Neben der unmittelbaren Soforthilfe stellen wir uns bereits jetzt darauf ein, auch längerfristig Unterstützung in den betroffenen Regionen zu leisten und unseren Schwestergesellschaften zur Seite zu stehen“, so Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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News Presse Erdbeben Katastrophe Türkei Syrien
news-5051 Thu, 09 Feb 2023 10:08:44 +0100 Erdbeben in der Türkei und Syrien: Erste DRK-Hilfstransporte starten in die betroffenen Regionen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-in-der-tuerkei-und-syrien-erste-drk-hilfstransporte-starten-in-die-betroffenen-regionen/ Nach den schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien am 6. Februar ist die Lage weiter unübersichtlich und dynamisch. In den am schwersten betroffenen Gebieten im Südosten der Türkei und im Nordwesten Syriens kamen tausende Menschen ums Leben, weitere Tausende wurden verletzt, Infrastruktur und zahlreiche Gebäude wurden in beiden Ländern zerstört. Die Zahl der Opfer und das genaue Ausmaß der Schäden wird erst in den kommenden Tagen zu ermessen sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird am 10. und 11. Februar erste Hilfstransporte per Flugzeug und LKW-Konvoi in die Türkei auf den Weg bringen. Die Verladung der von der Schwestergesellschaft angeforderten Güter findet am 10. Februar am Flughafen Leipzig/Halle und am 11. Februar am Logistikzentrum Schönefeld statt. Medien sind zu beiden Terminen herzlich eingeladen. Ort:
Flughafen Leipzig/Halle, Tor71, Hans-Wittwer-Straße 4, 04435 Schkeuditz
DRK-Logistikzentrum, Flughafen Berlin-Schönefeld, 12529 Schönefeld

Termin:
Freitag, 10.02.2023, Anmeldung 12:45, Start der Verladung 13.00 Uhr (Flughafen Leipzig/Halle)
Samstag, 11.02.2023, Start der Verladung 09:00 Uhr (Logistikzentrum Schönefeld)

Für O-Töne stehen zur Verfügung:
Freitag am Flughafen Leipzig/Halle: Christian Reuter, DRK-Generalsekretär
Samstag am Logistikzentrum Schönefeld: Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit

Ansprechpartnerin vor Ort:
Rebecca Winkels, Teamleitung Kommunikation und Pressesprecherin (0162 - 200 2029)

Wir bitten um eine Voranmeldung bis spätestens Donnerstag, 9. Februar 2023, 20.00 Uhr per E-Mail an presse(at)drk(dot)de unter Angabe des jeweiligen Termins (Freitag, Samstag oder beide). Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie Informationen zum jeweiligen Treffpunkt.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

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News Presse Erdbeben Katastrophe Türkei Erste Hilfe/Rettung Rettungswesen
news-5050 Mon, 06 Feb 2023 17:57:40 +0100 Schwere Erdbeben: DRK unterstützt Soforthilfe in der Türkei und Syrien https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/schwere-erdbeben-drk-unterstuetzt-soforthilfe-in-der-tuerkei-und-syrien/ In den frühen Morgenstunden des 6. Februar ereignete sich eines der stärksten je gemessenen Erdbeben in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien. Die Beben und diverse Nachbeben haben dramatische Auswirkungen für Menschen im Südwesten der Türkei sowie dem Nordwesten Syriens. „Wir verfolgen die Ereignisse mit großer Bestürzung und sind in Gedanken bei den Betroffenen. Die Menschen in den Katastrophenregionen in der Türkei und Syrien brauchen nun dringend humanitäre Hilfe. Das Deutsche Rote Kreuz stimmt Hilfsmaßnahmen aktuell unter Hochdruck gemeinsam mit unseren Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ab, um die bereits angelaufenen Soforthilfemaßnahmen unserer Partner vor Ort so zielgerichtet wie möglich zu unterstützen“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. Helferinnen und Helfer des Türkischen Roten Halbmondes (TRH) und des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes (SARC) waren bereits unmittelbar kurz nach dem ersten Beben in den jeweiligen Gebieten aktiv, um die betroffenen Menschen zu versorgen. Der TRH engagiert sich aktuell insbesondere in der psychosozialen Notfallversorgung, der Lebensmittelversorgung und in der Bereitstellung von Blutkonserven. Der SARC leistet Erste Hilfe und unterstützt Rettungs- und Bergungsarbeiten Verletzter und Verstorbener. Die winterlichen Bedingungen erschweren die Arbeit der Helfenden immens.

Das DRK steht im engen Austausch mit seinen Schwestergesellschaften zur Lage vor Ort, um den humanitären Bedarf festzustellen und abzustimmen, wie das DRK am besten unterstützen kann, um dringend notwendige Hilfe zu leisten.  Das Auswärtige Amt unterstützt die initiale Soforthilfe des DRK in der Türkei und Syrien mit 500.000 Euro.

Die Katastrophe forderte bereits hunderte Menschenleben und tausende Verletzte, mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen wird gerechnet.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien

oder unter drk.de/spende

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News Presse Nothilfe Erdbeben Katastrophe Soforthilfe Türkei
news-5049 Tue, 31 Jan 2023 11:00:00 +0100 Lotto und GlücksSpirale: Förderung wichtiger sozialer DRK-Projekte https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/lotto-und-gluecksspirale-foerderung-wichtiger-sozialer-drk-projekte/ Die staatlich erlaubten Landeslotteriegesellschaften haben im Jahr 2022 etwa 90 Projekte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durch die Zweckerträge der Lotterie GlücksSpirale unterstützt. Das Fördervolumen betrug insgesamt etwa 2,5 Millionen Euro. „Die großzügige Unterstützung der staatlich erlaubten Landeslotteriegesellschaften, insbesondere der GlücksSpirale, ist für uns von großem Wert. Wir danken den staatlich erlaubten Landeslotteriegesellschaften für die langjährige Zusammenarbeit, die viele soziale Projekte beim DRK erst ermöglicht hat“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. Die 16 im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) zusammengeschlossenen Landeslotteriegesellschaften konnten im Jahr 2022 über alle Spielarten hinweg Spieleinsätze von rund 7,97 Milliarden Euro erzielen. Etwa die Hälfte des Betrags wurde als Gewinne an die Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer ausgeschüttet. „Durch die aus den Spieleinsätzen abgeführten Steuern, Abgaben und Zweckerträge an die jeweiligen Landeshaushalte sowie Destinatäre über alle Lotterien hinweg wurden gemeinwohlorientierte Projekte insbesondere in den Bereichen Wohlfahrt, Sport, Kunst, Kultur, Denkmalpflege und Umweltschutz mit rund 3,18 Milliarden Euro unterstützt“, erläutert Axel Holthaus, Geschäftsführer von LOTTO Niedersachsen.

Unter den geförderten DRK-Projekten waren beispielsweise der Aufbau eines Innovationsnetzwerks in der Wohlfahrtspflege beim Landesverband Bayerisches Rotes Kreuz und eine Projektstelle für innovative Ansätze in der Altenhilfe im Landesverband Rheinland-Pfalz. Des Weiteren ein Programm für Prävention und Hilfe im Bereich Kinderschutz im Landesverband Schleswig-Holstein sowie Angebote für Gemeinschaftsfahrdienste und mobile Beratung, die die Anbindung hilfebedürftiger Personen im ländlichen Raum an das Gesundheitssystem verbessern, im Landesverband Niedersachsen.

„Das gemeinwohlorientierte Glücksspiel der Landeslotteriegesellschaften wird ausdrücklich durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 auf der Grundlage des Ordnungsrechts und im Rahmen der föderalen Zuständigkeit geregelt. Das gemeinwohlorientierte Lotto-Prinzip wird durch die digitale Transformation der 16 Landeslotteriegesellschaften weiterhin zukunftsfähig gehalten“, ergänzt Sven Osthoff, Geschäftsführer von LOTTO Niedersachsen.

Aus den Spieleinsätzen der GlücksSpirale gingen im vergangenen Jahr bundesweit insgesamt knapp 70 Millionen Euro an die Destinatäre, sodass die gemeinnützigen Organisationen erneut zahlreiche Projekte umsetzen konnten“, freut sich Claus Niederalt, Vorsitzender der GlücksSpirale und Präsident der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung. „Seit dem Bestehen der GlücksSpirale wurde gemeinnützigen Projekten im Bereich der Wohlfahrt über 710 Millionen Euro zur Verfügung gestellt – insgesamt über 2,4 Milliarden Euro über alle Destinatäre hinweg“, so Niederalt.

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News Presse Wohlfahrts- und Sozialarbeit ambulant Kooperationen Wohlfahrt
news-5048 Wed, 11 Jan 2023 10:07:42 +0100 Neubesetzung im DRK-Generalsekretariat: Rebecca Winkels verstärkt als neue Pressesprecherin das DRK https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neubesetzung-im-drk-generalsekretariat-rebecca-winkels-verstaerkt-als-neue-pressesprecherin-das-drk/ Seit 1. Januar 2023 ist Rebecca Winkels die neue Pressesprecherin des Generalsekretariats des Deutschen Roten Kreuzes e.V (DRK). Die studierte Biologin und Wissenschaftsjournalistin wird beim DRK neben der Rolle der Pressesprecherin auch die Leitung des Kommunikationsteams mit den Schwerpunkten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation, historischer und interner Kommunikation übernehmen.

Vor ihrem Wechsel leitete Rebecca Winkels den Bereich Kommunikation und Strategie bei der Wissenschaft im Dialog gGmbH. Zuvor war sie als Pressereferentin der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und in verschiedenen Funktionen innerhalb der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig tätig.

„Es freut mich sehr, dass wir Rebecca Winkels für das DRK gewinnen konnten. Ich wünsche ihr einen guten Start und viel Erfolg“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

„Ich freue mich sehr auf die verantwortungsvolle neue Aufgabe beim DRK“, sagt Winkels. „Die vielfältigen Aktivitäten des DRK sind von großer gesellschaftlicher Relevanz. Damit sie ihre volle Wirkung entfalten können, müssen wir eng in den Austausch mit verschiedenen Zielgruppen treten, denn nur mit ihnen gemeinsam können wir erfolgreich sein. Dazu bedarf es transparenter und proaktiver Kommunikation in unterschiedlichen Medien und auf unterschiedlichen Kanälen.“

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News Presse Generalsekretariat DRK-Organisation Personen DRK-Mitarbeiter
news-5047 Mon, 09 Jan 2023 09:04:00 +0100 Wasserwacht des DRK: Gemeinsame Erklärung der Verbände zur DGfdB Richtlinie 94.05 https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/wasserwacht-des-drk-gemeinsame-erklaerung-der-verbaende-zur-dgfdb-richtlinie-9405/ Am 22. November 2022 hat der Ausschuss Bäderbetrieb der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) in Trier den Weißdruck der Richtlinie DGfdB R 94.05 „Verkehrssicherungs-, Aufsichts- und Organisationspflichten in öffentlichen Bädern während des Badebetriebes“ fachlich verabschiedet. Es folgt nun noch die Beschlussfassung durch den Erweiterten Vorstand, dann steht einer Veröffentlichung im Verlauf des ersten Quartals 2023 nichts mehr im Wege. Mit diesem Beschluss geht eine mehrjährige Bearbeitungsphase zu Ende. Im Arbeitskreis Organisation sowie in zahlreichen Spitzengesprächen innerhalb und zwischen den beteiligten Verbänden DGfdB, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS) und DRK Wasserwacht sind am Ende annehmbare Kompromisse erzielt worden.

Es liegt im Wesen von Kompromissen, dass die Beteiligten – zum Teil auch schmerzhafte – Abstriche machen müssen. Dies war auch hier der Fall. Am Ende zählte aber für alle das gemeinsame Interesse und der Wille, die Sicherheit in den Bädern zu gewährleisten, den Badbetreiber:innen betriebliche Handlungsspielräume zu geben und den Interessen des Berufsstandes sowie der Wasserrettungsorganisationen gerecht zu werden.

So bleiben etwa die Anforderungen an die Rettungsfähigkeit von Schwimmbadpersonal nahezu unverändert. Eine der für das Bäderwesen bekanntesten Qualifikationen in Deutschland, das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber, bleibt ausgewiesener Bestandteil der Richtlinie.

Die nun gefundene Lösung wird von allen beteiligten Verbänden mitgetragen und ebnet den Weg für die weitere wichtige Zusammenarbeit, um die vielfältige Bäderlandschaft zu erhalten.

Weitere Informationen zur Wasserwacht finden Sie hier: https://www.drk.de/wasserwacht/

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News Presse Wasserwacht Wasser-, Sanitärversorgung & Hygiene (WASH) Rettungswesen
news-5045 Wed, 28 Dec 2022 07:30:47 +0100 Feuerwerk zum Jahreswechsel: DRK ruft zu Vorsicht auf und gibt Erste-Hilfe-Tipps zu Silvester https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/feuerwer/ Nach zwei Jahren mit bundesweitem Feuerwerksverbot ist zum Jahreswechsel 2022/2023 privates Feuerwerk vielerorts nun wieder gestattet. Aus gesundheitlichen und Umweltschutz-Gründen ist dennoch von Feuerwerk abzuraten. Wer nicht darauf verzichten möchte, den ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zum vorsichtigen Umgang mit Pyrotechnik auf und gibt Erste-Hilfe-Tipps für den Ernstfall. „Der Umgang mit Feuerwerkskörpern führt leider immer wieder zu teilweise schweren Verletzungen, und an Silvester herrscht jedes Jahr aufs Neue Hochbetrieb in den Notaufnahmen. Nicht nur angesichts der ohnehin angespannten Versorgungslage in vielen Kliniken bundesweit rufen wir nachdrücklich zum verantwortungsvollen Umgang mit Böllern, Raketen und Co auf“, sagt DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Bernd Böttiger. Zum sicheren und verantwortungsvollen Umgang gehört es, nur offiziell zugelassene und zertifizierte Feuerwerkskörper zu nutzen und vor dem Abbrennen unbedingt die beigefügten Herstellerhinweise zu lesen. Kinder dürfen grundsätzlich keine Böller in die Hände bekommen und Jugendliche unter 18 Jahren sollten umfassend über den Gebrauch und die möglichen Gefahren aufgeklärt werden. Vom Kauf von Pyrotechnik aus dem Ausland oder gar der Verwendung selbstgebauter Feuerwerkskörper ist unbedingt abzusehen. Blindgänger dürfen niemals erneut gezündet werden und in jedem Fall ist beim Zünden stets ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten.

„Kommt es dennoch zu Verletzungen, ist es vor allem wichtig, schnell zu reagieren“, so Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uniklinik in Köln ist. Schwere Verbrennungen, Hand- oder Augenverletzungen, Alkoholvergiftungen und Unterkühlungen sind typische Notfälle in der Silvesternacht. Sogar abgerissene Finger kommen vor. Der DRK-Bundesarzt rät:

  • „Bei kleineren Verbrennungen kühlen, bei großflächigen nicht, da sonst eine Unterkühlung der betroffenen Person droht. Als Faustregel gilt, Verbrennungen, die größer als die Handfläche sind, erfordern eine ärztliche Behandlung.
  • Bei Handverletzungen sollte die Wunde umgehend steril abgedeckt werden. Abgerissene Finger oder Fingerteile nach Möglichkeit bergen und den Rettungskräften übergeben.
  • Bei Augenverletzungen ist es wichtig, beide Augen zu verbinden, sodass das verletzte Auge möglichst nicht mehr bewegt wird.
  • Bei ernsten Verletzungen sollte der Notruf 112 getätigt werden.“

„Die Silvesternacht ist für die meisten Menschen ein besonderes Erlebnis. Auch wenn viele nach der zweijährigen Pause nun endlich wieder ausgelassen und mit privatem Feuerwerk feiern wollen, sollten Vorsicht und Rücksicht dabei weiter im Vordergrund stehen“, betont Prof. Böttiger.

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News Presse Erste Hilfe Unfall/Unglück
news-5044 Mon, 12 Dec 2022 09:12:37 +0100 DRK: Verhandlungen zum Reformtarifvertrag - Einigung bei der Arbeitszeit mit ver.di erzielt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-verhandlungen-zum-reformtarifvertrag-einigung-bei-der-arbeitszeit-mit-verdi-erzielt/ Nach einer Vielzahl intensiver Gespräche und Verhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Gewerkschaft ver.di über die Absenkung der verlängerten Arbeitszeit haben die Kommissionen Ende November eine Einigung erzielen können. „Wir sind froh, dass wir bei der essenziellen Frage der verlängerten Arbeitszeit nun eine langfristige Einigung herbeiführen konnten. Die vorgesehene stufenweise Absenkung auf 42 Stunden wird das DRK als Arbeitgeber noch attraktiver machen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter, Vorsitzender der BTG. Die Verhandlungen befassten sich mit der Möglichkeit, die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit über 38,5 beziehungsweise 39 Stunden hinaus zu verlängern. Bisher war eine Verlängerung auf bis zu 45 Stunden festgeschrieben. Die Einigung sieht nun vor, diese Verlängerung bis zum Jahr 2028 stufenweise auf 42 Stunden abzusenken. Zudem erhalten Beschäftigte für Dienste, die im Rahmen der verlängerten Arbeitszeit geleistet werden, eine zusätzliche Vergütung in Form einer Dienstpauschale. Als wesentlichen Bestandteil enthält die Einigung auch Regelungen zum Gesundheitsschutz. Ältere Beschäftigte ab 55 Jahren, die bisher im Rahmen der verlängerten Arbeitszeit tätig sind, sind nun auf deren Wunsch von Nachtdiensten sowie von der verlängerten Arbeitszeit auszunehmen.

„Im kommenden Jahr stehen herausfordernde Entgeltverhandlungen an. Insofern freuen wir uns, dass wir das Thema der verlängerten Arbeitszeit jetzt erfolgreich und für alle Seiten zufriedenstellend abgeschlossen haben. So können wir uns im kommenden Jahr mit ver.di auf die wirtschaftlichen Aspekte konzentrieren“, ergänzt Reuter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt Arbeitgeber des DRK mit insgesamt rund 43.500 Beschäftigten. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern erfasst.

Weitere Informationen zum DRK-Reformtarifvertrag: https://www.drk.de/das-drk/drk-verbandsstruktur/drk-reformtarifvertrag/

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News Presse Wohlfahrts- und Sozialarbeit DRK-Organisation DRK-Mitarbeiter
news-5043 Thu, 01 Dec 2022 11:36:19 +0100 Internationaler Tag des Ehrenamts am 5. Dezember: DRK-Präsidentin lobt Einsatz des Ehrenamts in der Ukraine-Krise https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationaler-tag-des-ehrenamts-am-5-dezember-drk-praesidentin-lobt-einsatz-des-ehrenamts-in-der-ukraine-krise/ Sie empfangen am Bahnhof, richten Unterkünfte ein, versorgen mit dem, was gebraucht wird, dolmetschen, begleiten Behördengänge und zeigen Mitgefühl in schweren Stunden – die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützen seit über neun Monaten geflüchtete Menschen aus der Ukraine. „Ohne den beispiellosen Einsatz Zehntausender ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern des DRK wäre die Bereitstellung von Infrastruktur zur Aufnahme und Betreuung ukrainischer Geflüchteter nicht möglich gewesen. Die Ehrenamtlichen haben Bedeutendes geleistet und tun dies auch weiterhin Tag für Tag. Umso wichtiger ist es nach wie vor, dem Ehrenamt in Deutschland einen höheren Stellenwert einzuräumen und es auch politisch zu stärken,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine am 24. Februar befindet sich ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung auf der Flucht – viele von ihnen auch nach Deutschland. Begleitet werden sie hier vielerorts durch engagierte Ehrenamtliche des DRK. „Menschen in Not beizustehen, die alles verloren haben oder aufgeben mussten, sich um sie und ihre Angehörigen zu kümmern, ist nicht nur ein originärer Auftrag des DRK – es ist mir auch ein persönliches Anliegen“, sagt Tobias Muhr, der sich bereits seit 20 Jahren ehrenamtlich beim DRK-Landesverband Bayerisches Rotes Kreuz engagiert – als einer von insgesamt über 430.500 DRK-Ehrenamtlichen in ganz Deutschland. „Wer der Rotkreuz-Familie angehört, wird in solchen Situationen niemals lang fragen, sondern sofort helfen und da sein, um das Leid der Menschen zu lindern.“ Muhr half unter anderem am Grenzbahnhof im bayerischen Furth im Wald, wo geflüchtete Menschen aus der Ukraine auf der Durchreise mit dem Zug verpflegt wurden.

Das Ehrenamt spielt in vielen Bereichen eine zentrale Rolle für die Arbeit des DRK und damit auch für das Gemeinwesen in Deutschland: in den Bereitschaften, der Wasserwacht und Bergwacht, dem Jugendrotkreuz oder in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit. „Täglich bringen sich hunderttausende Menschen ehrenamtlich im DRK ein. Viele Angebote würden ohne dieses Engagement nicht funktionieren. Das DRK fordert daher dringend politische Maßnahmen, um das Ehrenamt nachhaltig zu stärken und zu fördern, zum Beispiel durch die Helfergleichstellung,“ betont Hasselfeldt. „Diese würde bundesweit einheitliche Regelungen bei beispielsweise der Freistellung vom Arbeitsplatz ermöglichen und eine gesteigerte Anerkennung für die Arbeit von Ehrenamtlichen des DRK und anderer anerkannter Hilfsorganisationen gegenüber Freiwilliger Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk in allen Bundesländern bedeuten.“

Weitere Informationen zum Ehrenamt beim DRK:
https://www.drk.de/mitwirken/ehrenamt/

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News Presse Freiwillige Freiwilligendienst Ehrenamt Krieg Konflikt Freiwillige/Ehrenamt Ukraine
news-5042 Tue, 29 Nov 2022 11:23:24 +0100 Besuch des DRK-Logistikzentrums: Bundespräsident würdigt Arbeit des Roten Kreuzes in der Ukraine-Krise https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/besuch-des-drk-logistikzentrums-bundespraesident-wuerdigt-arbeit-des-roten-kreuzes-in-der-ukraine-krise/ Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine vor über neun Monaten baut das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gemeinsam mit seinen Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sein humanitäres Engagement in der Ukraine und den Nachbarländern massiv aus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte mit seinem Besuch des DRK-Logistikzentrums Schönefeld am 29. November 2022 die Arbeit des Roten Kreuzes. „Wir Deutschen stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Wir stehen bereit zur Hilfe. In Deutschland wird auf allen Ebenen mobilisiert, um gerade jetzt Winterhilfe zu leisten“, sagte Steinmeier. „Angesichts der anhaltenden Zerstörung und weitreichenden Schädigung der Wasser-, Energie- und Wärmeversorgung im ganzen Land setzen wir uns derzeit verstärkt in der Winterhilfe ein“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Der betroffenen Bevölkerung werden Hilfsgüter wie Heizöfen, Generatoren und mobile Tankanlagen zur Verfügung gestellt. Im Nachbarland Polen wurden die Bestände im Logistikdrehkreuz in Lublin aufgestockt und Nothilfegüter für die Überwinterung von mehr als 2.000 Menschen beschafft.

Darüber hinaus setzt das DRK seine Unterstützung für das Ukrainische Rote Kreuz (URK) im Gesundheitsbereich fort und baut diese aus. Der Betrieb mobiler Gesundheitseinrichtungen und häuslicher Besuchs- und Pflegedienste kommt vor allem Älteren, Kranken und Menschen mit Behinderungen zugute. „Die Gesundheitsversorgung ist seit der Eskalation des Konflikts im Februar eine zentrale Säule unserer humanitären Arbeit. In diesem Bereich unterstützen wir die Bevölkerung sowohl in umkämpften Gebieten – unter Führung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz – als auch in entlegenen Regionen im Westen des Landes“, ergänzt Hasselfeldt.

Ein wichtiges Einsatzgebiet für das URK ist seit Ende Februar Erste Hilfe, wobei es auf seine langjährige Erfahrung in diesem Bereich aufbauen kann. So wurden seit Beginn der Eskalation beispielsweise bereits hunderttausende Menschen in der Ukraine in Präsenz und online in grundlegenden Erste-Hilfe-Maßnahmen geschult. Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft auch im Bereich Erste Hilfe fortlaufend. Als nächstes werden in diesem Zusammenhang weitere mehr als 100 Rettungsrucksäcke und 140 Erste Hilfe-Puppen geliefert.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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news-5041 Mon, 28 Nov 2022 08:56:08 +0100 Ukraine-Krise: DRK leistet Winterhilfe in der Ukraine und den Nachbarländern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/ukraine-krise-drk-leistet-winterhilfe-in-der-ukraine-und-den-nachbarlaendern/ Der Winter könnte für Millionen Menschen in der Ukraine lebensbedrohlich werden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) leistet dringend notwendige Winterhilfe. „Die massive und anhaltende Zerstörung ziviler Infrastruktur beeinträchtigt die Wasser-, Energie- und Wärmeversorgung in der Ukraine insgesamt und gefährdet immer mehr Menschen akut. Wir unterstützen die betroffene Bevölkerung mit über 7.000 Heizöfen zum Wärmen und Kochen, über 100 Generatoren und mehr als 20 mobilen Tankanlagen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Darüber hinaus stellen wir, gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Ukrainischen Roten Kreuz, Material und Gelder zur Verfügung, um Reparaturen an Unterbringungen für Geflüchtete im Land und an privaten Haushalten zu ermöglichen.“ Bis zu 40 Prozent der ukrainischen Kraftwerke sind beschädigt und produzieren derzeit keinen Strom, Hochspannungsleitungen sind unterbrochen. „Die bevorstehenden Wintermonate bringen für die betroffenen Menschen sowohl im Land als auch auf der Flucht enorme Herausforderungen mit sich. Gemeinsam mit unseren Partnern tun wir unser Möglichstes, um durch bedarfsorientierte und möglichst breit aufgestellte Winterhilfe die Gefahren für Leben und Gesundheit zu minimieren“, erklärt Reuter. Die Verteilung der durch das DRK bereitgestellten Gerätschaften erfolgt durch das Ukrainische Rote Kreuz, wobei stark von Kampfhandlungen betroffene und sehr entlegene Regionen im Fokus stehen. Die Winterhilfe des DRK wir unter anderem durch das Auswärtige Amt finanziell unterstützt.

Eine Zuspitzung der humanitären Lage in den Wintermonaten kann auch zu neuen Fluchtbewegungen führen. Dadurch würde sich die Unterbringungs- und Versorgungssituation sowohl in der Ukraine als auch in den angrenzenden Ländern verschärfen. Das DRK hat daher gemeinsam mit dem Polnischen Roten Kreuz die Bestände im Logistikdrehkreuz in Lublin aufgestockt und Nothilfegüter für die Überwinterung von mehr als 2.000 Menschen beschafft. Dazu zählen 2.000 Feldbetten, 5.000 Decken, 2.000 Schlafsäcke sowie 20.000 Hygienepakete. Hinzu kommen Bargeldhilfen im Wert von insgesamt 1,3 Millionen Euro für über 2.800 geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die sich bereits in Polen befinden.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Ukraine

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news-5040 Tue, 22 Nov 2022 14:00:19 +0100 UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh: DRK fordert zügige Umsetzung der Beschlüsse https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/un-klimakonferenz-in-sharm-el-sheikh-drk-fordert-zuegige-umsetzung-der-beschluesse/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt das Ergebnis der 27. UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh, fordert aber die zügige Umsetzung der Vereinbarungen durch die Vertragsparteien und größere Anstrengungen beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung. Die im Abkommen enthaltene Einigung zur Schaffung eines eigenen Finanzierungsfonds zur Bewältigung klimawandelbedingter Verluste und Schäden setzt ein wichtiges Zeichen von historischer Bedeutung. Allerdings muss dieses Instrument auch mit den nötigen Mitteln ausgestattet werden. Das DRK fordert zum unverzüglichen Handeln auf. „Die Folgen der Klimakrise sind nicht gleichmäßig verteilt. Die Länder des Globalen Südens sind nur für einen geringen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich und leiden gleichzeitig am meisten unter den klimatischen Folgen. Häufig fehlen die Mittel, sich auf klimatische Veränderungen und die zunehmenden Extremwetterereignisse vorzubereiten. Daher braucht es schon jetzt neben der finanziellen Ausstattung des neuen Klimafonds weiterhin größere Unterstützung in der Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Jüngste Untersuchungen der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK) zeigen, dass vielen Ländern und Gemeinden die Mittel im Bereich Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge fehlen. Nur mit einer stärkeren Unterstützung lokaler Strukturen und Akteure können diese Länder klimabedingten Verluste und Schäden begegnen.

„Die Vertragsparteien der UN-Klimakonferenz müssen auf die wachsende Nachfrage nach Finanzierung reagieren. Die Mittel müssen die lokale Ebene erreichen und betroffenen Gemeinden in der erforderlichen Größenordnung zugutekommen.“, betont Reuter. „Es ist jedoch dringend notwendig, nicht nur auf den Klimawandel zu reagieren, sondern auch vorausschauend zu handeln, um im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit von Verlust und Schäden zu reduzieren.“

Das DRK unterstützt zahlreiche seiner Schwestergesellschaften vor Ort bei der Anpassung und Bewältigung der Klimakrise, etwa durch die vorausschauende humanitäre Hilfe. Hierbei werden finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe schon vor Eintreten einer Katastrophe auf Basis von detaillierten Vorhersagen und Risikoanalysen bereitgestellt. In sogenannten Early Action Protocols (EAPs) sind Schwellenwerte vorab festgelegt bei deren Erreichen Hilfsgelder nach bestimmten Vorgaben Verwendung finden. Je eher eine Katastrophe vorhergesagt werden kann und je konkreter die Maßnahmen in dem Fall festgelegt sind, desto besser ist es möglich, menschliches Leid zu mindern.

„Die vorausschauende humanitäre Hilfe, die das DRK international leistet, trägt entscheidend dazu bei, Klimawandelanpassung und Bewältigung klimabedingter Verluste und Schäden voranzubringen. Deshalb fordern wir, dass die Vereinbarungen von Sharm El-Sheikh so schnell wie möglich umgesetzt werden, “ so Reuter.

Weitere Informationen zu den Klimaprojekten des DRK unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/klimawandel-folgen/

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News Presse Katastrophenvorsorge Klimawandel Klima Katastrophe Katastrophenschutz Pakistan
news-5039 Sat, 19 Nov 2022 14:00:34 +0100 Welttoilettentag: DRK verbessert Zugang zu sanitären Anlagen in Uganda https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/welttoilettentag-drk-verbessert-zugang-zu-sanitaeren-anlagen-in-uganda/ Zugang zu sicheren sanitären Anlagen erscheint hierzulande meist eine Selbstverständlichkeit. Der Welttoilettentag am 19. November macht darauf aufmerksam, dass dies keinesfalls überall so ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben aktuell über 1,7 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung wie privaten Toiletten oder Latrinen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt daher vielerorts seine Schwestergesellschaften bei WASH-Projekten (Wasser, Sanitär, Hygiene). „Ein sicherer Zugang zu Sanitäranlagen hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern auch auf Bildungs- und wirtschaftliche Chancen sowie die Umwelt,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Daher sind WASH-Projekte ein wesentlicher Bestandteil unserer humanitären Arbeit, durch die wir Menschen in Krisensituationen nachhaltig unterstützen.“ In Uganda ist das DRK gemeinsam mit seiner Schwestergesellschaft, dem Ugandischen Roten Kreuz (URK), im Bereich WASH aktiv. Das Land sieht sich verschiedenen Krisen zeitgleich ausgesetzt, die sich auch auf die Trinkwasserversorgung und den Zugang zu sanitären Einrichtungen auswirken. Uganda kämpft mit den Folgen extremer Wetterereignisse, steigender Nahrungsmittelunsicherheit und regelmäßigen Ausbrüchen von Krankheiten wie zum Beispiel Ebola. Zudem ist Uganda aufgrund von Konflikten in Nachbarländern das größte Aufnahmeland für Geflüchtete in Afrika, insbesondere für geflohene Menschen aus dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo.

In Palorinya, einer der größten Siedlungen für Geflüchtete und Vertriebene in Uganda, hat das DRK gemeinsam mit dem URK 12 Latrinenblöcke an Schulen gebaut und 100 Material- und Werkzeugpakete verteilt, mit denen private Haushalte ihre eigenen Toiletten bauen können. Außerdem wurden Pumpen, Regenwasserauffangsysteme, Aufbereitungsanlagen und Zapfstellen installiert, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern. Bewohner und Bewohnerinnen der Siedlung wurden darin geschult die Instandhaltung und Wartung der Anlagen zu gewährleisten.

„Das Projekt trägt zum Beispiel dazu bei, Krankheiten, die über verunreinigtes Wasser übertragen werden, vorzubeugen. Gleichzeitig sichert der Bau der Latrinen an Schulen den Zugang zu Bildung gerade für Mädchen, denen sonst aufgrund fehlender oder unzureichender Hygieneeinrichtungen die Teilnahme am Schulunterricht nicht möglich wäre“, so Reuter.

Weitere Informationen zum WASH-Projekt in Uganda unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/uganda-hygiene-projekt-fuer-suedsudan-gefluechtete

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Presse
news-5038 Sat, 19 Nov 2022 13:51:00 +0100 DRK: 71. Bundesversammlung - Multiplen und komplexen Krisen wirkungsvoll begegnen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-71-bundesversammlung-multiplen-und-komplexen-krisen-wirkungsvoll-begegnen/ Heute tagt das höchste Gremium des Bundesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes e.V. (DRK) in Berlin unter dem Motto „Gelebte Grundsätze. Gelebte Menschlichkeit.“. Die Teilnehmenden widmen sich vor allem dem Themenkomplex gleichzeitiger und langanhaltender Krisen. „Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine, das Hochwasser 2021 und die Corona-Pandemie führen uns allen immer wieder deutlich vor Augen, wie unerlässlich die starke Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist. Das unermüdliche Engagement der tausenden Haupt- und Ehrenamtlichen sowie unsere Einbettung in das größte humanitäre Netzwerk der Welt, ermöglichen es uns auch weiterhin, vielerorts so dringend benötigte Hilfe nach dem Maß der Not zu leisten und dabei für Menschlichkeit einzustehen – ganz im Einklang mit den Rotkreuz-Grundsätzen,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Multiple und komplexe Krisen können so gemeinsam angegangen werden.“ Zwei Podiumsdiskussionen mit erstklassigen Expertinnen und Experten beleuchten die wichtige Arbeit des DRK im In- und Ausland. So befasst sich die DRK-Bundesversammlung in diesem Jahr mit jüngsten Entwicklungen in der Sozialwirtschaft und damit, wie die Arbeit des DRK als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege finanziell nachhaltig gestaltet werden kann. Neben Prof. Dr. Harald Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Bank für Sozialwirtschaft, diskutieren dazu Ulrike Würth, Vizepräsidentin des DRK, und Doreen Fuhr, Oberin und Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.

Zudem wird im Kontext des Krieges in der Ukraine die Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in den Blick genommen: Zu diesen zählen insbesondere das Ukrainische Rote Kreuz und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Den Austausch dazu führen Ariane Bauer, Regionaldirektorin Eurasien beim IKRK, Regine Reim, DRK-Freiwillige in der Ukraine, und Dr. Ralph Matzky, stellvertretender Landesbereitschaftsführer des DRK-Landesverbandes Brandenburg.

Am Vorabend stand die Würdigung des Ehrenamtes im Mittelpunkt: Die DRK-Präsidentin zeichnete in diesem Jahr Cordula Andjelic-Neumann vom Ortsverein Reinfeld (Schleswig-Holstein), Heidrun Gutekunst vom Ortsverein Weilstetten-Frommern (Baden-Württemberg) und Wilhelm Walter vom Ortsverein Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) für deren ehrenamtliches Engagement mit der Dankmedaille der Präsidentin des DRK aus. Marcus Janßen erhielt zudem die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied des DRK, zu welchem er gemeinsam mit Eberhard Desch und Prof. Dr. med. Peter Sefrin im Juni ernannt worden war.

Weitere Informationen zur DRK-Bundesversammlung:https://www.drk.de/das-drk/drk-verbandsstruktur/bundesversammlung/

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Presse
news-5037 Tue, 15 Nov 2022 11:42:19 +0100 DRK startet Dialogformat zum humanitären Völkerrecht https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-startet-dialogformat-zum-humanitaeren-voelkerrecht/ Eine Kernaufgabe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist es, die Inhalte des humanitären Völkerrechts zu verbreiten und dessen Einhaltung einzufordern. Denn auch in bewaffneten Konflikten gelten Regeln. Nicht zuletzt der andauernde Krieg in der Ukraine macht deutlich, wie wichtig diese fortwährende Aufklärungsarbeit ist. Immer wieder gibt es in der Berichterstattung Meldungen zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen, Angriffen auf zivile Ziele und Missachtung des humanitären Völkerrechts. Gleichzeitig kommt es wiederholt zu Fehlinformationen oder zu Missverständnissen in Bezug auf die Rolle und Arbeit des DRK und anderer Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat das DRK ein informatives Dialogformat zum humanitären Völkerrecht ins Leben gerufen. In Gesprächen zwischen dem DRK-Bundeskonventionsbeauftragten Dr. Dieter Weingärtner und DRK-Botschafter und Schauspieler Ludwig Trepte werden sowohl historische Hintergründe als auch Inhalte des humanitären Völkerrechts und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen erläutert und eingeordnet.

Die Videoreihe startet am heutigen 15. November 2022 auf dem YouTube-Kanal des DRK mit dem ersten Gespräch zur Entstehungsgeschichte des humanitären Völkerrechts. Im kommenden halben Jahr wird die Serie monatlich um einen weiteren Beitrag ergänzt. Zu den behandelten Themen gehören die Schutzvorschriften des humanitären Völkerrechts, die Verbreitungsarbeit des Roten Kreuzes, die Grundsätze und Ideale der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die Rolle und Bedeutung von Schutz- und Kennzeichen, unter dem humanitären Völkerrecht verbotene Waffen, Verfolgung von Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht, aber auch, was man für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts tun kann und wie man sich beispielsweise beim DRK dafür engagieren kann.

Das erste Video aus der Serie finden Sie hier: https://youtu.be/-l34lCCOAnQ

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news-5036 Thu, 03 Nov 2022 13:52:40 +0100 46. Ständige Konferenz der Landesärzte: Wahl der Stellvertreter des DRK-Bundesarztes https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/46-staendige-konferenz-der-landesaerzte-wahl-der-stellvertreter-des-drk-bundesarztes/ Die Ständige Konferenz der Landesärzte (SKLÄ) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat die neuen Stellvertreter des DRK-Bundesarztes Univ.-Prof. Dr. med. Bernd W. Böttiger gewählt: Dr. Michael Benker, DRK-Landesarzt Brandenburg, und Dr. Stefan Otto, DRK-Landesarzt Saarland gewannen jeweils in einstimmiger Wahl das Vertrauen des Fachausschusses des Bundesverbandes. „Das DRK verfügt über herausragende Landesärztinnen und Landesärzte mit umfangreicher Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Ich freue mich sehr darüber, Herrn Dr. Benker und Herrn Dr. Otto als Stellvertreter an meiner Seite zu wissen,“ sagt Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uniklinik in Köln ist. Dr. Michael Benker ist seit 1979 Mitglied des DRK und wirkte bereits in verschiedenen Funktionen auf Kreisebene. Er übernahm 2010 die Position als Landesarzt beim DRK-Landesverband Brandenburg. Dr. Benker arbeitet als Klinischer Direktor der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Rettungsdienst im Bundeswehrkrankenhaus (BwK) Berlin. Sein medizinischer Schwerpunkt liegt im Rettungsdienst. Nach seinem Studium der Humanmedizin in Bochum, Bonn und Heidelberg war Dr. Benker als anästhesiologischer Weiterbildungsassistent in Ludwigshafen und Speyer tätig, trat 1997 in die Bundeswehr ein und machte 1998 seinen Facharzt für Anästhesiologie. Er arbeitete unter anderem als stellvertretender ärztlicher Leiter Luftrettungsstandort „Christoph 23“ im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, als Facharzt im BwK Hamm, als Personaldezernent im Personalamt der Bundeswehr, zuständig für die Personalführung von allen „nicht-operativen“ Sanitätsoffizieren in den Bundeswehrkrankenhäusern und Facharztzentren, als Oberarzt „Rettung“ und Ärztlicher Leiter des Luftrettungsstandorts „Christoph 31 B“ sowie als Leitender Arzt Notfallmedizin und Rettungsdienst im BwK Berlin. Er nahm an zahlreichen Auslandseinsätzen im erweiterten Aufgabenspektrum der Bundeswehr teil.

Dr. Stefan Otto trat 1974 dem DRK bei und engagierte sich seitdem in verschiedenen Positionen. 2006 wurde er Landesarzt und Vorstandsmitglied des DRK-Landesverbandes Saarland. Die Rolle als Stellvertreter des Bundesarztes hat er seit 2011 inne. 2022 ernannte ihn die Regierung des Saarlandes zum Sanitätsrat. Dr. Otto trat 1978 sein Medizinstudium an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg an, um im Anschluss als Assistenzarzt erst in der Anästhesieabteilung des Kreiskrankenhauses Ochsenfurt und dann an der Klinik für Anästhesiologie in Mainz zu arbeiten. Dort machte er seinen Facharzt zum Anästhesisten. Im Anschluss übernahm er zunächst die Oberarztposition und seit 2002 die Chefarztposition an der Klinik für Anästhesiologie am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis. Zeitweise war er noch zusätzlich Chefarzt am St. Michael Krankenhaus Völklingen und am Caritas Krankenhaus Dillingen. Seit 2015 ist er als Lehrbeauftragter für Anästhesiologie an der Universität des Saarlandes tätig.

Die Wahl der beiden renommierten Mediziner fand auf der 46. SKLÄ des DRK am 21. und 22. Oktober in Wiesentheid im Produktions- und Logistikzentrum des bayerischen Blutspendedienstes statt.

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News Presse Vorstand
news-5035 Tue, 25 Oct 2022 15:43:00 +0200 Vorbereitung auf Komplexe Krisen: DRK lädt zur Fachtagung Katastrophenvorsorge 25.-27.Okt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/vorbereitung-auf-komplexe-krisen-drk-laedt-zur-fachtagung-katastrophenvorsorge-25-27okt/ Komplexe Krisen bedrohen zunehmend das Leben und die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Ein Paradigmenwechsel in der Katastrophenvorsorge ist daher dringend notwendig. Die diesjährige Fachtagung Katastrophenvorsorge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) widmet sich dem wichtigen Thema „Komplexe Krisen“ und wie humanitäre Hilfe im Ausland, aber auch der Bevölkerungsschutz im Inland effizienter, wirksamer und vorausschauend gestaltet werden kann. Medien sind hierzu herzlich eingeladen. Die diesjährige Fachtagung findet in virtueller Form statt. Es wird zahlreiche Workshops und Diskussionsrunden geben, bei denen in unterschiedlicher Weise von sehr verschiedenen Institutionen das Thema der Komplexen Krisen betrachtet wird. Dabei wird beleuchtet, wie diese sich auf die Gesellschaft auswirken, wie diesen begegnet werden kann und welche Rolle moderne und innovative Ansätze in der Katastrophenvorsorge und dem Bevölkerungsschutz spielen können. Gleichzeitig wird der Blick auf den vermehrten Austausch zwischen internationalen und nationalen Akteuren in der Katastrophenvorsorge gerichtet.

Neu sind in diesem Jahr Podiumsdiskussionen, die live aus dem Studio übertragen werden. Vertretende wie Dr. Christiane Rohleder, Staatssekretärin, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Dr. Margaretha Sudhof, Staatssekretärin, Bundesministerium der Verteidigung (BMVG), Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) zusammen mit Christian Reuter, DRK-Generalsekretär, werden die kürzlich verabschiedete deutsche Resilienz-Strategie im Hinblick auf ihre Umsetzung und die Herausforderungen für Akteure diskutieren. Zwei weitere hochrangig besetzte Panels werden sich den gewachsenen Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes sowie internationaler Klimagerechtigkeit und Politik widmen.

Seit 2016 führt das DRK hauptverantwortlich die jährlich stattfindende Fachtagung Katastrophenvorsorge durch. Die Tagung wird durch das Auswärtige Amt vollfinanziert und gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dem Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) und dem Katastrophennetz e.V. (KatNet) organisiert.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung hier: https://www.fachtagung-katastrophenvorsorge.de/

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Presse
news-5033 Thu, 20 Oct 2022 17:33:00 +0200 Brand in Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine: DRK erschüttert - Betreuung der Betroffenen steht im Vordergrund https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/brand-in-unterkunft-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine-drk-erschuettert-betreuung-der-betroffenen-steht-im-vordergrund/ Am Mittwochabend kam es zu einem Großbrand in einer Unterkunft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Geflüchtete aus der Ukraine. Die vom DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern betriebene Einrichtung in Groß Strömkendorf bei Wismar wurde dabei vollständig zerstört. Verletzt wurde niemand. Ein Brandgutachter soll die Ursache des Feuers klären. Es wird wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. „Wir sind von den Ereignissen in Groß Strömkendorf zutiefst erschüttert. Sollte sich der Verdacht der Brandstiftung bestätigen, würden wir diese Tat aufs Schärfste verurteilen,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Glücklicherweise sind keine Personen zu Schaden gekommen. Wir sind dankbar für den schnellen Einsatz der Feuerwehren und Einsatzkräfte. Für uns steht nun die Versorgung und Betreuung der Betroffenen im Vordergrund.“ Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers befanden sich 18 Personen in der Einrichtung – 14 Geflüchtete aus der Ukraine und vier Mitarbeitende des DRK-Landesverbandes, darunter drei Betreuende und der Leiter der Unterkunft, der selbst aus der Ukraine stammt. Die Menschen wurden in Sicherheit gebracht und befinden sich nun vorübergehend in alternativen Unterbringungen.

“Wir lassen den Betroffenen die größtmögliche Unterstützung zukommen”, so Hasselfeldt. “Neben der grundlegenden Versorgung beinhaltet dies vor allem auch psychologische Betreuung, die sowohl den Geflüchteten als auch den DRK-Mitarbeitenden zukommt. Unser zentrales Anliegen ist es, den Menschen in dieser schweren und erschreckenden Situation bestmöglich zur Seite zu stehen.

Das Feuer war am Mittwochabend kurz nach 21:00 gemeldet worden. Bis zu 120 Einsatzkräfte waren an dem Löscheinsatz beteiligt, der bis in den späten Donnerstagvormittag andauerte. Die Feuerwehr lässt das Gebäude nun kontrolliert abbrennen.

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Presse
news-5032 Tue, 18 Oct 2022 11:21:00 +0200 Zunehmendes Phänomen: DRK-Studie zu Gaffen als Herausforderung im Rettungsdienst https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/zunehmendes-phaenomen-drk-studie-zu-gaffen-als-herausforderung-im-rettungsdienst/ In einer aktuellen Studie zeigt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) das Phänomen des „Gaffens“ als zunehmende Herausforderung im Rettungseinsatz auf. „Gaffen ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern Gaffende behindern oft auch passiv oder sogar aktiv den Rettungseinsatz“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Um dem entgegenzuwirken, bedarf es neben gesetzlicher Sanktionierung auch der Sensibilisierung und Schulung der Bevölkerung.“ Die vom ehemaligen DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin initiierte DRK-Studie basiert auf Experteninterviews mit erfahrenen DRK-Einsatzkräften. Sie hält unter anderem fest, dass das Phänomen in den letzten Jahren durch die ständige Verfügbarkeit kamera- und internetfähiger Smartphones vorangetrieben wurde, die eine unmittelbare Verbreitung der Inhalte ermöglichen. Dazu einer der Befragten, Andy Feig, Rettungsdienstleiter und Leiter Bevölkerungsschutz aus Sachsen: „Die Hemmschwelle ist niedriger geworden, gerade bei den Jugendlichen. Man hat jetzt ein Handy – das gab es 2000 zwar auch schon – aber das Handy rauszuzücken und zu fotografieren, das geht jetzt alles viel schneller und viel einfacher. Und es ist definitiv mehr geworden.“

Die Gesetzgebung reagierte auf die Häufung des Phänomens mit einer Neufassung des §201a StGB, der den höchstpersönlichen Lebensbereich und die Persönlichkeitsrechte schützt und seit Januar 2021 unter anderem auch das Fotografieren und Filmen verstorbener Personen mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren ahndet. Laut der DRK-Studie bleibt die Umsetzung in der Strafverfolgung aber weiter eine Herausforderung, trotz zunehmender Sensibilisierung der Ermittlungsbehörden. Auch, da die Kräfte fehlen, um entsprechende Anzeigen aufzunehmen. Einsatzkräfte müssen bereits jetzt häufig zusätzliche Ressourcen aufbringen, um Persönlichkeitsrechte der Notfallpatienten zu wahren und Gaffende davon abzuhalten beispielweise Zugangswege zu versperren oder in den Rettungsablauf einzugreifen. Dazu eine der Befragten, Stephanie Nick, Rettungssanitäterin aus Rheinland-Pfalz: „Ich glaube, für uns ist ein großes Problem, dass sie [die Gaffenden] dann tatsächlich auch im Weg stehen und uns behindern, auch wenn es vielleicht nur eine zeitliche Behinderung ist. Weil wir eben auf sie reagieren müssen und […] vielleicht dann auch die Hilfe von den Kollegen von der Polizei brauchen.“

„Wir setzen uns dafür ein, die Empathie für Notfallpatienten und den Respekt für Rettungskräfte wieder zu stärken und den Fokus anderer Anwesender auf das Helfen zu richten. Denn Erste Hilfe ist die gesellschaftliche Verpflichtung jedes Einzelnen“, so Reuter.

Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe 3/2022 der Fachzeitschrift „Crisis Prevention“ erschienen.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit dem Fachbereich.

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Presse
news-5031 Mon, 17 Oct 2022 17:15:00 +0200 Welternährungstag: DRK warnt - Ernährungskrise in Madagaskar besteht weiter https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/welternaehrungstag-drk-warnt-ernaehrungskrise-in-madagaskar-besteht-weiter/ Das Leben der Bevölkerung in Madagaskar verschlechtert sich täglich: Nachdem bereits zwei Dürreperioden das Land erschüttert haben, leiden die Menschen vor allem im Süden nach wie vor unter extremer Ernährungsunsicherheit – ein Grund dafür sind steigende Preise. Dies könnte für Millionen von Menschen dramatische Folgen haben. „Madagaskar kämpft mit der schlimmsten Nahrungsmittelkrise seit Jahrzehnten. Im Rahmen des Welternährungstages möchten wir erneut auf die massive Bedrohung hinweisen. Es ist dringend Zeit zu handeln“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Da Hungersnöte immer wieder in den Schlagzeilen auftauchen, ist die Gefahr der Krisenmüdigkeit groß. Aber das erschreckende Ausmaß des Bedarfs muss weiter gesehen werden“, sagt Reuter. Drei von zehn Haushalten in den südlichen Regionen Madagaskars haben keinen Zugang zu Trinkwasser und für die Mehrheit der Familien entfallen rund 75 Prozent ihrer Ausgaben allein auf Lebensmittel. Nicht nur zwei Jahre aufeinanderfolgender Dürreperioden, sondern auch steigende Lebensmittelpreise und Ernteschäden, haben die Bevölkerung Madagaskars erschüttert. Die anstehende erntefreie Zeit wird die Situation voraussichtlich weiter verschlechtern. „Da 84 Prozent der Haushalte Landwirte sind und rund ein Drittel in den Bereichen Handel und Viehzucht arbeitet, wirken sich die bis zu 40 Prozent gestiegenen Kraftstoffpreise grundlegend auf die Grunderzeugnisse aus“, erläutert Reuter. „Die Notlage, die auf Klimaveränderungen und die Ukrainekrise zurückzuführen ist, wird auch eine wachsende Inflation mit sich bringen.“

Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft in Madagaskar bei der Durchführung von Projekten, die gezielt die Resilienz sowie die Anpassung an den Klimawandel stärken, um Ernährungsunsicherheit langfristig vorzubeugen. Zusätzlich fördern Gesundheits- und WASH-Dienste (Water Sanitary Hygiene) einen erleichterten Zugang zu Wasser, während direkte Bargeldverteilungen der Bevölkerung als finanzielle Hilfe dienen, um Grundbedürfnisse zu decken. „Es ist dringend notwendig, die lebensrettende Hilfe für Millionen von Menschen auszuweiten und die Ursachen dieser Krise durch langfristige Verpflichtungen anzugehen,“ so Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hunger in Afrika

Weitere Informationen zu den DRK-Projekten in Madagaskar:

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/madagaskar/

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Presse Auslandshilfe Dürre Nahrung Madagaskar
news-5030 Thu, 13 Oct 2022 17:01:00 +0200 Internationaler Händewaschtag: Ende der Katastrophe in Pakistan nicht absehbar https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationaler-haendewaschtag-ende-der-katastrophe-in-pakistan-nicht-absehbar/ Die humanitäre Lage in Pakistan ist weiterhin katastrophal: Auf den ungewöhnlich starken und lang andauernden Monsunregen und die Überschwemmungen folgend, drohen nun Seuchen, Hungersnot und Armut. Das Wasser bedeckt rund ein Drittel des Landes, steigt weiter an und kann vielerorts nicht abfließen. Dadurch bedrohen Krankheiten wie Cholera, Malaria und Dengue-Fieber die Bevölkerung – besonders Kinder sind betroffen. „Bei Kontakt mit kontaminiertem Wasser können sich die Menschen schnell mit Durchfallerkrankungen infizieren. Außerdem ist abgestandenes Wasser eine beliebte Brutstätte für Mücken. Neben einem schnellen Wiederaufbau der Wasserversorgung ist daher der richtige Umgang mit schwierigen Hygienebedingungen lebenswichtig“, sagt Christof Johnen, Bereichsleiter Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), anlässlich des Internationalen Händewaschtags am 15. Oktober. Das DRK unterstützt gemeinsam mit seiner Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond (PRCS), die Menschen in der besonders betroffenen südlichen Provinz Sindh und in der nördlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Im Rahmen eines Soforthilfeprogramms werden 14.500 Hygienepakete an rund 87.000 Personen verteilt. Sie beinhalten unter anderem Seife, Desinfektionsmittel, Waschmittel, Handtücher, Zahnbürsten und -pasta sowie Menstruationsprodukte. Zusätzlich dazu führen Ehrenamtliche des PRCS Hygieneschulungen durch. „Viele Menschen haben ihre Häuser und damit auch Waschgelegenheit verloren. Die Schulungen sollen für die Gefahren von verunreinigtem Wasser sensibilisieren und aufzeigen, wie sich die Menschen den schwierigen hygienischen Rahmenbedingungen anpassen können, um eine Ansteckung mit Krankheiten zu vermeiden – zum Beispiel durch vermehrtes, gründliches Händewaschen mit sauberem Wasser und der regelmäßigen Desinfektion von Gegenständen und Händen“, sagt Johnen. Finanziert wird das Projekt durch Mittel vom Auswärtigen Amt und durch Spenden.

Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK) sind bisher rund 1700 Menschen durch die Regenfälle, Überschwemmungen, Erdrutsche und deren Folgen gestorben. Mehr als zwei Millionen Häuser sind teilweise oder komplett zerstört, tausende Kilometer Straßen beschädigt und rund 440 Brücken eingestürzt. Zudem sind unzählige Nutztiere verendet, Felder überschwemmt und Ernten zerstört.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Pakistan Fluthilfe

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Presse Pakistan
news-5029 Wed, 12 Oct 2022 14:47:00 +0200 Zwischenbericht der Regierungskommission Erdgas und Wärme: DRK fordert rasche Umsetzung des Hilfsfonds für soziale Dienstleister https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/zwischenbericht-der-regierungskommission-erdgas-und-waerme-drk-fordert-rasche-umsetzung-des-hilfsfonds-fuer-soziale-dienstleister/ Stark gestiegene Kosten für Energie und Wärme belasten nicht nur Privatpersonen und Unternehmen, sondern auch soziale Dienstleister. Eine von der Bundesregierung eingerichtete „unabhängige Kommission Erdgas und Wärme“ hat in ihrem Zwischenbericht Vorschläge zur Entlastung unterbreitet. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt diese, ruft aber gleichzeitig zu deren raschen und konsequenten Umsetzung auf. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die Regierungskommission einen ‘Hilfsfonds für soziale Dienstleister’ vorschlägt“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Der Zwischenbericht erkennt die sehr ernste Lage an, in der viele Einrichtungen sind.“ Das DRK hatte bereits in der vergangenen Woche einen Fonds für soziale Dienstleister gefordert, weil auch unter Anwendung einer Gaspreisbremse die anstehenden Mehrkosten nicht aufgefangen werden können. Die öffentlichen Entgelte und Zuwendungen für die Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege sind in der Regel an Planzahlen aus den Kalkulationen des Vorjahres oder bei medizinischen Einrichtungen an Tagessätze und Fallpauschalen gebunden. Damit kann die unvorhersehbare Kostensteigerung nicht über die etablierten Refinanzierungsmechanismen ausgeglichen werden. „Einige Einrichtungen haben bereits deutlich gemacht, dass sie nicht mehr lange durchhalten. Das hätte gravierende Folgen für die Menschen vor Ort,“ so Hasselfeldt. „Der von der Regierungskommission erwähnte Fonds muss jetzt rasch realisiert werden.“

Der Vorschlag des DRK sieht vor, dass gemeinnützige soziale Einrichtungen einen Jahreszuschuss erhalten, der sich in einfacher und leicht überprüfbarer Weise an der Betriebskostendifferenz 2021 zu 2022 orientiert und Mehrbelastungen ausgleicht. „Der von uns vorgeschlagene Ansatz ist ein sehr gangbarer Weg. Er ist vor allem mit sehr wenig Bürokratie verbunden“, erläutert Hasselfeldt.

Die Preissteigerungen gehen über die Gaspreise deutlich hinaus. So sind erhebliche Kostensteigerungen auch für Lebensmittel, Dienstleistungen (z.B. Wäschereien) sowie für Personal zu erwarten. Auch für diese Preissteigerungen müsse es unbürokratische Wege der Unterstützung geben. „Wenn all das nicht dazu führen soll, dass Einrichtungen der gesundheitlichen und sozialen Daseinsvorsorge schließen müssen, dann ist jetzt konsequentes staatliches Handeln gefragt“, so Hasselfeldt weiter. „Am Ende geht es schließlich um den Erhalt von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Kitas und vieles mehr und damit um grundlegende Strukturen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.“

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit der Fachabteilung.

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Presse
news-5028 Mon, 10 Oct 2022 16:38:00 +0200 Humanitäre Hilfe gerechter gestalten: Deutsches Rotes Kreuz lädt zum Humanitären Kongress ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/humanitaere-hilfe-gerechter-gestalten-deutsches-rotes-kreuz-laedt-zum-humanitaeren-kongress-ein/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) lädt gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen, Ärzte der Welt und der Ärztekammer Berlin zum Humanitären Kongress Berlin ein, der vom 11. bis 13. Oktober in hybrider Form stattfindet. Unter dem Motto „Feminist Humanitarian Action: From Affirmation to Transformation“ diskutieren Expertinnen und Experten über aktuelle Herausforderungen, reflektieren selbstkritisch das eigene Handeln und suchen gemeinsam nach Lösungen, um das humanitäre System gerechter zu gestalten. „Prinzipienorientierte humanitäre Hilfe muss alle Bevölkerungsgruppen erreichen. Um dies nach den Rotkreuzgrundsätzen der Menschlichkeit und Unparteilichkeit bestmöglich umzusetzen, müssen wir unsere Arbeit frei von Diskriminierung und möglichst inklusiv dem spezifischen Bedarf der einzelnen Menschen anpassen“, sagt Christof Johnen, Bereichsleiter Internationale Zusammenarbeit beim DRK. „Zum Beispiel, indem wir mit unseren Projekten das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie damit verbundene Rechte stärken.“

Dafür entwickelt das DRK mit der BAYER AG ein Familienplanungsmodul, das momentan in Kolumbien pilotiert wird und rund 50.000 Menschen erreicht. Es umfasst im lokalen Kontext übliche und den Bedarfen entsprechende hormonelle und hormonfreie Verhütungsmittel und Aufklärungsmaterialien für Frauen und Männer. Hinzu kommen Trainingsunterlagen, um Ehrenamtliche und Gesundheitsfachkräfte darin zu schulen, wertneutrale Beratungen durchzuführen, sowie Fragebögen, um das Angebot zu evaluieren. Das Modul soll zunächst bei Katastrophen-Einsätzen des DRK als Teil der sogenannten „Emergency Response Unit“ beispielsweise in mobilen Kliniken zum Einsatz kommen und nach Abschluss der Evaluation auch anderen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden.

„Die Entscheidung darüber, Kinder zu bekommen, ist ein Menschenrecht. In schwierigen Situationen, wie etwa nach einer Naturkatastrophe oder auf der Flucht, ist eine Schwangerschaft womöglich ungewünscht. Nach Schätzungen der WHO fehlt rund 270 Millionen Frauen weltweit der Zugang zu Verhütungsmethoden, rund 121 Millionen Frauen werden jedes Jahr ungewollt schwanger – viele haben keine Möglichkeit, einen sicheren Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. Zugang zu sexueller Aufklärung und Verhütungsmitteln ist also lebenswichtig und eine Grundvoraussetzung für die Selbstbestimmung von Frauen“, sagt Johnen.

Per Zoom-Link auf der Website https://humanitarian-congress-berlin.org/  können alle Interessierten kostenlos am Kongress teilnehmen.

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Presse Deutschland
news-5027 Fri, 07 Oct 2022 16:21:00 +0200 Unfallschutz: DRK-Bergwacht gibt Tipps - Mit Sicherheit in den Bergen wandern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/unfallschutz-drk-bergwacht-gibt-tipps-mit-sicherheit-in-den-bergen-wandern/ Bewegung, frische Luft und Nähe zur Natur – besonders im Herbst gehen immer mehr Menschen wandern. Die Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mahnt dabei zu Vorsicht vor Unfällen. „Stürze können viele Gründe haben, wie mangelnde Kondition, falsche Ausrüstung oder gar Selfies zu nah am Abhang. Viele überschätzen sich beim Wandern oder sind unachtsam“, sagt Bergwacht-Bundesarzt Prof. Volker Lischke. „Bei einem Unfall in unwegsamem Gelände kann es dauern, bis Hilfe eintrifft. Deshalb ist es umso wichtiger, Tipps zum sicheren Bergwandern zu beachten.“ Fast 13.000 Menschen werden jährlich notfallmedizinisch durch die Ehrenamtlichen der Bergwacht versorgt. Das sind 1.083 pro Monat oder mehr als 35 pro Tag. „Besonders Menschen, die gerade erst angefangen haben zu wandern, sind schnell überfordert. Sie unterschätzen, wie früh es dunkel wird oder wie lang die Wege sind“, erläutert Lischke.

Besonders jetzt im Herbst ist eine gute Vorbereitung wichtig. Dazu gehören zum Beispiel ein vollgeladenes Handy und das Informieren Dritter über die geplante Wanderroute sowie die ungefähre Rückkehrzeit. Angesichts kühler Temperaturen und früh einsetzender Dunkelheit sollten Wandernde warme Kleidung, Mütze, Handschuhe und eine Stirnlampe einpacken. Den besten Schutz vor Stürzen und Verletzungen bietet gutes Schuhwerk, das bis über die Knöchel reicht. Ins Erste-Hilfe-Set gehören Pflaster, Wundverband, Rettungsdecke, Dreieckstuch und ein Kühlelement. Bei Prellungen und Verstauchungen können auftretende Schwellungen und Schmerzen durch die Befolgung der PECH-Grundregel gelindert werden: P wie Pause, E wie Eis, C wie „Compression“ (Druck) und H wie Hochlagern. Danach sollten ein Notruf (112) abgesetzt und der Rettungsstelle die fünf „W“s beantwortet werden (Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Verletzungen? Warten auf Rückfragen).

Die DRK-Bergwacht ist überall dort im Einsatz, wo eine Rettung in den Hoch- und Mittelgebirgen mit klassischen Einsatzfahrzeugen nicht möglich ist. Mit rund 12.000 ehrenamtlichen Helfenden sorgt sie deutschlandweit für die Sicherheit von Outdoor-Sportlern und ist im Katastrophenschutz sowie in der Natur- und Umweltarbeit aktiv.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Bergwacht-Bundesarzt Prof. Volker Lischke.

Weitere Informationen zur Arbeit der Bergwacht: https://www.drk.de/mitwirken/ehrenamt/die-bergwacht-ehrenamtlich-professionell/

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Presse Bergwacht Deutschland Erste Hilfe/Rettung
news-5026 Wed, 28 Sep 2022 08:46:39 +0200 17. Bundeskonferenz des JRK: Mit Plan in die Zukunft https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/17-bundeskonferenz-des-jrk-mit-plan-in-die-zukunft/ Vom 23. bis 25.09.2022 führte das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), der eigenverantwortliche Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes, seine jährliche Bundeskonferenz durch. In diesem Jahr tagte das ehrenamtliche, höchste Aufsichts- und Beschlussgremium des Jugendrotkreuzes in Einbeck/Niedersachsen. „Das wichtigste Ergebnis der Bundeskonferenz 2022 ist die Verabschiedung unseres neuen Strategischen Rahmens. Ich bin überzeugt, dass uns unsere neun formulierten Ziele in unserer täglichen Arbeit helfen werden, das große Ganze zum Wohl der Kinder und Jugendlichen inner- und außerhalb unseres Jugendverbandes im Blick zu behalten“, sagt Marcel Bösel, ehrenamtlicher Bundesleiter des Deutschen Jugendrotkreuzes. Nach einem monatelangen, intensiven Beteiligungsprozess verabschiedete die JRK-Bundeskonferenz diese für das gesamte Jugendrotkreuz verbindlichen Ziele für die kommenden vier Jahre mit der überwältigenden Mehrheit von 97,53%: (1) Zusammenarbeit im Verband & gemeinschaftsübergreifende Zusammenarbeit, (2) Kinder- und Jugendarbeit vor Ort, (3) JRK-Schularbeit, (4) JRK-Bildungsarbeit, (5) Internationales – Teil der Bewegung sein, (6) Ehrenamtliches Engagement stärken und fördern, (7) Demokratie (er)leben, (8) Selbstverständnis als vielfältiger Jugendverband und (9) Nachhaltigkeit. Ihre praktische Ausgestaltung übernehmen die Verbandsgliederungen.

„Mit der JRK-Schularbeit als einem Hauptziel unserer Jugendverbandsarbeit betonen wir die zentrale Rolle des Jugendrotkreuzes als langjähriger, zuverlässiger Partner der Schulen. Unser Ziel ist es, weiterhin am Lern- und Lebensort Schule mit vielfältigen Angeboten und unserer Expertise präsent zu sein – auch im Hinblick auf den fortschreitenden Ausbau der Ganztagsschulen und der damit schwindenden Freizeit junger Menschen, die sie für außerschulische Aktivitäten wie etwa ehrenamtliches Engagement zu Verfügung haben“, sagt Marcel Bösel. Ebenfalls zentral ist das umformulierte Hauptziel „Ehrenamtliches Engagement stärken und fördern“: Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Baustein für eine Gesellschaft des Miteinanders und des Hinsehens, ist jedoch nicht als selbstverständlich anzusehen. Die Anerkennung, die Förderung und die Unterstützung von Engagement sind zentrale Schwerpunkte, damit junge Menschen sich auch weiterhin ehrenamtlich in die Gesellschaft einbringen können und wollen.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz und zum Strategischen Rahmen 2022+ wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz (m.wuerdig@drk.de, 030/85404-123).

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News Presse Jugendliche Jugendrotkreuz Kinder
news-5025 Tue, 27 Sep 2022 09:53:58 +0200 Energiekrise in Deutschland: DRK schlägt Sicherungsfonds für gemeinnützige soziale Träger vor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/energiekrise-in-deutschland-drk-schlaegt-sicherungsfonds-fuer-gemeinnuetzige-soziale-traeger-vor/ Soziale und gesundheitsbezogene Dienste und Einrichtungen stehen angesichts der rasant steigenden Energiekosten unter zunehmend hohem Druck. Gesellschaftlich essenzielle Leistungen sind gefährdet. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schlägt zum Ausgleich der Betriebskostensteigerungen einen Sicherungsfonds vor. „Soziale Einrichtungen sollten einen Jahreszuschuss erhalten, der sich in einfacher und leicht überprüfbarer Weise an der Betriebskostendifferenz 2021 zu 2022 orientiert und Mehrbelastungen ausgleicht. Die Voraussetzungen und Verfahren sollten rechtskonform und dabei so unbürokratisch wie möglich gestaltet werden,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die gemeinnützigen sozialen und gesundheitsbezogenen Dienste und Einrichtungen sind ein unverzichtbarer Teil des Gemeinwesens und Sozialstaats. Sie erfüllen staatliche Verpflichtungen und bedienen Sozialleistungsansprüche der Bürgerinnen und Bürger. „Die rasant steigenden Energiekosten gefährden die soziale Angebotsstruktur empfindlich. Freigemeinnützige soziale Träger berichten bereits von einer Verdreifachung ihrer Energiekosten – teilweise in Millionenhöhe“, sagt Hasselfeldt weiter.

Angesichts der enormen Energiekostensteigerungen hat die Bundesregierung bisher vor allem gewerblichen Unternehmen besondere Hilfen gewährt. „Nun sind effektive Maßnahmen für soziale Träger geboten, indem der Bund deren gestiegene Betriebskosten zentral ausgleicht, denn viele der öffentlichen Kostenträger sind auf verschiedenen Ebenen tätig und nach Hilfebereichen zersplittert. Langwierige und komplexe Verfahren gilt es aufgrund des akuten und weiter ansteigenden finanziellen Drucks also unbedingt zu vermeiden“, betont die DRK-Präsidentin. Die Erstattung sollte Anfang nächsten Jahres umgesetzt und über ein digitales Antrags- und Abwicklungsverfahren abgewickelt werden.

Da die Zuständigkeit für die Sozialgesetzbücher in erster Linie beim Bund liegt, sollten bundesgesetzliche Ausnahmen und Vorgaben für den Ausgleich von Betriebskosten vorgesehen werden. Voraussetzungen für einen Kostenausgleich sollten laut Konzept des DRK sein: (1) die Eigenschaft des sozialen Trägers als öffentlich zugelassener und finanzierter gemeinnütziger Sozialleistungserbringer und (2) die jeweiligen Betriebskostenvergleichszahlen 2021 zu 2022.

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Presse
news-5023 Mon, 19 Sep 2022 09:30:00 +0200 Woche der Wiederbelebung: Rotes Kreuz fordert Wiederbelebung bundesweit im Lehrplan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/woche-der-wiederbelebung-rotes-kreuz-fordert-wiederbelebung-bundesweit-im-lehrplan/ Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland, zählt für die Betroffenen jede Minute. Expertenmeinungen zufolge könnten bundesweit jährlich 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden, würden Laien im Ernstfall sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen. Um das Bewusstsein für Laienreanimation schon früh zu stärken, unterstreicht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) anlässlich der Woche der Wiederbelebung vom 19. zum 25. September, seine Forderung, das Thema Wiederbelebung fest im Schulunterricht zu verankern. "Bundesweit sollten spätestens ab der 7. Klasse jährlich zwei Unterrichtsstunden in Wiederbelebung gesetzlich verpflichtend sein", sagt DRK-Bundesarzt Univ.- Prof. Bernd Böttiger, "Alle Menschen, egal ob groß oder klein, können im Ernstfall helfen – sie müssen nur wissen, wie." Laut Deutschem Reanimationsregister lag die Laienreanimationsquote im Jahr 2021 bei nur 42,6 Prozent. Durch die Sensibilisierung und regelmäßiges Training bereits ab jungen Jahren könnte diese Rate erheblich gesteigert werden. Das DRK setzt sich mit seinem eigenverantwortlichen Jugendverband, dem Deutschen Jugendrotkreuz (JRK), bereits seit Jahren dafür ein, das Thema Wiederbelebung an Schulen zu stärken. „Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Quote der Laienreanimation nachhaltig zu erhöhen. Über die Vermittlung von Erste Hilfe-Inhalten im Schulunterricht können junge Menschen flächendeckend potenziell lebensrettendes Wissen erlangen und dieses zudem in ihrem Familien- und Freundeskreis weitertragen“, sagt JRK-Bundesleiter Marcel Bösel. Mit seinen Programmen, Initiativen und Angeboten für alle Altersklassen ist das JRK seit vielen Jahren zuverlässiger Partner der Schulen. Es arbeitet aktuell bundesweit mit etwa 5.300 Grund- und weiterführenden Schulen zusammen und erreicht regelmäßig rund 80.000 Schülerinnen und Schüler.

Bereits seit 2014 sieht eine Empfehlung des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz die bundesweite Implementierung eines Schulunterrichts in Wiederbelebungstechniken und eine entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte vor. Diese wird nach Angaben des Deutschen Rates für Wiederbelebung bisher nur von zwei der sechzehn Bundesländer weitestgehend flächendeckend umgesetzt. „Hier muss dringend nachgebessert werden, damit Leben retten so selbstverständlich wird wie Fahrrad fahren oder schwimmen“, so Prof. Böttiger, der auch Vorstandsvorsitzender des Deutschen Rats für Wiederbelebung und Klinikdirektor an der Uniklinik in Köln ist.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Prof. Böttiger.

Weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz erhalten Sie von Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz: m.wuerdig(at)drk(dot)de, 030/85404-123.

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News Presse Erste Hilfe Jugendrotkreuz Erste Hilfe/Rettung Rettungswesen
news-5024 Sun, 18 Sep 2022 11:41:11 +0200 60. DRK-Bundeswettbewerb der Bereitschaften fand in Dortmund statt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/60-drk-bundeswettbewerb-der-bereitschaften-fand-in-dortmund-statt/ Erster Platz für die Rotkreuzgemeinschaft Ibbenbüren aus dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. NRW-Innenminister Reul: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind die wahren Heldinnen und Helden des Alltags. Den 60. DRK-Bundeswettbewerb der Bereitschaften am Samstag, 17. 09.2022, in Dortmund hat die Rotkreuzgemeinschaft Ibbenbüren (DRK-Kreisverband Tecklenburger Land) aus dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe gewonnen. Damit stand die Siegergruppe des letzten DRK-Bundeswettbewerbs vor der zweijährigen pandemiebedingten Pause – 2019 in Darmstadt – erneut ganz oben auf dem Treppchen.  Auf den zweiten Platz kam die DRK-Bereitschaft Münchingen (DRK-Kreisverband Ludwigsburg) aus dem DRK-Landesverband Baden-Württemberg. Über den dritten Platz freute sich die DRK-Bereitschaft aus dem DRK-Kreisverband Erfurt (DRK-Landesverband Thüringen). Den Sonderpreis „Patientenorientierung“ holte ebenfalls das siegreiche Team aus Ibbenbüren.

14 Rotkreuzteams aus ganz Deutschland wetteiferten auf dem Parcours in der Dortmunder Innenstadt um das beste Ergebnis. Unter den Augen aufmerksamer Schiedsrichter hatten sie sieben spannende Aufgaben aus den Bereichen Erste Hilfe / Sanitätsdienst, Technik und Sicherheit, Betreuungsdienst und Rotkreuzwissen zu lösen, die erfahrene Fachleute aus den Reihen des DRK vorbereitet hatten. Die jeweiligen Szenarien wurden von Notfalldarstellerinnen und Notfalldarstellern des Jugendrotkreuzes täuschend echt simuliert.

Beim Empfang zum Auftakt des Wettbewerbs würdigte NRW-Innenminister Herbert Reul das Engagement der ehrenamtlichen Kräfte, deren Wirkungskraft vielen Menschen erst im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe im vergangenen Sommer bewusstgeworden sei.  „Viele wissen jetzt, dass 80 Prozent der Menschen, die uns unterstützen, dies ehrenamtlich tun“, so Reul. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer seien „die wahren Heldinnen und Helden des Alltags“.

Die 160.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes sind auf alle Arten von Notfällen und Einsätzen vorbereitet. Sie tragen ihren Teil zum reibungslosen Ablauf der geschlossenen DRK-Hilfekette aus Beratung, Vorsorge, Rettung, Betreuung, Pflege und Nachsorge für die Menschen in Deutschland bei.

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News Presse Bereitschaften
news-5022 Wed, 14 Sep 2022 08:11:07 +0200 MBE-Aktionstag: DRK kritisiert Haushaltskürzungen für den Migrationsbereich https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/mbe-aktionstag-drk-kritisiert-haushaltskuerzungen-fuer-den-migrationsbereich/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert, dass die Aufstellung des Bundeshaushalts 2023 die Integrationspolitik in Deutschland vor große Herausforderungen stellt. Nachdem im Koalitionsvertrag der Bundesregierung noch von einem „Neuanfang in der Migrations- und Integrationspolitik“ gesprochen wurde, „der einem modernen Einwanderungsland gerecht wird“, sind im Bundeshaushalt 2023 für den Migrationsbereich an zentralen Stellen massive Kürzungen vorgesehen. „Sollten die vorgesehenen Kürzungen Realität werden, wird das notwendige Strukturen in der Migrationsarbeit substanziell gefährden“, sagt DRK-Vizepräsidentin Ulrike Würth anlässlich des bundesweiten Aktionstages der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE-Aktionstag) am 14. September 2022. „Wir hoffen darauf, dass der Bundestag in den Bereinigungssitzungen zum Haushalt im November an dieser Stelle für eine Kurskorrektur sorgt.“ „Mit der Kürzung der Förderung in diesen Bereichen würden bewährte Trägerstrukturen zerstört und die Integrationsbemühungen der Bundesregierung um Jahre zurückgeworfen werden“, so Würth weiter. Kurzfristige Aufstockungen der Finanzierung in Krisensituationen, die es in den letzten Jahren beispielsweise im Zusammenhang mit Geflüchteten aus Afghanistan oder der Ukraine gegeben hat, können dies nicht ausgleichen.

Die Haushaltspolitik und Vergabe von Fördermitteln im Bereich der Migrationsarbeit folgt seit Jahren demselben Muster: integrationspolitische Maßnahmen werden als Programme und Projekte mit jährlicher Antragstellung geplant, statt mit einer mehrjährigen Regelförderung nachhaltig ausgestattet zu werden. Dabei belegen die Einwanderungszahlen, dass Migration eine Daueraufgabe ist, in die es sich lohnt zu investieren. Jede vierte Person in Deutschland hat eine eigene oder familiäre Einwanderungsbiografie. Zuwanderung ist in den letzten Jahrzenten zudem vielfältiger geworden: in Bezug auf Geschlecht und sexuelle Orientierung, Alter, Familienstand, ethnische und kulturelle Herkunft, Sprache, Religion und Religiosität der Menschen. Diese Vielfalt ist gefragt – nicht nur im Unternehmenskontext. „Damit aus solchen Unterschieden aber keine sozioökonomischen Ungleichheiten werden, müssen gesellschaftliche Teilhabeprozesse gut und längerfristig begleitet werden“, so Würth.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) ist ein seit Jahrzenten erprobtes Instrument zur Begleitung derartiger Prozesse. Das DRK unterhält insgesamt 110 solcher MBE, mit 210 Beratungsfachkräften. Entsprechend der derzeitigen Haushaltsplanung ist jede vierte Stelle der MBE im kommenden Jahr in Gefahr. Auch zahlreiche Projekte aus der Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration könnten perspektivisch nicht weitergeführt werden.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit dem Fachbereich.

Weitere Informationen zu den Angeboten des DRK finden Sie hier.

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News Presse Integration Migration
news-5020 Thu, 08 Sep 2022 08:33:38 +0200 Woche der Wiederbelebung: Rotes Kreuz lädt Journalisten exklusiv zu Reanimationskurs ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/woche-der-wiederbelebung-rotes-kreuz-laedt-journalisten-exklusiv-zu-reanimationskurs-ein/ Anlässlich der Woche der Wiederbelebung vom 19. bis 25. September setzen sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und sein eigenständiger Jugendverband, das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), dafür ein, das Thema Wiederbelebung an Schulen zu stärken. Um die große gesellschaftliche Relevanz der Laienreanimation zu verdeutlichen, laden das DRK und das JRK gemeinsam mit dem DRK-Bundesarzt, Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten in Berlin zu einem kostenfreien Wiederbelebungskurs ein. Wiederbelebungs-Kurs für Journalisten am Montag, dem 19. September 2022, 9.00 Uhr

Ort: Microsoft Atrium - Unter den Linden, Eingang: Charlottenstr. 46, 10117 Berlin

Anwesende: Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, DRK-Bundesarzt; Laura Schaudel, stellvertretende JRK-Bundesleiterin

Inhalte des Kurses:

  • Einführung in die Thematik durch den DRK-Bundesarzt und die stellvertretende JRK-Bundesleiterin
  • Wiederbelebungsschulung, angeleitet durch Mitglieder eines JRK-Schulsanitätsdienstes
  • Praktische Übungen an Wiederbelebungspuppe und Defibrillator

Die Kursteilnehmenden erhalten am Ende eine Infokarte mit einer Teilnahmebescheinigung und die Anstecknadel „Herzensretter“ in Bronze.

Zum Hintergrund: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland, kann das schnelle Handeln unmittelbar Anwesender entscheidend sein. So könnten Expertenmeinungen zufolge bundesweit jährlich 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden, würden im Ernstfall Laien sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen. Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Quote der Laienreanimation nachhaltig zu erhöhen. Die jährlich stattfindende Woche der Wiederbelebung unter Schirmherschafft des Bundesministeriums für Gesundheit hat zum Ziel, das Bewusstsein für Laienreanimation zu stärken.

Ansprechpartnerin vor Ort: Dr. Annkatrin Tritschoks, Tel. 0176 556 90341

Um kurze Anmeldung wird gebeten bei Anett Stefanov: a.stefanov(at)drk(dot)de, Tel. 030 85404 157.

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News Presse Erste Hilfe Schulen Jugendrotkreuz Erste Hilfe/Rettung Ausbildung/Schulung Rettungswesen
news-5019 Mon, 05 Sep 2022 09:41:28 +0200 Neue Kampagne des Deutschen Jugendrotkreuzes: Gemeinsam „LAUTSTARK“! https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neue-kampagne-des-deutschen-jugendrotkreuzes-gemeinsam-lautstark/ Am 03. September 2022 hat das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK), der eigenständige Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), seine neue Kampagne „LAUTSTARK“ gestartet. Diese setzt sich mit der Beteiligung junger Menschen in unserer Gesellschaft auseinander. „Das Deutsche Rote Kreuz steht mit seinen Hunderttausenden ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten für Beteiligung, gegenseitige Hilfe und den Einsatz für die Würde und die Rechte aller Menschen. Daher unterstütze ich die Kampagne des Jugendrotkreuzes voll und ganz. Gemeinsam sind wir LAUTSTARK!“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Als Kinder- und Jugendverband machen wir uns öffentlich und gemeinsam mit jungen Menschen für ihre Interessen im Roten Kreuz und in unserer Gesellschaft stark. Mit unserer neuen Kampagne fordern wir mehr Beteiligung junger Menschen und die Umsetzung der Kinderrechte – und zwar LAUTSTARK!“ sagt Marcel Bösel, ehrenamtlicher JRK-Bundesleiter. Pünktlich zu seinem 100-jährigen Bestehen 2025 setzt sich das JRK in den kommenden drei Jahren vertieft mit einem Kernanliegen jugendverbandlicher Arbeit auseinander. Mit der Kampagne informiert das JRK junge Menschen über ihre Rechte und sucht gemeinsam nach Wegen mehr Beteiligung herzustellen. Das JRK bestärkt Kinder und Jugendliche darin, diese Wege auch aktiv zu beschreiten und ihre Rechte wahrzunehmen. Nicht nur ist es ihr gutes Recht: Von dem Engagement, der Freude und der Gestaltungslust junger Menschen kann die ganze Gesellschaft profitieren.

An der Mitmach-Kampagne können sich alle Verbandsebenen mit ihren insgesamt rund 140.000 jungen JRK-Mitgliedern beteiligen und eigene Aktionen und Projekte zu den Schwerpunkten durchführen. So werden Kinder und Jugendliche informiert, befähigt und ermutigt, lautstark für ihre Interessen einzustehen. Im Zuge der Kampagne lernen sie, welche Möglichkeiten zur Beteiligung sie heute schon haben und können sich aktiv und kreativ darüber austauschen, welche Beteiligungsformate es künftig geben muss, damit die Interessen junger Menschen in gesellschaftlichen Diskussionen und politischen Entscheidungsprozessen die Beachtung finden, die ihnen zusteht: Zu häufig geht es um ihre Zukunft, ohne dass sie gehört werden. Abschluss und Höhepunkt der Kampagne wird das JRK-Supercamp 2025 sein, auf dem bis zu 2000 Kinder und Jugendliche gemeinsam die Erfolge der Kampagne sowie den 100. Geburtstag des Jugendrotkreuzes feiern werden.

Alle Infos zur Kampagne sowie Aktionen und Projekte in den kommenden drei Jahren finden Sie auf www.lautstark-jrk.de.

Für weitere Informationen zur Kampagne und zum Deutschen Jugendrotkreuz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz (m.wuerdig(at)drk(dot)de, 030/85404-123).

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News Presse Jugendliche Jugendrotkreuz Kampagne Kinder
news-5018 Wed, 31 Aug 2022 14:09:05 +0200 Schwere Überschwemmungen in Südasien: DRK leistet Soforthilfe in Pakistan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/schwere-ueberschwemmungen-in-suedasien-drk-leistet-soforthilfe-in-pakistan/ Ungewöhnlich starke Monsunniederschläge führen in weiten Teilen Pakistans zu katastrophalen Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen. Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK) sind bereits mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind laut Behördenangaben landesweit rund 33 Millionen Menschen betroffen. „Der humanitäre Bedarf der Menschen vor Ort ist enorm und wächst von Tag zu Tag. Es fehlt an Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und adäquaten Notunterkünften. Zudem muss die medizinische Notversorgung für Betroffene sichergestellt werden“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. „Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond, leisten wir dringend benötigte Soforthilfe.“ Unterstützt vom Auswärtigen Amt, stellt das DRK in enger Abstimmung mit dem Pakistanischen Roten Halbmond (PRH) und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung als erste Soforthilfe 4.000 Nahrungsmittelpakete und 6.000 Hygienepakete zur Verfügung. Damit wollen wir 10.000 Haushalte (ca. 60.000 Personen) in der nördlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa und in der südlichen Provinz Sindh unterstützen. „Die Regenfälle dauern in vielen Regionen an. Die Lage ist weiterhin dynamisch und in vielen Gebieten noch unübersichtlich. Die Aufrechterhaltung von minimalen Hygienestandards ist ebenso wichtig wie herausfordernd. Es wächst die Sorge vor Krankheiten, die sich über verunreinigtes Trinkwasser verbreiten“, so Reuter. „Daher unterstützen wir auch bei Aufklärungskampagnen zur Hygieneförderung, um die betroffenen Menschen auf nun drohende Gesundheitsgefahren und Schutzmaßnahmen aufmerksam zu machen.“

Die Auswirkungen der Überschwemmungen treffen ohnehin benachteiligte Regionen besonders hart, die noch immer unter den vielfältigen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie leiden. Der PRH ist bereits seit Wochen in den unterschiedlichen Provinzen im Einsatz, die von den schon seit Juni andauernden Regenfällen besonders betroffen sind. Das DRK unterstützt die Schwestergesellschaft seit vielen Jahren und unterhält Büros in Islamabad und Peshawar.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Pakistan Fluthilfe

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News Presse Flutkatastrophe Nothilfe Soforthilfe Pakistan
news-5017 Mon, 29 Aug 2022 09:49:43 +0200 DRK: Internationaler Tag der Vermissten - Kernaufgabe Suchdienst wichtiger denn je https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-kernaufgabe-suchdienst-wichtiger-denn-je/ Weltweit fehlt von zahllosen geflüchteten Menschen jede Spur. Anlässlich des Internationalen Tags der Vermissten am 30. August stellt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Suchdienst als eine seiner Kernaufgaben, in den Mittelpunkt. „Jede einzelne vermisste Person bedeutet zugleich verzweifelte Angehörige, die auf eine erlösende Nachricht hoffen. Das Rote Kreuz hilft Familien international bei der Suche. Im vergangenen Jahr hat allein das DRK rund 1.730 Anfragen in der Internationalen Suche bearbeitet. Hauptherkunftsländer sind weiterhin Afghanistan, Syrien, Somalia und Irak. In diesem Jahr ist die Ukraine hinzugekommen. Insgesamt haben uns bisher rund 700 Anfragen erreicht. Angesichts all der schweren und langwierigen Krisen weltweit ist es umso wichtiger, unsere Suchdienstarbeit für Betroffene noch bekannter zu machen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Der DRK-Suchdienst steht etwa Angehörigen zur Seite, die infolge des bewaffneten Konflikts in der Ukraine von ihren Familien getrennt worden sind. Vermisst werden Zivilpersonen und Militärangehörige, darunter auch Kriegsgefangene. Bis Ende Juli 2022 hat der DRK-Suchdienst 186 Suchanfragen in diesem Kontext erhalten. Die Fälle werden gemeinsam mit dem internationalen Suchdienst-Netzwerk des Roten Kreuzes bearbeitet.

Das DRK hat sich zudem zum Internationalen Tag der Vermissten der multimedialen Kampagne #NoTraceOfYou des Rotkreuz-Suchdienst-Netzwerks in Europa angeschlossen. Diese nimmt die Suche entlang der Migrationsrouten nach Europa in den Blick. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind im Jahr 2021 fast 3.300 Menschen auf ihrer Flucht nach Europa verschwunden. Dies sind jedoch nur die dokumentierten Fälle.

Außerdem befasst sich der DRK-Suchdienst nach wie vor mit der Schicksalsklärung von Wehrmachtsangehörigen und Zivilpersonen, die seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst werden. 2021 gingen hierzu 13.640 Anfragen ein; überwiegend aus Deutschland, aber ebenso aus Russland, Österreich, Polen, Norwegen und Australien. Auch im Bereich der Familienzusammenführung unterstützt der DRK-Suchdienst Betroffene, 2021 bundesweit mit rund 20.100 Beratungen zu den rechtlichen Voraussetzungen. Seit 1953 wird der DRK-Suchdienst vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) institutionell gefördert.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit der DRK-Präsidentin und dem DRK-Suchdienst. Die elektronische Pressemappe finden Sie hier.

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News Presse IKRK Suchdienst Ukraine
news-5016 Tue, 23 Aug 2022 08:42:09 +0200 6 Monate Krieg in der Ukraine: DRK stärkt Gesundheitsversorgung und Winterhilfe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/6-monate-krieg-in-der-ukraine-drk-staerkt-gesundheitsversorgung-und-winterhilfe/ Der seit sechs Monaten andauernde Krieg in der Ukraine fordert weiter unzählige Opfer. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war schon vor der Eskalation des Konflikts im Land aktiv und hat sein Engagement seither stark ausgebaut. „Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine und die Folgen sind eine Katastrophe für jeden einzelnen Menschen aus der betroffenen Zivilbevölkerung. Zusammen mit dem Ukrainischen Roten Kreuz und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung konzentrieren wir uns vor allem auf unmittelbare Soforthilfe und die Gesundheitsversorgung für besonders gefährdete Gruppen wie Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung in verschiedenen Landesteilen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die Gesundheitsversorgung ist etwa in der südukrainischen Stadt Mykolajiw, die fortwährend schweren Angriffen ausgesetzt ist, extrem eingeschränkt. Patienten müssen von dort häufig in andere Regionen verlegt werden. In Odessa und der Ostukraine unterstützen wir seit März ein Ambulanz-Programm des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz für den Transport Verletzter und gefährdeter Menschen. Mit großer Unterstützung unseres Verbandes konnten wir bereits über 70 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter in diesen Einsatz entsenden und dazu beitragen, bisher über 300 Personen medizinisch fachgerecht und würdevoll zu transportieren“, sagt Reuter weiter.

In der Westukraine unterstützt das DRK in den Regionen Lwiw, Rivne und Volyn mobile Gesundheitsversorgung sowie häusliche Pflege- und Besuchsdienste des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) für bislang über 570 Personen. Vergleichbare Maßnahmen laufen in Odessa an. „In Vorbereitung auf den Winter und die sich damit im Land weiter verschärfende Situation planen wir Haushalte zu unterstützen, die Geflüchtete aufgenommen und so höhere Aufwendungen haben. Auch öffentlich betriebene Notunterkünfte sollen über die Wintermonate gezielt Hilfe erhalten“, ergänzt Reuter.

Aktuell unterstützt das DRK das URK in Kiew sowie den Regionen Lwiw, Rivne, Volyn und Odessa. Es unterhält zwei Büros (Kiew, Lwiw) und beschäftigt acht internationale Mitarbeitende. Gemeinsam mit seinen Schwestergesellschaften, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) ist das DRK neben der Ukraine auch in den Nachbarländern Polen, Ungarn, Litauen, der Slowakei und der Republik Moldau im Einsatz.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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News Presse IKRK Krieg Konflikt Gesundheit Soforthilfe Ukraine Rettungsdienst
news-5015 Fri, 19 Aug 2022 08:00:00 +0200 Rotes Kreuz verteilt Bargeld bei Ernährungskrise in Somalia https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rotes-kreuz-verteilt-bargeld-bei-ernaehrungskrise-in-somalia/ Die Ernährungskrise in Somalia, wie auch am gesamten Horn von Afrika, bedroht derzeit das Leben vieler Menschen vor Ort. Langandauernde, wiederkehrende Dürreperioden und die Folgen des bewaffneten Konfliktes in der Ukraine verschärfen die angespannte Lage weiter. Bereits jetzt können sich rund 45 Prozent der Bevölkerung nicht mehr mit Nahrungsmitteln versorgen. Um die Menschen in der Region zu unterstützen, verteilt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bargeldhilfen – eine besonders selbstbestimmte Form humanitärer Unterstützung. „Die Menschen wissen selbst am besten, was sie in einer Notsituation am dringendsten brauchen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Bargeldhilfen sind gerade deshalb so effektiv, weil sie den Menschen helfen, ihren Bedarf in unterschiedlichen Lebensbereichen eigenverantwortlich zu decken. Auf diese wichtige Säule unserer Arbeit möchten wir anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe aufmerksam machen.“ Einer der Hauptgründe für die derzeitige Ernährungskrise in Somalia ist eine bereits seit Jahren anhaltende Dürre. Es ist schon die vierte Regenzeit in Folge mit – je nach Region – 40 bis 70 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Diese Situation hat inzwischen rund 6,1 Millionen Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Ein weiterer zentraler Grund für die gegenwärtige Zuspitzung der Ernährungskrise ist der bewaffnete Konflikt in der Ukraine: Bis vor Kurzem stammten 92 Prozent des nach Somalia importierten Weizens aus der Ukraine und Russland. Die Zufuhr ist jedoch mittlerweile stark eingebrochen und die Preise des verfügbaren Weizens sind dadurch massiv gestiegen.

Um besonders betroffenen Familien zu helfen, unterstützt das DRK in Somaliland seine Schwestergesellschaft, den Somalischen Roten Halbmond, dabei, Bargeld an rund 1.500 betroffene Haushalte zu verteilen. Humanitäre Geldleistungen können auch dazu beitragen, lokale Märkte zu stärken, indem durch mehr Kaufkraft der lokale Wirtschaftskreislauf angeregt wird. „Bargeldzahlungen sind eine sehr kosteneffiziente Form der humanitären Hilfe, weil keine Transport- oder Lagerkosten für humanitäre Güter anfallen“, sagt Reuter. „Mit Bargeldhilfen können die betroffenen Menschen trotz gestiegener Preise Nahrungsmittel kaufen, sofern lokale Märkte noch funktionieren. Dadurch kann die gesamte Hilfeleistung des DRK genau dort ankommen, wo sie gebraucht wird.“

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit der DRK-Länderreferentin Ostafrika Marieke Krull.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hunger in Afrika

Weitere Informationen zu den DRK-Projekten in Somalia:
www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/somalia/humanitaere-nothilfe-in-somalia/

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News Presse Ernährungssicherung/Lebensgrundlagen Klimawandel Dürre Afrika Somalia Christian Reuter
news-5013 Mon, 25 Jul 2022 10:00:00 +0200 Sicherheit beim Baden - DRK mahnt: Ausbildung von Rettungsschwimmern stärken https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sicherheit-beim-baden-drk-mahnt-ausbildung-von-rettungsschwimmern-staerken/ Sommer, Hitze, Ferienzeit – bundesweit zieht es derzeit viele Menschen ans Wasser. Auch die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind jetzt verstärkt im Einsatz. „Damit die Sicherheit beim Baden auch in Zukunft in Schwimmbädern, an Flüssen, in Seen und am Meer gewährleistet ist, müssen wir dringend zuverlässig für Nachwuchs bei den Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern sorgen“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, anlässlich des „Welttages gegen das Ertrinken“ am 25. Juli. „Ebenso wichtig ist es, die Schwimmausbildung und damit das sichere Schwimmen zu stärken.“ In den vergangenen zwei Jahren war die Ausbildung zum Rettungsschwimmabzeichen aufgrund der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen weitreichenden Schließungen der Schwimmbäder sowie der geltenden Sicherheits- und Hygienevorkehrungen stark eingeschränkt. „Wir gehen davon aus, dass fast zwei Jahrgänge neu ausgebildeter Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer ausgefallen sind. Gleichzeitig war auch der Schwimmunterricht von den Einschränkungen betroffen, sodass deutlich weniger Kinder schwimmen gelernt haben“, sagt Paatz. Um diesem Trend entgegenzuwirken, engagiert sich die Wasserwacht für die Stärkung der Schwimmer- und Rettungsschwimmer-Ausbildung.

„Wer sicher schwimmt, kann Rettungsschwimmer werden; ein Ehrenamt, das besonders abwechslungsreich und attraktiv ist“, sagt Paatz. Das ehrenamtliche Engagement bei der Wasserwacht hält fit und bietet die Möglichkeit, Wachdienst an den schönsten Stränden der Republik zu halten. Darüber hinaus kann man sich in verschiedenen Gebieten spezialisieren, zum Beispiel dem Tauchen, der Fließwasserrettung oder der hubschraubergestützten Wasserrettung. Auch Natur- und Gewässerschutz spielen zunehmend eine wichtige Rolle.

Deutschlandweit hat die Wasserwacht rund 100.000 aktive Mitglieder. Sie sichern bundesweit an über 3.000 Wachstationen deutsche Badegewässer von der Nord- und Ostsee über Fließgewässer bis hin zu zahlreichen Seen.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Ansprechpartnern der Wasserwacht.

Weitere Informationen zur DRK Wasserwacht: https://www.drk.de/wasserwacht/

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News Presse Wasserwacht Erste Hilfe/Rettung Rettungswesen
news-5010 Wed, 13 Jul 2022 09:13:46 +0200 Heiße Sommertage - DRK: Hitzenotfällen vorbeugen und Erste Hilfe leisten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/heisse-sommertage-drk-hitzenotfaellen-vorbeugen-und-erste-hilfe-leisten/ In vielen Teilen Deutschlands erfreuen sich Menschen derzeit der Sonne und sommerlichen Temperaturen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weist darauf hin, dass mit den Temperaturen aber auch das Risiko für Hitzenotfälle steigt. Das gilt insbesondere für ältere und kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder. „Die Gefahr von Hitzenotfällen sollte nicht unterschätzt werden“, sagt DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Böttiger. „Es gibt einfache Tipps, wie man sich schützen kann. Wichtig ist auch, Notfälle zu erkennen und im Ernstfall Erste Hilfe leisten zu können.“ „Bei Hitze sollte man vor allem darauf achten, ausreichend zu trinken, mindestens einen Liter mehr als die üblichen 1,5 bis 2 Liter täglich und das nicht erst, wenn ein Durstgefühl einsetzt“, so Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uniklinik in Köln ist. Sofern möglich, sollten körperliche Aktivitäten reduziert werden, um eine Doppelbelastung des Kreislaufs zu vermeiden. Wenn sich Aktivitäten nicht vermeiden lassen, sollte wiederum mehr getrunken werden. Außerdem kann man hitzebedingten Notfällen vorbeugen, indem man direkte Sonneneinstrahlung meidet, sich im Schatten aufhält und schützende Bekleidung trägt. Dazu gehören Sonnenhüte und andere Kopfbedeckungen sowie leichte, lichtdichte Kleidung, die den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Räume, in denen man sich aufhält, können durch morgendliches und abendliches Durchlüften abgekühlt werden.

„Um bei Hitzenotfällen Erste Hilfe leisten zu können, ist es wichtig, frühe Anzeichen zu erkennen“, sagt Prof. Böttiger. „Dazu können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ein hochroter heißer Kopf, kühle Körperhaut, Schüttelfrost, aber auch ernste Kreislaufprobleme gehören.“ Zu wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen zählen: Betroffene sofort aus der direkten Sonne holen und in den Schatten bringen bzw. Schatten spenden. Den Oberkörper erhöht lagern. Beengende Kleidung öffnen, um einen Wärmestau zu vermeiden. Sofern Betroffene bei Bewusstsein sind, Wasser oder elektrolythaltige Getränke wie Apfelschorle oder Tee anbieten. Durch kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft weitere Abkühlung schaffen. Bei Bewusstlosigkeit und sicher normaler Atmung die stabile Seitenlage anwenden und umgehend den Notruf 112 tätigen. Wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte ebenfalls der Notruf 112 getätigt werden.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Prof. Böttiger.

Weitere Informationen zu Erster Hilfe bei Hitzenotfällen finden Sie auf unseren Erste Hilfe Seiten: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/

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News Presse Erste Hilfe
news-5011 Wed, 13 Jul 2022 06:42:00 +0200 DRK ernennt drei neue Ehrenmitglieder https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-ernennt-drei-neue-ehrenmitglieder/ Das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ernennt drei neue Ehrenmitglieder. Eberhard Desch, Marcus Janßen und Prof. Dr. med. Peter Sefrin haben sich durch herausragendes und langjähriges Engagement beim DRK ausgezeichnet. „Das DRK lebt von der großartigen Arbeit seiner Mitglieder. Wir danken Herrn Desch, Herrn Janßen und Prof. Dr. med. Sefrin herzlich für ihre ehrenwerte Haltung und langjährige Treue,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Eberhard Desch unterstützte über sieben Jahre bis 2021 das DRK ehrenamtlich als Konventionsbeauftragter und trug in dieser Rolle maßgeblich zur Vermittlung von Wissen und der Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Humanitäres Völkerrecht bei. Nach seinem juristischen Studium hatte er als Richter und Staatsanwalt gearbeitet. 1988 wechselte er ins Bundesministerium der Justiz, wo er ab 1998 das Referat für Völkerrecht, internationale Organisationen, internationale Gerichtsbarkeit leitete. Weitere Tätigkeiten umfassten die Mitgliedschaft im Lenkungsausschuss für rechtliche Zusammenarbeit des Europarates sowie ab 2003 die dreijährige Präsidentschaft der Europäischen Kommission für die Effizienz der Justiz des Europarates. Er war zudem Mitglied der deutschen Delegation bei der Vertragsstaaten-Versammlung des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs und langjähriger Vertreter des Bundesministeriums der Justiz im DRK-Fachausschuss Humanitäres Völkerrecht.

Marcus Janßen ist bereits seit seinem zehnten Lebensjahr Mitglied beim DRK. Schon seit 1995 hatte der gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt eine Gruppenleitung im Kreisverband Krefeld inne, um nach seiner Tätigkeit in leitenden Positionen beim Jugendrotkreuz des Landesverbandes 2008 zum DRK-Bundesverband zu wechseln. Dort wurde er erst zum Stellvertretenden Bundesleiter und dann 2013 zum Bundesleiter des Jugendrotkreuzes sowie zum Präsidiumsmitglied gewählt. Neben seiner Arbeit im DRK war Herr Janßen viele Jahre als Consultant in der Strategie- und Managementberatung sowie beim Genossenschaftsverband Bayern e.V. als Referatsleiter der Abteilung Bankausbildung tätig.

Prof. Dr. med. Peter Sefrin ist seit 1961 ehrenamtlich beim DRK-Landesverband Bayerisches Rotes Kreuz tätig. Er unterstützte über viele Jahre hinweg vor allem in der Jugendarbeit, im Rettungsdienst und als Landesarzt. 2009 wurde er zum DRK-Bundesarzt und somit auch zum Präsidiumsmitglied sowie Vorsitzenden der Ständigen Konferenz der DRK-Landesärztinnen und -ärzte ernannt. Prof. Dr. med. Sefrin gab dem Amt des DRK-Bundesarztes bis zum Ende seiner Tätigkeit 2021 ein beachtliches medizinisches Gewicht. Neben seiner Arbeit für das DRK war er Schriftleiter der Zeitschrift „Der Notarzt – Notfallmedizinische Information“, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin, wissenschaftlicher Leiter des RETTmobil-Notfallkongresses und bis zu seiner Emeritierung Sektionsleiter der Präklinischen Notfallmedizin der Universität Würzburg.

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News Präsidium DRK-Mitarbeiter
news-5009 Mon, 11 Jul 2022 10:05:21 +0200 Jahrestag Hochwasserkatastrophe: DRK-Einsatz im Ahrtal zeigt Gebot, Ehrenamt zu stärken https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jahrestag-hochwasserkatastrophe-drk-einsatz-im-ahrtal-zeigt-gebot-ehrenamt-zu-staerken/ Am 14./15. Juli jährt sich die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Andauernder Starkregen führte in der Region zu Überflutungen. Mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben, unzählige Häuser, Betriebe und Einrichtungen wurden zerstört. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) leistete unmittelbar Soforthilfe, trägt bis heute zur infrastrukturellen Stabilisierung bei und hat Projekte zu Wiederaufbau, Stärkung und Vorsorge angelegt. „Auch ein Jahr nach der Katastrophe sind wir weiter vor Ort im Einsatz, stellen wichtige Infrastruktur und psychosoziale Betreuung zur Verfügung. Wir bleiben, solange wir gebraucht werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. In den ersten Tagen und Wochen half das DRK mit der Bereitstellung von Verpflegung, Trinkwasser, Hygieneartikeln, medizinischer Versorgung in vier mobilen Arztpraxen und einer Notfallapotheke sowie Bautrocknern und Warmluftgebläsen. Lichtmasten sorgten für Beleuchtung und über Monate sicherten Ersatzstromerzeuger vielerorts die Stromversorgung ab. Über Richtfunk stellt das DRK weiterhin den Bewohnern des gesamten Ahrtals mobiles Internet zur Verfügung. Zudem wurden drei temporäre Kläranlagen in den Gemeinden Mayschoß, Hönningen und Altenahr vom DRK aufgebaut, um die Abwasseraufbereitung zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu sichern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die psychosoziale Betreuung. Die drei am stärksten betroffenen DRK-Landesverbände Rheinland-Pfalz, Nordrhein und Westfalen-Lippe stellen weiterhin Beratungsangebote zur Verfügung.

„Dies alles war und ist nur möglich durch den beherzten Einsatz unserer vielen DRK-Ehrenamtlichen“, sagt Hasselfeldt. Zu Spitzenzeiten waren in der Region bis zu 3.500 Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Insgesamt hat die Personalauswertung gut 90.000 ehrenamtlich geleistete Einsatzkräftetage ergeben. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen weiterhin Projekte im Wiederaufbau, der Betreuung und der Vorsorge. „Nicht zuletzt diese Erfahrung zeigt, dass wir das Ehrenamt stärken müssen, um im Bevölkerungsschutz handlungsfähig zu bleiben“, so Hasselfeldt. Das DRK fordert eine Gleichstellung der Ehrenamtlichen von DRK und anderen anerkannten Hilfsorganisationen analog zu Freiwilliger Feuerwehr und THW in allen Bundesländern. Dabei geht es um die Freistellung vom Arbeitsplatz, Verdienstausfallleistungen an Arbeitgeber, umfassenden sozialversicherungs-rechtlichen Schutz und ein Recht zur Freistellung bei Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen.

Weitere Informationen:
https://www.drk.de/flutkatastrophe
https://youtu.be/V-Ap0KLFLJg

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News Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-5008 Fri, 08 Jul 2022 09:36:44 +0200 Presseeinladung: DRK-Bilanz zum bisherigen Hochwassereinsatz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-drk-bilanz-zum-bisherigen-hochwassereinsatz/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, wird zum Jahrestag der Hochwasserkatastrophe gemeinsam mit dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Rainer Kaul, die Kläranlage Mayschoß im Ahrtal besuchen und eine Zwischenbilanz zum Einsatz ziehen. Medien sind dazu herzlich eingeladen. Durch das verheerende Hochwasser im Juli 2021 wurden auch viele Klärwerke im Ahrtal zerstört oder stark beschädigt. Um die Abwasseraufbereitung weiterhin zu sichern und die Ausbreitung von Krankheiten und Umweltschäden zu mindern, hat das DRK drei Anlagen in der Region aufgebaut. Die temporäre Kläranlage in Mayschoß war das erste Projekt dieser Art in Deutschland, das seit September 2021 das Abwasser von rund 600 Bewohnerinnen und Bewohnern der Region reinigt.

Neben Gerda Hasselfeldt und Rainer Kaul werden bei dem Pressegespräch auch Vertreterinnen und Vertretern des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz und des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden zugegen sein.

Es wird unter anderem auf folgende Fragen eingegangen werden:

• Welche Lehren zieht das DRK aus der Katastrophe für den Bevölkerungsschutz und das Ehrenamt?
• Wie sah der bisherige Einsatz des DRK in der Region aus?

Termin: 13. Juli 2022, 15.30 Uhr
Ort: 53508 Mayschoß, Rotweinstraße (vor dem Ortseingang Mayschoß)
Anwesende: Gerda Hasselfeldt, DRK-Präsidentin, Rainer Kaul, Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz
Ansprechpartnerin vor Ort: Lynn Kühl, Tel. 01575 8730729

Um kurze Anmeldung wird gebeten bei Anett Stefanov, a.stefanov(at)drk(dot)de, Tel. 030 85404 157.

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News Presse
news-5007 Tue, 05 Jul 2022 08:46:02 +0200 Erdbeben in afghanisch-pakistanischer Grenzregion: DRK unterstützt Hilfseinsatz in Afghanistan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erdbeben-in-afghanisch-pakistanischer-grenzregion-drk-unterstuetzt-hilfseinsatz-in-afghanistan/ Mehr als eine Woche nach dem Erdbeben in Afghanistan, bei dem es erhebliche Zerstörungen in Teilen der Regionen Khost und Paktika gab, ist die Lage weiter unübersichtlich. Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) zufolge kamen mindestens 1.000 Menschen ums Leben, viele mehr wurden verletzt. Aufgrund der unzugänglichen Lage ist ein genaues Bild der Situation und der exakten Opferzahlen noch unklar. „Das Erdbeben ist eine Tragödie für die afghanische Bevölkerung und verschlimmert die bereits dramatische humanitäre Situation im Land,“ sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Es ist wichtig den Menschen in der Region in diesen schweren Zeiten zur Seite zu stehen.“ In enger Abstimmung mit der Schwestergesellschaft Pakistanscher Roter Halbmond und anderen Partnern innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung plant das DRK die Bereitstellung von dringend benötigten Nahrungsmitteln und Hilfsgütern für die betroffenen Familien. 1.400 Nahrungsmittelpakete sowie 1.400 Küchenutensilien-Sets werden dafür in Pakistan beschafft und in der Erdbebenregion an den Afghanischen Roten Halbmond übergeben.

Teams des Afghanischen Roten Halbmonds unterstützen die von dem Erdbeben schwer getroffenen Gemeinden mit Such- und Rettungsmaßnahmen sowie Erster Hilfe für Verletzte. Lastwagen mit Hilfsgütern und Medikamenten sowie Krankenwagen wurden in die betroffenen Gebiete entsandt. Sie ergänzen die mobilen Gesundheitsteams, die bereits vor dem Erdbeben in der Region im Einsatz waren. Der Afghanische Rote Halbmond verfügt über ein Netzwerk von mehr als 30.000 Freiwilligen und 2.400 Mitarbeitenden, die in allen Provinzen Afghanistans aktiv sind.

Das Erdbeben, das in der Region das tödlichste seit zwei Jahrzehnten war, ereignete sich in der Nacht vom 21. zum 22. Juni mit einer Stärke von 5,9 etwa 40 km von der Stadt Khost entfernt, einer Provinzhauptstadt im Südosten Afghanistans. Die schlimmsten Schäden entstanden in der Nachbarprovinz Paktika, an der Grenze zu Pakistan. Entstandene Schäden betreffen in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion schätzungsweise 200.000 Menschen.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afghanistan

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News Weltkatastrophenbericht Presse
news-5004 Mon, 04 Jul 2022 14:00:00 +0200 Gemeinsam Gesundheit Geben: STADA unterstützt das DRK https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/gemeinsam-gesundheit-geben/ Das Deutsche Rote Kreuz ist eine neue langfristig angelegte Kooperation mit dem Gesundheitsunternehmen STADA eingegangen. Gemeinsam verfolgen STADA und das DRK das Ziel, Menschen zu unterstützen, die sich aufgrund fehlender Krankenversicherung oder trotz Krankenversicherung keine ausreichende Gesundheitsversorgung leisten können. Zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 31. Dezember 2023 wird STADA Consumer Health Deutschland einen Anteil aus dem Verkauf des rezeptfreien STADA Generika-Sortiments dem DRK übergeben. Dank der gesammelten Gelder werden verschiedene Projekte aus dem DRK-Verband gefördert, die Unversicherten, Obdachlosen, Geflüchteten und Senioren einen Zugang zu Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Unterstützte Gesundheitsprojekte

Unsere Kooperation startete mit der Unterstützung der folgenden Projekte:

Es ist geplant, die Anzahl der Projekte über den Aktionszeitraum auszuweiten.

Weitere Informationen finden Sie hier: stada.de/gemeinsamgesundheitgeben

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News
news-5006 Thu, 30 Jun 2022 11:01:35 +0200 DRK-Gedenkstein erinnert an demokratische Neugründung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-gedenkstein-erinnert-an-demokratische-neugruendung/ In Erinnerung an die demokratische Neugründung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg hat das DRK einen Gedenkstein in Koblenz errichtet und feierlich eingeweiht. Auch rund siebzig Jahre später sind Menschlichkeit und Solidarität grundlegende Werte des Engagements des DRK. DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön erinnerte bei der Zeremonie an die geschichtliche Bedeutung der Stadt. „In dem ehemaligen Berghotel Rittersturz in Koblenz wurde 1948 nicht nur die demokratische Bundesrepublik Deutschland aus den westlichen Bundesländern gegründet, sondern zwei Jahre später auch ein demokratisches Rotes Kreuz. Ein entscheidendes Merkmal der Bundesrepublik ist, dass erstmals eine umfängliche Bürgergesellschaft geschaffen wurde“, sagte Dr. Schön. „Dies bildet auch das Deutsche Rote Kreuz durch die starke Rolle seiner Mitglieder und die föderale Struktur deutlich ab. Damit leisten wir als Rotes Kreuz neben der Hilfe für die Menschen auch einen Beitrag zur Stärkung der gesamten Zivilgesellschaft in unserem Lande.“

Im Rahmen des Gedenkens an diesen wichtigen Moment der Rotkreuzgeschichte wurde in Anwesenheit von Oberbürgermeister David Langner der Gedenkstein auf dem Platz an der Liebfrauenkirche vor dem „Haus der Begegnung“ des DRK-Kreisverbandes Koblenz eingeweiht.

In seiner Rede betonte Dr. Schön die besondere Rolle des DRK in Deutschland. „Es ist unser eigener Anspruch, helfend dem Staat zur Seite zu stehen. Und doch setzen wir uns unabhängig von diesem und unparteilich für die uns anvertrauten Menschen ein. Denn die Staaten – auch die Bundesrepublik Deutschland – haben uns garantiert, dass wir überall und jederzeit unsere Aufgaben nach den sieben Rotkreuzgrundsätzen verrichten können. Damit sind wir eben gleichzeitig Auxiliar des Staates sowie Helfer und Anwalt der Menschen. Und unsere Hilfe richtet sich dabei allein nach dem Maß der Not.“

Weitere Informationen zur Geschichte des DRK: DRK Geschichte

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News Presse Deutschland
news-5005 Wed, 29 Jun 2022 16:58:48 +0200 DRK und Hansaplast erneuern Kooperation https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-und-hansaplast-erneuern-kooperation/ Bereits seit 2014 arbeiten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Jugendrotkreuz (JRK) eng mit Hansaplast als internationalem Experten im Bereich Wundversorgung zusammen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen Erste Hilfe-Kenntnisse erlangen und im Alltag anwenden können. „Wir gratulieren Hansaplast zum 100-jährigen Markenjubiläum und freuen uns, die Zusammenarbeit mit einem so etablierten und renommierten Partner weiterzuführen“, sagt DRK- Generalsekretär Christian Reuter. Die Kooperation wurde zuletzt um weitere zwei Jahre verlängert. Ein Fokus der geförderten Projekte im JRK liegt, wie in den Vorjahren, auf der kindgerechten Wissensvermittlung zu Erste Hilfe-Inhalten mit dem Schwerpunkt Wunderversorgung. Das Jugendrotkreuz setzt sich mit seinen Programmen dafür ein, Kinder möglichst früh an das Thema Erste Hilfe heranzuführen. So werden die Motivation und Fähigkeit zum Helfen schon in der Grundschule gefördert.

Hansaplast führt die Unterstützung dieser Angebote im Rahmen der Kooperation mit dem DRK weiter fort. Unfälle passieren schnell im Schulalltag: Es ist wichtig, dass Kinder bereits im Grundschulalter mit einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut werden und ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln, um Verletzungen zu vermeiden und die eigene Sicherheit zu erhöhen. Spielerisch aufbereitete Erste-Hilfe-Themen senken nicht nur die Angst vor kleineren Wunden und beugen einer Entstehung von Hemmschwellen bei Hilfeleistungen vor. Sie bieten auch die Möglichkeit für nachhaltiges Lernen und können zudem positive Effekte wie die Steigerung der Zivilcourage und des Selbstbewusstseins herbeiführen.

Neben den Programmen des JRK fördert Hansaplast in den kommenden zwei Jahren ebenfalls den DRK Elterncampus. Dieser wurde 2020 ins Leben gerufen, um Eltern und Familien auch während der Covid-19 Pandemie mit wichtigen Kursprogrammen zu unterstützen. Der DRK Elterncampus bietet eine Vielfalt an virtuellen Kursangeboten, wie unter anderem Kurse zum Thema Erste Hilfe am Kind. Gemeinsam mit Hansaplast will das DRK nicht nur Eltern miteinander vernetzen und Austausch anregen, sondern Expertenwissen vermitteln und gemeinsam wachsen.

Weitere Informationen zu den Erste-Hilfe-Programmen des Jugendrotkreuzes für Kinder und Jugendliche finden Sie hier.

Weitere Informationen zum DRK Elterncampus finden Sie hier.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz (m.wuerdig(at)drk(dot)de, 030/85404-123).

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News Erste Hilfe Kooperationen Jugendrotkreuz
news-5003 Fri, 24 Jun 2022 10:45:29 +0200 „Fackellauf nach Solferino“ endet am Ursprungsort der Rotkreuzidee https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/fackellauf-nach-solferino-endet-am-ursprungsort-der-rotkreuzidee/ Bereits seit 1992 organisiert das Italienische Rote Kreuz die sogenannte Fiaccolata, eine internationale Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beteiligt sich in diesem Jahr mit einem „Licht der Hoffnung“ das seit Februar von DRK-Ehrenamtlichen durch die gesamte Bundesrepublik getragen wurde. Im Rahmen des „Fackellauf nach Solferino 2022“ startete die DRK-Fackel am Sitz des Generalsekretariats in Berlin und wurde unter Beteiligung aller 19 DRK-Landesverbände sowie mithilfe Ehrenamtlicher des Österreichischen und Italienischen Roten Kreuzes bis nach Italien weitergegeben. „Wir möchten allen Ehrenamtlichen, die sich am ‚Fackellauf nach Solferino 2022‘ beteiligt haben herzlich danken. Der Weg der DRK-Fackel gestaltete sich so vielseitig wie der Verband selbst“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Die Teilnehmenden haben im Laufe der Aktion viele verschiedene Aspekte unserer Arbeit liebevoll in Szene gesetzt.“ Besuche von historischen Orten sowie Einrichtungen des DRK und des eigenständigen Jugendverbandes, dem Jugendrotkreuz; Bootsüberfahrten mit der Wasserwacht; Begleitung durch Hunde- und Motoradstaffeln; Transport per Fahrrad, Quad und sogar zu Pferd; Ehrenamtliche in Dienstbekleidung und historischen Kostümen – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

„Mit der Teilnahme an der Fiaccolata in Italien findet die Aktion einen feierlichen Abschluss, der unsere Verbundenheit mit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung unterstreicht“, sagt Hasselfeldt.

Im Jahr 1859 reiste der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant durch Italien und wurde dabei Zeuge der Folgen der Schlacht von Solferino, einer der größten Auseinandersetzungen jener Zeit. Seine Erfahrungen hielt er in der Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“ fest, an deren Ende er die Vision für die Gründung neutraler Hilfsgesellschaften für Verwundete formulierte, die den Grundstein der Rotkreuzidee bildet. Bei der mehrtägigen Gedenkveranstaltung rund um den Fackelzug von Solferino in die nahegelegene Kleinstadt Castiglione delle Stiviere kommen jedes Jahr Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus ganz Europa und der Welt zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die Feierlichkeiten in den letzten Jahren in kleinerem Rahmen statt.

Weitere Informationen zum DRK „Fackellauf nach Solferino 2022“: www.drk.de/fiaccolata2022

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Presse
news-5001 Wed, 22 Jun 2022 10:07:12 +0200 Presseeinladung: Einweihung des DRK-Gedenksteins in Koblenz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-einweihung-des-drk-gedenksteins-in-koblenz/ Anlässlich der eigenen demokratischen Neugründung in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen Gedenkstein in Koblenz. Das Denkmal soll als Zeichen für Mitmenschlichkeit, Solidarität und Demokratie dienen. Medienvertretende sind zur Einweihung herzlich eingeladen. Im Februar 1950 fand die demokratische Neugründung des DRK in der Bundesrepublik Deutschland statt. Der Versammlungsort war das ehemalige Berghotel Rittersturz bei Koblenz, wo wenige Jahre zuvor auch der Zusammenschluss der westlichen Bundesländer zur Bundesrepublik entschieden worden war. Im Rahmen des Gedenkens wird der Stein in Koblenz auf dem Platz an der Liebfrauenkirche vor dem „Haus der Begegnung“ des DRK-Kreisverbandes Koblenz errichtet. „Er erinnert an den organisatorischen und geistigen Neuanfang des Roten Kreuzes nach dem Krieg und an seinen festen Willen, in der sich ausformenden Demokratie der Bundesrepublik Deutschland eine aktive Rolle zu spielen“, erläutert DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön.

Die feierliche Einweihung des DRK-Gedenksteins findet am 29. Juni 2022, ab 16.00 Uhr statt. DRK-Vizepräsident Dr. Schön und der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, werden das Denkmal gemeinsam enthüllen und das Programm mit Reden begleiten. Anschließend gibt es einen Empfang im „Haus der Begegnung“.

Termin: 29. Juni 2022, 16.00 Uhr
Ort: Platz an der Liebfrauenkirche, Koblenz (Enthüllung Gedenkstein) und
„Haus der Begegnung“ des DRK-KV Koblenz (Empfang und Sommerfest)
An der Liebfrauenkirche 20, 56068 Koblenz
Anwesende: DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner, Bildungs- und Kulturdezernentin der Stadt Koblenz Dr. Margit Theis-Scholz, Präsident DRK-LV Rheinland-Pfalz Rainer Kaul, Vorstandsvorsitzende DRK-LV Rheinland-Pfalz Anke Marzi, Vorstand DRK-LV Rheinland-Pfalz Manuel Gonzalez, Präsident DRK-KV Koblenz Leo Biewer und Geschäftsführer DRK-KV Koblenz Volker Grabe
Ansprechpartnerin für Medien: Ute Casper, 0173 5224233

Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, sich bis zum 27. Juni 2022 unter presse(at)drk(dot)de mit folgenden Angaben zu akkreditieren: Vor- und Zuname, Medium.

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Presse Geschichte
news-5000 Mon, 20 Jun 2022 09:46:46 +0200 Interschutz 2022: Bevölkerungsschutz auf komplexe Krisen vorbereiten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/interschutz-2022-bevoelkerungsschutz-auf-komplexe-krisen-vorbereiten/ Pandemische Szenarien wie die Covid-19 Lage, Extremwetterereignisse wie die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, geopolitische Herausforderungen wie der Ukraine Krieg – diese Beispiele unterstreichen die wachsenden Herausforderungen an die Einsatz- und Anpassungsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes. Angesichts der dynamischen Entwicklung komplexer, sich überschneidender Krisen betont das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Notwendigkeit, den Bevölkerungsschutz in Deutschland weiter zu stärken. „Um den Herausforderungen multipler und langanhaltender Krisen gerecht zu werden, müssen wir unsere Gesellschaft resilienter machen“, sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des DRK, zum Auftakt der Interschutz 2022. „Nachdem zuletzt erste positive Signale in der Finanzierung gesetzt wurden, geht es weiter darum, an der Modernisierung des Bevölkerungsschutzes zu arbeiten.“ Das DRK trägt maßgeblich zur Entwicklung innovativer Lösungsansätze bei, so zum Beispiel im vom Bund finanzierten Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ oder der Forschung zu Hilfeleistungssystemen der Zukunft. „Um diese Ansätze umzusetzen, bedarf es der engen Zusammenarbeit mit Akteuren im Zivil- und Katastrophenschutz. Darüber hinaus ist politisches Handeln in Hinblick auf nachhaltige Finanzierung und das Schaffen sicherer gesetzlicher Rahmenbedingungen notwendig“, sagt Hasselfeldt. Das DRK spricht dahingehend acht Empfehlungen zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Hinblick auf Widerstandskraft, Vorbereitung und Vorhaltung aus. Diese beziehen sich auf nachhaltige Finanzierung, sektorenübergreifende Zusammenarbeit, die Stärkung des Ehrenamtes durch Helfergleichstellung, die Förderung der Freiwilligkeit im Bevölkerungsschutz, die Einbeziehung des Rettungsdienstes, die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung, die Modernisierung und Anpassung der bundesgesetzlichen Regelungen sowie die Vorbereitung für aufwachsende Betreuungslagen.

Die Interschutz 2022 ist die Welt-Leitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit. Sie findet vom 20.-25. Juni in Hannover statt. Das DRK präsentiert unter dem Motto „Hilfe, Hoffnung, Handeln – Das DRK im Einsatz“ Schwerpunkte seiner Arbeit im Bevölkerungsschutz. Das DRK-Generalsekretariat und der DRK-Landesverband Niedersachsen betreuen die Messestände B58 in Halle 17 und G29 in Halle 26.

Weitere Informationen: https://www.drk.de/das-drk/interschutz/

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News Presse
news-4999 Fri, 17 Jun 2022 11:13:35 +0200 Weltflüchtlingstag 2022: DRK - Über Krieg in der Ukraine andere Krisen nicht vergessen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltfluechtlingstag-2022-drk-ueber-krieg-in-der-ukraine-andere-krisen-nicht-vergessen/ Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni mahnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), neben dem Krieg in der Ukraine andere Krisen nicht aus dem Blick zu verlieren. „Das DRK ist in der Ukraine, den Nachbarländern wie auch in Deutschland in der Hilfe für Geflüchtete aktiv“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Darüber hinaus unterstützen wir geflüchtete Menschen in vielen Krisenregionen weltweit, beispielsweise Menschen aus Venezuela und Syrien, Geflüchtete und Binnenvertriebene in Bangladesch im Sudan, Jemen und in Uganda.“ Schwerpunkt der DRK-Flüchtlingshilfe in Deutschland ist derzeit die Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. In Einrichtungen der DRK-Landesverbände werden bundesweit Betreuungs- und Versorgungsangebote bereitgestellt, darunter Unterbringung, Verpflegung, sanitätsdienstliche Versorgung, psychosoziale Notfallversorgung, aber auch Kinderbetreuung oder die Beratung in einer der 110 Migrationsberatungsstellen.

„Die weitreichenden Auswirkungen des Ukraine Krieges führen aber auch dazu, dass sich die Situation in anderen Krisenregionen verschärft. Insbesondere lebenswichtige Grundnahrungsmittel werden plötzlich knapp“, sagt Reuter. „Deshalb möchten wir zum Weltflüchtlingstag daran erinnern, dass weltweit geflüchtete Menschen mehr denn je auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.“

Eines der vielen Länder, in denen das DRK Hilfe für Geflüchtete bereitstellt, ist Bangladesch, wo fast eine Million Menschen aus dem benachbarten Myanmar vor gewaltsamen Konflikten Zuflucht gesucht haben. Seit Beginn der Krise im Jahr 2017 unterstützt das DRK den Bangladeschischen Roten Halbmond in Cox’s Bazar bei der Versorgung der Hilfsbedürftigen mit Medizin, Wasser, Nahrung und Materialien für den Bau von Unterkünften. Es geht darum, die meist provisorisch erstellten Unterkünfte sicher zu machen, die Hygiene in den Camps zu verbessern und Katastrophenvorsorge zu betreiben sowie die Resilienz der Geflüchteten wie auch der bestehenden Gemeinden zu stärken. Gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond unterstützt das DRK mit drei Projekten insgesamt mehr als 120.000 Menschen in den Camps und den aufnehmenden Gemeinden sowie an Schulen in Cox’s Bazar.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen: 
IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Flüchtlingshilfe Ausland

Mehr zum Engagement des DRK in Bangladesch finden Sie hier.
Mehr zur Hilfe in der Ukraine, den Nachbarländern und in Deutschland finden Sie hier.  

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Presse Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Bangladesch Deutschland Ukraine
news-4998 Thu, 16 Jun 2022 10:30:03 +0200 Nachruf: Isis von Puttkamer https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nachruf-isis-von-puttkamer/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trauert um sein Ehrenmitglied Isis von Puttkamer, die am 12. Juni 2022 im Alter von 88 Jahren in Wilhelmshaven verstorben ist. Frau v. Puttkamer war eine Rotkreuz-Persönlichkeit, deren vorbildliches, uneigennütziges Wirken bereits 1977 durch die Verleihung des DRK-Ehrenzeichens verbandsintern gewürdigt wurde. 1991 wurde ihr der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. „Wir sind von Herzen dankbar für Isis von Puttkamers vorbildliches Wirken im Dienst unserer Organisation. Als engagierte Vertreterin war besonders ihre Außenwirkung von großer Bedeutung. Sie hat stets Kontakt zu anderen Organisationen und Institutionen der Region gehalten und prägte die Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Isis von Puttkamer wurde 1951 DRK-Mitglied und arbeitete zunächst als Helferin im Sanitäts- und Sozialdienst im Kreisverband Plön, Schleswig-Holstein. Mehrere Umzüge verlegten ihre ehrenamtliche Tätigkeit nach Bad Ems und Kiel, wo sie erste Aufgaben als Führungskraft im Katastrophenschutz und als Ausbilderin in der Breitenausbildung wahrnahm. 1970 erfolgte ein Umzug der Familie nach Fedderwarden, wo sie 1971 zur Leiterin der Frauenarbeit gewählt wurde.

Über die Tätigkeit im Kreisverband hinaus nahm Frau v. Puttkamer auch Aufgaben im DRK-Landesverband Oldenburg wahr und wurde 1973 von der Landesversammlung zur Vertreterin des Fachdienstes Sanitätsdienst gewählt. 1978 wurde sie stellvertretende Landesbereitschaftsführerin und 1982 Landesbereitschaftsführerin. Daraufhin gehörte sie kraft Amtes bis 1994 dem Landesvorstand an.

Im DRK-Bundesverband war sie Mitglied des Bundesausschusses Katastrophenschutz von 1974 bis 1977 und Mitglied des Bundesfrauenausschusses von 1982 bis 1994, mit Vorsitz im Jahr 1991. Darüber hinaus war sie von 1991 bis 1994 Mitglied im Präsidialausschuss Sozialarbeit und Mitglied des Präsidiums des DRK. Um jüngeren Mitgliedern die Führung zu übergeben, zog sie sich danach aus der Position zurück und führte ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf Kreisverbandsebene fort.

„Isis von Puttkammers soziales Engagement fand weit über ihren Kreisverband hinaus Anerkennung. Ihr Sachverstand und ihre Vereinsbasiskenntnisse zeichneten sie als eine engagierte und, immer wieder optimistische Vertreterin der Rotkreuzidee aus“, sagt Hasselfeldt.

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news-4997 Mon, 13 Jun 2022 12:34:00 +0200 DRK: Blutspenden heute wichtiger denn je – Kritische Versorgungslage https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-blutspenden-heute-wichtiger-denn-je-kritische-versorgungslage/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat dringend zu Blutspenden aufgerufen. „Blutspenden ist heute wichtiger denn je“, sagt Hasselfeldt zum Weltblutspendetag am 14. Juni. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, hohe Temperaturen, Ferien, sowie ein hohes Reiseaufkommen sorgen seit Wochen für eine rückläufige Spendebereitschaft und mittlerweile für eine bundesweit kritische Versorgungslage. Zugleich werden Operationen und Behandlungen nachgeholt, die während der Hochphase der Pandemie verschoben worden waren. „Ein Notstand muss unter allen Umständen vermieden werden,“ so Hasselfeldt. Zugleich dankte die DRK-Präsidentin allen Blutspenderinnen und Blutspendern, „ohne deren unersetzliches Engagement Millionen schwerverletzte und chronisch kranke Menschen keine Überlebenschance hätten“.

Jeder dritte Bundesbürger ist statistisch gesehen mindestens einmal in seinem Leben auf ein Blutprodukt angewiesen. Zur Blutspende gehen aber lediglich 3,5 Prozent der Menschen in Deutschland. Die Blutspendedienste des DRK und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) decken rund 75 Prozent des Gesamtbedarfes.

Mit der bundesweit angelegten Kampagne #missingtype - erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf, machen die DRK/BRK Blutspendedienste zum 14. Juni auf die dringende Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam. Ziel ist es neue Spenderinnen und Spender für eine erste Blutspende zu begeistern und dann als Lebensretter kontinuierlich aktiv zu bleiben. Als prominente Botschafter machen sich Vanessa Mai und Leon Goretzka für die Notwendigkeit von lebensrettenden Blutspenden stark und wollen mehr Menschen zum Blutspenden motivieren.

Weitere Informationen:

Auf www.drk-blutspende.de können sich Spendende Termine reservieren. Termine, Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Informationen zur #missingtype Kampagne sowie Bilder und Grafiken zum Download gibt es unter www.missingtype.de.

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Presse
news-4995 Fri, 03 Jun 2022 20:35:00 +0200 Innenministerkonferenz: DRK begrüßt Einigung zum Bevölkerungsschutz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/innenministerkonferenz-drk-begruesst-einigung-zum-bevoelkerungsschutz/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt die Einigung von Bund und Ländern auf den „Stärkungspakt Bevölkerungsschutz“ zum Abschluss der Innenministerkonferenz. „Der Bevölkerungsschutz in Deutschland muss umfassend modernisiert, für die neue Bedrohungslage ausgerichtet und dafür ausgestattet werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Dabei sind die in Aussicht gestellten zehn Milliarden des Bundes und die geplanten Investitionen der Länder erste wichtige Schritte, nachdem wir schon länger fordern, 0,5 Prozent des Bundeshaushaltes in die Krisenvorsorge zu investieren“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das wären derzeit zwei Milliarden Euro. DRK-Generalsekretär Christian Reuter fordert: „Mit den Geldern muss der Ausbau der Zivilschutzreserve des Bundes beziehungsweise des ‚Labors Betreuung 5.000‘ vorangetrieben werden, um eine Zeitenwende auch im zivilen Bevölkerungsschutz einzuleiten.“ Das vom Bund finanzierte Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ ist das erste Modul der Zivilschutzreserve des Bundes, bei dem in Zusammenarbeit zwischen den anerkannten Hilfsorganisationen und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine ganzheitliche nationale Betreuungsreserve aufgebaut werden soll. Das Pilotprojekt wurde unter Federführung des DRK entwickelt. Ziel der Mobilen Betreuungsmodule ist, bundesweit verfügbare Reserven zu schaffen, um Menschen in Notsituationen zeitgemäß, schnell und umfassend unterzubringen. Der Bedarf einer solchen nationalen Betreuungsreserve wurde in den vergangenen Jahren durch den Einsatz von Anteilen des ersten Moduls des Pilotes „Labor Betreuung 5.000“ während der Corona-Pandemie und der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal deutlich. Auch die Betreuung der vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchteten in Deutschland führt den dringenden Bedarf nochmals deutlich vor Augen.

Um einen wirksamen, flächendeckenden Bevölkerungsschutz zu gewährleisten, muss der Bund die Finanzierung von mindestens zehn Modulen der nationalen Betreuungsreserve sicherstellen. Ein Modul kostet knapp 28 Millionen Euro. Derzeit ist erst ein Modul teilrealisiert, ein weiteres ist teilfinanziert. Im Ergänzungshaushalt 2022 wurden jetzt 21 Millionen Euro bereitgestellt. „Das wird der Krisenvorsorge trotz der Verletzlichkeit unserer Gesellschaft in Zeiten multipler Krisen nicht gerecht“, sagt Reuter. „Daher sind die jetzt beschlossenen Milliarden wichtig. Wir appellieren an die Regierungsparteien, in den Beratungen für den Bundeshaushalt 2023 bei der Finanzierung der Mobilen Betreuungsmodule nachzubessern und sie nachhaltig zu sichern.“

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news-4993 Wed, 18 May 2022 09:33:47 +0200 DRK-Medienpreis 2022: Preisträger stehen fest https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-medienpreis-2022-preistraeger-stehen-fest/ Die Preisträger des bundesweit ausgeschriebenen DRK-Medienpreises des DRK-Kreisverbandes Bremen für das Jahr 2022 stehen fest. Aus 256 Einsendungen wählte die unabhängige Jury Beiträge aus, die aktuelle sozialpolitische Themen beleuchten und Menschen zeigen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Die Preisträger und ihre Arbeiten werden – soweit es die Corona-Maßnahmen zulassen – am 8. Juni im Rahmen eines Festaktes im Beisein des DRK-Vizepräsidenten Dr. Volkmar Schön und des Schirmherrn des DRK-Medienpreises und Bremer Bürgerschaftspräsidenten Frank Imhoff präsentiert. Für ihre herausragenden Arbeiten erhalten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2022:

Print: Anna Petersen, Laura Treffenfeld und Lily von Consbruch mit dem Beitrag „Was bedeutet Armut?“ in der Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 11.10.2021

Hörfunk: Christiane Hawranek, Claudia Gürkov und Melanie Marks mit dem Beitrag „Das Horrorheim“, ein Feature im Bayerischen Rundfunk vom 27.03.2021

und

Charly Kowalczyk mit dem Beitrag „Legale Ausbeutung“ bei Radio Bremen vom 25.09.2021

Fernsehen: Torsten Körner mit dem Beitrag „Schwarze Adler“ bei Prime Video vom 15.04.2021

Digitale Medien: Julia Kopatzki mit dem Beitrag „Frau Radix hat die Lösung“ bei Zeit Online vom 29.11.2021

Der DRK Kreisverband Bremen würdigt mit dem DRK-Medienpreis zum 16. Mal journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Die Preise in den Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen und Digitale Medien sind mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Der DRK-Medienpreis 2022 wird von der AOK, dem DIAKO Bremen und der Sparkasse Bremen unterstützt.

Wir laden alle Medienvertreter und Medienvertreterinnen recht herzlich zur Berichterstattung ein.

Die Anmeldung erfolgt über den Ansprechpartner für den DRK-Medienpreis in Bremen: Lübbo Roewer, Telefon 0421 3403159, roewer(at)drk-bremen.de

Mehr Informationen:
https://www.drk-medienpreis.de

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news-4992 Mon, 16 May 2022 09:20:34 +0200 Neue Pressesprecherin beim DRK: Annette Dörrfuß spricht für das Generalsekretariat https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neue-pressesprecherin-drk-annette-doerrfuss-spricht-fuer-das-generalsekretariat/ Annette Dörrfuß ist neue Pressesprecherin des Generalsekretariats des Deutschen Roten Kreuzes e.V (DRK). Sie ist Nachfolgerin von Dr. Dieter Schütz, der sich nach zehn Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Annette Dörrfuß war zuletzt bei Ärzte ohne Grenzen e.V., wo sie von 2015 bis 2021 die Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit leitete.

“Ich danke Dr. Dieter Schütz für sein großes Engagement”, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. “Annette Dörrfuß wünsche ich einen guten Start in ihre neuen Aufgaben beim DRK.”

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news-4991 Wed, 11 May 2022 15:24:00 +0200 RETTmobil International 2022 - DRK: Zukunftsfähigkeit des Rettungsdienstes stärken https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rettmobil-international-2022-drk-zukunftsfaehigkeit-des-rettungsdienstes-staerken/ Der Krieg in der Ukraine stellt auch das deutsche Rettungswesen vor besondere Herausforderungen. Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt die Versorgung und den Transport von verletzen oder pflegebedürftigen Menschen, die in der Ukraine nicht mehr vollumfänglich betreut werden können. „Dabei sind wir mit organisationseigenen Fahrzeugen, Rettungsmitteln und Personal im Einsatz, ohne die Versorgung im eigenen Land zu gefährden. Dies funktioniert nur, weil wir im DRK die Ressourcen des Regelrettungsdienstes, wo immer möglich, auch mit den überwiegend ehrenamtlichen Ressourcen des erweiterten Rettungsdienstes verzahnen,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter anlässlich der Eröffnung der 20. RETTmobil International, der internationalen Fachmesse für Rettung und Mobilität, die er als Schirmherr begleitet. Die Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich das deutsche Rettungswesen immer komplexeren Herausforderungen gegenübersieht. Schon in der Covid-19-Pandemie wurde das System der Notfallrettung bis an seine Grenzen belastet. Der Krieg in der Ukraine unterstreicht zudem die Sonderrolle des DRK als Nationale Rotkreuzgesellschaft, die sich auch auf den Rettungsdienst erstreckt. Gemäß diesem Mandat reicht im Konfliktfall die Rettungskette aus dem betroffenen Land, in diesem Fall der Ukraine, bis nach Deutschland. Zugleich muss der Versorgungsbedarf im Land gesichert bleiben. Das Mandat sieht im Falle eines bewaffneten Konflikts auch die Unterstützung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr vor. „Um diesen komplexen und vielseitigen Herausforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, müssen wir über eine Neuausrichtung des Rettungsdienstes nachdenken“, sagt Reuter. Dafür lädt das DRK während der RETTmobil International zur Diskussion der „Fuldaer Thesen“ ein, die unter den Aspekten „Vorbeugender Rettungsdienst“, „Management“ und „Nachhaltigkeit“ die Vision für ein zukunftsfähiges System der Notfallversorgung darlegen.

Die RETTmobil ist die wohl wichtigste internationale Plattform im Rettungswesen. Sie findet vom 11.-13. Mai in Fulda statt. Der Messeauftritt des DRK steht unter dem Motto „Der Rettungsdienst 2030 plus – Wir wagen Zukunft“. Im Zuge der Eröffnungsveranstaltung überreichte die Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen (IKR) einen Scheck über 20.000 € an das DRK für die „Nothilfe Ukraine“.

Weitere Informationen:  https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/rettmobil-international/

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Presse Deutschland Rettungsdienst Rettungswesen
news-4990 Sun, 08 May 2022 11:13:00 +0200 Schwierige Suche: Mehr als 100 Suchanfragen zur Ukraine beim DRK eingegangen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/schwierige-suche-mehr-als-100-suchanfragen-zur-ukraine-beim-drk-eingegangen/ Bei der Flucht aus der Ukraine haben seit Beginn des Krieges viele Menschen den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren. Beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes sind dazu bisher 107 Suchanfragen von Personen eingegangen, die ihre Angehörigen vermissen. „Wir unternehmen alles, um diesen Menschen zu helfen und den Kontakt wiederherzustellen. Die Möglichkeiten sind derzeit aufgrund der aktuellen Kampfhandlungen jedoch deutlich eingeschränkt. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Zahl der Suchanfragen weiter steigen wird. Viele der Suchenden sind verzweifelt, weil sie nicht wissen, was mit ihren Angehörigen passiert ist“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des internationalen Weltrotkreuztages am 8. Mai. Familien, die infolge bewaffneter Konflikte getrennt werden, hätten ein Recht darauf zu erfahren, wo sich ihre Angehörigen befinden und was mit ihnen geschehen ist. Derzeit würden die Suchanfragen von ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland gesammelt und an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) weitergeleitet, das mit eigenen Mitarbeitern vor Ort in der Ukraine vertreten ist. „Die aktive Suche kann dort allerdings erst beginnen, wenn die Kampfhandlungen beendet sind“, sagt Hasselfeldt. Etliche Suchanfragen beträfen Frauen und Kinder, die in der schwer zerstörten Stadt Mariupol vermisst würden. Wie hoch der Erfolg der Suchanfragen sei, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.

Alle Personen, die eine Suchanfrage stellen, erhalten einen Beratungstermin in einer der insgesamt 90 DRK-Suchdienstberatungsstellen in Deutschland. Dort werden die Anfragen im persönlichen Gespräch vervollständigt. Das DRK und seine Schwestergesellschaften im Ausland suchen weltweit nach Menschen, die aufgrund von bewaffneten Konflikten, Katastrophen, Flucht oder Vertreibung von Angehörigen getrennt wurden, klären ihre Schicksale und beraten sie beim Familiennachzug. Seit 1953 wird der DRK-Suchdienst vom Bundesministerium des Innern und für Heimat institutionell gefördert.

Wer sich in Deutschland befindet und Angehörige aufgrund des Krieges in der Ukraine vermisst, kann sich an den Suchdienst wenden: Webseite: www.drk-suchdienst.de oder telefonisch: 089 680 773 111.

Zum Weltrotkreuztag am 8. Mai ist außerdem das DRK-Jahrbuch 2021 erschienen. Es ist abrufbar unter: www.drk.de/Jahrbuch

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news-4989 Fri, 06 May 2022 09:35:24 +0200 Erste Hilfe-Inhalte an Schulen: Rotes Kreuz will Wiederbelebung fest im Schulunterricht verankern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erste-hilfe-inhalte-an-schulen-rotes-kreuz-will-wiederbelebung-fest-im-schulunterricht-verankern/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und sein eigenständiger Jugendverband, das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK) fordern, das Thema Wiederbelebung im Schulunterricht ab der 7. Klasse in allen Bundesländern verpflichtend einzuführen. Sie unterstützen damit das Ziel des Deutschen Rates für Wiederbelebung, jährlich zwei Schulstunden mit praktischen Inhalten zur Laienreanimation in den Lehrplan aufzunehmen. „Um im Ernstfall helfen zu können, braucht es nicht viel. Jeder Mensch kann mit einer Reanimation Leben retten. Alles was man dazu braucht, sind zwei Hände,“ sagt DRK-Bundesarzt Professor Dr. Bernd Böttiger. „Es ist wichtig, junge Menschen möglichst früh mit Erste Hilfe-Inhalten vertraut zu machen, damit Hemmungen und Zurückhaltung, Hilfe zu leisten, gar nicht erst entstehen,“ sagt Marcel Bösel, JRK-Bundesleiter Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland, zählt für die Betroffenen jede Minute. Nach Angaben des Deutschen Reanimationsregisters erleiden jährlich über 60.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Oft sind dabei Familienangehörige, Freunde oder andere Personen anwesend. Nach aktuellen Erhebungen aus dem Jahr 2020 begannen Laien aber nur in 40 Prozent der Fälle mit der Reanimation. Expertenmeinungen zufolge könnten bundesweit jährlich 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden, würden im Ernstfall Laien sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.

Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Quote der Laienreanimation nachhaltig zu erhöhen. Über die Vermittlung von Erste Hilfe-Inhalten im Schulunterricht können junge Menschen flächendeckend potenziell lebensrettendes Wissen erlangen und können dieses zudem in ihrem Familien- und Freundeskreis weitertragen. Das Jugendrotkreuz ist seit Jahrzehnten zuverlässiger Partner der Schulen und erreicht mit seiner Schularbeit (Bildungsprogramme und Schulsanitätsdienste) bundesweit ca. 80.000 Kinder und Jugendliche an Grund- und weiterführenden Schulen. Davon engagieren sich derzeit etwa 45.000 Jugendliche in Schulsanitätsdiensten weiterführender Schulen. Sie übernehmen bei Unfällen an der Schule die medizinische Erstversorgung. Die interaktive JRK-Lernplattform „Die Allerersten“ zum Thema Erste Hilfe ergänzt die Informations- und Lernangebote an Schulen.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle Jugendrotkreuz (m.wuerdig(at)drk(dot)de, 030/85404-123).

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Presse
news-4988 Wed, 04 May 2022 08:09:42 +0200 Neue Kontaktstelle für geflüchtete Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige aus der Ukraine https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/neue-kontaktstelle-fuer-gefluechtete-menschen-mit-behinderungen-und-pflegebeduerftige-aus-der-ukraine/ Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Gesundheit haben heute eine neue Kontaktstelle für aus der Ukraine geflüchtete Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige geschaffen. Für die Federführung konnte mit dem Deutschen Roten Kreuz ein Partner mit einschlägiger Expertise und den notwendigen Kontaktnetzwerken gewonnen werden. Für die Federführung konnte mit dem Deutschen Roten Kreuz ein Partner mit einschlägiger Expertise und den notwendigen Kontaktnetzwerken gewonnen werden.
Eine vorausschauende Planung passender Hilfsangebote ist notwendig, um die je nach Einzelfall häufig komplexen Hilfebedarfe decken zu können.

Bundessozialminister Hubertus Heil sagt: „Der schreckliche Angriffskrieg in der Ukraine trifft gerade auch Menschen mit Behinderungen mit all seiner Grausamkeit. So sind in der Ukraine in den ersten Kriegswochen ganze Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen evakuiert worden. Diese Menschen kommen meist völlig entkräftet und teilweise traumatisiert in Deutschland an. Hier müssen wir schnell und unkompliziert die passenden Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen. Das erfordert ein großes Herz, aber auch Verstand und eine sorgfältige Planung. Mein großer Dank dafür geht an das Deutsche Rote Kreuz für die Bereitschaft zur Leitung der Bundeskontaktstelle.“

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach sagt: „Pflegebedürftige flüchten häufig in Begleitung von Familienangehörigen. Sie benötigen in Deutschland rasch niedrigschwellige Hilfen. Wir wissen um die große Hilfsbereitschaft unter den stationären Pflegeeinrichtungen und sind dankbar dafür. Wir wollen nun dazu beitragen, diese Hilfsangebote bestmöglich zugänglich zu machen.“

Die Bundeskontaktstelle stellt grundlegende Informationen rund um das Thema Flucht und Behinderung/Pflegebedarf über einen Internetauftritt sowie eine Hotline zur Verfügung. Sie fungiert als Schaltstelle der zahlreichen in das Fluchtgeschehen involvierten Akteure, an der wichtige Informationen zusammenlaufen und zügig weitergeleitet werden. In Zusammenarbeit mit den für die Versorgung primär zuständigen Ländern trägt die Bundeskontaktstelle so dazu bei, schnell passende Hilfsangebote zu vermitteln. Mit einem Monitoring über bereits erfolgte und anstehende Transporte hilft sie ferner dabei, das Fluchtgeschehen transparenter zu gestalten.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, erläutert: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Um an die notwendigen Informationen über das Fluchtgeschehen zu gelangen, müssen wir in engem Austausch mit den vielen Initiativen stehen, die Transporte aus der Ukraine vornehmen. Und um nach der Ankunft die inklusive Versorgung in Deutschland zu organisieren, sind wir vor allem auf die Unterstützung der Bundesländer angewiesen.“

Je länger der russische Angriffskrieg auf die Ukraine andauert, desto länger wird es auch einen Bedarf an bundesweiter Koordinierung der Aufnahme und Versorgung von Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftigen Personen geben. Dieser Herausforderung gerecht zu werden, setzt die Bereitschaft zur Kooperation aller betroffenen staatlichen und nichtstaatlichen Ebenen voraus. Mit der Bundeskontaktstelle werden daher gleichzeitig von den Ländern 16 Landeskoordinierungsstellen aufgebaut, die die Betreuungssituation vor Ort im Blick haben und auch konkrete Unterbringungsangebote vermitteln können.

Die Bundeskontaktstelle erreichen Sie auf folgendem Weg:

Tel.: 030 - 85 404 789 (von 9 bis 17 Uhr) oder
Bundeskontaktstelle - Aktuelles - DRK Wohlfahrtspflege (drk-wohlfahrt.de)

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Presse
news-4985 Thu, 31 Mar 2022 09:20:36 +0200 DRK Teil des IFRC/EU-Pilotprojekts für den humanitären Sektor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-teil-des-ifrc-eu-pilotprojekts-fuer-den-humanitaeren-sektor/ Mit dem Ziel, einen innovativen Ansatz für humanitäre Zusammenarbeit aufzuzeigen, haben die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in Zusammenarbeit mit Nationalen Rotkreuzgesellschaften in der Europäischen Union (EU) und die Generaldirektion für Europäischen Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (DG ECHO) ein innovatives Pilotprojekt für eine programmatische Partnerschaft ins Leben gerufen. Als eine von sieben Nationalgesellschaften aus der EU ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seit Beginn des Programms beteiligt. Angesichts der steigenden Zahl von Krisen weltweit sind langfristige, strategische Partnerschaften für humanitäre Akteure unerlässlich. Das Pilotprogramm mit dem englischen Titel "Accelerating Local Action in Humanitarian and Health Crises” („Beschleunigung lokaler Maßnahmen bei humanitären und gesundheitlichen Krisen“) ist eine solche Partnerschaft. Das Programm zielt darauf ab, humanitäre Hilfe wirksam und nachhaltig zu ermöglichen, indem auf lokaler Ebene gearbeitet wird und Gemeinden gestärkt werden. 

Das Programm soll rund 25 Länder mit einer mehrjährigen EU-Finanzierung unterstützen. Die Anfangsphase wird zunächst in zehn Ländern umgesetzt. Dazu gehören Burkina Faso, Tschad, Kamerun, Mali, Niger, Jemen, El Salvador, Guatemala, Honduras und Panama. 

Das DRK engagiert sich in der Anfangsphase des Pilotprogramms in Guatemala und Honduras mit Projekten zu mehreren Themenschwerpunkten wie Katastrophenvorsorge und Risikomanagement, Vorbeugung und Bekämpfung von Epidemien und Pandemien sowie humanitäre Hilfe und Schutz für Menschen auf der Flucht. 

Das Hauptziel des Programms besteht darin, Menschen, die von humanitären Krisen, den Folgen der Covid-19 Pandemie, klimabedingten Katastrophen und Konflikten betroffen sind, grundlegende Hilfe zu leisten sowie Leid zu verhindern und Menschenleben zu schützen. Zudem werden Investitionen getätigt, um sicherzustellen, dass die Gemeinden durch die Umsetzung von Katastrophenschutz- und Risikominderungsmaßnahmen besser auf die Bewältigung von Katastrophen vorbereitet sind. 

Weitere Informationen zum PPP (auf Englisch):  ifrc.org pilot-programmatic-partnership

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News Vorausschauende Humanitäre Hilfe Resilienz Föderation Katastrophenvorsorge Katastrophenschutz Guatemala Honduras
news-4984 Wed, 30 Mar 2022 16:16:00 +0200 Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg: Angehörige erzählen - DRK-Suchdienst stellt Projekt Zeitzeugengespräche vor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/schicksalsklaerung-zweiter-weltkrieg-angehoerige-erzaehlen-drk-suchdienst-stellt-projekt-zeitzeugengespraeche-vor/ In 15 Kurzfilmen portraitiert das Projekt Zeitzeugengespräche Angehörige, die ihre persönlichen Geschichten von Suche, Verlust und erlösender Gewissheit erzählen. Sie alle sind auch eng mit dem Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verbunden: Endlich wissen diese Menschen nun um die Schicksale ihrer seit dem Zweiten Weltkrieg verschwundenen Liebsten. Die berührenden Gespräche sind in einem neu entwickelten Format auf der Website des DRK-Suchdienstes veröffentlicht, zusammen mit anschaulichen Grafikelementen, Fotos, Karten sowie vielen Hintergrundinformationen. Zusätzlich zu den 15 Porträt-Filmen, erklären Suchdienst-Mitarbeitende in einem weiteren Kurzfilm den Weg von der Suchanfrage über die Nachforschung bis hin zur Schicksalsklärung. Der DRK-Suchdienst klärt auch fast 77 Jahre nach Kriegsende für Familien den Verbleib ihrer Kriegsvermissten. So erfuhr Manfred Kropp mit 79 Jahren vom Tod seines Vaters in sowjetischer Gefangenschaft 1942. Elfi Barthel, 1945 als 4-Jährige verschleppt, suchte nach ihrer leiblichen Familie und fand so endlich auch ihre eigene Identität. Wolfgang Voss benötigte Nachweise über seine Kriegsgefangenschaft in den Jahren 1945 bis 1949. Günther Posselt erfuhr im Rentenalter von Lagerhaft und Tod des Vaters nach Kriegsende.

„Die Zeitzeugengespräche geben unserem humanitären Mandat ein Gesicht und eine Stimme. Sie dokumentieren die Aufgabe Schicksalsklärung und den wichtigen Beitrag des DRK-Suchdienstes für die deutsche Gesellschaft der Nachkriegszeit”, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Ob Wehrmachtsvermisste, Zivilverschollene, Kriegsgefangene, Zivilinternierte, Kinder, die von ihren Familien getrennt worden sind, oder Gefangene in sowjetischen Speziallagern in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) auf dem Gebiet der späteren Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Von den insgesamt über 20 Millionen Suchanfragen auf ca. 50 Millionen (nunmehr digitalisierten) Karteikarten, die der DRK-Suchdienst seit April 1945 erhalten hat, waren 1959 noch ca. 2,5 Millionen Suchanfragen offen. Über 1,2 Millionen Menschen konnten seitdem bis heute mit Unterstützung des DRK-Suchdienstes wieder mit ihren vermissten Angehörigen vereint werden, haben Auskünfte über ihre Schicksale oder sogar über sich selbst erhalten.

Im Jahr 2021 erreichten den DRK-Suchdienst 13.614 Anfragen zur Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg sowie 1.729 Suchanfragen von Flüchtlingen, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Außerdem hat der DRK-Suchdienst im Jahr 2021 bundesweit insgesamt 15.877 Beratungen zur Familienzusammenführung durchgeführt.

Zum Projekt „Zeitzeugengespräche“

Hinweis zu Suchdienst-Aktivitäten in der Ukraine

Die Möglichkeiten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK), in der Ukraine aktiv nach vermissten Personen zu suchen, sind derzeit erheblich eingeschränkt. Aufgrund der anhaltenden Fluchtbewegung ist die Suchdienstarbeit auch außerhalb der Ukraine schwierig. Der DRK-Suchdienst nimmt aber bereits Suchanfragen von Menschen in Deutschland auf, die den Kontakt zu ihren Angehörigen in der Ukraine oder in der Russischen Föderation verloren haben. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf Anfragen unbegleiteter Kinder, die nicht wissen, wo sich ihre Eltern aufhalten sowie Eltern, die ihre Kinder vermissen. Diese Fälle wie auch alle anderen Suchdienst-Anfragen nehmen unsere DRK-Suchdienst-Beratungsstellen und unsere Fachgruppe Internationale Suche am DRK-Suchdienst-Standort München entgegen. Seit 1953 wird der DRK-Suchdienst vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) institutionell gefördert.

Weitere Informationen:  DRK Suchdienst.de - bewaffneter Konflikt in der Ukraine

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News Presse Suchdienst
news-4983 Tue, 29 Mar 2022 10:38:18 +0200 Nachruf: DRK trauert um früheren Präsidenten Prof. Dr. Knut Ipsen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nachruf-drk-trauert-um-frueheren-praesidenten-prof-dr-knut-ipsen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trauert um seinen früheren Präsidenten Prof. Dr. Knut Ipsen, der im Alter von 86 Jahren verstorben ist. „Als langjähriger Präsident hat Professor Ipsen das DRK auf Bundesebene und darüber hinaus nachhaltig geprägt. National wie international war er eine der herausragenden Persönlichkeiten im Bereich des humanitären Völkerrechts. Wir sind ihm für sein außerordentliches Engagement sehr dankbar. Seiner Familie gilt unsere tiefe Anteilnahme”, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Ipsen wurde am 9. Juni 1935 in Hamburg geboren. Er stammt aus einer traditionsreichen Juristenfamilie. Nach einem dreijährigen Dienst in der Bundeswehr und einem Jura-Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde er 1967 zum Doktor der Rechte promoviert. 1973 erfolgte dann die Habilitation für das Fach Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völkerrecht. 1974 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum an. Von 1979 bis 1989 war Ipsen Rektor der Ruhr-Universität. Im Jahr 1988 wurde er Gründungsdirektor des Instituts für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität. Von 1991 bis 1993 war er der Gründungsrektor der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Seine Emeritierung erfolgte im Jahr 2000. Für sein Wirken erhielt er u.a. die Ehrendoktorwürde mehrerer Universitäten.

Im Deutschen Roten Kreuz engagierte er sich seit dem Jahr 1986 über seine Mitgliedschaft hinaus zunächst als Bundeskonventionsbeauftragter. 1994 wurde er zum Präsidenten des DRK e.V. gewählt. Dieses Amt hatte er insgesamt neun Jahre lang inne, bis er im Jahr 2003 nicht mehr zur Wiederwahl antrat. In seine Amtszeit fiel nicht nur der Umzug des DRK-Generalsekretariats von Bonn nach Berlin, sondern auch die Reform der Arbeitsweise innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die er entscheidend prägte. Auf internationaler Ebene setzte er sich vorbehaltlos und nachhaltig für einen umfassenden wirkungsvollen Schutz des Emblems des Roten Kreuzes ein.

Auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft engagierte sich Knut Ipsen beispielhaft in der Verbreitung des humanitären Völkerrechts und der Rotkreuz-Grundsätze. Einen besonderen Nachdruck legte er dabei immer auf die wirksame Rolle des Roten Kreuzes bei der Wahrung und der Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts. „Dafür sind wir ihm in tiefer Dankbarkeit verbunden“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt.

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Presse
news-4982 Thu, 24 Mar 2022 08:45:57 +0100 Notunterkünfte in Berlin-Tegel - DRK: Deutschland braucht eine Zeitenwende im Zivilschutz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/notunterkuenfte-in-berlin-tegel-drk-deutschland-braucht-eine-zeitenwende-im-zivilschutz/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat eine Zeitenwende im Bevölkerungsschutz angemahnt. „Der Bund darf nicht nur an den militärischen Schutz denken, er muss den Zivilschutz sofort und nachhaltig stärken. Beides wurde seit Ende des Kalten Krieges stark zurückgefahren. Nicht erst der Ukraine-Krieg zeigt, dass hier einiges geschehen muss”, sagt Hasselfeldt. Auch schon die Flüchtlingsbewegung 2015, die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr hätten die Defizite deutlich gemacht. „Wir müssen uns auf Krisen der unterschiedlichsten Art besser vorbereiten”, fordert die DRK-Präsidentin. Im Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge auf dem früheren Flughafen Berlin-Tegel besichtigte Hasselfeldt am 24. März 2022 mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, die Notunterkünfte für mindestens 1.000 Flüchtlinge auf dem Rollfeld. Diese hat das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag des Bundes und des Landes Berlin aus der Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz als Pufferkapazität zur Überbrückung von Engpassressourcen bereitgestellt. Das Material stammt aus dem vom Bund finanzierten Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“. Dieses Modul reicht von Unterkunftsmöglichkeiten, notfalls in winterfesten Zelten, Verpflegung mit mobilen Küchen, Trinkwasseraufbereitung, netzunabhängige Energieversorgung, Konzepte für Hygiene und Abwasser und mobiler Arztpraxis bis hin zu Spezialfahrzeugen.

„Die Materialvorhaltung für Krisenfälle ist mangelhaft. Notwendig sind mindestens zehn derartiger Module der Betreuungsreserve des Bundes deutschlandweit”, sagt Hasselfeldt. Das erste Modul, zu dem zwei mobile Arztpraxen gehören, sei zum Beispiel in der Corona-Pandemie und in der Hochwasserkatastrophe zum Einsatz gekommen. „Wenn noch mehr Geflüchtete kommen sollten, dann wird das, was wir haben, aber nicht reichen”, so die DRK-Präsidentin. Auch bei der Gleichstellung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer des DRK und anderer anerkannter Hilfsorganisationen mit den Freiwilligen bei Feuerwehren und THW etwa in Fragen der Lohnfortzahlung und Freistellung vom Arbeitsplatz müsse sich dringend etwas tun. Hier seien bundeseinheitliche Regelungen notwendig.

DRK-Generalekretär Christian Reuter sagt: „Wir fordern noch für die laufenden Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag eine Weichenstellung für die sofortige Bundesfinanzierung von weiteren Modulen der Zivilschutzreserve und damit ein sichtbares Bekenntnis zum Koalitionsvertrag.“

Der Präsident des BBK, Armin Schuster, sagt: „Der Bedarf an schnell verfügbaren Reserven ist hoch. Das machen die verschiedenen Einsätze der letzten zwei Jahre deutlich: Hochwasser, Corona-Pandemie und aktuell der Krieg in der Ukraine mit vielen tausend Geflüchteten. Die Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz wird dringend benötigt. Nach dem Start des Pilotprojekts im April 2020, wird nun seit Dezember 2021 das zweite Modul der Betreuungsreserve beschafft. So entstehen weitere 5.000 Notversorgungsplätze für den Bedarfsfall. Wir brauchen aber noch deutlich mehr Reserven in dieser Art, so dass wir im Notfall den betroffenen Menschen schnell und flexibel helfen können. Gemeinschaftlich mit den Hilfsorganisationen setzen wir uns hierfür ein."

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News Presse Auslandshilfe Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Krieg Konflikt Ukraine
news-4981 Tue, 22 Mar 2022 09:31:09 +0100 Presseeinladung mit Ministerin Faeser für den 24. März in Berlin-Tegel: Wie gut ist der Zivilschutz aufgestellt? https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-fuer-den-24-maerz-in-berlin-tegel-wie-gut-ist-der-zivilschutz-aufgestellt/ Jeden Tag kommen Tausende Flüchtlinge aus der Ukraine allein in der Hauptstadt Berlin an. Das Deutsche Rote Kreuz e.V. (DRK) hat auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel im Auftrag des Landes Berlin Notunterkünfte für rund 1.000 Personen aus der Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz bereitgestellt. Am kommenden Donnerstag, 24. März 2022, um 9.30 Uhr werden DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt und Bundesinnenministerin Nancy Faeser das Projekt in Berlin-Tegel besichtigen. Hierzu sind die Medien herzlich eingeladen, eine Akkreditierung ist unbedingt erforderlich. Bei dem Termin wird das DRK u.a. auch zu folgenden Fragen Stellung nehmen: Ist Deutschland im Bevölkerungsschutz und im Zivilschutz gut genug aufgestellt? Wo liegen die Defizite und Herausforderungen? Was muss besser werden? Wie sehen die Aktivitäten des DRK in der Ukraine-Hilfe aus?

Zu besichtigen sind u.a. die Zeltunterkünfte auf dem ehemaligen Rollfeld für maximal 1.000 Personen mit eigener Stromversorgung und Abwasserentsorgung sowie eine mobile Arztpraxis.

Termin: 24. März 2022, 9.30 Uhr
Ort: Ehemaliger Flughafen Berlin-Tegel, Labor 5000 Betreuung, Flugfeld
Teilnehmer: Bundesinnenministerin Nancy Faeser, DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, DRK-Generalsekretär Christian Reuter, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster

Journalisten werden gebeten, sich bis zum Mittwoch, 23. März, um 17 Uhr unter presse(at)drk(dot)de mit folgenden Angaben zu akkreditieren: Vor- und Zuname, Medium.

Wir bitten die Journalisten, sensibel und rücksichtsvoll beim Filmen und Fotografieren von Geflüchteten zu arbeiten und deren Privatsphäre zu berücksichtigen. Bei Rückfragen wenden Sie sich an Dr. Dieter Schütz, d.schuetz@drk.de oder Anett Stefanov, a.stefanov(at)drk(dot)de, Tel. 01575 8730719.

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Presse Ukraine
news-4979 Wed, 16 Mar 2022 14:16:00 +0100 Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: DRK und BBK unterstützen mit dem Aufbau weiterer Notunterkünfte in Berlin https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/hilfe-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine-bbk-und-drk-unterstuetzen-mit-dem-aufbau-weiterer-notunterkuenfte-in-berlin/ Am ehemaligen Berliner Flughafen Tegel werden 900 Notunterkunftsplätze für Geflüchtete aus der Ukraine durch den Einsatz der "Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz" bereitgestellt. Nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 und der Unterstützung zur Bewältigung der Corona-Pandemie kommt das für die Betreuungsreserve im Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ bereits beschaffte Material nun zum dritten Mal in den Einsatz. Zehntausende sind aktuell vor dem Krieg in der Ukraine auf der Flucht und kommen nach Deutschland. Dabei ist insbesondere Berlin eine der ersten Anlaufstellen für die ukrainischen Geflüchteten. Zur Bewältigung dieses großen Zustroms von flüchtenden Personen werden unter anderem auch im ehemaligen Flughafen-Terminal in Tegel Menschen untergebracht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellen Material und Ausstattung aus dem aktuellen Bestand des Pilotprojekts „Labor Betreuung 5.000“ sowie aus der DRK-Bundesvorhaltung zur Verfügung. Durch den Einsatz dieses Materials können die Unterbringungskapazitäten insbesondere für durchreisende Geflüchtete, die für eine Nacht Zwischenstation in Tegel machen, erweitert und ergänzt werden.

BBK-Präsident Armin Schuster:
„Mit dem Aufbau der Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Das Hochwasser im Sommer 2021, die Bewältigung der Corona-Pandemie sowie die aktuellen Flüchtlingsbewegungen zeigen, dass wir dringend solche Reserven benötigen. Im Pilotprojekt ‚Labor Betreuung 5.000‘ wird dafür die Grundlage geschaffen. Investitionen in weitere Betreuungsmodule sind sinnvoll, um die Bedarfe der im Krisenfall betroffenen Menschen decken zu können – so wie dies aktuell für die vor dem entsetzlichen Krieg fliehenden Ukrainerinnen und Ukrainer benötigt wird.“

DRK-Generalsekretär Christian Reuter:
„Das Deutsche Rote Kreuz bereitet derzeit bundesweit intensiv die Aufnahme und Betreuung ankommender Flüchtlinge aus der Ukraine vor. Wir unterstützen in Berlin-Tegel gerne mit dem Pilotprojekt ‚Labor Betreuung 5000‘ bei dieser wichtigen Aufgabe. Es handelt sich um die größte humanitäre Katastrophe in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die aktuelle Krise zeigt, dass wir jetzt schnell den Ausbau und die Finanzierung mindestens aller zehn geplanten Betreuungsmodule durch den Bund brauchen, um im Bevölkerungsschutz für künftige Herausforderungen besser gewappnet zu sein.“

Einsatz des Materials aus dem „Labor Betreuung 5.000“ als Pufferkapazität
Die im „Labor Betreuung 5.000“ entstehende temporäre Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung ist als Pufferkapazität zur Überbrückung von Engpassressourcen vorgesehen. Diesem Konzept entsprechend soll das bisher beschaffte Material nun eingesetzt werden: Durch den Aufbau von drei Großzelten können kurzfristig bis zu 900 Personen untergebracht, versorgt und betreut werden, bis eine längerfristige Unterkunftsmöglichkeit bereitgestellt werden kann. Eines der drei Zelte wird als Aufenthaltszelt dienen. Dieses kann aber bei Bedarf auch als Unterkunftszelt für weitere 450 Personen umgebaut werden. Zudem werden Dusch- und Toilettencontainer sowie Beleuchtungstechnik für die Ausleuchtung der Wege zwischen den Zelten und den Sanitärcontainern aufgestellt.

Kurzfristig, flexibel und weitgehend autark in den Einsatz
Damit Material und benötigte Ausstattung möglichst zügig aufgebaut werden können und Großzelte wie auch Sanitäranlagen schnell für die Betroffenen zur Verfügung stehen, kommen Spezialfahrzeuge und -geräte zum Einsatz. Diese wurden im „Labor Betreuung 5.000“ beschafft, um einen kurzfristigen und weitgehend autarken Aufbau – unabhängig von weiterer Hilfe von außen – zu gewährleisten. Der für den Betrieb der Großzelte benötigte Strombedarf kann autark durch einen Ersatzstromerzeuger (ESE 300) – ebenfalls aus dem Bestand des „Labor Betreuung 5.000“ – sichergestellt werden. Weiterhin wird das Ankunftszentrum am ehemaligen Flughafen Tegel durch den Einsatz einer Mobilen Medizinischen Versorgungseinrichtung (MMVe) unterstützt. Diese dient als flexible und mobile Anlaufstelle für die allgemeinmedizinische Versorgung vor Ort.

Das Pilotprojekt Labor Betreuung 5.000
Im Projekt wird ein ‚Mobiles Betreuungsmodul‘ – kurz MBM 5.000 – aufgebaut. Dabei handelt es sich um eine weitgehend autark funktionierende temporäre Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung für bis zu 5.000 Menschen, die in Notlagen kurzfristig errichtet werden kann. Es ist geplant, in den nächsten Jahren bis zu zehn solcher Betreuungsmodule aufzubauen. Um im Ernstfall schnell einsatzbereit zu sein, wird benötigtes Material beschafft und vorgehalten. Im Pilotprojekt werden diese Materialien erprobt; entsprechende Einsatz- und Personalkonzepte sowie Standards werden erstellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Planung und Entwicklung der weiteren Betreuungsmodule ein. Zusammen bilden sie die Betreuungsreserve des Bundes für den Zivilschutz.

Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordinierte Pilotprojekt „Labor Betreuung 5.000“ wird von 2020 bis Ende 2024 federführend durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gemeinsam mit den anerkannten deutschen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) durchgeführt.

Weitere Infos: www.bbk.bund.de/labor5000

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Presse Ukraine
news-4980 Wed, 16 Mar 2022 12:58:21 +0100 Krieg in der Ukraine: IKRK - 200 Tonnen Hilfsgüter erreichen die Ukraine https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/krieg-in-der-ukraine-ikrk-200-tonnen-hilfsgueter-erreichen-die-ukraine/ Ein Konvoi, bestehend aus elf Lastwagen mit 200 Tonnen Hilfsgütern des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und anderer Partner der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hat die Ukraine erreicht. Die Hilfsgüter werden nun in verschiedene Regionen des Landes verteilt – je nach Bedarf der vom Krieg betroffenen Zivilbevölkerung, Sicherheitslage und Zugang. Besonders wichtig wird es dabei sein, den Menschen Unterstützung zukommen zu lassen, die ihre Häuser verlassen mussten und derzeit in Notunterkünften leben. Der Hilfstransport umfasst Hilfspakete mit 3.600 Decken, 1.200 Eimern, 1.200 Hygieneprodukten, 1.170 Wasserkanistern, 1.200 Küchen-Sets und 1.200 Schutzplanen. Hinzu kommen 38 Pakete mit medizinischem Material für Kriegsverwundete, die an Krankenhäuser verteilt werden. Mit jedem dieser Pakete können 50 Menschen mit schweren Verletzungen behandelt werden. Außerdem beinhaltet der Transport Materialien für die Wasser- und Sanitärversorgung.

Florian Seriex, Sprecher des IKRK in der Ukraine, hat den Konvoi begleitet und war bei der Entladung der Hilfsgüter in einem Lagerhaus in der Stadt Winnyzja dabei: „Die Lieferung enthält alle notwendigen Güter für Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, die derzeit in Notunterkünften festsitzen und dringend humanitäre Hilfe benötigen. Natürlich sind wir uns bewusst, dass diese Hilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, angesichts des enormen humanitären Bedarfs, den wir derzeit in der Ukraine beobachten. Die Menschen brauchen Nahrung, sie brauchen Wasser, sie müssen vor allem Schutz an einem sicheren Ort finden. In den kommenden Tagen und Wochen werden das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und seine Partner die humanitäre Hilfe und diese Einsätze fortsetzen.“

Die Pressestelle vermittelt nach Möglichkeit gern Interviews (auf Englisch) mit Florian Seriex, Sprecher des IKRK in der Ukraine.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung 
IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Nothilfe Ukraine 

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Auslandshilfe Konflikt Ukraine
news-4978 Wed, 09 Mar 2022 09:05:14 +0100 DRK fordert Einhaltung des humanitären Völkerrechts https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-fordert-einhaltung-des-humanitaeren-voelkerrechts/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer verheerenden und langwierigen humanitären Katastrophe in der Ukraine. Es ruft die Konfliktparteien eindringlich dazu auf, ihre Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht zum Schutz der Zivilbevölkerung und Kriegsgefangenen einzuhalten. „Ich bin erschüttert über die hohe Zahl an zivilen Todesopfern und die Not der Menschen. Das Rote Kreuz begrüßt jede Initiative, die dem Schutz der Zivilbevölkerung dient und ihr eine Pause von der Gewalt verschafft. Wir möchten jedoch betonen, dass humanitäre Korridore von den Konfliktparteien gut geplant und auch sicher umgesetzt werden müssen. Nach dem humanitären Völkerrecht sind Konfliktparteien verpflichtet, Menschen, die umkämpfte Gebiete freiwillig verlassen wollen, eine sichere Evakuierung zu ermöglichen,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Sie warnt außerdem vor dem Missbrauch des Rotkreuz-Schutzzeichens bei privaten Hilfstransporten nach Polen oder in die Ukraine. Was auch immer die Konfliktparteien zur Evakuierung von Menschen aus umkämpften Gebieten vereinbarten, sagt Hasselfeldt weiter, das humanitäre Völkerrecht müsse grundsätzlich fortgelten: Die Kriegsparteien müssten weiterhin die Zivilbevölkerung sowie Kriegsgefangene und die zivile Infrastruktur schützen, um Trinkwasser, Energie- und Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten. Humanitärer Zugang für neutrale und unparteiisch handelnde Hilfsorganisationen wie das Ukrainische Rote Kreuz und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz müsse ermöglicht werden. Das bedeute, dass diejenigen, die bleiben wollen oder schwer evakuiert werden können – wie etwa ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen – von Angriffen unbedingt verschont bleiben müssen. Außerdem müssten auch alle Zivilisten außerhalb sogenannter humanitärer Korridore weiterhin geschützt werden.

Hasselfeldt kritisiert und ist alarmiert, dass private Helfer ihre Transporte vermehrt mit dem Rotkreuz-Schutzzeichen versehen. „Das ist ein klarer Missbrauch des Schutzzeichens, den wir scharf verurteilen. Die Verwendung des Roten Kreuzes, des Roten Halbmondes und des Roten Kristalls ist nach den Genfer Abkommen wie auch in deutschen Gesetzen streng reglementiert”, sagt Hasselfeldt. Das Symbol dürfe in Kriegssituationen zu Identifikations- und Schutzzwecken nur von den Sanitätsdiensten und dem Seelsorgepersonal der Streitkräfte, von Krankenhäusern sowie von anerkannten neutralen und unparteiischen Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz verwendet werden und diene der Sicherheit der humanitären Helfer sowie dem Schutz der von ihnen versorgten betroffenen Zivilbevölkerung.

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Presse Genfer Konventionen/Völkerrecht Ukraine
news-4976 Thu, 03 Mar 2022 14:15:22 +0100 DRK: Spenden für wirkungsvolle humanitäre Hilfe für die Ukraine https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-spenden-fuer-wirkungsvolle-humanitaere-hilfe-fuer-die-ukraine/ Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. „Wir wissen, dass die Betroffenheit in der deutschen Bevölkerung angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die Zivilgesellschaft in Deutschland auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler zu. Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unser Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote“, sagt Reuter weiter.

Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

Weitere Infos: www.drk.de/ukraine-hilfe

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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Presse Nothilfe Spenden Konflikt Soforthilfe Ukraine
news-4975 Tue, 01 Mar 2022 11:02:21 +0100 DRK-Hilfstransport für ukrainische Bevölkerung unterwegs nach Polen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-hilfstransport-fuer-ukrainische-bevoelkerung-unterwegs-nach-polen/ Die andauernden und sich ausweitenden Kampfhandlungen in der Ukraine verstärken die bereits bestehende humanitäre Krise immer weiter. „Das Deutsche Rote Kreuz schickt heute einen ersten größeren Hilfstransport nach Polen. Das Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer ist schon jetzt unermesslich und nimmt tagtäglich weiter zu. Der humanitäre Bedarf steigt auch in benachbarten Ländern, in die die Menschen fliehen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Die Fluchtbewegungen aus der Ukraine lassen die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in der Wahrnehmung vieler immer näher rücken. Darüber dürfen wir bei unseren humanitären Anstrengungen jedoch keinesfalls die Menschen vergessen, die im Land bleiben.“ Der Hilfskonvoi des DRK ins polnische Lublin umfasst 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts für einen Monat ausgelegt sind. Die insgesamt 88 Tonnen Hilfsgüter wurden heute am DRK-Logistikzentrum Schönefeld auf fünf LKW verladen. Die 40-Tonner werden zehn Stunden reine Fahrtzeit auf dem Landweg benötigen und voraussichtlich am Mittwoch Lublin im Osten Polens erreichen. Bereits seit Montag unterstützt dort ein Nothilfeexperte des DRK die Schwestergesellschaft, das Polnische Rote Kreuz, beim Aufbau eines Logistikdrehkreuzes. Von dort aus können die Nothilfegüter dann sobald möglich sowohl an die betroffene Bevölkerung in der Ukraine als auch an geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen verteilt werden.

„Das Deutsche Rote Kreuz ist fest entschlossen, in enger Zusammenarbeit mit seinen Schwestergesellschaften, eine stete Versorgungslinie über Polen aufzubauen und damit die humanitäre Hilfe für betroffene Ukrainerinnen und Ukrainer längerfristig zu sichern. Wir sind nach wie vor in der Ukraine vor Ort. Gleichzeitig intensivieren wir unser humanitäres Engagement mit unseren Schwestergesellschaften in den Nachbarländern, um damit sowohl die Menschen in der Ukraine als auch die Menschen auf der Flucht in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen“, sagt Reuter.

Weitere Infos: www.drk.de/ukraine-hilfe

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit einem Pressesprecher, der den Hilfstransport begleitet.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung.
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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Presse Ukraine
news-4974 Mon, 28 Feb 2022 08:39:17 +0100 Presseinladung: DRK - Erster Hilfstransport nach Polen für ukrainische Bevölkerung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseinladung-drk-erster-hilfstransport-nach-polen-fuer-ukrainische-bevoelkerung/ Angesichts der andauernden und sich ausweitenden Kampfhandlungen in der Ukraine wird der Bedarf an humanitärer Hilfe im Land, aber auch in den Nachbarländern, in die Menschen aus der Ukraine fliehen, immer größer. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitet daher einen ersten Hilfstransport per LKW ins polnische Lublin vor. Von dort aus können die Nothilfegüter sowohl zur Versorgung der Bevölkerung in die Ukraine geliefert als auch zu Gunsten von Menschen auf der Flucht verteilt werden. Der Transport ist der Beginn des Aufbaus einer Versorgungslinie für vom bewaffneten Konflikt Betroffene in der Ukraine und für Geflüchtete in Polen. Die Verladung der Güter findet am morgigen Dienstag, dem 1. März 2022, am DRK-Logistikzentrum Schönefeld statt. Medien sind dazu herzlich eingeladen. Ort:
DRK-Logistikzentrum, Flughafen Berlin-Schönefeld, 12529 Schönefeld

Termin:
Dienstag, 01.03.2022, 14.00 Uhr

Für O-Töne stehen zur Verfügung:
Christian Reuter, Generalsekretär des DRK
Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit

Ansprechpartnerin vor Ort:
Dr. Annkatrin Tritschoks, Referentin Kommunikation (0176-556-90341)

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir um eine Voranmeldung bis spätestens zum heutigen Montag, 28. Februar 2022, 20.00 Uhr per E-Mail an presse(at)drk(dot)de. Entsprechend der geltenden Infektionsschutzverordnung findet die Veranstaltungen unter Einhaltung des 2G+ Modell statt. Bringen Sie daher bitte einen amtlichen Lichtbildausweis, Ihren 2G-Nachweis und tagesaktuellen negativen Testnachweis mit. Die zusätzliche Testpflicht entfällt für Geboosterte und Personen, die innerhalb der letzten 3 Monaten geimpft oder genesen sind. Während des Termins im Logistikzentrum des DRK sind alle Teilnehmenden verpflichtet, durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen.

Das DRK bittet um Spenden für die Menschen in der Ukraine:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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Presse Europa Ukraine
news-4973 Wed, 23 Feb 2022 12:02:13 +0100 DRK weitet Hilfe in der Ukraine aus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-weitet-hilfe-in-der-ukraine-aus/ Die Auseinandersetzungen um die Ukraine spitzen sich weiter zu. Die Kampfhandlungen im Osten des Landes gefährden die Zivilbevölkerung und deren grundlegende Versorgung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seit 2017 Menschen, die nahe der Kontaktlinie leben, mit monatlichen Bargeldhilfen. „Wir sind besorgt darüber, wie sich die weitere Eskalation auf die Menschen auswirkt, die bereits seit fast acht Jahren dem Konflikt im Osten der Ukraine ausgesetzt sind“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Mit unserem Projekt unterstützen wir besonders verletzliche Menschen dabei, zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente kaufen zu können.“ Seit dem Beginn des zermürbenden Konflikts im Jahr 2014 verstärkte das DRK die langjährige Zusammenarbeit mit seiner Schwestergesellschaft, dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK). Das Bargeldhilfeprojekt, das bereits seit 2017 läuft, wurde zuletzt von der Region Donezk auch auf die Region Luhansk ausgeweitet. Dabei werden 1.300 Menschen erreicht, insbesondere alleinstehende Mütter und Väter, kinderreiche Familien, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Senioren.

Seit vergangener Woche ist ein DRK-Nothilfeexperte in Kiew, der einen substanziellen Beitrag des DRK zum Notfallplan des URK ausarbeitet. Obwohl viele der freiwilligen Helferinnen und Helfer des URK unmittelbar von den Eskalationen der vergangenen Tage persönlich betroffen sind, engagieren sie sich weiter für die Bevölkerung. Gleichzeitig muss sich die DRK Schwestergesellschaft mit ihren Partnern im Land ständig auf weitere Eskalationen oder Lageveränderungen einstellen. Mit unserer flexiblen Unterstützung sollen bei Bedarf schnellstmöglich bestehende Projekte ausgeweitet und weitere Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung ergriffen werden. Das Auswärtige Amt finanziert einen Großteil der DRK-Soforthilfe im Umfang von 500.000 EUR.

Mehr Informationen zur humanitären Hilfe für die Ukraine

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

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News Presse Auslandshilfe Konflikt Ukraine
news-4972 Mon, 21 Feb 2022 12:59:13 +0100 Kooperation DRK und Deutsche Bank Stiftung: Sudan - Vorausschauende Hilfe bei Extremwetter-Ereignissen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/kooperation-drk-und-deutsche-bank-stiftung-sudan-vorausschauende-hilfe-bei-extremwetter-ereignissen/ Vielschichtige Krisen prägen das Leben der Menschen im Sudan. Immer wieder bedrohen Extremwetter-Ereignisse die Bevölkerung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird den Sudanesischen Roten Halbmond dabei unterstützen, das Konzept der vorausschauenden humanitären Hilfe, „Forecast-based Financing“ (FbF), im Land zu etablieren. Das dreijährige Projekt wird von der Deutsche Bank Stiftung finanziert. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die erfolgreiche und verlässliche Partnerschaft mit der Deutsche Bank Stiftung fortsetzen können“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Bereits in den vergangenen drei Jahren hat sie uns bei der Einführung von Maßnahmen des Forecast-based Financing in Kirgistan und Tadschikistan großzügig unterstützt.“

„Das Pilotprojekt in Zentralasien hat verdeutlicht, dass mit Forecast-based Financing eine gute Methode entwickelt wurde, Katastrophenprävention nachhaltig in lokalen Gemeinden zu verankern“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Kristina Hasenpflug das Engagement der Deutsche Bank Stiftung. “Über drei Jahre lang konnten wir die Entwicklungen begleiten und uns von den positiven Effekten der vorausschauenden humanitären Hilfe überzeugen. Diese Erfahrung hat uns darin bestärkt, auch das neue Projektvorhaben des DRK im Sudan zu ermöglichen.“

Vorausschauende humanitäre Hilfe ist ein zentrales Thema, dessen Bedeutung vor allem im Hinblick auf Klimaveränderungen und komplexere Krisenlagen weiter zunimmt. Ziel ist es, Katastrophen und ihre Auswirkungen auf Basis von detaillierten Wettervorhersagen und Risikoanalysen möglichst genau vorherzusagen, vorrausschauend mit Hilfsmaßnahmen zu reagieren und so menschliches Leid zu minimieren. Im Rahmen des Projektes im Sudan werden zunächst Überschwemmungen untersucht. Dabei arbeiten die Schwestergesellschaften eng mit Wetterdiensten, Forschungseinrichtungen sowie der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und dem Rotkreuzklimazentrum zusammen. „Je besser wir das Zusammenspiel von Unwetter- und Bedarfslagen verstehen, desto schneller können Menschen künftig schon vor einer Katastrophe wichtige Unterstützung erhalten“, sagt Reuter.

Der Sudan gehört zu den Ländern, in denen sich der Klimawandel am gravierendsten auswirkt: steigende Temperaturen und variable Niederschlagsmengen sorgen für mehr Dürren und Überschwemmungen. Fast die Hälfte der Sudanesinnen und Sudanesen lebt unterhalb der Armutsgrenze, mehr als 14 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Da die Bevölkerung viele wetterbedingte wiederkehrende Katastrophen kaum bewältigen kann, gilt der Sudan als eines der von Naturrisiken am meisten bedrohten Länder.

Weitere Informationen unter:

www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/sudan-vorausschauende-humanitaere-hilfe/ und
www.deutsche-bank-stiftung.de/katastrophenpraevention

Ansprechpartnerin Deutsche Bank Stiftung:
Jennifer Endro
Telefon: +49 (0) 69 2 47 52 59 33 oder endro(at)deutsche-bank-stiftung(dot)de

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Presse
news-4971 Thu, 17 Feb 2022 11:25:39 +0100 Tropischer Wirbelsturm „Batsirai": DRK unterstützt nach schwerem Tropensturm in Madagaskar https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tropischer-wirbelsturm-batsirai-drk-unterstuetzt-nach-schwerem-tropensturm-in-madagaskar/ Nach dem verheerenden Zyklon „Batsirai“ im Osten und Süden Madagaskars mit Dutzenden Toten und vielen Verletzen sowie dem Tropensturm „Ana“, der Ende Januar auf Madagaskar traf, hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ein Soforthilfeprojekt zur Sicherung der Grundversorgung gestartet und damit auf ein nationales Hilfeersuchen reagiert. „Die Not der Menschen ist groß, es besteht ein enormer Bedarf an humanitärer Hilfe“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Viele Häuser stehen durch die heftigen Regenfälle unter Wasser oder sind zerstört, die Infrastruktur ist massiv beschädigt, Ernten sind bedroht. „Tausende Menschen sind auf Hilfe angewiesen.“ Das DRK verteilt in einer ersten Maßnahme bedingungslose Bargeldzahlungen an rund 1.000 von den Überschwemmungen in der Hauptstadt Antananarivo und in der Region Analamanga betroffene Haushalte, um den Grundbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner zu sichern. Benötigt werden nun vor allem Trink- und Nutzwasser, Lebensmittel, Unterkünfte und Güter zur hygienischen und medizinischen Versorgung.

Nach Behördenangaben sind bis zu 116.000 Menschen von den Naturgewalten betroffen, zeitweise waren rund 70.000 Personen in Notunterkünften untergebracht. In Antananarivo waren aufgrund der Überschwemmungen durch Tropensturm „Ana“ und Zyklon „Batsirai“ rund 17.000 Menschen zunächst in Notunterkünften untergekommen. Viele kehren nach Schließung der meisten Evakuierungszentren nun wieder in ihre zum Teil noch beschädigten Häuser zurück.

Das DRK und seine Schwestergesellschaft, das Madagassische Rote Kreuz, organisieren die Soforthilfemaßnahmen in enger Koordination mit den nationalen und lokalen Regierungsbehörden, mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und anderen Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften.

Bereits Ende Januar hatte Tropensturm „Ana“ schwere Überschwemmungen mit großen Schäden in weiten Teilen des Landes verursacht – auch die Hauptstadt Antananarivo war stark betroffen. Mit den jüngsten Überflutungen hat sich die humanitäre Lage in den Gebieten weiter verschärft. Der vom Auswärtigen Amt finanzierte Hilfseinsatz ist bis voraussichtlich Ende Mai geplant.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Internationale Soforthilfe

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Presse
news-4970 Wed, 16 Feb 2022 11:50:00 +0100 Fackellauf nach Solferino - DRK schickt "Licht der Hoffnung" auf die Reise https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/fackellauf-nach-solferino-drk-schickt-licht-der-hoffnung-auf-die-reise/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat den diesjährigen „Fackellauf nach Solferino“ am Sitz seines Generalsekretariats in Berlin gestartet. Bei der Aktion wird ein „Licht der Hoffnung“ von Ehrenamtlichen durch die gesamte Bundesrepublik getragen. Es wird Ende Juni Italien erreichen, um dort an der sogenannten Fiaccolata, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, teilzunehmen. „Wir freuen uns, dass sich alle 19 DRK-Landesverbände am Fackellauf nach Solferino beteiligen. Die Aktion, in der wir an unsere historischen Wurzeln erinnern, unterstreicht sowohl unsere Zusammengehörigkeit innerhalb des DRK als auch unsere Verbundenheit mit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „Zudem möchten wir mit dem Fackellauf nach Solferino unserer Wertschätzung der mehr als 430.000 Ehrenamtlichen Ausdruck verleihen, deren tagtäglicher Einsatz es uns ermöglicht, unsere Aufgaben zu erfüllen“, sagt Hasselfeldt. „Dabei wird sich die Vielfalt unserer Arbeit in der Teilnahme der verschiedenen Kreisverbände und Ortsvereine und deren kreativer Umsetzung der Fackelweitergabe widerspiegeln.“

Der Fackellauf nach Solferino kann über eine Landingpage auf der DRK-Website mitverfolgt werden. Dort findet sich eine Standortkarte, auf der sich die Route der DRK-Fackel nachvollziehen lässt. Zudem wird ein virtuelles Reisetagebuch von den Teilnehmenden mit Bildern und Informationen zu den einzelnen Stationen befüllt. Die nächsten Stationen der Fackel sind in Berlin und anschließend in Brandenburg.

Die Fiaccolata wird seit 1992 vom Italienischen Roten Kreuz organisiert und jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Bei der mehrtägigen Gedenkveranstaltung rund um den Fackelzug von Solferino in die nahegelegene Kleinstadt Castiglione delle Stiviere kommen jedes Jahr Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus ganz Europa und der Welt zusammen, um den Anfängen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu gedenken.

Im Jahr 1859 reiste der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant durch Italien. Dabei wurde er Zeuge der Folgen der Schlacht von Solferino, einer der größten Auseinandersetzungen jener Zeit. Dunant erlebte Not und Elend der verwundeten Soldaten hautnah und setzte sich dafür ein, die Versorgung der Verwundeten zu organisieren. Er verarbeitete die erschütternden Erlebnisse in seiner Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“, an deren Ende er die Vision für die Gründung neutraler Hilfsgesellschaften für Verwundete in verschiedenen Ländern Europas formulierte. 1863 fand die erste Genfer Konferenz statt, auf der die Gründung solcher Hilfsgesellschaften beschlossen wurde. Kurz darauf gründete sich die erste nationale Rotkreuzgesellschaft weltweit: der württembergische Sanitätsverein im Königreich Württemberg. 

Weitere Informationen zur Aktion: drk.de/fiaccolata2022/

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Presse Geschichte Generalsekretariat Föderation Gerda Hasselfeldt
news-4969 Wed, 09 Feb 2022 08:28:25 +0100 Langanhaltende Trockenheit in Ostafrika: DRK leistet Soforthilfe für von Dürre betroffene Menschen in Somaliland https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-leistet-soforthilfe-fuer-von-duerre-betroffene-menschen-in-somaliland/ Ausbleibende Regenfälle in den vergangenen Monaten führen in Somalia wiederholt zu schweren Dürren. In dem stark von Viehzucht und Landwirtschaft geprägten Land gefährdet die Wasserknappheit die Lebensgrundlage hunderttausender Menschen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) leistet Soforthilfe in den drei am stärksten betroffenen Regionen Sool, Sanaag, und Togdheer in Somaliland. „Den Menschen in der Region fehlt es vor allem an Wasser und Nahrung. Außerdem verringert sich durch die Trockenheit vielerorts das nutzbare Weideland für ihr Vieh. Das DRK unterstützt die Menschen durch Bargeldhilfen dabei, ihre Lebensgrundlage für die kommenden Monate zu sichern. Wenn sich die Lage in absehbarer Zeit nicht ändert, könnte sich die Zahl der Betroffenen jedoch noch deutlich erhöhen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die Regionalregierung Somalilands hat Mitte Januar den Dürrenotstand ausgerufen. Bisher sind dort bereits über 800.000 Menschen akut von der Dürre betroffen und benötigen dringend humanitäre Hilfe.

Das DRK unterstützt in einem vom Auswärtigen Amt geförderten Soforthilfeprojekt rund 9.000 besonders gefährdete Menschen mit Bargeldauszahlungen. Damit können die Betroffenen selbstbestimmt ihren dringendsten Bedarf, zum Beispiel an Wasser und Nahrungsmitteln, decken. So können sie Wasser kaufen, das per Tankwagen in die Gemeinden gebracht wird. Das Wasser wird unter anderem aus Bohrlöchern gewonnen, die 2021 in einem vom DRK unterstützen Projekt rehabilitiert und wieder nutzbar gemacht wurden. „Wo lokale Märkte zugänglich sind und funktionieren, ermöglichen Bargeldhilfen eine schnelle und flexible Reaktion auf akute Notlagen wie die aktuell herrschende und voraussichtlich noch weiter anhaltende Dürre in Somalia“, sagt Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afrika

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Presse Auslandshilfe Trinkwasser Nothilfe Dürre Soforthilfe Ostafrika Somalia
news-4967 Tue, 08 Feb 2022 19:46:00 +0100 Erhöhung der Mindestlöhne: DRK stimmt Empfehlung der Pflegekommission zu https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-stimmt-empfehlung-der-pflegemindestlohnkommission-zu/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat der Empfehlung der Pflegekommission über die Anhebung der Mindestlöhne für Pflegekräfte zugestimmt. „Wir sind froh, dass es in der Pflegebranche nun insbesondere im nicht tarifgebundenen Bereich zu einem deutlichen Anstieg der Löhne kommt. Dennoch mahnen wir beim Gesetzgeber dringend eine Regelung an, wie diese zusätzlichen Kosten verteilt werden sollen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das DRK hat einer stufenweisen Anhebung der Mindestlöhne bis zum 1. Dezember 2023 um insgesamt 12,75% bis 18,51% - je nach Ausbildungsstand - zugestimmt. Bereits zum 1. September 2022 wird es zu Erhöhungen bei Ungelernten von 12,55 Euro auf 13,70 Euro, bei Pflegekräften mit einjähriger Ausbildung von 13,20 auf 14,60 Euro und bei dreijähriger Ausbildung von 15,40 auf 17,10 Euro pro Stunde kommen.

Die jetzt vereinbarten Erhöhungen seien für die Träger der Pflegeeinrichtungen jedoch eine extreme Belastung, weil diese Anhebung aktuell nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt werde und die Mehrkosten voraussichtlich von den Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen getragen werden müssten, sagt Reuter. Er gehört der Pflegekommission auf Vorschlag der Bundestarifgemeinschaft des DRK, der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und des Arbeitgeberverbandes Pflege an. Es bestehe die große Gefahr, dass sich der ohnehin ständig steigende Eigenanteil der Pflegebedürftigen an den Pflegekosten dadurch weiter erheblich erhöhen werde. „Das ist den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen finanziell nur schwer zumutbar. Derzeit beläuft sich der Eigenanteil eines Pflegebedürftigen im Bundesdurchschnitt bereits auf 2179 Euro pro Monat. Der Anteil der Pflegeversicherung ist dabei schon berücksichtigt“, sagt Reuter.

Das DRK hält eine Reform der Pflegeversicherung für dringend erforderlich. Es sei eine Systemumkehr notwendig. Die Eigenanteile der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen müssten auf einen festen Sockelbetrag begrenzt und Verbesserungen bei den Gehältern der Pflegekräfte künftig von der Pflegeversicherung übernommen werden. Die zum 01.01.2022 in Kraft getretene Regelung des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes stelle bei den stetig steigenden Kosten in der Langzeitpflege nur eine sehr geringfügige Entlastung dar. „Die Bundesregierung muss hier dringend handeln. Es darf nicht sein, dass der Staat Mindestlöhne in der Pflege festlegt, aber sich nicht um die nachhaltige Refinanzierung der Kosten kümmert“, sagt Reuter.

Das DRK betreibt bundesweit mit 39.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 535 stationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 41.500 Plätzen. Hinzu kommen 590 ambulante Pflegedienste mit 18.200 Pflegekräften für 51.600 Patientinnen und Patienten.

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Presse
news-4968 Tue, 08 Feb 2022 08:06:28 +0100 Presseeinladung: Erinnerung an Rotkreuz-Gründung - DRK startet in Berlin Fackellauf nach Solferino https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-erinnerung-an-rotkreuz-gruendung-drk-startet-in-berlin-fackellauf-nach-solferino/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) startet am Mittwoch, 16. Februar 2022, am Sitz seines Generalsekretariats in Berlin den diesjährigen „Fackellauf nach Solferino“. Bei der bundesweiten Aktion wird ein „Licht der Hoffnung“ von Berlin durch die ganze Bundesrepublik über Österreich bis nach Italien getragen, um dort am 24. Juni an der sogenannten Fiaccolata teilzunehmen. Bei der Fiaccolata in Solferino gedenken jedes Jahr Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus ganz Europa mit einem Fackelzug der Geburtsstunde der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Die Fiaccolata wird seit 1992 vom Italienischen Roten Kreuz organisiert und jährt sich damit zum 30. Mal. Zum Start des „Fackellaufs nach Solferino“ in Berlin wird DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt die Fackel entzünden und an Ehrenamtliche des Landesverbands Berlin übergeben. Nach dem Start in Berlin wird die Fackel zwischen Februar und Juni 2022 von Ehrenamtlichen des DRK aus verschiedenen Kreisverbänden und Ortsvereinen durch alle 19 Landesverbände weitergereicht. Mit der Aktion würdigt das DRK seine vielen ehrenamtlichen Mitglieder, erinnert an seine historischen Wurzeln und unterstreicht seine Verbundenheit mit der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Im Juni 1859 wurde der Schweizer Henry Dunant Zeuge der Schlacht von Solferino. Aufgrund seiner erschütternden Erlebnisse von Not und Elend der verwundeten Soldaten gründete er wenig später gemeinsam mit Freunden in Genf das Internationale Rote Kreuz.

Start des „Fackellauf nach Solferino 2022“ am Mittwoch, 16. Februar 2022, 11.30Uhr

Ort: DRK-Generalsekretariat, Carstennstraße 58, 12205 Berlin-Lichterfelde

Anwesende: Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuz e.V.; Dr. Timur Flissikowski, Landesbereitschaftsleiter, DRK Landesverband Berlin; Bärbel Eichhorn, Bereitschaftsleiterin Zentralbereitschaft CBRN-Dienst (Ehrenamtliche Fackelträgerin), DRK Landesverband Berlin

Ansprechpartner vor Ort: Annkatrin Tritschoks, Referentin Kommunikation DRK-Generalsekretariat (0176-556-90341); Hendrik von Quillfeldt, Referent Öffentlichkeitsarbeit Landesverband Berlin (0172-982-9297)

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir um eine Voranmeldung bis spätestens Dienstag, 15. Februar 2022, 12 Uhr, per E-Mail an presse(at)drk(dot)de. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Kontaktdaten und Ihren 2-G-Status an. Ihre Angaben werden gemäß aktueller Corona-Verordnung erhoben und vertraulich behandelt. 

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Presse Geschichte Ehrenamt Freiwillige/Ehrenamt
news-4965 Tue, 25 Jan 2022 08:00:04 +0100 Jemen, Sudan, Syrien, Venezuela - DRK: Bewusstsein für „Vergessene Krisen“ stärken https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jemen-sudan-syrien-venezuela-drk-bewusstsein-fuer-vergessene-krisen-staerken/ Der Bedarf an humanitärer Hilfe weltweit ist enorm und steigt stetig. Nach Angaben des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) werden dieses Jahr 274 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein, das sind über 40 Millionen mehr als 2021 und über 100 Millionen mehr als 2020. „Konfliktsituationen, Naturkatastrophen, eine Häufung von Extremwetterereignissen aufgrund des Klimawandels oder eine Kombination dieser Faktoren führen dazu, dass zahlreiche humanitäre Krisen andauern oder sich verschärfen. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die diese Krisen erfahren, nimmt hingegen in unserer schnelllebigen Zeit oft rasch ab,“ so Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Um dem entgegenzuwirken, hat das DRK eine Kampagne zu „Vergessenen Krisen“ gestartet. Diese sind gekennzeichnet von einer schweren und langanhaltenden humanitären Notlage, ausbleibenden politischen Lösungen, unzureichender internationaler Hilfe, fehlendem Medieninteresse und damit einhergehend einem geringen Spendeninteresse der Öffentlichkeit. Ein Beispiel hierfür ist der Jemen. Der gewaltsame Konflikt, der seit 2015 im Land herrscht, zerstört die Lebensgrundlage vieler Menschen. Er beeinträchtigt das Gesundheitssystem und führt zu einer prekären Versorgungslage. Durch die direkten und indirekten Folgen des Konflikts benötigen heute 21 Millionen Menschen im Jemen humanitäre Hilfe. Weitere Beispiele, die das DRK in den Fokus rückt, sind der Konflikt im Sudan, die Krise in Syrien und die Flucht-/Migrationsbewegung von Menschen aus Venezuela in dessen Nachbarländer.

Als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung erlangt das DRK Informationen zur Situation und den humanitären Bedarfen in den betroffenen Regionen, auch dort, wo Medien keinen Zugang haben oder das Medieninteresse gering ist. „Gemeinsam mit unseren Schwestergesellschaften können wir vor Ort langfristig und wirksam Hilfe leisten. So können wir beispielsweise im Jemen Projekte umsetzen, die grundlegende Hilfe und medizinische Versorgung für die von bewaffneten Konflikten betroffene Bevölkerung bereitstellen. Im Jahr 2021 erreichten wir damit insgesamt fast 250.000 Menschen in Not,“ so Reuter.

In seiner Kampagne fordert das DRK Nutzer sozialer Medien dazu auf, Beiträge mit dem Hashtag #VergesseneKrisen zu teilen.  Ziel ist es, eine Millionen Menschen zu erreichen und so das Bewusstsein für die andauernden Krisen im Jemen, im Sudan, in Syrien und in Venezuela zu stärken.

Die Länderreferentin für den Jemen ist gerade von einer Dienstreise vor Ort zurück. Die Pressestelle vermittelt gern Interviews.

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Presse Auslandshilfe Venezuela Jemen Sudan
news-4964 Fri, 21 Jan 2022 11:00:00 +0100 DRK nimmt zweite Kläranlage im Ahrtal in Betrieb https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-nimmt-zweite-klaeranlage-im-ahrtal-in-betrieb/ In Hönningen im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ist heute die zweite temporäre Kläranlage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) offiziell in Betrieb gegangen. Sie sichert die Abwasseraufbereitung von bis zu 1.200 Bewohnerinnen und Bewohnern und ist rund 50 Prozent größer als die Schwesteranlage in Mayschoß. „Die Kläranlage wurde innerhalb von nur acht Tagen aufgebaut und zeugt von einer großartigen Zusammenarbeit vieler verschiedener Akteure“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Vor rund sechs Monaten hatte das verheerende Hochwasser weite Teile der Infrastruktur in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zerstört und dabei auch zahlreiche Klärwerke stark beschädigt. Die DRK-Anlage hat sechs Tanks mit je 100.000 Litern Fassungsvermögen. Der Aufbau erfolgte in enger Kooperation zwischen Gemeinde, lokalen Gewerken und dem DRK.

Die Inbetriebnahme erfolgte heute unter anderem im Beisein von Randolf Stich, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Innenministerium: „Das Deutsche Rote Kreuz ist ein unersetzlicher Partner bei der Bewältigung der Flutfolgen im Ahrtal. Bereits in den ersten Stunden waren die Helferinnen und Helfer des DRK vor Ort, um Menschen aus größter Not zu befreien, Hilfe zu leisten und Leben zu retten. Heute, mehr als sechs Monate nach der Katastrophe, ist das DRK noch immer vor Ort“, so Stich. „Diese umfassende Unterstützung ist auch ein Symbol der Hoffnung für die Betroffenen, die noch lange mit dem Wiederaufbau ihrer Heimat beschäftigt sein werden. Dafür danke ich dem Deutschen Roten Kreuz im Namen des Landes.“

Neben der Rückkehr hin zu mehr Normalität verbindet ein weiteres gemeinsames Ziel die Akteure: „Der Umweltschutz ist bei Aufbau und Betrieb der Klärwerke einer der größten Erfolge: Ohne diese Anlagen würde weiterhin ungeklärtes Wasser in die Ahr fließen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Nach derzeitigen Schätzungen werden biologische Schadstoffe zu 95 Prozent aus dem Wasser entfernt.

Der Einsatz ist für drei bis fünf Jahre vorgesehen. Die Kosten für Material und Betrieb belaufen sich auf rund 300.000 Euro pro Anlage. Die Klärwerke wurden ursprünglich in Koordination mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften für den Einsatz im Ausland konzipiert und weiterentwickelt und im Ahrtal nun erstmals in Deutschland eingesetzt. Das DRK ist die einzige Nationalgesellschaft der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die diese Technologie zur Verfügung hat.

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Wasser-, Sanitärversorgung & Hygiene (WASH) Deutschland
news-4963 Thu, 20 Jan 2022 17:00:00 +0100 Auch DRK von Cyber-Angriff auf Server des IKRK in Genf betroffen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/auch-drk-von-cyber-angriff-auf-server-des-ikrk-in-genf-betroffen/ Der schwerwiegende Cyber-Angriff, den das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf am gestrigen Abend des 19. Januar vermeldete, betrifft auch die Internationale Suche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) neben rund 60 weiteren Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. „Dieser Vorfall und das bisher bekannte Ausmaß der Cyber-Attacke sind erschreckend und aufs Schärfste zu verurteilen. Der Angriff betrifft die Daten von über 515.000 Menschen weltweit im Zusammenhang mit der wichtigen humanitären Arbeit der Internationalen Suche des Roten Kreuzes. Zu den Betroffenen zählen insbesondere infolge von Konflikten, Migration oder Katastrophen vermisste Personen, ihre Familien und Menschen in Haft. Oberste Priorität muss daher jetzt der bestmögliche Schutz für die Menschen hinter den Daten sein, die ohnehin höchst schutzbedürftig sind und nun zusätzlichen Risiken und Leid ausgesetzt sind. Ich möchte mich dem dringlichen Aufruf des IKRK-Generaldirektors Robert Mardini an die Hacker anschließen, die Daten nicht zu veröffentlichen, zu verbreiten oder zu verkaufen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Derzeit untersucht das DRK gemeinsam mit dem IKRK und anderen betroffenen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Datenschutz- und IT-Experten unter Hochdruck den Vorfall, um die richtigen weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten. „Noch sind viele Details des Cyber-Angriffs unklar, auch, welche Motive dahinterstecken und wer die Verantwortlichen sind. Wir haben es hier mit Daten von Hilfesuchenden weltweit zu tun. Die momentan stattfindende Untersuchung ist eine höchst sensible Angelegenheit. Wir werden mit größtmöglicher Sorgfalt und Verantwortung vorgehen gegenüber den Menschen, die sich uns auf der Suche nach Unterstützung in ihrer Not anvertraut haben“, betont Reuter.

Durch einen gezielten Angriff auf die IT-Infrastruktur des IKRK gelang es Hackern, Zugriff auf die Datenbank der Internationalen Suche zu erlangen, die auf Servern eines externen Anbieters in der Schweiz liegt. Es bestehen Hinweise darauf, dass gespeicherte persönliche Daten von Hilfesuchenden und Zugangsdaten von Mitarbeitenden der Internationalen Suche in verschiedenen Ländern möglicherweise aus dieser Umgebung extrahiert wurden. Die Natur dieser Daten gilt es, im Rahmen der laufenden Untersuchungen näher zu bestimmen. Die Sicherheitslücke wurde am 18. Januar entdeckt. Daraufhin wurden die betroffenen Systeme bis auf Weiteres heruntergefahren, um den Zugang zu ihnen zu unterbinden. Nach aktuellem Kenntnisstand wurden die Daten von den Hackern bislang nicht veröffentlicht. 

Informationen für Betroffene | DRK-Suchdienst

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Presse IKRK IKRK/Föderation Suchdienst Europa Deutschland
news-4962 Tue, 18 Jan 2022 09:31:52 +0100 Presseeinladung: DRK eröffnet zweite Kläranlage im Landkreis Ahrweiler https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-drk-eroeffnet-zweite-klaeranlage-im-landkreis-ahrweiler/ Rund sechs Monate nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine zweite temporäre Kläranlage im Kreis Ahrweiler in Betrieb. Die Anlage, die in Hönningen aufgebaut wurde, reinigt das Abwasser von rund 1.200 Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Flut Mitte Juli 2021 hatte viele Klärwerke zerstört oder stark beschädigt. Die Kläranlage Hönningen ist die zweite nach der in Mayschoß, die im August vergangenen Jahres vom DRK aufgebaut wurde. Sie ist etwa 50 Prozent größer und konnte in nur acht Tagen errichtet werden. Die Anlagen wurden ursprünglich in Koordination mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften für den Einsatz im Ausland konzipiert.

Die Kläranlage Hönningen wird am Freitag, 21. Januar 2022, offiziell in Betrieb genommen. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Ort: 53506 Hönningen (Wegbeschreibung nach Anmeldung)
Zeit: Freitag, 21. Januar 2022, 11.00 Uhr

Ansprechpartner vor Ort: Thorsten Trütgen, Pressesprecher Kreisverband Ahrweiler e. V. (Kontakt: 02641 97 80 45); Christina Wandel-Sucker, Pressereferentin DRK-Generalsekretariat (0176 470 19 429)

Anwesende: Randolf Stich, Staatssekretär im Innenministerium Rheinland-Pfalz, Cornelia Weigand, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Vertreter des DRK und die am Projekt beteiligten Ingenieure

Bitte teilen Sie uns bis spätestens Donnerstag, 20. Januar 2021, 12 Uhr, per E-Mail an presse(at)drk(dot)de mit, ob Sie am Pressetermin teilnehmen werden. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Kontaktdaten und Ihren 2-G-Status an. Ihre Angaben werden gemäß aktueller Corona-Verordnung erhoben und vertraulich behandelt.

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Presse
news-4961 Tue, 21 Dec 2021 15:55:32 +0100 Internationale Nothilfe nach Taifun Rai auf den Philippinen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationale-nothilfe-nach-taifun-rai-auf-den-philippinen/ Am 16. Dezember traf Taifun „Rai“ (örtlich „Odette” genannt) auf den Südosten der Philippinen und verursachte auf seinem dreitägigen Weg durch das Land schwere Schäden. Der heftigste Wirbelsturm in diesem Jahr, mit Windstärken von bis zu 195km/h, Starkregen und Überschwemmungen, zwang über 459.000 Menschen, Schutz in Notunterkünften zu suchen. Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) wurden unzählige Gebäude beschädigt und Ernten zerstört. Auch die Wasserversorgung sowie Strom- und Kommunikationsnetze wurden stark beeinträchtigt. Das Philippinische Rote Kreuz (PRC) ist mit über 4.500 Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen unermüdlich auf den vielen betroffenen Inseln im Einsatz. Gemeinsam mit den örtlichen Behörden leisten sie dringend notwendige Soforthilfe, unter anderem durch die Ausgabe von Essen an betroffene Familien, medizinische Versorgung, die Räumung unpassierbarer Straßen und die Bergung von Verschütteten und Toten. Zudem wurden bisher 15.000 Einheiten Hilfsgüter wie Planen, Werkzeug-Sets für Unterkünfte, Decken, Moskitonetze und Wasserbehälter verteilt. 

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist seit Jahren mit mehreren Projekten zur Katastrophenvorsorge und Stärkung der Resilienz der Bevölkerung auf den Philippinen aktiv. Als eine erste Hilfsmaßnahme stellt das DRK insgesamt 56.000 Euro für die betroffenen Inseln Mindanao und Leyte zur Verfügung. Damit werden Fahrten von Mitarbeitenden des PRC in abgelegene, stark betroffene Gebiete zur Begutachtung der Schäden und Einleitung erster  Rettungs- und Nothilfemaßnahmen ermöglicht. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird erst nach und nach bekannt, da aufgrund der stark zerstörten Kommunikationsinfrastruktur sowie beschädigter oder kaputter Straßen, Häfen und Flughäfen der Zugang zu betroffenen Regionen erschwert ist. Aktuell gehen das PRC und die IFRC von 2,35 Millionen direkt betroffenen Menschen auf dem Archipel aus.  

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Philippinen

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News Sturm (Zyklon, Taifun, Hurrikan, Tornado) Katastrophe Asien Philippinen
news-4960 Wed, 15 Dec 2021 14:16:15 +0100 Starkes Bündnis für die Pflegekommission https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/starkes-buendnis-fuer-die-pflegekommission/ Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mitgeteilt, wer in der nunmehr fünften Kommission nach § 12 Arbeitnehmer-Entsendegesetz vertreten sein wird. Mit der Benennung des gemeinsamen Vorschlags von Deutsches Rotes Kreuz (DRK), der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und dem Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP) ist ein starkes Bündnis aus Wohlfahrt, kommunalen und privaten Arbeitgebern in der Pflege vertreten. Christian Reuter, Generalsekretär des DRK und Vorsitzender der Bundestarifgemeinschaft des DRK, ist als ordentliches Mitglied berufen. Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der VKA, ist sein Stellvertreter in der fünften Pflegekommission. Die fünfte Pflegekommission ist die erste ständige Kommission, die für fünf Jahre berufen ist. Hierzu erklären die Spitzen der Verbände:

Christian Reuter, Generalsekretär des DRK und Vorsitzender der Bundestarifgemeinschaft des DRK: „Wir sind froh, dass unser gemeinsamer Vorschlag bei der Besetzung der 5. Pflegekommission Berücksichtigung gefunden hat. Wir begrüßen es, dass eine erste Sitzung noch in diesem Jahr stattfinden wird, damit dieses wichtige Thema zeitnah angegangen werden kann. Ich persönlich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit in dieser wichtigen Kommission.“

Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der VKA: „Durch die Vereinbarungen im Tarifvertag für den öffentlichen Dienst (TVöD) können die tarifgebundenen kommunalen Arbeitgeber ihren Beschäftigten in der Altenpflege bereits heute attraktive Rahmenbedingungen bieten. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und mit dem Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP) vertritt die VKA Arbeitgeber im Bereich der Altenpflege mit insgesamt mehr als 84.000 Beschäftigten. Diese Koalition repräsentiert einen bedeutenden Anteil der in der Altenpflege beschäftigten Menschen und deren Arbeitgeber. Wir stellen uns gerne der gesellschaftlich verantwortungsvollen Aufgabe, die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege insgesamt in der Pflegekommission weiterzuentwickeln.“

Thomas Greiner, Präsident des AGVP: „Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände wollen wir als private Arbeitgeber zeigen, dass Zusammenarbeit und gesunder Wettbewerb die Altenpflege stark machen. Die „Kommission zur Erhöhung der Pflegelöhne“ wird erneut dafür sorgen, den so wichtigen Pflegeberuf attraktiv zu gestalten, um weiterhin Frauen und Männer für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu gewinnen.“

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Presse
news-4959 Sun, 05 Dec 2021 14:19:00 +0100 DRK-Präsidentin Hasselfeldt fordert Aufwertung des Ehrenamtes https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-praesidentin-hasselfeldt-fordert-aufwertung-des-ehrenamtes/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordert eine deutliche Aufwertung des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. „Es ist höchste Zeit, dass das Ehrenamt in Deutschland vor allem im Bevölkerungsschutz einen höheren Stellenwert erhält. Ohne den beispiellosen Einsatz von Zehntausenden ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern wäre zum Beispiel der Aufbau der zahlreichen Impf- und Testzentren in diesem Jahr gar nicht möglich gewesen. Das gilt auch für die Unterstützung der von der Flutkatastrophe im Juli betroffenen Bevölkerung“, sagt Hasselfeldt anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember. Insbesondere fordert Hasselfeldt eine bundesweit einheitliche Regelung, damit ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von anerkannten Hilfsorganisationen bei Großeinsätzen mit den Freiwilligen von THW und Feuerwehr gleichgestellt werden. „Bei der Helfergleichstellung haben wir einen großen Nachholbedarf. Es kann nicht sein, dass die Freiwilligen von THW und Feuerwehr anders behandelt werden als diejenigen, die in einer Notlage zum Beispiel Betreuungs- und Sanitätsdienst leisten oder medizinische Hilfe erbringen“, sagt Hasselfeldt. Dabei gehe es etwa um Fragen der Freistellung vom Arbeitsplatz, Verdienstausfallleistungen an die Arbeitgeber, einen umfassenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz und ein Recht zur Freistellung bei Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen und Bereitstellungen.

Derzeit gebe es zwar in einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen dazu, der Umgang mit der ehrenamtlichen Leistung müsse jedoch bundesweit gleich geregelt werden. „Es geht auch darum, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dauerhafte Anerkennung entgegenzubringen, zumal ihre Einsätze immer häufiger werden und die Dauer zunimmt“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt. Der Bevölkerungsschutz in Deutschland werde immerhin zu über 90 Prozent vom Ehrenamt getragen.

Die DRK-Präsidentin begrüßt in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Ampelparteien im Koalitionsvertrag, dass bürgerschaftliches Engagement zunehmend an Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewinne. „Auch die Ankündigung im Koalitionsvertrag, das Ehrenamt von Bürokratie und Haftungsrisiken zu entlasten, sehen wir als positives Signal,“ sagt Hasselfeldt. Das DRK mit seinen mehr als 430.000 Ehrenamtlichen stehe der neuen Bundesregierung in allen Fragen des ehrenamtlichen Engagements gerne als Ansprechpartner zur Seite.

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Ehrenamt Presse DRK-Organisation
news-4958 Fri, 03 Dec 2021 08:46:48 +0100 LOTTO und GlücksSpirale fördern wichtige soziale Projekte des DRK https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/lotto-und-gluecksspirale-foerdern-wichtige-soziale-projekte-des-drk/ Die staatlichen Lotteriegesellschaften haben im vergangenen Jahr insbesondere mit ihrer Lotterie GlücksSpirale erneut zahlreiche soziale Projekte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt. „Für diese Unterstützung, ohne die viele soziale Projekte gar nicht möglich wären, sind wir den staatlichen Lotteriegesellschaften und der GlücksSpirale außerordentlich dankbar“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Reuter freut sich, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag, der zum 1. Juli 2021 in allen Bundesländern in Kraft getreten ist, auch positive Auswirkungen auf das gemeinwohlorientierte Glücksspiel haben wird.

Im Jahr 2020 erzielten die 16 staatlichen Lotteriegesellschaften mit LOTTO 6aus49, Eurojackpot und allen anderen Angeboten wie zum Beispiel der GlücksSpirale Spieleinsätze von über 7,9 Milliarden Euro. Davon wurden rund 50 Prozent wieder an die Gewinner ausgeschüttet. Allein die Soziallotterie GlücksSpirale der Lotteriegesellschaften unterstützte im vergangenen Jahr 95 DRK-Projekte mit insgesamt mehr als 2,7 Millionen Euro. Zu den geförderten Projekten gehören zum Beispiel Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, für Obdachlose, Senioren oder Kinder aus sozial schwachen Familien.

„Der Glücksspielstaatsvertrag ist eine sehr gute Basis für die Entwicklung der Landeslotteriegesellschaften und des gemeinwohlorientierten Glücksspiel-wesens in den nächsten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten“, so Jürgen Häfner, Geschäftsführer der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, der federführenden Gesellschaft des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks. „Zentral ist und bleibt für uns die Gemeinwohlorientierung. Wir haben in 2020 über 3,1 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben abgeführt. Ein Großteil der Spieleinsätze kommt im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern dem Gemeinwohl zugute.“

„Wir freuen uns, mit der Soziallotterie GlücksSpirale auch in 2021 wieder zahlreiche soziale Projekte ermöglicht zu haben. Damit konnten viele Menschen in Not- oder hilfsbedürftigen Situationen unterstützt werden“, so Friederike Sturm, Vorsitzende der GlücksSpirale. „Allein in 2021 fließen aus den Erträgen der GlücksSpirale über 13 Millionen Euro (Stand November 2021) an die Wohlfahrt und kommen damit neben anderen Spitzenverbänden auch dem Deutschen Roten Kreuz für neue Projekte zu Gute. Besonders in diesen nicht ganz einfachen Zeiten ist die GlücksSpirale eine nachhaltige Hilfe dort, wo sie dringend benötigt wird. Darauf sind wir stolz.“

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Presse
news-4957 Thu, 02 Dec 2021 09:53:08 +0100 Mit Altkleidern werden viele soziale Projekte finanziert https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/mit-altkleidern-werden-viele-soziale-projekte-finanziert/ Der Markt für Alttextilien ist seit Beginn der Corona-Krise und der damit einhergehenden Einschränkungen zeitweise eingebrochen. Während deutschlandweit die Menge an gespendeter Kleidung stieg, sank gleichzeitig die Nachfrage. Viele Menschen in Deutschland nutzten die Zeit während des Lockdowns, um ihre Kleiderschränke auszumisten. Wegen des coronabedingten Handelsverbots mussten die über 750 Kleiderläden und -kammern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorübergehend schließen. Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas normalisiert. Das DRK betreibt die Altkleidersammlung aus zwei Gründen. Einerseits erhalten wir dadurch genug gut erhaltene Kleidung, um jährlich 1,2 Millionen benachteiligte Menschen damit versorgen zu können. Andererseits finanzieren wir durch den Verkauf an Verwertungsunternehmen soziale Projekte. Jedes Jahr können wir somit ehrenamtliche Projekte beispielsweise im Katastrophenschutz, im Jugendrotkreuz oder in der Altenhilfe fördern.

Die Qualität in der Kleidersammlung hat sich in den letzten Jahren und vor allem auch mit Beginn der Corona-Pandemie leider stetig verschlechtert. Zudem steigt die „Vermüllung“ von Containern, da Dinge eingeworfen werden, die nicht in einen Kleidercontainer gehören. Ein sehr großer Teil kann nicht mehr als Kleidung verwendet werden, sondern wird von Verwertungsunternehmen recycelt und zu Dämmstoffen oder Putzlappen verarbeitet.

Die Verwertungsunternehmen exportieren die Altkleider, die in Deutschland keine Verwendung finden, zum Teil ins Ausland. Vorwürfe, Altkleiderexporte hätten die Textilindustrie in afrikanischen Ländern ruiniert, gelten heute als überholt. Altkleiderexporte sind nicht ursächlich dafür verantwortlich, dass es in Afrika kaum eigene Textilproduktion gibt. Vielmehr gibt es ein ganzes Bündel an Ursachen: problematische Produktionsbedingungen, häufiger Stromausfall, unregelmäßige Wasserversorgung, keine Ersatzteile - aber auch die Streichung von Subventionen an die Textilbetriebe ab Anfang der 80er Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion vom Februar 2012. Studien des Fachverbands FairWertung in Kamerun und Tansania haben ergeben, dass die Altkleidermärkte gerade von Geringverdienern in diesen Ländern gut angenommen werden. FairWertung hat auch herausgefunden, dass in diesen Ländern sogar neue Arbeitsplätze entstanden sind, da eine große Anzahl von Menschen vom Handel oder dem Umarbeiten der Secondhand-Kleidung lebt.

Das DRK informiert durch Aufkleber auf den Containern und auf seinen Webseiten transparent und ausführlich über seine Kleidersammlung und ihre Verwendung.

https://www.drk.de/spenden/spenderservice/spendentransparenz-spenderservice/kleidersammlung/

www.drk.de/zara

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Presse
news-4956 Thu, 02 Dec 2021 09:22:01 +0100 Bis zum 31. Januar 2022 bewerben: DRK-Medienpreis ausgeschrieben https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bis-zum-31-januar-2022-bewerben-drk-medienpreis-ausgeschrieben/ Bereits zum 16. Mal schreibt der Kreisverband Bremen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bundesweit den DRK-Medienpreis aus. Der Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung beschäftigen. Phänomene des Lebens und des Zusammenlebens von Menschen in unserer Gesellschaft stehen dabei im Mittelpunkt. Sieben Begriffe beschreiben die Grundsätze des DRK: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Die journalistischen Arbeiten sollen sich auf einzelne Grundsätze beziehen. Zugelassen sind Publikationen aus dem Jahr 2021 in den Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen und Digitale Medien.

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2022.

Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 12.000 Euro in den vier Sparten dotiert. Er wird vom DRK-Kreisverband Bremen ausgeschrieben und von AOK, DIAKO und der Sparkasse gefördert. Die Arbeiten werden von einer vom DRK unabhängigen Jury bewertet, der renommierte Medienschaffende angehören.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Juni 2022 in Anwesenheit von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt in Bremen statt.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich mit ihren Arbeiten direkt beim DRK-Kreisverband Bremen bewerben. Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, fünf Kopien aller Unterlagen einzureichen. Pro Person kann nur eine Arbeit berücksichtigt werden.

Kontakt:
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Bremen e.V.
Werner Georgi
Wachmannstraße 9
28209 Bremen
Tel: 0173/6080959
E-Mail: medienpreis(at)drk-bremen.de

Nähere Informationen zum Preis unter: www.drk-medienpreis.de

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Presse Event/Veranstaltung
news-4955 Mon, 29 Nov 2021 09:46:08 +0100 Wohlfahrtsverbände zum Koalitionsvertrag https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/wohlfahrtsverbaende-zum-koalitionsvertrag/ Ambitionierter Schritt in die richtige Richtung – Freie Wohlfahrtspflege steht als Partner bereit für notwendige Ausgestaltung sozialer Zukunftsfragen. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege bewerten den Koalitionsvertrag als einen ambitionierten Schritt hin zu einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft mit Mut zu neuem Denken und kohärentem Handeln. Der deutliche Wille der Ampelkoalition zu einem echten Generationenvertrag ist erkennbar. Jetzt muss es darum gehen, den notwendigen sozial-ökologischen Kurswechsel voranzutreiben, ohne neue soziale Verliererinnen und Verlierer hervorzubringen. Bei der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, in der Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus sind die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege mit ihrer tiefen Verankerung in allen Bevölkerungsschichten gerne verlässliche Verbündete.

Die Freie Wohlfahrtspflege leistet mit ihren rund 118.000 Einrichtungen und Diensten mit 4,1 Millionen Plätzen einen wesentlichen Beitrag zur gesundheitlichen und sozialen Betreuung der Bevölkerung.

Sie steht als Partner an der Seite der Bündnispartner von FDP, Grünen und SPD, wenn es darum geht, das jetzt vorliegende ehrgeizige und umfangreiche Programm, sozial gerecht und zukunftsfähig auszugestalten.

Besonderen Handlungsbedarf sehen die Spitzenverbände vor allem beim Gesundheits- und Pflegesystem, einer gemeinwohlorientierten Digitalisierungsstrategie und in der Armutsbekämpfung.

BAGFW-Präsident Ulrich Lilie (Diakonie): „Das Stückwerk der bisherigen Reformmaßnahmen hat nicht zu den gewünschten Verbesserungen in der Pflege geführt. Und schon vor Corona sind die Kosten, die von den pflegebedürftigen Menschen gezahlt werden müssen, in astronomische Höhen geschossen. Heute liegt der Bundesdurchschnitt für einen Platz im Pflegeheim bei unglaublichen 2.125 Euro im Monat. Der Pflegenotstand ist längst da – Corona hat ihn noch einmal massiv verschärft. Umso mehr begrüßen wir daher als Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, dass die Regierung aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Eigenanteile in der stationären Pflege begrenzen und die Bezahlung wie die Personalschlüssel in der Pflege verbessern werden. Dies war eine zentrale Forderung der Wohlfahrtsverbände.“

BAGFW-Vizepräsidentin Gerda Hasselfeldt (DRK) hebt hervor: „Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege stehen der neuen Bundesregierung als zuverlässige Partner für die kommende Legislaturperiode zur Seite, insbesondere bei der notwendigen, konkreten Ausgestaltung der Ziele. Hier kommt noch eine Menge Arbeit auf die neue Bundesregierung zu, zumal der ganze Koalitionsvertrag unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Wir freuen uns, dass die Wohlfahrtspflege im Koalitionsvertrag berücksichtigt ist. Wir erwarten nun, dass diese Bekenntnisse mit wirksamen Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der gemeinnützigen Dienste und Einrichtungen hinterlegt werden.“

BAGFW-Vizepräsident Prof. Dr. Jens Schubert (AWO) bekräftigt: „Wir sehen das klare Bekenntnis zum Abbau von Kinderarmut. Die BAGFW hat sich lange dafür eingesetzt, das System der Familienleistungen zu vereinfachen und Leistungen zu bündeln. Verschiedene Wohlfahrtsverbände haben sich für eine Kindergrundsicherung stark gemacht. Insofern ist die Verankerung im Koalitionsvertrag sehr zu begrüßen und wir nehmen uns heraus, das auch als Erfolg unseres langjährigen Engagements gegen Kinderarmut zu verstehen. An diesem Punkt wird es sehr auf die Umsetzung ankommen. Viele technische Details, viele Schnittstellenfragen sind zu klären. Wir werden uns auch weiter dafür einsetzen, dass wir eine existenzsichernde und sozial gerechte Kindergrundsicherung erreichen.“

Kontakt: BAGFW, Katrin Goßens, Tel.: 030 24089-121, presse(at)bag-wohlfahrt(dot)de

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Presse
news-4953 Mon, 29 Nov 2021 09:00:00 +0100 „Unsere Jugend braucht uns jetzt“: PENNY und Coca-Cola* unterstützen die Jugendhilfe des DRK in Coronazeiten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/unsere-jugend-braucht-uns-jetzt-penny-und-coca-cola-unterstuetzen-die-jugendhilfe-des-drk-in-coronazeiten/ Die Corona-Pandemie, mit monatelangem „Corona-Stress“ und einem Alltag geprägt durch eingeschränkte Bewegungs- und Kontaktmöglichkeiten, hat gerade den Jugendlichen wertvolle Zeit genommen. In Kooperation mit dem DRK möchten PENNY und Coca-Cola den Jugendlichen diese wichtige Zeit zu Weihnachten zurückschenken. Aktion „Unsere Jugend braucht uns jetzt“

Vom 29.11. bis 24.12. fließen mit der Aktion „Unsere Jugend braucht uns jetzt“ 50 Cent pro verkauftem Sixpack 6 x 0,33 Liter EW-PET Coca-Cola Regular in einer der bundesweiten PENNY-Filialen in ausgewählte DRK-Projekte. Mit gesundheits- und bewegungsorientierten Zusatzangeboten wollen wir gemeinsam die Nachwirkungen der Pandemie bei Jugendlichen abmildern, deren Resilienz stärken und gleichzeitig ihr soziales Leben fördern.
 

Folgende DRK-Projekte werden dank der Unterstützung von PENNY und Coca-Cola gefördert:

Die Renovierung des Skateparks des HOUSE6 Cloud in Eilenburg, Sachsen

In Eilenburg wurde 2018 ein Skate-Park eröffnet, der insbesondere infolge der Corona-Pandemie einen enormen Zuspruch und Zulauf durch Kinder und Jugendliche erfährt, momentan aber auf Grund gravierender Schäden (durch Nutzung und Wetter) nicht mehr komplett befahrbar ist. Das sozialpädagogische Mitarbeiterteam des Jugendtreffs HOUSE6 Cloud Eilenburg steht aufgrund seiner örtlichen Nähe zum Skate-Park im täglichen Kontakt und Austausch mit den jugendlichen Nutzerinnen und Nutzern und bietet im Rahmen mobiler Jugendsozialarbeit die Begleitung der Jugendlichen in diversen Prozessen an.

Der Jugendtreff HOUSE6 Cloud Eilenburg möchte gemeinsam mit den Jugendlichen die dringend nötigen Reparaturmaßnahmen an dem Skatepark planen und umsetzen. Darüber hinaus möchte er weitere Jugendliche für das Skaten gewinnen und dafür Sicherheits-, Grundlagen-, Bewegungs- und Geschicklichkeits-Workshops anbieten.

Die Entwicklung von Achtsamkeitskursen für Jugendliche bundesweit

Achtsamkeitstrainings beeinflussen und unterstützen Jugendliche nachhaltig, u. a. bei der Stärkung ihrer Konzentrationsfähigkeit und ihres Selbstbewusstseins sowie bei der Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation. Insbesondere in Bezug auf die psychisch und sozio-emotional belastenden Folgen der anhaltenden Corona-Krise sollen sich Achtsamkeitsübungen im Rahmen der DRK-Schul- und Jugendsozialarbeit sowie stationären Jugendhilfe positiv auf die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden von Jugendlichen auswirken.

*Coca-Cola Europacific Partner Deutschland GmbH

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News Corona Jugendliche Deutschland
news-4954 Tue, 23 Nov 2021 13:21:40 +0100 Einladung: Digitaler Mittagstalk zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/einladung-digitaler-mittagstalk-zum-welt-aids-tag-am-1-dezember/ Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2021 laden das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Deutsche Aidshilfe sowie die Unternehmen SAP und IBM um 13.00 Uhr zu einem einstündigen Mittagstalk rund um das Thema HIV ein. Die digitale Veranstaltung geht auf die Initiative #positivarbeiten zurück. Es handelt sich dabei um ein Programm, das aktiv der Diskriminierung HIV-positiver Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgegenwirkt und Unternehmen aufruft, sichtbare Vorbilder bei der Unterstützung von Beschäftigten mit HIV zu sein. Das #positivarbeiten-Projekt wurde im Juni 2019 zunächst in Deutschland gestartet und maßgeblich vom DRK als einer der Erstunterzeichner unterstützt. Nach und nach wurde die Initiative auch auf andere Länder (zum Beispiel Österreich, USA) ausgeweitet und ist mittlerweile global aktiv.

An der Talkrunde werden DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön, Silke Eggers, Projektleiterin Deutsche Aidshilfe, Christian Noll, Geschäftsführer IBM Consulting DACH, Axel Wedler, Senior Manager IBM Consulting sowie Sabrina Dick, Director Human Resources SAP für CEE und Jörg Beißel, Senior Facility Specialist SAP teilnehmen.

Sie werden die Initiative näher vorstellen und Einblicke rund um das Thema HIV sowie persönliche Erlebnisse teilen. Im Vorfeld können Sie sich gerne auf der offiziellen Webseite www.positiv-arbeiten.de informieren.

Unter diesem Link kann der Mittagstalk am 1. Dezember um 13 Uhr per Livestream verfolgt werden:
http://ibm.biz/positivarbeiten_DRK_Mittagstalk

#positivarbeiten - DRK Mittagstalk am Welt-Aids-Tag
Hosted by Lisa Beckenberger
Wednesday, Dec 1, 2021 7:00 am | 1 hour | (UTC-05:00) Eastern Time (US & Canada)
Event number: 145 925 7848
Event password: gVJ4z62CXDA (48549622 from phones)

Join by phone
1-844-531-0958 United States Toll Free
1-669-234-1178 United States Toll
Access code: 145 925 7848

Kontakt-Email: Lisa.Beckenberger(at)ibm(dot)com

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Presse
news-4952 Sat, 20 Nov 2021 11:05:00 +0100 Gerda Hasselfeldt als DRK-Präsidentin wiedergewählt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/gerda-hasselfeldt-als-drk-praesidentin-wiedergewaehlt/ Die 70. Ordentliche Bundesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat am Samstag, 20. November 2021, in Berlin die bisherige Präsidentin Gerda Hasselfeldt einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. „Ich werde auch in Zukunft alles daransetzen, dass das Ehrenamt in unserer Gesellschaft einen größeren Stellenwert erhält. Die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe im Sommer haben gezeigt, dass der Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Deutschland unverzichtbar ist. Dieses Engagement verdient unseren allergrößten Respekt“, sagte Hasselfeldt. Die ehemalige Politikerin ist seit Dezember 2017 ehrenamtliche Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes. DRK-Generalsekretär Christian Reuter wies in seiner Rede darauf hin, dass das Deutsche Rote Kreuz angesichts der beispiellosen Zerstörungen durch die Flutkatastrophe auch in den nächsten Wochen und Monaten in den hauptsächlich betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen aktiv bleiben werde. Der Wiederaufbau der Infrastruktur werde dort voraussichtlich Jahre in Anspruch nehmen.

Bei der Tagung wurde das komplette Präsidium der größten deutschen Hilfsorganisation neu gewählt. Im Amt bestätigt wurden DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön, Bundesschatzmeister Dr. Norbert C. Emmerich, Martin Bullermann als Bundesbereitschaftsleiter, Andreas Paatz als Bundesleiter Wasserwacht und Prof. Dr. Volker Lischke als Vertreter der Bergwacht. Neue DRK-Vizepräsidentin ist Ulrike Würth. Marcel Bösel wurde als Bundesleiter Jugendrotkreuz, Prof. Dr. Bernd W. Böttiger als Bundesarzt und Dr. Dieter Weingärtner als Bundeskonventionsbeauftragter neu in das Führungsgremium gewählt. Dem Präsidium gehört weiterhin Gabriele Müller-Stutzer, Generaloberin und Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK, an. Als Vorsitzender des DRK-Präsidialrates vertritt künftig Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, die Mitgliedsverbände im DRK e.V.

Für ihr ehrenamtliches Engagement zeichnete DRK-Präsidentin Hasselfeldt am Vorabend der Bundesversammlung Monika Kelting aus Hamburg, Frank Langer aus Mülheim an der Ruhr und Wolfgang Reitsch aus Brandenburg an der Havel mit der Dankmedaille des DRK-Generalsekretariats aus. Die Auszeichnung erhielten auch die scheidenden Präsidiumsmitglieder Eberhard Desch, Marcus Janßen, Dr. Gabriele Kriese, Dr. Bruno Most und Prof. Dr. Peter Sefrin.

Fotos von der Veranstaltung können Sie kostenlos unter www.drk-mediendatenbank.de herunterladen.

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Presse
news-4951 Mon, 15 Nov 2021 10:03:41 +0100 Polen und Litauen: Rotes Kreuz leistet Hilfe für Migranten an der Grenze zu Belarus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/polen-und-litauen-rotes-kreuz-leistet-hilfe-fuer-migranten-an-der-grenze-zu-belarus/ Immer mehr Menschen, die versuchen, von Belarus über die Grenze zu Polen, Litauen und anderen Nachbarländern in die EU zu gelangen, stranden im Grenzgebiet an der EU-Außengrenze. Ohne Zugang zur Grundversorgung sind sie dort auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seine Schwestergesellschaften, das Polnische Rote Kreuz und das Litauische Rote Kreuz, mit Hilfsgütern für Aufnahmezentren. "Die Menschen brauchen Nahrung, Zugang zu medizinscher Versorgung, Hygieneartikel und Kleidung," sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das DRK unterstützt Aufnahmezentren des Polnischen Roten Kreuzes unter anderem mit 200 Hygiene-Kits sowie je 1000 Kleidungs-Sets, Wärmedecken, Schlafsäcken und medizinischer Ausrüstung. Dem Litauischen Roten Kreuz werden 1000 Hygiene-Kits, medizinische Ausrüstung und Material zur Psychosozialen Versorgung, wie Spiel- und Betreuungsmaterial für Kinder, zur Verfügung gestellt.

Viele der Menschen sind Schutzbedürftige aus von Krisen und Konflikten betroffenen Ländern, darunter besonders gefährdete Gruppen wie Schwangere und Minderjährige ohne Begleitung. Ohne Grundversorgung und bei nächtlichen Minusgraden harren sie in Zelten im Grenzgebiet aus. Einige leiden bereits an Unterkühlung und Erschöpfung. Angesichts der sich zuspitzenden Situation, ruft die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) dazu auf, humanitären Organisationen Zugang zu den Betroffenen in der Grenzregion zu gewähren. „Wir sind besorgt über die prekäre Lage. Die Menschen müssen, unabhängig von ihrem Rechtsstatus, Zugang zu humanitärer Hilfe und Schutz haben,“ so Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Flüchtlingshilfe

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Presse Auslandshilfe Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Migration Polen Weißrussland
news-4948 Mon, 18 Oct 2021 09:28:43 +0200 DRK: In Flutregion im kommenden Winter besondere Hilfe notwendig https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-in-flutregion-im-kommenden-winter-besondere-hilfe-notwendig/ Die von der Flutkatastrophe Mitte Juli betroffenen Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stehen im kommenden Winter nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor großen Herausforderungen. „Die öffentliche Infrastruktur, das reicht von der Abwasserentsorgung bis zum Gesundheitswesen, ist in weiten Teilen noch nicht intakt. In vielen Wohnhäusern fehlt es für die kalte Jahreszeit an Heizmöglichkeiten, zahlreiche Häuser sind noch unbewohnbar. Wir werden die betroffenen Menschen in den bevorstehenden Wintermonaten nicht allein lassen und weiter helfen, wo wir können“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das DRK wird verstärkt Bautrockner und Heizlüfter ausgeben und seine Beratungstätigkeit ausbauen. Im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen installierte der DRK-Kreisverband mobile Beratungsstellen sowie ein Beratungscenter, das niedrigschwellige Unterstützung vermittelt. In Bad Neuenahr-Ahrweiler hat ein Beratungs- und Servicecenter des DRK-Kreisverbandes mit Unterstützung des DRK-Generalsekretariats und des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz seinen Betrieb aufgenommen. Dort wird Beratung für Finanzhilfen, aber auch psycho-soziale Betreuung angeboten. Der Landesverband Rheinland-Pfalz will zudem bald mobile Berater einsetzen. Immer noch fließen vielerorts Abwässer ungereinigt in die Ahr. Neben der Kläranlage in Mayschoß, die Ende August in Betrieb ging, plant das DRK zwei weitere Anlagen in der Region. „Wir gehen davon aus, dass der Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur vor allem im schwer betroffenen Ahrtal noch Jahre in Anspruch nehmen wird“, sagt Hasselfeldt.

Die DRK-Präsidentin lobt den Einsatz der vielen Freiwilligen und die große Spendenbereitschaft. Beim DRK seien bisher 53 Millionen Euro an Spenden eingegangen. In den vergangenen drei Monaten habe das DRK im Ahrtal 2,7 Millionen Liter Trinkwasser verteilt und 933.000 Mahlzeiten ausgeliefert. Als sehr erfolgreich wertet sie den Einsatz von vier mobilen Arztpraxen, davon drei in Rheinland-Pfalz und eine in Nordrhein-Westfalen. Diese hätten jedoch bei weitem nicht ausgereicht. Die Anzahl solcher mobiler Arztpraxen müsse auf mindestens 20 bundesweit ausgebaut werden. Außerdem sei der rasche Ausbau der Zivilschutzreserve des Bundes notwendig. So schnell wie möglich müsse das Konzept von zehn Logistikzentren bundesweit zur Betreuung von insgesamt 50.000 Menschen in Krisenfällen umgesetzt werden.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4947 Thu, 30 Sep 2021 18:30:00 +0200 DRK bietet Anlaufstelle im Beratungscenter Ahr https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-bietet-anlaufstelle-im-beratungscenter-ahr/ Kostenfreie und unbürokratische Hilfe: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit dem DRK-Beratungs- und Servicecenter Ahr eine zentrale Anlaufstelle für die vom Hochwasser betroffenen Menschen der Region eingerichtet. Ein breit aufgestelltes Team unterstützt vor Ort für die kommenden Monate in unterschiedlichen Bereichen. Angeboten werden etwa soziale Beratungen, Antragshilfen oder die Beratung bei Fördermittelanträgen und sozialrechtlichen Leistungen. Zudem unterstützen die DRK-Helferinnen und Helfer bei der Vermittlung von Ansprechpartnern für Versicherungen, Behörden oder für eine psychologische Begleitung. Kontakte zur Schuldnerberatung oder zu Scouts für die Bedarfsermittlung können ebenfalls vermittelt werden. Für die Angebote arbeiten die Akteure vor Ort eng zusammen.

„Es ist die Aufgabe der Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die Menschen in den vom Hochwasser gezeichneten Regionen auch in den kommenden Monaten bestmöglich zu unterstützen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Dazu gehören auch ein gutes Gespräch und die Möglichkeit, den Menschen in Ruhe zuzuhören.“

In das Beratungs- und Servicecenter Ahr integriert sind ein Waschsalon, eine Ausgabe für Hilfsmittel, ein Spielbereich für Kinder und eine Café-Ecke, die den Menschen Raum für Gespräche gibt. „Der oft stark reduzierte Kontakt alleinlebender, älterer oder beeinträchtigter Menschen führt dazu, dass der soziale, medizinische und pflegerische Bedarf nicht rechtzeitig erkannt wird. Auch Kinder und Jugendliche müssen die belastenden Ereignisse verarbeiten,“ sagt Achim Haag, Präsident des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler. Der Verband betreibt die Einrichtung mit Unterstützung des DRK-Generalsekretariats und des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Das Beratungs- und Servicecenter Ahr ist eine durch Bürocontainer realisierte temporäre Erweiterung der zentralen DRK-Kreisgeschäftsstelle. Das Angebot ist zunächst bis Ende 2022 geplant.

Der Kontakt erfolgt über den Kreisverband Ahrweiler:
Telefon: 02641/ 97800, E-Mail: d.blumenberg(at)kv-ahrweiler.drk(dot)de

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Hochwasser

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4946 Wed, 29 Sep 2021 09:04:33 +0200 DRK stellt Beratungszentrum in Bad Neuenahr-Ahrweiler vor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-stellt-beratungszentrum-in-bad-neuenahr-ahrweiler-vor/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Ahrweiler stellt das stationäre „Beratungs- und Servicecenter Ahr“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) vor. Von dort aus wird ein multiprofessionelles Team regional und mobil die Bürger in verschiedenen Bereichen unterstützen. Die DRK-Helferinnen und Helfer beraten etwa bei der Beantragung von Fördermitteln und sozialrechtlichen Leistungen, vermitteln Ansprechpartner von Versicherungen, Behörden oder für eine psychologische Begleitung. In das Zentrum integriert wird zudem eine Hilfsmittelausgabestelle, ein Waschsalon, eine Café- und Spielecke für Kinder. Das DRK-Beratungs- und Servicezentrum ist eine durch mehrere Bürocontainer realisierte temporäre Erweiterung der zentralen DRK-Kreisgeschäftsstelle. Es ergänzt das bisherige Unterstützungsangebot wie etwa die Bereitstellung von Ersatzstromerzeugern, einer mobilen Kläranlage in Mayschoß, die Trinkwasseraufbereitung oder die Verpflegung von Bewohnerinnen und Bewohner und Helfenden.

Das DRK- Beratungs- und Servicezentrum Ahr wird am Donnerstag, 30. September 2021, vorgestellt. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Ort: 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ahrweiler Straße 1 (an der DRK-Kreisgeschäftsstelle)
Zeit: Donnerstag, 30. September 2021, 15:00 Uhr
Ansprechpartner vor Ort: Thorsten Trütgen (Kontakt: 02641 - 97 80 45)
Anwesende: Bürgermeister Ahrweiler, Vertretung des Landrats und die Leitung des Fachbereichs der Kreisverwaltung, die Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie die Vorsitzenden der DRK-Ortsvereine sowie Vertreter der DRK-Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4945 Mon, 27 Sep 2021 09:14:48 +0200 JRK-Bundeskonferenz 2021: Jugendrotkreuz wählt jüngste Bundesleitung seiner Geschichte https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jrk-bundeskonferenz-2021-jugendrotkreuz-waehlt-juengste-bundesleitung-seiner-geschichte/ Das Jugendrotkreuz (JRK) hat im Rahmen seiner jährlich stattfindenden Bundeskonferenz am Sonntag in Königslutter/Niedersachsen seine ehrenamtliche Bundesleitung neu gewählt. Als Ergebnis übernimmt nun die jüngste JRK-Bundesleitung der Verbandsgeschichte die Verantwortung für die strategische Ausrichtung des eigenständigen Jugendverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Nach vier Jahren als Stellvertretender Bundesleiter möchte ich mich herzlich für das Vertrauen bedanken, das mir die Delegierten im Namen der 140.000 Mitglieder unseres Verbandes ausgesprochen haben. Gemeinsam mit meinem neu gewählten Bundesleitungs-Team möchte ich mich nun an vorderster Stelle für die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen einsetzen und die Arbeit unseres Jugendverbandes voranbringen.“ sagt Marcel Bösel (23 Jahre, LV Oldenburg), neu gewählter JRK-Bundesleiter. „Ich gratuliere Marcel Bösel ganz herzlich, mit ihm hat das Jugendrotkreuz eine tolle Wahl getroffen. Auch freue ich mich sehr, dass die Nachwuchsarbeit und die Förderung junger ehrenamtlicher Leitungskräfte sichtbar Früchte trägt und nun die jüngste JRK-Bundesleitung in der Geschichte des Verbandes ins Amt gehoben wurde – ein weitreichendes Signal für die Beteiligung junger Menschen.“ sagt Marcus Janßen, bisheriger JRK-Bundesleiter, der nach acht Jahren im Amt nicht wieder zur Wahl angetreten war.

Neben Marcel Bösel wählte die JRK-Bundeskonferenz seine Stellvertreterinnen Alina Diribas (28, LV Bayern), Franziska Lachmann (25, LV Niedersachsen), Gina Penz (30, LV Nordrhein) und Laura Schaudel (18, LV Hessen) in die JRK-Bundesleitung. Mit einem Altersdurchschnitt unter 25 Jahren ist die neue Bundesleitung die jüngste in der Geschichte des Jugendrotkreuzes. Diese Wahl zeigt: Junge Menschen engagieren sich nicht nur ehrenamtlich vor Ort, sie übernehmen auch Verantwortung auf höherer Ebene.

Als bundesweit aktiver Jugendverband setzt sich das Deutsche Jugendrotkreuz für die Interessen junger Menschen ein. Hier finden Kinder und Jugendliche ein breites Beteiligungs- und Bildungsangebot, um sich selbst auszuprobieren und selbstbestimmt zu agieren.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz sowie zur JRK-Bundeskonferenz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, JRK-Bildungsreferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (m.wuerdig[at]drk.de, 030/85404-123).

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Presse Jugendrotkreuz
news-4943 Wed, 15 Sep 2021 12:00:00 +0200 Auszeichnung: DRK-Medienpreis wird zum 15. Mal vergeben https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/auszeichnung-drk-medienpreis-wird-zum-15-mal-vergeben/ Die Sieger des bundesweit ausgeschriebenen DRK-Medienpreises des Kreisverbandes Bremen für das Jahr 2021 stehen fest. Aus den 258 Einsendungen wählte die unabhängige Jury Beiträge aus, die aktuelle sozialpolitische Themen beleuchten und Menschen zeigen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Die Preisträger und ihre Arbeiten werden im Rahmen eines Festaktes im Beisein von DRK-Ehrenpräsident Dr. Rudolf Seiters und dem Bremer Bürgerschaftspräsidenten Frank Imhoff in Bremen vorgestellt. Die Veranstaltung findet am 21. September 2021 im Haus der bremischen Bürgerschaft, Am Markt 20, in Bremen statt. Durch den Abend führt die TV-Moderatorin Kirsten Rademacher.

Für ihre herausragenden Arbeiten erhalten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2021:

Print: Vivian Pasquet mit dem Beitrag „Den Feind im Nacken“ im Magazin GEO vom August 2020.

Hörfunk: Jens Schellhass mit dem Beitrag „Pflege ohne Nähe“ ein ARD Radio-Feature auf Radio Bremen 2 vom 26. September 2020.

Fernsehen: Sherry Hormann mit dem Beitrag „Nur eine Frau“ im RBB und ARD vom 29. Januar 2020.

Sonderpreis - Digitale Medien: Eva Anna Achinger, Ann-Kathrin Wetter und Katrin Langhans mit dem Beitrag „Riskante Dosis“, auf BuzzFeed, BR-Recherche, Report München vom 16. Dezember 2020.

Zum 15. Mal würdigt der DRK-Kreisverband Bremen mit dem DRK-Medienpreis journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Die Preise in den drei Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen sind mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Hinzu kommt das Preisgeld in Höhe von 3.300 Euro für den Sonderpreis „Digitale Medien“. Der DRK-Medienpreis 2021 wird unterstützt von der AOK und dem DIAKO Bremen. Den Sonderpreis stiftet die Sparkasse Bremen.

Wir laden alle Medienvertreter*innen recht herzlich zur Berichterstattung ein.

Die Anmeldung erfolgt über den Ansprechpartner für den DRK-Medienpreis in Bremen: Lübbo Roewer, Telefon 0421 3403159, roewer(at)drk-bremen.de.

Mehr Informationen: http://www.drk-medienpreis.de

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Presse
news-4942 Fri, 10 Sep 2021 09:29:37 +0200 Verpflegungszentrum Landkreis Ahrweiler: DRK übergibt Essensversorgung an lokale Gastronomen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/verpflegungszentrum-landkreis-ahrweiler-drk-uebergibt-essensversorgung-an-lokale-gastronomen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird ab morgen, Sonnabend, die Essensversorgung im Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, an regionale Anbieter übergeben. „Das ist ein wichtiger Schritt, um lokale Gastronomen zu stärken und ihnen neue Perspektiven zu geben“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. Die zentrale Essensversorgung durch das DRK wird durch eine dezentrale Versorgung vor Ort ersetzt. Das Angebot der Essensausgabe bleibt dabei vollumfänglich und am gleichen Standort erhalten. Auch das DRK bleibt weiterhin vor Ort. „Der Unterstützungsbedarf ist nach wie vor hoch“, sagt Reuter. Bürgermeister und Helferstab haben mit den Gastronomen vor Ort Vorschläge zur Versorgung erarbeitet und abgestimmt. So können auch Gastronomen eingebunden werden, die selbst von dem Hochwasser betroffen sind.

In Bad Neuenahr organisieren die DRK-Helferinnen und -Helfer weiterhin die Logistik der Essensausgaben. So stellt das DRK in Bad Neuenahr Zelte, Bänke und Tische zur Verfügung. Wie bisher werden der Transport und die Ausgabe in Bad Neuenahr vom Deutschen Roten Kreuz übernommen. In Bad Neuenahr-Ahrweiler wird die Essensausgabe künftig zwischen 13 und 15 Uhr erfolgen. Die Zeiten an den anderen Ausgabestellen verändern sich nicht.

An allen Versorgungsstellen werden warme Mittagsmahlzeiten ausgegeben. Dort, wo die lokalen Selbstversorgungsstrukturen noch nicht funktionieren, werden zusätzlich Mahlzeiten (Kaltverpflegung) für morgens und abends ausgegeben. Derzeit gibt es insgesamt 29 Verpflegungsstationen entlang der Ahr mit aktuell rund 40 Ausgabestationen. Alle Standorte der Essensausgaben bleiben unverändert.

Das DRK bittet weiterhin um Spenden für die betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4940 Wed, 01 Sep 2021 13:32:08 +0200 Kläranlage https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/klaeranlage/ news-4939 Wed, 01 Sep 2021 13:02:13 +0200 Presseeinladung: DRK nimmt Kläranlage in Mayschoß in Betrieb https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-drk-nimmt-klaeranlage-in-mayschoss-in-betrieb/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat eine temporäre Kläranlage in Mayschoß im Kreis Ahrweiler in Betrieb genommen. „Damit wird die Abwasseraufbereitung in Mayschoß für zwei Jahre gesichert“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Durch das Hochwasser Mitte Juli wurden viele Klärwerke zerstört. Derzeit fließt ein Großteil des Abwassers ungeklärt in die Ahr. Mit der Kläranlage soll die Ausbreitung von Krankheiten und Umweltschäden gemindert werden. „Das ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu ein bisschen mehr Normalität in dieser Region“, sagt Reuter. Die Kläranlage besteht aus sieben Tanks mit einem Fassungsvermögen von 334.500 Litern. Es wurden unter anderem Belüfter, Filter und Pumpen installiert. Damit kann das Abwasser der Einwohner in Mayschoß – rund 600 Personen – aufbereitet werden.

Bei Bedarf kann die Anlage erweitert werden. Der Kläranlage wurden Büro- und Laborcontainer aus dem Bestand des Projekts "Labor Betreuung 5.000" zur Verfügung gestellt. In diesem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordinierten Pilotprojekt wird ein Mobiles Betreuungsmodul aufgebaut, in dem bei Bedarf die Grundversorgung von bis zu 5.000 Menschen sichergestellt werden soll. Die nun errichtete Anlage wurde ursprünglich in Koordination mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften für einen Einsatz im Ausland konzipiert. Das DRK hilft darüber hinaus im Ahrtal unter anderem, die vom Hochwasser zerstörten Internetverbindungen für die Bevölkerung wiederherzustellen. Alle Ortschaften zwischen Bad Neuenahr und Altenahr werden durch das DRK inzwischen mit schnellem Internet versorgt.

Die Kläranlage wird am morgigen Donnerstag, 2. September, offiziell in Betrieb genommen. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Ort: 53508 Mayschoß, Rotweinstraße (vor dem Ortseingang Mayschoß)
Zeit: Donnerstag, 2. September 2021, 17.00 Uhr
Ansprechpartner vor Ort: Philipp Köhler (Kontakt: 0171/2 33 33 25)
Anwesende: Cornelia Weigand, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies MDL, Vertreter des DRK

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4938 Fri, 27 Aug 2021 12:03:00 +0200 Internationaler Tag der Vermissten: DRK-Suchdienst erwartet Anstieg der Anfragen zu Afghanistan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/internationaler-tag-der-vermissten-drk-suchdienst-erwartet-anstieg-der-anfragen-zu-afghanistan/ Weltweit werden derzeit nach Angaben des internationalen Suchdienst-Netzwerks der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung mehr als 210.000 Menschen aufgrund von Flucht, Krieg oder Vertreibung vermisst. „Für viele Menschen ist es eine schwere Belastung, nicht zu wissen, was mit ihren vermissten Angehörigen geschehen ist“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Internationalen Tags der Vermissten am 30. August. Beim DRK-Suchdienst seien im vergangenen Jahr insgesamt 1.657 Suchanfragen in der internationalen Suche eingegangen. Hauptschwerpunktländer sind Afghanistan, Somalia, Irak und Syrien. „Aufgrund der aktuellen Ereignisse erwarten wir, dass die Zahl der Suchanfragen mit Bezug auf Afghanistan in den nächsten Wochen deutlich zunehmen wird. Bei Anfragen in unseren Beratungsstellen zur Familienzusammenführung ist schon seit Tagen ein drastischer Anstieg zu verzeichnen“, sagt Hasselfeldt. Durch die Fluchtbewegungen der afghanischen Bevölkerung und den unklaren Fluchtzielen sei es für viele Familien schwer, mit Angehörigen innerhalb des Landes und im Ausland Kontakt zu halten. Das DRK werde in enger Zusammenarbeit mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Rahmen seiner Möglichkeiten alles unternehmen, um vermisste Angehörige zu finden oder den Kontakt wiederherzustellen, sagt Hasselfeldt.

1.657 Suchanfragen sind im Jahr 2020 (2019: 2.083) hinsichtlich der internationalen Suche beim DRK-Suchdienst eingegangen. Viele der Suchanfragen betrafen schon 2020 Menschen in Afghanistan. Zehn Jahre nach Beginn des bewaffneten Syrien-Konflikts betrifft ein Großteil davon auch Vermisste aus Syrien. Weltweit wurden 2020 nach Angaben des IKRK fast 9.500 Personen gefunden, die von ihren Familien aufgrund von Flucht oder Vertreibung vermisst worden waren. Das sind durchschnittlich 26 Personen pro Tag. „Familien, die infolge bewaffneter Konflikte getrennt werden, haben ein Recht zu erfahren, wo sich ihre Angehörigen befinden und was mit ihnen geschehen ist“, sagt Hasselfeldt. Dieses Recht auf Gewissheit sei in einer UN-Resolution vom 11. Juni 2019 einstimmig verabschiedet worden.

Die Klärung der Schicksale von Wehrmachtsangehörigen und Zivilpersonen, die seit dem Zweiten Weltkrieg von ihren Angehörigen vermisst werden, gehört ebenfalls zu den Kernaufgaben des DRK-Suchdienstes. Zu diesen beiden Schicksalsgruppen erreichten den Suchdienst 11.501 Anfragen allein im Jahr 2020 (2019: 10.091) – die allermeisten aus Deutschland, aber auch aus Russland, Österreich, Polen, Norwegen und Australien.

Mehr Infos unter www.drk-suchdienst.de.

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Presse Suchdienst
news-4935 Tue, 24 Aug 2021 15:06:41 +0200 Kreis Ahrweiler: DRK-Verpflegungszentrum liefert 10.000 warme Mahlzeiten täglich https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/kreis-ahrweiler-drk-verpflegungszentrum-liefert-10000-warme-mahlzeiten-taeglich-1/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in der Gemeinde Grafschaft im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ein großes Verpflegungszentrum in Betrieb genommen, das täglich 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete für Betroffene der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli liefern kann. „Wir gehen davon aus, dass das Deutsche Rote Kreuz noch Wochen und Monate in den vom Unwetter betroffenen Gebieten tätig sein wird, um die zerstörte Infrastruktur weitgehend wiederherzustellen. Dazu gehört nicht nur die Verpflegung der Bevölkerung, sondern auch die medizinische und gesundheitliche Betreuung sowie die vollständige Wiederherstellung der Kommunikation, der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das Verpflegungszentrum in Grafschaft wurde am vergangenen Wochenende unter anderem von Helferinnen und Helfern der DRK-Landesverbände Hessen und Bayerisches Rotes Kreuz aufgebaut. Die Essensmahlzeiten werden an circa 15 Ausgabestellen im Landkreis Ahrweiler geliefert.

Insgesamt sind immer noch mehr als 1.400 Helferinnen und Helfer des DRK aus dem ganzen Bundesgebiet in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz – die meisten davon ehrenamtlich. „Wir bleiben vor Ort solange die Menschen unsere Hilfe brauchen“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt.                                               

Weil viele Arztpraxen und Krankenhäuser vom Hochwasser beschädigt oder zerstört wurden, hat das DRK in Nordrhein-Westfalen eine und in Rheinland-Pfalz drei mobile Arztpraxen zur Verfügung gestellt. Durch das DRK werden allein im Ahrtal täglich bis zu 140.000 Liter Trinkwasser in den betroffenen Orten ausgegeben. Außerdem werden zahlreiche Stromaggregate und Bautrockner zur Verfügung gestellt und Hygieneartikel verteilt. Geplant ist außerdem die Inbetriebnahme einer Kläranlage.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse Hochwasser/Überschwemmungen
news-4934 Tue, 24 Aug 2021 10:46:21 +0200 DRK-Spendenaufruf: Humanitäre Lage in Afghanistan katastrophal https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-spendenaufruf-humanitaere-lage-in-afghanistan-katastrophal/ Die humanitäre Lage in Afghanistan ist besorgniserregend: Die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten, Covid-19, ein geschwächtes Gesundheitssystem und nicht zuletzt der aktuelle politische Konflikt haben die Situation in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert. Rund 11 Millionen Menschen sind von akuter Lebensmittelknappheit betroffen – fast ein Drittel der Bevölkerung. Aufgrund des Konflikts haben allein in diesem Jahr mehr als 390.000 Afghaninnen und Afghanen ihr Zuhause verlassen und suchen innerhalb des Landes Schutz, mehr als 18 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bittet um Spenden für die Betroffenen. „Wir sehen ein Land, ohnehin schon eines der ärmsten weltweit, in großer Not. Es fehlt an allem, die Verzweiflung ist riesig. Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung tut auch in dieser schwierigen Situation alles, um den Menschen vor Ort zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die Schwestergesellschaft des DRK, der Afghanische Rote Halbmond (ARCS), unterstützt die von diesen multiplen Krisen besonders betroffenen Menschen auf vielfältige Weise. Mit Unterstützung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) werden finanzielle Mittel bereitgestellt, um Lebensmittel zu kaufen und Nutzpflanzen zu säen. Zudem sichern Helferinnen und Helfer des ARCS in fast 150 mobilen und stationären Gesundheitseinrichtungen die medizinische Grundversorgung auch in entlegenen Gegenden. Der aktuelle Konflikt erschwert die humanitäre Arbeit, da Infrastruktur und Wasserversorgung vielerorts beschädigt sind und auch Gesundheitseinrichtungen sowie Personal gezielt angegriffen wurden. Trotzdem werden die oft ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiterhin ihrer Arbeit nachgehen. „Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung. Dadurch hat sie eine große Akzeptanz bei allen Akteuren und kann Zugang zu den notleidenden Menschen erlangen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. So konnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) allein in der ersten Hälfte des Jahres in rund 400 Gesundheitseinrichtungen fast 50.000 Personen – die Hälfte davon Frauen und Kinder – mit Waffenverletzungen versorgen und wird dies auch weiterhin tun.

Das DRK unterstützt seit mehreren Jahren seine Schwestergesellschaften in Pakistan, Tadschikistan und Iran, wo sich seit Jahren viele geflüchtete Menschen aus Afghanistan aufhalten.

Das DRK bittet um Spenden für die afghanischen Menschen.
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afghanistan

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Presse Afghanistan
news-4933 Fri, 20 Aug 2021 09:49:36 +0200 Einladung zur Pressekonferenz am 27. August: DRK-Suchdienst zieht Bilanz zum Internationalen Tag der Vermissten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/einladung-zur-pressekonferenz-am-27-august-drk-suchdienst-zieht-bilanz-zum-internationalen-tag-der-vermissten/ Den DRK-Suchdienst erreichen jährlich über 1.500 Suchanfragen von Menschen, die auf der Flucht nach Europa von ihren Familienangehörigen getrennt wurden. Anlässlich des Internationalen Tages der Vermissten (30. August) möchte der DRK-Suchdienst am 27. August 2021 im Rahmen einer Pressekonferenz mit DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt und DRK-Generalsekretär Christian Reuter Bilanz ziehen. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Lage afghanischer Flüchtlinge und die Situation jener Familien, die aufgrund des seit zehn Jahren andauernden Syrien-Konflikts auseinandergerissen wurden. Pressekonferenz zum Internationalen Tag der Vermissten am
Freitag, den 27. August 2021, 10.00 Uhr

Ort: Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Teilnehmer der Pressekonferenz:
• Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes
• Christian Reuter, DRK-Generalsekretär
• Dorota Dziwoki, Leiterin Suchdienst-Leitstelle im DRK-Generalsekretariat
• Martin Schüepp, Regionaldirektor für Europa/Zentralasien beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Genf
• Moderation: Dr. Dieter Schütz, DRK-Pressesprecher

Fallbeispiele:
Zehn Jahre nach Ausbruch des Syrien-Konflikts werden zwei syrische Familien (eine aus Schleswig-Holstein, die andere aus Nordrhein-Westfalen), die der DRK-Suchdienst seit vielen Jahren begleitet, ihre Erfahrungen über Flucht, Herausforderungen der Familienzusammenführung und die Suche nach Angehörigen schildern.

Eine kurze Voranmeldung wird aufgrund der Corona-Pandemie erbeten an Anett Stefanov, a.stefanov(at)drk(dot)de.

Medienvertreter müssen einen Impfnachweis oder einen Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen.

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Presse Suchdienst
news-4930 Sat, 14 Aug 2021 10:06:00 +0200 Baderegeln beachten: DRK warnt vor Badeunfällen und gibt wichtige Tipps https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/baderegeln-beachten-drk-warnt-vor-badeunfaellen-und-gibt-wichtige-tipps/ Die Badesaison ist in vollem Gange und mit ihr mehren sich auch die Berichte über teils tödliche Badeunfälle. „Viele Menschen verbringen ihre Sommerferien aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr in Deutschland. Dabei ist es besonders wichtig, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen“, warnt Andreas Paatz, Bundesleiter Wasserwacht beim Deutschen Roten Kreuz, und gibt wichtige Tipps: 1. Unter Aufsicht baden

„Die meisten Badeunfälle hängen mit Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit und Leichtsinn zusammen und passieren in natürlichen Gewässern wie Meeren, Seen und Flüssen. Diese sind nicht immer durch eine Badeaufsicht bewacht; wir appellieren daher an alle, nur an gesicherten Badestellen ins Wasser zu gehen.

2. Baderegeln beachten

Niemals allein ins Wasser gehen, sondern mindestens zu zweit. Vorher abkühlen, nie mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss baden. Andere nicht schubsen oder untertauchen, nie in unbekanntes oder trübes Gewässer springen. Absperrungen und Bojen beachten, Booten nicht zu nah kommen.

3. Auf Kinder achten

Eltern sollten ihre Kinder niemals aus den Augen lassen. Als schwimmfähig gilt erst, wer mindestens das Schwimmabzeichen Bronze hat, alle anderen sollten nicht weiter als knietief ins Wasser gehen. Hilfsmittel wie Schwimmflügel sind kein Ersatz für den Schwimmunterricht oder die Badeaufsicht. Die Wasserwacht bietet deutschlandweit Schwimmkurse an.

4.   Im Notfall schnell handeln

Wer eine Person sieht, die zu ertrinken droht, sollte laut um Hilfe rufen, die Badeaufsicht informieren und einen Notruf absetzen. Ist ein Rettungsring vorhanden, vom sicheren Standort ins Wasser werfen. Muss man zur Rettung selbst ins Wasser springen, dann wenn möglich nur mit Hilfsmittel (z. B. Rettungsring, Holzbrett). Wer beim Baden selbst in Gefahr gerät, etwa durch Strömung, sollte sich sofort auf den Rücken legen und mit der Strömung treiben lassen. So bleiben die Atemwege frei und der Körper bekommt Auftrieb. Machen Sie durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam, sonstige Bewegungen vermeiden. Versuchen Sie niemals, gegen die Strömung anzuschwimmen, sondern in größerem Bogen an Land zu gelangen.“

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

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Presse Wasserwacht
news-4929 Fri, 13 Aug 2021 12:11:34 +0200 Nachruf: DRK trauert um Präsidiumsmitglied Professor Stefan Goßner https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nachruf-drk-trauert-um-praesidiumsmitglied-professor-stefan-gossner/ Das Deutsche Rote Kreuz trauert um das ehemalige Präsidiumsmitglied und Ehrenmitglied der BRK-Wasserwacht, Professor Stefan Goßner, der in der Nacht zum 11. August im Alter von 80 Jahren verstorben ist. „Stefan Goßner hat sich den Großteil seines Lebens mit vollem Herzen im DRK engagiert. Als Mitglied im Präsidium und Bundesleiter der Wasserwacht hat er das DRK auf Bundes- und Landesebene nachhaltig geprägt. Wir sind ihm für sein außerordentliches Engagement sehr dankbar. Seinen Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden gilt unsere tiefe Anteilnahme“, erklärte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Stefan Goßner war über 64 Jahre aktives Mitglied im DRK und in der BRK-Wasserwacht. Von 2009-2013 war er Bundesleiter der Wasserwacht und vertrat die Wasserwacht im Präsidium. In dieser Funktion hat er die strategische Ausrichtung der Wasserwacht auf Bundesebene entscheidend gestaltet und die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinschaften im DRK vertieft. Als Landesausbilder Rettungsschwimmen und Autor des Lehrbuchs Rettungsschwimmen hat er die Ausbildung unzähliger Menschen geprägt. Für seine herausragenden Verdienste wurde Stefan Goßner mehrfach ausgezeichnet – 2001 erhielt er mit dem DRK-Ehrenzeichen die höchste Auszeichnung im Deutschen Roten Kreuz. 2019 wurde ihm für sein Engagement für die Wasserrettung beim Roten Kreuz in Bayern und auf Bundesebene das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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Presse
news-4928 Wed, 11 Aug 2021 14:35:07 +0200 Nach Hochwasser: DRK baut Kläranlage in Mayschoß https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nach-hochwasser-drk-baut-klaeranlage-in-mayschoss/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) baut in der Gemeinde Mayschoß im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz eine temporäre Kläranlage. Diese soll in den kommenden zwei Jahren die Abwasseraufbereitung im Ahrtal sichern. „Die Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli hat viele Klärwerke im Ahrtal komplett zerstört, der Großteil des Abwassers fließt aktuell ungeklärt in die Ahr, was ein erhebliches Seuchenpotenzial bietet. Ein Wiederaufbau der Infrastruktur wird lange Zeit in Anspruch nehmen. Mit der temporären Kläranlage können wir die Abwasseraufbereitung in der Region nun schnell wiederherstellen. Dadurch wird die Gefahr einer Ausbreitung von Krankheiten und Umweltschäden gemindert – Schritt für Schritt können die betroffenen Menschen somit ein bisschen Normalität zurückgewinnen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die Kläranlage besteht aus sieben Tanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 334.500 Litern. Für die Behandlung von Fäkalschlamm als Teil des Abwasserstroms werden zudem Belüfter, Impulsrührer, ein Labor, eine UV-Desinfektionsanlage sowie Filter und Pumpen installiert. Zunächst kann damit das Abwasser der Bevölkerung in Mayschoß (rund 600 Personen) aufbereitet werden. Die Kläranlage kann bei Bedarf erweitert werden, um noch mehr Haushalte an das Abwassernetz anzuschließen. Die chemisch-biologischen Prozesse sind dieselben wie in jedem normalen Klärwerk. Die in Mayschoß errichtete Kläranlage besteht zudem aus stabilem, katastrophentauglichem Material. „Ursprünglich wurde die Anlage in Koordination mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) für einen Einsatz im Ausland konzipiert. Dass sie nun erstmals im Inland gebraucht werden würde, hätte wohl niemand für möglich gehalten. Das zeigt, dass solche Katastrophen überall auftreten können – auch vor der eigenen Haustür“, sagt Hasselfeldt. Finanziert wurden die Kläranlagemodule im Wert von 400.000 Euro vom Auswärtigen Amt, das das DRK normalerweise bei der humanitären Hilfe im Ausland unterstützt. Um wieder für die Auslandsarbeit einsatzklar zu sein, wird die komplexe Anlage nun aus den eingehenden Spenden nachbeschafft.

Nach der Hochwasser-Katastrophe halten die Hilfsmaßnahmen des DRK in den betroffenen Gebieten an. Insgesamt sind immer noch mehr als 1.200 Helferinnen und Helfer des DRK aus dem ganzen Bundesgebiet in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz – die meisten davon ehrenamtlich.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Deutschland Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen
news-4926 Tue, 03 Aug 2021 09:08:16 +0200 Kreis Ahrweiler: DRK-Verpflegungszentrum liefert 10.000 warme Mahlzeiten täglich https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/kreis-ahrweiler-drk-verpflegungszentrum-liefert-10000-warme-mahlzeiten-taeglich/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in der Gemeinde Grafschaft im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ein großes Verpflegungszentrum in Betrieb genommen, das täglich 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete für Betroffene der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli liefern kann. „Wir gehen davon aus, dass das Deutsche Rote Kreuz noch Wochen und Monate in den vom Unwetter betroffenen Gebieten tätig sein wird, um die zerstörte Infrastruktur weitgehend wiederherzustellen. Dazu gehört nicht nur die Verpflegung der Bevölkerung, sondern auch die medizinische und gesundheitliche Betreuung sowie die vollständige Wiederherstellung der Kommunikation, der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das Verpflegungszentrum in Grafschaft wurde am vergangenen Wochenende unter anderem von Helferinnen und Helfern der DRK-Landesverbände Hessen und Bayerisches Rotes Kreuz aufgebaut. Die Essensmahlzeiten werden an circa 15 Ausgabestellen im Landkreis Ahrweiler geliefert.

Insgesamt sind immer noch mehr als 1.400 Helferinnen und Helfer des DRK aus dem ganzen Bundesgebiet in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz – die meisten davon ehrenamtlich. „Wir bleiben vor Ort solange die Menschen unsere Hilfe brauchen“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt.

Weil viele Arztpraxen und Krankenhäuser vom Hochwasser beschädigt oder zerstört wurden, hat das DRK in Nordrhein-Westfalen eine und in Rheinland-Pfalz drei mobile Arztpraxen zur Verfügung gestellt. Durch das DRK werden allein im Ahrtal täglich bis zu 140.000 Liter Trinkwasser in den betroffenen Orten ausgegeben. Außerdem werden zahlreiche Stromaggregate und Bautrockner zur Verfügung gestellt und Hygieneartikel verteilt. Geplant ist außerdem die Inbetriebnahme einer Kläranlage.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
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Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen
news-4925 Mon, 02 Aug 2021 12:28:06 +0200 Jahrestag der Explosion in Beirut am 4. August - DRK: Kein Ende der schweren Krise im Libanon in Sicht https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jahrestag-der-explosion-in-beirut-am-4-august-drk-kein-ende-der-schweren-krise-im-libanon-in-sicht/ Ein Jahr nach der verheerenden Explosion in Beirut am 4. August 2020 verschlechtert sich die Lage im Land zusehends. „Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon könnte laut Prognosen der Weltbank global betrachtet eine der schwersten seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden. Mindestens die Hälfte der libanesischen Bevölkerung lebt inzwischen unterhalb der Armutsgrenze, die Mittelschicht schwindet, unzählige Menschen haben infolge der Hyperinflation ihr gesamtes Erspartes verloren. Benzin, Medikamente, medizinische Versorgung und Grundnahrungsmittel werden für den Großteil der Bevölkerung zusehends unerschwinglich. Umso bedeutsamer ist es, lebenswichtige Infrastruktur wie den Rettungsdienst und das Blutbankwesen im Land aufrechtzuerhalten. Unsere Schwestergesellschaft, das Libanesische Rote Kreuz, deckt 80 Prozent des Rettungsdienstes ab. Wir als DRK unterstützen sie dabei seit Jahren und auch weiterhin“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Nach einem krisengeschüttelten Jahr 2020 erfasste den Libanon gleich zu Beginn dieses Jahres die zweite Corona-Welle. Das Libanesische Rote Kreuz hat es trotz immenser Finanzierungslücken geschafft, den Rettungsdienst weiter aufrechtzuerhalten und zusätzlich den Transport aller Covid-19-Patienten zu bewerkstelligen. Allein das zeigt, wie unverzichtbar die Arbeit unserer Schwestergesellschaft ist“, betont Reuter.

Nur wenige Tage nach der Explosion in Beirut hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit Unterstützung des Auswärtigen Amts 43 Tonnen Hilfsgüter im Wert von 1,2 Millionen Euro in die libanesische Hauptstadt geflogen, darunter Erste-Hilfe-Sets, Küchenutensilien, Hygienepakete, medizinische Hilfsgüter und Covid-19-Schutzausstattung. Zudem hat das DRK das Libanesische Rote Kreuz (LRK) in der akuten Katastrophenhilfe unterstützt durch die technische Ausstattung von Einsatzzentralen, die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Werkzeug für die Räumarbeiten durch LRK-Freiwillige, die Beschaffung von Ambulanzfahrzeugen sowie Bargeldhilfen für betroffene Familien.

Bereits seit Jahren arbeitet das DRK mit dem LRK eng in den Bereichen Katastrophenvorsorge, Rettungsdienst und Blutbankwesen zusammen – Strukturen, die nach der Explosion unmittelbar zum Tragen kamen.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
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Stichwort: Nahost

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Presse
news-4924 Wed, 28 Jul 2021 08:35:25 +0200 70 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention: DRK: Mehr Aufmerksamkeit für Binnenvertriebene notwendig https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/70-jahre-genfer-fluechtlingskonvention-drk-mehr-aufmerksamkeit-fuer-binnenvertriebene-notwendig/ Die Genfer Flüchtlingskonvention wird nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) künftig an Bedeutung gewinnen. „Krieg, Konflikte, Verfolgung und Vertreibung führen dazu, dass sich immer mehr Menschen auf der Flucht befinden. Dass Menschen, die verfolgt werden, verbindliche Rechte gewährt werden, ist eine große Errungenschaft“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des 70. Jahrestages der Genfer Flüchtlingskonvention am 28. Juli. Insbesondere die Zahl der Binnenflüchtlinge und Klimavertriebene habe in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. „Dieser Personenkreis fällt nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention und erhält keinen ausreichenden Schutz. Der Situation dieser Menschen müssen wir größere Aufmerksamkeit widmen. Hier ist die internationale Staatengemeinschaft gefordert, um für die Betroffenen langfristig Lebensperspektiven zu schaffen“, sagt Hasselfeldt weiter. Die Zahl der Flüchtlinge, die unter das Mandat des Hochkommissars für Flüchtlinge der Vereinten Nationen fallen oder von Staaten anerkannt wurden, hat sich zwischen 2010 und 2019 von 10,5 auf 20,4 Millionen Menschen verdoppelt. Die meisten stammen aus Syrien, Südsudan, Myanmar und Venezuela. Die Zahl der Binnenflüchtlinge, die vor Konflikten innerhalb ihres Landes Zuflucht suchen, ist innerhalb von zehn Jahren von 24,9 auf 45,7 Millionen angestiegen. Hinzu kommt eine schwer schätzbare Zahl von Menschen, die aufgrund von Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen haben. Das Deutsche Rote Kreuz hilft geflüchteten Menschen weltweit im Verbund mit anderen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und auch in Deutschland mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen und Leistungen. „Gerade an den Grenzen, auch den EU-Außengrenzen, ist darauf zu achten, dass Rechte der Schutzsuchenden gewahrt werden“, sagt Hasselfeldt. Damit seien insbesondere das Recht, einen Asylantrag zu stellen und das Recht auf eine menschenwürdige Unterkunft gemeint.

Am 28. Juli 1951 wurde in Genf das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ verabschiedet – die Genfer Flüchtlingskonvention. Sie legt fest, wer ein Flüchtling ist, nämlich eine Person, die aus begründeter Angst vor Verfolgung wegen „ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung“ ihr Heimatland verlassen hat und dort keinen Schutz finden kann. Zentral ist das sogenannnte „Non-Refoulement“-Gebot, wonach ein Flüchtling nicht in ein Land zurückgewiesen werden darf, in dem sein Leben oder seine Freiheit bedroht sein würden.

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Presse
news-4923 Fri, 23 Jul 2021 11:26:03 +0200 Euskirchen: DRK-Präsidentin: Schicksal der Betroffenen ist niemandem egal https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/euskirchen-drk-praesidentin-schicksal-der-betroffenen-ist-niemandem-egal/ „Die Hilfsbereitschaft und der Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer vor Ort ist mehr als beeindruckend. Auch die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist außerordentlich hoch und hält weiter an. Das zeigt, dass das Schicksal der betroffenen Menschen niemandem egal ist“, zieht Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, bei einem Besuch im Katastrophengebiet in Euskirchen in Nordrhein-Westfalen eine erste Bilanz zum Hochwasser-Einsatz. „Seit Mittwoch letzter Woche leisten unsere Einsatzkräfte unermüdlich Hilfe. Der Zusammenhalt der Rotkreuzler, auch mit den anderen Hilfsorganisationen und Freiwilligen, ist überwältigend. Wir sind sehr dankbar für all die Unterstützung zur Linderung der Not der Betroffenen und zollen den Helferinnen und Helfern unseren Respekt“, sagt Hans Schwarz, der Präsident des DRK-Landesverbandes Nordrhein.

DRK-Präsidentin Hasselfeldt erklärt: „Wir stellen uns darauf ein, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten noch monatelang auf Hilfe angewiesen sind.“

Neben medizinischer steht auch die psychologische Unterstützung im Fokus. Kriseninterventionsteams aus DRK und der Evangelischen Kirche im Rheinland leisten psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene und Einsatzkräfte. Die Lage ist vielerorts weiterhin angespannt. Nach wie vor geht es darum, die Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen. Das DRK versorgt Betroffene mit Schlafplätzen, Lebensmitteln, Wasser und Strom.

Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Geldspenden, um die betroffenen Menschen unterstützen zu können. Nach der akuten Soforthilfephase soll den betroffenen Menschen umfassende Unterstützung bei Wiederaufbau und Erholung zuteilwerden, da viele Schäden und Verluste nicht durch zum Beispiel Versicherungen abgedeckt sind.

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Stichwort: Hochwasser

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News Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen Deutschland
news-4922 Thu, 22 Jul 2021 10:13:08 +0200 DRK-Präsidentin: Großartige Hilfsbereitschaft vor Ort https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-praesidentin-grossartige-hilfsbereitschaft-vor-ort/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz eine erste Bilanz der dortigen Hilfsaktionen gezogen. „Das Ausmaß der Zerstörung ist auch eine Woche nach der Unwetterkatastrophe immer noch schockierend. Tausende Menschen haben alles verloren. Aber es gibt auch eine Welle der Solidarität. Die Hilfsbereitschaft und der Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer vor Ort ist mehr als beeindruckend. Auch die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist außerordentlich hoch und hält auch weiter an. Das zeigt, dass das Schicksal der betroffenen Menschen niemandem egal ist“, sagte Hasselfeldt am Donnerstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bisher gingen mehr als 15 Millionen Euro an Spenden allein beim DRK ein. Insgesamt sind mehr als 3.000 Helferinnen und Helfer des DRK aus dem ganzen Bundesgebiet in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz – viele davon ehrenamtlich. „Wir stellen uns darauf ein, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten noch monatelang auf Hilfe angewiesen sind“, sagte Hasselfeldt. Der Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Rainer Kaul, erklärte: „Seit Mittwoch letzter Woche sind unsere rheinland-pfälzischen Helferinnen und Helfer unermüdlich Tag und Nacht im Einsatz. Wir sind dankbar für all die Unterstützung innerhalb und außerhalb der DRK-Familie. Nur so gelingt es ein Stück mehr Menschlichkeit in diese unglaubliche Unwetter-Katastrophe zu bringen.“

Um die Basisgesundheitsversorgung zu sichern, stehen aktuell der Aufbau und Betrieb von vier mobilen Arztpraxen und einer Notfallapotheke im Vordergrund, zudem sind Hygienepunkte mit Waschgelegenheiten geplant, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Das DRK unterstützt des Weiteren bei Evakuierungs-, Such- und Rettungsaktionen und versorgt Betroffene mit Schlafplätzen, Lebensmitteln, Wasser, Strom und Mobilfunk. Neben der medizinischen steht auch die psychologische Unterstützung von Betroffenen und der teils am Limit arbeitenden Einsatzkräfte im Fokus. Das DRK-Generalsekretariat hat unter anderem 30.000 Decken, Schlafsäcke und Kissen, 1.000 Etagenbetten, 4.600 Hygienesets, 56 Trinkwassertanks, 172 Bautrockner und zahlreiche Stromerzeuger mit einer Gesamtleistung von acht Megawatt geliefert.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
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BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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News Deutschland Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen
news-4921 Thu, 22 Jul 2021 09:46:41 +0200 Presseeinladung: DRK-Präsidentin im Hochwasser-Gebiet in NRW https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-drk-praesidentin-im-hochwasser-gebiet-in-nrw/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, wird am morgigen Freitag, 23. Juli 2021, gemeinsam mit dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Nordrhein, Hans Schwarz, das Katastrophengebiet in Euskirchen besuchen und eine erste Zwischenbilanz über den Einsatz ziehen. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen. Ort: Rotkreuz Zentrum Euskirchen / Eifel, Jülicher Ring 32b, 53879 Euskirchen
Zeit: 11.00 Uhr

Über 2500 ehrenamtliche und hauptamtliche DRK-Helferinnen und Helfer haben allein in den Katastrophengebieten in Nordrhein-Westfalen Menschen gerettet, evakuierte Personen betreut und verpflegt, Sandsäcke transportiert und lokale Unterstützungsangebote ins Leben gerufen. Kräfte der DRK-Wasserwacht sind mit Rettungsbooten und Hubschraubern im Einsatz gewesen. Die Lage ist vielerorts weiterhin angespannt.

Gerda Hasselfeldt und Hans Schwarz werden bei dem Pressegespräch u.a. folgende Fragen beantworten:

- Wie sah der bisherige Einsatz vor Ort aus?
- Wie sieht die Hilfe des DRK in den nächsten Wochen und Monaten aus?
- Wie gut sind wir in Deutschland auf solche Katastrophen vorbereitet?
- Wie groß ist die Spendenbereitschaft und wofür werden die Gelder verwendet?

Um kurze Anmeldung wird gebeten bei:
Simon Vogt, s.vogt@drk-nordrhein.de, Tel. 0160 2783762

Das DRK bittet um Spenden, um die betroffenen Menschen unterstützen zu können:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse
news-4920 Wed, 21 Jul 2021 08:12:23 +0200 Presseeinladung: DRK zieht in Ahrweiler erste Bilanz zur Unwetterkatastrophe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/presseeinladung-drk-zieht-erste-bilanz-zur-unwetterkatastrophe/ Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, wird am morgigen Donnerstag, 22. Juli 2021, gemeinsam mit dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Rainer Kaul, das Katastrophengebiet in Ahrweiler besuchen, sich über die Arbeit der Helferinnen und Helfer informieren und eine erste Zwischenbilanz über den Einsatz ziehen. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen. Ort: Wilhelmstraße 55, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, vor der ambulanten Arztpraxis des DRK
Zeit: 11.00 Uhr

Rund 3.500 ehrenamtliche und hauptamtliche DRK-Helferinnen und Helfer sind in den von der Katastrophe betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Gerda Hasselfeldt und Rainer Kaul werden bei dem Pressegespräch u.a. folgende Fragen beantworten:

- Wie sah der bisherige Einsatz vor Ort aus? - Wie sieht die Hilfe des DRK in den nächsten Wochen und Monaten aus?
- Wie gut sind wir in Deutschland auf solche Katastrophen vorbereitet?
- Wie groß ist die Spendenbereitschaft und wofür werden die Gelder verwendet?

Bei dem Termin wird u.a. eine ambulante Arztpraxis, die zum Einsatz kommt, vorgestellt.

Um kurze Anmeldung wird gebeten bei:

Anett Stefanov, a.stefanov@drk.de, Tel. 030 85404 157 oder
Dr. Dieter Schütz, d.schuetz@drk.de, Tel. 0162 2002029

Das DRK bittet um Spenden, um die betroffenen Menschen unterstützen zu können:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Presse
news-4919 Fri, 16 Jul 2021 14:00:00 +0200 Spendenaufruf - DRK: Lage in Hochwassergebieten bleibt weiterhin bedrohlich https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/spendenaufruf-drk-lage-in-hochwassergebieten-bleibt-weiterhin-bedrohlich/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht für viele Menschen in den Katastrophengebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz noch keine Entspannung. „Die Lage ist verheerend und bleibt weiterhin bedrohlich. Es geht immer noch darum, Leben zu retten und Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Viele Ortschaften seien nach wie vor unzugänglich. Mehr als 3.500 DRK-Helferinnen und Helfer seien vor Ort im Dauereinsatz. Unterstützung erhielten sie vom DRK-Generalsekretariat und DRK-Landesverbänden aus ganz Deutschland. Das DRK ruft außerdem zu Spenden für die von der Katastrophe betroffenen Menschen auf. „Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen DRK-Helferinnen und Helfer sind pausenlos im Einsatz, um Menschen aus Wohnungen, Pflegeheimen und KIiniken zu evakuieren und sie anschließend zu versorgen. Viele gefährden sich dabei selbst. Für diesen unermüdlichen Einsatz gilt ihnen mein Dank und allergrößter Respekt. Wir stellen uns nach Lage der Dinge darauf ein, dass die betroffenen Menschen in den Katastrophengebieten auf Tage und Wochen hinaus auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Viele haben ihr ganzes Hab und Gut verloren“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt.

Das DRK rät Spontanhelfern von außerhalb dringend davon ab, einfach in die Katastrophengebiete zu reisen. Das würde die koordinierten Hilfsmaßnahmen gefährden. Freiwillige Helfer in den betroffenen Gebieten sollten sich an die jeweiligen Landkreisverwaltungen wenden, die die Katastropheneinsätze koordinieren. 

Sachspenden werden zentral nicht entgegengenommen. Das DRK bittet jedoch um Geldspenden, um die betroffenen Menschen unterstützen zu können:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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Deutschland Presse Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen
news-4918 Thu, 15 Jul 2021 13:20:26 +0200 DRK-Helfer in Hochwassergebieten im Dauereinsatz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-helfer-in-hochwassergebieten-im-dauereinsatz/ Nach den schweren Unwettern und Überschwemmungen befinden sich in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehr als 3.500 Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Dauereinsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen. In vielen Orten werden Menschen betreut und versorgt, die ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zeigte sich bestürzt über die hohe Zahl von Opfern. In einer ersten Stellungnahme sagte DRK-Präsidentin Hasselfeldt: „Wir sind bestürzt über die vielen Opfer der Unwetterkatastrophe. Jetzt kommt es darauf an, dass rasch Hilfe geleistet wird. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit Hunderten von Helferinnen und Helfern vor Ort im Einsatz. Wir werden alles tun, um die betroffenen Menschen zu unterstützen und zu versorgen.

Wir müssen uns in ganz Deutschland künftig besser auf solche Katastrophen vorbereiten. Denn Wetterextreme, wie wir sie jetzt im Westen und im Süden Deutschlands erleben, werden in den nächsten Jahren zunehmen. Insbesondere kommt es darauf an, dass für solche Fälle ausreichend Notunterkünfte, Zelte, Decken, Feldbetten, Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Essen für die Bevölkerung zur Verfügung stehen und die gesundheitliche Versorgung gewährleistet ist. Wir brauchen deshalb für große Krisenfälle eine Bundesvorhaltung, wie wir sie ähnlich bereits in den Zeiten des Kalten Krieges bis in die 90er Jahre hinein hatten. Das DRK hat deshalb mit anderen anerkannten Hilfsorganisationen schon vor längerem bundesweit zehn Reservelager für die Versorgung der Bevölkerung vorgeschlagen. Einen Anfang hat der Bund bereits gemacht, indem er bislang zwei dieser Versorgungszentren finanziert. Jetzt sollte rasch das komplette Konzept mit zehn Logistikzentren umgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um einen besseren Bevölkerungsschutz bei Unwetterkatastrophen, sondern auch bei Erdbeben, Waldbränden, Cyberangriffen auf die Trinkwasser- oder Stromversorgung oder bei Pandemien wie Covid-19.“

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
Online: Hochwasser

oder

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Hochwasser

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News Deutschland Flutkatastrophe Hochwasser/Überschwemmungen
news-4917 Wed, 14 Jul 2021 09:30:00 +0200 DRK leistet in Madagaskar Soforthilfe gegen die Hungerkrise https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-leistet-in-madagaskar-soforthilfe-gegen-die-hungerkrise/ Unzureichende Niederschläge haben in Madagaskar zu einer anhaltend schweren Dürre geführt, insbesondere im Süden wird bis Ende 2021 mit einer weiteren Verschärfung der dadurch bedingten Hungerkrise gerechnet. „Madagaskar hat bereits mehrere Dürrejahre hinter sich und erlebt aktuell die schlimmste Dürreperiode seit vier Jahrzehnten. Zahlreiche Haushalte werden ihre ohnehin wenigen Nahrungsmittelbestände aufgrund der verringerten Produktion früher als üblich aufbrauchen. Infolge dieser Entwicklung und steigender Lebensmittelpreise befinden sich derzeit über 1,1 Millionen Menschen in akuter Ernährungsunsicherheit. Durch die extreme Trockenheit ist auch der Zugang zu Trinkwasser erheblich erschwert. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts leistet das Deutsche Rote Kreuz jetzt dringend benötigte Soforthilfe durch die Verteilung von Bargeldzuschüssen und die Verbesserung der Trinkwasserversorgung“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Die Hilfsmaßnahmen des DRK erreichen rund 10.000 Menschen im Distrikt Tolagnaro im Südosten von Madagaskar, die besonders stark von Hunger und Wassermangel bedroht sind. Die Bereitstellung von Bargeld zur freien Verfügung hilft diesen Menschen bei der Sicherung ihres Grundbedarfs, insbesondere an Nahrungsmitteln. Die Instandsetzung von Bohrlöchern und Pumpen verbessert ihre Versorgung mit Trinkwasser“, so Reuter weiter. Die Aktivitäten werden begleitet von Informations- und Aufklärungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19.

Die Soforthilfe des Deutschen Roten Kreuzes wird in enger Zusammenarbeit mit seiner Schwestergesellschaft, dem Madagassischen Roten Kreuz, und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften umgesetzt.


Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen in Madagaskar:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hungersnot

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Presse Ernährungssicherung/Lebensgrundlagen Madagaskar
news-4906 Thu, 01 Jul 2021 09:42:18 +0200 DRK: Freiwilligendienste künftig noch attraktiver machen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-freiwilligendienste-kuenftig-noch-attraktiver-machen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zieht eine positive Bilanz der Freiwilligendienste in Deutschland und spricht sich dafür aus, die Angebote auszubauen und weiterzuentwickeln. „Wir müssen die Freiwilligendienste noch attraktiver machen. Eine aktuelle DRK-Umfrage zeigt, dass das Interesse groß ist und immerhin 41 Prozent der Befragten an einer solchen Tätigkeit interessiert sind. Jedoch ist zum Beispiel die finanzielle Belastung für viele junge Leute ein Hinderungsgrund, um sich für einen Freiwilligendienst zu bewerben“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) am 1. Juli. Das DRK trete für eine Neuorientierung der Freiwilligendienste mit möglichst geringer Bürokratie ein, die den Bedarf und die Interessen der Freiwilligen, der Träger und der Verbände stärker berücksichtigt. Der Bundesfreiwilligendienst war vom Deutschen Bundestag am 1. Juli 2011 mit der Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes ins Leben gerufen worden. „Mit dem BFD wurden neue Akzente in den Freiwilligendiensten gesetzt, indem auch ein Angebot für die Altersgruppe ab 27 Jahre gemacht wurde“, sagt Hasselfeldt.

Laut repräsentativer DRK-Umfrage geben 82 Prozent der 1.010 Befragten (Altersgruppe 16 bis 21 Jahre) an, dass eine Erhöhung des Taschengeldes einen Freiwilligendienst attraktiver machen würden. „Durch kostenfreie oder kostengünstige Unterbringung, kostenlose Verpflegung und eine angemessene Taschengeldzahlung können hier die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden“, sagt Hasselfeldt. Aber auch mehr Anerkennung für die geleistete Tätigkeit im Sinne von Lob und Zuspruch seien wichtig. Außerdem spiele bei den Interessenten der Erwerb von Qualifikationsnachweisen und der erleichterte Zugang für den bevorstehenden Berufsweg oder das Studium eine große Rolle. „Der Freiwilligendienst der Zukunft soll als Türöffner fungieren und Karrierewege ebnen, so der Wunsch der jungen Menschen“, sagt Hasselfeldt.

Geht man von den Interessen der potenziellen Freiwilligen aus, dann stehen die Themenfelder Soziales (40 %), Umwelt (38 %), Sport (37 %) und Gesundheit (26 %) ganz oben. Mit rund 15.000 Plätzen im BFD und Freiwilligen Sozialen Jahr ist das DRK der bundesweit größte Anbieter in den Freiwilligendiensten.

Das DRK-Positionspapier „Freiwilligendienst der Zukunft“ finden Sie unter www.drk-wohlfahrt.de

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Presse
news-4905 Mon, 21 Jun 2021 12:00:00 +0200 DRK gibt Tipps: Vorsichtige Kühlung bei Hitzschlag https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-gibt-tipps-vorsichtige-kuehlung-bei-hitzschlag/ Die Temperarturrekorde der letzten Tage mit tagsüber mehr als 30 Grad und weitere zu erwartende Hitzewellen in diesem Sommer in Deutschland bergen ernsthafte gesundheitliche Gefahren. „Einen Sonnenstich bekommt man oft schneller als gedacht. Ein Hitzschlag kann sogar lebensbedrohlich werden“, warnt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Der Notfallmediziner gibt wichtige Tipps: Wie erkennt man einen Hitzschlag?
„Durch einen Wärmestau im Körper erhöht sich die Körpertemperatur bis auf 40 Grad oder mehr. Die Haut ist heiß und trocken, der Pulsschlag beschleunigt. Die Schweißproduktion versagt, weil die Temperaturregelung im Körper gestört ist. Die betroffene Person fühlt sich müde und erschöpft. Es kann zu Krämpfen und Erbrechen kommen, ebenso zu Schwindelgefühl, Verwirrtheit oder auch Halluzinationen bis hin zu Bewusstlosigkeit.“ 

Wie hilft man?
1. Bringen Sie die betroffene Person sofort in den Schatten und lagern Sie ihren Oberkörper hoch. Wenn kein Schatten zu finden ist, nutzen Sie eine Rettungsdecke als Schutz vor den Sonnenstrahlen. 2. Bieten Sie Wasser, Fruchtsaftschorle oder Früchtetee zu trinken an – aber nur wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist. Ist die Person benommen, lagern Sie die Beine hoch. Hat sie das Bewusstsein verloren, legen Sie sie in die stabile Seitenlage. 3. Setzen Sie dann umgehend einen Notruf (112) ab und kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. 4. Kühlen Sie den Körper vorsichtig mit feuchten Tüchern, besonders im Bereich von Kopf und Nacken. Kühlen Sie den Betroffenen auf keinen Fall durch Eintauchen des ganzen Körpers in kaltes Wasser und geben Sie nicht direkt Eis auf den Körper, da dies möglicherweise zu einer gefährlichen Kreislaufreaktion führt.“

Wie erkennt man einen Sonnenstich?
„Im Gegensatz zum Hitzschlag ist beim Sonnenstich vorrangig das Gehirn betroffen, wenn der unbedeckte Kopf zu lange der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und dadurch die Hirnhäute gereizt werden. Bei meist normaler Haut- und Körpertemperatur sind typische Symptome ein hochroter, heißer Kopf. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen, ein steifer Nacken, Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit können auch erst nach Stunden auftreten.“

Wie hilft man?
1. Bringen Sie die betroffene Person aus der Sonne, sobald der erste Verdacht auf einen Sonnenstich aufkommt. 2. Ist die Person bei Bewusstsein, legen Sie sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und kühlen Sie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern. 3. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist hilfreich für die Erholung des Gehirns und des Körpers – jedoch nur, wenn die Person ansprechbar ist und sich nicht erbricht. 4. Falls sich der Zustand nicht nach 15 bis 30 Minuten bessert, sollte die betroffene Person in jedem Fall einem Arzt vorgestellt werden. 5. Ist die Person bewusstlos, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, kontrollieren Sie die Atmung und rufen Sie unbedingt den Notarzt (Notruf: 112).“


Die Pressestelle vermittelt Medien gerne einen Kontakt zu Prof. Peter Sefrin.

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Presse
news-4904 Thu, 17 Jun 2021 09:38:23 +0200 Weltflüchtlingstag 2021 am 20. Juni: Lage der Migranten und Flüchtlinge aus Venezuela weiterhin prekär https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltfluechtlingstag-2021-am-20-juni-lage-der-migranten-und-fluechtlinge-aus-venezuela-weiterhin-prekaer/ Rund 5,5 Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner haben in den letzten Jahren aufgrund der ökonomischen, politischen und humanitären Krise in ihrer Heimat Schutz in den Nachbarländern gesucht – und ihre Lage ist nach wie vor prekär. „Covid-19 hat Lateinamerika getroffen wie keinen anderen Kontinent und zu einer humanitären Krise in der schon bestehenden Krise geführt. Ein Großteil der Migrantinnen und Migranten lebt in Armut, beengtem Wohnraum und mit unzureichendem Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und Hygiene. Dadurch sind die Menschen auch einem höheren Risiko, sich mit Covid-19 und anderen Krankheiten anzustecken, ausgesetzt. Aufgrund ihres oft unsicheren rechtlichen Status haben viele keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2021. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seine Schwestergesellschaften in Kolumbien, Peru und Ecuador dabei, Geflüchtete aus Venezuela in den Grenzregionen zu versorgen, und hilft auch in Venezuela selbst bei der Gesundheitsversorgung der Menschen. In mobilen und stationären Gesundheitsstationen bietet das Rote Kreuz vor allem in der kolumbianisch-venezolanischen Grenzregion kostenlos medizinische und psychosoziale Behandlungen sowie Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigen an und erreicht mit diesem EU-geförderten Projekt rund 117.000 Personen jährlich. „Viele legen lange Strecken zu Fuß zurück, sind dehydriert, verletzt oder leiden an unbehandelten Krankheiten. Besonders betroffen sind Schwangere, Kinder, ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen. Viele Kinder und Jugendliche machen sich allein auf den gefährlichen Weg; sie sind einem hohen Gewaltrisiko ausgesetzt und besonders schutzbedürftig“, sagt Reuter.

Auch die lokale Bevölkerung in den Gastländern erhält Unterstützung: In Kolumbien kommen zur Mehrbelastung durch die Aufnahme der Geflüchteten und die Corona-Pandemie weitere Herausforderungen in Form von Naturkatastrophen, andauernden Unruhen und dem internen bewaffneten Konflikt hinzu. Das DRK unterstützt das Kolumbianische Rote Kreuz daher auch bei Nothilfeeinsätzen sowie der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Flüchtlingshilfe Ausland

Mehr zum Engagement des DRK in Südamerika finden Sie hier.

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News Presse Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Lateinamerika und Karibik
news-4901 Wed, 02 Jun 2021 13:10:00 +0200 DRK zu Motorradunfällen: Bei Kopfverletzung Helm abnehmen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-zu-motorradunfaellen-bei-kopfverletzung-helm-abnehmen/ Mit Beginn der warmen Jahreszeit ist die Anzahl der Motorradfahrerinnen und -fahrer auf Deutschlands Straßen wieder deutlich gestiegen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weist deshalb auf die erhebliche Unfallgefahr hin, die mit dem Motorradfahren verbunden ist. Etwa ein Drittel aller Opfer im Straßenverkehr seien Zweiradfahrer (inklusive Fahrradfahrer). „Seit 2011 hat sich die Zahl der Toten um 20 Prozent nahezu verdoppelt. Die teils schwerwiegenden Folgen eines Unfalls können durch eine gezielte Erste Hilfe meist deutlich gemindert werden“, sagt DRK-Bundesarzt Professor Dr. Peter Sefrin. Die gefährlichste Unfallfolge beim Motorradfahren sei eine Kopfverletzung. Bevor man mit dem Motorrad startet, sollte in jedem Fall die adäquate Schutzkleidung – auch für einen möglichen Sozius – angelegt werden, rät DRK-Bundesarzt Sefrin. Trotz Schutzkleidung könne es zu großflächigen Hautabschürfungen und bei längeren Asphaltrutschern zu Verbrennungen kommen.

Die schwerste und gefährlichste Unfallfolge sei die Kopfverletzung mit Bewusstlosigkeit. Hier stelle sich immer wieder die Frage der Helmabnahme. „Zum Freimachen und Freihalten der Atemwege muss der Helm unbedingt abgenommen werden, sonst wird der Patient ersticken“, sagt Prof. Sefrin. Die Abnahme solle vorsichtig und am besten zu zweit, könne aber auch alleine durchgeführt werden (siehe hierzu auch ausführlich https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/verkehrsunfall/helm-abnehmen/). Anschließend werde das Unfallopfer in die Seitenlage gebracht.

Bei Verdacht auf Knochenbruch sollte der Verletzte möglichst wenig bewegt werden, sofern durch die Position (mitten auf der Straße) keine zusätzliche Gefahr bestehe. Eine mögliche Schienung bei Knochenbrüchen sei Aufgabe des Rettungsdienstes, der unmittelbar alarmiert werden müsse (Notruf 112) und die weitere Versorgung des Verletzten übernehme. Offene Brüche müssten bis dahin mit keimfreiem Wundverband bedeckt, geschlossene gekühlt werden. Hautabschürfungen und flächenhafte Verbrennungen sollten mit einem Verbandstuch bedeckt werden.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin.

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Presse
news-4900 Thu, 27 May 2021 17:44:46 +0200 Blog: DRK unterstützt Mädchen in Uganda mit Menstruations-Hygienekits https://www.drk.de/newsroom/blog/beitraege/uganda-wuerde-und-sicherheit-waehrend-der-menstruation/ Im Flüchtlingslager Palorinya in Uganda hilft das DRK bei der Verteilung von Menstruations-Hygienekits, damit Mädchen nicht während ihrer Periode die Schule verpassen. Lesen Sie den Blogbeitrag. News Blog Uganda news-4899 Thu, 20 May 2021 08:44:11 +0200 DRK: Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza und Israel ist essenziell https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-schutz-der-zivilbevoelkerung-in-gaza-und-israel-ist-essenziell/ Gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ruft auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringend zur Deeskalation der derzeitigen gewaltsamen Auseinandersetzungen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten auf. „Der Konflikt im Nahen Osten hat innerhalb kürzester Zeit eine neue, ungesehene Intensität erreicht. Die gegenseitigen Angriffe verursachen auf beiden Seiten vor allem großes Leid in der Zivilbevölkerung, zu den Opfern zählen inzwischen zahlreiche Kinder. Gerade in einer solchen aufgeheizten Lage gebietet es das humanitäre Völkerrecht, zivile Infrastruktur zu schützen und humanitären Helferinnen und Helfern den ungehinderten und sicheren Zugang zu Verletzten, Verwundeten und Menschen ohne Obdach zu gewähren, um diese zu versorgen und Leben zu retten. Anhaltende Bombardierungen und Raketenbeschüsse hindern humanitäre Akteure momentan jedoch immer wieder daran, zuverlässig diese akut benötigte Hilfe zu leisten“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Das Deutsche Rote Kreuz steht als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung im Austausch mit seinen beiden Schwestergesellschaften Magen David Adom in Israel und dem Palästinensischen Roten Halbmond in den besetzten palästinensischen Gebieten“, sagt Reuter weiter.

Aufgrund der ohnehin prekären humanitären Situation insbesondere im Gazastreifen unterstützt das DRK seit mehreren Jahren den Palästinensischen Roten Halbmond (PRH) in der Katastrophenvorsorge und Gesundheitsversorgung. Neben der Stärkung des Rettungsdienstes und der lokalen Vorhaltung von Hilfsgütern umfasst dies auch die Gesundheitsversorgung auf Gemeindeebene: Freiwillige werden in Erster Hilfe und zu Gesundheitsberatern ausgebildet, organisieren sich in Nachbarschaftskomitees und fungieren als dezentrale „Mini-Kliniken“. Der Aufbau solcher lokalen Selbsthilfekapazitäten ist im Gazastreifen von zentraler Bedeutung. Er trägt angesichts der aktuellen Gewalteskalation mit massiven Zugangsbeschränkungen zur Versorgung der leidtragenden Zivilbevölkerung bei. Während der – im Gazastreifen nach wie vor grassierenden – Corona-Pandemie hat sich dieser Ansatz des DRK als unabdingbar erwiesen.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Nahost

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Presse
news-4898 Sat, 08 May 2021 18:02:00 +0200 Kanzlerin dankt DRK: Allein der Menschlichkeit verpflichtet https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/kanzlerin-dankt-drk-allein-der-menschlichkeit-verpflichtet/ Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Deutschen Roten Kreuz zum 100jährigen Bestehen gratuliert und sich bei den haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK für ihr Engagement bedankt. „Gut zu wissen, jederzeit auf Ihre Hilfe zählen zu können. Sie fragen nicht nach Herkunft, Religion oder persönlichem Verschulden. Unabhängig und unparteilich wie Sie sind, sehen Sie sich allein dem Leitbild der Menschlichkeit verpflichtet“, sagt Merkel in einer Videobotschaft, die am Weltrotkreuztag 8. Mai 2021 beim digitalen Festakt zum 100jährigen Bestehen des DRK e.V. ausgestrahlt wurde. Auch in der schwierigen Zeit der Pandemie sei es „ein Segen, dass das Deutsche Rote Kreuz zur Stelle ist“. Weiter heißt es in der Grußbotschaft der Kanzlerin: „Ob in Krankenhäusern oder Seniorenheimen, im Rettungsdienst, in der Sozialarbeit oder in internationalen Kriseneinsätzen – so vielfältig Ihr Dienst am Nächsten ist, so unschätzbar wertvoll ist er auch (…). Kurzum: Sie leisten Großartiges. Möglich ist das nur als große Gemeinschaft von haupt- und ehrenamtlich Helfenden. Sie alle verbindet, dass Ihnen das Wohl der Mitmenschen am Herzen liegt. So machen Sie sich als starke Gemeinschaft um das Wohl und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft verdient. Das Funktionieren unseres Sozialstaates hat also viel mit dem Deutschen Roten Kreuz zu tun. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege ist es aus unserem Land schlichtweg nicht wegzudenken.“

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder lobte in einem Videobeitrag ebenfalls das ehrenamtliche Engagement der DRK-Helferinnen und Helfer. „Einen Beitrag zu leisten, dass die Welt ein bisschen besser wird, das ist Ehrenamt““, sagt der Regierungschef von Bayern, wo sich 1921 in Bamberg die zum Teil bereits seit 1863 bestehenden deutschen Rotkreuz-Landesvereine zum DRK e.V. als Dachverband zusammengeschlossen hatten.

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zeichnete bei dem Festakt stellvertretend drei Ehrenamtliche aus. Dankmedaillen erhielten Marita Lemke aus Bützow (Mecklenburg-Vorpommern), Friedel Weyrauch aus Michelstadt (Hessen) und Marco Busch aus Brake (Niedersachsen, DRK-Landesverband Oldenburg). Ursprünglich sollte der Festakt in Bamberg stattfinden. Wegen der Pandemie wurde er jedoch im DRK-Generalsekretariat in Berlin aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal des DRK ausgestrahlt. Mehr über das Jubiläum finden Sie unter drk.de/100jahredrk

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Presse
news-4897 Thu, 06 May 2021 08:42:33 +0200 Zwischenbilanz Covid-Pandemie: DRK hält Sofortprogramm des Bundes für Bevölkerungsschutz notwendig https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/zwischenbilanz-covid-pandemie-drk-sofortprogramm-des-bundes-fuer-bevoelkerungsschutz-notwendig/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hält deutliche Verbesserungen im Bevölkerungsschutz für erforderlich. „Der gesundheitliche Bevölkerungsschutz muss eine größere Rolle spielen. Wir müssen für künftige Krisen, nicht nur für Pandemien, besser gewappnet sein. Notwendig ist deshalb ein Sofortprogramm des Bundes, um die Menschen in Krisensituationen besser schützen zu können“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, die auch auf die große Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements während der Corona-Pandemie hinweist. Nach Einschätzung von DRK-Generalsekretär Christian Reuter reichen die derzeit im Haushalt des Bundesinnenministeriums vorgesehenen 700 Millionen Euro nicht aus, um auf nationaler Ebene einen nachhaltigen und umfassenden Bevölkerungsschutz sicherzustellen. Notwendig seien dafür mindestens zwei Milliarden Euro jährlich oder umgerechnet 0,5 Prozent des Bundeshaushaltes (derzeit: 0,14 Prozent). Das DRK spricht sich im Rahmen des Sofortprogramms unter anderem für einen Ausbau der Freiwilligendienste im Bevölkerungsschutz aus. „Wir sehen hier allein beim DRK einen Bedarf von zusätzlich 5.000 Plätzen in den Freiwilligendiensten“, sagt Hasselfeldt. Das DRK und andere anerkannte Hilfsorganisationen könnten zudem erweiterte Erste-Hilfe-Kurse, die Selbsthilfe in Krisenfällen zum Schwerpunkt haben, und eine Basisausbildung für ehrenamtliche Pflegeunterstützungskräfte anbieten. Ziel sei es, ein Prozent der Bevölkerung in fünf Jahren entsprechend zu schulen. Der Aufbau einer nationalen Betreuungsreserve mit bundesweit zehn Logistikzentren müsse rasch vorangebracht werden. Notwendig sei außerdem in allen Bundesländern eine Helfergleichstellung der Ehrenamtlichen von DRK und anderen anerkannten Hilfsorganisationen mit Feuerwehr und THW bei der Freistellung vom Arbeitsplatz. DRK-Generalsekretär Reuter schlägt außerdem eine verbindliche bundesweite Verankerung von Erste-Hilfe-Inhalten in den Lehrplänen von Grund- und weiterführenden Schulen vor.

Das ehrenamtliche Engagement in Deutschland ist nach Einschätzung Hasselfeldts auch während der Corona-Pandemie außerordentlich groß. Das zeige eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des DRK. Danach sind immerhin 35,6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung auch während der Corona-Krise ehrenamtlich tätig, 77,4 Prozent davon mindestens mehrmals im Monat. 69,2 Prozent der Ehrenamtlichen sprechen allerdings von starken bis sehr starken Einschränkungen während der Pandemie.

52,4 Prozent aller befragten Personen können sich vorstellen, künftig ehrenamtlich aktiv zu werden; darunter besonders viele junge Leute – in der Altersgruppe der 18- bis 29jährigen sind es 63,6 Prozent. Jeder zweite Ehrenamtliche (49,7 Prozent) überlegt sogar, sein bisheriges Engagement nach Ende der Pandemie zu verstärken. Das sei ein optimistischer Blick in die Zukunft, sagt Hasselfeldt.

Aktuell werden 303 Impfzentren vom DRK direkt oder mit Beteiligung des DRK betrieben. Das sind fast drei Viertel aller Impfzentren (insgesamt 434) in Deutschland. Hinzukommen bundesweit 389 Testzentren mit DRK-Beteiligung. Derzeit sind täglich gut 10.000 ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte des DRK bei der Bekämpfung von Covid-19 aktiv.

Am Weltrotkreuztag 8. Mai 2021 feiert der DRK e.V. sein 100jähriges Bestehen. Im Jahr 1921 hatten sich die zum Teil bereits seit 1863 bestehenden deutschen Rotkreuz-Landesvereine in Bamberg zu einem Dachverband zusammengeschlossen, der das gesamte Rote Kreuz in Deutschland vertritt. Bundesweit sind derzeit mehr als 430.000 Ehrenamtliche und 183.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Deutsche Rote Kreuz tätig.

Mehr Informationen über das Jubiläum finden Sie unter www.drk.de/100jahredrk.

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Presse
news-4896 Tue, 04 May 2021 09:27:54 +0200 Corona-Katastrophe in Indien – DRK unterstützt Covid-Projekte weltweit https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/corona-katastrophe-in-indien-drk-unterstuetzt-covid-projekte-weltweit/ Die humanitäre Katastrophe in Indien spitzt sich weiter zu – mit täglich neuen, erschütternden Rekordzahlen zum Infektionsgeschehen. Am Wochenende meldete das indische Gesundheitsministerium mehr als 400.000 Neuinfektionen und so viele Corona-Tote wie nie zuvor: 3.689 innerhalb von 24 Stunden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher liegen, denn das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen: Es fehlt an Krankenhausbetten und Sauerstoffflaschen, um besonders schwer Erkrankte zu beatmen. Auch ein Großteil des Krankenhauspersonals fällt aufgrund der derzeitigen Infektionswelle aus. Das Indische Rote Kreuz (IRCS) unterstützt die lokalen Gesundheitsbehörden mit mehr als 46.000 haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei der Eindämmung der Pandemie, unter anderem mit Sauerstoffflaschen, Krankentransporten, Erste-Hilfe-Maßnahmen, medizinischem Material und Schutzkleidung. Zudem verteilt IRCS Lebensmittel an besonders Bedürftige und hilft bei der Umsetzung der Impfkampagne. Das erhöhte Infektionsgeschehen in Indien droht sich auch auf die Nachbarländer auszuwirken: In Bangladesch, Pakistan und Nepal steigen die Infektionszahlen ebenfalls stark an.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung seit Beginn der Pandemie seine Schwestergesellschaften in Südasien und weltweit bei Hilfsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus, unter anderem in Bangladesch, Pakistan, Syrien, Somalia und Kolumbien. Wie in Indien sind auch dort Menschen in ärmeren Gegenden meist besonders betroffen – durch unzureichende Gesundheitsversorgung, schwierige hygienische Lebensbedingungen und wirtschaftliche Einbußen. Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften unterstützen die lokalen Gesundheitsbehörden mithilfe des DRK unter anderem bei der Gesundheitsversorgung, mit medizinischem Personal und Material, durch Aufklärungsarbeit zu Hygienemaßnahmen und die Bereitstellung von Schutzkleidung.

Um diese Hilfen fortführen und ausweiten zu können, bittet das DRK um Spenden:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Corona weltweit

Mehr zur Corona-Auslandshilfe des DRK finden Sie hier.

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Presse Corona Asien Bangladesch Nepal Pakistan
news-4895 Wed, 28 Apr 2021 12:10:33 +0200 Jubiläum: DRK feiert 100jähriges Bestehen digital mit Prominenz und Ehrenamt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-feiert-100jaehriges-bestehen-digital-mit-prominenz-und-ehrenamt/ An prominenten Gratulanten fehlt es nicht: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Arzt Eckart von Hirschhausen werden mit Beiträgen vertreten sein, wenn der Deutsche Rote Kreuz e.V. (DRK) am Weltrotkreuztag 8. Mai 2021 mit einer digitalen Festveranstaltung sein 100jähriges Bestehen begeht. Aber vor allem das Ehrenamt soll im Mittelpunkt stehen. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre das Rote Kreuz gar nicht denkbar. Das Ehrenamt spielte von der Gründung an eine zentrale Rolle, und das gute Zusammenspiel mit den Hauptamtlichen macht eine Stärke des Deutschen Roten Kreuzes aus. Das zeigt sich gerade auch jetzt während der Pandemie, in der die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler ein beispielloses Engagement zeigen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Am 25. Januar 1921 schlossen sich die bestehenden deutschen Rotkreuzlandesvereine auf einer Sitzung im Alten Rathaus in Bamberg zu einem Dachverband zusammen, der das gesamte Rote Kreuz in Deutschland vertritt. Es ist ein rechtsfähiger Verein mit Sitz in Berlin. Die damals gelegten Strukturen prägen das DRK bis heute. Zum Gründungstag am 25. Januar hatte bereits Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in einem Brief an DRK-Präsidentin Hasselfeldt gewürdigt.

Bundesweit sind derzeit mehr als 430.000 Ehrenamtliche und 183.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Deutsche Rote Kreuz tätig. Ursprünglich sollte die Jubiläumsveranstaltung am Weltrotkreuztag 8. Mai 2021 am Gründungsort Bamberg stattfinden, jetzt wird es aufgrund der Corona-Pandemie ein digitaler Festakt, der im DRK-Generalsekretariat in Berlin aufgezeichnet wird.

Die Veranstaltung, moderiert von Anouschka Horn vom Bayerischen Fernsehen, ist am 8. Mai 2021 von 10.30 Uhr bis 12 Uhr auf dem YouTube-Kanal des DRK.

Eine Wiederholung der Aufzeichnung findet am selben Tag von 15.00 bis 16.30 Uhr statt. Mehr Informationen über das Jubiläum finden Sie ebenfalls unter DRK 100 Jahre

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Presse
news-4893 Tue, 27 Apr 2021 16:20:00 +0200 Svenja Schulze überreicht Förderbescheide an Senioren- und Familienzentren des Deutschen Roten Kreuz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/svenja-schulze-ueberreicht-foerderbescheide-an-senioren-und-familienzentren-des-deutschen-roten-kreuz/ Gemeinsame Pressemitteilung von BMU und DRK: BMU-Förderprogramm unterstützt soziale Einrichtungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Soziale Einrichtungen des DRK aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen haben heute von der Bundesumweltministerin einen Förderscheck erhalten. Damit gehen die ersten Projekte aus dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ an Einrichtungen des DRK. Mit Hilfe dieser Fördermittel wollen die Einrichtungen dringend nötigen Sonnen- und Hitzeschutz sowie Beratungen und individuelle Anpassungskonzepte finanzieren. Mit dem Förderprogramm aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket will das BMU gegen die Folgen des Klimawandels vorgehen sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen verbessern. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Seniorenheime, Kindertagesstätten oder Familienzentren leisten einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft. In Zeiten der Corona-Pandemie sind sie in besonderem Maße auf unsere Unterstützung angewiesen. Aber auch der Klimawandel stellt das Gesundheits- und Sozialwesen vor immer größere Herausforderungen. Der Umgang mit dem Klimawandel wird für soziale Dienste ein immer wichtigeres Thema. Mit dem BMU-Förderprogramm will ich helfen, das nötige Wissen über die Folgen des Klimawandels zu vermitteln. Außerdem sollen Vorsorgemöglichkeiten und Risikominimierungen bekannter werden. Bereits erlebbare extreme Klimabelastungen in sozialen Einrichtungen wollen wir mit konkreten Maßnahmen abmildern. Markisen, schattige Pavillons auf den Außenflächen oder solargetriebene Rollläden können die Lage spürbar verbessern. Mit individueller Beratung und Konzepten für die Klimaanpassung bekommen soziale Einrichtungen zudem eine Unterstützung, die noch in vielen Jahren wirkt.“

Joß Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege im DRK-Generalsekretariat: „Bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels spielen die sozialen Dienste und Einrichtungen eine wichtige Rolle. Mit seinem Förderprogramm ‚Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen‘ leistet das BMU einen maßgeblichen Beitrag dazu, die sozialen Einrichtungen auszustatten und die Menschen, die ihre Dienste in Anspruch nehmen, bestmöglich zu schützen. Das Programm ist in diesem Sinne beispielhaft für eine Verbindung von Nachhaltigkeits- und Sozialpolitik. Für das DRK darf ich mich ausdrücklich für die Förderung der eingereichten Projekte bedanken. Über die Projekte hinaus verleiht es uns Rückenwind für die notwendige Auseinandersetzung mit dem eigenen Beitrag zur Klimapolitik und für die Entwicklung und Durchführung weiterer Konzepte.“

Mit insgesamt 29 Vorhaben ist das Deutsche Rote Kreuz einer der größten Antragsteller im ersten Förderfenster des BMU-Förderprogramms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“. Die ersten bewilligten Vorhaben gehen an folgende DRK-Verbände:

  • DRK-Landesverband Baden-Württemberg e.V.: Analyse der klimawandelbedingten Betroffenheit und Entwicklung geeigneter Anpassungsmaßnahmen der sozialen Dienste im Verbandsgebiet. Daraus entsteht ein Portfolio möglicher Beratungs- und Fortbildungskonzepte für die einzelnen Kreisverbände.
  • DRK-Kreisverband Güstrow e.V. (Mecklenburg-Vorpommern): Installation von Markisen als Sonnen- und Hitzeschutz für die Bewohner und Bewohnerinnen in der Hausgemeinschaft ''Am Markt'' in Güstrow. Zweites Projekt: Bau eines Pavillons als Sonnenschutz für die Bewohner und Bewohnerinnen im Seniorenheim Teterow.
  • DRK Kreisverband Lippe e.V. (Nordrhein-Westfalen): Installation von Markisen als Sonnen- und Hitzeschutz im DRK-Familienzentrum in Barntrup.
  • DRK-Kreisverband Lausitz e.V.: Konzeption einer klimaangepassten Quartiersentwicklung im DRK-Seniorenwohnpark Großräschen.

Das BMU-Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Gesellschaft bei und mindern u. a. die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im ersten Förderfenster des neuen Programms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ eingereicht wurde, zeigt, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits ein bedeutendes Thema ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen. Derzeit prüft das BMU in Zusammenarbeit mit dem Projektträger, der ZUG gGmbH alle vorliegenden Anträge. Ein weiteres Förderfenster ist geplant und wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Weitere Informationen: Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

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News Presse
news-4894 Mon, 26 Apr 2021 11:30:00 +0200 Einladung zum Pressegespräch Klimaanpassung beim DRK: Svenja Schulze übergibt Förderung an Senioren- und Familieneinrichtungen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/einladung-zum-pressegespraech-klimaanpassung-beim-drk-svenja-schulze-uebergibt-foerderung-an-senioren-und-familieneinrichtungen-1/ Soziale Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuz aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern erhalten am Dienstag von der Bundesumweltministerin einen Förderscheck. Damit gehen die ersten DRK-Projekte aus dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ an den Start. Mit Hilfe dieser Fördermittel wollen die Einrichtungen konkrete Maßnahmen wie Dachbegrünungen, Sonnensegel für Spielflächen sowie Beratungen und umfassende Anpassungskonzepte finanzieren. Mit dem Förderprogramm aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket will das BMU gegen die Folgen des Klimawandels vorgehen sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen verbessern.

Termin: Dienstag, 27. April 2021, 16:30 Uhr

Teilnehmende: Bundesumweltministerin Svenja Schulze Dr. Joß Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege im DRK-Generalsekretariat Marc Groß, Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg

Ort: Videokonferenz, Link erhalten Sie im Anschluss an die Anmeldung

Bitte melden Sie sich für diesen Termin an unter: presse@bmu.bund.de.

Hinweis für TV und Hörfunk: Einen Audio-Mitschnitt des Gesprächs wird auf Anfrage gerne zugesendet.

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News
news-4892 Fri, 23 Apr 2021 09:58:43 +0200 Unruhen: Humanitäre Lage in Myanmar verschlechtert sich – DRK hilft https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/unruhen-humanitaere-lage-in-myanmar-verschlechtert-sich-drk-hilft/ Seit Beginn der Unruhen in Myanmar Anfang Februar mit inzwischen hunderten Toten und Verletzten, verschlechtert sich die Situation für die Menschen vor Ort stetig. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seine Schwestergesellschaft, das Rote Kreuz in Myanmar (MRCS), bei der Durchführung von Rettungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Regionen Yangon und Kachin. „Die politisch schwierige Lage hat Auswirkungen auf das gesamte öffentliche Leben: Die Gesellschaft ist gespalten, die Gesundheitsversorgung landesweit eingeschränkt, die Covid-19-Bekämpfung kommt zum Erliegen. Lieferketten sind unterbrochen, die Lebensmittelpreise stark gestiegen. Neben ohnehin schon unzähligen Vertriebenen fliehen viele weitere Menschen vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen. Der humanitäre Bedarf vor Ort ist riesig,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Mehr als 2.500 Menschen wurden am Rande der Demonstrationen bereits von den Erste-Hilfe-Teams des MRCS behandelt oder in Krankenhäuser transportiert. Dafür stehen 143 Ambulanzfahrzeuge sowie 285 Erste-Hilfe-Stationen an 194 Orten bereit. Mit Unterstützung des DRK wurden zudem 1.500 Erste-Hilfe-Pakete sowie 5.000 Infobroschüren verteilt und 80 Freiwillige im Umgang mit Massenanfällen von Verletzten geschult.

MRCS ist eine der wichtigsten humanitären Organisationen im Land. Durch die Grundsätze Neutralität und Unparteilichkeit, zu denen es sich als Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung verpflichtet, hat es eine einzigartige Stellung im Land, wird von der Zivilgesellschaft akzeptiert und erhält dadurch Zugang, um humanitäre Hilfe leisten zu können. „Die Arbeit des Roten Kreuzes in Myanmar ist gerade jetzt unverzichtbar – seit Beginn der Unruhen sind regelmäßig über 2.000 Freiwillige im Einsatz. Sie helfen getreu unseren Prinzipien allein nach dem Maß der Not – ohne zu diskriminieren oder zu bevorzugen. Leider hören wir immer wieder von teils tödlichen Angriffen auf medizinisches Personal, auch ein Rotkreuzhelfer kam bereits ums Leben. Die Sicherheit von Gesundheitspersonal und freiwilligen Helfern muss unter allen Umständen von allen Beteiligten garantiert werden,“ sagt Reuter.

Mehr zum Engagement des DRK in Myanmar hier.

Das DRK bittet um Hilfe für die Menschen in Myanmar:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Myanmar

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Myanmar Presse
news-4891 Wed, 21 Apr 2021 08:58:14 +0200 Europäische Union unterstützt DRK bei mobilen Testungen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/europaeische-union-unterstuetzt-drk-bei-mobilen-testungen/ Unterstützt durch die Europäische Union, wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) künftig bundesweit noch mehr Corona-Schnelltests durchführen können. Die „Initiative zur Ausweitung der mobilen Covid-19-Testkapazitäten in der EU“ wird mit 35,5 Millionen Euro von der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU-Kommission (DG Sante) finanziert und von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) koordiniert. „Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt als nationale Hilfsgesellschaft die deutschen Behörden bereits seit über einem Jahr bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Die Tests sind neben den Impfungen eine weitere Möglichkeit, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und möglichst viele Menschenleben zu schützen. Daher freuen wir uns, auch bei dieser Initiative dabei zu sein“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die Umsetzung der Testungen erfolgt in den 19 DRK-Landesverbänden, wo insgesamt 38 zusätzliche Teststationen aufgebaut werden. Neben 19 stationären Testzelten werden 19 mobile Test-Teams Einrichtungen für Senioren, Kindergärten und Schulen besuchen, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu kostenlosen Schnelltests zu ermöglichen. „Das Angebot für die Corona-Tests richtet sich an alle Menschen – wir hoffen aber, durch die mobilen Teams besonders gefährdete Teile der Bevölkerung zu erreichen, die teilweise weniger beweglich sind“, sagt Reuter.

Jeder Landesverband erhält ein Einsatzfahrzeug, ein Zelt mit Beleuchtungssatz sowie einen Generator. Zudem wird Schutzmaterial wie Handschuhe, Schutzbrillen, Kittel, Schürzen, Hauben, FFP2-Masken sowie Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. „Pro Landesverband werden außerdem 200 Testerinnen und Tester ausgebildet – viele davon ehrenamtlich. Sie stehen auch über dieses Projekt hinaus bereit, um das DRK und die Behörden künftig beim Katastrophenschutz zu unterstützen“, sagt Reuter.

Neben dem DRK erhalten auch die Schwestergesellschaften in Österreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal und Spanien EU-Mittel für die Durchführung des Projekts, das bis 30. September 2021 läuft.

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Presse
news-4889 Thu, 15 Apr 2021 10:43:16 +0200 Bevölkerungsschutz: Hilfsorganisationen und BBK rücken enger zusammen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bevoelkerungsschutz-hilfsorganisationen-und-bbk-ruecken-enger-zusammen/ Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) begrüßt Dr. Heike Spieker vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Sie besetzt seit dieser Woche das erste Verbindungsbüro der Hilfsorganisationen im BBK. Vertreterinnen und Vertreter weiterer Partner des BBK sollen folgen. Die Gespräche mit den weiteren Hilfsorganisationen im Bevölkerungsschutz laufen. Die bereits bestehenden Netzwerke mit Leben zu füllen, um die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen weiter zu vertiefen, ist Armin Schuster, dem Präsidenten des BBK besonders wichtig: „Vernetzung und Kooperation sind die Basis für effektives Krisenmanagement in dieser komplexen Welt. Sowohl vor als auch in der Krise müssen alle beteiligten Akteure eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Für verlässliche Analysen, Prognosen, Pläne und Verfahren kommt es auf alle Fähigkeiten und Erfahrungen an. Kurze Wege bringen uns hier enorm weiter.“

DRK-Generalsekretär Christian Reuter sagt: „DRK und BBK blicken auf eine lange und enge Zusammenarbeit zurück, die jetzt institutionalisiert wird. So können wir gemeinsam künftige Herausforderungen noch besser bestehen.“ Dr. Heike Spieker, Juristin mit dem Schwerpunkt im internationalen Recht und Humanitärem Völkerrecht, ist seit vielen Jahren im Generalsekretariat des DRK in leitender Position beschäftigt und wird nun das DRK u.a. in seiner besonderen Rolle als Nationale Hilfsgesellschaft im BBK vertreten.

In alle Bereiche des BBK hinein bestehen intensive Beziehungen zum DRK, so dass diese durch ein ständiges Verbindungsbüro nun weiter gefestigt und ausgebaut werden können. Vor allem mit Blick auf das einzurichtende Gemeinsame Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz wird diese Kooperation den Bevölkerungsschutz in Deutschland stärken.

Wichtige Themen in der Zusammenarbeit von BBK und DRK liegen in den Feldern Förderung des Ehrenamtes, Ausstattung, Erste-Hilfe-Ausbildung, Pflegeunterstützungskräfte, humanitäres Völkerrecht u.v.m. Weitere Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit von BBK und DRK sind das „Labor 5000“, der Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie Nationale Reserven.

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news-4888 Mon, 12 Apr 2021 09:43:41 +0200 Anhörung im Bundestag: DRK setzt sich für Verbesserungen im Bevölkerungsschutz ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/anhoerung-im-bundestag-drk-setzt-sich-fuer-verbesserungen-im-bevoelkerungsschutz-ein/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat angesichts der Corona-Pandemie deutliche Verbesserungen im Bevölkerungsschutz angemahnt. „Für die Bewältigung pandemischer Lagen und anderer Krisen ist die Vorhaltung von Material und die Ausbildung von Personal von eklatanter Wichtigkeit“, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter am 12. April als Sachverständiger bei einer Anhörung im Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages zur Bilanz des Bevölkerungsschutzes angesichts der Corona-Pandemie. Während Katastrophen wie Hochwasser auch durch den Einsatz von Spontanhelfern bekämpft werden könnten, zeige sich im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz die Notwendigkeit, auf gut ausgebildetes und spezialisiertes Personal in großer Zahl kurzfristig zurückgreifen zu können. DRK-Generalsekretär Reuter erklärte weiter, dies müsse allerdings unbedingt mit einer konsequenten materiellen Vorbereitung durch Lagerhaltung und Bevorratung von medizinischem Material wie persönlicher Schutzausrüstung verbunden sein. Er wies darauf hin, dass das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit den anerkannten Hilfsorganisationen den Aufbau einer nationalen Betreuungsreserve mit bundesweit zehn Logistikzentren zur Versorgung von jeweils 5.000 Menschen in Krisenfällen vorgeschlagen habe. Ein Pilotprojekt werde derzeit unter Federführung des DRK umgesetzt, ein zweites Modul sei teilweise bereits in den Bundeshaushalt 2021 aufgenommen worden. „Als Vorbereitung für zukünftige Krisenlagen und angesichts der Engpässe bei den Ressourcen, die durch die Corona-Pandemie deutlich wurden, muss jetzt so schnell wie möglich mit dem Aufbau der gesamten Zivilschutzreserve begonnen werden“, sagte Reuter.

Die Pandemie zeige außerdem, dass der gesundheitliche Bevölkerungsschutz ohne die tatkräftige Unterstützung durch ehrenamtliches Personal des DRK und der anerkannten Hilfsorganisationen nicht zu bewältigen sei. Aktuell seien täglich gut 10.000 ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes aktiv, damit seien mittlerweile jeder DRK-Kreisverband und auch die Schwesternschaften vom DRK in die Bewältigung der pandemischen Lage umfassend eingebunden. Der Bevölkerungsschutz in Deutschland werde zu über 90 Prozent vom Ehrenamt getragen, sagte Reuter. Deshalb müsse der Umgang mit der ehrenamtlichen Leistung bundesweit gleich zugunsten des Ehrenamtes besser geregelt werden. In ganz Deutschland sei das DRK derzeit an mehr als 300 Impfzentren und 390 Teststationen beteiligt.

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news-4887 Thu, 08 Apr 2021 15:31:32 +0200 Personalwechsel: René Burfeindt verstärkt das DRK-Generalsekretariat https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/personalwechsel-rene-burfeindt-verstaerkt-das-drk-generalsekretariat/ Das DRK-Generalsekretariat erhält Verstärkung: René Burfeindt tritt zum 02.08.2021 die Stelle als Leiter des Bereichs „Nationale Hilfsgesellschaft“ an. „Ich bin überzeugt, dass Herr Burfeindt genau die richtige Person für diese Aufgabe ist und seine neue Rolle mit einem zukunftsgewandten Blick für unsere Ehren- und Hauptamtlichen ausfüllen wird“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. In der neuen Position verantwortet René Burfeindt die strategische Ausrichtung des Bereichs „Nationale Hilfsgesellschaft“, begleitet politische Gesetzesinitiativen und vertritt das DRK als nationale Hilfsgesellschaft innerhalb und außerhalb des DRK-Gesamtverbandes. Burfeindt ist seit über 15 Jahren in unterschiedlichen Funktionen ehren- und hauptamtlich für das DRK tätig und kommt aus dem DRK-Landesverband Hamburg. Dort ist er aktuell als stellvertretender Geschäftsführer der DRK Hamburg mediservice gGmbH tätig. Er hat Rettungsingenieurwesen, Management und Social Innovation in Hamburg, Edinburgh und Cambridge studiert.

                                  
Der Vorstand des DRK-Landesverbandes Hamburg, Dr. Georg Kamp, wünscht ihm zu seinem Wechsel alles Gute: „So schade es auch ist, ihn für Hamburg zu verlieren, freue ich mich, dass Herr Burfeindt der DRK-Familie erhalten bleibt, und wünsche ihm viel Erfolg und eine gute Hand für die neue Aufgabe.“

René Burfeindt sagt zu seiner neuen Position: „Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich darauf, das DRK als nationale Hilfsgesellschaft gemeinsam mit den Ehren- und Hauptamtlichen auf Bundesebene weiter voranzubringen.“ Herr Burfeindt löst Dr. Johannes Richert ab, der zum 30. Juni 2021 seine berufliche Laufbahn beenden wird.

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news-4886 Wed, 31 Mar 2021 11:00:00 +0200 DRK beendet Einsatz in Kara Tepe II, bleibt aber in Griechenland aktiv https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-beendet-einsatz-in-kara-tepe-ii-bleibt-aber-in-griechenland-aktiv/ Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seit September 2020 im Rahmen eines Soforthilfeeinsatzes im neu errichten Lager Kara Tepe II aktiv. „Nach einem halben Jahr endet heute planmäßig unser Einsatz auf Lesbos. In den vergangenen Monaten konnten wir für die geflüchteten Menschen im Rahmen unseres humanitären Mandats wichtige Verbesserungen in der Wasserver- und -entsorgung sowie im Hygienebereich umsetzen. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Griechischen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und wurde ermöglicht durch eine großzügige Spende der Siemens AG und des Volkswagen Konzerns. Unsere bisherigen Aufgabenbereiche werden von anderen Hilfsorganisationen übernommen, sodass dieser Teil der Versorgung weiter sichergestellt sein wird. Das DRK wird sein Engagement in den kommenden Monaten auf geflüchtete Menschen in anderen Teilen Griechenlands ausweiten“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Zu Beginn des Soforthilfeeinsatzes wurden 500 Familienzelte und 1.900 Hygienepakete bereitgestellt. Die Maßnahmen des DRK in Kara Tepe II haben täglich rund 7.300 Menschen erreicht: „Wir haben jeden Tag 180 Kubikmeter Trinkwasser und 50 Kubikmeter Warmwasser per LKW zur Verfügung gestellt und die Abwasserentsorgung gesichert. Vom DRK wurden 120 nach Geschlechtern getrennte Duschplätze und ein barrierefreier Duschplatz eingerichtet. Wir haben eng mit über 100 Geflüchteten zusammengearbeitet, z. B. bei der Vermittlung von Hygienewissen in verschiedenen Sprachen – auch zum Schutz vor dem Coronavirus – und bei Aktivitäten für Kinder“, sagt Alfred Hasenöhrl, Einsatzleiter des DRK auf Lesbos. Der Bau einer Wasserleitung, angeschlossen an das kommunale Wasserversorgungsnetz, werde nach dem Einsatzende weiter von einem DRK-Mitarbeiter koordiniert, um den Transport von Trinkwasser per LKW künftig überflüssig zu machen.
 
Die bisherigen Tätigkeiten des DRK in Kara Tepe II werden von UNICEF, Watershed, ELIX und dem International Rescue Committee übernommen. Gemeinsam mit dem Griechischen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und ermöglicht durch weitere Mittel aus der Großspende von insgesamt 5 Millionen Euro von Siemens und VW wird das DRK in den nächsten Monaten geflüchtete Menschen in anderen Regionen Griechenlands unterstützen, z. B. durch mobile Kliniken und Zentren des Griechischen Roten Kreuzes, die Gesundheitsdienstleistungen anbieten, unbegleitete Minderjährige betreuen, griechische Sprachkenntnisse vermitteln und bei Behördengängen helfen.

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news-4885 Wed, 24 Mar 2021 17:33:24 +0100 Nach Feuer in Cox's Bazar: DRK steht für Hilfe bereit https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nach-feuer-in-coxs-bazar-drk-steht-fuer-hilfe-bereit/ Durch das schwere Feuer im Flüchtlingslager Kutupalong im bangladeschischen Cox’s Bazar hat sich die ohnehin prekäre humanitäre Lage noch verschärft. Bei der Katastrophe mit noch ungeklärter Ursache kamen mindestens 15 Menschen ums Leben, hunderte wurden verletzt, rund 400 Personen werden noch vermisst. Der Bangladeschische Rote Halbmond (BRH), die Schwestergesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), hilft bei den Lösch- und Aufräumarbeiten sowie beim Aufbau neuer Zelte. Das DRK, das seit Jahren im Flüchtlingslager im Bereich der Wasser- und Sanitärversorgung aktiv ist, hat weitere Unterstützung angeboten. Insgesamt sind rund 123.000 Menschen von dem Brand betroffen: Mehr als 10.000 Unterkünfte wurden zerstört, etliche weitere beschädigt. Auch Krankenstationen, Wasserstellen, Toiletten, Moscheen, Frauenzentren und Geschäfte fielen den Flammen zum Opfer. Viele Menschen müssen unter freiem Himmel ausharren, der Bedarf an Unterkünften, Lebensmitteln und Trinkwasser ist groß.

In Cox’s Bazar befindet sich mit „Kutupalong“ das größte Flüchtlingslager der Welt. Dort leben fast 900.000 Menschen, größtenteils Angehörige der Volksgruppe der Rohingya, die vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar geflüchtet sind. Cox’s Bazar ist eines der ärmsten Gebiete in Bangladesch und häufig von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. Das Flüchtlingslager stellt für die aufnehmenden Gemeinden eine zusätzliche große Herausforderung dar.

Das DRK unterstützt den BRH bei der Versorgung der Geflüchteten und der Verbesserung der Lebenssituation der bangladeschischen Bevölkerung – unter anderem durch den Bau und die Instandhaltung von Latrinen und Waschgelegenheiten sowie Trinkwasserentnahmestellen; der Abwasserentsorgung und der Vermittlung von Hygienemaßnahmen, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Außerdem erhalten die Geflüchteten Baumaterialien, um sturmsichere Unterkünfte zu errichten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das DRK bitte um Spenden für die Geflüchteten:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort:
Hilfe für die Rohingya

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Presse Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Asien Bangladesch Myanmar
news-4881 Thu, 18 Mar 2021 13:30:00 +0100 Erneut Kooperation mit Hansaplast: Schulkinder in Erste Hilfe fit machen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erneut-kooperation-mit-hansaplast-schulkinder-in-erste-hilfe-fit-machen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Jugendrotkreuz (JRK) setzen sich gemeinsam mit Hansaplast dafür ein, möglichst viele Kinder an das Thema Erste Hilfe heranzuführen. Ob stabile Seitenlage, kleine Wunden mit Pflaster abdecken oder Verbände anlegen – niemand ist zu klein zum Helfen: Genau dort setzt die Kooperation des Jugendrotkreuzes mit Hansaplast zur Ersten Hilfe in Grundschulen an, die auch 2021 fortgeführt wird. Spielerisch aufbereitete Erste-Hilfe-Themen bieten die Möglichkeit für nachhaltiges Lernen, das bei Kindern zu positiven Effekten führt: So werden beispielsweise ihr Sinn für Zivilcourage und das Selbstbewusstsein gefördert. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau der kindgerechten Erste-Hilfe-Wissensvermittlung mit dem Schwerpunkt Wundversorgung. Zudem soll die Anzahl an Kindern, die Erste Hilfe lernen, weiter gesteigert werden. Teil der Kooperation ist die Promotion des neuen Hansaplast Wundversorgungs-Sets für Apotheken: Im Aktionszeitraum unterstützt Hansaplast das DRK mit 1,50 Euro pro verkauftes Wundversorgungs-Set. Der Beitrag fließt direkt in die Vermittlungsarbeit von Erste-Hilfe-Kenntnissen für Grundschulkinder, um die altersgerechte Umsetzung von Erste Hilfe-Themen weiter zu stärken.

Ob in der Schule, zu Hause oder in der Freizeit – Unfälle können jederzeit und überall passieren. Damit sich Kinder in Notsituationen frühzeitig untereinander helfen können, ist es wichtig, sie bereits im Grundschulalter mit einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut zu machen. Es ist notwendig, dass sie ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln, um Verletzungen zu vermeiden und die eigene Sicherheit zu erhöhen. Mit seinen Programmen setzt sich das JRK auch für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Zivilcourage von Kindern und Jugendlichen ein, um flächendeckend Erste-Hilfe-Kenntnisse sicherzustellen. So kann Kindern zum Beispiel frühzeitig die Angst vor kleineren Wunden genommen und frühzeitig verhindert werden, dass sie Hemmschwellen für Hilfeleistungen aufbauen. Durch eine spielerische Heranführung an das Thema wird schon früh die Motivation und die Fähigkeit zum Helfen gefördert – und ein wichtiger Grundstein für die spätere Erste-Hilfe-Kompetenz gelegt.

Weitere Informationen zu den Erste-Hilfe-Programmen des Jugendrotkreuzes für Kinder und Jugendliche finden Sie hier.

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News Erste Hilfe Kinder Partner
news-4884 Wed, 17 Mar 2021 14:27:15 +0100 Bundesregierung plant Reform: DRK-Präsidentin begrüßt neue Wege im Bevölkerungsschutz https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bundesregierung-plant-reform-drk-praesidentin-begruesst-neue-wege-im-bevoelkerungsschutz/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt die geplante Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). „Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass wir mehr Koordinierung im gesamten Bevölkerungsschutz brauchen, mehr Synergieeffekte und weniger Doppelstrukturen von Bund, Ländern und Kommunen. Deshalb ist es ein richtiger Schritt, das BBK in seiner bundesweiten Koordinierungsfunktion zu stärken“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zu den heute von Bundesinnenminister Horst Seehofer und BBK-Präsident Armin Schuster vorgestellten Plänen. Die Behörde könne „Dreh- und Angelpunkt für die Vernetzung aller Akteure im Bevölkerungsschutz, also auch der anerkannten Hilfsorganisationen mit ihren vielen Ehrenamtlichen, werden“, sagt Hasselfeldt. Nach den Plänen des Bundesinnenministeriums soll das Bundesamt für Bevölkerungsschutz im Krisenfall zu einem Knotenpunkt für Informations- und Ressourcenmanagement mit einem gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz ausgebaut werden, in dem Bund, Länder, Kommunen und Hilfsorganisationen zusammenarbeiten. „Katastrophen und Krisen machen nicht an Ländergrenzen halt, beispielsweise Großschadensereignisse und Pandemien. Deswegen sollte das Krisenmanagement stärker länderübergreifend koordiniert werden. Das Deutsche Rote Kreuz steht als nationale Hilfsgesellschaft gerne bereit, die Bundesregierung hier weiter zu unterstützen“, sagt Hasselfeldt.

Die DRK-Präsidentin begrüßt auch die Absicht des Bundesinnenministeriums, mehr Menschen für ein Ehrenamt in den Organisationen des Bevölkerungsschutzes zu gewinnen. Als positiv bewertet Hasselfeldt zudem, dass das BBK einen Vorschlag des DRK zur Ausbildung der Bevölkerung zu Pflegeunterstützungskräften im Rahmen des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetzes aufgreifen will. Nach Vorstellungen des DRK könnten freiwillige Pflege-Basiskurse - ähnlich wie Erste-Hilfe-Kurse - einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Familien und Pflegedienste speziell in Krisenzeiten wie einer Pandemie leisten. Das Ziel könne sein, dass ein Prozent der Bevölkerung durch das DRK und andere anerkannten Hilfsorganisationen als Pflegeunterstützungskräfte ausgebildet werden. Das DRK erarbeitet derzeit ein entsprechendes Konzept.  

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Presse
news-4883 Fri, 12 Mar 2021 09:44:52 +0100 DRK warnt: Zecken-Saison beginnt in diesem Jahr schon im März https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-warnt-zecken-saison-beginnt-in-diesem-jahr-schon-im-maerz/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer steigenden Gefahr durch lebensgefährliche Zeckenstiche. „Zecken werden immer früher und länger aktiv. Nach dem Rekordjahr 2020 müssen wir in diesem Jahr mit einer weiteren Steigerung der Erkrankungshäufigkeit rechnen“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin. Obwohl der Gipfel der Erkrankungen in den Monaten Mai bis Oktober liege, hätten die warmen Sonnenstrahlen bereits jetzt im März zu einer zunehmenden Gefährdung geführt. Schon bei 8 Grad Celsius würden die Tiere aktiv. Durch den Stich der Zecke können zwei Erkrankungen übertragen werden: die Frühsommerenzephalitis (FSME) und die Borreliose. Die FSME führt zu einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks. 2020 gab es 704 FSME-Erkrankungen, so viele wie noch nie. Die Borreliose tritt häufiger als die FSME auf. Pro Jahr ist mit rund 100.000 Fällen zu rechnen.

Die Zeichen eines Zeckenstichs, die manchmal erst einige Tage bis Wochen später auftreten können, sind eine sich verbreitende Hautrötung. Es können in der Folge Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit auftreten. „Vermeidbar sind Zeckenstiche durch das Tragen heller Kleidung und die Bedeckung von freien Körperstellen“, empfiehlt der Bundesarzt. Feste Schuhe, lange Hosen und lange Ärmel seien wichtig. Bei Wanderungen über Wiesen sowie durch Gebüsch und Unterholz sollten die Hosen in die Socken gesteckt werden. Zeckenschutzmittel und -sprays böten keine 100prozentige Sicherheit, sagt Prof. Sefrin. Nach einem Aufenthalt in Wald und Wiesen sollte man den Körper nach Zecken absuchen, besonders im Bereich von feuchtwarmen Körperregionen wie Achselhöhle und Leistenbeuge.

Der DRK-Bundesarzt gibt den Rat: „Nach Erkennen einer Zecke auf der Haut diese mit einer Zeckenzange oder -karte (in der Apotheke erhältlich) entfernen. Die Zecke ganz vorne an der Haut fassen und langsam senkrecht nach oben herausziehen. Wichtig: Nicht quetschen und drehen, da das dazu führen kann, dass die Sekrete, in denen sich die Erreger befinden, noch ausgeschieden werden. Die Zecke muss möglichst im Ganzen entfernt werden. Bei Auftreten von Entzündungszeichen soll man einen Arzt aufsuchen und in Risikogebieten eine Schutzimpfung in Erwägung ziehen.“

In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen.

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news-4882 Thu, 11 Mar 2021 09:00:00 +0100 10 Jahre Syrien-Krise - DRK: Humanitäre Lage in Syrien verschlechtert sich Jahr um Jahr https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/10-jahre-syrien-krise-drk-humanitaere-lage-in-syrien-verschlechtert-sich-jahr-um-jahr/ Im März 2021 tritt Syrien in das zweite Jahrzehnt eines Konflikts ein, der bereits Millionen von Menschen in Mitleidenschaft gezogen hat. „Nach zehn Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen und verschiedener sich überlagernder Krisen müssen wir einer äußerst bitteren Wahrheit ins Auge blicken: Die humanitäre Lage in Syrien hat sich Jahr um Jahr weiter verschärft – zuletzt durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen. Rund 13,4 Millionen Menschen, weit über 70 Prozent der syrischen Bevölkerung, sind aktuell auf humanitäre Hilfe angewiesen; 90 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Diese Zahlen sind erschütternd. Unsere Schwestergesellschaft, der Syrische Arabische Rote Halbmond, hat mit humanitären Hilfsmaßnahmen im vergangenen Jahr insgesamt 6,2 Millionen Menschen erreicht und wird dabei seit 2012 vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Zehn Jahre bewaffneter Konflikt bedeuten die weitreichende Zerstörung zentraler Infrastruktur wie Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie massive interne Vertreibungen und grenzüberschreitende Fluchtbewegungen. „Jeder Zweite wurde vertrieben, entweder innerhalb des Landes oder ins Ausland. Rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen ist nicht funktionsfähig und über zwei Millionen Kinder konnten 2020 nicht zur Schule gehen. In Syrien ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt. Die Krise bringt eine ganze Generation um ihre Chancen“, sagt Reuter weiter. Auch der große Bedarf im Bereich der mentalen Gesundheit dürfe nicht unterschätzt und ignoriert werden.

Das DRK unterstützt den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) vor allem beim Betrieb eines logistischen Netzwerks von landesweit 277 Lagerhäusern für Hilfsgüter aller Art, dazu zählt auch das größte Lagerzentrum in Tartous. In der Corona-Pandemie liefert das DRK auch Ausrüstung und Materialien zum Schutz der SARC-Freiwilligen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Europäischen Union wurden durch das DRK im Jahr 2020 knapp 4,3 Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen eingesetzt.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit einer deutschsprachigen DRK-Mitarbeiterin in Damaskus.

Das DRK bittet um Spenden für die Menschen in Syrien:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Syrien

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Presse Syrienkrise Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Nahost Syrien Nothilfe
news-4880 Mon, 08 Mar 2021 12:24:04 +0100 DRK zur Zivilreserve: Vorhandene Strukturen stärken und nutzen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-zur-zivilreserve-vorhandene-strukturen-staerken-und-nutzen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt den Vorschlag von Kanzleramtschef Helge Braun, eine Art zivile Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen zu schaffen. „Deutschland muss sich künftig auf Krisen aller Art besser vorbereiten. Das ist eine Lehre aus der Corona-Pandemie. Deshalb schlagen wir vor, die bereits vorhandenen und leistungsfähigen Strukturen des Deutschen Roten Kreuzes und anderer anerkannter Hilfsorganisationen zu unterstützen und zu stärken“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Kanzleramtsminister Braun hatte in einem Interview erklärt, es brauche geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung als eine Art zivile Reserve. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt weist darauf hin, dass das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit den anderen anerkannten Hilfsorganisationen den Aufbau einer nationalen Betreuungsreserve mit bundesweit zehn Logistikzentren zur Versorgung von jeweils 5.000 Menschen in Krisenfällen vorgeschlagen habe. Zwei davon seien mittlerweile vom Bundestag genehmigt worden. „Als Konsequenz aus der Pandemie sollte jetzt so schnell wie möglich mit dem Aufbau aller zehn Standorte begonnen werden“, sagt Hasselfeldt.

Außerdem sei es sinnvoll, die Ausbildung von Pflegehilfskräften aus der Bevölkerung zur Unterstützung von Pflegepersonal im Krisenfall wieder aufzunehmen. Das DRK habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit einer Kurzzeitausbildung ähnlich wie bei Erste-Hilfe-Kursen sammeln können. Trotz der vorhandenen bundesgesetzlichen Grundlage sei dieses Zivilschutzprogramm zur Ausbildung von sogenannten „Schwesternhelferinnen“ nicht mehr finanziert worden. Ein freiwilliger Pflege-Basiskurs wäre ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung der Familien und Pflegedienste, gerade in pandemischen Lagen. Solche Angebote zur Stärkung der Selbsthilfekräfte der Bevölkerung könnten durch die Hilfsorganisationen kurzfristig und flächendeckend aufgebaut werden. Ein Ziel könnte die Ausbildung von einem Prozent der Bevölkerung in einfachen Pflegemaßnahmen innerhalb der nächsten Jahre sein.

Das DRK schlägt zudem vor, etwa 20 mobile medizinische Versorgungseinheiten zu schaffen. Vier dieser ambulanten Arztpraxen des DRK hätten sich in der Pandemie bei der Betreuung der Bevölkerung bereits bestens bewährt.

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news-4879 Mon, 22 Feb 2021 21:11:45 +0100 Neu im Blog: Wiederaufbau auf den Philippinen https://blog.drk.de/philippinen-leben-nach-den-taifunen/ Goni, der weltweit heftigste Sturm des Jahres 2020, zerstörte im November auf den Philippinen Häuser und Ernten. Millionen waren betroffen und benötigen nun Hilfe beim Wiederaufbau. Blog Geografisch Philippinen Asien news-4877 Thu, 18 Feb 2021 12:36:00 +0100 DRK-Studie: Übergriffe gehören zum Alltag im Rettungsdienst https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-studie-uebergriffe-gehoeren-zum-alltag-im-rettungsdienst/ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst berichten in einem Zeitraum von zwölf Monaten mindestens über eine Gewaltanwendung im Einsatz. Verbale Übergriffe kommen am häufigsten vor. 40,3 Prozent des Personals sind ausschließlich von verbaler Gewalt betroffen, etwa ein Drittel beschreibt sowohl verbale als auch körperliche Übergriffe. Ausschließlich tätliche Übergriffe werden von 14,1 Prozent genannt. Verbale Gewalt wie Beleidigungen und Beschimpfungen kommen bei fast jedem Fünften (18,4 Prozent) sogar mindestens ein- bis zweimal pro Woche vor. Die Täter sind in drei Viertel der Fälle die Patienten selbst. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hervor, in der die Angaben von 425 Personen im Rettungsdienst ausgewertet wurden. „Die Ergebnisse sind erschreckend. Wir müssen leider feststellen, dass Beleidigungen, Beschimpfungen und auch körperliche Übergriffe mittlerweile zum Alltag im Rettungsdienst gehören“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Sie spricht sich dafür aus, Rettungsdienst-Mitarbeiter noch besser für solche Situationen zu schulen und Straftäter konsequent zu verfolgen. Die häufigste Form verbaler Übergriffe waren laut Studie Beschimpfungen und Beleidigungen (91,1 Prozent), gefolgt von der Androhung von Gewalt (55,3 Prozent bei Mehrfachnennung). „Die häufigsten Gewaltanwendungen spielten sich mit 52 Prozent im innerstädtischen Bereich ab, gefolgt von sozialen Brennpunkten. An dritter Stelle kommen bürgerliche Wohngegenden und Großveranstaltungen“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin, der Leiter der Studie. Die häufigste Form bei den tätlichen Übergriffen sei Schlagen und Treten (32,7 Prozent) gleichauf mit Schubsen (31,5 Prozent). „Es ist deutlich, dass die Häufigkeit der berichteten Übergriffe sich mehrfach im Bereich von ein- bis zweimal pro Monat abspielte. Es kann demnach nicht von einem singulären Ereignis für den einzelnen Mitarbeiter im Rettungsdienst gesprochen werden“, sagt Prof. Sefrin. Weitere Erkenntnis der Studie: „Wenn es um die Ursachen der Gewalt im Rettungsdienst geht, ist seitens der Patienten in zunehmendem Maße ein teilweise überzogener Anspruch gegenüber dem Rettungspersonal festzustellen. Ein Anspruchsdenken hat es schon immer gegeben, aber es wurde nicht versucht, es mit Gewalt durchzusetzen.“

Bei der nicht repräsentativen Studie wurden insgesamt 425 Fragebogen von Notfallsanitätern, Rettungsassistenten, Rettungssanitätern und weiteren Rettungsdienstmitarbeitern ausgewertet. Die Daten wurden von August bis November 2019 erhoben. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Notarzt“ erschienen: https://eref.thieme.de/B6C7I

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news-4878 Thu, 18 Feb 2021 09:36:59 +0100 Rassistische Anschläge – Jahrestag Hanau: DRK setzt sich für vielfältige Gesellschaft ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rassistische-anschlaege-vom-19-februar-2020-hanau-jahrestag-drk-setzt-sich-fuer-vielfaeltige-gesellschaft-ein/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) setzt sich für eine offene und diverse Gesellschaft ohne Diskriminierung und Hass ein. „Wir verurteilen jede Art von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus. Als Teil der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist es unser Selbstverständnis, nicht nach ethnischer, regionaler oder sozialer Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht oder politischer Überzeugung zu unterscheiden, sondern immer dort zu helfen, wo die Not am größten ist“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Jahrestages der rassistischen Anschläge in Hanau am 19. Februar 2020. Die Tat sei ein Angriff auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewesen; ebenso wie die antisemitischen und rechtsextremistischen Taten der vergangenen Jahre habe er aber zugleich schmerzlich vor Augen geführt, dass Deutschland nicht für alle Menschen ein sicherer Ort ist. Es brauche ein gesellschaftliches Klima des Miteinanders, der Toleranz und Solidarität sowie eine politische Debattenkultur, an der sich alle Gruppen gleichberechtigt beteiligen.

Alle Menschen müssten die gleichen Chancen und Rechte haben: Das gelte in der Kita, in der Schule, in der Ausbildung, im Arbeitsleben und im Alltag. Hier seien Institutionen, Organisationen, aber auch jede einzelne Person gefragt, sich deutlich gegen Diskriminierung zu stellen und Vielfalt selbst aktiv zu leben. „Obwohl das DRK mit seinen rund 443.000 Ehren- und 180.000 Hauptamtlichen bereits divers aufgestellt ist, ist es unser Bestreben, noch vielfältiger zu werden – ob in den Angeboten der Wohlfahrt oder in der Personal- und Organisationsstruktur. Dafür treten wir in den Austausch mit Betroffenenverbänden, vernetzen uns mit Beratungsstellen und setzen Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsprojekte um“, sagt Hasselfeldt.

Weder die Tat noch die Opfer dürfen in Vergessenheit geraten: Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu und Kaloyan Velkov wurden im Zentrum von Hanau in zwei Shisha-Bars und einem Kiosk erschossen. Im Anschluss tötete der Täter seine Mutter Gabriele Rathjen. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, die den schrecklichen Verlust ihrer Liebsten verarbeiten müssen und noch immer nach Antworten suchen“, sagt Hasselfeldt.

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news-4876 Fri, 12 Feb 2021 08:59:32 +0100 Wasserwacht warnt vor Leichtsinn beim Betreten von Eisflächen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/wasserwacht-warnt-vor-leichtsinn-beim-betreten-von-eisflaechen/ Frostige Temperaturen haben aus vielen Flüssen und Seen Eisflächen gemacht, die zum Spazieren oder Schlittschuhlaufen verlocken. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor lebensgefährlichem Leichtsinn und empfiehlt, nur Eisflächen zu betreten, die offiziell von lokalen Behörden freigegeben sind. „Beachten Sie örtliche Warnhinweise, erklären Sie diese auch Ihren Kindern. Die Dicke der Eisschicht wird von vielen Menschen unterschätzt – stehende Gewässer sind erst ab mindestens 15 Zentimetern sicher, fließende Gewässer erst ab 20 Zentimetern. Wer ins Eis einbricht, unterkühlt innerhalb weniger Minuten und droht zu ertrinken“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, und gibt wichtige Hinweise für den Notfall. Warnsignale beachten: „Wenn es unter den Füßen knackt, knistert und sich Risse in der Oberfläche bilden, droht das Eis zu brechen. Legen Sie sich sofort flach hin, um das Gewicht zu verteilen und robben Sie langsam Richtung Ufer. Wer einbricht, sollte die Arme schnell ausbreiten, um ein Untertauchen unter das Eis zu verhindern. Brechen Sie das Eis in der Richtung, aus der Sie gekommen sind, so lange ab, bis es wieder dicker wird. Versuchen Sie, sich auf die Eisoberfläche zu rollen und kriechend zurück an Land zu gelangen.“

Schnell helfen: „Setzen Sie den Notruf (112) ab und rufen Sie laut um Hilfe. Sind Rettungsring oder -leine vorhanden, werfen Sie diese von einem sicheren Standort zur Einbruchstelle. Alternativ können Sie der eingebrochenen Person vom Ufer aus einen Stock oder Schal reichen und sie damit aus dem Wasser ziehen. Bei einer weiter entfernten Einbruchstelle sichern Sie sich mit einem Seil am Ufer und robben zur betroffenen Person. Eine Leiter kann helfen, das Gewicht auf dem Eis zu verteilen und vor einem eigenen Einbruch schützen.“

Die gerettete Person an einen warmen Ort bringen: „Ziehen Sie der Person die nasse Kleidung aus und wickeln Sie sie in eine warme Decke. Ist sie bewusstlos, atmet aber normal, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage. Bei nicht normaler Atmung oder Kreislaufstillstand beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung – 30 Mal Herzdruckmassage, 2 Mal Atemspende im Wechsel. Führen Sie die Maßnahme so lange durch, bis der Rettungsdienst eintrifft und übernimmt, oder bis die betroffene Person wieder normal zu atmen beginnt.“

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3.000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Andreas Paatz.

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news-4874 Thu, 04 Feb 2021 09:32:27 +0100 Sechs Monate nach Explosion: Lage in Beirut weiter katastrophal https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/sechs-monate-nach-explosion-lage-in-beirut-weiter-katastrophal/ Sechs Monate nach der schweren Explosion in Beirut mit mehr als 200 Toten und Tausenden Verletzten ist die humanitäre Lage weiterhin katastrophal. Hunderttausende Menschen haben ihre Wohnung und Lebensgrundlage verloren, die Arbeitslosigkeit ist weiter gestiegen. Hinzu kommen hohe Covid-19-Infektionszahlen, das Gesundheitssystem ist überlastet. Inmitten der Pandemie wurde die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen beschädigt, die Folgen sind noch immer verheerend. „Die Hilfsbereitschaft nach der Explosion war sehr groß – durch Spenden und mit Mitteln des Auswärtigen Amts konnte den Betroffenen schnell geholfen werden. Aber der humanitäre Bedarf bleibt nicht nur in der Hauptstadt riesig, im Libanon fehlt es an allem“, sagt Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz. Das DRK hat nach der Explosion Soforthilfe geleistet und unterstützt seine Schwestergesellschaft, das Libanesische Rote Kreuz (LRK), auch weiterhin. Das LRK habe nach der Katastrophe mehr als 250.000 Menschen mit Lebensmitteln, Hygienepaketen, Bluttransfusionen und kostenlosen Basisgesundheitsdiensten versorgt – der Bedarf an Blutspenden und dem Ambulanzdienst des LRK sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, sagt Johnen. 9800 besonders von der Explosion betroffene Familien erhalten vorübergehend monatlich 250 Euro Zuschuss; mit Unterstützung des DRK wurden zudem vier beschädigte Schulen repariert, die Instandsetzung weiterer Schulen ist in Planung.

„Die humanitäre Situation im Libanon war schon vor der Katastrophe kritisch: politische Instabilität, eine seit Jahren andauernde Wirtschaftskrise und der Wertverfall des libanesischen Pfundes – mehr als 45 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Hinzu kommt der Konflikt im Nachbarland Syrien; kein Land hat so viele Flüchtlinge pro Kopf der Bevölkerung aufgenommen wie der Libanon. Die Explosion traf also ein ohnehin extrem fragiles Land, die Folgen werden noch viele Jahre auf der libanesischen Bevölkerung lasten“, sagt Johnen.

Das DRK bittet um Spenden für die Menschen im Libanon:
IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Soforthilfe Beirut

Weitere Informationen zur DRK-Hilfe im Libanon finden Sie hier.

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news-4873 Wed, 03 Feb 2021 16:00:00 +0100 Impfzentren - DRK: Rotkreuz-Mitarbeiter haben bei Impfaktion Vorbildfunktion https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rotkreuz-mitarbeiter-haben-bei-impfaktion-vorbildfunktion/ Der Deutsche Rote Kreuz e.V. hat eindringlich an alle Mitgliedsverbände und Gliederungen des DRK appelliert, sich bei den angelaufenen Impfaktionen an der in der Impfverordnung festgelegten Priorisierung der Risikogruppen zu halten. Anlass ist ein Vorfall im DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg, wo Führungskräfte des DRK mit übriggebliebenen Impfdosen geimpft wurden. Der zuständige Kreisgeschäftsführer wurde inzwischen von seinem Amt entbunden. Der DRK-Landesverband Hamburg erklärte, dass die Vorgänge nicht mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes und den gesetzlichen Vorgaben bei der Priorisierung von Risikogruppen in Einklang zu bringen seien. Der Kreisverband bedauerte inzwischen den Vorfall. Der Deutsche Rote Kreuz e.V. begrüßt die Stellungnahme des Landesverbandes Hamburg. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt und DRK-Generalsekretär Christian Reuter erklären in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Zehntausende Helfer des DRK leisten während der Pandemie Unglaubliches, indem sie zum Beispiel Teststationen, Impfzentren und mobile Impfteams betreiben und damit bei der Bekämpfung des Virus an vorderster Stelle stehen. Solche Vorgänge wie im Kreisverband Hamburg-Harburg schaden jedoch dem Ansehen des Deutschen Roten Kreuzes sowohl regional wie auch überregional ganz erheblich. Wir appellieren deshalb an alle Führungskräfte des DRK sowohl im Ehrenamt als auch im Hauptamt, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden.“

Ende Dezember 2020 hatte das DRK in einem Rundschreiben die Mitgliedsverbände darauf hingewiesen, dass bei den Impfaktionen die vorgeschriebene Priorisierung der Risikogruppen eingehalten werden muss. Wenn Impfdosen nicht wie vorgesehen verwendet werden könnten und zu verfallen drohten, müsse bei den Ersatzimpflingen zunächst zum Beispiel an Pflegepersonal oder Mitarbeiter im Rettungsdienst gedacht werden. Die Zugehörigkeit zum DRK allein dürfe in keinem Fall ein hinreichendes Kriterium sein.

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news-4872 Fri, 29 Jan 2021 13:52:30 +0100 Tarifverhandlungen – DRK: Einstimmige Empfehlung beendet Schlichtung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tarifverhandlungen-drk-einstimmige-empfehlung-beendet-schlichtung/ Nach der zweitägigen Schlichtung in den Tarifverhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di haben die Schlichter, Prof. Dr. Martin Henssler und Andrea Nahles, ihre Einigungsempfehlung vorgestellt. Diese enthält lineare Steigerungen in Höhe von mindestens 3,4 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten sowie eine Corona-Sonderzahlung von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten. Der Schlichterspruch wurde von der Schlichtungskommission, in der die Tarifvertragsparteien paritätisch vertreten sind, einstimmig befürwortet. „Auch wenn wir bis an die Grenze des wirtschaftlich möglichen gegangen sind, sind wir insgesamt zufrieden, dass wir nun eine tragfähige Lösung erreicht haben, die auf der einen Seite eine langfristige Planungssicherheit für die Arbeitgeber und auf der anderen Seite deutliche Verbesserungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sich bringt“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Der Schlichterspruch beinhaltet insbesondere eine Erhöhung der Entgelte zum 1.4.2021 um 1,5 Prozent (mindestens 50 Euro) sowie eine Erhöhung zum 1.4.2022 um 1,9 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten bis zum 31. März 2023. Zudem sind erhebliche Verbesserungen über das TVöD-Niveau hinaus für Auszubildende sowie für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Ebenso ist eine Corona-Sonderzahlung je nach Entgeltgruppe von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten Bestandteil des Schlichterspruches. Inhalt ist darüber hinaus auch die Erhöhung der Wechselschichtzulage auf 155 Euro für alle Beschäftigten, inklusive des Rettungsdienstes. Weitere Inhalte sind die Erhöhung der Zulagen für die Leitung der Rettungswache um jeweils 40 Euro, die Erhöhung der Gruppenleiterzulage in der Kita um 20 Euro sowie die Einführung einer gestaffelten Pflegezulage bis auf 150 Euro im Monat. Neu eingeführt wird auch eine nach Tätigkeitsdauer gestaffelte, monatliche Zulage für die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Zudem wird der Urlaub für alle Beschäftigten auf 30 Tage erhöht. Die Mitgliederversammlung der BTG und die Tarifkommission von ver.di werden nun über die Einigungsempfehlung beraten, da der Spruch unter dem Vorbehalt der bei ver.di und der BTG jeweils zuständigen Gremien steht.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt Arbeitgeber des DRK mit rund 38.600 Beschäftigten. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern erfasst.

 
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news-4870 Mon, 25 Jan 2021 15:00:00 +0100 Bundespräsident Steinmeier gratuliert DRK zum 100-jährigen Gründungsjubiläum https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bundespraesident-steinmeier-gratuliert-drk-zum-100-jaehrigen-gruendungsjubilaeum/ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuz e.V. (DRK), Gerda Hasselfeldt, zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des DRK gratuliert. Der Bundespräsident schreibt: "Heute vor 100 Jahren wurde das Deutsche Rote Kreuz als Dachverband der seit mehr als 150 Jahren bestehenden Rotkreuzgesellschaften in Deutschland gegründet. Aus diesem Anlass möchte ich Ihnen stellvertretend für die Hunderttausenden von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des DRK herzlich gratulieren. Es waren die Schrecken des Krieges und das furchtbare Leid der Verwundeten, die nach der Schlacht von Solferino Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland aus privaten, bürgerschaftlichen Initiativen die ersten Rotkreuzvereine entstehen ließen. Nach den schier unvorstellbaren Gewaltexzessen des Ersten Weltkrieges mit Millionen von Opfern und Kriegsgeschädigten auf allen Seiten trat die internationale humanitäre Idee des Friedens in den Fokus. In der Weimarer Republik kamen die regionalen Rotkreuzvereine im Jahr 1921 überein, die Dachorganisation des Deutschen Roten Kreuzes zu gründen. Das DRK hat sich seither zu einer bedeutenden Stütze bei der ‚Verhütung, der Bekämpfung und der Linderung gesundheitlicher, wirtschaftlicher und sittlicher Not‘ entwickelt, wie es im ersten Satzungstext heißt. Heute ist daraus ein nicht mehr wegzudenkendes Netzwerk der Hilfe und Unterstützung geworden, das in Deutschland und der Welt aktiv ist. Seine vielen Haupt- und Ehrenamtlichen leisten Unverzichtbares in der sozialen Daseinsvorsorge. Sie helfen im Katastrophenschutz, hierzulande wie global. Wann immer Erdbeben, Naturkatastrophen, Seuchen oder Kriege Menschen auf diesem Globus heimsuchen – das Deutsche Rote Kreuz ist zur Stelle.

Wie bedeutend das Deutsche Rote Kreuz ist, steht uns in diesen Monaten der Bekämpfung der Corona-Pandemie einmal neu klar vor Augen. Ob ärztliche Notdienste, Pflege von älteren und gefährdeten Menschen; ob medizinische Versorgung von Erkrankten oder Aufbau und Betrieb von Impfzentren: Das auf weißem Grund stehende rote Kreuz ist ein Symbol der Hilfe, der Menschlichkeit und der Hoffnung.

An vielen Orten in unserem Land und auch bei meinem jüngsten Besuch eines Berliner Impfzentrums habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK ihren Beitrag dazu leisten, diese Pandemie gemeinsam zu überwinden.

Von Herzen danke ich allen im Deutschen Roten Kreuz für ihren großartigen und unermüdlichen Einsatz für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen."

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news-4869 Wed, 20 Jan 2021 12:59:46 +0100 Einsatz von Bundeswehr und Freiwilligen: DRK unterstützt Bundesregierung bei Schnelltests in Pflegeheimen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/einsatz-von-bundeswehr-und-freiwilligen-drk-unterstuetzt-bundesregierung-bei-schnelltests-in-pflegeheimen/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt die Bundesregierung bei der Durchführung von Schnelltests in Pflegeeinrichtungen. Das DRK wird die Schulung von rund 7.000 Bundeswehr-Angehörigen sowie 7.000 Freiwilligen übernehmen, die die Soldaten nach drei Wochen bei ihrem Einsatz in den Pflegeheimen ablösen sollen. „Wir freuen uns, dass wir der Bundesregierung bei dieser wichtigen Aktion helfen können. Wir hoffen, dass durch den Einsatz der Bundeswehr und der Freiwilligen das Pflegepersonal in den Einrichtungen, das bisher in erster Linie die Schnelltests für Bewohner und Angehörige vornimmt, entlastet werden kann“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die Schulung für die Schnelltests soll durch die DRK-Kreisverbände vor Ort erfolgen. „Aufgrund der Wichtigkeit dieser Maßnahme stellt das DRK aus eigenen Beständen die Schutzausrüstung für diese Schulungen der Bundeswehr und den Freiwilligen zur Verfügung. Wir müssen alles tun, damit die Ausbreitung der Covid-Pandemie in den Pflegeheimen eingedämmt und das Leben von Bewohnern und Personal geschützt werden kann. Eine wesentliche Entspannung erhoffen wir uns vor allem durch die laufenden Impfungen“, sagt Hasselfeldt.

Die Bundesagentur für Arbeit soll die Bewerbungen von Freiwilligen entgegennehmen und an die Kommunen und Landkreise weiterleiten, die dann den Personalbedarf für die Schnelltests in den Pflegeeinrichtungen vor Ort ermitteln sollen.

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Presse
news-4868 Tue, 19 Jan 2021 09:10:58 +0100 Jubiläum: 100 Jahre DRK - Ehrenamt gewinnt künftig immer mehr an Bedeutung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jubilaeum-100-jahre-drk-ehrenamt-gewinnt-kuenftig-immer-mehr-an-bedeutung/ Der Deutsche Rote Kreuz e.V. – der Dachverband von 19 DRK-Landesverbänden und dem Verband der Schwesternschaften vom DRK – feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier findet am Weltrotkreuztag am 8. Mai 2021 in Bamberg statt. Dort wurde das DRK am 25. Januar 1921 gegründet. „Von Anfang an spielte das ehrenamtliche Engagement im Deutschen Roten Kreuz eine sehr große Rolle. Das Ehrenamt wird auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland zu stärken“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Mit dem Motto „Vielfalt in Einheit“ geht das DRK als nationale Hilfsgesellschaft und Wohlfahrtsverband ins Jubiläumsjahr. Am 25. Januar 1921 entsteht das Deutsche Rote Kreuz, wie wir es heute kennen: Die bestehenden deutschen Rotkreuzlandesvereine schließen sich auf einer Sitzung im Alten Rathaus in Bamberg in einem Dachverband zusammen, der das gesamte Rote Kreuz in ganz Deutschland vertritt. Es ist ein rechtsfähiger Verein mit Sitz in Berlin. Die Selbständigkeit der Landesvereine bleibt dabei weitgehend erhalten. Auf diese Weise gestärkt kann das DRK sich in den folgenden Jahren in der Wohlfahrtsarbeit positionieren, den Rettungsdienst ausbauen, in der Rotkreuzbewegung stärker auftreten und einen enormen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Das Rote Kreuz in Deutschland ist allerdings noch älter: Der erste deutsche Rotkreuzverein wurde 1863 in Württemberg gegründet. Bereits seit 1883 gibt es die Wasserwacht, in den 1880er Jahren bilden sich die ersten Sanitätskolonnen, die heutigen Bereitschaften; 1920 entsteht zudem die Bergwacht und 1925 das Jugendrotkreuz.

Aktuell hat das DRK fast drei Millionen Fördermitglieder, 180.000 hauptamtlich Beschäftigte und mehr als 443.000 ehrenamtliche Helfer in den Bereitschaften, der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, dem Jugendrotkreuz, der Bergwacht und der Wasserwacht. „Sehr erfreulich ist, dass die Zahl der Ehrenamtlichen in den vergangenen 15 Jahren sogar gestiegen ist. Auch die Zahl der Hauptamtlichen hat sich erhöht“, sagt Hasselfeldt.

Das DRK gehört der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung an, die mit nationalen Gesellschaften in 192 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt ist. Zu den sieben Grundsätzen der Bewegung gehören Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Historische Fotos zum DRK finden Sie zum kostenlosen Download unter dem Stichwort „100 Jahre DRK“ unter www.drk-mediendatenbank.de

Weitere Infos unter: www.drk.de/das-drk/geschichte/

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Presse
news-4867 Fri, 15 Jan 2021 11:53:55 +0100 Zahlreiche Tote nach Erdbeben - DRK steht für Hilfe in Indonesien bereit https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/zahlreiche-tote-nach-erdbeben-drk-steht-fuer-hilfe-in-indonesien-bereit/ Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 6,2 auf der indonesischen Insel Sulawesi mit zahlreichen Toten ist die Lage noch unübersichtlich. Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) sind mehr als 630 Menschen zum Teil schwer verletzt, mehr als 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Viele sind noch immer unter den Trümmern begraben. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) steht mit seiner Schwestergesellschaft, dem Indonesischen Roten Kreuz und anderen Rotkreuzpartnern vor Ort im Austausch und prüft einen möglichen Hilfsbedarf. „Wir befürchten viele weitere Tote und Verletzte in den Trümmern. Wir stehen bereit, den betroffenen Menschen zu helfen, die nach dieser Katastrophe alles verloren haben,“ sagt Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim DRK. Besonders betroffen ist laut Medienberichten die Stadt Mamuju. Zahlreiche Gebäude wurden stark beschädigt oder stürzten komplett ein – darunter auch zwei Krankenhäuser. Straßen platzten auf, in der Region wurden mehrere Erdrutsche gemeldet, weitere Nachbeben und auch ein Tsunami werden befürchtet. Freiwillige Helferinnen und Helfer des Indonesischen Roten Kreuzes sind seit der Nacht im Dauereinsatz, versorgen Verletzte, stellen Trinkwasser sowie Material für Notunterkünfte bereit und verteilen Corona-Schutzmasken. „Die zerstörte Gesundheitsinfrastruktur ist eine besondere Herausforderung für die Versorgung der Erdbebenopfer. Die vielen Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort tun alles, um in dieser Notlage und unter den äußerst schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie möglichst schnell zu helfen und sind auf weitere Einsätze vorbereitet,“ sagt Johnen.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit einer englischsprachigen Ansprechpartnerin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in Indonesien.

Das DRK bittet um Spenden für die Erdbebenopfer:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Indonesien

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Presse Erdbeben Katastrophe Asien
news-4866 Tue, 12 Jan 2021 14:45:47 +0100 EU-Katastrophenschutzverfahren „rescEU“: DRK unterstützt EU auch 2021 bei Materialvorhaltung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/eu-katastrophenschutzverfahren-resceu-drk-unterstuetzt-eu-auch-2021-bei-materialvorhaltung/ Die Europäische Union wird gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten 2021 weitere Bevorratungsstandorte für medizinische Schutzausstattung schaffen, um bei höheren Bedarfen des Gesundheitswesens – wie aktuell in der Corona-Pandemie – vorbereitet zu sein. Ein Standort für das Projekt „rescEU stockpiling“ wird in Deutschland aufgebaut und kann entscheidend dazu beitragen, die EU-Länder und Teilnehmerstaaten am EU-Katastrophenschutzverfahren bei Versorgungsengpässen schnell und effektiv zu unterstützen. Das DRK beteiligt sich am das rescEU-Programm, wie auch im Vorjahr, und erhält im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes rund 22 Millionen Euro zur Beschaffung und Lagerung von Material wie Schutzkittel und FFP2-Masken. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig grenzübergreifende Maßnahmen sind. Krisen wie die Corona-Pandemie können nur durch gegenseitige Unterstützung und Solidarität bewältigt werden,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das Projekt, das in Deutschland unter der Federführung der Johanniter-Unfall-Hilfe und in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie dem Bundesgesundheitsministerium läuft, hat einen Gesamtumfang von 108 Millionen Euro. Auch der Malteser Hilfsdienst ist beteiligt, die anderen anerkannten Hilfsorganisationen stehen beratend zur Seite. Das auf sieben Jahre angelegte Projekt wird durch die EU-Kommission zu 100 Prozent aus Mitteln des EU-Katastrophenschutzverfahrens finanziert.

Neben der Beschaffung, Einlagerung und Pflege von Schutzausrüstung sieht der Auftrag vor, im Bedarfsfall die logistische Verteilung zu organisieren. Dafür werden Logistikzentren in der Nähe der Flughäfen Frankfurt und Halle/Leipzig eingerichtet.

Das Deutsche Rote Kreuz hat die Europäische Union im Rahmen des rescEU-Programms bereits im vergangenen Jahr unterstützt und medizinische Ausrüstung im Wert von sechs Millionen Euro beschafft. Mehrere europäische Länder erhielten dadurch Schutzmaterial zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Zuletzt wurden vor wenigen Tagen insgesamt 185.000 FFP2-Masken und 50.000 Schutzkittel nach Montenegro und Nord-Mazedonien transportiert. „Wenn andere Länder mit ihren nationalen Vorhaltungen an ihre Grenzen stoßen und wir mit dem Material aushelfen können, tun wir das gerne. Wir freuen uns, dass wir als Nationale Rotkreuz-Gesellschaft des EU-Staates Deutschland die Europäische Union auch dieses Jahr im Bereich des Katastrophenschutzes unterstützen können,“ sagt Reuter.

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Presse
news-4864 Fri, 01 Jan 2021 14:00:00 +0100 Nach Erdbeben: DRK liefert Zelte und Hygienepakete nach Kroatien https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/nach-erdbeben-drk-liefert-zelte-und-hygienepakete-nach-kroatien/ Nach dem Erdbeben der Stärke 6,4 in Kroatien am 29. Dezember 2020 mit mehreren Toten und zahlreichen Verletzten schickt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hilfslieferungen auf den Weg. Unterstützt vom Auswärtigen Amt, liefert das DRK Hygienepakete für 1.500 Familien und 1.000 Säuglinge sowie 140 Familienzelte an das Kroatische Rote Kreuz und den kroatischen Zivilschutz. Laut Medienberichten war das Erdbeben das stärkste in Kroatien seit 140 Jahren. Neben mehreren anderen zerstörten und beschädigten Gebäuden sind insgesamt auch vier Krankenhäuser von den Auswirkungen des Bebens betroffen.

Das Kroatische Rote Kreuz, die Schwestergesellschaft des DRK, hat über 100 Freiwillige und Mitarbeiter entsandt. Sie unterstützen die Behörden bei der Evakuierung, der medizinischen Notversorgung der Verletzten, dem Beseitigen von Schutt und dem Errichten von Notunterkünften für die betroffenen Menschen. Das DRK steht in engem Austausch mit dem Kroatischen Roten Kreuz, um ggf. auf weiteren Hilfsbedarf zu reagieren.


Das DRK bitte um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Kroatien

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Presse Nothilfe Erdbeben Europa
news-4863 Thu, 17 Dec 2020 11:15:42 +0100 Bis 31. Januar 2021: Jetzt für den DRK-Medienpreis bewerben! https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bis-31-januar-2021-jetzt-fuer-den-drk-medienpreis-bewerben/ Bereits zum 15. Mal schreibt der Kreisverband Bremen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bundesweit den DRK-Medienpreis aus. Der Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- Bewegung beschäftigen. Phänomene des Lebens und des Zusammenlebens von Menschen in unserer Gesellschaft stehen dabei im Mittelpunkt. Sieben Begriffe beschreiben die Grundsätze des DRK: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Die journalistischen Arbeiten sollen sich auf einzelne Grundsätze beziehen. Zugelassen sind Publikationen aus dem Jahr 2020 in den Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen. Erstmalig wird darüber hinaus ein Sonderpreis in der Sparte „Digitale Medien“ ausgelobt.

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2021.

Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro in den drei Sparten Print, Hörfunk und TV dotiert. Hinzu kommen 2021 Preisgelder in Höhe von 3.333 Euro für den Sonderpreis „Digitale Medien“. Der Medienpreis wird vom DRK-Kreisverband Bremen ausgeschrieben und von AOK, DIAKO und der Sparkasse gefördert. Die Arbeiten werden von einer vom DRK unabhängigen Jury gesichtet, der renommierte Medienschaffende angehören.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Juli 2021 in Anwesenheit von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt in Bremen statt.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich mit ihren Arbeiten direkt beim DRK-Kreisverband Bremen bewerben. Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, fünf Kopien aller Unterlagen einzureichen. Pro Person kann nur eine Arbeit berücksichtigt werden.

Kontakt:
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Bremen e.V.
Werner Georgi
Wachmannstraße 9
28209 Bremen
Tel: 0173/6080959
E-Mail: medienpreis(at)drk-bremen(dot)de


Nähere Informationen zum Preis unter: www.drk-medienpreis.de.

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Presse
news-4862 Wed, 16 Dec 2020 10:00:00 +0100 DRK leistet Hilfe für Vertriebene aus Tigray in Äthiopien und Sudan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-leistet-hilfe-fuer-vertriebene-aus-tigray-in-aethiopien-und-sudan/ Infolge der seit Anfang November andauernden bewaffneten Auseinandersetzungen in der nordäthiopischen Region Tigray sind Zehntausende Menschen auf der Flucht. „Die humanitären Auswirkungen sind sowohl innerhalb Äthiopiens als auch jenseits der Grenze zum Sudan deutlich zu spüren und erschütternd. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt seine beiden Schwestergesellschaften, das Äthiopische Rote Kreuz und den Sudanesischen Roten Halbmond, die in beiden Ländern dringend benötigte Hilfe für die Betroffenen leisten. In Äthiopien unterstützen wir das Rote Kreuz bei der Ausstattung und Instandhaltung von Ambulanzfahrzeugen, um Menschen, die in den Kampfhandlungen verletzt wurden, zu transportieren und zu versorgen. Im Osten Sudans setzen wir mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes ein Soforthilfe-Projekt in einem Flüchtlingslager und einem Erstaufnahmelager um“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Nach wie vor sei der humanitäre Zugang in die Region Tigray äußerst schwierig, die Telekommunikationswege seien weitgehend abgeschnitten. „Der erste internationale Hilfskonvoi des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und des Äthiopischen Roten Kreuzes, vorrangig beladen mit Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern, hat jedoch glücklicherweise am 12. Dezember die regionale Hauptstadt Mekelle erreicht“, sagt Reuter weiter.

Im Osten Sudans werden Geflüchtete aus Äthiopien vorübergehend in Erstaufnahmelager nahe der Grenzübergänge Al Lukdi (Bundesstaat Gedaref) und Hamdayit (Bundesstaat Kassala) untergebracht. Ein Großteil wird in das Flüchtlingslager in Um Rakuba (Gedaref) verlegt. Die humanitäre Situation in den Lagern ist aktuell sehr prekär, denn trotz erhöhter Aufnahmekapazitäten sind sie durch den großen Zustrom von Menschen stark überfüllt. In Hamdayit und Um Rakuba engagiert sich das DRK in folgenden Bereichen: beim Bau temporärer Gemeinschaftsunterkünfte und Gemeinschaftsküchen; bei der Bereitstellung temporärer Gemeinschaftslatrinen und Badeeinheiten; beim Aufstellen von Abfallbehältern, Wassertanks und Handwaschstationen; bei der Einrichtung und Betreuung von Erste-Hilfe-Stationen durch Freiwillige des Sudanesischen Roten Halbmonds; bei der Verteilung von Hygieneprodukten, insbesondere an Frauen und Mädchen; sowie der Vermittlung von Gesundheits- und Hygienemaßnahmen, auch zur Eindämmung von COVID-19.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afrika

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Presse Afrika Äthiopien Sudan Westafrika
news-4861 Tue, 08 Dec 2020 10:00:00 +0100 Flüchtlingslager auf Lesbos: DRK verbessert Wasser- und Hygieneversorgung in Kara Tepe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/fluechtlingslager-auf-lesbos-drk-verbessert-wasser-und-hygieneversorgung-in-kara-tepe/ Vor drei Monaten wurde das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos durch ein Feuer nahezu komplett zerstört. Am neuen Standort in Kara Tepe verbessert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Wasser- und Hygieneversorgung für rund 7.300 Menschen. Neben der Bereitstellung von Trinkwasser hat das DRK rund 100 provisorische Duschen installiert. „Dadurch können alle Geflüchteten jeden zweiten Tag warm duschen, was eine große Verbesserung in der noch immer sehr schwierigen Situation ist – auch im Hinblick auf den beginnenden Winter. Die bessere Wasser- und Hygieneversorgung soll auch den Ausbruch von Durchfallerkrankungen wie Cholera sowie eine Verbreitung des Coronavirus verhindern. Im Rahmen unserer Möglichkeiten tun wir alles, um in dieser humanitären Notlage das Leid der Schutzsuchenden zu lindern und zu einer würdevollen Unterbringung beizutragen,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Derzeit sind acht DRK-Delegierte in Kara Tepe im Einsatz: Sie haben unter anderem neun Wassertanks und acht Wasserentnahmestellen aufgebaut. Zusätzliche Waschgelegenheiten mit Warmwasser werden momentan errichtet. Außerdem werden Leitungen verlegt, um das Zu- und Abwasser an das örtliche Netz anzuschließen, und es werden Hygieneartikel wie Seife, Waschmittel und Zahnbürsten verteilt. Freiwillige schulen die Menschen in Kara Tepe im Umgang mit den sanitären Anlagen und vermitteln wichtige Hygieneregeln, darunter auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

Die vom DRK bereitgestellten Familienzelte wurden den sinkenden Temperaturen angepasst: „Sie verfügen über eine winterfeste Ausstattung mit einer robusten Struktur und isolierten Wänden, um Kälte und Regenfall abzuleiten. Paletten von unten schützen zudem vor möglichem stagnierendem Regenwasser und Bodenkälte,“ sagt Reuter.

Der Nothilfeeinsatz auf Lesbos und in anderen Regionen Griechenlands wird ermöglicht durch eine großzügige Spende des Volkswagen Konzerns und der Siemens AG in Höhe von fünf Millionen Euro. Das DRK agiert in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), dem Griechischen Roten Kreuz sowie weiteren nicht-staatlichen Akteuren vor Ort.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Flüchtlingshilfe Ausland

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Presse Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Europa Themen
news-4860 Mon, 07 Dec 2020 11:18:17 +0100 Lotto und Glücksspirale unterstützen wichtige DRK-Projekte https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/lotto-und-gluecksspirale-unterstuetzen-wichtige-drk-projekte/ Mit Hilfe der staatlichen Lottogesellschaften und insbesondere mit ihrer Lotterie Glücksspirale sind im vergangenen Jahr erneut zahlreiche soziale Projekte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt worden. „Dadurch können wir vielen Menschen in Not helfen. Dafür sind wir den staatlichen Lottogesellschaften und der Glücksspirale gerade jetzt während der Corona-Pandemie, in der die Unterstützung für Hilfsbedürftige besonders wichtig ist, überaus dankbar. Sie machen viele Projekte erst möglich“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Im Jahr 2019 erzielten die 16 staatlichen Lotteriegesellschaften mit Lotto 6aus49, Eurojackpot und allen anderen Angeboten wie zum Beispiel der Glücksspirale einen Gesamtumsatz von rund 7,3 Milliarden Euro. Davon wurden rund 50 Prozent an die Gewinner ausgeschüttet.

Darüber hinaus haben die Lotto-Gesellschaften im vergangenen Jahr über 2,9 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben abgeführt – also jeden Tag rund acht Millionen Euro: „Das sind Mittel, auf die das Gemeinwohl in unserem Land verzichten müsste, wenn es die Landeslotteriegesellschaften nicht gäbe“, erklärt Jürgen Häfner, Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, dem derzeit federführenden Gesellschaft im Deutschen Lotto- und Totoblock.

Allein die Lotterie Glücksspirale der Lottogesellschaften unterstützt in diesem Jahr 95 DRK-Projekte mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Zu den geförderten Projekten gehören zum Beispiel Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, für Obdachlose, Senioren oder Kinder aus sozial schwachen Familien. Auch wurden Zuschüsse für die Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer etwa im Bereich der Gesundheits- und Familienprogramme bewilligt.

„Die Glücksspirale ist seit ihrer Einführung vor 50 Jahren für die Menschen da. Zu ihrer DNA gehört insbesondere die Unterstützung sozialer Projekte, mit denen an vielen Stellen wertvolle Hilfe geleistet werden kann. Die Glücksspirale hat mit über 670 Millionen Euro mehr als 27.000 soziale Projekte in den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege ermöglicht, darunter auch zahlreiche des DRK. Sie wird auch weiterhin den Menschen unter die Arme greifen und nachhaltig in vielen Lebensbereichen Hilfe, Lebensqualität und ein solidarisches Miteinander sicherstellen“, sagt Friederike Sturm, die Präsidentin von LOTTO Bayern, der federführenden Gesellschaft der Glücksspirale.

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news-4859 Fri, 04 Dec 2020 08:16:05 +0100 DRK: Ehrenamt gerade in der Corona-Pandemie wichtiger denn je https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-ehrenamt-gerade-in-der-corona-pandemie-wichtiger-denn-je/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat auf die große Bedeutung ehrenamtlichen Engagements besonders in der Coronakrise hingewiesen. „Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr gezeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist. Ohne die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Nachbarschaftshilfe, bei der Betreuung von Bedürftigen, Risikogruppen und Menschen in Not oder auch beim Aufbau von Corona-Teststationen wäre unsere Gesellschaft wesentlich ärmer. Was wir hier seit Jahresanfang erlebt haben, ist ein großer Akt der Solidarität“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember 2020. Eine besondere Rolle sieht Hasselfeldt auf die ehrenamtlichen Helfer in den nächsten Wochen beim Aufbau der zahlreichen Impfzentren in Deutschland zukommen. „Ohne ehrenamtliche Helfer wird das in der Startphase in vielen Fällen nicht gehen“, sagt die DRK-Präsidentin. In einigen Bundesländern werden die geplanten Corona-Impfzentren unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes betrieben.

Eine besondere Stärke des Deutschen Roten Kreuzes sei es, dass es seine Helferinnen und Helfer wie jetzt in der Corona-Krise auch für nicht vorhersehbare Einsätze schnell mobilisieren könne. Gleichzeitig müsse man allerdings auch darauf hinweisen, dass während der Coronapandemie die ehrenamtlichen Aktivitäten vor allem von älteren Helfern, die selbst zur Risikogruppe gehören, stark eingeschränkt und viele persönliche Treffen zum Teil nicht mehr möglich seien.

In den vergangenen 15 Jahren sei das ehrenamtliche Engagement beim Deutschen Roten Kreuz auf bundesweit mehr als 443.000 Helferinnen und Helfer im Jahr 2019 angestiegen. Das DRK sei einer der größten ehrenamtlichen Organisationen in Deutschland. „Die Bereitschaft, sich zu engagieren, ist sehr groß. Es kann keine Rede davon sein, dass die Deutschen ein Volk von Egoisten sind“, sagt Hasselfeldt. Das Spektrum reiche vom Sanitätsdienst über Nachbarschaftshilfe, Wohlfahrt- und Sozialarbeit sowie Flüchtlingsbetreuung bis hin zum Einsatz in einem Hospiz oder bei der Wasserwacht und der Bergwacht. Allein im Jugendrotkreuz seien mehr als 139.000 junge Leute aktiv. .

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news-4858 Fri, 27 Nov 2020 14:17:29 +0100 Tarifverhandlungen: DRK-Bundestarifgemeinschaft leitet Schlichtung ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tarifverhandlungen-drk-bundestarifgemeinschaft-leitet-schlichtung-ein/ Die Tarifverhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di sind gescheitert. „Da auch in der dritten Verhandlungsrunde am 25.11.2020 nicht erkennbar war, dass ver.di von seinen überzogenen Forderungen für die Notfallsanitäter Abstand nimmt, haben wir uns entschieden, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären. Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen, da wir bis zuletzt der Hoffnung waren, dass bei ver.di Vernunft einkehrt“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Wir haben nun die Schlichtung angerufen und hoffen, dass in diesem Verfahren ein Ergebnis erzielt werden kann, was alle Beteiligten akzeptieren können“, erklärt Reuter. Die Tarifkommission der BTG hatte zuletzt angeboten, die Gehälter zum 1. April 2021 linear um 1,5 Prozent (oder mindestens 50 Euro) und zum 1. April 2022 um 1,9 Prozent zu erhöhen. Erhebliche Verbesserungen über das TVöD-Niveau hinaus waren für Auszubildende sowie für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Ebenso war eine Corona-Sonderzahlung je nach Entgeltgruppe von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten geplant. Bestandteil war dabei auch die Erhöhung der Wechselschichtzulage, die Erhöhung weiterer Zulagen für den Rettungsdienst und die Kita sowie die Einführung einer gestaffelten Pflegezulage bis auf 150 € je Monat. Zudem wurde die Erhöhung auf 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten angeboten.

„Wir hoffen, dass wir durch das Schlichtungsverfahren schnell zu einem Ergebnis kommen, da viele der Beschäftigten im DRK kein Verständnis für die Blockadehaltung von ver.di haben. Gerade in dieser Tarifrunde und unter diesen besonderen Bedingungen sind wir sehr enttäuscht darüber, dass ver.di uns zu diesem Schritt zwingt, den wir zum Wohle aller Beschäftigten im DRK nun leider gehen müssen“, sagt Reuter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

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news-4857 Wed, 25 Nov 2020 15:15:00 +0100 DRK: Tarifverhandlungen drohen zu scheitern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-tarifverhandlungen-drohen-zu-scheitern/ Die Tarifverhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di am 25. November 2020 in der dritten Verhandlungsrunde in Kassel drohen an den überzogenen Forderungen der Gewerkschaft für die Berufsgruppe der Notfallsanitäter zu scheitern. „Ich bin mehr als enttäuscht darüber, dass ver.di einen Tarifabschluss verhindern wird, der über dem Verhandlungsergebnis des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TvÖD) gelegen hätte und außerdem eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro netto für alle Beschäftigten vorsah. Die Verantwortung für ein mögliches Scheitern liegt ganz klar bei ver.di, die eine völlig einseitige Klientelpolitik für die Notfallsanitäter betreibt. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Als Arbeitgeber haben wir die Interessen aller Beschäftigtengruppen im DRK im Blick“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die BTG berät jetzt kurzfristig über das weitere Vorgehen. Durch das Agieren von ver.di rückt die Corona-Prämie, die nettowirksam bis zum 31.12.2020 ausbezahlt werden müsste, in weite Ferne. Die Tarifkommission der BTG hatte zuletzt angeboten, die Gehälter zum 1. April 2021 linear um 1,5 Prozent (oder mindestens 50 Euro) und zum 1. April 2022 um 1,9 Prozent zu erhöhen. Erhebliche Verbesserungen über das TVöD-Niveau hinaus waren für Auszubildende sowie für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Ebenso war eine Corona-Sonderzahlung je nach Entgeltgruppe von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten geplant. Bestandteil war dabei auch die Erhöhung der Wechselschichtzulage auf 155 Euro für alle Beschäftigten, inklusive des Rettungsdienstes. Weitere Inhalte des Angebotes waren darüber hinaus die Erhöhung der Zulagen für die Leitung der Rettungswache um jeweils 40 €, die Erhöhung der Gruppenleiterzulage in der Kita um 20 € sowie die Einführung einer gestaffelten Pflegezulage bis auf 150 € je Monat. Zudem wurde die Erhöhung auf 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten angeboten.

„Die Vorgehensweise von ver.di geht zu Lasten aller DRK-Beschäftigten, insbesondere auch in der jetzigen Covid-19 Pandemie für die Pflegenden in der Altenhilfe und unseren Kliniken. Wer so handelt wie ver.di, muss sich nun wirklich nicht wundern, bei den Beschäftigten im DRK massiv an Akzeptanz und Unterstützung zu verlieren“, sagt Reuter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

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news-4856 Mon, 23 Nov 2020 12:32:13 +0100 Schwimmen: Wasserwacht des DRK beklagt Zustand der Schwimmbäder https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/schwimmen-wasserwacht-des-drk-beklagt-zustand-der-schwimmbaeder/ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beklagt den eklatanten Sanierungsstau an Schwimmbädern in Deutschland und insbesondere den Ausfall von Schwimmunterricht. „Schon vor der Coronapandemie mussten Schülerinnen und Schüler zum Teil monatelang auf einen Platz im Schwimmunterricht warten. Schwimmen gehört zur Kernkompetenz des Menschen. Diese Kernkompetenz ist in Gefahr“, warnt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Auch gesundheitlich stark eingeschränkten und kranken Personengruppen wie beispielsweise spastisch gelähmten Menschen oder von Rheuma Geplagten biete das Schwimmen oftmals die einzige und individuelle Möglichkeit, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Dadurch könnten sie ihren Gesundheitszustand erhalten oder gar im Sinne einer Rehabilitation positiv beeinflussen, sagt Hasselfeldt.

Den über 140.000 ehrenamtlichen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern der Wasserwacht falle es außerdem zunehmend schwer, notwendige Trainingseinheiten oder gar Qualifikationen für ihren Einsatz an Badestränden oder im Katastrophenfall kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Hasselfeldt appelliert an die zuständigen Kommunen, den Zustand und die Ausstattung der Schwimmbäder unbedingt zu erhalten und möglichst zu verbessern. Deshalb müssten jetzt Konzepte entwickelt werden, um den Sanierungsstau zu beheben und die Bäder trotz der Pandemie zu erhalten.

Als Mitglied der Bäderallianz in Deutschland unterstützt die Wasserwacht des DRK deshalb auch das Projekt "Bäderleben" und setzt sich gemeinsam mit anderen Verbänden für die flächendeckende Verfügbarkeit, den Erhalt und die Sanierung der Bäderlandschaft in Deutschland ein. Mit dem Projekt „Bäderleben“ geht ab sofort eine neue Datenbank an den Start, die eine aktuelle Grundlage zum Bäderbestand in Deutschland abbilden soll.

Nähere Informationen unter www.baederleben.de

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news-4854 Thu, 19 Nov 2020 12:53:59 +0100 DRK: Corona-Prämie für alle Beschäftigten droht an ver.di zu scheitern https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tarifverhandlungen-drk-corona-praemie-fuer-alle-beschaeftigten-droht-an-verdi-zu-scheitern/ Die Tarifgespräche zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di sind am 19. November 2020 in der zweiten Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden, weil die Gewerkschaft an völlig überzogenen Forderungen für die Notfallsanitäter festhält. „Wir bedauern sehr, dass die Gewerkschaft mit ihrer einseitigen Klientelpolitik für Notfallsanitäter einen Tarifabschluss, der über dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) liegt und eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten vorsieht, verhindert“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die nettowirksame Corona-Prämie muss bis zum 31.12.2020 ausgezahlt werden, damit eine Steuerfreiheit vorliegt. Dieses Ziel der Arbeitgeber wird durch das Agieren von ver.di ernsthaft gefährdet. Die Tarifkommission der BTG hatte schon vor der zweiten Verhandlungsrunde zum DRK-Reformtarifvertrag in Berlin ein substanzielles und dem Abschluss des TVöD gleichwertiges Angebot vorgelegt. Die BTG-Tarifkommission hatte in den Gesprächen am 18. und 19. November das Angebot sogar nochmal nachgebessert. Danach sollten die Gehälter zum 1. April 2021 linear um 1,5 Prozent (oder mindestens 50 Euro) und zum 1. April 2022 um 1,9 Prozent erhöht werden. Erhebliche Verbesserungen über das TVöD-Niveau hinaus waren für Auszubildende sowie für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Ebenso war eine Corona-Sonderzahlung je nach Entgeltgruppe von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten vorgesehen. Bestandteil war dabei auch die Erhöhung der Wechselschichtzulage auf 155 Euro für alle Beschäftigten, inklusive des Rettungsdienstes. Weitere Inhalte des Angebotes waren darüber hinaus die Erhöhung der Zulagen für die Leitung der Rettungswache um jeweils 40 €, die Erhöhung der Gruppenleiterzulage in der Kita um 20 € sowie die Einführung einer gestaffelten Pflegezulage bis auf 150 € je Monat. Zudem wurde die Erhöhung auf 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten angeboten.

„Und trotz allem Angebotenen scheiterte eine Einigung jedoch daran, dass ver.di nur Einzelinteressen im Blick hat und weiterhin auf eine massive Absenkung der Arbeitszeit im Rettungsdienst und einer unvertretbaren Aufwertung der Vergütung der Notfallsanitäter besteht“, sagt Reuter.

Ein zeitnaher Folgetermin wurde vereinbart. „Ich hoffe sehr, dass bei ver.di Vernunft und Einsicht einkehrt und der Blick sich wieder auf alle Beschäftigten im Geltungsbereich des DRK-Reformtarifvertrages richtet.“, so Reuter weiter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

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news-4852 Wed, 18 Nov 2020 10:00:00 +0100 Welttoilettentag: DRK schafft Zugang zu Toiletten in Schulen im Südsudan https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/welttoilettentag-drk-schafft-zugang-zu-toiletten-in-schulen-im-suedsudan/ Der Welttoilettentag am 19. November soll helfen, die Aufmerksamkeit auf die große Bedeutung einer guten Sanitärversorgung zu richten. „Hygienische Sanitäranlagen und funktionierende Sanitärsysteme sind mit Blick auf die gesamte Welt keinesfalls banal und in jedem Fall essenziell. Millionen Menschen haben noch immer keinen Zugang zu einer Toilette oder müssen mit einer unsicheren Sanitärversorgung leben. Dieser Umstand hat weitreichende negative Auswirkungen auf Gesundheit, Kindersterblichkeit, Umwelt, aber auch auf Bildung und Wirtschaft. Deshalb zählt der Zugang zu einer Toilette auch zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ist das Themenfeld Hygiene eine zentrale Säule der Auslandsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes, zum Beispiel im Südsudan“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Bürgerkrieg, langwierige Unruhen, große Fluchtbewegungen und Hunger hätten den Südsudan zu einem der weltweit fragilsten Staaten werden lassen und belasteten die Bevölkerung schwer: „Das Land ist zurückgeworfen auf eine rudimentäre Infrastruktur, wozu auch ein stark begrenzter Zugang zu Wasser- und Sanitäranlagen zählt. Jedes vierte Kind leidet unter Diarrhoe. Etwa 75 Prozent aller Todesfälle unter Kindern sind im Südsudan auf vermeidbare Krankheiten zurückzuführen wie Durchfallerkrankungen und Pneumonie“, sagt Reuter.

Mit einem in der zweiten Jahreshälfte gestarteten Projekt in Zusammenarbeit mit seiner Schwestergesellschaft, dem Südsudanesischen Roten Kreuz (SSRK), will das DRK die Wasser- und Hygieneversorgung in den Gemeinden Maridi und Ibba verbessern. Dort sind Menschen gezwungen, Wasser aus ungeschützten Quellen zu schöpfen, was den Ausbruch von Krankheiten durch verunreinigtes Wasser begünstigt. Die Wasserzufuhr und Sanitärversorgung in öffentlichen Einrichtungen und Schulen ist unzureichend. An diesem Punkt setzt das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem SSRK an und wird neben weiteren Maßnahmen Latrinen in Schulen bauen, inklusive eines Zugangs für Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus werden, unterstützt vom DRK, auch Hygieneschulungen für Schülerinnen und Schüler sowie Schulungen in Menstruationshygiene für Lehrpersonal und Mädchen vom Südsudanesischen Roten Kreuz durchgeführt sowie Menstruations-Hygieneartikel verteilt.

Mehr Informationen zum aktuellen Wasser- und Hygieneprojekt des DRK im Südsudan unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/suedsudan-zugang-zu-wasser-und-sanitaeranlagen/

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news-4851 Tue, 17 Nov 2020 12:37:37 +0100 Weltkatastrophenbericht 2020 - DRK warnt: Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen zu https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltkatastrophenbericht-2020-drk-warnt-klimabedingte-naturkatastrophen-nehmen-zu/ Der Klimawandel wird für die Menschheit immer bedrohlicher. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht 2020 der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hervor, der heute in Genf veröffentlicht wird. Demnach traten im Jahr 2019 weltweit 308 Naturkatastrophen auf, 77 Prozent davon waren klimabedingt. Die Folge: 24.396 Tote, 97,6 Millionen Betroffene. „Aufgrund der globalen Erwärmung treten Wetterextreme wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen immer häufiger auf, ihr Ausmaß wird immer fataler. Die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen ist in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent gestiegen. Die Weltgemeinschaft muss daher dringend gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen, um die Erderwärmung zu stoppen. Der Klimawandel ist langfristig eine größere Herausforderung als die Coronavirus-Pandemie,“ sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. Maßnahmen zum besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels müssten laut Weltkatastrophenbericht vor allem die Menschen erreichen, die davon besonders betroffen sind, wie zum Beispiel in Küstenregionen. Um Gemeinden besser vor der zunehmenden Bedrohung durch Wetterextreme zu schützen, müssten lokale Strukturen gestärkt und nachhaltige Investitionen in die Katastrophenvorsorge getätigt werden – das gelte für Regierungen, Geldgeber und humanitäre Akteure. Besonders die vorausschauende humanitäre Hilfe müsste gefördert werden, um bereits vor dem Auftreten einer Katastrophe aktiv werden zu können.

„Deswegen bringen wir als DRK diesen Ansatz der vorausschauenden humanitären Hilfe (Forecast-based Financing, FbF) voran, den wir zusammen mit IFRC und dem Rotkreuz-Rothalbmond-Klimazentrum entwickelt haben und der vom Auswärtigen Amt unterstützt wird. Ziel ist es, anhand von Wetterdaten drohende Extremwetterereignisse besser vorherzusagen, ihre Auswirkungen zu minimieren und Menschenleben zu schützen. Wird ein vorab definierter Vorhersage-Schwellenwert erreicht, werden automatisch finanzielle Hilfsmittel freigegeben – um zum Beispiel Häuser zu stabilisieren, Menschen zu evakuieren und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen,“ erklärt Reuter.

Das DRK arbeite daran, vorausschauende humanitäre Hilfe auch im Gesundheitsbereich zu etablieren, um künftig noch besser auf Krankheitsausbrüche wie die Coronavirus-Pandemie vorbereitet zu sein und noch frühzeitiger reagieren zu können.

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news-4849 Mon, 16 Nov 2020 12:31:26 +0100 DRK legt substanzielles Angebot für Reformtarifvertrag vor https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-legt-substanzielles-angebot-fuer-reformtarifvertrag-vor/ Die Tarifkommission der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat der Gewerkschaft ver.di im Vorfeld der am 18. November 2020 stattfindenden zweiten Verhandlungsrunde zum DRK-Reformtarifvertrag ein substanzielles Angebot unterbreitet. Es umfasst Entgelterhöhungen um mindestes 3,3 Prozent, die Zahlung einer „Corona-Prämie“ sowie erhebliche Verbesserungen für die Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus sind weitere Verbesserungen insbesondere für die Pflege und den Rettungsdienst Bestandteil des Angebotes. „Wir haben uns dazu entschieden, schon vor der zweiten Verhandlungsrunde ein abschlussfähiges Angebot vorzulegen, um unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie in den Gesprächen schnell zu einer Einigung zu kommen“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Das Angebot hat insbesondere die Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler im Blick. Hier wollen wir deutlich über den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes liegen, um die Attraktivität des DRK als Arbeitgeber weiter zu steigern“, erklärt Reuter weiter. Für die Pflege und den Rettungsdienst beinhaltet das Angebot viele finanzielle Verbesserungen, insbesondere in Form von Zulagen.

„Mit dem Angebot sind wir bis an die Grenze des maximal Machbaren und Vertretbaren gegangen. Wir wollen jedoch ein Zeichen in dieser besonders schwierigen Zeit setzen und ver.di klar signalisieren, dass wir es wirklich ernst meinen. Wir hoffen, dass ver.di das Angebot konstruktiv aufnimmt und wir auf dieser Grundlage zu einem zeitnahen Abschluss kommen“, sagt Reuter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

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news-4850 Mon, 16 Nov 2020 12:00:00 +0100 Voltaren Weihnachtsaktion unterstützt DRK-Bewegungskurse https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/voltaren-weihnachtsaktion-unterstuetzt-drk-bewegungskurse/ Mit Voltaren-Produkten unterstützen Sie die DRK-Bewegungskurse: Ab 1. November 2020 startete in den deutschen Apotheken die Voltaren-Weihnachtsaktion, bei der Voltaren das Deutsche Rote Kreuz mit einer großzügigen Summe unterstützt. Gemeinsam mehr bewegen!

Mit dem Kauf von nicht verschreibungspflichtigen Voltaren-Produkten in Apotheken bundesweit unterstützen Kundinnen und Kunden die Bewegungskurse des DRK. Voltaren führt 10 Cent pro verkauftem Produkt an das DRK ab - bis zu einer maximalen Fördersumme von 100.000 Euro.*

So wird sichergestellt, dass das DRK seine Bewegungskurse für Senioren auch in Zukunft fortführen und die Kursinhalte weiterentwickeln kann. Gleichzeitig wird die Mission von Voltaren unterstützt: wieder Freude an Bewegung zu schaffen.

*Im Aktionszeitraum 01.11.–31.12.2020 führt Voltaren 10 Cent pro Kauf eines Voltaren Produkts (ausgenommen verschreibungspflichtige) an das Deutsche Rote Kreuz ab. Maximale Fördersumme: 100.000 Euro.

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news-4848 Fri, 13 Nov 2020 10:30:00 +0100 Die Allerersten: Erste-Hilfe-Portal des JRK bietet Jugend Infos zum Umgang mit Corona https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/die-allerersten-erste-hilfe-portal-des-jrk-bietet-jugend-infos-zum-umgang-mit-corona/ Trotz der erneuten umfassenden Einschränkung des öffentlichen Lebens in Deutschland bleiben Kindertagesstätten und Schulen weiter geöffnet. „Diese Entscheidung begrüßen wir ausdrücklich. Sie bringt jedoch auch einen großen Informationsbedarf mit sich, um Unsicherheiten abzubauen. Mit unserer Lernplattform ‚Die Allerersten‘ richten wir uns an junge Menschen zwischen 6 und 16 Jahren ebenso wie an Lehrkräfte und Betreuungspersonen. Das Portal vermittelt zielgruppengerecht Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit dem Corona-Virus. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Teilhabe junger Menschen in Zeiten der Pandemie“, sagt Marcus Janßen, Bundesleiter des Jugendrotkreuzes (JRK). Die neue Online-Plattform verfolgt einen Infotainment-Ansatz, der verschiedene Medienangebote wie Kurzvideos, Infografiken und Tutorials mit Aktionsideen und motivierenden Gamification-Elementen verbindet. Um auch den jüngeren Teil dieser Zielgruppe (Kinder von etwa 6 bis 10 Jahre) zu erreichen, stellt das Jugendrotkreuz zusätzlich Druckerzeugnisse mit vielen Bildern, Informationen und Verhaltenstipps (Quartett, Leporello, Plakate) zu Verfügung.

„Während der Corona-Pandemie dürfen die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen nicht auf ihre Rolle als Schülerin oder Schüler reduziert werden. Junge Menschen tragen die allgemeinen Einschränkungen mit, weil sie damit einen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten wollen. Jedoch müssen sie auch ernstgenommen werden in ihrem Bedürfnis nach sozialen Kontakten außerhalb der Schule“, sagt Janßen. Nur so könnten sie in die Gesellschaft hineinwachsen und Verantwortung übernehmen.

Das Jugendrotkreuz ist als eigenständiger Jugendverband des DRK kompetenter und zuverlässiger Partner für Schulen und insbesondere für Kinder und Jugendliche. Innerhalb wie außerhalb des Verbandes nimmt das JRK die Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen wahr. Bundesweit sind im JRK etwa 140.000 junge Menschen aktiv, allein gut 50.000 Kinder und Jugendliche erreicht der Jugendverband schätzungsweise mit seinen Schulsanitätsdiensten.

Weitere Informationen zu „Die Allerersten“ und zum Jugendrotkreuz finden Sie unter:
https://www.dieallerersten.de, https://www.jugendrotkreuz.de

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news-4845 Thu, 05 Nov 2020 14:00:00 +0100 Weihnachten für alle - Penny unterstützt die DRK-Obdachlosenhilfe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weihnachten-fuer-alle-penny-unterstuetzt-die-drk-obdachlosenhilfe/ Mit der Kampagne „Weihnachten für alle“ unterstützt Penny die DRK-Obdachlosenhilfe. Ab dem 9. November 2020 werden in allen Penny-Filialen in Deutschland Schokoladenweihnachtsmänner verkauft. 100% des Erlöses geht an das Deutsche Rote Kreuz und hilft Menschen, die ihr Obdach verloren haben. Naschen und Gutes tun

„Stell dir vor, helfen wäre so einfach wie naschen.“

Mit dem Kauf eines Zipfelmanns (Schokoladenweihnachtsmann) bei Penny unterstützen Kundinnen und Kunden die Obdachlosenhilfe des DRK. Denn die Erlöse aus dem Zipfelmann-Verkauf fließen in DRK-Projekte zugunsten all jener Menschen, die auf der Straße leben.

So werden zum Beispiel folgende Projekte unterstützt:

  • die Wärmebusse in Berlin und die Kältebusse in Karlsruhe, die bei Minustemperaturen Schlafsäcke, Kleidung und heißen Tee verteilen
  • die Wärmezelte in Essen, die einen sicheren und beheizten Platz zum Schlafen bieten
  • die Wärmestube in Kempten, in der Obdachlose beim gemeinsamen Essen und Kaffeetrinken soziale Kontakte knüpfen können
  • das Weihnachtsessen in Düsseldorf
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news-4844 Sat, 31 Oct 2020 10:00:00 +0100 Türkei: Roter Halbmond versorgt Bevölkerung in Erdbebenregion https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tuerkei-roter-halbmond-versorgt-bevoelkerung-in-erdbebenregion/ Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis befindet sich der Türkische Rote Halbmond in der besonders betroffenen Provinz Izmir im Dauereinsatz. Die Schwestergesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) versorgt die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern. Sie hatte bereits unmittelbar nach der Katastrophe Rettungsteams zur Unterstützung der Freiwilligen vor Ort in die Region geschickt. Das Erdbeben der Stärke 6,6 mit seinem Epizentrum in der Ägäis hatte am 30. Oktober 2020 schwere Schäden vor allem in der Westtürkei, aber auch auf der griechischen Insel Samos verursacht. Türkische Behörden berichteten am 31. Oktober von mindestens 25 Todesopfern und mehr als 800 Verletzten. Der Türkische Rote Halbmond hat vor Ort mehr als 100 Mitarbeiter und rund 140 Freiwillige im Einsatz. Er war nach dem Erdbeben mit Rettungsarbeiten beschäftigt und schickte Suppenküchen, Zelte, Decken und Feldbetten in das Katastrophengebiet. Insgesamt wurden in der ersten Nacht mehr als 31.000 Suppen, 2.000 Zelte, 16.000 Decken und 2.600 Küchensets ausgegeben. Der Türkische Rote Halbmond sei in der Lage, mehr als 56.000 Menschen in der Region mit Nahrungsmitteln zu versorgen, sagte ein Sprecher. Auch Teams zur psycho-sozialen Betreuung der Bevölkerung sind vor Ort im Einsatz. Vor besondere Herausforderungen stellt die Helfer und die Bevölkerung die Corona-Pandemie. Deshalb wurde auch Hygienematerial und Schutzausrüstung ausgegeben.

Bei dem Erdbeben waren vor allem in Izmir zahlreiche Gebäude eingestürzt. Viele Menschen können zunächst nicht in ihre Häuser zurückkehren, weil möglicherweise Einsturzgefahr besteht. Auch gab es zahlreiche Nachbeben.

Das DRK hat sowohl dem Türkischen Roten Halbmond als auch dem Griechischen Roten Kreuz für die ebenfalls betroffene Insel Samos Unterstützung angeboten.

Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Internationale Soforthilfe

Jetzt online spenden!

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News Sturm (Zyklon, Taifun, Hurrikan, Tornado) Geografisch Asien Türkei
news-4843 Thu, 29 Oct 2020 14:06:49 +0100 DRK: Schwere Verwüstungen durch Taifun Molave in Vietnam https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-schwere-verwuestungen-durch-taifun-molave-in-vietnam/ Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde hat Taifun Molave Zentralvietnam gestern Nachmittag Ortszeit schwer getroffen. Zahlreiche Menschen kamen durch den Sturm ums Leben oder werden aktuell noch vermisst. Die Dächer zehntausender Häuser wurden hinweggefegt, doch das genaue Ausmaß der Schäden ist momentan noch unklar. Molave ist bereits der vierte schwere Wirbelsturm, den Vietnam in diesem Oktober erlebt, und gilt als einer der verheerendsten der letzten Jahrzehnte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) prüft derzeit in engem Austausch mit seiner Schwestergesellschaft, dem Vietnamesischen Roten Kreuz, mögliche Hilfsmaßnahmen. Bereits in den Wochen zuvor waren Provinzen in Zentralvietnam äußerst schwer von Taifunen, anhaltenden Regenfällen, heftigen Überflutungen und Landrutschen betroffen. Die Häuser von mehr als einer Million Menschen waren dadurch schon im Vorfeld zerstört oder schwer beschädigt und die Betroffenen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vielerorts ist die eingebrachte Reis- und Getreideernte zerstört wie auch ein großer Teil der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Bevor Molave gestern in Vietnam auf Land traf, waren von den Regierungsbehörden mit Unterstützung des Vietnamesischen Roten Kreuzes 1,3 Millionen Menschen evakuiert worden. Dieser jüngste Taifun ist auch über Gebiete in Vietnam hinweggezogen, die zuvor noch nicht überschwemmt waren, wie zum Beispiel die Central Highlands an der Grenze zu Laos.

„Die anhaltenden Wirbelstürme sind ein weiteres Beispiel für die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels. Mehr Stürme bedeuten schlimmere Überschwemmungen und katastrophale Schäden für die Menschen und das Land Vietnam insgesamt“, sagte ein Sprecher des Büros der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften in Bangkok.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Asien

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news-4842 Mon, 26 Oct 2020 12:21:20 +0100 Weimarer Appell der Landesärzte des Deutschen Roten Kreuzes https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weimarer-appell-der-landesaerzte-des-deutschen-roten-kreuzes/ Unter Leitung des DRK-Bundesarztes Herrn Prof. Dr. P. Sefrin trafen sich die Landesärztinnen und -ärzte der DRK-Verbände am 16. und 17. Oktober 2020 zu einer Klausur in Weimar. Sie berichteten von problematischen Einschränkungen, die auch das öffentliche Leben und vielfältige Aktivitäten der DRK-Organisationen betreffen. "Seit vielen Monaten beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben vieler Menschen. In den vergangenen Tagen mussten wir wieder einen dramatischen Anstieg der Infektionsfälle in allen Regionen unseres Landes zur Kenntnis nehmen. Diese Situation erfüllt viele von uns mit großen Sorgen.

Unter Leitung des Bundesarztes des DRK, Herrn Prof. Dr. P. Sefrin, trafen sich die Landesärzte der Deutschen Rotkreuz-Verbände am 16. und 17. Oktober 2020 zu einer Klausur in Weimar. Sie berichteten von problematischen Einschränkungen, die auch das öffentliche Leben und vielfältige Aktivitäten der DRK-Organisationen betreffen.

Die deutliche Zunahme der Menschen, die von Coronaviren befallen sind, ist Anlass für die DRK-Landesärztinnen und Landesärzte, mit dieser Erklärung auf diese dramatische Situation weiter aufmerksam zu machen. Obwohl die Infektionsforschung viele neue Erkenntnisse zu dieser Infektionskrankheit gewinnt, gibt es aber auch zahlreiche Möglichkeiten, dass sich Menschen selbst gegenüber einem Befall mit Coronaviren schützen können. Jeder von uns sollte verstehen, dass diese Erkrankung auch zu schwerwiegenden, das körperliche Befinden nachhaltig beeinträchtigenden Folgen führen kann.

Wir bitten unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die vielfach propagierten Verhaltensmaßnahmen, wie das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, die Einhaltung von Abstandsregeln oder sogenanntes Stoßlüften bei Aufenthalt in geschlossenen Räumen zu befolgen. Auf Feiern und „Verbrüderungen“ bei Treffen in Gaststätten oder auf öffentlichen Plätzen sollte in dieser Krisenzeit ebenso wie auf das Reisen in sogenannte „Hot-spot“-Regionen verzichtet werden. Einzelne Beschränkungen für jeden von uns für eine respektable Zeit sollten doch möglich sein, um schwerwiegende Folgen der Infektion für unsere gesamte Gesellschaft zu begrenzen.

Letztlich geht es doch darum, dass wir durch ein partnerschaftliches, von gegenseitigem Verständnis geprägtes Verhalten uns alle schützen, und dass Risiken manifester Infektionen minimiert werden.

Nur so werden wir dazu beitragen, die Corona-Pandemie zu begrenzen und schlimme Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Lebens zu minimieren."

Weimar, 17.10.2020

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News
news-4840 Mon, 26 Oct 2020 10:00:00 +0100 Jette Joop designt neue Mund-Nasen-Masken zugunsten der Corona-Nothilfe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jette-joop-designt-neue-mund-nasen-masken-zugunsten-der-corona-nothilfe/ Nach dem Erfolg ihrer ersten Maskenkollektion hat DRK-Botschafterin Jette Joop neue Mund-Nasen-Masken in Kooperation mit dem Handelsunternehmen Lidl entworfen, die ab dem 26. Oktober in allen deutschen Lidl-Filialen erhältlich sind. Auch diesmal fließt ein Teil des Verkaufserlöses in die DRK Corona-Nothilfe. „Das Thema Masken tragen ist aktueller denn je und leider nach wie vor notwendig. Auch mit unseren neuen Masken unterstützen wir wieder gemeinsam mit Lidl die Corona-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes. Die waschbaren, Ökotex zertifizierten Masken sind wieder verwendbar. Alles, Liebe, Ihre Jette Joop."

Designerin und DRK-Botschafterin Jette Joop

Seit Beginn der Pandemie sind tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK im Einsatz, um die deutsche Bevölkerung und die Behörden zu unterstützen. Mit einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf unterstützt Lidl die DRK Corona-Nothilfe.

Design für die gute Sache

Die Design-Masken sind zugleich auch Modeaccessoire: Jette Joops Kollektion für Erwachsene variiert in roten Herzen bis zu winterlich angehauchtem grünem Camouflage mit Hirschen; die Masken für Kinder zieren Eichhörnchen, Sterne und Ufos. In jedem Doppelpack ist auch diesmal eine mit Textilmalstift selbst auszumalende Maske enthalten.

Die zweilagigen Baumwoll-Masken sind bei 60 Grad waschbar und mit dem Oeko-Tex-Standard ausgezeichnet. Ein Zweierpack mit Erwachsenen- oder Kinder-Masken kostet 4,84 Euro bzw. 3,87 Euro.

Zur Auswahl der Masken

Jette Joop ist seit 2003 Kinderbotschafterin des Deutschen Roten Kreuzes. In ihr Engagement bringt sie auch immer wieder ihr Talent als Designerin mit ein: https://www.drk.de/das-drk/prominente-unterstuetzer/jette-joop/

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News
news-4839 Thu, 22 Oct 2020 16:42:48 +0200 Tarifgespräche: DRK-Tarifverhandlungen nach Auftaktveranstaltung vertagt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/tarifgespraeche-drk-tarifverhandlungen-nach-auftaktveranstaltung-vertagt/ Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Gewerkschaft ver.di haben am 22. Oktober 2020 die Tarifverhandlungen zum DRK-Reformtarifvertrag aufgenommen.  Das Hauptaugenmerk der Gespräche lag auf der Konkretisierung der Forderungen. Die Verhandlungen wurden schließlich vertagt. Das während des Verhandlungstermins vorgelegte, neue Angebot von ver.di für einen Tarifvertrag mit kurzer Laufzeit hätte Basis für weitere konstruktive Gespräche werden können. ver.di war jedoch nicht bereit, der BTG eine angemessene Reaktionsfrist einzuräumen. „Das erste Gespräch hat gezeigt, dass die Vorstellungen von ver.di sehr weit vom finanziell Machbaren entfernt sind. Die Gewerkschaft ist nicht bereit, auf die besondere Situation der DRK-Einrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie Rücksicht zu nehmen,“ sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Es sei deutlich geworden, dass noch weitere Verhandlungsrunden erforderlich seien. Als Termin für die Fortführung der Verhandlungen wurde der 18. November 2020 festgelegt. Er hoffe auf eine konstruktive Fortsetzung der Gespräche, sagt Reuter. Der DRK-Generalsekretär warnt ver.di jedoch davor, das Augenmaß für die aktuelle wirtschaftliche Lage zu verlieren. Zahlreiche Gliederungen und Einrichtungen mussten wegen der Corona-Pandemie ihre Angebote einschränken und für Mehraufwendungen für Schutz- und Hygienemaßnahmen aufkommen. „Da uns die Auszubildenden besonders am Herzen liegen, haben wir mit ver.di einen gesonderten Verhandlungstisch vereinbart. Hier sollen die individuellen Rahmenbedingungen, die weit über finanzielle Aspekte hinausgehen, detailliert erörtert werden,“ sagt Reuter weiter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

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Presse
news-4838 Thu, 22 Oct 2020 13:20:57 +0200 Einladung zur Pressekonferenz: Humanitärer Kongress über Machtstrukturen und Privilegien https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/einladung-zur-pressekonferenz-humanitaerer-kongress-ueber-machtstrukturen-und-privilegien/ Die Coronakrise gefährdet nicht nur die Gesundheit, sie verschärft auch soziale Ungleichheit. Ähnlich wie die Klimakatastrophe verstärkt sie die ungleiche Verteilung von Lebenschancen, die Kluft zwischen Arm und Reich – nicht nur zwischen globalem Norden und Süden. Diese Probleme beleuchtet der diesjährige Humanitäre Kongress, der vom 26. bis zum 30. Oktober zum ersten Mal online stattfindet. Unter dem Motto „Exposing Power and Privilege in Times of Crisis” werden sich die Teilnehmenden aus dem humanitären Sektor auch kritisch mit dem humanitären System und dem eigenen Handeln auseinandersetzen. Denn auch hier sind Einfluss und Ressourcen häufig ungleich verteilt. In kontroversen Diskussionen wird man versuchen, Lösungen zu finden. Ein Panel widmet sich der „unmöglichen Entscheidung“ der Triage, also die Priorisierung medizinischer Hilfeleistung, in Zeiten der Pandemie. Auch mit der „Schattenepidemie“ geschlechtsbezogener Gewalt wird sich der Kongress befassen.

Ärzte der Welt, das Deutsche Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, die Ärztekammer Berlin, Greenpeace und Oxfam laden zur gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich des Konferenzbeginns ein:

Am Montag, 26. Oktober, um 11.00 Uhr mit

Mariam Janssen-Yousaf, Ärzte der Welt Deutschland
Christof Johnen, Deutsches Rotes Kreuz
Christian Katzer, Geschäftsführer, Ärzte ohne Grenzen
Marion Lieser, Oxfam Deutschland
Dr. med. Peter Bobbert, Ärztekammer Berlin

Martin Kaiser, Greenpeace Deutschland

Via Zoom: https://zoom.us/j/96520017365?pwd=LzY4aU5WaHA5TjBFa0V6VENsRVNwdz09

Das Programm und die Anmeldung zum Kongress finden Sie hier.

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Presse
news-4837 Tue, 20 Oct 2020 18:00:00 +0200 DRK kritisiert einseitige und tendenziöse Berichterstattung https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-kritisiert-einseitige-und-tendenzioese-berichterstattung/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert die Berichterstattung der RTL-Sendung „Team Wallraff“ vom 19. Oktober 2020. „In der Sendung wurde in einem unseriösen und einseitigen Beitrag, gespickt mit vielen Halbwahrheiten, Stimmung gegen das DRK gemacht“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. In einer Stellungnahme heißt es weiter: „Durch die Sendung wird anhand weniger Einzelbeispiele die verdienstvolle Arbeit von mehr als 443.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 180.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Misskredit gebracht. Wir sind eine Organisation mit 500 Kreisverbänden und mehr als 4.200 Ortsvereinen, in denen auch Fehler gemacht werden. Hinweisen auf Missstände in unserem Verband müssen wir nachgehen und darüber auf allen Ebenen auch eine offene Diskussion führen.

So distanzieren wir uns zum Beispiel ausdrücklich vom Einsatz aggressiver Haustürwerber. Auch bei der Haustürwerbung muss der Grundsatz der Freiwilligkeit unter allen Umständen gewahrt bleiben.

Unsere Spender und Unterstützer erwarten vom DRK außerdem zu Recht einen professionellen und effizienten Umgang mit den uns anvertrauten Mitteln. Das DRK ist Mitglied im Spendenrat, der ebenfalls regelmäßige Qualitäts- und Transparenzkontrollen durchführt. Darüber hinaus lassen wir uns freiwillig jedes Jahr vom Deutschen Institut für soziale Fragen (DZI) prüfen, um das DZI-Spendensiegel zu erhalten. Anders als in der Sendung suggeriert, legt der DRK e.V. seine Aufwendungen für Werbung, allgemeine Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung offen. Dieser Anteil lag beim DRK nach Angaben des DZI im Jahr 2017 bei 14,56 Prozent der Gesamtausgaben, also weit unter der vom DZI genannten Quote von maximal 30 Prozent.

Auch die Arbeit der Blutspendedienste wurde durch Halbwahrheiten in einem schlechten Licht dargestellt. Die DRK-Blutspendedienste sind die Pioniere des Blutspendewesens in Deutschland – es ist ein seit Jahrzehnten bewährtes System, das auf die Zusammenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Kräften fußt. Die Blutspendedienste des DRK decken etwa 75% des bundesweiten Bedarfs an lebensrettenden Blutpräparaten ab und leisten somit einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung schwerkranker und verletzter Menschen, die ohne fremdes Blut nicht überleben würden, und damit zum Erhalt des Gesundheitssystems. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Nur gemeinsam gelingt es, die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen weiterhin zu sichern.“

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News Deutsch
news-4834 Thu, 08 Oct 2020 13:19:28 +0200 Trendsportarten stellen Bergwacht vor neue Herausforderungen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/trendsportarten-stellen-bergwacht-vor-neue-herausforderungen/ Das veränderte Freizeitverhalten der Deutschen, neue Trendsportarten und die Corona-Pandemie stellen die Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz (DRK) im 100. Jahr ihres Bestehens vor neue Herausforderungen. „Wir registrieren in den Bergen nun schon seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme der Unfälle mit Mountainbikes und anderen Trendsportarten. Jetzt während der Corona-Pandemie beobachten wir, dass sich viele Touristen, die sonst vielleicht Badeurlaub am Mittelmeer machen, beim Wandern in Deutschland überschätzen und zum Beispiel mit Herz- und Kreislaufproblemen zu kämpfen haben“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des 100jährigen Bestehens der Bergwacht. Allein im vergangenen Jahr waren die rund 12.000 ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter bundesweit 13.800 mal im Einsatz, um Menschen in Not zu helfen. Mit 37 Prozent (5.080) entfiel der Großteil der Einsätze weiterhin auf Skiunfälle auf der Piste. Unfälle beim Wandern machen mit steigender Tendenz mittlerweile jedoch 20 Prozent (2.770) aller Einsätze aus. „Am deutlichsten ist die Entwicklung bei den Trendsportarten“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt. Im Jahr 2012 zählte die Bergwacht 607 Unfälle beim Mountainbiken, im Jahr 2019 waren es bereits 929 – eine Steigerung um gut 50 Prozent. „Vor allem viele Senioren überschätzen ihre Fähigkeiten beim Umgang mit Elektrobikes in schwierigem Gelände“, sagt der Bundesleiter der Bergwacht, Klemens Reindl, dazu.

Steigende Einsatzzahlen verzeichnet die Bergwacht auch beim Paragleiten oder Deltadrachenfliegen: Dort stieg die Zahl der Unfälle von 136 im Jahr 2012 auf 173 im vergangenen Jahr. Insgesamt sei die Bergwacht mit neuen alpinen Rettungstechniken und -gerätschaften und einer modernen Ausbildung jedoch gut für die neue Herausforderungen gewappnet, sagt Reindl.

Nachwuchsprobleme kennt die Bergwacht praktisch keine. „Vor allem bei jungen Leuten ist das Interesse für diese ehrenamtliche Tätigkeit sehr groß“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt. Doch nicht alle Interessenten kämen dafür infrage. Denn die Bergretter müssten eine anspruchsvolle zwei- bis dreijährige Ausbildung durchlaufen.

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Presse
news-4833 Wed, 07 Oct 2020 09:04:08 +0200 Festakt zu 100 Jahre Bergwacht abgesagt https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/festakt-zu-100-jahre-bergwacht-abgesagt/ Der geplante Festakt 100 Jahre Bergwacht am Donnerstag, 8.Oktober 2020, in der Bayerischen Vertretung in Berlin wurde durch die Bayerische Vertretung abgesagt. Hintergrund ist die Covid-19-Entwicklung in Berlin (insbesondere in Berlin-Mitte). Das DRK-Generalsekretariat bedauert sehr, dass uns die aktuelle Situation in Deutschland nicht erlaubt, das für die Bergwacht herausragende Jubiläumsjahr entsprechend zu begehen. Mit rund 12.000 Mitgliedern ist die Bergwacht in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Thüringen tätig.

Der Ursprung der Organisation geht auf die Gründung der Bergwacht zur „Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit in den Bergen“ am 14. Juni 1920 im Hofbräuhaus in München zurück.

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Presse
news-4831 Wed, 30 Sep 2020 09:20:47 +0200 Jugendrotkreuz setzt sich für mehr Beteiligung junger Menschen ein https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jugendrotkreuz-setzt-sich-fuer-mehr-beteiligung-junger-menschen-ein/ Das Jugendrotkreuz (JRK) spricht sich dafür aus, junge Menschen mehr an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. „Es muss klar werden, dass die heute in Entscheidungspositionen sitzende Generation nicht einfach über die Zukunft kommender Generationen entscheiden sollte, ohne junge Menschen einzubeziehen“, sagt Marcus Janßen, Bundesleiter des JRK, nach der jährlichen Bundeskonferenz des Jugendverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, die am vergangenen Wochenende digital stattgefunden hat. Das höchste Entscheidungsgremium des JRK beschloss dazu eine bundesweite Kampagne, die 2022 starten soll. „Ich freue mich sehr über das Votum der Bundeskonferenz. Mit dem Themenkomplex ‚Jugendbeteiligung und Kinderrechte‘ haben wir ein Kampagnen-Thema gewählt, das von Jugendlichen selbst gewünscht und eingebracht wurde. Und dies beschreibt den Kern unseres Auftrages: Jugendverbandsarbeit bedeutet, jungen Menschen Räume zu öffnen, in denen sie selbst bestimmen können. Mit der nächsten Kampagne treiben wir die inner- wie außerverbandliche Diskussion weiter an, wie es gelingen kann, dass junge Menschen aktiv Zukunft gestalten können und gehört werden“, sagt Janßen. Jede gesellschaftliche Diskussion über die Zukunft sei auch ein Diskurs über die Zukunft junger Menschen, gerade in der aktuellen Krisenzeit. Deshalb müssten Kinder und Jugendliche gehört und beteiligt werden. „Dafür setzen wir uns mit der ganzen Kraft unseres Verbandes ein“, sagt Marcus Janßen weiter. Bundesweit zählt das Jugendrotkreuz als eigenverantwortlicher Jugendverband im DRK rund 140.000 Mitglieder.

Die Kampagne mit verschiedenen Aktionsformen soll 2022 starten und drei Jahre lang laufen. Die konkrete Ausarbeitung wird von einer Arbeitsgruppe ehrenamtlich Aktiver des Jugendrotkreuzes übernommen.

Für weitere Informationen zum Deutschen Jugendrotkreuz sowie zur JRK-Bundeskonferenz wenden Sie sich bitte an Maximilian Würdig, JRK-Bildungsreferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (m.wuerdig(at)drk(dot)de, 030/85404-123).

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Presse
news-4830 Tue, 29 Sep 2020 11:26:40 +0200 Bergwacht feiert 100jähriges Bestehen mit Markus Söder https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/bergwacht-feiert-100jaehriges-bestehen-mit-markus-soeder/ Die Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz (DRK) feiert am 8. Oktober 2020 mit einem Festakt in Berlin ihr 100jähriges Bestehen. Die Festrede wird Bayerns Ministerpräsident Markus Söder halten. „Allein im vergangenen Jahr war die Bergwacht bundesweit an mehr als 13.000 Einsätzen beteiligt, um Menschen zu helfen, die beim Wandern, Skifahren oder beim Sport in den Bergen in Not geraten sind. Das ist eine großartige Leistung der Bergretterinnen und Bergretter, die alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit aktiv sind“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Mit rund 12.000 Mitgliedern ist die Bergwacht in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Thüringen tätig. Der Ursprung der Organisation geht auf die Gründung der Bergwacht zur „Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit in den Bergen“ am 14. Juni 1920 im Hofbräuhaus in München zurück.

Das 100jährge Bestehen feiert die Bergwacht am 8.Oktober 2020 um 18 Uhr in der Bayerischen Vertretung in der Behrenstraße 21/22 in Berlin. „Wir freuen uns, dass wir als Festredner den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gewinnen konnten“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt. Moderiert wird die Veranstaltung von DRK-Botschafter Jan Hofer.

Aufgrund der Corona-Bedingungen kann an der Jubiläumsveranstaltung nur eine begrenzte Zahl von Medienvertretern teilnehmen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei DRK-Pressesprecher Dr. Dieter Schütz, Tel. 0162 200 2029, Email: d.schuetz@drk.de. Das DRK vermittelt im Vorfeld der Feier gerne Gesprächspartner und stellt auch Video- und Fotomaterial zur Verfügung.  

Die Veranstaltung selbst wird per Livestreaming übertragen auf:

https://www.facebook.com/roteskreuz/live/

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Presse
news-4828 Tue, 22 Sep 2020 14:13:00 +0200 DRK trauert um sein Ehrenmitglied Waltraud Schröder https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-trauert-um-sein-ehrenmitglied-waltraud-schroeder/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trauert um sein Ehrenmitglied Waltraud Schröder, das am 20. September 2020 im Alter von 84 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. „Mit Waltraud Schröder verlieren wir eine engagierte Frau, die sich jahrzehntelang für das Deutsche Rote Kreuz eingesetzt hat. Vor allem durch ihre Arbeit an der Rotkreuz-Basis hat sie sich große Verdienste erworben, aber auch durch ihre Auslandstätigkeiten. Wir werden sie schmerzlich vermissen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Die am 27. Januar 1936 geborene Waltraud Schröder engagierte sich schon früh im Sanitätsdienst des DRK. Von 1964 bis 1973 war sie zunächst Bereitschaftsführerin in Schwarzenbek im Landkreis Herzogtum Lauenburg, dann Kreisbereitschaftsleiterin und von 1983 bis 1996 Landesbereitschaftsführerin im DRK-Landesverband Schleswig-Holstein. Seit 1989 gehörte sie dem Präsidium des Landesverbandes Schleswig-Holstein an, von 1999 bis 2004 als Vizepräsidentin.

Waltraud Schröder erwarb sich jedoch auch durch ihre Auslandstätigkeiten einen Namen. So war sie zum Beispiel im Herbst 1989 Einsatzleiterin in der bundesdeutschen Botschaft in Prag bei der Betreuung ausreisewilliger DDR-Bürger, außerdem hat sie seit 1990 die Patenschaft mit dem Russischen Roten Kreuz in St. Petersburg aufgebaut. Nach der Wiedervereinigung unterstützte sie den neu gegründeten DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

1989 erhielt Waltraud Schröder das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, 1990 das DRK-Ehrenzeichen und 1992 die DRK-Leistungsspange. Seit 2004 war sie Ehrenmitglied des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein und des DRK e.V.

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Presse
news-4827 Mon, 21 Sep 2020 09:45:22 +0200 DRK fordert bessere digitale Ausstattung für Schulsozialarbeit https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-fordert-bessere-digitale-ausstattung-fuer-schulsozialarbeit/ Gerade während der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Bedeutung der Schulsozialarbeit besonders deutlich. „Die Corona-Krise zeigt, wie sehr sich die Chancenungleichheit bei den Kindern und Jugendlichen im sozialen Raum verschärft und wie defizitär die digitale Ausstattung und die sozialpädagogische Infrastruktur im deutschen Schulsystem aufgestellt sind“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des heutigen Bildungsgipfels im Bundeskanzleramt. Besonders augenfällig sei die Mangelausstattung und Unterfinanzierung der Schulsozialarbeit. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Schulsozialarbeit seien während der Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie wegen fehlender digitaler Ressourcen nicht in der Lage gewesen, die soziale Anbindung an die Schülerinnen und Schüler aufrechtzuerhalten, sagte Hasselfeldt. Was die Schulsozialarbeit im aktuellen Krisenmodus konkret benötige, sei eine datenschutzrechtlich abgesicherte Infrastruktur sowie eine gleichwertige technische Ausstattung. Dazu zählten mobile Diensttelefone, um Rufbereitschaften außerhalb der Schule sicherzustellen, Videosprechstunden durchzuführen und um außerschulische Unterstützernetzwerke etwa zum Jugendamt, zu Beratungsstellen und zur Schulpsychologie aufrechtzuerhalten.

Der Bundesleiter des Jugendrotkreuzes, Marcus Janßen, weist darauf hin, dass Kinder und Jugendliche in die Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die sie betreffen, auch eingebunden werden müssten. „Das bedeutet auch, dass alle Gesetze und Verordnungen vor Inkrafttreten hinsichtlich der Folgen für die junge Generation geprüft werden müssen“, sagt Janßen. Hierzu gelte es, bestehende Möglichkeiten weiter auszubauen. Zudem bedürfe es neben der Schulsozialarbeit diverser weiterer Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe. So könne verhindert werden, dass Kinderrechte wie das Recht auf Bildung von der wirtschaftlichen Stärke einer Familie abhängig und damit zur Privatsache gemacht werden.

Das Jugendrotkreuz ist als eigenständiger Jugendverband des DRK ein kompetenter, ständiger Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche sowie Schulen. Den ausführlichen Brennpunkt zu diesem Thema finden Sie unter: https://drk-wohlfahrt.de/veroeffentlichungen/

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Presse
news-4825 Mon, 14 Sep 2020 13:45:05 +0200 DRK schickt erste Hilfsflüge und Personal nach Lesbos https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-schickt-erste-hilfsfluege-und-personal-nach-lesbos/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am gestrigen Sonntag und heutigen Montag insgesamt vier Flüge mit Zelten auf die griechische Insel Lesbos geschickt. „Nach dem schlimmen Feuer in Moria hat sich die Lage der geflüchteten Menschen auf der Insel abermals extrem verschlechtert. In Reaktion darauf hat das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und dem Griechischen Roten Kreuz begonnen, erste dringend notwendige Hilfsmaßnahmen einzuleiten. In vier Flügen vom Flughafen Leipzig/Halle aus transportieren wir seit gestern insgesamt 500 Familienzelte nach Lesbos. An Bord des gestrigen ersten Fluges war auch ein DRK-Mitarbeiter, der nun vor Ort den Einsatz mit koordiniert. Ermöglicht wird dieses schnelle Anlaufen der Hilfe des DRK durch eine großzügige Spende von fünf Millionen Euro des Volkswagen Konzerns und der Siemens AG“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die am Sonntag angelieferten Zelte werden bereits heute von Freiwilligen des Griechischen Roten Kreuzes aufgebaut, um einen Teil der mehr als 11.000 Menschen aufzunehmen, die der Brand in Moria Mitte letzter Woche obdachlos gemacht hat.

„Das DRK ist aktuell in der Abstimmung zur Lieferung weiterer dringend benötigter Hilfsgüter. Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Griechischen Roten Kreuz, prüfen wir den genauen Hilfsbedarf vor Ort, um weitere Maßnahmen vorzubereiten. Diese sollen sowohl geflüchteten Menschen auf Lesbos als auch in anderen Regionen Griechenlands zugutekommen. Denn der humanitäre Bedarf dieser Menschen ist auch außerhalb von Lesbos groß“, erklärt Reuter.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit dem DRK-Mitarbeiter auf Lesbos.
 

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Flüchtlingshilfe Ausland

Jetzt online spenden!

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Presse Flüchtlinge Flüchtlingshilfe Flüchtlinge/Vertriebene Europa Griechenland
news-4824 Fri, 11 Sep 2020 16:59:46 +0200 Volkswagen und Siemens spenden 5 Millionen Euro als Soforthilfe für Flüchtlinge in Moria https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/volkswagen-und-siemens-spenden-5-millionen-euro-als-soforthilfe-fuer-fluechtlinge-in-moria/ Die Siemens AG und der Volkswagen Konzern spenden zusammen 5 Millionen Euro als humanitäre Soforthilfe für geflüchtete Menschen in Moria und Griechenland. Nach dem Großbrand in dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos hat sich die Situation der Menschen dramatisch zugespitzt. Sie sind nur notdürftig auf griechischen Marineschiffen und in provisorischen Zelten untergebracht. Die Mittel erhält das Deutsche Rote Kreuz (DRK), um damit die umfassenden Hilfsaktionen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung für geflüchtete Menschen in Griechenland zu unterstützen. Die Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser von Siemens und Dr. Herbert Diess von Volkswagen erklärten hierzu: „Wir alle haben erschütternden Bilder aus dem Lager Moria und von der Insel Lesbos gesehen. Die Lage der Flüchtlinge ist bedrückend, die meisten haben ihre wenige Habe verloren. Es fehlt vielfach an dem Nötigsten. In dieser Situation sehen wir es als unsere humanitäre Verantwortung an, den verzweifelten Menschen, den Erwachsenen und vielen Kindern, schnell und unbürokratisch zu helfen. Erfahrene Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz bieten in dieser Situation die Gewähr, dass unsere Hilfe die Bedürftigen schnell erreicht und die Flüchtlinge angemessen betreut und versorgt werden.“

DRK-Generalsekretär Christian Reuter sagte: „Die Spende dieser beiden großen deutschen Industriekonzerne ist ein großartiges Beispiel für Hilfsbereitschaft, Mitmenschlichkeit und praktische Solidarität. Ich bin dankbar, dass die beiden Unternehmen angesichts der Lage auf Lesbos sofort reagiert haben, um die Arbeit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die sich seit langem um eine Verbesserung der Flüchtlingssituation in Griechenland bemüht, nachhaltig zu unterstützen."

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News Presse
news-4823 Fri, 11 Sep 2020 13:18:00 +0200 DRK-Stellungnahme zum Lobbyregister https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-stellungnahme-zum-lobbyregister/ Das DRK würde sich freiwillig bei einem Lobbyregister eintragen lassen und dazu verpflichten, mehr Informationen über seine Tätigkeit und Strukturen der Öffentlichkeit bereitzustellen. Eine verpflichtende Registrierung im Lobby-Register würde jedoch unserer Sonderrolle als Auxiliar der Bundesregierung nicht gerecht werden.

Wie andere rechtlich privilegierte Organisationen und Institutionen erwarten wir eine Berücksichtigung der Sonderstellung des DRK und gehen davon aus, dass das DRK von einer Registrierungspflicht ausgenommen wird.

Vollständige DRK-Stellungnahme Lobbyregister

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News
news-4821 Fri, 11 Sep 2020 09:51:00 +0200 DRK rät zu Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-raet-zu-auffrischung-der-erste-hilfe-kenntnisse-alle-zwei-jahre/ Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch die Kenntnisse darüber sind bei vielen Menschen veraltet: Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs bei mehr als der Hälfte der Befragten (51,4 %) schon über zehn Jahre zurück. Je älter die Befragten sind, desto länger ist der Kurs her. „Die Zahlen deuten darauf hin, dass die meisten seit dem Erlangen des Führerscheins keinen Erste-Hilfe-Kurs mehr absolviert haben. Das ist fatal, denn gerade im Straßenverkehr sollte man wissen, wie man in Notfällen helfen kann – über das Absetzen eines Notrufs 112 hinaus. Wir raten daher Autofahrerinnen und Autofahrern, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 12. September 2020. Viele Menschen wünschen sich sogar eine gesetzliche Pflicht, die vorschreibt, dass Autofahrerinnen und -fahrer in regelmäßigen Abständen einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen müssen: laut Studie mehr als zwei Drittel der Befragten (67,1 %). „Wir appellieren hier aber an die Verantwortung aller, ob Verkehrsteilnehmende oder nicht, denn Unfälle können überall passieren, auch beim Sport oder zu Hause“, sagt Hasselfeldt weiter.

Immerhin: Fast zwei Drittel der Befragten (61,3 %) würde sich zutrauen, Wiederbelebungsmaßnahmen an einem Verletzten durchzuführen. Rund ein Drittel (26,6%) würde sich dies nicht trauen. Genau deswegen seien die Erste-Hilfe-Kurse so wichtig, erklärt Hasselfeldt: „Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. In den Schulungen kann man sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass der oder die Verletzte bestmöglich versorgt wird und dadurch bleibende Schäden verhindert oder verringert werden.“

Erste Hilfe-Kurs suchen

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Erste Hilfe weiterhin möglich, auch wenn rund 33 % der Befragten Sorge hätten, sich dabei zu infizieren. „Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Den Notruf 112 anzurufen und die Person zu beruhigen, sind wichtige Hilfeleistungen und auch auf Distanz möglich“, erklärt Hasselfeldt.

Die repräsentative Umfrage wurde Anfang August 2020 im Auftrag des DRK vom Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt.

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Presse
news-4819 Wed, 02 Sep 2020 09:57:33 +0200 DRK fürchtet neue Hürden bei Rechtssicherheit für Notfallsanitäter https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-fuerchtet-neue-huerden-bei-rechtssicherheit-fuer-notfallsanitaeter/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erachtet die geplante Änderung des Notfallsanitätergesetzes als nicht zielführend, um eine echte Handlungs- und Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter zu schaffen. „Die geplante Reform verfehlt leider das Ziel, den Einsatz invasiver Maßnahmen auch für die Notfallsanitäterinnen und -sanitäter rechtlich zu ermöglichen. Stattdessen stellt es neue Hürden auf, die ihre Arbeit erschweren“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das DRK setze sich dafür ein, dass die Helferinnen und Helfer gemäß ihres Ausbildungsstandes auch bestimmte medizinische Eingriffe durchführen dürfen. Notfallsanitäterinnen und -sanitäter erreichen den Einsatzort meist vor dem Notarzt und müssen in lebensgefährlichen Situationen lebensrettende Maßnahmen einleiten, um der betroffenen Person zu helfen, zum Beispiel Medikamente verabreichen oder Intubieren. Damit riskieren sie jedoch, sich strafbar zu machen, denn solche invasiven Eingriffe dürfen aufgrund des Heilpraktikergesetzes nur Ärzte durchführen. Notfallsanitäter und -sanitäterinnen können sich zwar auf das Gesetz des rechtfertigenden Notstands berufen, können aber dennoch im Nachhinein für ihre in einer Akutsituation getroffenen Entscheidung verurteilt werden, wenn die Gerichte diese anders bewerten.

Die vom Bundesgesundheitsministerium geplante Reform des Notfallsanitätergesetzes sieht vor, dass Notfallsanitäter und -sanitäterinnen lebensrettende Maßnahmen zwar ergreifen dürfen, dies aber erst dann, wenn eine vorherige ärztliche, auch teleärztliche Abklärung nicht möglich ist. „Eine solche Abklärung würde viel Zeit kosten, in der der Notfallpatient unversorgt bliebe, im schlimmsten Fall sogar versterben könnte. Die Einsatzkräfte müssen alles tun, um Schäden zu verhindern oder zu verringern, mit dem neuen Gesetz würde aber das Gegenteil erreicht werden“, sagt Reuter weiter.

Zudem verlangt die Reform einen hohen zusätzlichen Dokumentationsaufwand seitens der Helferinnen und Helfer, um im Nachhinein nicht haftbar gemacht werden zu können. „Die Notfallsanitäter und -sanitäterinnen durchlaufen eine lange Ausbildung und sind hochqualifiziert. Daher müssen sie in lebensbedrohlichen Situationen auch die notwendigen Maßnahmen durchführen dürfen, um einen Patienten zu retten und Folgeschäden zu vermeiden, auch wenn der Notarzt noch nicht vor Ort ist. Diese Handlungsfreiheit und Rechtssicherheit muss gesetzlich geregelt werden“, sagt Reuter.

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Presse
news-4818 Wed, 26 Aug 2020 14:26:00 +0200 DRK-Präsidentin begrüßt Verlängerung der Suchdienst-Arbeit zum Zweiten Weltkrieg https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-praesidentin-hasselfeldt-begruesst-verlaengerung-der-suchdienst-arbeit-zum-zweiten-weltkrieg/ Noch heute gehen beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) jedes Jahr tausende Suchanfragen von Menschen ein, die Aufklärung über das Schicksal ihrer Angehörigen verlangen – Väter, Mütter, Geschwister, die infolge des Zweiten Weltkrieges oder aufgrund von Flucht und Vertreibung vermisst werden. Eigentlich sollte die Arbeit des Suchdienstes zum Zweiten Weltkrieg Ende 2023 auslaufen. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat aufgrund des großen Interesses jetzt entschieden, dass die finanzielle Förderung des DRK-Suchdienstes zum Zweiten Weltkrieg durch das BMI bis Ende 2025 fortgesetzt wird. „Wir begrüßen diese Entscheidung sehr, es ist eine Geste der Humanität“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt am 26. August 2020 auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Mit rund 11 Millionen Euro fördert das Ministerium den DRK-Suchdienst jährlich. Aktuell sind 25 von 98 Mitarbeitern in der Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg für den DRK-Suchdienst tätig. Das Bundesinnenministerium finanziert zudem ein Forschungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte in München zur Geschichte des Suchdienstes des DRK. Von unzähligen Menschen fehlte nach dem Zweiten Weltkrieg jede Spur. Das Forschungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte München betrachtet die Geschichte dieser Personen und der Organisation, die sich seit Kriegsende die Klärung des Schicksals der Vermissten zur Aufgabe gemacht hat.

„Mit dem Suchdienst des DRK haben wir einen verlässlichen Partner, dessen völkerrechtlich verbindliche und humanitäre Arbeit bei dem persönlichen Bedürfnis nach Erinnern und Aufarbeiten im Dienste des Gemeinwohls steht. Ich freue mich, dass das BMI die Finanzierung der Suchdienst-Tätigkeit zum Zweiten Weltkrieg um zwei Jahre verlängern wird und die Erforschung der Geschichte des Suchdienstes durch ein renommiertes Institut in Auftrag gegeben hat“, erklärte Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, zum Internationalen Tag der Vermissten am 30. August.

Allein im vergangenen Jahr gingen insgesamt 10.091 Anfragen zu Vermissten des Zweiten Weltkriegs beim DRK-Suchdienst ein. „Das Interesse an dem Schicksal ihrer im Krieg oder durch Vertreibung vermissten Angehörigen besteht in vielen Familien ungebrochen fort. Die Informationen des DRK-Suchdienstes schaffen für viele nach jahrzehntelangem Warten Klarheit, was mit ihren Angehörigen passiert ist“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Professor Dr. Magnus Brechtken, stellv. Direktor des IfZ, weist darauf hin, dass der DRK-Suchdienst nach 1945 für Millionen Deutsche eine wichtige Aufgabe übernommen hat: „Innerhalb unserer wissenschaftlichen Forschung beleuchten wir deshalb den besonderen Anteil des DRK-Suchdienstes – auch dank seiner internationalen Vernetzung – an der individuellen Kriegsfolgenbewältigung der Menschen in Deutschland.“

Mehr Informationen: www.drk-suchdienst.de, www.bmi.bund.de und www.ifz-muenchen.de.

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News
news-4806 Wed, 26 Aug 2020 14:18:00 +0200 Gewissheit über den Verbleib des kriegsvermissten Vaters aus russischen Archiven https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/gewissheit-ueber-den-verbleib-des-kriegsvermissten-vaters-aus-russischen-archiven/ Anfang 2020, kurz nach seinem 79. Geburtstag, schreibt Manfred Kropp einen Brief an den DRK-Suchdienst. Er bittet um Auskunft über seinen Vater, Wilhelm Kropp, geboren 1914 in Thiersheim, Oberfranken, seit 1939 Angehöriger der Wehrmacht und im März 1942 auf der Krim verschwunden. Eine erstaunliche Menge an Einzelheiten und Angaben aus der militärischen Laufbahn des Vaters sind der Suchanfrage beigefügt. Manfred Kropp, in bayerischer Mundart und mit der rauen Stimme eines betagten Mannes, erinnert sich, wie es zur Anfrage kam:

"Mein zweiter Sohn wusste, dass der Suchdienst nun neue Auskünfte aus Archiven der Sowjetunion hat und meinte 'Komm, jetzt fragst du nochmal nach'. Und das habe ich getan."

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1990 hat der DRK-Suchdienst Suchanfragen nach Vermissten, die in der Sowjetunion vermutet wurden, an den Suchdienst der Allianz vom Roten Kreuz und Roten Halbmond der Sowjetunion geschickt. Deren personelle Kapazitäten waren geringer als die des DRK-Suchdienstes, so dass diese Anfragen nicht alle bearbeitet werden konnten. Für die Nachforschungen war es daher sehr förderlich, dass der DRK-Suchdienst nach der Perestroika und der Auflösung der damaligen Sowjetunion, selbst direkten Zugang zu den ehemals sowjetischen Archiven erhielt. In den darauffolgenden Jahrzehnten hat der DRK-Suchdienst mit diesen entsprechende Vereinbarungen geschlossen, auf deren Grundlage er kontinuierlich schicksalsklärende Informationen über kriegs- und zivilvermisste Deutsche erhielt und teilweise noch immer erhält.

Detaillierte Ergebnisse

Statt des Hinweises "An der Ostfront verschollen" kann der DRK-Suchdienst den suchenden Familien nach langen Jahren der Ungewissheit nun detailliertere Ergebnisse seiner Nachforschungen übermitteln.

"Ich habe selber keine Erinnerungen an meinen Vater", sagt Manfred Kropp. "Aber er hat immer an meine Mutter geschrieben, auch über seine Einsätze an der Front. Er war wohl in einem Baubataillon, zuerst in Polen, dann in Frankreich und ab 1942 am Feldzug im Osten beteiligt."

Manfred Kropp hat die Bilder und Dokumente des Vaters systematisch gesammelt. Es sind Feldpostbriefe, Fotografien und alle seine selbst verfassten Erinnerungen und Protokolle über seine Einsätze. Seine unterschiedlichen Stationen dokumentierte der Soldat Wilhelm Kropp im Heimaturlaub auf seiner Schreibmaschine und führte darin genau auf, von wann bis wann er an verschiedenen Feldzügen teilnahm. Und von der Front kam stets Post von ihm für seine Frau und seine beiden Söhne.

Die alte Schreibmaschine und den Fotoapparat des Vaters hat Manfred Kropp bis heute aufbewahrt. "Er hat so viel geschrieben, dass ich denke, er hat mehr geschrieben als gekämpft", sagt Manfred Kropp heute mit einem Lächeln.

„Meine Mutter hat nicht viel über ihn gesprochen, wie das bei vielen der Alten war. 'Lass` das sein, das ist Schnee von gestern' und so weiter. Und wenn man eine Frage gestellt hat, hieß es immer 'Das weiß ich nicht mehr.'"

Einige Zeit nachdem der Soldat Wilhelm Kropp gefangen genommen wurde, im März 1942, bekam die Familie ein Schreiben vom leitenden Offizier der Truppe, in dem er bedauere, dass "Willi Kropp" auf der Krim verschwunden sei. Weiter bedankte sich der Offizier bei der Familie für den "Einsatz im Kampf gegen den Bolschewismus".

Der junge Manfred Kropp wuchs auf, in der sicheren Annahme, der Vater sei tot. "Ich weiß, dass das Gebiet auf der Krim voller Minen war. Und ich stellte mir vor, dass er nachts aus der Kaserne gegangen und auf eine Mine getreten ist. Wenn er irgendwie in Gefangenschaft geraten wäre, hätte so ein schreibender Mensch sicherlich einen Brief oder eine Nachricht aus dem Lager organisiert. Und das haben wir nie bekommen. Daher habe ich gedacht, er wäre getötet worden."

Bis 1955 kamen aber immer wieder ehemalige Kriegsgefangene aus dem Osten zurück nach Deutschland. Tausende Familien warteten hoffnungsvoll an den Bahngleisen, ob auch ihr Vater, Sohn oder Bruder dabei wäre. Mittlerweile hatte der DRK-Suchdienst ein Karteikartensystem mit hunderttausenden von Einzeldaten gesammelt, aufgeteilt in zwei Kategorien: "Suchende" – mit Personenangaben derer die nach einem Angehörigen suchen, und "Gesuchte" – mit Auskünften über die vermissten Angehörigen. Der Suchdienst arbeitet bis heute daran, die beiden Kategorien zu verknüpfen und in jedem Einzelfall die betroffenen Familienmitglieder miteinander zu verbinden

Manfred Kropp erinnert sich an lange Stunden vor dem Radio im Haus der Großeltern, wo er aufgewachsen ist, zusammen mit der Mutter und dem zwei Jahre jüngeren Bruder.

"Als ich 14 -15 war, habe ich besonders bei Interviews mit ehemaligen Soldaten oder Gefangenen zugehört, ob sie etwas über meinen Vater sagten. Aber nein, haben sie nicht."

Eine wichtige Quelle, um Informationen aus den Kriegsgefangenenlagern zu erhalten, waren die Gespräche mit ehemaligen Gefangenen, so genannte "Rückkehrerbefragungen". Diese Heimkehrer konnten oftmals nähere Auskünfte zu den Vermissten aus ihren eigenen Reihen geben. 1.921.000 Kriegsheimkehrer wurden bis 1955 befragt. Aber von Wilhelm "Willi" Kropp fehlte jede Spur.

"Ich kann nicht sagen, dass ich darunter gelitten habe, ohne Vater aufzuwachsen", sagt Manfred Kropp heute. "Die Nachkriegszeit war natürlich hart, wie für alle, aber uns ging es allgemein nicht schlecht. Meine Mutter hat ein kleines Anwesen geerbt, hat mit Eisverkauf und Konditoreigebäck immer was dazuverdient.

Nach drei Monaten kommt die Antwort

Aber im Jahr 2020 unternimmt Manfred Kropp dann einen neuen Versuch, motiviert durch die Zuversicht des eigenen Sohnes, dass es auch neue Erkenntnisse über den Verbleib seines Vaters geben könnte. Und in der Tat – binnen dreier Monate kommt Antwort vom DRK-Suchdienst.

"Es war ein dicker, schwerer Briefumschlag. Offensichtlich hatten sie etwas gefunden. Ich wusste nicht, ob ich mich trauen sollte, den Brief zu öffnen."

Nach einleitenden Sätzen und der Rekapitulation des Zugangs zu Archivbeständen der Russischen Föderation teilt der DRK-Suchdienst dann in seinem Schreiben mit:

"Aus der in Russisch abgefassten Gefangenenakte geht hervor, dass Wilhelm Kropp am 19.03.1942 in Wladislawowka, Krim, in sowjetische Gefangenschaft kam und am 18.04.1942 im Lager im Temnikow, Mordwinien, Russische Föderation registriert wurde.

Wilhelm Kropp ist am 03.07.1942 im Hospital des Monetno-Losinowksij Lagers an Pellagra verstorben und wurde auf dem Friedhof des Lagers Losinowskij, Grab Nr. 21/742, bestattet."

Erlösende Gewissheit

Endlich, genaue Daten, auch zur Todesursache und sogar eine Grabstätte – erlösende Gewissheit!

"Da waren Unterlagen und Kopien und alles Mögliche dabei. Aber was mir Gewissheit gab, war ein Fragebogen vom Lager, den mein Vater unterschrieben hatte. Und ich kenne seine Unterschrift von Briefen und so weiter und da war mir klar, dass dies absolut richtig ist. Das war für mich der Moment, wo ich wusste, was passiert ist."

An "Pellagra" sei der Vater verstorben, eine Krankheit, ausgelöst durch Mangelernährung. Dieses Schicksal teilt Wilhelm Kropp mit tausenden anderen Kriegsgefangenen. Manfred Kropp hält die Tatsache, dass der Vater nicht länger als etwa zweieinhalb Monate im Gefangenenlager war, für gut. "Somit ist ihm sicherlich viel Leid erspart worden", sagt er.

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News
news-4817 Wed, 26 Aug 2020 14:10:00 +0200 Der Fall Waldemar Jahr: „Mir ist jetzt leichter ums Herz.“ https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/der-fall-waldemar-jahr-mir-ist-jetzt-leichter-ums-herz/ Das Schicksal ihres im Zweiten Weltkrieg vermissten Vaters Waldemar Jahr hat die heute 81-jährige Heidi Büttner über die vielen Jahrzehnte hinweg nie losgelassen. „Waldemar Jahr war Feldwebel bei der motorisierten Truppe und geriet am 10. Mai 1945 in der Slowakei in russische Gefangenschaft.“ So steht es jedenfalls in gut leserlicher Handschrift auf einer Postkarte, die Heidi Büttners Mutter Ilse Jahr im November 1947 an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes geschickt hat. „Wir haben immer gebetet, dass Vater wiederkommen soll, und ich habe nachts auch oft von ihm geträumt. Als Kind hat man immer gehofft, er kommt noch“, erinnert sich die gebürtige Berlinerin Heidi Büttner, geborene Jahr, die seit ihrer Heirat 1961 in Eichwalde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg wohnt.

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen hat sich allerdings nie erfüllt, die innere Unruhe bei Heidi Büttner aber auch nie gelegt. Nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs hat sie im Jahr 1995 eine eigene Suchanfrage an den DRK-Suchdienst gestellt, weil damals die russischen Archive dem DRK-Suchdienst direkten Zugriff auf Akten über ehemalige deutsche Kriegsgefangene ermöglichten und die Medien darüber berichteten – vergeblich.

75 Jahre nach Kriegsende

Einen erneuten Anlauf unternahm sie im Sommer 2019 über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem allerdings keine eigenen Erkenntnisse vorlagen und der an den DRK-Suchdienst verwies. Diesmal hatte Heidi Büttner mehr Glück. Am 9. Oktober 2019 – fast 75 Jahre nach Kriegsende – erhielt sie vom DRK-Suchdienst ein Schreiben, das Klarheit brachte: Aus russischen Archivbeständen ging hervor, dass Waldemar Jahr als Kriegsgefangener im Spezialhospital Nr. 1631 in Subowa Poljana in Russland – südöstlich von Moskau gelegen - registriert war und dort bereits am 18. September 1945 an Dystrophie gestorben ist: Wie bei vielen anderen deutschen Kriegsgefangene waren Hunger und Unterernährung die Todesursache. Heidi Büttner weiß jetzt auch, dass ihr Vater auf einem zum Spezialhospital „dazugehörigen Friedhof im Quadrat Nr. 2, Grab Nr. 28“ am 20. September 1945 bestattet wurde. Eine Kopie der noch erhaltenen russischen Kriegsgefangenenakte bekam sie mitgeliefert.

"Ich kann jetzt anders an meinen Vater denken."

Was ging ihr durch den Kopf, als sie den Brief des DRK-Suchdienstes in den Händen hielt? „Ich war erstmal platt. Ich habe mich gefreut, als die Nachricht eintraf. Es war eine verhaltene Freude, die Nachricht musste erst ankommen, es dauerte Tage“, erzählt sie. „Mir ist jetzt leichter ums Herz. Ich kann jetzt anders an meinen Vater denken.“

Dabei ist die konkrete Erinnerung an ihren Vater, der als Angestellter der Reichsbank in Berlin arbeitete, nur noch schwach ausgeprägt. Bei Kriegsende war Heidi Büttner gerade einmal sechs Jahre alt. „Mein Vater war streng, er stammte aus einer Offiziersfamilie und hat sich auch freiwillig zum Kriegseinsatz gemeldet“, sagt sie. Über die Umstände, wie Waldemar Jahr in Kriegsgefangenschaft geraten ist, gibt es unterschiedliche Angaben. Ein Kriegsheimkehrer will ihn im Sommer 1945 im Lager Odessa gesehen haben, ein anderer erklärte, dass er im Herbst 1945 im Waldlager Tula an Ruhr erkrankt sei. Die russische Akte enthält leider keine genauen Angaben dazu, sie wurde erst nach Waldemar Jahrs Tod von der Verwaltung des Kriegsgefangenenlagers angelegt. Eine im Jahr 1959 gestellte Anfrage vom Suchdienst des DRK an das Russische Rote Kreuz wurde negativ beantwortet.

Heidi Büttner selbst erlebte bei Kriegsende ereignisreiche Monate im damaligen Landkreis Arnswalde südöstlich von Stettin im heutigen Polen. Als die Situation in der Hauptstadt Berlin durch die zahlreichen Fliegerangriffe der Amerikaner und Briten immer schwieriger wurde, verließ ihre Mutter mit den insgesamt vier Kindern im September 1943 das Zuhause im Berliner Stadtteil Oberschöneweide und zog ins vermeintlich sichere Kratznick. Als das Gebiet dort im Februar 1945 von russischen Truppen erobert wurde, brachte sich die Mutter mit den Kindern vorübergehend im Wald in Sicherheit. „Hier lebten wir unter drei Tannen zehn Tage und elf Nächte mit einer Tagesration von zwei Scheiben Dauerwurst und Quellwasser“, erzählt Heidi Büttner. Seither weiß sie auch, was Hunger bedeutet: „Unsere Mutter erzählte später, meine Zwillingsschwester und ich hätten damals Ärmchen gehabt so dünn wie Besenstiele.“

Im Juni 1945 gelang der Familie dann mit dem Leiterwagen die heimliche Flucht nach Berlin. Zu ihrer großen Freude war ihr Haus in Berlin-Oberschöneweide von den schweren Kriegszerstörungen verschont geblieben. „Das war ein ganz großes Geschenk“, sagt Heidi Büttner. Was die Familie nicht wusste: Waldemar Jahr - damals 40 Jahre alt - hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Monate zu leben.

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News
news-4815 Mon, 24 Aug 2020 09:54:01 +0200 DRK alarmiert: Nicht mal jeder Zweite traut sich Wasserrettung zu https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-alarmiert-nicht-mal-jeder-zweite-traut-sich-wasserrettung-zu/ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist alarmiert: Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des DRK traut sich nicht einmal jeder zweite Befragte zu, jemanden aus einer Notsituation im Wasser zu retten (44,8 Prozent). „Das sind besorgniserregende Zahlen. Wir appellieren daher dringend, die eigenen Schwimmfähigkeiten zu verbessern und raten zusätzlich dazu, einen Rettungsschwimmkurs zu absolvieren – das gilt nicht nur für Eltern, sondern für alle, die sich am oder im Wasser aufhalten. Es ist wichtig, sich nicht vor der Hilfe in einer Notsituation zu scheuen und zu wissen, wie man über den Notruf hinaus Leben retten kann“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter Wasserwacht beim Deutschen Roten Kreuz. Mehr als zwei Drittel (68,6 Prozent) der Befragten legt Wert darauf, dass eine Badestelle von Rettungsschwimmern bewacht wird. Rund 24 Prozent, darunter besonders die männlichen Befragten zwischen 18 und 39 Jahren, ist das nicht wichtig. „Fast täglich berichten Medien über vermisste, verunglückte oder gar verstorbene Badegäste in Flüssen, Seen und im Meer. Viele dieser Unfälle könnten verhindert werden, wenn die Menschen an bewachten Badestellen ins Wasser gehen würden. Die Umfrage zeigt, dass viele sich eine Sicherung der Gewässer durch Rettungsschwimmer wünschen. Wir appellieren daher, auch nur solche Badestellen aufzusuchen“, sagt Paatz.

Erfreulich ist, dass die Mehrheit der Befragten die allgemeinen Baderegeln kennt und diese auch befolgt, nämlich 81,3 Prozent. Nur 10,5 Prozent halten sich nicht daran, auch hier vor allem Männer zwischen 18 und 39 Jahren. „Die meisten Badeunfälle hängen mit Leichtsinn und Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeiten zusammen. Die Baderegeln geben wichtige Verhaltenstipps für die eigene Sicherheit im Wasser und die der Mitbadenden. Sie anzuwenden kann Leben retten“, sagt Paatz weiter.

Die repräsentative Umfrage wurde Mitte August 2020 im Auftrag des DRK vom Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt, dabei wurden 2.500 Menschen in Deutschland befragt.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken. Informationen zur Wasserwacht und zu Schwimmkursen finden Sie hier.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Andreas Paatz.

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Presse
news-4814 Mon, 17 Aug 2020 12:59:42 +0200 DRK: Immer mehr Angriffe auf Gesundheitspersonal https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-immer-mehr-angriffe-auf-gesundheitspersonal/ Gesundheitspersonal, das im Rahmen der Corona-Pandemie im Einsatz ist, wurde in den vergangenen Monaten in verschiedenen Ländern vermehrt Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt. Zum Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August 2020 mahnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), humanitäre Helferinnen und Helfer nicht aufgrund ihrer Arbeit zu stigmatisieren und Angriffe auf sie zu stoppen. „Diese Menschen riskieren ihre eigene Gesundheit für uns alle, indem sie Covid-19-Patienten behandeln und eine Weiterverbreitung des Virus verhindern. Sie dürfen nicht dafür bestraft werden, dass sie sich in solch einer herausfordernden Situation mit ganzer Kraft für andere Menschen einsetzen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat, zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, zwischen dem 1. Februar und dem 3. August 2020 611 Vorfälle in mehr als 40 Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas und des Mittleren Ostens dokumentiert, die in direktem Zusammenhang mit Covid-19 standen. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher sein. Rund zwei Drittel der Fälle richtete sich gegen Gesundheitspersonal und 22 Prozent gegen Patienten, die wegen Covid-19 in Behandlung waren. „Ärzte und Krankenpfleger wurden mit Bleichmittel übergossen, mit Steinen und Metallstangen geschlagen, sogar ein tödlicher Angriff auf einen Rettungswagen im Covid-19-Einsatz ist bekannt. Teilweise wurden Helfer, die in Gemeinden über Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus informieren wollten, verdächtigt, das Virus selbst zu verbreiten, und deswegen bedroht, ausgegrenzt und vertrieben“, sagt Hasselfeldt weiter.

Gründe für die Stigmatisierung und Angriffe sind neben der Angst vor einer Ansteckung auch Wut und Trauer über den Tod von an Covid-19 erkrankten Familienmitgliedern, für den immer wieder Gesundheitspersonal verantwortlich gemacht wird. Auch Stress aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und daraus resultierender wirtschaftlicher Probleme sowie Unwissen und falsche Informationen über Covid-19 spielen eine Rolle. „Deswegen ist es wichtig, dass in allen Ländern seriös über das Virus informiert wird und Helferinnen und Helfer geschützt werden. Die Angriffe haben Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit der betroffenen Personen und führen dazu, dass sie ihre Arbeit nicht oder nur eingeschränkt durchführen können – und das oft in ohnehin überlasteten Gesundheitssystemen“, sagt Hasselfeldt. Dies gelte nicht nur in Bezug auf die Corona-Pandemie, sondern auf die Arbeit humanitärer Helferinnen und Helfer allgemein, die immer wieder durch gezielte Angriffe, etwa auf Gesundheitseinrichtungen in Konfliktregionen, verletzt oder getötet werden – ein Verstoß gegen das Humanitäre Völkerrecht.

Informationen zur Corona-Auslandshilfe des DRK finden Sie hier.

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Presse
news-4813 Fri, 14 Aug 2020 10:10:00 +0200 DRK verstärkt Hilfe für Beirut und ruft weiter zu Spenden auf https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-verstaerkt-hilfe-fuer-beirut-und-ruft-weiter-zu-spenden-auf/ Nahezu die halbe Stadt wurde durch die schwere Explosion in Beirut Anfang letzter Woche erheblich beschädigt, darunter auch wichtige Gesundheitseinrichtungen. „Seit der furchtbaren Katastrophe am 4. August hat das Libanesische Rote Kreuz bereits über 20.000 Menschen versorgt, unter anderem mithilfe von rund 50 medizinischen Notfall-Teams, mehreren mobilen medizinischen Einheiten und psychosozialen Diensten. Bisher wurden über 3.000 Menschen vom Rettungsdienst unserer Schwestergesellschaft versorgt und transportiert. In dieser äußerst schwierigen Lage in Beirut und im gesamten Land muss es für die internationale Hilfe das Gebot der Stunde sein, die lokalen humanitären Akteure wie das Libanesische Rote Kreuz zu stärken und ihre Handlungsfähigkeit in der Versorgung der Menschen auszubauen. Das Deutsche Rote Kreuz benötigt weiterhin dringend Spenden, damit wir unsere Hilfe für die betroffenen Menschen in Beirut fortsetzen und verstärken können“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Um in der insgesamt immer noch chaotischen Situation vor Ort gezielt Hilfe zu leisten, unterstütze das DRK-Büro in Beirut das Libanesische Rote Kreuz technisch bei der Koordination bedarfsorientierter Nothilfe. Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und dem Libanesischen Roten Kreuz konzentriere sich dabei momentan auf Basisgesundheitsdienste, psychosoziale Unterstützung, Hygieneversorgung, Notunterkünfte und den Schutz vor einer Weiterverbreitung des Coronavirus, sagt Reuter weiter.

Am vergangenen Samstag hatte das DRK in einer ersten großen Lieferung 43 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes nach Beirut gebracht. Am Mittwoch übergab Bundesaußenminister Heiko Maas neben einem Scheck über eine Million Euro auch weitere Hygienepakete des DRK für das Libanesische Rote Kreuz.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Soforthilfe Beirut

Jetzt spenden!

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Presse
news-4812 Tue, 11 Aug 2020 11:00:00 +0200 Hitzewelle: DRK gibt Hitzetipps https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/hitzewelle-drk-gibt-hitzetipps/ Die aktuelle Hitzewelle mit konstant hohen Temperaturen von tagsüber über 30 Grad birgt erhebliche gesundheitliche Gefahren. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders bei älteren oder kranken Menschen. DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin gibt deshalb folgende Hinweise: „Wichtig ist bei Hitze, mehr zu trinken. Die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 bis 2 Litern sollte mindestens um einen Liter erhöht werden. Die Trinkmenge ist aber auch von der körperlichen Aktivität abhängig – wer in der Hitze arbeitet, muss mehr trinken. Da bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden. Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Der Alkoholkonsum sollte unbedingt eingeschränkt werden, da er – bei Jung und Alt – zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führt.

Vorsicht vor direkter Sonneneinstrahlung. Vermeiden Sie längere Aufenthalte in der Sonne und körperliche Anstrengungen. Bewegungen in warmer Umgebung bedeuten eine Doppelbelastung des Kreislaufs. Kleinkinder und Senioren dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Deshalb ist der Sonnenhut für kleine Kinder und ältere Menschen, evtl. mit einem Nackenschutz, ein Muss. Bei Aktivitäten im Freien unbedingt an Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und lichtdichte Kleidung denken, die den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist.

Wohnräume sollten möglichst kühl gehalten und am Abend oder in der Früh gut durchlüftet werden. Tagsüber sollte das Eindringen von Wärme durch zugezogene Vorhänge, geschlossene Fenster und Türen verhindert werden.

Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können Kopfschmerzen, Schwindel, aber auch ernste Kreislaufprobleme, ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier helfen gekühlte, elektrolythaltige Getränke, wie Apfelsaftschorle. Durch das Ablegen überflüssiger oder das Öffnen beengender Kleidung kann ein Wärmestau verhindert werden. Sorgen Sie bei Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung für Kühlung durch kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft. Wenn sich der Zustand der oder des Betroffenen durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, rufen Sie den Rettungsdienst (Tel. 112).“

Die Pressestelle vermittelt Prof. Sefrin gerne für Interviews.

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news-4811 Sat, 08 Aug 2020 10:50:50 +0200 DRK fliegt 43 Tonnen Hilfsgüter nach Beirut https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-fliegt-43-tonnen-hilfsgueter-nach-beirut/ Vier Tage nach der verheerenden Explosion in Beirut mit mehr als 130 Toten und Tausenden Verletzten hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Samstag in Berlin 43 Tonnen Hilfsgüter mit einem Airbus A300F auf den Weg nach Beirut geschickt. „Wir sind froh, dass wir den Menschen in der libanesischen Hauptstadt mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes so schnell helfen können. Die Lage vor Ort ist katastrophal. Bis zu 300.000 Menschen haben durch die Explosion ihre Wohnungen verloren. Deshalb wird dieser Hilfstransport sicherlich nicht der letzte sein“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Der Hilfsflug startete am Samstagnachmittag auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld und sollte in der Nacht in Beirut landen. Insgesamt unterstützt das Auswärtige Amt das DRK mit mehr als 1,5 Millionen Euro. Die 43 Tonnen Hilfsgüter, die das DRK nach Beirut fliegt, entsprechen in etwa der Ladung von sechs großen LKWs mit Anhänger. Darunter befinden sich Erste-Hilfe-Sets, Verbandsmaterialien, Decken, Werkzeuge für den Aufbau von Notunterkünften, Küchenutensilien, Eimer, Hygienepakete sowie medizinische Hilfsgüter und Covid-19-Schutzausstattung wie Masken und Schutzanzüge. Darüber hinaus sollen die Freiwilligen des Libanesischen Roten Kreuzes unterstützt werden.

„Die Tragödie am vergangenen Dienstag verschärft die bereits zuvor äußerst schwierige Lage im Land weiter. Unsere Schwestergesellschaft, das Libanesische Rote Kreuz, mit der wir seit langem eng verbunden sind, leistet in dieser akuten Notlage Außergewöhnliches. Sowohl das ganze Ausmaß der Katastrophe als auch die mittel- und langfristigen Folgen sind noch nicht absehbar“, sagt Reuter. Das Deutsche Rote Kreuz rufe dringend zu Spenden auf. Der Bedarf an internationaler Unterstützung für die Menschen im Libanon bleibe auf Monate hinaus sehr groß.

Weitere Informationen: https://www.drk.de/hilfefuerbeirut

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Soforthilfe Beirut

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news-4810 Wed, 05 Aug 2020 13:05:31 +0200 Rotes Kreuz im Dauereinsatz in Beirut: DRK bietet Hilfe an https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/rotes-kreuz-im-dauereinsatz-in-beirut-drk-bietet-hilfe-an/ Nach der schweren Explosion im Hafen von Beirut gestern Abend mit Dutzenden Toten und Tausenden Verletzten ist das Libanesische Rote Kreuz (LRK) im Dauereinsatz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat seiner Schwestergesellschaft umgehend Unterstützung angeboten. „Wir sind schockiert und zutiefst bestürzt angesichts einer Katastrophe dieses gewaltigen Ausmaßes. Wir haben selbst mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, von denen eine Person leicht verletzt, aber gut versorgt ist. Auch Wohnungen unserer Mitarbeiter sind von den Zerstörungen betroffen. Es wird davon ausgegangen, dass infolge der massiven Detonation tausende Menschen obdachlos geworden sind. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und dem Libanesischen Roten Kreuz stimmen wir uns momentan zu Hilfsmaßnahmen ab, um unsere Schwestergesellschaft schnellstmöglich unterstützen zu können. Mit ihr verbindet uns eine jahrelange enge und vertrauensvolle Partnerschaft. Aus dem ganzen Land wurden Rettungskräfte des Libanesischen Roten Kreuzes zusammengezogen. Ihnen und ihrem unermüdlichen Einsatz in dieser akuten Notlage gilt unser allergrößter Respekt. Das DRK ruft zu Spenden für die betroffenen Menschen in Beirut auf“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Viele Krankenhäuser in der libanesischen Hauptstadt seien hoffnungslos überlastet und mussten aufgrund der Corona-Pandemie schon vor der aktuellen Katastrophe unter äußerst erschwerten Bedingungen arbeiten, sagt Reuter weiter.

In Beirut befindet sich auch das DRK-Büro für den Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika, von dem aus die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in der Region koordiniert wird. Das DRK unterstützt seit Jahren Ambulanzstationen des LRK im ganzen Land und stellt für die medizinischen Teams seiner Schwestergesellschaft medizinisches Verbrauchsmaterial und Ambulanzfahrzeuge zur Verfügung. Zudem hilft das Deutsche Rote Kreuz dem LRK seit Beginn der Syrienkrise beim Betrieb und der Modernisierung des Blutbankwesens.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit DRK-Mitarbeitern vor Ort.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Soforthilfe Beirut

Jetzt helfen: Online Spenden!

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Presse
news-4809 Wed, 05 Aug 2020 08:56:11 +0200 DRK-Wasserwacht: Schwimmkurse in Schulen flächendeckend anbieten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-wasserwacht-schwimmkurse-in-schulen-flaechendeckend-anbieten/ Die Nachrichten über tödliche Badeunfälle reißen nicht ab. Unter den Todesopfern sind auch viele Kinder und Jugendliche. Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Schwimmunterricht deutschlandweit an allen Schulen anzubieten und durchzuführen. „Der Schwimmunterricht ist gesetzlich fest in den länderspezifischen Lehrplänen verankert, wird aber nicht flächendeckend umgesetzt – weil es nicht mehr genügend Bäder gibt, die Anfahrtswege dadurch oft zu lang für eine Schwimmstunde sind, oder weil Schwimmlehrer fehlen. Das muss sich ändern, damit Kinder aller Bevölkerungsgruppen schwimmen lernen können“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten dieses Jahr bisher kaum Schwimmkurse stattfinden. „Dadurch fehlt es vielen Kindern und Jugendlichen an Wissen und Übung im Wasser. „Das muss schnell nachgeholt werden, denn nur so können sie lernen, sich sicher im Wasser aufzuhalten und auf Gefahren wie Strömungen oder Sog zu reagieren. Eine angemessene Selbsteinschätzung kann Leben retten“, sagt Paatz.

Das gelte für Jung und Alt, sagt Paatz weiter: „Die meisten Badeunfälle hängen mit Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit und Leichtsinn zusammen und passieren in natürlichen Gewässern wie Meeren, Seen und Flüssen. Diese sind nicht immer durch eine Badeaufsicht bewacht, wir appellieren daher an alle, nur an gesicherten Badestellen ins Wasser zu gehen und die Baderegeln zu beachten: Niemals allein ins Wasser gehen, sondern mindestens zu zweit. Vorher abkühlen, nie mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss baden. Andere nicht schubsen oder untertauchen, nie in unbekanntes oder trübes Gewässer springen. Absperrungen und Bojen beachten, Booten nicht zu nah kommen.“

Eltern sollten ihre Kinder nie aus den Augen lassen, Nichtschwimmer sollten am Ufer bleiben. „Als schwimmfähig gilt erst, wer mindestens das Schwimmabzeichen Bronze hat, also mindestens 200 Meter dauerschwimmen, 2 Meter tief tauchen und kopfwärts ins Wasser springen kann“, sagt Paatz weiter.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken. Die Wasserwacht bietet deutschlandweit Schwimmkurse an, die Sie hier finden.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Andreas Paatz.

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Presse
news-4808 Mon, 03 Aug 2020 12:17:10 +0200 DRK mahnt: Atomwaffen vollständig ächten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-mahnt-atomwaffen-vollstaendig-aechten/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung erinnern in dieser Woche an den 75. Jahrestag der Atomwaffeneinsätze in Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. „Der Einsatz von Atomwaffen verursachte entsetzliche Zerstörung und furchtbares Leid, das aufgrund der langfristigen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, Umwelt und Entwicklung bis heute andauert. Diese schreckliche Erfahrung mahnt uns eindringlich, uns weiterhin für die vollständige Ächtung von Atomwaffen einzusetzen, damit diese nie wieder zum Einsatz kommen“, sagt DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön. „Die Atomwaffeneinsätze in Hiroshima und Nagasaki führten zu einer humanitären Katastrophe von bis dahin beispiellosem Ausmaß. Die Detonationen töteten Zehntausende Menschen, zerstörten weite Teile beider Städte und hinterließen für die Überlebenden verheerende Bedingungen. Weitere Zehntausende starben in den Jahren danach an den Folgen einer Strahlenkrankheit. Das Japanische Rote Kreuz und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erlebten die katastrophalen Auswirkungen des Atomwaffeneinsatzes unmittelbar, als sie unter schwierigsten Bedingungen versuchten, den Opfern zu helfen“, sagt Schön weiter. In den letzten sieben Jahrzehnten wurden in Krankenhäusern des Japanischen Roten Kreuzes Tausende von Überlebenden und ihre Nachkommen versorgt.

Basierend auf diesen Erfahrungen und der Erkenntnis, dass angemessene medizinische und humanitäre Hilfe im Falle eines Atomwaffeneinsatzes kaum zu leisten ist, engagiert sich die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung seit 1948 für die Ächtung von Atomwaffen und ihres Einsatzes. Der im Juli 2017 angenommene Vertrag über das Verbot von Atomwaffen basiert auf dem humanitären Völkerrecht und untersagt erstmals völkervertragsrechtlich den Einsatz von Atomwaffen. „Zusammen mit dem Atomwaffensperrvertrag, dem Kernwaffenteststoppvertrag und regionalen Abkommen zu nuklearwaffenfreien Zonen kann er einen wesentlichen Beitrag für eine Welt ohne Atomwaffen leisten. Die Jahrestage der Atomwaffeneinsätze in Hiroshima und Nagasaki erinnern daran, dass das mit dem Einsatz von Atomwaffen verbundene Leid das denkbar stärkste Argument ist, weiter entschieden für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten“, sagt Schön.

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Presse
news-4807 Fri, 31 Jul 2020 10:25:20 +0200 DRK fordert: Freiwilligendienste attraktiver gestalten https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-fordert-freiwilligendienste-attraktiver-gestalten/ Vor dem Start der Freiwilligendienste am 1. September ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Interessierte auf, sich auf noch verfügbare Plätze zu bewerben, und fordert bessere Rahmenbedingungen für den freiwilligen Einsatz. „Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig ehrenamtliches und freiwilliges Engagement für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist. Wir begrüßen daher auch die Debatte um ein Pflichtjahr für alle und einen ‚Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz‘. Was wir jedoch ablehnen, ist ein Wettbewerb der Angebote für Freiwilligendienste, der vor allem über monetäre Anreize geführt wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Der geplante „Freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz“ bei der Bundeswehr soll mit circa 1.550 Euro pro Monat vergütet werden. Teilnehmer der „klassischen“ Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr, der Bundesfreiwilligendienst oder der Internationale Freiwilligendienst erhalten derzeit ein Taschengeld von wenigen hundert Euro. „Der Unterschied bei der Vergütung ist zu groß. Es darf nicht der Eindruck eines Zwei-Klassen-Systems zwischen zivilem und militärischem Dienst entstehen, der zu Frustration bei denjenigen führen könnte, die sich im Rahmen der Freiwilligendienste in der Altenpflege, in Kitas, in der Jugendhilfe oder anderen sozialen Bereichen engagieren“, sagt Hasselfeldt weiter.

Um die Vergütung nicht zu sehr in den Vordergrund zu rücken, aber die Freiwilligendienste dennoch attraktiver und für Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen, fordert das DRK neben einer Erhöhung des Taschengelds auch kostenlose Bahn- und ÖPNV-Tickets für alle Freiwilligen. „Außerdem schlagen wir vor, die schulischen Abschlussnoten nach einem absolvierten Freiwilligendienst im Nachgang um 0,2 Punkte zu verbessern sowie einen Rentenpunkt für ein Jahr Freiwilligendienst zu veranschlagen“, sagt Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz stehe einem Dialog zwischen Politik, Wohlfahrtsverbänden und allen anderen Beteiligten über neue, gemeinsame Ansätze offen gegenüber, um die Freiwilligendienste attraktiver zu gestalten. Das DRK bietet allein im Freiwilligen Sozialen Jahr 12.000 Plätze an – mehr als jeder andere Wohlfahrtsverband. Hinzu kommen rund 3.000 Plätze beim Bundesfreiwilligendienst.

Informationen zu den Freiwilligendiensten gibt es hier.
Den aktuellen "Brennpunkt Wohlfahrt" finden Sie hier.

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Presse
news-4816 Tue, 14 Jul 2020 15:10:00 +0200 Jette Joop designt Mund-Nasen-Masken zugunsten der Corona-Nothilfe https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jette-joop-designt-mund-nasen-masken-zugunsten-der-corona-nothilfe/ Eine besondere Kollektion, die doppelt hilft: DRK-Botschafterin Jette Joop hat Corona-Schutzmasken in Kooperation mit dem Handelsunternehmen Lidl entworfen, die ab dem 20. Juli in allen deutschen Lidl-Filialen erhältlich sind. Das Highlight: Ein Teil des Verkaufserlöses fließt in die DRK Corona-Nothilfe. „Masken überall dort zu tragen, wo es empfohlen wird, ist wichtig. Dann stehen wir die Corona-Pandemie auch weiterhin gut durch. Mit dem Kauf einer Maske aus meiner neuen Kollektion werden zudem diejenigen unterstützt, die dort helfen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Denn: Ein Teil des Verkaufserlöses fließt direkt in die Corona-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes."

Designerin und DRK-Botschafterin Jette Joop

Seit Beginn der Pandemie sind tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK im Einsatz, um die deutsche Bevölkerung und die Behörden zu unterstützen. Mit einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf unterstützt Lidl die DRK Corona-Nothilfe .

Design für die gute Sache

Die Design-Masken sind zugleich auch Modeaccessoire: Jette Joops Kollektion für Erwachsene variiert in Streifen, Camouflage und Blumenmuster; die Masken für Kinder zieren Dinosaurier, Schmetterlinge und Piraten. Der Clou: In jedem Doppelpack ist eine mit Textilmalstift selbst auszumalende Maske enthalten. „Besonders Kinder haben durch das Personalisieren ihrer Masken eine Gelegenheit, sich dem Thema nochmal anders anzunähern“, erklärt Jette Joop die Idee dahinter.

Die zweilagigen Baumwoll-Masken sind bei 60 Grad waschbar und mit dem Oeko-Tex-Standard ausgezeichnet. Ein Zweierpack mit Erwachsenen- oder Kinder-Masken kostet 4,86 Euro bzw. 3,89 Euro.

Jette Joop ist seit 2003 Kinderbotschafterin des Deutschen Roten Kreuzes. In Ihr Engagement bringt sie auch immer wieder ihr Talent als Designerin mit ein: https://www.drk.de/das-drk/prominente-unterstuetzer/jette-joop/

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Prominente News
news-4804 Thu, 09 Jul 2020 12:10:00 +0200 Jeder Angriff auf Rettungskräfte ist einer zu viel https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jeder-angriff-auf-rettungskraefte-ist-einer-zu-viel/ DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt nimmt in einer Grundsatzerklärung Stellung zum Respekt und Schutz für medizinisches Personal und Rettungskräfte im Einsatz: „Zu den zentralen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes gehört es, menschliches Leid überall und jederzeit zu verhüten und zu verhindern, Leben und Gesundheit zu schützen und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen; dies sowohl in Zeiten bewaffneter Konflikte und sonstiger Notlagen als auch im alltäglichen Leben hilfsbedürftiger Menschen. Die Mitarbeiter, Ehrenamtlichen und Einsatzkräfte des DRK tun dies gemäß den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Das heißt: Jegliche Hilfe wird neutral und unparteilich nach dem Maß der Not geleistet. Dies geschieht unter Einsatz aller dafür verfügbaren Ressourcen und nicht selten auch unter Einsatz der eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens.

Umso erschütternder ist es zu erleben, wie medizinisches Personal und Rettungskräfte im Einsatz immer wieder nicht nur behindert, sondern in verschiedenster Form zum Teil gezielt attackiert werden. Solche Angriffe erfolgen während regulärer Einsätze im häuslichen und öffentlichen Raum: etwa im Kontext von Silvester- oder anderen Feiern sowie bei Großveranstaltungen und Demonstrationen und sich daraus entwickelnden Situationen. Sie reichen von verbalen Attacken, Beleidigungen und Drohungen bis hin zu körperlichen Tätlichkeiten, bei denen zum Teil sogar Waffen zum Einsatz kommen. Die von der polizeilichen Kriminalstatistik erhobenen Daten zeigen, dass sich die gewalttätigen Übergriffe auf den Rettungsdienst und die Feuerwehr zwischen 2011 und 2017 verdoppelt haben (von 1.146 auf 2.136 Fälle). Im April 2017 hat der Deutsche Bundestag höhere Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Vollstreckungsbeamte beschlossen. Attacken können nun je nach Schweregrad mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Im Jahr 2019 gab es gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik noch 1.521 Angriffe auf Rettungsdienst und Feuerwehr. Jeder dieser Angriffe ist einer zu viel.

Das DRK setzt bei der Schulung seiner Sanitäter und Einsatzkräfte vor allem auf Deeskalationstraining und Konfliktvermeidung, um kritische Einsatzsituationen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Dennoch kommt es immer wieder zu Übergriffen. Daher sollten die gesetzlichen Möglichkeiten zur Bestrafung bei der Gefährdung der Rettung von Menschenleben voll ausgeschöpft werden. Doch dies allein reicht nicht. Notwendig sind auch Maßnahmen und öffentlichkeitswirksame Kampagnen, die eine Bewusstseinsentwicklung und Haltung gegen solche Verrohungstendenzen in unserer Gesellschaft fördern und stärken.

Für das Rote Kreuz bildet der Grundsatz der Menschlichkeit die Richtschnur seines Handelns und die Grundlage seiner Leistungen. Praktizierte Menschlichkeit bedeutet dabei für das Rote Kreuz mehr als rein medizinische Hilfeleistung. Sie umfasst auch Respekt vor der Würde anderer, gegenseitiges Verständnis und ein solidarisches Zusammenstehen bei der Bewältigung von Notlagen. Dass Menschlichkeit nach dem Grundsatz der Unparteilichkeit geleistet wird, d.h. allein nach Maß der Not und Dringlichkeit, versteht sich für das DRK von selbst. Es unterscheidet daher bei seinen Hilfen auch nicht nach ethnischer Herkunft, religiöser Ausrichtung, politischer Überzeugung oder anderen Kriterien als dem der Dringlichkeit der Hilfeleistung.

Jeder kann zum Opfer werden, das auf dringende Hilfe von Rettungskräften angewiesen ist. Und jedem sollte bewusst sein, dass die Gefährdung medizinischer Hilfe und Rettung ein zutiefst inhumaner und unsozialer Akt ist. Selbst im Krieg sind gezielte Angriffe auf medizinisches Personal und medizinischen Einrichtungen tabuisiert. Erst recht gilt dies für Friedenszeiten!“

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News Gerda Hasselfeldt
news-4801 Wed, 24 Jun 2020 09:54:24 +0200 Erinnerung an Solferino: DRK beleuchtet wichtige Einrichtungen https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/erinnerung-an-solferino-drk-beleuchtet-wichtige-einrichtungen/ Jedes Jahr findet im Juni in Solferino in Oberitalien am Geburtsort der Rotkreuz-Idee die Fiaccolata statt, bei der tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus der ganzen Welt zusammenkommen und bei Einbruch der Dämmerung symbolisch die Flammen der Rotkreuzidee als Fackeln entzünden. „In diesem Jahr ist diese Aktion wegen der Corona-Pandemie leider nicht möglich. Stattdessen werden diesmal am Abend des 24. Juni auf Initiative der Bundesbereitschaftsleitung Einrichtungen des DRK bundesweit in den Farben des Roten Kreuzes angestrahlt, um in Erinnerung an dieses historische Datum ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. Auch das DRK-Generalsekretariat in Berlin wird deshalb von außen rot beleuchtet sein“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien sowie dessen Verbündetem Frankreich unter Napoleon III. Am Morgen des 24. Juni 1859 standen sich jeweils 150.000 Soldaten gegenüber. Am Abend lagen vierzigtausend Tote und Verwundete auf dem Feld. Der junge Geschäftsmann Henry Dunant, der sich auf Durchreise befand, vergaß seine ursprüngliche Mission und kümmerte sich um die Soldaten. Er setzte sich dafür ein, dass alle Verwundeten unabhängig von ihrer Nationalität gleichbehandelt wurden. „Die Rotkreuz-Idee, in Friedenszeiten Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein soll, die Verwundeten in Kriegszeiten durch Freiwillige als Zeichen der Menschlichkeit pflegen zu lassen, war geboren“, sagt DRK-Generalsekretär Reuter.

An der Aktion zur Erinnerung an Solferino werden sich zahlreiche DRK-Mitgliedsverbände in Deutschland beteiligen und wichtige Einrichtungen beleuchten.

Verfolgen Sie die Aktion auf Twitter unter den Hashtags #Solferino2020 und #Fiaccolata2020.

Mehr zur Geschichte des Roten Kreuzes unter DRK Geschichte

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Presse
news-4797 Fri, 12 Jun 2020 10:28:40 +0200 Weltweite Bewegung: DRK - Im Zeichen der Menschlichkeit gegen Rassismus https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/weltweite-bewegung-drk-im-zeichen-der-menschlichkeit-gegen-rassismus/ Im Zeichen der Menschlichkeit setzt sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und insbesondere die Würde aller Menschen ein. „Unsere Idee wird weltweit unter der Flagge der Menschlichkeit von über 100 Millionen freiwilligen Helfern und Engagierten getragen. Wir sind damit eine der größten humanitären Bewegungen unserer Zeit. Und als solche verurteilen wir aus gegebenem Anlass jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus,“ sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des DRK. Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die seit über 150 Jahren für Menschen in Konfliktsituationen, bei Katastrophen und sozialen Notlagen Hilfe leistet. Hilfe am Menschen leistet das Rote Kreuz allein nach dem Maß der Not, neutral und unabhängig.

DRK-Präsidentin Hasselfeldt erklärt: „Wir als DRK leisten immer da Hilfe, wo es am dringendsten notwendig ist. Im In- und Ausland sind wir an der Seite derer, die ausgegrenzt oder schlimmer noch ihrer Herkunft oder Religion wegen beschimpft oder verfolgt werden. Wir unterscheiden nicht nach Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Glaubenszugehörigkeit. Umso unerträglicher ist es für uns zu sehen, wie weltweit Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion oder sonstigen Gründen verfolgt, angegriffen und ungleich behandelt werden. Das Leben von Menschen, die einer Minderheit angehören, ist auch in Deutschland vielfach von Rassismus und Ausgrenzung geprägt. Oft sind gelebte Erfahrungen als Einzelfälle verharmlost worden. Das DRK setzt sich deshalb für eine inklusive Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung ein. Wir rufen unsere Mitglieder, unsere haupt- und ehrenamtlich Engagierten dazu auf, unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen, Betroffenen eine Stimme zu geben und gemeinsam für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einzustehen.“

Mehr zum Thema unter www.drk-wohlfahrt.de

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Press Presse
news-4796 Thu, 04 Jun 2020 13:30:00 +0200 DRK erhält mehr als 23 Millionen gespendete Schutzmasken https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-erhaelt-mehr-als-23-millionen-gespendete-schutzmasken/ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus einer Spende von insgesamt 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken (sogenannte OP-Masken) des Chemiekonzerns BASF an das Bundesgesundheitsministerium. „Wir als Deutsches Rotes Kreuz sind wie alle anderen bedachten anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände sowohl BASF als auch dem Bundesgesundheitsministerium sehr dankbar für diese großzügige Spende. Das DRK hat derzeit den Vorsitz in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und sich in dieser Funktion dafür stark gemacht, neben den anerkannten Hilfsorganisationen auch Wohlfahrtsverbände bei der Verteilung der Spende zu bedenken. So werden die Masken in der Pflege wie auch in verschiedenen anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Sie helfen, die Pandemie weiter einzudämmen“, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter bei der heutigen offiziellen Übergabe der Spende durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den BASF-Vorstandsvorsitzenden Martin Brudermüller. „Die großzügige Spende von BASF ist bei den Wohlfahrtsverbänden in guten Händen. Mundschutzmasken sind für ihre tägliche Arbeit in Medizin, Pflege und Rettungsdiensten unverzichtbar. Und die Spende kann dazu beitragen, ausreichend Schutzausrüstung für die nächste Infektionswelle vorzuhalten“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Zum Auftakt der Maskenverteilung nahm das Deutsche Rote Kreuz die Spende stellvertretend für die anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände in den DRK-Kliniken der DRK-Schwesternschaft Berlin im Berliner Westend entgegen. Die Verteilung wird zentral über das Bundesgesundheitsministerium gesteuert und soll Pflegediensten, Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Teststationen zugutekommen.

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des DRK engagieren sich dabei auf vielfältige Weise, um die Behörden zu unterstützen: So werden beispielsweise bundesweit mobile Arztpraxen und Fiebermessstationen vom DRK eingesetzt und betreut, um das Gesundheitssystem zu stärken und Kliniken zu entlasten. Auch die Fürsorge für Ältere, Risikogruppen und Bedürftige während der Krise bildet einen Schwerpunkt der Hilfsaktionen des DRK.

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Presse