In welchen Einsatzsituationen tritt sie typischerweise auf? Und wie gehen Betroffene sowie Organisationen damit um?
Antworten auf diese Fragen liefern nun neue Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt SAGRE (Schutz vor Aggression und Gewalt für Rettungs- und Einsatzkräfte der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr). In Zusammenarbeit der Berliner Feuerwehr mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und dem Bayerischen Roten Kreuz wurde dafür eine quantitative, bundesweite Befragung zum Thema „Gewalt im Rettungs- und Einsatzdienst“ durchgeführt. Befragt wurden dabei Angehörige von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren sowie Hilfsorganisationen.
Drei zentrale Ergebnisse der bundesweiten Befragung zeigen:
- Gewalt wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen und breit verstanden
- Die Meldung von Gewalt wird in den meisten Organisationen als wenig gewinnbringend erlebt
- Frust und Demotivation werden als Hauptfolge von Gewalt im Einsatzdienst beschrieben
Im nächsten Schritt des Projekts sollen nun praktische Handlungsempfehlungen formuliert werden. Ziel ist es, nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dabei zu unterstützen, besser mit Gewalt gegen ihre Mitarbeitenden umzugehen.
Der Bericht wird Ende März auf der Website des Projekts SAGRE veröffentlicht.
