ATLAS-ENGAGE – Atlas des zivilgesellschaftlichen Engagements im Bevölkerungsschutz

Im Rahmen des Forschungsprojekts ATLAS-ENGAGE wird ein Atlas des zivilgesellschaftlichen Engagements im Bevölkerungsschutz erstellt. Dabei werden insbesondere neue Engagementformen analysiert und klassifiziert, die im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen stehen. Ziel des Projekts ist es, den Bevölkerungsschutz durch eine zielgenaue Einbindung verschiedener und neuer Arten von Engagement zu stärken und praktische Handlungsempfehlungen bereitzustellen.

 

Inhalte des Projekts ATLAS-ENGAGE

 

Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Eckpfeiler unserer Arbeit und unabdingbar für die Erfüllung der Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes, sowie der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen weltweit. Bedingt durch gesellschaftliche Veränderungsprozesse entwickeln sich in einem dynamischen Prozess unterschiedlichste Strukturen des zivilgesellschaftlichen Engagements im Bevölkerungsschutz. Diese neuen und flexibleren Formen der Hilfeleistung in Krisensituationen umfassen u.a. Spontanhelfende, ungebundene Helfende oder Digital Volunteers, die das klassische Ehrenamt mit seiner längerfristigen Bindung an eine bestimmte Organisation vor neue Herausforderungen stellen. Gleichzeitig müssen Gefahrenlagen, durch Entwicklungen wie zum Beispiel den demographischen Wandel oder den Klimawandel, neu bewertet und der Einsatz von ehrenamtlichen Hilfskräften im Katastrophen- oder Großschadensfall folglich angepasst werden. Diese Veränderungen bergen gleichzeitig großes Potential für ein effektives Zusammenarbeiten unterschiedlicher (Fach-)Kräfte im Bevölkerungsschutz. Insbesondere die zielgerichtete Integration diverser ehrenamtlicher Strukturen in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) kann hierbei den Bevölkerungsschutz stärken. Hierfür notwendig ist eine sinnvolle Koordinierung der Hilfswilligen, entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Qualifikationen.

Aus diesem Grund strebt das Projekt die Erstellung eines wissenschaftlichen und gleichsam praxisorientierten Atlasses an, der neue Engagementformen systematisch erfasst, und eine effektive Einbindung dieser in Strukturen des Katastrophenschutzes ermöglicht. In Zusammenarbeit mit der Katastrophenforschungsstelle ist das DRK, insbesondere für die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis verantwortlich. Durch die vielfältige konkrete Arbeit im Bevölkerungsschutz wird das Team Sicherheitsforschung und Innovationstransfer die Verknüpfung zwischen Forschung und Praxis darstellen.

Bezug zu Handlungsnotwendigkeiten:

ATLAS ENGAGE nimmt Bezug auf die vom DRK identifizierten Handlungsnotwendigkeiten „Bedarfsgerechte Integration Ehrenamtlicher“, „Optimale Koordinierung und Einsatz von Personalressourcen“, „Verbesserte Einbindung spontaner Hilfsangebote im Katastrophenschutz“, „Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung", „Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Bevölkerungsschutz“ und „Sozialräumliche Vernetzung vor Ort“.

  • Service-Box ATLAS-ENGAGE


    Projektpartner: Katastrophenstelle/Freie Universität Berlin (Konsortialleitung)

    Fachliche Begleitung: Bundesanstalt technisches Hilfswerk

    Assoziierte Partner: Arbeiter-Samariter-Bund, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes

    Mittelgeber: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

    Projektumriss: Projektumriss

     

    Website ATLAS-ENGAGE: www.fu-berlin.de/atlas-engage

     

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