Foto: zwei DRK-Rettungshunde auf dem Übungsplatz Andre Zelck/DRK-Service GmbH
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  1. Hilfe in Deutschland

Immer der Nase nach

Am 5. Dezember ist Internationaler Tag des Ehrenamtes. 23 Millionen Menschen engagieren sich weltweit freiwillig in der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Allein in Deutschland sind 400.000 Ehrenamtliche im DRK aktiv. Sie leisten eine wichtige und grundlegende Arbeit – so wie z. B. die freiwilligen Mitarbeiter der DRK-Rettungshundestaffel in Hannover.

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Foto: Ein Rettungshund und zwei DRK-Helferinnne vor einem Wald Gereke
Tatendurstig wartet Retrieverdame Henni darauf, mit Besitzerin Doreen (rechts) das von ihrer Staffelkameradin vorbereitete Versteck aufzuspüren.

Im unüberschaubaren Dickicht eine vermisste Person finden? Mit dem richtigen Geruchssinn kein Problem! Ein Besuch bei der DRK-Rettungshundestaffel in Hannover.

Im Notfall zählt Geschwindigkeit. „Wir werden meist spätabends oder nachts gerufen, wenn die vermisste Person mehrere Stunden abgängig ist. Gerade im Winter ist es wichtig, schnell fündig zu werden“, erklärt Daniel Dietrich, Staffelleiter und Ausbilder der DRK-Rettungshundestaffel Hannover.

Dazu nutzt die Staffel den ausgezeichneten Geruchssinn der Tiere: „Ein Hund riecht um ein Vielfaches besser als ein Mensch. Das ist besonders wichtig, wenn unwegsames Gelände abgesucht wird“, berichtet der Staffelleiter. Doch auch der beste Geruchssinn muss stetig trainiert werden. Dafür betreiben die 17 allesamt ehrenamtlich tätigen Mitglieder in ihrer Freizeit einen erheblichen Zeitaufwand: Jeden Dienstag und Samstag trainieren sie mit ihren Lieblingen auf vier Pfoten.

Foto: Titel des DRK-Soforhilfe Reports 4/2018
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Foto: DRK-Rettungshund mit seinem Hundeführer vor einem Auto mit Hundehänger Gereke
DRK-Rettungshundestaffel Hannover

Allein die Ausbildung dauert durchschnittlich zwei Jahre, denn sie ist sehr anspruchsvoll. „Die Hunde müssen nicht nur lernen, die Fährte aufzunehmen. Auch ihnen beizubringen, beim Sucherfolg anzuschlagen, dauert einige Zeit,“ so Dietrich. Ebenso braucht es für Frauchen und Herrchen viel Übung, bis sie ihren Hund gut lesen und sicher führen können. Beim Training wird schnell deutlich: So unterschiedlich die Hundeführer sind, sind auch die Charaktere ihrer Vierbeiner. „Grundsätzlich müssen alle Hunde lebhaft, aber regulierbar und freundlich gegenüber Menschen und Artgenossen sein. Aber ansonsten arbeiten wir mit verschiedenen Rassen – und den verschiedensten Gemütern: Manche Hunde suchen gemächlich und genau, andere springen extrem aktiv und schnell durchs Dickicht.“

Darum fallen auch die Belohnungen typgerecht aus: Die hungrige Beagle-Dame Martha erwartet für ihren Sucherfolg ein besonderes Leckerchen. Dietrichs 14 Monate alter Labrador Retriever Hansen hingegen möchte mit einem Spielzeug belohnt werden. Dafür sucht er nur allzu gerne nach der vermissten Person: Sofort nachdem ihn sein Ausbilder losgeschickt hat, jagt er durch das Unterholz. Schnell ist der direkte Blickkontakt verloren gegangen. Dafür haben Hansen und seine Kollegen markante Glöckchen an ihrer Kenndecke. „Gerade im Dunkeln benötigen wir die Glöckchen, um den Wegen der Tiere zu folgen", erläutert Dietrich.

Dann verstummt das Glöckchen. Stattdessen bellt Hansen nach seinem Hundeführer: „Er hat die vermisste Person gefunden,“ schmunzelt Dietrich und macht sich auf den Weg an den Ort, an dem ein erfolgreicher Suchhund dringlich auf sein Spielzeug wartet.

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