Glossar

Akja

Der Akja ist ein spezieller Rettungsschlitten der Bergwacht, der im Schnee verwendet wird, um verletzte Personen sicher zu transportieren. Er bietet eine stabile Lagerung und wird meist von zwei Bergrettern geführt. Durch seine robuste Bauweise eignet er sich besonders für Steilhänge und unwegsames Wintergelände.

Bundesleitung

Auf Bundesebene sind Ehrenamtliche maßgeblich an Entscheidungsprozessen beteiligt und übernehmen Führungsrollen in den verschiedenen Gemeinschaften. Seit 2025 übernimmt Heiner Jentsch als Bundesleiter dieses Amt für die Bergwacht.

Bergwacht Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (BW-ZSA)

Im hochmodernen "Bergwacht Zentrum für Sicherheit und Ausbildung" in Bad Tölz findet die Ausbildung zum Luftretter statt. Auch andere Einsatzszenarien können unter Realbedingungen trainiert werden. Die Rezertifizierung für Luftretter fällt jedes Jahr an. Neben der Bergwacht trainieren hier auch andere Hilfsorganisationen, u.a. die Wasserwacht des DRK.

Flaschenzug

Der Flaschenzug ist ein zentrales Werkzeug der technischen Rettung im Gebirge. Er ermöglicht es, schwere Lasten wie Tragen oder Personen mit deutlich weniger Kraftaufwand zu bewegen. Umlenkrollen erhöhen die Effizienz und machen komplexe Gebirgsrettungen sicherer und kontrollierbarer.

Funkgerät (BOS-Digitalfunk)

Funkgeräte sichern die zuverlässige Kommunikation zwischen Bergrettungsteams, Einsatzleitung und Hubschrauber. Die Bergwacht nutzt den bundesweit standardisierten BOS-Digitalfunk für klare und störungsfreie Verbindung. Vor allem in alpinem Gelände ist gute Funktechnik entscheidend für die Einsatzsicherheit.

Gebirgstrage

Die Gebirgstrage ist speziell für die Bergrettung konzipiert und ermöglicht eine sichere Transportlagerung im Fels oder steilen Gelände. Sie verfügt über zahlreiche Fixierungspunkte für Seile und Sicherungssysteme. Durch ihre stabile Konstruktion wird sie bei Felsrettungen im Sommer besonders häufig eingesetzt.

Klettergurt

Ein Klettergurt gehört zur persönlichen Schutzausrüstung der Bergwacht und wird bei allen Seil- und Höhenarbeiten verwendet. Er bietet sichere Befestigungspunkte für Karabiner, Sicherungsgeräte und zusätzliche Ausrüstung. Je nach Einsatzlage kommen Sitzgurte oder Kombigurte zum Einsatz.

Karabiner

Karabiner verbinden Seile, Rollen, Gurte und Sicherungssysteme miteinander und sind unverzichtbar in der alpinen Rettungstechnik. Sie bestehen meist aus leichtem Aluminium oder robustem Stahl. Schraub- und Autolockmechanismen sorgen für maximale Sicherheit bei Höhen- und Gebirgseinsätzen.

Lawinenschaufel

Die Lawinenschaufel ist Teil der Standardausrüstung in der Lawinenrettung und dient dazu, verschüttete Personen schnell aus dem Schnee zu befreien. Sie ist leicht, extrem stabil und für den Dauereinsatz im Winter geeignet. In Kombination mit LVS-Gerät und Sonde bildet sie das grundlegende Lawinenset.

LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät)

Das LVS-Gerät sendet und empfängt Funksignale, um verschüttete Personen nach einer Lawine schnell zu lokalisieren. Es ist ein essenzielles Element der Bergwacht-Ausrüstung im Winterdienst. Präzise Suchmethoden und regelmäßige Übungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Rettung.

Notfallrucksack

Der Notfallrucksack enthält medizinische Ausrüstung für die Erstversorgung direkt am Unfallort im Gebirge. Er umfasst u. a. Verbandsmaterial, Notfallmedikamente und Diagnostikgeräte. Je nach Einsatzlage gibt es spezielle Varianten wie Winter-, Sommer- oder Höhlenrucksäcke.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Die persönliche Schutzausrüstung der Bergwacht besteht aus Helm, Handschuhen, stabilem Schuhwerk und Klettergurt sowie einer geeigneten wetterfesten Einsatzbekleidung . Sie schützt Bergretter vor Stürzen, Steinschlag und anderen Gefahren im alpinen Gelände. Ohne vollständige PSA darf kein technischer Rettungseinsatz durchgeführt werden.

Plattform der Gemeinschaften (PdG)

Die Plattform wurde vom Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst (AED) ins Leben gerufen und dient als DRK-weite Wissens- und Austauschplattform. Mitglieder können hier diverse Dokumente finden, die sowohl das Engagement in der Bergwacht, als auch Schnittstellen zu anderen DRK-Gemeinschaften betreffen. Hier finden sich auch Aufzeichnungen der regelmäßigen Online Fortbildung für die Bergwacht zum Thema “Notfallmedizin”.

Rettungsdreieck

Das Rettungsdreieck ist eine flexible Sicherungsschlinge, mit der Personen in steilem oder senkrechtem Gelände schnell aufgenommen und abgeseilt werden können. Es bietet eine stabile Sitzposition und eignet sich besonders für kurze technische Rettungen. In Kombination mit Seilsystemen ermöglicht es effiziente Bergrettung.

Seil (Kernmantelseil)

Kernmantelseile sind speziell für die Anforderungen der Höhen- und Gebirgstechnik hergestellt. Sie bieten hohe Bruchlasten und sind essenziell für Abseil- und Sicherungsarbeiten. Regelmäßige Prüfungen garantieren Sicherheit bei jeder Art der Seilrettung.

Tourenski

Tourenski mit Steigfellen ermöglichen der Bergwacht schnelle und effiziente Fortbewegung im alpinen Wintergelände. Bergretter erreichen damit Einsatzstellen auch in abgelegenen Gebieten. Der Vorteil liegt in der Kombination aus Aufstiegsfähigkeit und sicherer Abfahrtstechnik.

Universaltrage (UT)

Die Universaltrage ist eine robuste, vielseitige Rettungstrage für Wald, Fels und steiles Gelände. Sie lässt sich mit Gurten und Tragesystemen kombinieren und bietet zuverlässige Stabilität für den Patienten. Durch ihr modulares System ist sie eines der wichtigsten Transportmittel der Bergwacht.

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