Verteilung von Hilfsgütern an Flüchtlinge aus dem Sudan durch das Äthiopische Rote Kreuz in den Orten Kurmuk und Guba an der Grenze zum Sudan. Frau mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm

Humanitäre Hilfe in Sudan

Die Menschen in Sudan leiden seit Ausbruch des bewaffneten Konflikts 2023 unter einer der größten humanitären Krisen der Welt. In Zusammenarbeit mit dem Sudanesischen Roten Halbmond leistet das DRK unter schwierigen Bedingungen dringend benötigte humanitäre Nothilfe.

Multiple Krisen

Die Lebenssituation der Menschen in Sudan ist durch multiple Krisen geprägt: Ein Großteil der Bevölkerung leidet unter Ernährungsunsicherheit, Wassermangel, unzureichender Gesundheitsversorgung und den Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Wiederkehrende Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren, verstärkt durch den Klimawandel, verschlechtern die humanitäre Lage zusätzlich.

Menschen fliehen im Sudan
14 Millionen befinden sich aufgrund des bewaffneten Konflikts auf der Flucht.

Humanitäre Not

Über 33 Millionen Menschen, mehr als 60 Prozent der Gesamtbevölkerung, sind in großer humanitärer Not. 

Sie benötigen dringend überlebensnotwendige Hilfe wie den Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser, medizinischer Hilfe und sicheren Unterkünften.  

Frau erhält Nahrungsmittel im Sudan
Nahrungsmittel-Hilfe durch den Sudanesischen Roten Halbmond zur Eindämmung von Hungersnöten.

Drei Jahre bewaffneter Konflikt

Der seit drei Jahren anhaltende bewaffnete Konflikt hat katastrophale Folgen für die Zivilbevölkerung: 13 Millionen Menschen befinden sich innerhalb des Landes auf der Flucht. 

Auch wichtige Infrastruktur ist beschädigt. In weiten Teilen ist das Versorgungsnetz für Wasser und Strom zerstört; viele Gesundheitseinrichtungen sind außer Betrieb.  

Besonders betroffen sind Kinder und Frauen. Sie sind verstärkt von akuter Unterernährung und gesundheitlichen Risiken bedroht.


17 Millionen Kinder haben nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, was einen großen Schatten auf ihre Zukunftsperspektiven wirft.

Aktuelle Meldungen

Helfender des Sudanesischen Roten Halbmonds geht mit Kindern an der Hand zwischen Zelten entlang
Helfender des Sudanesischen Roten Halbmonds geht mit Kindern an der Hand zwischen Zelten entlang
· News
In Sudan ist die humanitäre Lage, weiterhin verheerend – der bewaffnete Konflikt dauert nun drei Jahre an. Rund zwei von drei Menschen und damit mehr als 33 Millionen Menschen sind dieses Jahr auf…
Bewaffneter Konflikt im Sudan: Freiwillige vom Sudanesischen Roten Halbmond mit einem Kleinkind von Binnenflüchtlingen auf dem Arm
Bewaffneter Konflikt im Sudan: Freiwillige vom Sudanesischen Roten Halbmond mit einem Kleinkind von Binnenflüchtlingen auf dem Arm
· Pressemitteilungen
Der seit zweieinhalb Jahren andauernde bewaffnete Konflikt in Sudan geht mit schlimmsten Auswirkungen für die Zivilbevölkerung einher. Folgen, die man sich in Deutschland kaum vorstellen kann.…
Helfender des Sudanesischen Roten Halbmonds geht mit Kindern an der Hand zwischen Zelten entlang
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Bewaffneter Konflikt im Sudan: Freiwillige vom Sudanesischen Roten Halbmond mit einem Kleinkind von Binnenflüchtlingen auf dem Arm
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Berichte aus den Medien

Phoenix 15.04.2026 - “Not ist unermesslich”

WDR 15.04.2026 - “Lage dramatisch eskaliert”

WAZ 13.04.2026 - „Sudan – eine der schlimmsten Katastrophen weltweit“

Deutschlandfunk 06.12.2026 - Der vergessene Krieg: Interview mit Christoph Johnen, DRK

taz 14.04.2025 - Krisen nicht nach Wichtigkeit für Europa sortieren

Ankunft von Hilfsgütern im Sudan

Sicherheitsrisiken und erschwerte humanitäre Hilfe

Aufgrund der kritischen Sicherheitslage ist der Zugang für humanitäre Hilfe erschwert und oftmals nur bedingt möglich. Schutz und Sicherheit der Helfenden, v.a. unserer Schwestergesellschaft, sind oft nicht verlässlich gewährleistet. Seit Ausbruch des Konflikts sind allein 22 Helfende des Sudanesischen Roten Halbmonds (SRCS) im Einsatz ums Leben gekommen.

Unterstützung des DRK

Das DRK unterstützt den Sudanesischen Roten Halbmond seit Ausbruch des Konflikts bei seiner unermüdlichen und lebensrettenden Arbeit. Diese Unterstützung ist nur dank Spenden möglich. 

Um seine Arbeit fortzusetzen, ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen, gerade weil die katastrophalen Auswirkungen des Konflikts weltweit nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten. 

Helfen Sie mit Ihrer Spende! 

Humanitäre Hilfe des DRK gemeinsam mit dem Sudanesischen Roten Halbmond

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich das DRK gemeinsam mit dem Sudanesischen Roten Halbmond (SRCS) mit einer Vielzahl von bedarfsgerechten Projekten, z.B. in der Katastrophenvorsorge, vorausschauenden humanitären HilfeBildung, Gesundheit und Verbesserung der Lebensgrundlagen.

Seit Ausbruch des bewaffneten Konflikts konzentriert sich unsere Zusammenarbeit auf zwei Schwerpunkte: die Unterstützung von Nothilfe-Aktivitäten, um das akute Leid der Zivilbevölkerung zu lindern, und die Stärkung der Einsatzfähigkeiten des Sudanesischen Roten Halbmondes.

Die unter schwersten Bedingungen durchgeführten Hilfsaktionen umfassen die Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, Medizintechnik und Schutzausrüstung für den Betrieb von Gesundheitseinrichtungen. Mitarbeitende und Freiwillige des SRCS leisten Erste Hilfe, transportieren Verletzte und unterstützen das medizinische Personal.  

Innerhalb des Landes vertriebene Menschen erhalten in Aufnahmezentren Zugang zu funktionaler Wasser- und Sanitärversorgung sowie Bargeldhilfen und/oder Sachleistungen.

In El-Fasher in Nord-Darfur unterstützt das DRK die Installation von solarbetriebenen Wasserstellen und die Instandsetzung von sanitären und medizinischen Einrichtungen.

Im einzig noch funktionierenden Krankenhaus unterstützen wir ein spezielles Programm für schwangere Frauen und besonders schutzbedürftige Mütter. Beispielsweise werden schwangere Frauen mit Geburtshilfe und Bargeldhilfen unterstützt, um unter sicheren Bedingungen entbinden zu können.  

In der Region Blue Nile unterstützt das DRK ebenfalls schwangere und notleidende Mütter mit Bargeldhilfen und/oder Entbindungsausrüstung. Zusätzlich wird dort eine mobile Gesundheitsstation betrieben, welche die medizinische Versorgungslage in der Region verbessert. 

Spezielles Hilfsprogramm für Frauen im Sudan
Bargeldhilfen tragen dazu bei, dass Menschen humanitäre Notlagen eigenständig bewältigen können.

Effektive Hilfsmaßnahme: Bargeldhilfen

Bargeldhilfen sind ein wichtiger und effizientes Mittel der humanitären Hilfe: Menschen in Not erhalten so Handlungsspielraum und können selbst entscheiden, was sie am dringendsten benötigen. Dabei unterstützt das DRK den SRCS bei der schnellen und gezielten Auszahlung von Geldern an Familien und Binnenvertriebene. 

Frau, die im Sudan Bargeldhilfen erhält
Hanan floh von Khartum nach Damazine, Blue Nile: „Ich hatte das Glück, Bargeld vom Sudanesischen Roten Halbmond zu erhalten. Einen Teil davon habe ich verwendet, um mein eigenes Geschäft zu gründen, indem ich lokale Kohle verkaufte. Den Rest des Geldes habe ich für den Kauf von Ziegeln zur Reparatur unseres Hauses verwendet.“

Soforthilfe-Projekt in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt

In Kooperation mit dem SRCS und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes baut das DRK die Planung und Durchführung von Bargeld- und Gutscheinverteilungen weiter aus. Das beinhaltet die Implementierung, Koordinierung und Optimierung eines Systems zur Bargeld-Verteilung in den teilnehmenden SRCS-Zweigstellen auf Bundesstaatsebene und in der SRCS-Zentrale.

Im Jahr 2024 erhielten im Rahmen des Projekts 6.138 besonders bedürftige und vulnerable Haushalte in vier Bundestaaten (Northern State, Gedaref, Kassala, Blue Nile) Bargeldhilfen in Höhe von 150 bis 200 Euro pro Familie. Umfragen der unterstützen Familien zeigen, dass das Geld vor allem für Nahrungsmittel und medizinische Versorgung eingesetzt wird.
 

Sudanesisches Mädchen in temporärer Unterkunft im Südsudan

Jetzt unterstützen!

Unter den Umständen eines bewaffneten Konflikts und einer langwierigen humanitären Hilfsoperation, investieren wir mit Ihrer Hilfe zunehmend in die Umsetzung von Bargeldverteilungen, das Management von Freiwilligen im Ausnahmezustand und die Stärkung der Gesundheitsversorgung.
Es wird dringend die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit und finanzielle Unterstützung benötigt, um das unermessliche Leid der betroffenen Menschen zu lindern. Eine Verstärkung des humanitären Engagements ist unabdingbar, um Leben zu retten.

Soforthilfe für Geflüchtete in den Nachbarländern

Rotkreuz-Mitarbeiterin in Äthiopien mit Geflüchteten aus dem Sudan

In einer der am stärksten von Konflikten betroffenen Regionen in Äthiopien – an der Grenzen zu Sudan – leistet das DRK lebensnotwendige humanitäre Hilfe für Binnenvertriebene und Geflüchtete.  

Südsudanesisches Rote Kreuz verteilt Hilfsgüter für Geflüchtete aus dem Sudan

Infolge des bewaffneten Konflikts in Sudan unterstützt das DRK das Südsudanesische Rote Kreuz bei der Versorgung von Geflüchteten mit grundlegender humanitärer Hilfe. 

Rotkreuz-Mitarbeiterin in Äthiopien mit Geflüchteten aus dem Sudan

In einer der am stärksten von Konflikten betroffenen Regionen in Äthiopien – an der Grenzen zu Sudan – leistet das DRK lebensnotwendige humanitäre Hilfe für Binnenvertriebene und Geflüchtete.  

Südsudanesisches Rote Kreuz verteilt Hilfsgüter für Geflüchtete aus dem Sudan

Infolge des bewaffneten Konflikts in Sudan unterstützt das DRK das Südsudanesische Rote Kreuz bei der Versorgung von Geflüchteten mit grundlegender humanitärer Hilfe. 

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