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Gesundheit

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) leistet nicht nur in Notsituationen medizinische Hilfe. Die Verbesserung der Gesundheitssituation ist viel mehr ein zentraler Arbeitsbereich in allen Phasen der internationalen Zusammenarbeit des DRK. Der Fokus liegt dabei auf den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen in weniger entwickelten Ländern. Denn Gesundheit ist besonders wichtig, um widerstandsfähig gegenüber Krisen und Naturgefahren sein zu können.

Das Recht auf Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt Gesundheit als einen Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens eines Menschen. Die WHO erklärt, dass Gesundheit eines der Grundrechte jedes Menschen ist, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung (WHO 1948). Das DRK orientiert sich sowohl in der Nothilfe als auch in der Übergangshilfe und der humanitär geprägten Entwicklungszusammenarbeit an diesem Recht auf Gesundheit.

Gesundheit in der akuten Nothilfe

In der akuten Nothilfe hat das DRK über Jahre enorme Expertise und Kapazitäten zur verbesserten Reaktion auf Krisen- und Katastrophenfälle aufgebaut. Grundsätzlich steht für das DRK eine Stärkung der Basisgesundheitsversorgung im Mittelpunkt. Zudem wurden spezifische mobile Nothilfe-Einheiten entwickelt, die im Katastrophenfall entsandt werden können. Das DRK hat hier vor allem den Themenschwerpunkt Gesundheit besetzt und unterhält mobile Nothilfe-Einheiten der Gesundheits-, Wasser- und Hygieneversorgung.

In der akuten Nothilfe konzentriert sich das DRK daher auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Mobilisierung von Basisgesundheitsstationen und/oder dem mobilen Krankenhaus. Die jeweiligen Schwestergesellschaften vor Ort werden von Beginn an eingebunden, um diese später übernehmen zu können.
  • Psychosoziale Unterstützung für die katastrophenanfälligsten Bevölkerungsgruppen.
  • Identifizierung bestehender Expertise im Gesundheitsbereich bei der örtlichen Schwestergesellschaft, lokalen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen.
  • Frühzeitige Stärkung bestehender Gesundheitsstrukturen (Krankenhäuser, Gesundheitsbehörden etc.)
  • Durchführung von Gesundheits- und Hygieneaufklärungen.
  • Frühzeitige Analyse des mittel- bis langfristigen Bedarfs in der Basisgesundheitsversorgung.

Verbesserung der Gesundheitssituation in der Rehabilitation und der Entwicklungszusammenarbeit

Die Menschen in Entwicklungsländern sind auch abseits großer Katastrophen tagtäglich in ihrer Gesundheit gefährdet, so lange sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer ausreichenden Gesundheitsversorgung haben.

Das DRK leistet deshalb zusammen mit seinen Schwestergesellschaften umfangreiche Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene, und zwar beim Wiederaufbau nach Krisen und Katastrophen genauso wie in seiner Entwicklungszusammenarbeit.

Hier konzentriert sich das DRK auf folgende Schwerpunkte:

  • Die Bevölkerung, Dorfgemeinschaften und Schulen erhalten eine umfangreiche Aufklärung und Weiterbildung über Gesundheitsvorsorge und Hygiene sowie über verbesserte und abwechslungsreiche Ernährung, wie beispielsweise in Madagaskar.
  • Die Ausbildung ganzer Bevölkerungsgruppen in Erster Hilfe steht vor allem in solchen Projektgebieten im Mittelpunkt, die von ständig wiederkehrenden Naturkatastrophen heimgesucht werden, wie beispielsweise in den Küstenregionen Vietnams.
  • Zur besseren Aufklärung über Hygiene nutzen wir bewährte Standardmethoden, die die Bevölkerung aktiv miteinbeziehen: PHAST (Participatory Hygiene and Sanitation Transformation) und CHAST (Children´s Hygiene and Sanitation Training). Lehrer im nordvietnamesischen Cao Bang und Lang Son werden so z. B. geschult, um die Zusammenhänge von Hygiene und Gesundheit in ihrem Unterricht besser vermitteln zu können. Mit viel Einsatz geben dann die Schulkinder das neue Wissen an ihre Familien und Gemeinden weiter.
  • Wir verbessern den Zugang der Menschen zu einer qualitativen primären Gesundheitsversorgung.
  • Durch den Aufbau und das Training von funktionierenden Strukturen auf der Gemeindeebene (z.B. Wasserkomitees) wird der Zugang zu sicherem Trinkwasser verbessert. Die Wasserkomitees sichern dann das Management der nötigen Infrastruktur wie etwa Brunnen z.B. in Somalia.
  • Freiwillige und die Bevölkerung werden von Beginn an in die Projektplanungen einbezogen. Sie werden z.B. beim Aufbau der Gesundheits- und Wasserversorgung aktiv beteiligt.
  • Unsere Schwestergesellschaften werden darin unterstützt, im Gesundheitsbereich auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene eine wichtige Rolle zu spielen, sich mit anderen Akteuren zu vernetzten und diese Synergien in ihren Projekten dauerhaft zu nutzen.

Die Zunahme von Katastrophen und Konflikten macht das Thema Gesundheit auch in Zukunft zu einem zentralen Aspekt der DRK-Arbeit.

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