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Ein weißes Schiff der Hoffnung im Vietnamkrieg: Das Hospitalschiff Helgoland

1966: Schon seit Jahren wütet der Konflikt zwischen den Truppen des kommunistischen Nordvietnams und des antikommunistischen Südvietnams. Er mündet schließlich in einem Krieg (1964 bis 1975). Napalmgas wurde eingesetzt, Bäume wurden entlaubt, um Verstecke zu finden, und ganze Regionen wurden entvölkert. Der Krieg forderte drei Millionen Tote sowie vier Millionen verstümmelte und durch Chemikalien verseuchte Menschen. Um der leidenden Zivilbevölkerung zu helfen, entsandten die Bundesregierung und das Deutsche Rote Kreuz das Hospitalschiff „Helgoland“.

DRK-Hospitalschiff "Helgoland"
"Helgoland"-Krankenschwestern mit einem kleinen Patienten
Im Behandlungsraum
Die "Helgoland" nimmt mit dem Beiboot neue Patienten auf

Von 1966 bis 1971 waren auf der „Helgoland“ monatelang insgesamt 272 DRK-Helfer im Einsatz. Die erste Station des schwimmenden Krankenhauses war der Hafen von Saigon. Weil dort weniger Kriegsverletzte zu beklagen waren als anderenorts, blieb die „Helgoland“ nur ein knappes Jahr in Saigon. Sie öffnete am 11. Oktober 1967 im zentral gelegenen Da Nang, nahe des Kriegsgeschehens, ihre Türen für Patienten.

Das 91,5 m lange und 14,5 m breite Hospitalschiff verfügte über 150 Betten, die jedoch meist mit bis zu 200 Patienten belegt waren, denn je zwei Kinder teilten sich ein Bett. Medizinisch versorgt und untersucht wurden die Patienten in einer chirurgischen und einer internen Abteilung, einer Röntgenstation sowie verschiedene Untersuchungs- und Operationsräumen (Gynäkologie, Zahnmedizin). Das schwimmende Krankenhaus, das in Da Nang auch „das weiße Schiff der Hoffnung" genannt wurde, verfügte über ein eigenes Labor.

Ein großer Teil der Patienten waren Kinder. Regelmäßig wurden Schwerverletzte an Bord gebracht und zwei Mal in der Woche war Besuchszeit. Über 10.000 Blutkonserven wurden bis zum Ende des Einsatzes am 31. Dezember 1971 benötigt. Die Behandlung war kostenlos und wurde mit Geldern der Bundesregierung finanziert.

Ein Modell des Hospitalschiffes befindet sich ab dem 24. August 2009 im Militärhistorischem Museum der Bundeswehr in Dresden.

Im Pressebereich finden Sie weitere Informationen über die "Helgoland".

 

 

Fotos: DRK/ Manfred Blum
Text: Marina Schröder-Heidtmann

 

 

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