Das Präsidium
Das ehrenamtlich besetzte Präsidium des Bundesverbandes setzt verbandspolitische Ziele und führt Aufsicht über den Vorstand und die Verbandsgeschäftsführung Bund. Es ist für die strategische Ausrichtung des Deutschen Roten Kreuzes verantwortlich und fördert und koordiniert die Rotkreuzarbeit.
Zusammensetzung des Präsidiums

- Das DRK-Präsidium 2012
Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten, der Vizepräsidentin, dem Vizepräsidenten, dem Bundesarzt, dem Bundesschatzmeister, einem Vertreter jeder Gemeinschaft (Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit), dem Bundeskonventionsbeauftragten sowie gegebenenfalls einem weiteren Mitglied, die von der Bundesversammlung für vier Jahre gewählt werden. Die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e. V. wird kraft ihres Amtes automatisch Präsidiumsmitglied. Der Vorsitzende des Präsidialrates und der Vorstand nehmen an den Sitzungen des Präsidiums beratend teil.
Der Präsident ist der oberste Repräsentant des Deutschen Roten Kreuzes. Er setzt sich dafür ein, dass die Organe des DRK e. V. und die Mitgliedsverbände vertrauensvoll zusammenarbeiten und ihre Arbeit aufeinander abstimmen.
Die Amtszeit des Präsidiums beläuft sich auf vier Jahre; Wiederwahl ist möglich. Zur Beratung des Präsidiums in Fachfragen werden Ausschüsse der Gemeinschaften (Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit) gebildet, in denen die Landesverbände vertreten sind. Aus ihren Reihen wird der Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst gebildet, der die Interessen der Ehrenamtlichen gegenüber dem Präsidium vertritt. Weiterhin beruft das Präsidium zu seiner Beratung Fachausschüsse (z. B. Ausschuss Humanitäres Völkerrecht, Finanzausschuss, Rechtsausschuss).
Dr. h.c. Rudolf Seiters
Dr. Rudolf Seiters ist seit 2003 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Davor war der Jurist über 30 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Dr. Seiters war unter anderem Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben sowie Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Als Bundesminister des Inneren war er auch für den Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland verantwortlich. Im Rahmen dieser Tätigkeiten hatte Dr. Seiters stets engen Kontakt zum Deutschen Roten Kreuz. Als DRK-Präsident ist der gebürtige Osnabrücker für die strategische Ausrichtung des Deutschen Roten Kreuzes verantwortlich.
Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg
Die DRK-Vizepräsidentin, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg engagiert sich seit 1979 ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz. Zunächst war sie im Krankenhausbesuchsdienst und bei Blutspende-Terminen tätig, später organisierte sie den jährlichen Weihnachtsmarkt in Wuppertal. Als Vorsitzende des Kreisverbandes Wuppertal gründete sie einen Mittagstisch für Kinder. Im Jahr 2006 wurde die dreifache Mutter ins Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes gewählt. Als Vizepräsidentin ist sie für den Bereich der Sozial- und Wohlfahrtsarbeit zuständig. Ein besonderes Anliegen ist ihr, Familien und Kinder zu unterstützen und die Integration von alten, kranken und behinderten Menschen zu verbessern.
Dr. phil. Volkmar Schön
Der promovierte Archäologe Dr. Volkmar Schön ist seit 2006 Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes. Schon 1971 wurde der gebürtige Hamburger Mitglied beim DRK und hat seitdem diverse Leitungs- und Führungsfunktionen in verschiedenen Rotkreuzgemeinschaften und Vorstandsebenen übernommen. Ein Jahr lang arbeitete Dr. Schön als Projektsachbearbeiter und Leiter der Leitungsgruppe Kurdenhilfe beim Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes. Von 2001 bis 2010 war er Chef der Staatskanzlei in Hamburg. Ein besonderes Anliegen ist Dr. Schön die Interkulturelle Öffnung des DRK und die Weiterentwicklung der Verbandsstrategie, insbesondere im Bereich des Ehrenamtes.
Prof. Dr. med. Peter Sefrin
Der Anästhesist Peter Sefrin ist seit 2009 Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz. Sefrin ist seit 1961 ehrenamtlich beim BRK tätig. Anfangs während des Medizinstudiums in der Jugendarbeit und dann bevorzugt im Bereich des Rettungsdienstes. Im wissenschaftlichen Bereich war er unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin. Bis zu seine Emeritierung leitete er die Sektion für präklinische Notfallmedizin der Universität Würzburg. Er ist Herausgeber des Buches Notfalltherapie und seit 1984 Schriftleiter der Zeitschrift „Der Notarzt - Notfallmedizinische Informationen“. Die Arbeit des Roten Kreuzes ist ihm seit langem als Landesarzt des BRK bekannt, wobei sein Hauptaugenmerk auf der Ausbildung und Qualifikation liegt.
Dr. Norbert C. Emmerich
Der Betriebswirt Dr. Norbert C. Emmerich ist seit 2009 Bundesschatzmeister des Deutschen Roten Kreuzes. Zuvor war er Vorsitzender der DRK-Kreisverbände Lüdenscheid und Coesfeld sowie Landesschatzmeister beim DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. Bis 2008 war der Wirtschaftswissenschaftler stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der WestLB AG. Mitglied beim DRK ist Dr. Emmerich schon seit 1987. „Mir ist es wichtig, bei einer international tätigen, politisch unabhängigen und überkonfessionellen Organisation mitzuarbeiten, die weltweit höchste Anerkennung hat“, begründet Dr. Emmerich sein Engagement.
Helmut Eisenhut
Helmut Eisenhut ist seit dem Jahr 2006 Bundesbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes. Der gelernte Pharmakaufmann trat schon 1960 ins Jugendrotkreuz ein. Sechs Jahre später wechselte er dann zu den Bereitschaften und war unter anderem Kreis- und Bezirksbereitschaftsleiter. Seit 2009 ist Eisenhut außerdem Vorsitzender des Ausschusses Ehrenamtlicher Dienst. Beim Roten Kreuz engagiert sich der Polizeiverwaltungsbeamte um die Not anderer Menschen zu lindern und die Gesellschaft durch sein ehrenamtliches Engagement positiv zu beeinflussen. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Neuausrichtung des Betreuungsdienstes.
Frank Kühnel
Frank Kühnel wurde im Jahr 2006 zum Vorsitzenden des Bundesausschusses Bergwacht gewählt und engagiert sich seit 1970 in der dem Deutschen Roten Kreuz angeschlossenen Bergwacht Schwarzwald. Der Diplom-Forstwirt ist im Südschwarzwald aufgewachsen und kam über das Skifahren zur Bergwacht. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist, dafür Sorge zu tragen, dass Notfallpatienten in unwegsamen Geländen die bestmögliche Hilfe bekommen. Der gebürtige Thüringer ist in seiner Freizeit selbst in verschiedenen Natursportarten unterwegs und weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, sich im Notfall auf die Bergwacht verlassen zu können. Ein besonders Anliegen ist Kühnel der Naturschutz: „Ich möchte, dass viele Menschen unbeschwert die Natur genießen können.“
Robin Wagener
Der Jurist Robin Wagener engagiert sich seit 1995 beim Jugendrotkreuz. Seitdem hat der Lipper zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten beim DRK ausgeübt, seit 2009 ist er Bundesleiter beim Jugendrotkreuz. „Mich begeistert, dass Menschen auf der ganzen Welt mit den gleichen Ideen und Grundsätzen anderen Menschen helfen“, sagt Robin Wagener, der gleichzeitig Konventionsbeauftragter beim Kreisverband Lippe ist. Er arbeitet als Referent bei einem kommunalen Spitzenverband.
Prof. Stefan Goßner
Der Professor für Technische Elektronik Stefan Goßner ist seit 2009 Bundesleiter der Wasserwacht. Er engagiert sich seit 1957 in der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes. Sein besonderes Interesse galt immer der Ausbildung von Rettungsschwimmern. Er hat ein Lehrbuch zum Rettungsschwimmen verfasst und war an der Erarbeitung des Leitfadens Rettungsschwimmen beteiligt. Mehr als 15 Jahre war Goßner leitender Schiedsrichter bei den Bundeswettbewerben im Rettungsschwimmen. Jahrzehntelang hat er Leitungsfunktionen auf allen Ebenen der DRK-Wasserwacht ausgeübt; zuletzt war er zehn Jahre lang Bezirksleiter der Wasserwacht Oberbayern und Mitglied der Landesleitung der Wasserwacht-Bayern. Professor Goßner ist Ehrenmitglied der bayerischen Wasserwacht.
Prof. Dr. Robert Heinsch
Am 02.12.2011 wählte die Bundesversammlung Dr. Robert Heinsch zum neuen Bundeskonventionsbeauftragten. Der 41-jährige Jurist ist Assistenzprofessor für Humanitäres Völkerrecht an der Universität Leiden (Niederlande). In seiner neuen Funktion ist Dr. Heinsch im Präsidium für die Vermittlung von Wissen über die Genfer Konventionen und für die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im Bereich des Humanitären Völkerrechts zuständig
Inge Lohmann
Inge Lohmann ist seit 2009 Vorsitzende des Bundesausschusses Wohlfahrt und Sozialarbeit. Die Berufsschullehrerin ist seit 1991 Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes und hat in demselben Jahr eine Ausbildung zur Schwesternhelferin absolviert. Knapp 15 Jahre lang war sie als Erste-Hilfe-Ausbilderin für den Kreisverband Oldenburg-Stadt tätig. Im Jahr 1994 wurde sie als Landesleiterin Sozialarbeit in den Vorstand des Landesverbandes Oldenburg gewählt. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Etablierung von Besuchsdiensten für hilfebedürftige Menschen als Ergänzung zu den ambulanten Diensten und stationären Altenhilfeeinrichtungen oder auch als selbstständige Einrichtung.
Dr. med. Karl W. Demmer
Der Facharzt für Chirurgie Dr. Karl W. Demmer ist seit 2009 Beauftragter für die zivil-militärische Zusammenarbeit beim DRK. Dr. Demmer ist für den Ausbau der Zusammenarbeit des DRK mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und der Verbreitung des Humanitären Völkerrechts zuständig. Die Nähe zum DRK ist über seine 25jährige Zugehörigkeit zum Sanitätsdienst der Bundeswehr gewachsen, der selbst durch das Kennzeichen des Roten Kreuzes geschützt ist. Zuvor war der Generaloberstabsarzt a.D. sechs Jahre lang DRK-Bundesarzt. Sein Engagement begründet Dr. Demmer mit seiner Identifikation mit den Rotkreuzgrundsätzen.
Brigitte Schäfer
Brigitte Schäfer ist seit 1. Februar 2013 Generaloberin und Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK. Von 2008 bis 2013 war sie Oberin der DRK-Schwesternschaft Hamburg, davor vier Jahre bereits stellvertretende Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Hamburg und Geschäftsführerin der Seniorenresidenz. Mitglied beim DRK ist die gelernte Krankenschwester seit 2002, weil sie hinter den „Grundsätzen dieser weltweiten Hilfsorganisation voll und ganz steht“. Vor ihrer DRK-Zeit hatte Frau Schäfer bereits viele Jahre Führungsverantwortung inne. Als Generaloberin befasst sie sich mit der Weiterentwicklung des Pflegeberufs, der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und des Krankenhauswesens. „Wir stehen für eine professionelle und hochqualifizierte Pflege im Zeichen der Menschlichkeit.“
Dieter Holzapfel
Dieter Holzapfel ist Vorsitzender des Präsidialrates und Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg. Der gebürtige Oldenburger engagiert sich seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich beim DRK. Zu Beginn seines Engagements gründete Holzapfel die "Oldenburgische Rotkreuzstiftung Dieter Holzapfel“, die vor allem Familien mit behinderten Kindern unterstützt. Als Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg hatte Dieter Holzapfel schon früher Kontakte zum Roten Kreuz und wusste die Unabhängigkeit des DRKs und dessen vielen Aufgabenbereiche zu schätzen. Besonders liegt dem früheren Geschäftsführer der GSG Bau- und Wohngesellschaft mbh Oldenburg die strategische Neuausrichtung und Zukunftsfähigkeit des DRKs am Herzen.
Bildnachweis
© Fotos: DRK, privat, Verband der Schwesternschaften



















