Lebensgrundlage für Aidskranke, ihre Familien und Waisenkinder schaffen
Das kleine Königreich Lesotho steht weltweit an dritter Stelle der Länder mit der höchsten Aidsrate – Tendenz steigend. Das Rote Kreuz pflegt nicht nur Aidskranke zu Hause, sondern es unterstützt von HIV/Aids betroffene Familien und besonders Aidswaisen und Kinder dabei, ihr Leben selbständig zu meistern. Dazu gehören erfolgreiche Anbaumethoden, gesunde Ernährung und unterstützende Maßnahmen für die Existenzsicherung. Auch Handwerks- und Schulausbildungen für Waisenkinder tragen zu einer selbständigen Lebensführung bei.
Region: Bezirke Berea und Leribe im Norden von Lesotho
Laufzeit: April 2007 - März 2010
Projektvolumen: 865.733 Euro
Finanzierung: EU und Spenden
Partner: Lesothisches Rotes Kreuz
Die wirtschaftliche Situation von Menschen mit Aids ist schlecht
Aidskranke und ihre Familien sind häufig nicht mehr in der Lage, ausreichend für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Zusätzlich prägen Ernährungsunsicherheit und gesellschaftliche Diskriminierung ihren Alltag.
Das Rote Kreuz fördert im ganzheitlichen Sinn nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. So werden ausgesuchte Dorfmitglieder geschult, die wiederum ihr neues Wissen an andere weitergeben und insbesondere die von HIV/Aids betroffenen Familien direkt unterstützen. Was macht das Rote Kreuz konkret?
- Unterstützung und Pflege von HIV-Patienten zuhause
- Aufklärung und Beratung zu HIV und Aids
- Schulung in verbesserten Anbaumethoden, Bereitstellung von landwirtschaftlichem Werkzeug, Saatgut und Dünger
- Kurse zu Ernährung und Zubereitung von Speisen
- Unterstützung von Aids-Waisenkindern, z.B. durch Aufbau von Jugendgruppen, Föderung ihrer schulischen und handwerklichen Ausbildung, Renovierung ihrer Häuser
- Förderung dörflicher Sellbsthilfegruppen
An dem Programm sind über 80 Dörfer in der Region beteiligt.
Bauern geben neues Wissens weiter
Der 28-jährige Familienvater Lefu Sonopo ist von den Dorfmitgliedern ausgewählt worden, um neue Anbaumethoden zu erlernen. In Rotkreuz-Schulungen hat er erfahren, wie durch kleine Veränderungen der Anbaumethode höhere und sichere Ernteerträge zu erwirtschaften sind. Neue Techniken sind beispielsweise das Anlegen von spezifischen Saatlöchern in regelmäßigen Abständen statt willkürlicher Aussaat. So wird zudem der weit verbreiteten Bodenerosion vorgebeugt und die notwendige Bodenfeuchtigkeit, wichtig in einem regelmäßig von Trockenperioden betroffenen Land, besser zurückgehalten.
Der Erfolg gibt ihm Recht. Interessiert beobachten die Dorfmitglieder die Felder und Lefu gibt sein neues Wissen gerne weiter. Das Rote Kreuz stellt Werkzeug sowie Saatgut und Dünger zur Verfügung.
Das gesamte Dorf profitiert von den neuen Methoden. Durch das gemeinsame Lernen und Arbeiten nehmen die von HIV/Aids betroffenen Menschen wieder eine aktive Rolle in der Gemeinschaft ein. Zudem erlangen die Familien durch den Verkauf von überschüssigen Feldfrüchten ein eigenes Einkommen.
Eine gesunde Ernährung ist für Menschen, die von HIV/Aids betroffen sind, besonders wichtig. Lesen Sie mehr darüber, wie das Rote Kreuz das Leben der Menschen verändert!
Kinder werden wegen Aids zu Waisenkindern. Erfahren Sie wie ihnen geholfen werden kann.
© Fotos: DRK, Karte: Geoatlas®
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