Karola Alfaenger: „Ehrenamt ist wichtiger denn je in dieser oft so herzlosen Zeit“

Alles begann 1980, als Karola Alfaenger eine hauptamtliche Beschäftigung im DRK-Kreisverband Beeskow antrat. Die Arbeit mit Menschen interessierte sie und entfachte das Feuer für ein jahrzehntelanges Engagement von Ausbildung hin zur Seniorenarbeit.

Ihr erstes ehrenamtliches Projekt neben dem Hauptamt: Der Aufbau einer Gruppe „junger Sanitäter“ für Schülerinnen und Schüler der ersten bis zehnten Klasse an einer Oberschule. Was zunächst vor allem organisatorische Arbeit war, weitete sich mit der Zeit aus. Sie bildete sich fort, erlangte einen Ausbilderschein und engagierte sich ab 1990 in der Schuldner- und Insolvenzberatung. 

Mit dem Antritt des Ruhestand 2014 legte sie den Fokus vermehrt auf Seniorenarbeit. 10 Jahre lang leitete sie die Seniorenortsgruppe in Beeskow von über 100 Mitgliedern. „Wir schafften Möglichkeiten, so lange wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und nicht zu vereinsamen. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadt machte ich auf soziale Brennpunkte aufmerksam – und förderte die Wertschätzung aller Generationen.“ 

Mittlerweile ist Karola Alfaenger in der zweiten Amtsperiode im Präsidium als Kreisleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit aktiv. Im Eltern-Kind-Zentrum bringt sie ihre Lebenserfahrung in die Familienarbeit ein. Die Arbeit mit Menschen liegt ihr auch heute noch am Herzen. In ihrer Funktion sieht sie sich als Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Vorstand und baut Brücken. 

Was bedeutet dir dein Ehrenamt? 

„Ehrenamtliche Arbeit ist für mich Beachtung, Begleitung und Zuwendung. Hilfe und Pflege sind in dieser oft so herzlosen Zeit wichtiger denn je. Ehrenamt heißt für mich, andere zu verstehen und zu akzeptieren. Meine Tätigkeit hat mich verändert. Meine Sichtweise und mein Selbstbewusstsein gestärkt und das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden.“ 

Teil der über 450.000 Ehrenamtlichen im Deutschen Roten Kreuz zu sein, erfüllt sie mit Stolz. „Ich wünsche und hoffe, dass immer wieder Menschen in unsere Gemeinschaft finden und bereit sind, im Namen der Menschlichkeit ehrenamtlich tätig zu werden!“ 

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende