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DRK-Hilfe in Syrien

Der Konflikt in Syrien und seine Auswirkungen sind die größte humanitäre Krise weltweit. Mehr als 250.000 Menschen wurden bereits im Zuge des Konflikts getötet und über eine Million Menschen wurden verletzt. Mehr als die Hälfte aller Syrer wurde vertrieben, viele von ihnen mehrfach. Seit Anfang 2012 hilft das Deutsche Rote Kreuz trotz schwieriger Sicherheitslage in Syrien. Ein DRK-Delegierter koordiniert in der Hauptstadt Damaskus die Hilfsaktivitäten mit der nationalen Schwestergesellschaft, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC).

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Helfer und zerstörte Häuser im syrischen Homs

Heute sind in Syrien mehr als 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, darunter 6 Millionen Kinder, sodass die Helfer des Syrischen Arabischen Rote Halbmonds (SARC) unermüdlich im Einsatz sind. In der Krise ist der SARC eine der wenigen Organisationen, die Zugang zu den umkämpften Gebieten hat, um Hilfe zu leisten. In manchen Gebieten ist der SARC sogar die einzige Organisation, die Erste Hilfe sowie Evakuierungen von Kranken und Verletzten leisten kann und die die Menschen mit überlebenswichtigen Hilfsgütern versorgt. Der SARC ist daher der wichtigste Akteur für die gesamte humanitäre Hilfe und die Verteilung von Hilfsgütern in Syrien. Gemeinsam mit dem IKRK kommt dem SARC auch eine wichtige Rolle beim Austausch von Gefangenen und der Überführung von Gefallenen zwischen den Konfliktparteien zu.

  • Einsatz für reine Überlebenshilfe

    Der humanitäre Zugang zu den auf Unterstützung angewiesenen Menschen in Syrien bleibt durch die sich ständig verändernden Fronten zwischen den Konfliktparteien, durch administrative und bürokratische Hürden, durch Gewalt entlang der Zugangsrouten, durch die Missachtung des humanitären Völkerrechts, sowie durch die generellen Sicherheitsbedenken eingeschränkt. Eine wirksame Nothilfe in Syrien stellt aufgrund der Komplexität des Kontextes und der wechselnden politischen und sozialen Dynamik daher eine große Herausforderung dar.

    Die Helferinnen und Helfer des SARC nehmen höchste persönliche Risiken auf sich – 53 von ihnen wurden bisher getötet, weit mehr wurden verletzt, verschleppt oder inhaftiert.

    Die geleistete Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes ist auch Mitte 2016 weiterhin in erster Linie Überlebenshilfe. Dazu zählen vor allem Nahrungsmittel, medizinische Zusatznahrung für Babies und Kleinkinder sowie Artikel des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Hygieneprodukte für verschiedene Altersgruppen. Aufgrund der Länge des Konflikts engagiert sich das DRK jedoch darüber hinaus auch in Bereichen wie z.B. der beruflichen Bildung und Beschäftigungsförderung mit dem Ziel dadurch die Ernährungssicherung und die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern. Durch die Förderung von Gemeindezentren in der Türkei leistet das DRK zudem einen aktiven Beitrag zu besseren Integration von Flüchtlingen und zum friedlichen Zusammenleben von Flüchtlingen mit den Aufnahmegemeinden.

    In Syrien selbst wird die Überlebenshilfe ergänzt durch die Unterstützung beim Aufbau der logistischen Infrastruktur des SARC für eine solch große und komplexe Operation. Dazu zählen die Anmietung, die Instandsetzung und der Betrieb von Lagerhallen im ganzen Land, die Beschaffung von Fahrzeuge, Gabelstapler und weiterem logistisches Gerät sowie die die Aus- und Fortbildung von Helfern in logistischen Abläufen. Über diese logistische Infrastruktur werden nicht nur die Hilfsgüter der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, sondern auch die anderer Hilfsorganisationen (wie der UN) im ganzen Land verteilt. Die Unterstützung des DRK leistet daher einen wichtigen Beitrag zur gesamten humanitären Hilfe in Syrien.

  • Kooperation bei Hilfsmaßnahmen

    Seit 2012 konnte das Deutsche Rote Kreuz insbesondere durch die Finanzierung des Auswärtigen Amtes, der Europäischen Union sowie durch Zuwendungen der norwegischen und belgischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem SARC eine Reihe von Hilfsmaßnahmen ermöglichen. Einen Überblick gibt folgender Flyer:

    Seit August 2016 fördern wir mithilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auch die längerfristige Sicherung der Lebensgrundlagen durch berufliche Bildung und Starthilfen.

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