Ein Mitarbeiter des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds trägt ein Hilfspaket Ibrahim Malla / IFRC
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Syrien: Bessere Lebensgrundlagen für die Menschen im Konfliktgebiet

Von Produktionseinbrüchen in der Landwirtschaft bis hin zum Wertverlust des Syrischen Pfunds: Neben Trümmern und Tod hat der bewaffnete Konflikt in Syrien auch schwere wirtschaftliche Folgen und führt zu Armut und Hunger. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) deshalb dabei, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung durch Weiterbildung, Arbeitsmaterialien und Nahrungsmittelhilfen zu verbessern.

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Mit 35 Euro kann eine Familie für einen Monat mit Lebensmitteln versorgt werden.

Folgen des Konflikts: Vertreibung, Arbeitslosigkeit, Hunger

Weit mehr als 6 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben – teils sogar mehrfach. Dadurch mussten viele Menschen auch ihre Existenzgrundlagen hinter sich lassen und ihre finanziellen Ressourcen sind durch die Flucht oftmals längst aufgebraucht. Zudem ist die Arbeitslosenquote von knapp 15 Prozent im Jahr 2011 auf fast 53 Prozent im Jahr 2015 gestiegen, da viele Betriebe aufgrund des Konflikts nicht mehr produzieren können, Unternehmen sind zerstört wurden und damit auch zahlreiche Arbeitsplätze weggefallen sind. Im Jahr 2015 hat bereits mehr als ein Drittel der syrischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze gelebt. Derzeit sind über 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – die Mehrzahl von ihnen braucht direkte Nahrungsmittelhilfe, um überleben zu können.

Ausbildung und Arbeitsmittel schaffen neue Perspektiven

In drei Gouvernoraten – Damaskus, Ländliches Damaskus und Aleppo – wollen wir die Betroffen dabei unterstützen, ihren Lebensunterhalt wieder selbst bestreiten zu können, so dass sie weniger abhängig von äußerer Hilfe sind. Dazu erhalten 600 Personen aus besonders benachteiligten Familien Ausbildungskurse, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten an den bestehenden Arbeitsmarkt anzupassen. Die Kurse finden in drei vom DRK unterstützten Gemeindezentren des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds statt bzw. werden darüber vermittelt.

Um Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern, erhalten zudem 500 Personen eine Starthilfe in Form von Geräten und Materialien, die sie für ihre künftige Arbeit benötigen – etwa Ofen, Bleche und Regale für Bäcker, Spezialwerkzeug zur Motorradreparatur für Mechaniker oder Stuhl, Spiegel, Fön und Pflegemittel für Friseure. Um eine solche Starthilfe zu erhalten, müssen alle Teilnehmer einen  überzeugenden Businessplan vorlegen. Die notwendigen Kenntnisse, wie ein solcher Businessplan erstellt wird und wie man sich erfolgreich selbstständig macht, erhalten die Teilnehmer ebenfalls im Rahmen der Ausbildungskurse von geschulten Rothalbmond-Mitarbeitern.

Nahrungsmittelhilfe für Familien in besonders großer Not

Dies sind jedoch längerfristige Ansätze und verhelfen den Menschen nicht von heute auf morgen zu geregeltem Einkommen. Damit Familien in großer Not nicht hungern müssen, stellen wir Nahrungsmittelpakete bereit. Diese enthalten bspw. Reis, Zucker, schwarzen Tee, Öl, Tomatenmark, Bohnen, Bulgur, Jodsalz, Ghee und Linsen. Die Nahrungsmittel sind an die kulturellen Gewohnheiten angepasst und so zusammengestellt, dass die betroffenen Familien davon einen Monat leben können. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg erhalten 10.200 Familien Nahrungsmittel vom DRK, das entspricht rund 51.000 Männern, Frauen und Kindern. Im besten Fall können die Betroffenen so die größte Not überwinden, bis sie ihre Bedarfe wieder selbst decken können.

Stärkung des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds

Ziel des Projektes ist es, neben der Bevölkerung auch den SARC zu stärken. Wir wollen unsere Schwesterorganisation in ihrem Bestreben unterstützen, neben Nothilfemaßnahmen wie Hilfsgüterverteilungen oder Erster Hilfe auch langfristige Hilfsmaßnahmen – etwa der beruflichen Bildung – umzusetzen. Deshalb erhalten die Mitarbeiter entsprechende Weiterbildungen, in denen sie zum Beispiel lernen, berufsvorbereitende Schulungen durchzuführen oder Businesspläne zu bewerten. Darüber hinaus entwickeln die SARC-Mitarbeiter Strategien für die Weiterentwicklung ihrer Gemeindezentren, wobei die berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung ein Schwerpunkt sind.

Die DRK-Hilfe ist ein Teil der eng verzahnten Rotkreuz- und Rothalbmondhilfe in Syrien. Beispielsweise gibt es in den drei beteiligten Gemeindezentren ebenso psychosoziale Betreuungsangebote, die vom Dänischen Roten Kreuz unterstützt werden. Das DRK finanziert Renovierungsarbeiten, laufende Kosten und Ausstattung, die für die neuen Aufgabengebiete notwendig sind. Die Gemeindezentren sind damit wesentliche Einrichtungen, um die Bevölkerung vor Ort zu stärken.

Das Projekt

Region: Damaskus, Ländliches Damaskus und Aleppo
Projektvolumen: 1,4 Millionen Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Spenden
Partner: Syrischer Arabischer Roter Halbmond (SARC)

Homs, IFRC, SARC, SYRIA

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