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Palästina: Soforthilfe für den Gazastreifen

Seit dem Beginn der wöchentlichen Massenproteste entlang des Sperrzaunes mit Israel am 30. März 2018 sind mehr als 220 Palästinenser, davon über 40 Kinder, ums Leben gekommen. Mehr als 24.000 Menschen wurden verletzt – mehr als im letzten Krieg zwischen Israel und Gaza im Jahr 2014. 

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Bereits vor Beginn der Proteste war die humanitäre Lage in Gaza, aufgrund der Abschottung des Gazastreifens, prekär. Mit dem Beginn der Auseinandersetzungen 2018 hat sich die humanitäre Lage erneut massiv verschlechtert.  

Im Gazastreifen fehlen Wasser, Essen, Strom und medizinische Versorgung

Die kontinuierliche Stromversorgungskrise beeinflusst fast alle Bereiche des täglichen Lebens der Bevölkerung. Krankenhäuser rationalisieren Stromreserven, indem sie auf Sterilisation, Krankenhauswäscherei und bestimmte Diagnostik-Dienstleistungen verzichten. Die limitierte Funktionsfähigkeit der Wasserpumpen und Entsalzungsanlagen führt zu einer verminderten Wasserverfügbarkeit und, daraus resultierend, einer Verschlechterung des Hygienestandards. Gleichzeitig ist ebenfalls die Abwasserbehandlung betroffen, da die Stromversorgung auch dafür nicht ausreicht. Verschmutztes Wasser wird unbehandelt ins Meer eingeleitet, was zu einer starken Verschmutzung des Küstenstreifens führt.

Medizinische Dienste sind nicht nur durch die limitierte Stromversorgung stark eingeschränkt, sondern nun auch v. a. durch die hohe Anzahl an mit komplizierten Schusswunden verletzten Patienten vollkommen überlastet. Zusätzlich belasten die weitgehenden Einschränkungen im Personen- und Güterverkehr die Verfügbarkeit an Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialen. Nicht ausgezahlte Gehälter für medizinisches Personal setzen das Gesundheitssystem zudem unter Druck.

Auch die wirtschaftliche Situation macht den Menschen zu schaffen. Fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten, nicht ausreichend verfügbare Nahrungsmittel und die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe sind nur einige der Faktoren, die hierzu beitragen. 54 Prozent der Bewohner des Gazastreifens sind arbeitslos, bei Jugendlichen beträgt die Arbeitslosenquote gar 70 Prozent. Die Ungewissheit über das Schicksal der eigenen Zukunft stellt zudem eine psychische Dauerbelastung für die Bevölkerung dar.

Soforthilfe für Gaza

Im Rahmen der Soforthilfe unterstützt das DRK den Palästinensischen Roten Halbmond (PRH) mit Beiträgen zu Medikamenten, medizinischen Verbrauchsmaterialien sowie Benzin für PRH-Krankenwägen und Krankenhäuser – die bis zu 20 Stunden am Tag über Generatoren laufen müssen. Zudem wird die Verpflegung und Aufwandsentschädigung für PRH-Freiwillige, welche als Ersthelfer in Krankenwagen mehrmals wöchentlich rund um die Uhr bei den Protesten im Einsatz sind, vom DRK unterstützt.

Soforthilfe ergänzt die langfristige Hilfe des DRK

Neben der Soforthilfe arbeitet das DRK im Gazastreifen und im Westjordanland seit Jahren im Bereich der gemeindebasierten Krisen- und Katastrophenvorsorge. Im Rahmen von zwei vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten und vom DRK durch Spenden unterstützten Projekten werden Gemeinden und Schulen gezielt auf Krisen- und Katastrophen vorbereitet. So werden beispielsweise mittels von Gemeinden und Schulen selbst geplant und durchgeführten Mikroprojekten, ein Beitrag zur Reduktion von eigens identifizierten Risiken geleistet und dadurch die Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen gestärkt.


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