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Jemen: Die Gesundheit und Ernährung von Kindern verbessern

Traurige Höchstwerte: Im Jemen sind 1,8 Millionen Kinder von Unterernährung betroffen. Und seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Frühjahr 2015 hat sich die Situation noch verschlimmert. Die UN spricht von einer Steigerung der Zahl unterernährter Kinder um 200 Prozent. So sind nach Schätzungen zwischen 300.000 und 500.000 jemenitische Kinder akut mangelernährt - eine alarmierende Zahl! Zudem sind unterernährte Kinder anfälliger für Infektionen und Krankheiten. Deshalb unterstützt das Deutsche Rote Kreuz den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, die Gesundheit der Kinder an 27 Schulen zu verbessern.

Ihre Spende hilft!

Mit 50 € kann ein Freiwilliger an einer Gesundheitsschulung teilnehmen.

Das Ziel: 22.000 Schüler und ihre Lehrer sollen gesünder sein

In den Regionen Lahj und Dhamar ist die Situation besonders schlimm. Gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond (JRH) wollen wir deshalb die Gesundheit von 22.000 Schülern an 27 Schulen in Lahj und Dhamar fördern und ihre Ernährung verbessern. Auch 2.000 Lehrer sollen davon profitieren, so dass es nicht nur den Kindern besser geht, sondern sich auch die Krankheitstage der Lehrer reduzieren.

Bauliche Verbesserungen schaffen ein gesundes Lernumfeld

Um die Gesundheit der Mädchen und Jungen zu fördern, setzen JRH und DRK an verschiedenen Punkten an. In einer ersten Phase ist es unser Ziel, ein gesundes, sicheres Lernumfeld zu schaffen. Vor dem Hintergrund des andauernden Konflikts und der damit einhergehenden Zerstörung ist das besonders wichtig. Deshalb prüfen die Beteiligten jeder teilnehmenden Schule – Schulleitung, Lehrer und Elternvertreter – gemeinsam mit dem JRH, welche Ausstattung und baulichen Instandsetzungen notwendig sind und setzten diese um. So erneuern wir sanitäre Anlagen und stellen die Trinkwasserversorgung sicher. Aber auch Verbesserungen wie den Einbau von Fenstern, Türschlössern, die Müllentsorgung und den Hitzeschutz berücksichtigen wir dabei.

Für 150 € können wir einer Familie Grundnahrungsmittel für einen Monat bereitstellen.

Wissen hilft: Aufklärung über Hygiene, Ernährung und Gesundheit

Parallel zu den baulichen Verbesserungen legen wir gemeinsam mit allen Beteiligten Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen fest, die die Baumaßnahmen ergänzen. Die Instandsetzung von Handwaschbecken wird beispielsweise mit einer Hygieneschulung zum richtigen Händewaschen und anderen gesundheitsfördernden Verhaltensweisen verbunden.

Besonders in Regionen mit hoher Mangelernährung ist es nicht nur wichtig, wie viel Nahrung vorhanden ist. Genauso bedeutend für Kinder und Familien ist es, dass die Nahrungsmittel, die sie zu sich nehmen, ausgewogen sind und angemessen aufbewahrt sowie zubereitet werden. Deshalb erfahren die Schüler in Trainings wichtige Grundlagen über Ernährung und Lebensmittelhygiene. Ihr Wissen tragen die Kinder in ihre Familien weiter, so dass auch diese daraus Nutzen ziehen.

Familien, Gemeinden und Partner sichern langfristige Wirkung

Damit die Erfolge des Projekts erhalten bleiben oder gar weiter entwickelt werden, setzt das DRK auf die intensive Beteiligung und enge Zusammenarbeit der Schulen, Eltern, Freiwilligen, Gemeinden und lokalen Regierungsvertretern. Zum Beispiel etablieren wir Schulkomitees aus Lehrern, Schülern und Eltern in einer jeden Schule, die die einzelnen Maßnahmen des Projekts planen und überwachen. Zu Kampagnentagen an den Schulen – etwa dem „Welttag des Händewaschens“ – werden die Eltern und Geschwister in die Schulen eingeladen, um sich ihrerseits informieren zu können. Behördenvertreter, Lehrer und Freiwillige erhalten ebenso Trainings zu den wichtigen Gesundheitsthemen. Darüber hinaus initiiert das DRK Partnerschaften mit auf Nahrungsmittelversorgung spezialisierten Organisationen, etwa dem World Food Programm, um die Mahlzeiten in den Schulen sicher zu stellen.

Seit Beginn des jüngsten bewaffneten Konfliktes Ende März 2015 leistete das DRK zusammen mit seiner Schwesterngesellschaft, dem Jemenitischen Roten Halbmond, Nothilfe in verschiedenen Regierungsbezirken des Landes. In einem weiteren Projekt im Jemen engagiert sich das DRK für die Gesundheitsversorgung der Menschen.

Das Projekt

Region: Lahj und Dhamar
Projektvolumen: 1.780.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Spenden
Partner: Jemenitischer Roter Halbmond (JRH)


Mädchen in Taiz, Jemen, 2015

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