Gruppe von Freiwilligen in Kolumbien
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Gemeinden für den Klimawandel stärken

Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung kann seine Grundbedürfnisse nicht befriedigen, vor allem in den indigenen Gemeinden. Umso anfälliger sind die Menschen für die Folgen der Extrem-Wetter-Ereignisse, die die Region regelmäßig heimsuchen. Damit gerade die indigenen Gemeinden bei den immer wieder auftretenden Überschwemmungen, Stürmen und Dürren gewappnet sind, bringt sich das DRK mit Workshops, Notfallplänen und praktischen Verbesserungen unterstützend ein.

Deutsches Rotes Kreuz, Somalia, Kooperation, Trinkwasser, Wasserversorgung, Somaliland, Glas, Afrika, Auslandshilfe, sauberes
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Mit 45 € können 3 Familien mit Filtern zur Wasseraufbereitung ausgestattet werden.

DRK / Stefanie Lux

Notfallpläne und Workshops

Bis zu zwei Stunden sind viele Frauen im Department Guajira in Nord-Ost-Kolumbien zu Fuß unterwegs, um Trinkwasser zu holen. Das Gelände ist unwegsam, richtige Straßen gibt es kaum. Auch an Essen mangelt es. In der armen Region leiden die Menschen immer öfter unter den Folgen der Extremwetter-Ereignisse, die die Region regelmäßig heimsuchen. Nur knapp mehr als die Hälfte der Kommunen in Guajira haben für den Katastrophenfall einen Plan in der Schublade. Damit die Bevölkerung künftig besser gewappnet ist, entwickeln deshalb sieben Kommunen mit Unterstützung vom DRK und Kolumbianischen Roten Kreuz Notfallpläne und -strategien. Dabei unterstützen wir die Gemeinden nicht nur mit Technik, sondern bilden gemeinsam mit dem KRK lokale Beamte aus - zum Beispiel in Fragen des Notfall-Wassermanagements oder der humanitären Logistik. Dadurch kann im Katastrophenfall ein besserer Ablauf bei der Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Hilfsgütern oder beim Einsatz von Hilfskräften sichergestellt werden. Zudem wird auf kommunaler Ebene die Einrichtung von Lagezentren (crisis rooms) unterstützt, in denen im Notfall die Hilfe koordiniert werden kann.

In 14 Gemeinden und zwei Schulen lernt die betroffene Bevölkerung in Workshops unter anderem, wie einfache Hygienevorkehrungen und sanitäre Einrichtungen vor Krankheiten schützen können oder was man bei der Aufbewahrung von Wasser beachten muss. Zusammen mit den Mitarbeitern des Roten Kreuzes lernen die Gemeindemitglieder im Laufe der Trainings, Risiken in ihren Gemeinden zu identifizieren und erarbeiten Vorsorgemaßnahmen und Evakuierungsrouten. Darüber hinaus erfahren sie, welche Unterstützung sie von der Regierung erhalten können, aber auch welche Pflichten die Gemeinden in der Katastrophenvorsorge haben. Die Workshops werden in der indigenen Sprache der Wayuu durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder der Gemeinde die Inhalte verstehen. Ähnliche Kurse werden auch an den zwei größten Schulen der Region mit Kindern durchgeführt. Spielerisch lernen die Kinder dort z.B. wie man sich am effektivsten mit wenig Wasser die Hände wäscht, warum es besser ist, Mahlzeiten abzudecken, damit keine Fliegen darauf sitzen oder was sie im Fall einer Überschwemmung tun könnten.

Ihre Spende hilft!

Mit 60 € ermöglichen Sie es, einer Familie Werkzeug, Saatgut und Dünger zur Verfügung zu stellen, damit sie Futterpflanzen für ihre Tiere anbauen kann.

Sicherung der Lebensgrundlagen

Die Lebensgrundlagen der Gemeinden in Guajira sind im Fall von Naturkatastrophen stark bedroht. Gerade die Wayuu haben in der Vergangenheit einen großen Teil ihres Viehbestands, der traditionell eine wichtige Einkommens- und Nahrungsquelle ist, in Dürreperioden oder durch Überschwemmungen verloren. Das DRK und das Kolumbianische Rote Kreuz unterstützen einzelne Gemeinden bei ganz praktischen Vorkehrungen, welche die Lebensgrundlagen verbessern und schützen. So werden zum Beispiel 100 indigenen Familien Saatgut, Düngemittel und Werkzeuge ausgehändigt, um bei der Aussaat von Futterpflanzen für das Vieh zu helfen. Zudem entsteht in einer Gemeinde ein Überschwemmungssicherer Stall, in dem Schafe und Ziegen während der Regenzeit Schutz finden. Um Regenwasser in die Wasserreservoirs zu leiten und so die Wasserversorgung zu verbessern, installieren die Bewohner in anderen Gemeinden Kanäle. Bei diesen Maßnahmen ist es uns und dem Kolumbianischen Roten Kreuz besonders wichtig, dass die Neuerungen leicht nachzubauen sind. Außerdem beziehen wir die Vertreter anderer Gemeinden bei der Umsetzung ein, um sie zur Durchführung ähnlicher Maßnahmen in ihren Orten zu ermutigen.

Das Projekt

Region: Guajira
Projektvolumen: 690.000 Euro
Finanzierung: Europäische Union, Spanisches Rotes Kreuz und Spenden (DRK)
Partner: Kolumbianisches Rotes Kreuz (KRK)


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