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Graffiti statt Drogen - Jugendprojekt in Kolumbien

In Kolumbien ist ein Projekt gestartet, bei dem Jugendliche eine Zukunftsperspektive erhalten und lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. "PACO" steht übersetzt für: Jugendliche in Aktion für Zusammenleben und den Frieden.

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  • Projekt "PACO"

    Luis Macea stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Seine Mutter geht den ganzen Tag über arbeiten, um ihn und seine drei Geschwister ernähren zu können. Sie hat keine Zeit, sich um die Sorgen und Nöte eines Teenagers zu kümmern. Luis suchte Anschluss an Banden, kam oft betrunken nach Hause und war in Schlägereien verwickelt. Vor zwei Jahren startete an einer Schule in Medellín das Projekt "PACO" und Luis erhielt dort eine neue Chance. Heute ist er 17 Jahre alt und möchte später Kunst studieren.

  • Regeln des Miteinanders

    Die Grundlagen für das Projekt wurden vor 19 Jahren vom Kolumbianischen Roten Kreuz entwickelt und bauen auf sieben Prinzipien auf:

    1. Lernen, andere nicht anzugreifen
    2. Lernen, zu kommunizieren
    3. Lernen, miteinander umzugehen
    4. Lernen, in Gruppen zu kommunizieren
    5. Lernen, sich zu schützen
    6. Lernen, sein Umfeld zu schützen
    7. Lernen, das soziale Wissen zu schätzen

    In mehreren Städten und Schulen wurden diese Grundlagen bereits erfolgreich vermittelt. Luis hat in Medellín durch das Projekt seine Vorliebe für Graffiti und dadurch seine künstlerische Ader entdeckt: "Die Helfer haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, mein Denken zu verändern und meine Energie auf positive Dinge zu lenken. Bei jeder meiner Handlungen muss ich abwägen, was das für meine Zukunft und meine Familie bedeutet", sagt Luis.

    Seit April dieses Jahres lernen auch in der Schule IEDE in Riohacha 280 Jugendliche in Rollenspielen und durch kreative Aktivitäten gewaltfreie Lösungsansätze zu finden. Das Projekt wird finanziert und organisiert vom DRK in Zusammenarbeit mit den kolumbianischen Kollegen. Der Landesverband Hamburg stellt die Anschubfinanzierung von 27.000 Euro. "Kinder sind die Zukunft der Zivilgesellschaft, sie brauchen Vorbilder und positive Werte, an denen sie sich orientieren können. Auch wenn es gerade nicht im Fokus der westeuropäischen Bevölkerung steht - die Armut und Not in Kolumbien ist groß", sagt der Vorstandsvorsitzende des Landesverbands Hamburg, Dr. Georg Kamp.

  • Finanzierung nicht gesichert

    10.000 Euro fehlen noch, um die Finanzierung für das erste Jahr zu sichern. Und insgesamt sind drei Jahre Projektlaufzeit nötig, um Lehrer, Eltern und Rotkreuzfreiwillige in Riohacha auszubilden und den Jugendlichen nachhaltig Werte zu vermtteln. "Es gibt noch viel zu tun in Kolumbien und es wäre schön, wenn sich noch weitere Rotkreuz-Verbände engagieren würden", sagt Dr. Kamp. Das Projekt gibt Kindern, die in eine Spirale von Gewalt, Hoffnungslosigkeit und sexueller Ausbeutung geraten sind, wieder eine Zukunftsperspektive. Luis, so erzählt seine Mutter, habe neue Freunde gefunden und gelernt, "Nein!" zu sagen. Er kommt nicht mehr betrunken nach Hause und ist für seine drei kleinen Geschwister ein Vorbild geworden. 

  • Das Projekt

    Region: Riohacha in Kolumbien
    Laufzeit: April 2013 bis März 2016
    Projektvolumen: 115.500 Euro
    Partner: Kolumbianisches Rote Kreuz, Landesverband Hamburg

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