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Nepal: Nothilfe, medizinische Versorgung und Wiederaufbau im Erdbebengebiet

Um die prekäre Lage nach den Erdbeben in Nepal aufzufangen, hat das Deutsche Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit seinen Schwesterorganisationen zahlreiche Maßnahmen für die medizinische Versorgung und die Nothilfe realisiert. So verteilte das DRK dringend benötigte Hilfsgüter, die mit zahlreichen Hilfsflügen nach Nepal gebracht wurden, errichtete eine Basisgesundheitsstation und begleitet nun den den Bau von Unterkünften inklusive den Aufbau einer Wasser- und Sanitärversorgung.

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Am 25.04. und 12.05.2015 wurde Nepal von zwei schweren Erdbeben erschüttert. Mehr als 5,6 Millionen Menschen sind betroffen. Die Katastrophe forderte 8.857 Menschenleben und viele Verletzte. Mehr als 900.000 Häuser wurden teilweise oder ganz zerstört.

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung betrieb eine umfassende und komplexe Nothilfeoperation. Insgesamt waren neben den ca. 8.000 einheimischen Freiwilligen etwa 300 Rotkreuzmitarbeiter aus über 30 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften im Einsatz, um Verletzte und Obdachlose zu versorgen.

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Integrierter Wiederaufbau in Gorkha

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal laufen beim DRK die Anstrengungen für den Wiederaufbau weiter. Mit am stärksten von den Erdbeben getroffen wurde der Distrikt Gorkha, direkt an der chinesischen Grenze und unweit des Epizentrums des ersten Erdbebens. Hier entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Belgischen Roten Kreuz (Flandern) und dem Niederländischen Roten Kreuz ein integriertes Projekt mit dem Komponenten Hausbau, Wasser und Hygiene, Gesundheit und einkommensschaffende Maßnahmen.

Ziel ist u.a. der Wiederaufbau von 700 Häusern. Im Rahmen des Projekts werden Rotkreuz-Helfer, Handwerker und die Bewohner in erdbebenresistenter Hausbautechnik geschult. Wir erfassen Schäden und ermitteln den Bedarf, um dort zu helfen, wo die Not am größten ist und unterstützen die lokalen Behörden bei Planung, Entwicklung und Umsetzung der Wiederaufbaumaßnahmen.

Schnelle Entsendung von lebensnotwendigen Hilfsgütern

Das DRK entsandte drei Hilfsflüge mit insgesamt 105 Tonnen lebensnotwendigen Gütern nach Nepal. Als einer der ersten internationalen Hilfsflüge (in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt) traf bereits am 29.04.2015 eine Maschine des DRK in Kathmandu mit 43,4 Tonnen Ladung ein. Darunter waren 2.500 Decken, 250 Zelte, je 1.000 Küchen- und Hygienesets und 5.400 Wasserkanister. Danach folgten zwei weitere Hilfsflüge mit auf den Bedarf abgestimmten Hilfsgütern. Einer der  Hilfsflüge stellte eine in dieser Form erstmalige Kooperation mit dem Siemens-Konzern dar und wurde unterstützt durch eine Spendensammlung der Siemens-Belegschaft.

Medizinische Versorgung durch eine Basisgesundheitsstation

Von Mitte Juni bis Ende September 2015 betrieb das DRK zusammen mit dem Französischen und dem Finnischen Roten Kreuz im Distrikt Dolakha in der Stadt Singati eine Basisgesundheitsstation. Pro Tag wurden rund 70 Patienten aus den umliegenden Dörfern versorgt. Insgesamt haben 5.784 Menschen notwendige Operationen und Behandlungen erhalten und es wurden 19 Kinder dort geboren. Zusammen schafften dies acht medizinische Fachkräfte mit 28 lokalen Mitarbeitern. 

Im DRK-Blog schildert DRK-Mitarbeiter Dr. Johannes Schad seine Zeit als Leiter der Basisgesundheitsstation.

Sehen Sie hier den Tagesthemenbericht über unsere Basisgesundheitsstation in Singati vom 30.07.2015.

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