Vor einem Jahr begann die Flucht der Rohingya von Myanmar nach Bangladesch
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Ein Jahr humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Rakhine

Rund ein Jahr ist seit der massiven Fluchtbewegung vom Teilstaat Rakhine in Myanmar nach Bangladesch vergangen. Knapp 900.000 Menschen der Volksgruppe der Rohingya sind seitdem vor Gewalt in ihrer Heimat in die südöstliche Region Cox's Bazar geflohen, darunter viele Frauen und Kinder. Das DRK unterstützt den Bangladeschischen Roten Halbmond seit Beginn der Krise bei der  Gesundheits- und Wasserversorgung sowie mit Nahrungsmitteln und Materialien für den Bau von Unterkünften. Die aktuelle Monsunzeit mit Starkregen und Wirbelstürmen versetzt das DRK in erhöhte Alarmbereitschaft für zusätzliche Hilfe.

Helfer des Bangladeschischen Roten Halbmonds füllen Wasser ab
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Auf einst bewaldeten Sandhügeln ist ein riesengroßes Camp mit behelfsmäßigen Unterkünften entstanden. Die Versorgung mit sauberem Wasser und die Gewährleistung von akzeptablen hygienischen Bedingungen stellen die Helferinnen und Helfer vor Ort weiterhin tagtäglich vor besondere Herausforderungen: Die geflohenen Menschen sind in einem geschwächten Zustand und die Lebensverhältnisse im Camp sind beengt, so dass das Risiko für den Ausbruch von Krankheiten nach wie vor sehr hoch ist.

Vorbereitung auf den Monsun

Die weiterhin zu erwartenden starken Regenfälle und zerstörerischen Wirbelstürme (Zyklone) können die extremen hygienischen Bedingungen in den Lagern verschlimmern und zu einem Anstieg von sich schnell übertragender Durchfallerkrankungen und Cholera führen. Aus diesem Grund bereitet sich das DRK auf weitere Gesundheits- und Unterbringungs-Maßnahmen zum Schutz der geflüchteten Menschen vor.

Video-Playlist: Flüchtlingshilfe in Bangladesch

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DRK-Podcast - Interview zum Einsatz in Bangladesch

Wie ist aktuelle Lage im August 2018 in den Flüchtlingslagern in Bangladesch? Malte Landgraff ist für das DRK vor Ort in Cox's Bazar. Im Podcast erzählt er von den immensen Herausforderungen, rund einer Million aus Rakhine Geflüchteten ein Dasein zu ermöglichen. Aktuell sorgt der Monsun für teils tödliche Erdrutsche und Überflutungen.

Gesundheitsstationen und Hygieneaufklärung

Gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond unterhält das DRK derzeit drei Gesundheitsstationen. Unterstützt durch medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen, erhalten bedürftige Flüchtlinge - aber auch Menschen aus den Gastgemeinden - somit Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen. Auf diese Weise können bis zu 300 Menschen am Tag pro Team versorgt werden.

Damit noch mehr Menschen erreicht werden können, werden die Gesundheitsstationen, die in der ersten Nothilfephase errichtet worden sind, kontinuierlich weiter ausgebaut und verbessert. Helfer schulen die Menschen vor Ort zudem rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge und verteilen Hygiene-Pakete an tausende von Familien.

Im vergangenen Jahr konnte schon sehr viel für die geflohenen Menschen aus Rakhine geleistet werden:

  • Über 240 Latrinen wurden geschaffen
  • Über 50 Tiefbrunnen wurden gebohrt oder instandgesetzt
  • 15.000 Menschen erhielten Baumaterialien, um ihre Unterkünfte auszubauen
  • Mehr als 100 lokale Mitarbeiter sind im Einsatz, welche über Hygienemaßnahmen aufklären

Über die Hälfte der 900.000 im Camp Lebenden sind minderjährig. Insofern ist es wichtig, dass die Hilfe besonders auf Kinder ausgerichtet ist. Das DRK bietet beispielsweise psychosoziale Hilfe für Kinder an, damit diese ihre Fluchterfahrungen besser verarbeiten können.

Ausbau der Hilfe

Das DRK  hat seine bisherigen Maßnahmen wie die Bereitstellung lebenssichernder Hilfsgüter sowie Unterkünfte für die Verbesserung der Sicherheit der Flüchtlinge seit Beginn der Krise ausgeweitet.

Durch die Entsendung weiterer Fachkräfte in den Bereichen Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgung, Katastrophenvorsorge und Unterkünfte wird eine anhaltende Unterstützung sichergestellt.

Das Projekt:

Region: Bangladesch, Cox’s Bazar
Projektvolumen: 4.000.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt, European Commision Directorate-General for European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations, Schweizerisches Rotes Kreuz, Belgisches Rotes Kreuz & Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond (BDRCS)

Helfen Sie uns den Flüchtlingen aus Rakhine zu helfen

Rohingya, die im Regen stehen und sich Nahrung teilen Bangladesh Red Crescent Society

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