Rohingya, Bangladesch, Hilfe DRK, Flüchtlinge, Kriese, Nothilfe Michael Drost-Hansen
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Asien

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Rakhine

Sechs Monate sind seit Beginn der Fluchtbewegung vom Teilstaat Rakhine in Myanmar nach Bangladesch vergangen. In dieser Zeit sind seit dem 25. August rund 898.000 Menschen der Volksgruppe der Rohingya vor Gewalt in ihrer Heimat in die südöstliche Region Cox's Bazar in Bangladesch geflohen.  Sehr viele der Geflohenen sind Frauen, darunter tausende Schwangere und Kinder. Da es den ausgezehrten Flüchtlingen an allem fehlt, unterstützt das DRK den Bangladeschischen Roten Halbmond seit Beginn der Krise bei der Versorgung der Menschen mit Medizin, Wasser, Nahrung und Materialien für den Bau von Unterkünften. Die  ab März beginnende Regenzeit mit Starkregen und zerstörerischen Wirbelstürmen, die zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen der Flüchtlinge führen kann, versetzt das DRK und seine Schwestergesellschaft in erhöhte Alarmbereitschaft zur weiteren Unterstützung.

Helfer des Bangladeschischen Roten Halbmonds füllen Wasser ab
Jetzt spenden!

Mit 50 € sichern Sie einer fünfköpfigen Familie Nahrung und Wasser für eine Woche.

Geschwächte Flüchtlinge, überlastete Flüchtlingslager, Gefahr von Krankheiten

Aufgrund der überstürzten Flucht sind die vielen Flüchtlinge aus Rakhine geschwächt und zum Teil auch verletzt – viele waren mehrere Tage zu Fuß unterwegs und haben nur das Allernötigste mitgenommen. Viele von ihnen sind Kinder, ältere Menschen und Frauen. Sie suchen Schutz in dem riesigen Flüchtlingscamp Kutupalong/Balukhali oder bei Gastfamilien in der südöstlichen Region Cox’s Bazar. Das Flüchtlingslager platzt aus allen Nähten und auf den einst bewaldeten Sandhügeln türmen sich nun die behelfsmäßigen Unterkünfte übereinander.

Es fehlt vor allem an Wasser, sanitärer und medizinischer Versorgung, aber auch an sicheren Unterkünften. Die Nahrungsmittel werden knapp, viele Menschen ernähren sich seit Wochen nur von Reis und Linsen. Der vorhandene Mangel an sauberem Wasser, die unzureichenden hygienischen Bedingungen und fehlenden sanitären Anlagen stellen die Helfer auch sechs Monate nach Beginn der Krise vor besondere Herausforderungen 

Der ab März beginnende Monsun erschwert die Situation zusätzlich. Die  zu erwartenden starken Regenfälle und tropischen Wirbelstürme (Zyklone) können die extremen hygienischen Bedingungen in den Lagern verschlimmern und zu einem Anstieg von sich schnell übertragender Durchfallerkrankungen und Cholera führen. Aus diesem Grund bereitet sich das DRK auf weitere Gesundheits- und Unterbringungs-Maßnahmen zum Schutz der Rohingya vor.

Gesundheitsstationen und Hygieneaufklärung

Zur Entlastung der medizinischen Situation im armen Teilstaat Cox's Bazar in Bangladesch betreiben wir eine mobile Gesundheitsstation. Von den mittlerweile über 890.000 Geflohenen können so täglich bis zu 120 Patienten versorgt werden, wie Dr. Ismail Hossain berichtet.

Als weitere Maßnahme zur Unterstützung der Flüchtlinge aus Rakhine unterhält das DRK gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond drei Gesundheitstationen. Unterstützt durch medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen, erhalten in den schwer zugänglichen Regionen des riesigen Flüchtlingslagers bedürftige Flüchtlinge aber auch Menschen aus den Gastgemeinden so Zugang zu einfachen Gesundheitsleistungen. Auf diese Weise können bis zu 300 Menschen am Tag pro Team versorgt werden. Damit noch mehr Menschen erreicht werden können, sollen die Stationen, die in der ersten Nothilfephase errichtet worden sind, weiter ausgebaut und verbessert werden.

Zum Schutz vor Krankheitsausbrüchen ist Hygieneaufklärung ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Hilfsmaßnahmen in dem Flüchtlingscamp. Helfer halten deshalb auch Fortbildungen rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge ab und verteilen Hygiene-Pakete an hunderte von Familien.

Hilfe für die Rohingya wird weiter ausgebaut

Das DRK  hat seine bisherigen Maßnahmen wie die Bereitstellung lebenssichernder Hilfsgüter sowie Unterkünfte für die Verbesserung der Sicherheit der Flüchtlinge in den ersten sechs Monaten der Krise ausgeweitet. Durch die Entsendung weiterer Fachkräfte in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Sanitärversorgung aber auch in der Koordinierung der Aktivitäten mit anderen Akteuren, wird die anhaltende Unterstützung und die Ausweitung der DRK Maßnahmen sichergestellt.

Das Projekt:

Region: Bangladesch, Cox’s Bazar
Laufzeit: Oktober 2017 bis März 2018
Projektvolumen: 100.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond (BDRCS)

Helfen Sie uns den Flüchtlingen aus Rakhine zu helfen

Rohingya, die im Regen stehen und sich Nahrung teilen Bangladesh Red Crescent Society

Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen aus Rakhine.

Jetzt spenden!

zum Anfang

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr

OK