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Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Rakhine

Aufgrund der Gewalt im Teilstaat Rakhine in Myanmar fliehen immer mehr Angehörige der Volksgruppe der Rohingya nach Bangladesch in die südöstliche Region Cox’s Bazar. Annähernd 688.000 Menschen sind seit der Eskalation der Gewalt seit dem 25. August in nur wenigen Wochen aus ihrer Heimat ins Nachbarland Bangladesch geflüchtet, darunter sehr viele Frauen, Kinder und Schwangere. Den ausgezehrten Flüchtlingen fehlt es an allem. Deshalb unterstützt das DRK den Bangladeschischen Roten Halbmond bei der Versorgung der Menschen.

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Geschwächte Flüchtlinge, überlastete Flüchtlingslager, Gefahr von Krankheiten

Aufgrund der überstürzten Flucht sind die vielen Flüchtlinge aus Rakhine geschwächt und zum Teil auch verletzt – viele waren mehrere Tage zu Fuß unterwegs und haben nur das Allernötigste mitgenommen. Viele von ihnen sind Kinder, ältere Menschen und Frauen, wovon über 24.000 zudem Schwangere bzw. stillende Mütter sind. Sie suchen Schutz in Flüchtlingscamps oder bei Gastfamilien in der südöstlichen Region Cox’s Bazar. Doch sowohl die bestehenden Flüchtlingscamps – in Kutupalong oder Balukhali – als auch die neuen, improvisierten Flüchtlingslager sind vollkommen überlastet.

Es fehlt vor allem an schützenden Unterkünften, Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung. Der andauernde Monsun-Regen erschwert die Situation der zuströmenden Rohingya zusätzlich. Besonders der Mangel an sauberem Wasser, die unzureichenden hygienischen Bedingungen und fehlenden sanitären Anlagen stellen die Helfer vor besondere Herausforderungen.  Es droht der Ausbruch von Durchfallerkrankungen und Cholera.

Großer Hilfsbedarf festgestellt

Zur ersten Versorgung der Flüchtlinge verteilt unsere Schwestergesellschaft, der Bangladeschische Rote Halbmond, medizinische Materialien, Nahrungsmittel und Wasser an die Flüchtlinge. Doch seine Kapazitätsgrenzen sind inzwischen erreicht – vor allem aufgrund der enormen Aufgaben durch die im Sommer eingetretenen extremen Überschwemmungen in 31 Distrikten des Landes. Daher unterstützt das Deutsche Rote Kreuz den Bangladeschischen Roten Halbmond gezielt bei der Versorgung der Geflüchteten mit internationalen Expertenteams, um den Bedarf an Hilfsgütern zu gewährleisten.

Mobile Gesundheitsteams und Hygieneaufklärung

Zur Entlastung der medizinischen Situation im armen Teilstaat Cox's Bazar in Bangladesch betreiben wir eine mobile Gesundheitsstation. Von den mittlerweile über 688.000 Geflohenen können so täglich bis zu 120 Patienten versorgt werden, wie Dr. Ismail Hossain berichtet.

Als weitere Maßnahme zur Unterstützung der Flüchtlinge aus Rakhine setzt das DRK gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond deshalb mobile Gesundheitsteams ein. Diese Teams, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen, können  auch in schwer zugänglichen Regionen bedürftige Menschen aus Rakhine unterstützen. Bepackt mit medizinischer Ausrüstung und Materialien zur Versorgung und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen und Verletzungen gelangen sie problemlos dorthin, wo sie benötigt werden. Auf diese Weise können bis zu 300 Menschen am Tag pro Team versorgt werden. Damit noch mehr Menschen erreicht werden können, sollen weitere mobile Gesundheitsteams folgen.

Zum Schutz vor Krankheitsausbrüchen ist Hygieneaufklärung ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Hilfsmaßnahmen in den Flüchtlingscamps. Helfer halten deshalb auch Fortbildungen rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge ab und verteilen Hygiene-Pakete an hunderte Familien der neu eintreffenden Flüchtlinge.

Weitere Vorbereitungen zur Unterstützung der Rohingya

Das DRK plant derzeit seine bisherigen Maßnahmen wie die Bereitstellung lebenssichernder Hilfsgüter sowie Unterkünfte für die Verbesserung der Sicherheit der neu angekommenen Flüchtlinge auszuweiten. Dazu sollen auch weitere Fachkräfte entsendet werden, die bereits laufende Aktivitäten der DRK-Delegation in Bangladesch unterstützen und geplante Hilfsmaßnahmen koordinieren.

Das Projekt:

Region: Bangladesch, Cox’s Bazar
Laufzeit: Oktober 2017 bis März 2018
Projektvolumen: 100.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond (BDRCS)

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Rohingya, die im Regen stehen und sich Nahrung teilen Bangladesh Red Crescent Society

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