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Ferghana-Tal: Katastrophenvorsorge im Grenzgebiet

Nicht nur die eigenwillige Grenzziehung kennzeichnet das Ferghana-Tal, in dem Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan aufeinander treffen. In der Vergangenheit wurde das Tal immer wieder Schauplatz bewaffneter Konflikte. Zudem ist die Region erdbebengefährdet und die Niederschläge in den Bergen ergießen sich regelmäßig als Schlammlawinen oder Überschwemmungen ins Tal – eine Gefahr, die mit dem Klimawandel größer wird. Damit die Bewohner sich und ihre Lebensgrundlagen besser schützen können, unterstützt das Deutsche Rote Kreuz seine Schwestergesellschaften vor Ort bei der Katastrophenvorsorge.

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Frau vor reißendem Bach DRK

Notfallpläne und Erste-Hilfe-Teams lindern Katastrophenfolgen

Damit in den teils abgelegenen Gemeinden schnelle Hilfe möglich ist, bilden der Tadschikische und Kirgisische Rote Halbmond mit Unterstützung des DRK Erste-Hilfe-Teams in den Dörfern aus. Neben der Erstversorgung lernen die Helfer beispielsweise, wie man Vermisste am effektivsten sucht und Verschüttete rettet. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern erstellen die Erste-Hilfe-Teams Notfallpläne, in denen vermerkt ist, wie die Menschen im Ernstfall evakuiert werden, wo sichere Orte sind oder wie schnell lebenswichtige Hilfsgüter beschafft werden können. Auch die Folgen des Klimawandels werden in den Notfallplänen berücksichtigt. So können schlimmere Katastrophenfolgen gemindert oder gar verhindert werden, in dem z.B. das häufigere Auftreten extremer Wetterphänomene – etwa zu frühe Schneeschmelze, lange Trockenperioden mit dann plötzlich einsetzenden starken Regenfällen, etc. – in die Planung mit einbezogen wird.

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Simulationen und Erste Hilfe: Katastrophenvorsorge in der Schule

Kinder sind im Falle einer Katastrophe besonders verwundbar. Um sie besser zu schützen, geben Rotkreuz- bzw. Rothalbmondhelfer in den Schulen Unterricht zum Thema Katastrophenvorsorge . So lernen die Schüler zum Beispiel, wie sie sich bei einem Erdbeben am besten verhalten – etwa, dass sie zunächst Schutz unter stabilen Türrahmen oder Tischen suchen und erst nach Abklingen der Erschütterungen nach draußen laufen. Ein weiteres Thema sind extreme Wetterphänomene: wo sind sichere Orte, wenn plötzlich die Schneeschmelze einsetzt? Auch Grundlagen der Ersten Hilfe stehen auf dem Lehrplan. Damit im Notfall alles klappt, werden Evakuierungsübungen durchgeführt.

Starke Gemeinden sind widerstandsfähiger gegen Katastrophen

Nur starke Gemeinden können Notlagen gut bewältigen. Unter anderem unterstützt das DRK  den Bau einer Bäckerei in Kirgistan. Dadurch kann der Kirgisische Rote Halbmond Einkommen erzielen, welches direkt seiner sozialen Arbeit zugute kommt. Auf der tadschikischen Seite des Ferghana-Tals hat das DRK eine Evakuierungsbrücke gebaut. Die Brücke bedeutet nicht nur schnelle Hilfe im Katastrophenfall, auch im Alltag haben die Kinder so einen sicheren und teils kürzeren Schulweg.

Überdies stärkt das DRK die Vernetzung der Gemeinden und die gegenseitige Hilfe durch den Ausbau eines Kreisverbandes des Roten Halbmonds. Auch längerfristige übergreifende Projekte werden dadurch möglich.

Das Projekt

Region: Ferghana-Tal (Grenzgebiet Kirgisistan/Tadschikistan)
Projektvolumen: 860.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Spenden (DRK)
Partner: Tadschikischer Roter Halbmond, Kirgisischer Roter Halbmond


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