Ein Mitarbeiter des Bangladeschischen Roten Halbmonds und Flüchtlinge aus Rakhine Victor Lacken / IFRC
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Bangladesch: Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Gastgemeinden in Cox’s Bazar

Seit Beginn der Gewalt im Teilstaat Rakhine in Myanmar sind über 688.000 Menschen ins benachbarte Bangladesch geflohen. Dort leben sie in überfüllten Flüchtlingslagern und in an ihre Grenzen stoßenden Gastgemeinden im wirtschaftlich armen Distrikt Cox’s Bazar. Aufgrund der extremen Auslastung und der katastrophalen Bedingungen innerhalb der Lager brauchen die Menschen eine vielseitige Unterstützung. Neben dringend benötigtem Schutz und sicheren Behausungen erschweren mangelnde hygienische Bedingungen und eine nicht ausreichende Versorgung mit sauberem Wasser das Leben in den Lagern. Aus diesem Grund weitet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Flüchtlinge, Gastgemeinden und des Bangladeschischen Roten Halbmonds (BDRCS) mit Hilfe des Auswärtigen Amtes in zwei Distrikten in Cox’s Bazar aus.

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Fluchtbewegung belastet Region

Der direkt an Myanmar angrenzende Distrikt Cox’s Bazar gilt als einer der wirtschaftlich ärmsten in ganz Bangladesch. Sowohl geringe Agrarflächen, versalzenes Oberflächenwasser als auch regelmäßig auftretende Naturkatstrophen wie Überflutungen und Erdrutsche durch Starkregen sowie negative Auswirkungen des Klimawandels erschweren das Leben der dort lebenden Menschen. Die nun seit Oktober 2016 anhaltende und seit August 2017 massiv gestiegene Flüchtlingsbewegung von über 688.000 Menschen  aus dem myanmarischen Teilstaat Rakhine in den Distrikt Cox’s Bazar belastet die ohnehin arme und katastrophenanfällige Region noch mehr. Die innerhalb weniger Wochen behelfsmäßig errichteten Flüchtlingslager sind bereits von den vielen vor Gewalt in Rakhine zufluchtsuchenden Menschen überlastet.

Obwohl der Flüchtlingsstrom abnimmt, erreichen aktuell noch immer tausende Menschen pro Tag die Zufluchtsorte und suchen Schutz in den bereits vorhandenen Camps. Die meisten der in Cox’s Bazar ankommenden Menschen sind Kinder und Frauen, von denen zudem viele schwanger sind. Sie leiden unter schweren Traumata, Erschöpfung, Krankheit und Hunger. Neben dringend benötigter Nahrung sowie medizinischer und psychologischer Versorgung brauchen die Menschen aber vor allem sauberes Wasser, eine hygienische Grundversorgung, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern, und sichere Behausungen.

Ausweitung der Hilfsmaßnahmen für Zehntausende Flüchtlinge

Zur Entlastung des Distrikts Cox’s Bazar und zur weiteren Unterstützung des (BDRCS) und seinen Helfern weitet das DRK seine Hilfsmaßnahmen für die Menschen aus Rakhine nun  aus. In den Sub-Distrikten Ukhia und Teknaf trägt das DRK dazu bei, dass mindestens 25.000 Menschen durch Brunnenbau einen gesicherten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen wie Latrinen erhalten. Zudem verteilen die Rotkreuz- und Rothalbmondhelfer zum Beispiel Seife, Zahnbürsten und Hygieneartikel für die vielen Frauen und Mädchen. Auch klären die  Helfer über die Gefahren durch verschmutztes Wasser verursachter Krankheiten auf.

Die provisorisch aus Bambus und Plastikplanen errichteten Zeltlager bieten gegen die starken Regenfälle und immer wieder auftretenden Stürme nur unzureichend Schutz. Aus diesem Grund soll neben der Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung außerdem die Wohnsituation für 5.000 Familien verbessert werden. Hierzu werden sowohl Fortbildungsmaterialien für den Bau vor sturm- sowie erdrutschresistenten Behausungen als auch Haushaltsgüter an bedürftige Familien durch ausgebildete Helfer verteilt.

Partnerschaftlich auch während der Fluchtbewegung

Als langjähriger Partner in den Bereichen Nothilfe und Katastrophenvorsorge unterstützt das DRK seine lokale Schwestergesellschaft BDRCS bereits seit Beginn der massiven Fluchtbewegungen. Die Aktivitäten des DRK und des BDRCS zur Unterstützung der Flüchtlinge aus Rakhine konzentrieren sich zurzeit auf die Bereiche Gesundheit, Wasser und erste Nothilfemaßnahmen. Mit dem nun beginnenden Projekt können diese Tätigkeiten für eine Vielzahl Geflohener und  schutzbietender Gastgemeinden ausgeweitet werden. Neben der Nothilfe und der Katastrophenvorsorge hilft das DRK zudem, die lokalen Strukturen von BDRCS zu stärken und neue, innovative Hilfsansätze zu entwickeln.

Das Projekt:

Region: Cox’s Bazar, Ukhia & Teknaf
Laufzeit: November 2017 -  Mai 2018
Projektvolumen: 587.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt & Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond

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Rohingya, die im Regen stehen und sich Nahrung teilen Bangladesh Red Crescent Society

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