Togo: Sauberes Trinkwasser und verbesserte Hygiene
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Togo: Trinkwasser und verbesserte Hygiene

Wie in vielen ländlichen Regionen Afrikas sind auch in Togo Wasserversorgung und sanitäre Strukturen mangelhaft. Gemeinsam mit dem Togolesischen Roten Kreuz verbessert das Deutsche Rote Kreuz in der Region Maritime die Trinkwasserversorgung und das Hygiene- und Abwassersystem. Wie Krankheiten mit unsauberem Wasser und fehlender Hygiene zusammenhängen, lernen die Dorfbewohner mit großem Engagement von den Rotkreuz-Freiwilligen und geben dieses Wissen an andere weiter.

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Mit 30 € kann ein Dorfbewohner von einem neugebauten Brunnen profitieren. 

In den ländlichen Gebieten ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser oft gar nicht oder nur eingeschränkt vorhanden. Die Notdurft wird im Freien oder in "fliegende Toiletten" (sprich: in Plastiktüten) verrichtet. Jedes Jahr sterben Menschen an hygienebedingten Krankheiten wie Cholera, Typhus und anderen Erregern, die Durchfall verursachen. Gemeinsam mit dem Togolesischen Roten Kreuz (TRK) und dem zuständigen Ministerium hat das DRK in einem von der EU-finanzierten Projekt die Wasserversorgung in 60 Dörfern durch Neubohrung bzw. Instandsetzung von Brunnen verbessert. Hygieneschulungen sowie Aufklärungsarbeit in den Gemeinden, besonders in den "Mütterclubs" und Frauengruppen, die von DRK und TRK initiiert wurden, sind erfolgreich durchgeführt worden. Damit die Brunnen auch in Zukunft funktionieren, zahlt jeder Bewohner für deren Nutzung in eine Wasserkasse ein. Diese wird vom Brunnenkomitee verwaltet und das Geld für anfallende Reparaturen genutzt.

Bau von Brunnen und Latrinen

Um die Hygiene in den Dörfern zu verbessern, wurden mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes 2.210 Latrinen gebaut. Die Dorfbewohner beteiligten sich aktiv daran, in dem sie Sand und Lehmziegel zur Verfügung stellten. Das in Togo gängige Modell, welches auch vom Ministerium empfohlen wird, sind EcoSan-Toiletten. Diese sind so konzipiert, dass feste und flüssige Bestandteile jeweils getrennt voneinander gesammelt werden. Der mit Wasser vermischte Urin kann anschließend zur Düngung eingesetzt werden. Die Fäkalien andererseits trocknen mehrere Monate in einer Kammer unter der Toilette in der Sonne. Danach können auch diese zum Düngen verwendet werden. Die Folgen: eine bessere Hygiene auf der einen sowie auf der anderen Seite höhere Erträge auf den Feldern.

Die neu gebauten Latrinen werden feierlich in den Dörfern abgenommen. DRK-Mitarbeiterin Andrea Kehrwald beschreibt eine solche Feier im DRK-Blog.

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Mit 90 € kann ein Freiwilliger in Gesundheit und Hygiene geschult werden, der bis zu 3.000 Bewohner weiterbilden kann.

Trinkwasserbrunnen in Togo Thorsten Klose / DRK

Lebensfreude und bessere Hygiene

Neben den baulichen Maßnahmen geht es vor allem darum, den Menschen das Thema Hygiene näher zu bringen. Besonders die Frauen in Togo sind diesbezüglich sehr aufgeschlossen und motiviert. Wie Krankheiten mit unsauberem Wasser und fehlender Hygiene zusammenhängen, lernen sie mit großem Engagement von den Rotkreuz-Freiwilligen und geben dieses Wissen dann an die anderen Dorfbewohner weiter. Dies geschieht in sehr aktiven Veranstaltungen mit Tänzen, Gesängen und kleinen Sketchen. Das Togolesische Rote Kreuz kann in diesem Bereich bereits auf langjährige Erfahrung verweisen.

 

Das Projekt:

Region: Togo, Maritime
Projektvolumen: 2,56 Mio Euro
Finanzierung: DRK, EU, Spenden
Partner: Togolesisches Rotes Kreuz

 

 


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