Foto: FRauengruppe mit Kindern im Sudan
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Sudan: Nahrung und Frieden für Flüchtlingsgemeinden

Seit Jahrzehnten ist der Osten des Sudans Zufluchtsort für Flüchtlinge, vor allem aus Äthiopien, Eritrea und Somalia. Von ursprünglich 13 Flüchtlingslagern im Bundesstaat Gedaref wurden inzwischen 12 Camps geschlossen, die humanitäre Hilfe eingestellt. Weil der Druck auf die Gastgemeinden dadurch enorm gewachsen ist, fördert das Deutsche Rote Kreuz die Ernährungssicherheit und das friedliche Zusammenleben vor Ort.

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Mit 75 € finanzieren Sie einer Familie einen umweltfreundlichen Solarkocher.

Unterstützung für rund 6.000 Menschen

Nach Schließung der Flüchtlingslager müssen Bewohner – insbesondere Kleinbauern – und Schutzsuchende die ohnehin knappen Ressourcen teilen und die vom Klimawandel bereits strapazierte Umwelt leidet. In unserem Projekt zur Sicherung der Lebensgrundlagen spielt deshalb die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen eine wesentliche Rolle. Ein ebenso wichtiges Anliegen ist es, das friedliche Zusammenleben der Menschen zu fördern, um Spannungen vorzubeugen. Insgesamt profitieren rund 1.200 bedürftige Haushalte – etwa 6.000 Menschen – in zwei ehemaligen Flüchtlingslagern und den umliegenden Gemeinden vom Projekt.

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Nahrung sichern und dabei die Umwelt schonen

Durch Schulungen, Aufklärungskampagnen und kulturelle Veranstaltungen informieren wir die Menschen über den Klimawandel und stärken ihr Bewusstsein im Umgang mit natürlichen Ressourcen. Vor diesem Hintergrund entwickeln sie Wege, um ihre Lebensgrundlagen zu sichern und zu erweitern. So legen die Frauen beispielsweise Hausgärten an, in denen sie unterschiedliche Gemüsesorten wie Okra oder Gurken anpflanzen. Andere Teilnehmer bauen mit verbesserten Methoden gemeinschaftlich Sesam auf Feldern an oder widmen sich künftig auch der Viehzucht. Anbau mit organischem Dünger oder Kochen mit umweltfreundlichen Solarkochern helfen, natürliche Ressourcen zu schonen.

Wir unterstützen die Teilnehmer neben fachlicher Expertise mit Werkzeug und Material wie Dünger oder Saatgut. Außerdem tragen neu gegründete Kooperativen, in denen wir auch Frauen gezielt fördern, dazu bei, die wirtschaftlichen Verbesserungen in den Gemeinden langfristig zu verankern.

Friedliches Zusammenleben und Stärkung des Roten Halbmonds

Eine ausreichend gesicherte Ernährung der Menschen trägt deutlich dazu bei, Spannungen zwischen Einheimischen und Schutzsuchenden vorzubeugen. Darüber hinaus fördern wir deren friedliches Zusammenleben durch das gemeinsame Planen und Durchführen von Aktivitäten zum Beispiel in den neu errichteten Gemeindezentren. In den Schulen werden die Kinder bei Umweltschutzkampagnen zusammengebracht. Projektkomitees zusammengesetzt aus Bewohnern und Bewohnerinnen der Gemeinden und der Flüchtlingslager tragen dazu bei, die Verbesserungen in den Gemeinden langfristig zu verankern sowie die friedliche Zusammenarbeit und die Teilhabe der Menschen voranzubringen.

Im Rahmen des Projekts unterstützen wir ebenso unsere Partnergesellschaft: den Sudanesischen Roten Halbmond, der die Maßnahmen maßgeblich umsetzt. Mitarbeiter und Freiwillige erhalten zum Beispiel Schulungen, die ihnen nicht nur helfen, das Projekt durchzuführen, sondern auch langfristig ihre Kapazitäten zu stärken.

Das Projekt

Region: Rakuba und Gulja im Bundesstaat Gedaref (Ostsudan)
Projektvolumen: 1,3 Mio. Euro
Dauer: 01. November 2017 bis 31. Dezember 2020
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond


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