Sudan: Bessere Ernten, bessere Ernährung
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Afrika

Sudan: Bessere Ernten, bessere Ernährung

Die Menschen im Osten des Sudan sind stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Darunter leiden ihre landwirtschaftlichen Erträge und das Haupteinkommen ihrer Familien gerät somit unter Druck, denn Alternativen zur Landwirtschaft sind im Sudan rar gesät. Das DRK unterstützt den Sudanesischen Roten Halbmond (SRCS) und seine Freiwilligen deshalb dabei, die Ernährungssituation in ausgewählten Gemeinden langfristig zu verbessern.

Ihre Spende hilft!

Mit 20 € kann Trainingsmaterial für eine Unterrichtseinheit "Ernährung" zur Verfügung gestellt werden. 

Lange Zeit konnten sich die Bauern im Sudan auf regelmäßige Regenfälle verlassen, die für ertragreiche Ernten sorgten. Dieser Zustand gehört jedoch leider der Vergangenheit an. Die Niederschläge kommen meist verspätet, dazu regnet es in kleineren Zeitabständen nunmehr wesentlich stärker als bisher, so dass die ausgebrachte Saat zum Teil weggespült wird. Die Kosten für die Produktion sind dadurch deutlich angestiegen. Viele Bauern haben jedoch kaum noch die Möglichkeit, sich hochwertiges Saatgut und Dünger zu kaufen, ohne dass sie sich dabei verschulden. Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch die sehr einseitige Ernährung der Familien, in denen vor allem Kinder an Mangel- und Unterernährung leiden.

Bauer im Ost-Sudan

Ernährungssituation verbessern, lokale Strukturen stärken

Um eine ausgewogenere Ernährung der Zielgruppen zu ermöglichen, werden die Haushalte beim Anlegen von Gemüsegärten angeleitet und unterstützt. So erhalten sie Saatgut für verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten und das notwendige Werkzeug für sie Aussaat und Ernte. Um auch in der Trockenzeit ausreichend frisches Gemüse ernten zu können, werden in den Gemeinden einfache Anlagen zur Speicherung von Regenwasser errichtet, um so jederzeit für genug Wasser für den Gemüseanbau zu sorgen. In praktischen Übungen erprobt das Projektteam mit den Familien die Zubereitung von Gemüse. Durch diese Maßnahmen sollen Mangel- und Unterernährung reduziert und die Ernährungssituation der Bevölkerung verbessert werden.

Die Trainings in den Zielgemeinden erfolgen mit der Unterstützung von Freiwilligen des SRCS, die aus den Gemeinden stammen, sowie eines neu gegründeten Dorf-Projektkomitees. Die Freiwilligen und Vertreter des Dorf-Projektkomitees erhalten regelmäßig die Möglichkeit, an praxisorientierten Weiterbildungen teilzunehmen. Das erlernte Wissen und Können wird so während der Projektlaufzeit an die Gemeinden weitergeben und bleibt auch über das Projektende hinaus in den Gemeinden erhalten.

Ihre Spende hilft!

Mit 50 € ermöglichen Sie Kleinbauern ein landwirtschaftliches Training.

Stärkung von Landwirtschaft und Resilienz

Das Projekt des DRK und des SRCS richtet sich an die Kleinbauern aus den zwölf Gemeinden im Distrikt Al Goreisha im Bundesstaat Gedaref im Osten des Sudan unweit der äthiopischen Grenze. In so genannten Farmer Field Schools nehmen die Bauern an praktisch ausgerichteten landwirtschaftlichen Trainings teil und lernen verbesserte Anbaumethoden und die Herstellung von organischen Herbiziden. In den Gemeinden werden zudem mehr als 10.000 Niembäume gepflanzt, die für ein besseres Klima sorgen und zugleich Schatten spenden. Baumschnitt und andere Pflanzenteile können für die Herstellung von organischem Dünger verwendet werden.

Ferner wird den Bauern vermittelt, inwieweit der Anbau verschiedener und dürreresistenter Sorten sie gegenüber klimatischen Bedingungen widerstandsfähiger macht. Ausgewählte Bauern erlernen zudem die Produktion von verbessertem Saatgut, das an die Gegebenheiten der Region angepasst ist.

Das Projekt

Region: Gedaref, Sudan
Projektvolumen: 1.111.111 Euro
Finanzierung: EU, Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)


Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen dieser Welt!

Jetzt spenden!

zum Anfang

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr

OK