Somalia: Resilienz beim Klimawandel DRK
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Somalia: Resilienz beim Klimawandel

Somalia ist wie viele andere Länder auch vom Klimawandel betroffen: Dürren, Sandstürme oder Überflutungen treten immer häufiger auf und intensivieren sich zunehmend. Deshalb setzt das DRK auf die Beteiligung der Bevölkerung, Gemeindeorganisationen und Behörden, um die Menschen widerstandsfähiger gegenüber externen Einflüssen zu machen.

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In einer Region wie Somaliland, in der mehr als die Hälfte der Haushalte unterernährt sind und die großflächige Versorgung mit Trinkwasser fehlt, wirken sich die Folgen von Naturereignissen besonders dramatisch aus. In den zwölf besonders bedürftigen Gemeinden Somalilands, in denen etwa 50.000 Menschen leben, baut das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit den Betroffenen Strukturen zur Selbstorganisation auf. Die Schritte dorthin sehen aus wie folgt:

  1. Wahl eines Gemeindekomitees in der Projektgemeinde
  2. Schulungen für das Komitee unter Federführung des Somalischen Roten Halbmonds (SRCS), um sich über die Themen Klimawandel und -anpassung sowie Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme zu informieren
  3. Analyse für die jeweilige Gemeinde
  4. Auflistung bestehender Maßnahmen zur Klimaanpassung
  5. Prüfung von Frühwarnsystemen
  6. Analyse möglicher Schwachstellen (ungesicherte Wasserstellen, wetteranfällige Einkommensquellen
  7. Check vorhandener Kapazitäten (katastrophensichere Gebäude, Personen mit Erste-Hilfe-Kenntnissen)
  8. Entwicklung von Maßnahmeplänen durch Gemeindekomitees mit Unterstützung des SRCS, die von der gesamten Gemeinde verabschiedet und mit den lokalen Behörden abgestimmt werden. Diese Pläne bilden die Grundlage der gesamten Projektarbeit. Durch das frühzeitige Einbeziehen der Bevölkerung kann das DRK den tatsächlichen Bedarf des Projekts in den Gemeinden exakter bestimmen.
Somalia: Resilienz beim Klimawandel DRK
Klimawandel in Somalia: Mitarbeiter vom Somalischen Roten Halbmond begutachten ein Feld - 2014
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Mit 90 € können wir für 10 Stunden einen Traktor mieten, um damit Brachfläche landwirtschaftlich nutzbar zu machen. 

Pläne für Gemeinden

Ob Infrastruktur, alternative Einkommensquellen oder Katastrophenvorsorge: Die Bevölkerung setzt die in den Gemeindeplänen festgehaltenen Maßnahmen in erster Linie selbst um. Unterstützt wird sie dabei vom SRCS sowie dem DRK-Mitarbeiter. Ist ein wirkungsvolles Frühwarnsystem das Ziel, so ergänzt die jeweilige Gemeinde vorhandene Elemente und entwickelt sie weiter. Damit sind die Betroffenen künftig in der Lage, Wetterveränderungen zu erkennen und angemessen darauf reagieren zu können.
Ein wichtiger Aspekt, um Gemeinden resistenter gegen den Klimawandel zu machen, ist die Entwicklung neuer Einkommensquellen, damit Familien im Falle einer Katastrophe nicht nur von einem einzigen Einkommen abhängig sind. Hierfür bietet das DRK  zum Beispiel Schulungen und Ausstattungen für Bienenzucht an oder stellt den Menschen einen kleinen Kredit zur Verfügung, damit sie sich selbstständig existentiell absichern können.

Experten bleiben in Somaliland

Der Somalische Rote Halbmond übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung dieses Projekts. Dazu werden die Mitarbeiter umfangreich geschult und gezielt auf Fragen des Klimawandels oder der Gemeindeentwicklung vorbereitet. So profitieren auch zukünftige Maßnahmen und Entwicklungen, denn das vermittelte Wissen bleibt über die Projektlaufzeit hinaus im Land erhalten. Die ausgebildeten Teams bieten Aufklärungskampagnen rund um das Thema Klimawandel in Gemeinden, an Schulen und Universitäten sowie in Behörden an, damit die Auswirkungen des Klimawandels stärker in Strategien, Plänen und Programmen berücksichtigt werden.

Das Projekt

Region: Somaliland (Provinzen Awdal, Maroodi Jeex, Saahil, Togdheer, Sool und Sanaag)
Projektvolumen: 1,1 Millionen Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Spenden
Partner: Somalischer Roter Halbmond (Somali Red Crescent Society - SRCS)


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