Collage: Mutter mit Kind und Hilfgüterverteilung in Mosambik Canadian Red Cross/Joseph Leger; IFRC
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Neubeginn in Mosambik

Ihre Spende hilft!

77 € ermöglichen es, sieben Familien mit Hygiene-Kits zu versorgen.

Die Nacht vom 14. auf den 15. März 2019 werden die Menschen in Mosambik wohl nie vergessen. Vor der Küste hatte sich Wirbelsturm „Idai“ zusammengebraut. Nun traf er mit voller Wucht auf das Land. Ausgewachsene Bäume knickten um wie Streichhölzer, Brücken und Straßen wurden weggespült. Das Stromnetz brach zusammen, genauso die Kommunikationswege. Großstädte wie Beira wurden zu großen Teilen zerstört. Hunderttausende verloren ihr Obdach. Insgesamt waren fast zwei Millionen Menschen betroffen. Wenige Wochen später folgte „Kenneth“, der nächste verheerende Zyklon.

„Die Stürme selbst waren aber gar nicht das Hauptproblem,“ berichtet Alexandros Kataropoulos, unser DRK-Delegierter vor Ort. „Dramatisch waren die Überflutungen, die ihnen folgten. Die Gegend ist sehr flach. Und so ergossen sich die Wassermassen bis weit ins Hinterland. Die Menschen mussten auf die wenigen trockenen Anhöhen fliehen und waren von Hilfe abgeschnitten.“

Auch Florian Neubauer, unserem Referenten für das südliche Afrika, boten sich vor Ort bedrückende Bilder: „Auf Stromleitungen hingen Gras und Heu, dabei sind die Leitungen sechs, sieben Meter hoch! Auch Wochen später erstrecken sich dort, wo vorher Dörfer und Felder waren, große Seen. Mit dem immer noch nicht vollständig abgeflossenen Wasser haben sich auch ansteckende Krankheiten wie Cholera und Malaria ausgebreitet.“

Vorwarnungen, die Leben retten

Dank eines Projekts zur Nutzung von Extremwetter-Vorhersagen für frühzeitige Hilfe (Forecast-based Financing), das das DRK gemeinsam mit dem Mosambikanischen Roten Kreuz seit 2016 durchführt, gelang es freiwilligen Helferinnen und Helfern, tausende Menschen schon vor der Katastrophe zu warnen. „Außerdem waren wir in der Lage, vor Eintreffen von ‚Idai‘ Tabletten zur Wasserreinigung, Seife, Kanister oder Moskitonetze in die Gemeinden zu transportieren. So waren die lebenswichtigen Hilfsgüter bereits vor der Katastrophe in den betroffenen Gebieten“, so Florian Neubauer.

Nothilfe und Neubeginn

„Insgesamt haben wir nach der Katastrophe 134 Tonnen Hilfsgüter für 1.500 Haushalte verteilt. Das war die größte humanitäre Verteilung des DRK im südlichen Afrika in den letzten 15 Jahren“, berichtet Florian Neubauer.

„Die Hilfsgüter sind gut bei den Betroffenen angekommen. Doch die Situation bleibt hochproblematisch“, schätzt Alexandros Kataropoulos die Situation weiter als kritisch ein. „Wir müssen die Hilfsmaßnahmen fortsetzen.“ Entscheidend ist es, nun die Menschen in Mosambik beim Neubeginn zu unterstützen und sie noch besser auf zukünftige Katastrophen vorzubereiten: Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, Hygiene-Kits zu verteilen, Brunnen zu bauen, Latrinen zu errichten und Unterkünfte zu reparieren.

Im Überblick: Unsere Nothilfe in Mosambik

  • Evakuierung von tausenden Betroffenen
  • Verteilung von Hilfsgütern (z. B. Werkzeuge, Küchen-Sets, Moskitonetze und Planen)
  • Inbetriebnahme einer mobilen Sanitäreinheit für 20.000 Menschen und einer Trinkwasseranlage für die tägliche Versorgung von 15.000 Menschen
  • medizinische Hilfe in einer mobilen Klinik für bis zu 150.000 Menschen inklusive Cholera-Station
  • Bau/Wiederherstellung von Brunnen, Latrinen und Unterkünften

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Diese und viele weitere Informationen und Geschichten über unsere spannende Rotkreuzarbeit lesen Sie in unserem viermal jährlich erscheinenden SOFORTHILFE REPORT

Abbildung: Titel des Soforthilfe-Reports 3/2019
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