Freiwillige bei einer Katastrophenübung
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Marokko: Hilfe zur Selbsthilfe in abgelegenen ländlichen Gebieten

Die ländliche Bevölkerung Marokkos lebt zum großen Teil in Armut. Die Armutsrate ist im Vergleich mit den städtischen Gebieten nahezu doppelt so hoch. Das Leben auf dem Land ist durch harte Arbeit und schwierige klimatische Bedingungen geprägt. Marokko hat zwar im letzten Jahrzehnt erhebliche Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu verzeichnen, gerade im Bildungssektor schneidet das Land aber nach wie vor schlecht ab. Der Schulinfrastruktur auf dem Land fehlt es oft am Nötigsten: Fehlende Fenster, undichte Dächer und andere bauliche Mängel erschweren die Durchführung des geregelten Unterrichts. 

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Katastrophenvorsorge: Risiken kennen und minimieren

Naturkatastrophen stellen das größte Risiko für die Bevölkerung Marokkos dar. Neben Überflutungen, Kältewellen und Erdbeben sind auch wiederkehrende Dürren ein großes Risiko für die von der Landwirtschaft abhängige Nation. Durch die Anfälligkeit für Naturkatastrophen ist es für die lokale Bevölkerung wichtig, ihre traditionellen Bewältigungsstrategien zu stärken und neue Kenntnisse über Risiken in ihrer unmittelbaren Umgebung zu erlangen sowie darauf ausgerichtete Vorsorgemaßnahmen zu erlernen. 

Wie wir helfen

Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet vor Ort seit mehreren Jahren mit seiner Schwestergesellschaft, dem Marokkanischen Roten Halbmond (MRH) zusammen. Der Großteil der Freiwilligen, die sich für den Marokkanischen Roten Halbmond engagieren, sind Jugendliche.

In einem von der Staatskanzlei Sachsen und durch Spendenmittel des DRK finanzierten Projekt werden Freiwillige des Halbmondes in Erster Hilfe, gemeindebasierter Arbeit und im Katastrophenschutz ausgebildet und können sich so aktiv in den Gemeinden engagieren. Gemeinsam mit Gemeindevertretern und der lokalen Bevölkerung werden beispielsweise Analysen von Sicherheitsrisiken an Schulen und Risiken durch Naturkatastrophen vor Ort durchgeführt.

Die aus diesen Analysen gewonnenen Ergebnisse werden dann mit lokalen Behörden, aber auch mit der Gemeinde selbst diskutiert. Danach wird gemeinschaftlich entschieden, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände umgesetzt werden sollen. In der Gemeinde Talambote stimmte die Mehrheit für die Instandsetzung und Ausstattung von Schulen, da die Schulinfrastruktur in einem solch schlechten Zustand ist, dass das Wohl der Kinder gefährdet ist.

An sieben Schulen werden nun Fenster, Dächer und die Stromleitungen repariert. Außerdem werden einfache Gasheizungen, Müllcontainer, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Ausstattung für die Schulen beschafft. Auch eine Basisgesundheitsstation soll Unterstützung in Form von materieller Ausstattung bekommen.  Wichtig ist auch, dass ein Großteil der Gemeindemitglieder Ausbildung in Erster Hilfe erhalten hat, um im Notfall schnell und sachgerecht reagieren zu können. Zusätzlich können sogenannte Notfallteams, bestehend aus besonders geschulten Freiwilligen im Katastrophenfall Hilfe leisten. Die benötigten Materialien für einen Einsatz im Katastrophenfall wurden beschafft und direkt in den Gemeinden platziert.

Das Projekt

Region: Marokko, Provinz Chefchouen Gemeinde Talambote
Projektvolumen: 256.250 Euro
Finanzierung: Staatskanzlei Sachsen und Spenden
Partner: Marokkanischer Roter Halbmond
Umsetzungszeitraum: 4.7.2017 bis 31.12.2018    

 

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